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DAB Digitalradio Forum
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vor 2 Jahren, 2 Monaten
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Habakukk, Andi_Bayern, delfi, DH0GHU, DX-Fritz, Nordlicht2, kuka, Ralfifranken, Thomas (Metal), Hagen, november62

DAB Bayern: Empfangsbeeinträchtigungen nach Antennenabsenkung

Startbeitrag von Habakukk am 02.06.2015 17:38

Ich denke, das Thema ist wichtig genug, dass wir dafür einen eigenen Thread aufmachen sollten.

Wie schon an anderer Stelle im Forum zu lesen war, wurden im April/Mai diesen Jahres an mehreren Standorten (mindestens Brotjacklriegel, Wendelstein) die DAB-Sendeantennen abgesenkt, um Probleme im Gleichwellennetz des Ensembles 11D Bayern zu beheben.

Vereinfacht gesagt brachte der Wendelstein im bayerischen Wald und der Brotjacklriegel im Alpenraum das Gleichwellennetz ein wenig durcheinander (je nach Wetterlage), das ganze hat sich offenbar mit der Aufschaltung des Untersberg noch verschärft.

Mit der Absenkung der Antennen erreicht man, dass sich der Empfang im eigentlichen Zielgebiet des Senders verbessert und der Overspill (und damit Probleme im Gleichwellennetz) verringert wird.
Leider haben sich mit dieser Maßnahme aber nicht nur Verbesserungen im Netz ergeben.

- Der Empfang in Oberösterreich hat sich auf allen Kanälen seit diesen Maßnahmen drastisch verschlechtert. Ebenso hat sich der Empfang im benachbarten Tirol und Teilen Salzburgs verschlechtert. Auch wenn dies vom BR so nicht beabsichtigt war, ist dies leider kein Grund, an der derzeitigen Situation etwas zu ändern, da der BR ja dort keinen Versorgungsauftrag hat.

- 10D Bayern, das derzeit weder einen Standort am Untersberg, noch einen in Pfarrkirchen hat, ist seit dieser Maßnahme in einigen Gegenden in Südostbayern schlechter zu empfangen. Dies v.a. im Bereich Berchtesgadener Land, sowie in diversen Gegenden nördlich der Linie Wasserburg/Trostberg/Laufen, die vorher zumindest Outdoor-Empfang hatten.

- Der Bundesmux auf 5C, der derzeit nur vom Wendelstein kommt, ist seit der Maßnahme selbst im Chiemgau schlechter zu empfangen. Es gibt jetzt deutliche (längerdauernde) Aussetzer an einigen Stellen, speziell rund um Prien am Chiemsee, Waserburg und Traunstein ist mir das aufgefallen. Es betrifft Stellen, an denen keine direkte Sicht zum Wendelstein gegeben ist und der Pegel nun offenbar nicht mehr reicht. Wie beim 10D ist natürlich auch das Berchtesgadener Land sowie das nordöstliche Oberbayern betroffen. Gerade da es im Bundesmux hier im Südosten vorerst keine Netzerweiterung geben wird, ist das sehr schade.

Ich hab schon mal dem BR und Media Broadcast dazu geschrieben. Falls noch ein paar Leute ebenfalls seit ca. Mai einen schlechteren Empfang haben, wäre es gut, wenn sie das auch der BR-Technik, Bayerndigitalradio oder der Media Broadcast mitteilen, v.a. wenn sie im eigentlichen Sendegebiet (also Bayern) wohnen. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass es auch in Niederbayern Beeinträchtigungen auf 5C/10D geben könnte.

Vielleicht haben wir eine Chance, dass diese Änderung zumindest tlw. rückgängig gemacht wird. Ich fände es schade, wenn das so bleibt.

PS: Bitte auf Unmutsäußerungen gegen den BR oder die Techniker verzichten und sachlich bleiben. Ziel war hier wirklich nur die Optimierung des Netzes auf 11D und nicht, irgendwelche Leute vom Empfang auszusperren. Es ist nun mal nicht einfach, Gleichwellennetze mit so exponierten Standorten in den Griff zu bekommen, v.a. wenn der Ausbauzustand wie derzeit auf 10D/5C noch nicht vollständig ist.

Antworten:

Dass wir Österreicher kein Anrecht auf bayerische Signale haben, wissen wir.

