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Studie des Verkehrsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Startbeitrag von Ihre Majestät am 16.04.2015 09:03

Heute nachmittag werden die Ergebnisse einer Studie des Verkehrsministeriums (das ja auch für digitale Infrastruktur zuständig ist) zum Thema digitale Zukunft des Radios auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Da anschließend ausschließlich Pro-DAB-Verteter zu Wort kommen (Willi Schreiner, Thomas Langheinrich, Karola Wille u.a.) kann man davon ausgehen dass die Studie sehr pro DAB+ ausgefallen ist. Ich mache nun mal den Thread auf, heute nachmittag wird es wohl offizielles in der Presse geben.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
aru
Kann man die Studie schon nachlesen bzw. welche Eckpunkte enthält sie?


Ich kann nur sagen: Die Veranstaltung fand gestern Nachmittag statt, da ich aber selbst nicht in Berlin war kann ich nichts dazu sagen, zumal es keinerlei Infos im Netz gab. Es sollte eigentlich heute was in der Presse erscheinen...

von Ihre Majestät - am 17.04.2015 07:22

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat

Folgende drei Szenarien für die weitere terrestrische Hörfunkentwicklung werden beschrieben:
1. Offene Marktentwicklung

Der Hörfunkmarkt bestimmt wie bisher aus eigenen Kräften heraus, inwieweit eine Digitalisierung
stattfindet. Eine Involvierung der Politik findet nicht statt. Damit bleibt wahrscheinlich der Status
Quo vorerst erhalten, es sei denn einzelne relevante Marktteilnehmer bewirken gemeinsam eine
abgestimmte, konzertierte Digitalisierung.

2. Einstieg in eine zügige regulierungsinitiierte Digitalisierung

Die Politik, namentlich die Bundesregierung und die Rundfunkkommission der Länder,
identifiziert die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks als nationale Infrastrukturmaßnahme
und legt einen konkreten Maßnahmen- und Zeitplan zur vollständigen Hörfunkdigitalisierung fest.
Die dazu erforderlichen gesetzlichen Grundlagen werden entsprechend formuliert. Für den
öffentlich-rechtlichen Rundfunk dient zunächst hierfür §19 RStV als Grundlage. Parallel hierzu ist
ein Auftrag der Rundfunkkommission an die Rundfunkreferenten zu erteilen, um vorgenannte gesetzliche Grundlagen zu entwickeln. Dabei ist darauf zu achten, dass die Meinungsvielfalt der
Radiolandschaft erhalten bleibt. Dies betrifft sowohl den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie auch
die privaten Rundfunkanbieter. Mögliche Maßnahmen könnten der ausschließliche Verkauf von
Radiogeräten mit digitalem Empfangsteil oder eine verbesserte DAB/-DAB+-Infrastruktur sein.
Dazu wird es nötig sein, geeignete bedarfsgerechte Fördermaßnahmen in Übereinstimmung mit
geltendem Recht zu initiieren.
Die Maßnahmen werden begleitet von einer Bund-Länder-AG unter Einbeziehung der relevanten
Interessensgruppen.
Die Dauer der Einzelmaßnahmen ist mit dem intendierten Ziel der vollständigen
Hörfunkdigitalisierung in Einklang zu bringen, um für alle Beteiligten Investitions- und
Planungssicherheit zu garantieren.
Schlussendlich erfolgt ein Widerruf der UKW-Bedarfsmeldungen durch die zuständigen
Landesstellen, ohne dass diese erneut für andere Programmanbieter ausgesprochen werden.
Die widerrufenen UKW-Bedarfsmeldungen führen zu einer Räumung der entsprechenden

3. Einstieg in eine regulierungsinitiierte Digitalisierung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Politik identifiziert die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks als nationale
Infrastrukturmaßnahme, sieht aber die erforderlichen Rahmenbedingungen zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht als gegeben an. In diesem Fall muss die technische Entwicklung genau
beobachtet werden, um zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung treffen zu können. Bis diese
Entscheidung getroffen ist, gilt Szenario eins, ab dann müssen Aktivitäten analog zu Szenario
zwei entwickelt werden.


Quelle: Studie

Was wird passieren,so wie ich das einschätze wird Szenario 1 eintreten ?!

von Hallenser - am 17.04.2015 17:56

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

"Da anschließend ausschließlich Pro-DAB-Verteter zu Wort kommen (Willi Schreiner, Thomas Langheinrich, Karola Wille u.a.) kann man davon ausgehen dass die Studie sehr pro DAB+ ausgefallen ist."

Die Studie ist vom Institut für Rundfunktechnik, IRT, München.

Was würde Peta wohl über Pelzmode sagen oder Greenpeace über Kernkraft ?

Fazit: Nihil novi sub sole!

von Languedoc - am 17.04.2015 19:15

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Szenario 2 kann teuer werden und letztlich sogar zum Scheitern der Digitalisierung führen, wenn es erhebliche politische Widerstände gibt. Man setzt sich dann ohne Not in die Nesselnm entscheidet sich für oder gegen etwas und dann spielt der Markt nicht mir.

Szenario 3 scheint mir am sinnvollsten zu sein: Abwarten, wie sich der Markt entwickelt und dann ab einen späteren Zeitpunkt diese Entwicklung unterstützen, um es letztlich allen Anbietern, also auch den kleinen und nichtkommerziellen, den Einstig in die digialte Technik zu ermöglichen.

Das vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung innerhalb Deutschlands einersits mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten verläuft, was DAB+ betrifft; andererseits noch nicht klar ist, ob die Netzbetreiber wirklich so viel Geld in die Mobilfunknetze investieren, dass alle übers Smartphone unterwegs Radio hören können.

Daher ist die Politik gut beraten, wenn sie sich nicht vor einen der Karren spannen lässt.

Das Abwarten gilt aber nur für die Politik. Das Beispiel Schweiz zeigt, wie das Thema DAB+ gut verbeitet werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier ist es völlig ausreichend, wenn adminstrative Hürden abgebaut werden. das aber geschieht vielfach bereits auch in Deutschland (Stichwort: Plattformbetrieb zur frexibleren Vergabe von Kapazitäten bei DAB+), ohne dass Politik die Beteiligten am Händchen nimmt.

Letztlich geht es auch immer um Geld. das kann aber insofern Schaden anrichten, als immer wieder Akteure angelockt werden, die abkassieren und anschlie0end, wenn die Förderungen ausgelaufen sind, die Segel streichen. Daran ist das alte DAB schon unter anderem geschietert.

von Alqaszar - am 17.04.2015 22:28

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Heute in Markt und Medien auf DLF lief ein Bericht über DAB+ und die UKW-Abschaltung in Norwegen. Auch die KEF macht Durck auf die ARD einen Abschaltermin zu nennen, sonst wird bei DAB+ der Stecker gezogen.
http://www.deutschlandfunk.de/markt-und-medien.760.de.html

von Seltener Besucher - am 18.04.2015 15:25

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
Seltener Besucher
Heute in Markt und Medien auf DLF lief ein Bericht über DAB+ und die UKW-Abschaltung in Norwegen. Auch die KEF macht Durck auf die ARD einen Abschaltermin zu nennen, sonst wird bei DAB+ der Stecker gezogen.
http://www.deutschlandfunk.de/markt-und-medien.760.de.html


Die heutige Sendung wird dort derzeit noch nicht angeboten.

von DX-Fritz - am 18.04.2015 16:01

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
Seltener Besucher
Auch die KEF macht Durck auf die ARD einen Abschaltermin zu nennen, sonst wird bei DAB+ der Stecker gezogen.
http://www.deutschlandfunk.de/markt-und-medien.760.de.html


Also, wenn die ARD das nicht zusammen mit dem D-Radio hinbekommt und den Stecker für DAB+ ziehen läßt, dann ist uns nicht mehr zu helfen und Deutschland berechtigt die größte Lauchnummer. Möglich ist ja dank einiger Experten noch alles, aber ich denke, es wird schon werden. Schlimm ist nur die Zeitspanne der Beschlüsse, ARD darf bis August beraten und die KEF wird erst Ende April 2016 den Beschluß für die Betragsperiode 2017-2020 veröffentlichen. Und bis dahin warten alle, ob es weitergeht? Normal ist das nicht, das eine KEF den Stecker zieht !!!

von jug - am 18.04.2015 16:30

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

DAB+ wird leider scheitern. Ich bereuhe schon, mein Auto auf DAB+ umgerüstet zu haben. Bei mir in Seesen, ist der Empfang auch be....... Selbst der Brocken, der nur 45 km Lufltlinie entfernt ist, ist im Auto nicht zu empfangen. Zu Hause läuft eh nur noch Radio über das Netz.
Ich glaube auch kaum, das sich Sport1 FM noch groß um DAB+ kümmern wird. 90elf war für mich der Grund, auf DAB+ umzurüsten. Da es keinen UKW Abschalttermin geben wird, wird DAB+ scheitern. Das ist leider so gewollt.

von kalle72 - am 18.04.2015 16:58

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
DX-Fritz
Zitat
Seltener Besucher
Heute in Markt und Medien auf DLF lief ein Bericht über DAB+ und die UKW-Abschaltung in Norwegen. Auch die KEF macht Durck auf die ARD einen Abschaltermin zu nennen, sonst wird bei DAB+ der Stecker gezogen.
http://www.deutschlandfunk.de/markt-und-medien.760.de.html


Die heutige Sendung wird dort derzeit noch nicht angeboten.


In der Mediathek kann man inzwischen den Beitrag nachhören.

Unter dem Link:

http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=2&audioID=4

ist er beim Zeitstempel 17:19 Uhr zu finden und anzuhören.
Gegebenenfalls beim Internetexplorer die Active-X-Filterung ausschalten.

von SagittariusA - am 18.04.2015 17:04

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Kann dem Verkehrsministerium noch ein "r" spendiert werden?

DAB+ scheitert nicht. In den vergangenen Jahren wurde viel gebaut und in (leider nur) einigen wenigen Metropolregionen passen Flaechenversorgung und Programmvielfalt. Die Bremseranstalten werden ihre weissen Flecken (z. B. Mecklenburg-Vorpommern, Emsland bis Ostfriesland, ...) lange genug blockieren, bis sie nicht mehr in den Ausbau investieren muessen, weil allgemein Schluss gemacht wird mit der Aufruestung der Senderstandorte. Genau wie bei DVB-T wird es dann Regionen geben, die nicht versorgt werden. Das ist dann eben so!

von PowerAM - am 18.04.2015 18:16

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
PowerAM
Kann dem Verkehrrsministerium noch ein "r" spendiert werden?

DAB+ scheitert nicht. In den vergangenen Jahren wurde viel gebaut und in (leider nur) einigen wenigen Metropolregionen passen Flaechenversorgung und Programmvielfalt. Die Bremseranstalten werden ihre weissen Flecken (z. B. Mecklenburg-Vorpommern, Emsland bis Ostfriesland, ...) lange genug blockieren, bis sie nicht mehr in den Ausbau investieren muessen, weil allgemein Schluss gemacht wird mit der Aufruestung der Senderstandorte. Genau wie bei DVB-T wird es dann Regionen geben, die nicht versorgt werden. Das ist dann eben so!


Für das D-Radio wird es keine weißen Flecken in Deutschland geben. Entweder UKW abschalten oder DAB+. Für eine Version müssen wir uns hier in Deutschland schon entscheiden, beides geht nicht. Und Deutschland als analoge Insel in Europa?

von jug - am 18.04.2015 18:26

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
jug
Und Deutschland als analoge Insel in Europa?

Naja, es gibt eigentlich nur die Schweiz, Norwegen, Großbritannien und vielleicht noch Dänemark, in denen DAB weiter entwickelt ist als hier in Deutschland. Der Rest? Wenn DAB in Deutschland scheitert, bin ich erst recht nicht sicher, ob das in Tschechien, Polen, Frankreich, Spanien, Italien und diversen anderen Ländern noch was wird.

von Habakukk - am 18.04.2015 20:05

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Der 5-minütige DRadio-Beitrag ab Minute 14:23 hier: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/04/18/dlf_20150418_1705_59406c8c.mp3

Ansonsten würde ich gerne eher wieder back to topic gelangen. ;-)

von CBS - am 18.04.2015 22:20

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
jug
Für das D-Radio wird es keine weißen Flecken in Deutschland geben. Entweder UKW abschalten oder DAB+. Für eine Version müssen wir uns hier in Deutschland schon entscheiden, beides geht nicht. Und Deutschland als analoge Insel in Europa?


Entscheiden müssen und können sie sich nicht, denn mit UKW kann es keine Flaechenversorgung geben. Frequenzen gibt es keine mehr. Nicht fuer die DRadios und nicht fuer Private welche heute noch keine UKW Frequenzkette haben. Da bleibt eben nur DAB+.
Hier scheinen sehr viele zu schreiben, die loechrigen oder gar keinen DAB+ Empfang haben. Liegt das evtl. auch an fehlenden Empfangsantennen? Und dann noch die, die den BMux baben aber in den zig vsrschiedenen Programmangeboten keinen Mehrwert sehen. Ich seh das jedenfalls ziemlich entspannt, weitraeumige Versorgung und ab Mai ein weiterer Privatmux. Der einzige BMux Standort der mir noch fehlt ist irgendwas bei oder auf Ruegen.

von Nordlicht2 - am 19.04.2015 09:48

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
jug
Für das D-Radio wird es keine weißen Flecken in Deutschland geben. Entweder UKW abschalten oder DAB+.

Seltsame Logik. Das D-Radio hat heute schon eine bessere Abdeckung seiner beiden Hauptprogramme auf DAB+ als auf UKW.