Wenn aber der Empfang auf bayerischer Seite auch schlechter wird, frage ich mich, was solche Maßnahmen gebracht haben. Im kleinen Deutschen Eck geht überhaut nur mehr der 11D. Und das auch nicht perfekt.

von delfi - am 02.06.2015 21:35
Der Empfang auf 5C hat sich tatsaechlich massiv verschlechtert. Die Aussetzer sind an manchen Stellen so deutlich, dass man geneigt ist, umzuschalten. Sobald keine direkte Sicht auf den Wendelstein gegeben ist, gibt es tendenziell Probleme.

Bei den Dradio-Programmen wird diese Verschlechterung teilweise durch den besseren Fehlerschutz kompensiert, aber bei den Privaten ist das echt deutlich!

Also so darf das nicht bleiben.

von Habakukk - am 03.06.2015 06:23
Genau das sind die Aussagen, auf die die Sendernetzbetreiber geradezu warten. Also muss man es denen auch so sagen.

von delfi - am 03.06.2015 14:09
Wann war diese Absenkung genau?

Ich habe mal meine Screenshots vom DAB-Player durchsucht und habe vom 5C noch einen vom 14. Mai gefunden.
Im Vergleich mit heute war der SNR im 5C da um ~2dB besser.

14. Mai 2015:
[attachment 5199 screen1.png]

03. Juni 2015:
[attachment 5200 screen2.png]

Der 5C vom Wendelstein ging hier immer schon eher schlecht, mit dem Noxon-Stick war und ist er nur mit einer Richtantenne zum empfangen.

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 03.06.2015 19:53
Ich glaub, das war schon Ende April...

von Habakukk - am 03.06.2015 19:56
Morgen fahre ich mal wieder über die B472/B17 aus dem Raum Murnau nach Norden. Da war bis zum Frühjahr selbst mit Fensterscheibenantenne meist Empfang gegeben - der Wendelstein hatte dort einiges gebracht. Mal sehen wie das morgen ausschaut. Bericht voraussichtlich erst zum Wochenwechsel.

von DH0GHU - am 03.06.2015 22:28
Zitat
Habakukk
Ich glaub, das war schon Ende April...

Mist, von damals habe ich vermutlich keine Screenshots mehr, um mit dem jetzigen Zustand zu vergleichen.

Edit:
Heute vormittag fällt mir auf dem 5C um ~3dB schwankender SNR auf:
[attachment 5201 SNR_5C.png]

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 04.06.2015 07:32
Und was schaetzt ihr? Haben jetzt mehr Leute stabileren Empfang bei Ueberreichweiten als generell schlechteren Empfang bei normaler Wetterlage oder umgekehrt?

von Nordlicht2 - am 04.06.2015 09:32
Man darf davon ausgehen, daß der BR hier schon viel vor dieser Maßnahme versucht hat. Dennoch die Frage: Was wäre, wenn man mindestens auf den ehemaligen Grundnetzsendern Schnaitsee und Deggendorf, zunächst ungeachtet von Besitzverhältnisse und Kosten, den DAB-Mux aufgeschaltet hätte? Hätte dies gereicht um den Störer außerhalb des Guardintervalls nicht mehr relevant zu machen?

von Thomas (Metal) - am 04.06.2015 12:02
@Nordlicht2
Ich vermute mal stark, dass mehr Leuten negativ auffallen wird, dass bei ihnen der Empfang jetzt schlechter ist. Wenn die Empfangsgüte schon so knapp hinter der Grenze auf österr. Seite miserabel ist, kann er doch nicht auf der anderen, der deutschen Seite noch hervorragend sein?
Was mir besonders aufgefallen ist, dass nun der BDR-Mux in Bad Reichenhall und dem kleinen Deutschen Eck gar nicht mehr geht. Seit ich DAB im Auto habe (ca. 12 Jahre) ist das erstmals der Fall.

von delfi - am 04.06.2015 18:26
Noch als Ergänzung zu meinem obigen Post:
Ich habe den SNR vom 5C heute mal mit dem DAB Player mal ~10h lang aufgezeichnet (von 10:54:10 bis 20:55:41) und das ganze dann mit Excel ausgewertet..

Ergebnis:
Min.: 8,1dB
Max.: 15,3dB
Durchschnitt: 11,9dB
Schwankungsbereich: 7,2dB

SNR-Verlauf:
[attachment 5209 SNR_5C.png](Orange: SNR-Werte, 1 Wert pro Sekunde, Blau: Gleitender Durschnitt über 10 Werte / 10 Sek.)

Verteilung:
[attachment 5210 SNR_5C_Distribution.png]


Mit der SNR-Aufzeichnungsfunktion vom DAB-Player könnte man prinzipiell auch "Messfahrten" machen, sprich DAB-Stick + Laptop ins Auto + GPS dazu und dann aus den GPS-Positionen und den gespeicherten SNR-Werten eine Art "Abdeckungskarte" erstellen.

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 04.06.2015 20:00
Zitat
Nordlicht2
Und was schaetzt ihr? Haben jetzt mehr Leute stabileren Empfang bei Ueberreichweiten als generell schlechteren Empfang bei normaler Wetterlage oder umgekehrt?

Da kann ich delfi nur bestätigen. Mag sein, dass der 11D in manchen Ecken etwas stabiler geworden ist (mich würde ja interessieren, wo überhaupt wirklich konkret die Probleme waren). Aber soweit ich das selber beobachten konnte, reden wir da von wenigen Tagen im Jahr, an denen das Netz wirklich etwas aus dem Takt kam.
Aber für den 10D und 5C schaut die Bilanz deutlich negativ aus und zwar tagtäglich.

Zitat
Thomas (Metal)
Man darf davon ausgehen, daß der BR hier schon viel vor dieser Maßnahme versucht hat. Dennoch die Frage: Was wäre, wenn man mindestens auf den ehemaligen Grundnetzsendern Schnaitsee und Deggendorf, zunächst ungeachtet von Besitzverhältnisse und Kosten, den DAB-Mux aufgeschaltet hätte? Hätte dies gereicht um den Störer außerhalb des Guardintervalls nicht mehr relevant zu machen?

Da ich nicht genau weiß, welche Empfangsprobleme konkret der BR mit dieser Maßnahme beheben wollte, ist das schwer zu sagen. Aber prinzipiell würde ich sagen, ja. Schnaitsee hätte wie Brotjacklriegel von Norden her in die Alpentäler südöstlich von München reingestrahlt und wäre vermutlich selbst bei Überreichweiten immer stärker als dieser gewesen. Aber wie man in den Präsentationen des BR sieht, sind ja ohnehin noch eine ganze Reihe an Füllsendern geplant. Dann hätte sich die Sache sowieso mit der Zeit erledigt.

Zitat
delfi
Was mir besonders aufgefallen ist, dass nun der BDR-Mux in Bad Reichenhall und dem kleinen Deutschen Eck gar nicht mehr geht. Seit ich DAB im Auto habe (ca. 12 Jahre) ist das erstmals der Fall.

Das kann ich nur bestätigen. Selbst das 12D-Altnetz hatte Empfang bis Salzburg rein, in Bad Reichenhall war es überhaupt kein Problem, den 12D zu empfangen. Nach Berchtesgaden hinter gab es nur kurz vor Bischofswiesen vereinzelt Aussetzer, der Empfang ging hinter bis Schönau. Freilich mangels Untersberg-Sender kein Top-Signal, aber es ging, und zwar mit den Funzelleistungen, die das Altnetz damals hatte.
Der 10D jetzt gibt schon deutlich früher den Geist auf. Das wirkt schon fast so, als würden von den 4kW, die Brotjacklriegel und Wendelstein haben, Richtung Horizont weniger als 1/10 der Leistung raus gehen.

Zitat
Andi_Bayern
Ich habe den SNR vom 5C heute mal mit dem DAB Player mal ~10h lang aufgezeichnet (von 10:54:10 bis 20:55:41) und das ganze dann mit Excel ausgewertet.. [...]
Mit der SNR-Aufzeichnungsfunktion vom DAB-Player könnte man prinzipiell auch "Messfahrten" machen, sprich DAB-Stick + Laptop ins Auto + GPS dazu und dann aus den GPS-Positionen und den gespeicherten SNR-Werten eine Art "Abdeckungskarte" erstellen.