Vorschlag zur Güte: Die Blockierer (NDR, RBB, HR, etc., Private) geben 1/3 ihrer Frequenzen auf UKW ab und ermöglichen dem D-Radio eine 100% Flächenversorgung von DLF, DR Kultur und DWissen in diesen Regionen. Dort wird voerst nicht mehr in DAB+ investiert. Wenn die D-Radios dort flächendeckend auf UKW gehen, gibts eh keinen Grund für DAB+, da die "anderen" in diesen Regionen eh nicht innovativ sind und keinen Mut für Zukunftsinvestitionen zeigen. Für 20 N-Joy/FFH-kopien braucht man kein DAB+. Dafür reicht AM mit 4,5 kHz NF-Bandbreite.
Dort, wo nicht blockiert wird (BW, Bayern, MDR-Gebiet), wird bei DAB+ ein Vollausbau durchgeführt. Leistung muss sich wieder lohnen. Die Zukunft sollte nicht den Mutlosen und Zögerlichen gehören, sondern denen, die zu investieren bereit sind.

Das wäre ein zügiger Einstieg in eine regulierungsinitiierte Digitalisierung, die dennoch regionale Besonderheiten berücksichtigt ;-)


Back to Reality: Mir allein fehlen schon mal Hohenpeißenberg, Grünten, Pfänder, Brandenkopf, Ochsenkopf, Raichberg, Feldberg, Witthoh und diverse Tunnelsender.

von DH0GHU - am 19.04.2015 10:13

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

@DH0GHU

wir waren beim Stecker ziehen für DAB+ von Seiten der KEF.
Und ich meinte, für das D-Radio gibt es einen flächendeckenden Versorgungsauftrag für Deutschland und der geht nur über DAB+ und weiße Flecken wird es auch nicht geben dürfen bei flächendeckenden Versorgungsauftrag. UKW ist nicht mehr ausbaubar, deshalb gibt es für das D-Radio nur die eine Möglichkeit, es muß sich mit der ARD auf einen Abschalttermin einigen, denn ohne den gibt es keine weiteren DAB Gelder mehr ab 2017 von der KEF!

von jug - am 19.04.2015 11:14
Erstmal könnte man DLR Berlin den Stecker ziehen und schon hätte der DLF genug UKW Frequenzen.

Dann stellt sich die Frage, warum 7 Ketten pro Land öffentlich-rechtlich sein sollen, also wieder marsch marsch zurück zu max. 4 ARD Sendern plus DLF = 5 öffentlich-rechtliche.

Dazu dann je nach Verfügbarkeit 5 plus x private Ketten und schon hat man UKW ausgereizt. Dazu Internetradio für die paar Leute, für die bei 10 Programmen nix dabei ist.

von Languedoc - am 19.04.2015 11:19
Zitat:
Auch die KEF macht Durck auf die ARD einen Abschaltermin zu nennen, sonst wird bei DAB+ der Stecker gezogen.

ich hab jetzt die ganzen Meldungen nicht im Detail gelesen. Aber wenn die KEF schlau wäre, dann würde sie bei UKW den Stecker ziehen. Kommt ja schließlich um ein Vielfaches teurer alsDAB+. Womit via UKW auch viel mehr an Geldern verschleudert werden.

von delfi - am 19.04.2015 12:28
Nö Languedoc, jetzt aber bitte keine Diskussion über eine Reduktion der ÖR-Programme. Unser "superinnovativer" Privatfunk ist doch überhaupt nicht in der Lage, die dann entstehende Lücke zu schließen. Die bekommen in Deutschland traditionell nix auf die Reihe. Nahezu ALLE UKW-Anbieter sind stinklangweilige, zum Erbrechen durchformatierte und zwangsbelustigte Hitdudler mit einem geistigen Niveau zum Einschlafen. Es gibt einige wenige Ausnahmen, die dann aber bei Weitem nicht flächendeckend empfangbar sind, und auch nie sein werden. Ein flächendeckendes UKW-Netz ist für "Klasse statt Masse" schlichtweg viel zu teuer; viel teurer als ein Sendeplatz in einem DAB-Mux.
Selbst bei DAB+ ist derzeit der größte Vorteil, daß die ÖR-Angebote, die auf UKW nicht oder nicht flächendeckend zu hören sind, nun in der Fläche und störungsfrei terrestrisch empfangbar sind. DAB+ ohne Private wäre immernoch attraktiver als UKW mit Privaten.
Ich bin immer noch der Ansicht, dass das Beste ein rein öffentlich-rechtlicher, flächendeckender Bundesmux wäre, in dem die 3 DR-Vollprogramme plus ein "Best off" der öffentlich-rechtlichen (z.B. BR klassik, NDR blue, FHE, ...) mit hoher Datenrate ausgestrahlt werden. Die Privaten könnten sich dann vorerst auf die lukrativen Ballungszentren und Autobahnen konzentrieren. Rechtlich leider derzeit in unserer verkrusteten, von VPRT-Lobbyismus beeinflussten Medienlandschaft kaum umsetzbar... Dabei wäre gerade dort die Ansicht doch sinnvoll, sich auf lukrative Zentren zu konzentrieren, und nicht um jeden Preis mit den ÖRs mithalten zu müssen.
Die Privaten sollen und müssen Geld verdienen können, die ÖRs sollen und müssen in der Fläche präsent sein - das sollte berücksichtigt werden.

von DH0GHU - am 19.04.2015 12:55

Re: Studie des Verkehsministeriums zur UKW-Abschaltung und DAB+

Zitat
Habakukk
Zitat
jug
Und Deutschland als analoge Insel in Europa?

Naja, es gibt eigentlich nur die Schweiz, Norwegen, Großbritannien und vielleicht noch Dänemark, in denen DAB weiter entwickelt ist als hier in Deutschland. Der Rest?


Niederlande vergessen? ;-)

von zerobase now - am 20.04.2015 11:33
Ich frage mich, warum einige User hier (Ideologen, DAB-Fetischisten, was auch immer ihre Gründe sind) ständig eine FM-Zwangsabschaltung fordern, obwohl dies nach unserer Rundfunkordnung, für die Privaten auch Wirtschaftsordnung, so gar nicht möglich ist. Die Erläuterungen dazu (z.B. Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, Aufgaben der KEF) kann man in Kapitel 5.2 der Studie nachlesen.

Typisch für solche User ist diese Aussage: "Ich hab jetzt die ganzen Meldungen nicht im Detail gelesen. Aber wenn die KEF schlau wäre, dann würde sie bei UKW den Stecker ziehen. Kommt ja schließlich um ein Vielfaches teurer als DAB+. Womit via UKW auch viel mehr an Geldern verschleudert werden."

Nun ist die KEF aber nicht so dumm, Rechtsbruch zu begehen. Die KEF darf das nämlich nicht. Sie hat einzig die Anmeldungen der ö-r Anstalten auf "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit" zu prüfen und sonst nichts. Ein Übertragungungssystem, das von 99% der terrestrischen Hörer genutzt wird, kann im Vergleich zu DAB+ nicht unwirtschaftlich sein (errechnet aus Nutzen vs. Kosten).

Für den DAB-Simulcast fehlt dagegen in den meisten Bundesländern eine entsprechende Rechtsgrundlage (Rundfunkstaatsvertrag, Landesgesetze), die die KEF zwingen könnte, die Kosten für einen langjährigen Simulcast anzuerkennen.

Und was die Privaten angeht: die Rechtordnung enthält nichts, was diese zu einem solchen Simulcast auf eigene Kosten zwingen könnte. Und eine baldige FM-Zwangsabschaltung hätte die gleichen Auswirkungen wie ein Verbot der Wirtschaftstätigkeit, was nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Der schwarze Peter liegt hier eindeutig beim Landesgesetzgeber, der bisher nichts getan hat, um den Umstieg auf DAB finanziell zu gewährleisten. Und die KEF kann auf die geltende Rechtslage verweisen und DAB weiter behindern.

Und der Bund? Dieser ist im Bereich des Rundfunks nur für die technische Abwicklung durch die BNetzA zuständig und kann ohne die Zustimmung der Länder kaum etwas tun.

von Manfred Z - am 21.04.2015 04:08
Es geht in erster Linie nicht um die FM-Abschaltung, sondern um die Dauer des Simulcast, für den bisher kein Ende absehbar ist. Die KEF darf die Kosten für einen fortgesetzten Simulcast nicht anerkennen, da dies den Gesichtspunkten der "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit" widerspricht.

Es gibt bei der heutigen Rechtslage nur zwei Möglichkeiten:
a) einen Termin für eine FM-Abschaltung (auch gestuft) nennen und den Simulcast bis dahin finanzieren,
b) keinen Termin für eine FM-Abschaltung nennen und DAB+ beenden.

Die Anmeldung muss von den ARD-Anstalten und dem Deutschlandradio kommen. Die KEF hat nur die Anmeldungen zu prüfen und dann zu genehmigen, zu kürzen oder ganz abzulehnen.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass es bisher keine grundlegende Unterstützung für DAB/DAB+ durch die Landesgesetzgeber gegeben hat und stattdessen herumgewurschtelt worden ist. Man hat in den 90er und 00er Jahren einfach darauf vertraut, dass das Wort "digital" allein ausreicht, um einen Umstieg zu fördern.

von Manfred Z - am 21.04.2015 08:51
Um die KEF geht es nun aber nicht mehr.

Denn Zitat:
:...Nun schaltet sich erneut die Politik ein und will mit einem Digitalradio-Board den Umgestaltungsprozess einleiten...
...In dem nun angedachten Digitalradio-Board soll die UKW-Abschaltung und die Umstellung auf Digitalradio konkrete Züge annehmen. Schon für Juni 2015 kündigte das Ministerium ein Aufeinandertreffen von hochrangigen Marktvertretern, zu denen auch die Automobilindustrie gehören soll, und Abgeordneten der Länder an...

Das ist das, was Ihre Majestaet schon durchblicken lassen hat.
Letzentlich wird es wahrscheinlich nicht nur die KEF und die ARD sein, die das Datum 'festlegt' sondern eben auch die Politik in Form der Landesmedienanstalten. durch nicht Verlaengerung der UKW Lizenzen. Ist dann nicht anders wie in Norwegen, UK, Schweden usw., nur in Deutschland ein paar Jahre spaeter.

von Nordlicht2 - am 21.04.2015 10:12
Viele rechnen damit, dass es erst einmal gar kein konkretes Abschaltdatum geben wird, sondern nach dem aktuellen Beispiel Norwegen ein solches erst dann benannt wird, wenn entweder mindestens 50 Prozent der Haushalte Radio digital empfangen (egal auf welchem Weg) oder die Netze einen Ausbaustand von mind. 95 % der Bevölkerung erreichen. Das zweite wäre frielich leichter zu erreichen. Möglicherweise werden auch beide Punkte in die Diskussion mit einbezogen. In jedem Fall käme es DAB+ gut: Auch bisherige Bremsklötze wie der NDR oder rbb wären plötzlich zum Ausbau gezwungen.

Lesestoff zum Thema:

http://www.teltarif.de/dab-dab-plus-radio-multimedia-ukw-abschaltung/news/59394.html

Das IRT erprobt übrigens gerade ein Handover von DAB/DAB+ auf LTE Broadcasting. Das ganze halte ich einen ganz interessanten Ansatz: Zumindest theoretisch ließen sich DAB-Multiplexe auch über LTE übertragen. In ablegenenen und von Großsendern abgeschotteten Gemeinden, die bereits über eine Mobilfunk-Infrastruktur verfügen, könnten hybride Empfänger von DAB+ auf LTE Broadcast wechseln und umgekehrt. Ein guter Ansatz für die Zukunft, wie ich finde.

Die Zukunft sehe ich in Empfangsgeräten, die gleichzeitig DAB/DAB+, WLAN, LTE Broadcast als auch LTE Unicast darstellen können. Letzteres würde nur beim Aufbau einer Point-to-Point-Mobilfunkverbindung funktionieren und nach Wunsch z.B. einem Autofahrer den Empfang eines Radioprogramms über das terrestrische Sendegebiet heraus ermöglichen.

von Ihre Majestät - am 21.04.2015 10:23
So einfach ist das nicht. Das BMVI kann nur moderieren, aber selbst nichts entscheiden.

Wenn das vom BMVI eingeladene Board sich nicht einigen kann, weil eine Seite beim Simulcast und FM-Abschalttermin blockiert, ist das nur ein weiteres Kaffeekränzchen.

Und wenn die Länder keine gesetzliche Regelung zur Förderung des Simulcast der via FM sendenden Privatsender beschließen, haben die keinen Anreiz DAB+ zu unterstützen.

Dann ist wieder die KEF am Zug, wenn sie weitere Ausgaben für DAB+ aus dem Rundfunkbeitrag genehmigen soll (Zeitraum von Januar 2017 an).

In der Studie werden drei Szenarien beschrieben. Wenn es mangels Einigung im Board die marktwirtschaftliche Lösung wird, also Weiterwurschteln, dann war es das mit DAB+.