Interessante Sache. So eine Messfahrt wäre mal was. Leider fehlt mir gerade das Equipment. Momentan gibt es ja die für heiße Tage typischen Morgeninversionen. Meist bis ca. 9 Uhr bedeutet das, dass leicht angehobene Bedingungen herrschen. Wäre interessant, ob man das an dem 5C auch sieht.

von Habakukk - am 04.06.2015 20:45
Zitat
Habakukk
...
Momentan gibt es ja die für heiße Tage typischen Morgeninversionen. Meist bis ca. 9 Uhr bedeutet das, dass leicht angehobene Bedingungen herrschen. Wäre interessant, ob man das an dem 5C auch sieht.


Ich habe heute früh nochmal für den 5C Werte aufgenommen.
Der SNR schwankte gegen 8 Uhr stärker, als später gegen 10 Uhr.

SNR-Verlauf gegen 8:15:
[attachment 5211 Snr1.png]

SNR-Verlauf gegen 9:40:
[attachment 5212 Snr2.png]

Verlauf von 08:10:58 bis 10:26:28:
[attachment 5213 Diagram.png]Es ist ein leichter Abfall mit zunehmender Urzeit zu sehen.

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 05.06.2015 08:58
Typische Morgentropo bei der derzeitigen Hochdruckwetterlage. Im Prinzip haette man heute Nacht pruefen koennen, ob es dort wo es dabei frueher zu SFN Stoerungen kam nun keine mehr gibt.

von Nordlicht2 - am 05.06.2015 09:02
Ich hab heute nochmal den Empfang von 10D/11D hier in der Gegend etwas ausgetestet. Störende Überreichweiten kann man heute bei dem schwülheißen Wetter eigentlich völlig ausschließen.

- Priental Aschau i.Chiemgau bis Sachrang: hier gab es zu DAB-alt-Zeiten, als noch auf 12D mit viel geringeren Leistungen gesendet wurde, genau EINEN kurzen Aussetzer, und der war zwischen Stein und Grattenbach, wo das Tal mal relativ eng wird. Seit einigen Jahren ist der Aussetzer an dieser Stelle auf 12D/11D schon etwas deutlicher geworden, ich denke seit der generellen Anhebung der Sendeleistungen. Heute hatte ich auf 10D aber schon einen Aussetzer direkt in Aschau, und ab ca. Hohenaschau bis Grattenbach ist der Empfang auf beiden Kanälen unerträglich. Aus etwa 0,5-1km sind nun 6km Strecke geworden, die aussetzerbehaftet ist.

Hier hatte ich mir evtl. eine Verbesserung durch die Antennenabsenkung am Brotjacklriegel erwartet, eher offenbar war sie hier eher kontraproduktiv. Womöglich hatte hier der Brotjacklriegel wie auf UKW sogar den Hauptanteil am Signal. Der Hochberg kommt auch auf UKW nicht richtig ums Eck.

- Sachrang -> Durchholzen -> Walchsee -> Kössen -> Reit im Winkl
Nach Grattenbach dann wie gewohnt dank Reflexionen am Kaisergebirge stabiler Empfang auf 10D und 11D, auch weiter auf Tiroler Seite stabil, bis hinter Kössen bis kurz vor Reit im Winkl v.a. im Wald (Kaltenbach bis Unterbichl) die ersten Aussetzer kommen. Auch die gab es imho früher nicht.

- Reit im Winkl -> Seegatterl -> Weitseen -> Ruhpolding
In Reit im Winkl selber war der Empfang aussetzerfrei, indoor mag es vielleicht kritischer sein. Auf der weiteren Fahrt Richtung Seegatterl zunächst wieder Aussetzer im Wald (10D wie 11D), danach stabilisiert sich der Empfang und ist von Seegatterl bis zu den Weitseen aussetzerfrei. Zwischen Seehaus und Chiemgau-Arena wieder einige Aussetzer, ab Laubau dann stabil und in ganz Ruhpolding guter Empfang (hier ist der Hochberg aber quasi auch schon zu sehen).
Auf dieser Strecke bin ich mir nicht 100%ig sicher, ob es nicht früher auch schon den einen oder anderen Aussetzer gab. Aber verbessert hat sich hier auch nichts.

Die Aussetzer rund um Reit im Winkel wird der noch für heuer geplante Füllsender sicherlich komplett beheben. Bei den Aussetzern südlich von Ruhpolding bin ich mir weniger sicher. Und das dicke Loch zwischen Aschau und Grattenbach von locker 5km Stotterempfang wird wohl auf absehbare Zeit nicht gestopft.