Nachtrag: Wichtig ist, dass die Studie die technischen und juristischen Aspekte von allen Seiten darstellt. Jetzt kann keiner mehr sagen, dass er nur einseitig informiert wird.

von Manfred Z - am 21.04.2015 10:46
Der Politik, die ein Board einberuft, um sich auf einen Plan zum Digitalisierungsumstieg zu einigen, zu unterstellen, dass sie gar keine Einigung moechte, halte ich fuer sehr gewagt. Eine solche Peinlichkeit wird sich das Ministerium kaum erlauben wollen. Stattdessen wird man eben beraten und beraten und am Ende mit der Begruendung einer Kosteneinsparung auf Seiten der ARD Sender eine Termin verkuenden.
Die Variante eines Termins erst ab z.B. 50% Martdurchdringung wird die KEF kaum mittragen wollen. Fuer ARD und KEF zaehlen marktwirtschaftliche Gesichtspunkte nicht, sondern nur die Betriebskosten.fuer das Sendernetz, Die Autoindustrie will teure Entertainmentsysteme zumindest in der Mittel und Oberklasse verkaufen und einzig die aktuellen UKW Platzhirsche werden Argumente finden, UKW so lange wie moeglich weiterlaufen zu lassen. Ob die sich aber durchsetzen koennen und wollen, darf im Zeitalter ruecklaeufiger UKW Nutzerzahlen bezweifelt werden.

von Nordlicht2 - am 21.04.2015 11:05
Zitat
Manfred Z
Ich frage mich, warum einige User hier (Ideologen, DAB-Fetischisten, was auch immer ihre Gründe sind) ständig eine FM-Zwangsabschaltung fordern, obwohl dies nach unserer Rundfunkordnung, für die Privaten auch Wirtschaftsordnung, so gar nicht möglich ist.


Das ist eine gewagte These. Unsere Wirtschaftsordnung garantiert niemanden den unbegrenzten Zugang zu einer Ressource auf Lebenszeit. Frequenzen sind Ressourcen und diese können getauscht werden. Beim Tausch der Frequenzen sollte dem Wirtschaftsunternehmen kein Nachteil entstehen. Ein Nachteil würde nur entstehen, wenn nur die Privatsender betroffen wären. Wenn ö-r Sender und die Privaten gleichermaßen von einer UKW-Abschaltung betroffen sind, entsteht einem Marktteilnehmer allein kein Nachteil.

Deutschland ist an internationale Verträge gebunden (z.B. ITU). Wird international eine andere Verwendung des VHF II Bandes beschlossen, können die Privatsender auch nichts ausreichten.

Beim Umstieg vom analogen Fernsehen auf DVB-T wurden auch Frequenzen und die Verbreitungsart - mit der Zustimmung aller Beteiligten – getauscht. Zum Umschalttermin gab es auch nur eine geringe Anzahl an Zuschauern. Beim Wechsel von DVB-T auf DVB-T2 wird die Situation ähnlich sein.

Einfach ist es nicht, aber eine Garantie für ein lebenslanges Schöpfungsrecht gibt es nicht. Hinzukommt es, dass die Zuweisung von Frequenzen zeitlich begrenzt ist. Woraus erwächst der Anspruch auf eine Verlängerung?

Zitat
Manfred Z
Nun ist die KEF aber nicht so dumm, Rechtsbruch zu begehen. Die KEF darf das nämlich nicht. Sie hat einzig die Anmeldungen der ö-r Anstalten auf "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit" zu prüfen und sonst nichts. Ein Übertragungungssystem, das von 99% der terrestrischen Hörer genutzt wird, kann im Vergleich zu DAB+ nicht unwirtschaftlich sein (errechnet aus Nutzen vs. Kosten).


Ich hoffe es ist eine Verallgemeinerung. Denn bei der Einzelfallprüfung würde ich beim Nutzen vs. Kosten bei einigen Programmen deine Aussage bezweifeln. Ich möchte das Programm Funkhaus Europa in NRW anführen. DAB+ steigert die technisch Reichweite des Programms, daraus erwächst ein Nutzen für den Hörer und die Verbreitungskosten sind bei DAB+ nachweislich geringer. Nutzen ist also nicht gleich Nutzen. Hier ist die Politik gefragt. Hat die grundsätzliche Erreichbarkeit auf DAB+ einen höheren Wert als keine Erreichbarkeit auf UKW?

Im Fall von Funkhaus Europa garantiert UKW nicht die Erfüllung des Auftrags „Er (Der WDR) ist verpflichtet, das Land Nordrhein-Westfalen (Sendegebiet) gleichwertig zu versorgen.“ Wenn Simulcast nicht erwünscht ist, dann muss die Verbreitungsform aufrechterhalten werden, die die Versorgung ermöglicht. UKW ist es nicht, es gibt keine Frequenzen mehr. Dann müssen sich die Hörer halt ein neues Gerät kaufen.

Folgt man der Argumentation, dürfte die Mittelwelle auch nicht abgeschaltet werden, weil die Anzahl der Empfangsgeräte sicherlich höher ist als bei DAB+.

Hörfunkprogramme die nur eine geringe Einschaltquote haben aber sehr hohe Verbreitungskosten könnten auf DAB+ ausgelagert werden. Diese Lesart des Gesetzes habe ich bereits mehrfach in NRW von Politikern gehört.

Es stellt sich die Frage, was mit den Frequenzen passiert. Ob diese dann auf dem Umweg über die Staatskanzlei an die LfM NRW übergehen, bleibt abzuwarten. Es kommt alles auf die Ausgestaltung der Gesetze an. NRW arbeitet an einem neuen WDR-Gesetz.

Der Weg für die Verlagerung von ö-r Hörfunkprogrammen auf DAB+ wurde in den .

Gesetz über den »Westdeutschen Rundfunk Köln« vom 23. März 1985, in der Fassung vom 5. Juli 2011

Zitat

§ 3 Aufgaben, Sendegebiet
(7) Der WDR kann seinem gesetzlichen Auftrag durch Nutzung geeigneter Übertra-gungswege nachkommen. Bei der Auswahl des Übertragungsweges sind die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten. Er ist berechtigt, zu angemessenen Bedingungen die analoge terrestrische Versorgung schrittweise einzustellen, um Zug um Zug den Ausbau und die Zuweisung digitaler terrestri-scher Übertragungskapazitäten zu ermöglichen. Die analoge Verbreitung bisher ausschließlich digital verbreiteter Programme ist unzulässig


Zitat
Manfred Z
Für den DAB-Simulcast fehlt dagegen in den meisten Bundesländern eine entsprechende Rechtsgrundlage (Rundfunkstaatsvertrag, Landesgesetze), die die KEF zwingen könnte, die Kosten für einen langjährigen Simulcast anzuerkennen.


Welche Rechtsgrundlage gibt es für den Simulcast von MW, LW, UKW, Satellit und Internet?

Zitat
Manfred Z
Und was die Privaten angeht: die Rechtordnung enthält nichts, was diese zu einem solchen Simulcast auf eigene Kosten zwingen könnte. Und eine baldige FM-Zwangsabschaltung hätte die gleichen Auswirkungen wie ein Verbot der Wirtschaftstätigkeit, was nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.


Wer sagt, dass die Privaten ebenfalls abschalten müssen? Werden in Norwegen auch die Privatsender UKW abschalten? Warum soll DAB+ nicht zu einer Gleichverteilung der Frequenzen führen? Gerade in NRW ist der Privatfunk diesbezüglich benachteiligt.

Zitat
Manfred Z
Der schwarze Peter liegt hier eindeutig beim Landesgesetzgeber, der bisher nichts getan hat, um den Umstieg auf DAB finanziell zu gewährleisten. Und die KEF kann auf die geltende Rechtslage verweisen und DAB weiter behindern.


Dürfen die Länder den Umstieg auf DAB+ der Privatsender finanziell fördern? Lassen wir das finanzielle außeracht. Es würde schon reichen die Frequenzen auszuschreiben. NRW hat ausgerechnet die teuerste Variante gewählt, die sich für einen Privatsender am wenigsten lohnt. Hamburg und Berlin sind da einen ganz anderen Weg gegangen.

Keine finanziellen Beihilfen, sondern eine dauerhafte Ausschreibung ist nötig. Es würde schon reichen, wenn die Ländern ihre Gesetze so ändern würden, dass keine neue UKW-Frequenz mehr vergeben werden darf. Ein klares Zeichen für die Privatsendern. Eine Maßnahme die keinen Griff in die Kassen der Landesmedienanstalten und der Länder/der Stadtstaaten bedeutet.

von Seltener Besucher - am 21.04.2015 23:00
Wirtschaftlich ist die UKW Verbreitung einzig und alleine fuer Privatsender, die das Glueck hatten eine UKW Frequenz zu bekommen. Fuer alle anderen Markteilnehmer ist DAB+ und das Internet die wirtschaftliche Loesung. Fuer die ARD wegen der geringeren Verbreitungskosten und fuer die welche nicht auf UKW senden, weil sie ueberhaupt nur ausserhalb von UKW wirtschaftlich aktiv werden koennen. Das Argument, UKW muesse wegen Wirtschaftlichkeit mehr als noch 10 Jahre weiterlaufen, kann sehr einfach entkraeftet werden.
Das vorgebrachte Argument zum UKW Dauererhalt ist eher der Schutz einer Monopolstellung welche mit Marktwirtschaft ueberhaupt gar nicht vereinbar ist, da es nun Alternativen gibt welche weit mehr Wettbewerb ermoechlichen.

von Nordlicht2 - am 22.04.2015 08:18
Das ist nunmal das Problem. Wer mehr will als die üblichen Hitdudler wie SWR1/3/DasDing/Antenne1, nutzt heute schon lange kein UKW-Radio mehr. Diese Leute nutzen im Auto meist Konserven und zuhause Sat/Internet. Wenn die Gattung "Radio" überhaupt abseits von Hitdudlern und Infokanälen überleben will, benötigt sie ein einfach zu nutzendes, überall in der Fläche preiswert verfügbares Medium, das Vielfalt abbilden kann. UKW ist hier aus technischen Gründen außen vor - es sei denn, man akzeptiert, dass es Vielfalt nur in wenigen Metropolen gibt.

von DH0GHU - am 22.04.2015 10:45
Hinweise:

Mit Zwangsabschaltung habe ich die von einigen Usern hier geforderte kurzfristige FM-Abschaltung gemeint. Eine langfristig geplante Abschaltung zu einem in Bälde festgelegten Termin, z.B. ca. 2025, verstehe ich nicht als Zwangsabschaltung.

Was Norwegen angeht: Dort gibt es keinen Dissenz zwischen NRK und den großen Privatsendern. Letztere können dank DAB+ eine größere Abdeckung der Bevölkerung als via FM erzielen. Wie die Hörer auf die FM-Abschalung im Jahre 2017 reagieren werden, weiß ich nicht. Die Nachrüstung der Kraftfahrzeuge wird in vielen Fällen nur über Bastellösungen mit externen Adaptern möglich sein.

Was heute im WDR-Gesetz zu den AM-, FM- und DAB-Versorgungen steht, ist nicht zielführend. Die Kann-Bestimmungen werden von der KEF nach den Gesichtspunkten der "Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit" beurteilt. Und das völlig zurecht (siehe Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag).

Ohne flankierende neue gesetzliche Regelungen geht es nicht, was auch in der Studie.so gesehen wird. Und die muss man notfalls gegen den Willen der UKW-Platzhirsche durchsetzen, was aber wegen der Rechtssicherheit nur mit langen Übergangsfristen verfassungsgemäß ist.

von Manfred Z - am 22.04.2015 11:40
Zitat
Manfred Z
Es gibt bei der heutigen Rechtslage nur zwei Möglichkeiten:
a) einen Termin für eine FM-Abschaltung (auch gestuft) nennen und den Simulcast bis dahin finanzieren,
b) keinen Termin für eine FM-Abschaltung nennen und DAB+ beenden.


Oder

c) DAB+ und UKW parallel weiterbetreiben und es dem freien Markt überlassen, wer welchen Verbreitungsweg bevorzugt.

von Stefan Heimers - am 22.04.2015 12:19
Zitat
Manfred Z
Es gibt bei der heutigen Rechtslage nur zwei Möglichkeiten:
a) einen Termin für eine FM-Abschaltung (auch gestuft) nennen und den Simulcast bis dahin finanzieren,
b) keinen Termin für eine FM-Abschaltung nennen und DAB+ beenden.


Oder

c) DAB+ und UKW parallel weiterbetreiben und es dem freien Markt überlassen, wer welchen Verbreitungsweg bevorzugt.

von Stefan Heimers - am 22.04.2015 12:20
@stefan Heimers

Indem du das mantraartig wiederholst wird die Aussage auch nicht besser. Zum hundersten Mal eine Verbreitung von UKW und DAB gleichzeitig wird wird auf DAUER keiner finanzieren können und wollen. Ganz zu schweigen davon, dass die KEF dass niemals zulassen würde.

von zerobase now - am 22.04.2015 12:32
oh.... Forum kaputt?
Normalerweise meckert die Forensoftware, wenn mit in einem Thread ein zu 100% Textgleiches Posting schickt. Sogar wenn das nicht an einem Fehler beim Absenden liegt, sondern mit Absicht der identische Text nochmal eingegeben wird und versucht wird, diesen abzuschicken...

Fehlt eigentlich noch ein
oder
d) es wie die Norweger machen und die kleinen Sender auf UKW weiterlaufen lassen. Aber nur die. Wenn sie weiterhin wollen, auch gerne noch die ffn's & Co, aber alles ö.-r. zu einem ARD-intern verabredeten Stichtag auf UKW abschalten zugunsten von DAB. Wer wirklich Interesse an den Programmen hat, holt sich dann auch ein entsprechendes Radio

von iro - am 22.04.2015 13:20
Zitat
Nordlicht2
Das Argument, UKW muesse wegen Wirtschaftlichkeit mehr als noch 10 Jahre weiterlaufen, kann sehr einfach entkraeftet werden.