Nun frag ich mich schon, wo die gravierenden Verbesserungen durch die Antennenabsenkungen eigentlich sein sollen. Bisher sind mir eher nur Gebiete bekannt, wo sich der Empfang eher verschlechtert hat.

Schade! Das ging alles schon mal irgendwie besser! Ob das allein durch die Absenkungen gekommen ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Können freilich auch andere Effekte sein.

von Habakukk - am 01.07.2015 19:58
Zitat
Habakukk
Ich hab heute nochmal den Empfang von 10D/11D hier in der Gegend etwas ausgetestet.
...

Hast du den 5C auch getestet?
Dort fürchte ich, sind die Lücken - mangels Hochberg und Untersberg - noch größer.

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 01.07.2015 20:14
@Andi_Bayern:
Beim 5C fällt mir halt v.a. die Gegend zwischen Traunstein und Siegsdorf auf, wo der jetzt richtig lange aussetzt, sowohl auf der B306 neben der Traun, als auch auf der anderen Straße von Haslach raus nach Süden. Früher hatte ich da zwar auch mal den einen oder anderen Aussetzer auf 5C, aber wirklich nur 1x kurz und nie so deutlich und langdauernd wie in letzter Zeit.
Ich bilde mir auch ein, dass der Empfang auf 5C im Bereich Übersee bis Staudach mal aussetzerfrei war. Der 5C ging dort ja zu Zeiten, als der Wendelstein noch gar nicht aufgeschaltet war, kaum schlechter.

von Habakukk - am 01.07.2015 20:30
Ich denke, was die mit der Antennenabsenkung versuchen, ist die Quadratur des Kreises.
Exponierte Standorte wie Wendelstein müssten aus dem SFN raus und auf exclusiven Kanälen senden oder eine separates SFN, das sich nicht um andere exponierte Standorte kümmern muss.

Ich erinnere mich zu Zeiten, als Wendelstein auf 12D mit 500W sendete war im Isartal um Lenggries nichts zu machen wegen Herzogstand - Wendelstein hatte wohl eine Vorlaufzeit, so dass die Laufzeitunterschiede in München und im Alpenvorland zu Ismaning geringer waren - die Zeitunterschiede beim Empfang in der Gegend zwischen Herzogstand und Wendelstein ließen keine Synchronisation zu...

Anders gefragt: Gibt es seit der Absenkung der Antennen denn irgendwo tatsächlich Verbesserungen im Zielgebiet, wenn ja wo?

von Hagen - am 02.07.2015 18:14
Ich war die Tage wieder im kleinen deutschen Eck unterwegs. So schlecht war hier der Empfang noch nie.

ABER:
Ich schließe nicht aus, dass in letzter Zeit am Wendelstein und Brotjacklriegel doch wieder etwas an den Antennen rumgeschraubt wurde.
So ist etwa wieder der Empfang zwischen Kufstein und Kitzbühel deutlich besser geworden. Nach der Absenkung im April war in Elmau def. Schluss. Jetzt geht es wieder holprig bis zum Pass Thurn rauf. Allerdings viel schlechter als früher.

Auch in OÖ ist der Empfang nun wieder deutlich besser. Wenn auch bei weitem nicht mehr so gut, wie früher. So geht der 10D nun wieder bis Sattledt

Für mich hat es den Anschein, als ob zumindest einzelne Antennenfelder wieder etwas angehoben wurden.

von delfi - am 03.07.2015 15:27
Wann kommt der Dillberg in den BuMu .Wäre schon wichtig

von november62 - am 03.07.2015 17:21
Weitere Empfangsverschlechterungen kann ich auch von der Strecke zwischen Schleching und Koessen vermelden. Dort gab es freilich auch frueher schon wenige kurze Aussetzer (im Bereich Klobenstein), aber so langdauernde Empfangsaussetzer insbesondere rund um Schleching sind mir von frueher nicht bekannt.

Edit: Ach so, betrifft 11D genauso wie 12D.

von Habakukk - am 13.07.2015 09:45
Also eines wird deutlich: seit der Absenkungsaktion gibt es sehr viel deutlichere Aussetzer in den diversen Nord/Sued-ausgerichteten Taelern hier im Chiemgau, was auch irgendwo logisch ist, da weder Wendelstein noch Hochberg so gut von Norden her einstrahlen koennen wie der Brotjacklriegel dies tat. Man muss sich das nur mal auf der Karte ansehen, wie der Brotjacklriegel zu Priental (Aschau) oder Achental (Schleching) steht, und wie Hochberg/Wendelstein im Vergleich positioniert sind.