Klar, wenn man die Interessen der Verbraucher, die mehr als 100 Mio.UKW Radiogeräte in Deutschland betreiben, ignoriert und gleichzeitg auch die Entsorgungs- & Umweltkosten sowie die Resourcenverschweundung für eine Zwangsausstattung mit neuer Technik vernachlässigt.
Dann kann man so argumentieren. Seriös ist das nicht.

von vossi68 - am 22.04.2015 15:32
Zitat

die mehr als 100 Mio.UKW Radiogeräte in Deutschland betreiben

Bei 32 meiner 34 UKW-Radios würde es mir überhaupt nicht auffallen, wenn da nichts mehr läuft... Und bei den anderen beiden auch erst nach Wochen :D Aber warum sollte ich sie entsorgen, das habe ich bei den reinen MW-Radios auch nicht gemacht...

von iro - am 22.04.2015 15:48
Ich habe noch ein Röhrengerät (Loewe Aventos), verwendet für Analog-Kabel (8,12 EUR/Monat) im Wohnzimmer, das so groß und schwer ist, dass ich es nicht allein die Treppe herunter tragen kann.

Nachtrag: Der Preis beeinhaltet natürlich auch DVB-C in SD, allerdings mit reichlich Artefakten.

von Manfred Z - am 22.04.2015 19:00
Das analoge Kabel ist ja teurer wie unser Digitales mit Analog. 40€/Jahr zahle ich gerne an unsere Gemeinschaft. Beim meinen Eltern habe ich einen 70cm Röhren Fernseher mit Holzgehäuse aus dem ersten Stock über die Treppen getragen. Auch dort ist jetzt ein augenschonender Flachbildschirm.

Meine 37er Röhre in der Küche wird per DVB-T versorgt und bietet mir mit 15 Programmen meist zielführendere und niveauvollere Programmauswahl als hunderte andere TV Programme über Sat und Kabel. Für richtigen Fernsehen ist es dann auch ein möglichst natürliches Bild auf dem Flachbildschirm. Meine Lieblingsröhre ersetzte ich und verschenkt sie. Ein halbes Jahr später tat es einen Schlag und Rauch kam heraus. Da nahm ich ihn wieder an mich und brauche ihn zur Entsorgung.


So ein Flachbildschirm kostet aber einiges mehr wie ein DAB Gerät.
Wer hat denn zuerst die neusten Handys oder Flachbildschirme? Nicht unbedingt die mit dem besten Verdienst.

von pomnitz26 - am 22.04.2015 19:39
Zitat
Seltener Besucher
Zitat
vossi68
Klar, wenn man die Interessen der Verbraucher, die mehr als 100 Mio.UKW Radiogeräte in Deutschland betreiben, ignoriert und gleichzeitg auch die Entsorgungs- & Umweltkosten sowie die Resourcenverschweundung für eine Zwangsausstattung mit neuer Technik vernachlässigt.
Dann kann man so argumentieren. Seriös ist das nicht.


Sehr witzig dieses Aussage. Wer hat noch ein TV-Röhrengerät im eigenen Wohnzimmer? Wohl die wenigsten. Was bei TV keine Rolle spielte, wird beim Hörfunk immer als Argument von den FM-Fetischisten hervorgehoben. UKW wird es in Afrika und Kanada noch länger geben. Packt es in Container und verschifft es dahin!


Ich. Geht einfach nicht kaputt. Und solange bleibt der auch.
Ansonsten noch mehr als 20%
Guck mal hier: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/AusstattungGebrauchsguetern/Tabellen/Unterhaltungselektronik_D.html

Da ich aber inzwischen 48 Jahre alt bin, gerne über die Einführung der Elektrizität, der ersten Eisenbahn und der Abschaffung des Postkutschendiensts aus eigener Anschauung berichten kann, nimm mich mal raus als repräsentativer Bürger.

von Christian_66 - am 22.04.2015 19:56
Röhrenfernseher? Wo ist das Problem, ich habe noch 2 davon und gar keinen Flachbildfernseher (gucke eh nur sehr sehr selten in die Röhre). Wobei das flache Fernsehprogramm auf flachen Bildschirmen authentischer dargestellt werden kann....:D
Jetzt aber wirklich Schluß mit OT.

von Harald P. - am 24.04.2015 12:53
Zitat
Seltener Besucher
Wer hat noch ein TV-Röhrengerät im eigenen Wohnzimmer? Wohl die wenigsten.


Nach Aussage der Mediaberaterin, die in meiner Ecke Berlins für die KDG aktiv ist, sind es noch sehr viele.

Ich kann aber auch berichten, was bei radikaler beinahe-komplett-Analogabschaltung im Kabel passiert: die eine Nachbarin meiner Eltern (damals 70) schaute ein Jahr lang halt nur noch Das Erste, ZDF und MDR Thüringen - das waren die 3 verbliebenen analogen Programme im dortigen unabhängigen Kabelnetz. Danach buchte sie (zum Glück telefonisch) Kabel Deutschland mit allen Schikanen (wäre auf über 35 EUR/Monat hinausgelaufen) nebst Receiver und stornierte den vorhandenen unabhängigen Kabelanschluß zu 6,50 EUR / Monat. Ihre Verwandten aus der Innenstadt, die Kabel Deutschland haben, hatten ihr diesen "guten Rat" gegeben.

Was KDG nicht gesagt hatte am Telefon: sie hätte auf eigene Rechnung ab vorhandenem Hausanschluß im Keller die Hausverteilung nebst Verstärker und Kabel bis in ihr Wohnzimmer errichten lassen müssen und das Gebiet dort ist nur teilversorgt (bis 450 MHz). Ich habe ihr, als sie mir stolz von den Neuerungen erzählte, erstmal klargemacht, was das alles bedeutet und dann sofort alles storniert. Ging gerade noch fristgerecht gut. Wir sind dann mit nem 500-EUR-Schein in den Großmarkt, haben einen anständigen Grundig geholt mit guter Fernbedienung und nun hat sie alle Öffis in HD und alle Privaten in SD zu 6,50 EUR / Monat und ist immer noch dankbar.

-> Die Leute sind ihre Röhrenglotze (und diese war eine kleine schäbige Vollplast-Kiste) dermaßen gewohnt, die gehen die krummsten Wege, um dabei bleiben zu können.


Zitat
Murky
Röhrenfernseher sind klasse Staubfänger, da sammelt sich der Dreck, der sich normalerweise woanders absetzen wurde :xcool:


Dazu hatten wir hier einst eine super-Story und ein super-Foto dazu im Nachbar-Forum. Das Foto am ursprünglichen Ort ist inzwischen der digitalen Demenz erlegen, aber ich krame es nochmal raus, es war zu schön:



(Sorry, mußte sein.)

von Chris_BLN - am 25.04.2015 07:06
Zitat

haben einen anständigen Grundig geholt mit guter Fernbedienung und nun hat sie alle Öffis in HD und alle Privaten in SD


die Geschichte scheint dich sehr beeindruckt zu haben, ich habe sie inzwischen hier im Forum mehrmals gelesen ;-)

Ein Beistellgerät (DVB-C Kabelreceiver) hätte es sicher auch getan, dann hätte sie die Röhre im Prinzip noch behalten können. Wäre preiswerter gewesen aber ok - dann hätte es zwei Fernbedienungen gegeben, das war sicher auch unerwünscht.

von Felix II - am 25.04.2015 07:15
Die Geschichte paßt perfekt hierher. Deshalb nochmal.