Mag sein, dass es von den Laufzeitunterschieden her frueher an der Grenze war, aber es hat funktioniert und in jedem Fall deutlich besser, als das derzeit der Fall ist.

Mittlerweile stimmt die Realitaet leider recht gut mit den Versorgungskarten auf www.digitalradio.de ueberein. Frueher war die Versorgung real deutlich besser als auf den Karten zu sehen.

von Habakukk - am 13.07.2015 09:59
Wer ist eigentlich auf die Idee mit der Antennenabsenkung gekommen? Gut bei uns hier in Oberfranken ist jetzt der 10D/11D nicht schlechter empfangbar, kann aber auch daran liegen das am Ochsenkopf vielleicht die Antenne nicht so stark gesenkt wurde.

So schlecht hat doch das SFN hier in Bayern doch nicht funktioniert, das man zu solch harten Methoden greifen muss.

Wenn es bei extremen Wetterlagen doch mal zu Störungen kommen sollte, kann man immer noch die Leistung von expornierten Standorten wie Wendelstein etc. "runterdrehen". So eine Art Modulation sollten doch die DAB-Sender können oder?

von Ralfifranken - am 13.07.2015 17:58
Ich bin auch seit einigen Wochen gefrusteter DAB+ Hörer (Rock Antenne). In meinem Heimatort habe ich eigentlich gar keinen Empfang mehr mit meinem Auto und auf der A9 vom Dreieck Holledau bis zur Ausfahrt Pfaffenhofen fast ein Totalausfall und dann sporadische Ausfälle bis zum Dreieck Neufahrn.

Beschwert man sich bei bayerndigitalradio.de, wird immer wieder die eigene Technik (Original-Werkseinbau BMW, Auto ist keine 3 Monate alt) angeführt. Ich hatte aber schon mehrere BMW's mit Original-DAB-Radio und so schlecht wie z.Zt. ist es noch nie gewesen.

Aber: Heute früh von Landshut nach München einwandfreier Empfang. Also liegt's mit Sicherheit nicht am BMW.

Was kann man tun ? Ich habe schon an Rockantenne geschrieben, die sind schließlich diejenigen, die sich um die Hörer als potenzielle Kunden kümmern müssten, aber da kommt auch nicht so viel.

Wo muss man Druck machen ? Wen muss man anschreiben, damit solche miserablen Empfangsbedingungen verbessert werden ?

Es grüßt
Neuling kuka

von kuka - am 10.09.2015 13:40
Zitat
kuka
Aber: Heute früh von Landshut nach München einwandfreier Empfang.


Jetzt wäre es vor allem interessant zu wissen, wieso es heute früh gepasst hat. War es am Nachmittag schon wieder schlechter?

von DX-Fritz - am 10.09.2015 15:26
Vermutlich, weil er heute nicht A9, sondern A92 fuhr... :-)

von DH0GHU - am 10.09.2015 15:31
Stimmt, vergleicht man auf http://www.digitalradio.de/index.php/de/empfangneu die Empfangsprognose für den betreffenden Abschnitt der A9 mit der A92, dann schneidet die A92 deutlich besser ab. Allerdings ist in dieser Empfangsprognose auch auf der A9 zwischen Dreieck Holledau und Ausfahrt Pfaffenhofen jede Stelle als für den mobilen Empfang der Rock Antenne (10D) geeignet deklariert. Wenn ich mich recht erinnere, sind diese Empfangsprognosen dabei nicht einmal besonders optimistisch und sollten deshalb weitgehend zutreffen.

von DX-Fritz - am 10.09.2015 16:10
Bei eher schlechtem Equipment hat aber zumindest der Bundesmux hier und da kurze Aussetzer.. 10D wird nicht viel besser abschneiden. Ismaning hilft ein wenig mit, Landshut wohl eher wenig.

von DH0GHU - am 10.09.2015 17:06
Hat man eigentlich beim Wendelstein zwischenzeitlich mal wieder was veraendert? Die Aussetzer beim 5C in meiner Gegend sind verschwunden und 5C/10D gingen gestern bis Burghausen ohne Aussetzer.

von Habakukk - am 10.12.2015 09:22
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