Zwei Fernbedienungen hätte es auch bei der KDG-Lösung gegeben - das hatte sie also schon(unbewußt) akzeptiert.

Klar wäre ein Receiver billiger gewesen, aber die olle Röhre war auch noch winzig und schlecht. Also weg damit. Receiver hätte ich eventuell von der anderen Nachabrin holen können, die einen TechniSat SD-Receiver via Scart an einem riesigen Plasma-TV betreibt (und zufrieden ist). Da wäre ein "Ringtausch" sinnvoll gewesen, für diese Nachbarin halt ein HD-Receiver mit HDMI (auch für weniger als 50 EUR in der Bucht). Hatte ich anfangs vorgeschlagen, war ihnen doch zuviel Aufwand. Die Leute bleiben bei dem, was sie haben - und sei es SD analog zugespielt auf geschätzt 46 Zoll.

von Chris_BLN - am 25.04.2015 07:22
Meine preisgünstigste Lösung:

UKW Lizenzen der Privaten zum Ende der Laufzeit auslaufen lassen und vorab schon mal bestätigen, dass es diesmal keine revolvierende Verlängerung gibt. Den Rest regelt der Markt automatisch :)

von Frankfurt - am 27.04.2015 10:53
Zitat
Frankfurt
Meine preisgünstigste Lösung:

UKW Lizenzen der Privaten zum Ende der Laufzeit auslaufen lassen und vorab schon mal bestätigen, dass es diesmal keine revolvierende Verlängerung gibt. Den Rest regelt der Markt automatisch :)


Fände ich gut, aber nicht nur für die Privaten.

von Cha - am 27.04.2015 12:21
Zitat
Frankfurt
Meine preisgünstigste Lösung:

UKW Lizenzen der Privaten zum Ende der Laufzeit auslaufen lassen und vorab schon mal bestätigen, dass es diesmal keine revolvierende Verlängerung gibt. Den Rest regelt der Markt automatisch :)


Strenggenommen gibt es das Wort "Lizenz" im deutschen Medienrecht nicht, wird aber selbst von den Medienanstalten verwendet. Es gibt
- Zulassungen (allgemeine Sendeerlaubnis)
- Zuweisungen von terrestrischen Sendefrequenzen oder Übertragungskapazitäten

Die Zulassung (Rechtsakt) wird auf Antrag für maximal 10 Jahre erteilt (nach Landesrecht; BaWü 8 Jahre; NRW höchstens 10 Jahre) und wird auf Antrag verlängert. Der Widerruf der Zulassung oder die Verweigerung der Verlängerung (Rechtsakt) ist nur möglich, wenn die gesetzlich bestimmten Voraussetzungen entfallen sind (Klage vor dem Verwaltungsgericht.möglich).

Die Zuweisung kann in der Regel ein Mal verlängert werden. Danach ist eine Neuausschreibung vorgeschrieben (so in BaWü geschehen). Für eine von oben verordnete Einstellung des analogen UKW (FM) gibt es in den meisten Bundesländern gar keine Rechtsgrundlage. Das o.g. Gutachten fordert ja eine zu schaffen.

von Manfred Z - am 28.04.2015 05:27
Dorothee Bär, Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur hat sich für Digital Radio ausgesprochen auf den Medientagen in München hier gibts das Gespräch

http://www.br.de/mediathek/video/video/2015-medientage-baer-100.html

von Bastian Karl - am 23.10.2015 19:28
Am 22. September hat die zweite Sitzung des Digitalradio Boards stattgefunden.
Unter Leitung der Staatssekretärin Dorothee Bär wurden diese Punkte beraten:
-- die Einrichtung eines Projektbüros,
-- die europäische "Smart-Radio"-Initiative,
-- Finanzierungsfragen für private Veranstalter, insbesondere auf lokaler Ebene.

Bericht auf der Website des Ministeriums (Digitales und Raumentwicklung >> Digitale Infrastrukturen >> Frequenzpolitik):

Zitat

In seiner zweiten Sitzung am 22. September 2015 hat das "Digitalradio Board" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erste Beschlüsse zur Transformation der Hörfunkverbreitung in die digitale Zukunft gefasst. Unter Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMVI, Dorothee Bär, wurde über die Einrichtung eines Projektbüros, die europäische "Smart-Radio"-Initiative und Finanzierungsfragen beraten.

Im ersten Schritt werden die Landesmedienanstalten gemeinsam mit dem Deutschlandradio ein Konzept für die Einrichtung eines Digitalradio-Projektbüros entwickeln und zur nächsten Sitzung des Boards vorlegen. Das Büro soll die Bevölkerung über Digitalradio informieren und die Zusammenarbeit der Beteiligten koordinieren.

Das BMVI wird die Initiative ergreifen, um auf europäischer Ebene im Rahmen der Diskussion zur Universaldiensterichtlinie eine verpflichtende Ausstattung von Audio-Empfangsgeräten mit Multinorm-Empfangschips zu erreichen.

Da die Kosten der Umstellung auf die digitale Hörfunkübertragung insbesondere lokalen Hörfunkveranstaltern große finanzielle Hürden aufbürdet, die diese alleine nicht tragen können, soll drittens ein Förderszenario entwickelt werden. Dazu werden bis zur nächsten Sitzung des "Digitalradio Boards" die Verbände Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) und Arbeitsgemeinschaft privater Rundfunk (APR) gemeinsam mit der Bundesnetzagentur auf Basis konkreter Frequenzplanungen unterschiedliche Szenarien betrachten. Dabei soll ermittelt werden, wie viele Frequenzen zur Versorgung einer bestimmten Hörfunklandschaft benötigt werden, was die Umstellung kosten wird und welchen Anteil die Beteiligten davon selbst tragen können, bzw. wie viele zusätzliche Mittel benötigt werden.


Das bisherige Projektbüro -- unter www.digitalradio.de -- wird wohl als nicht ausreichend betrachtet.

von Manfred Z - am 07.11.2015 10:18
Dorothee Bär hat in dieser Woche auf der Jahresversammlung von WorldDAB in London gesprochen.

Dazu gibt es eine PM (PDF) von WorldDAB.

Link zur Veranstaltung: http://www.worlddab.org/events/detail/386

Frau Bär sagte: “Germany is fully committed to a digital future for radio. DAB+ offers significant benefits for listeners and broadcasters. We see particular advantages for motorists - with the potential for greatly enhanced free-to-air traffic information services. DAB+ is emerging as the future platform for radio in Europe. We are keen to work with other markets to help realise this vision.”

von Manfred Z - am 07.11.2015 10:25
In NRW hingen vor einigen Wochen wieder Plakate für DAB+. Leider sehr merkwürdig gemacht (Slogan "Ich will es einfach"), und erinnert von der Gestaltung und des Slogans sehr an eine gleichzeitig laufende Kampagne für die Nutzung von Kondomen. Ich weiß nicht, ob die Kampagne einfach nur lustlos, oder unfähig ist.

von Bolivar diGriz - am 19.04.2016 08:55
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