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DAB Bundesmux Programmbelegung

Startbeitrag von _Yoshi_ am 27.10.2015 20:21

Hallo
ich wollte mal wissen ob es im Bundesmux in naher zukunft weitere Programme geben wird?
Man hat ja schon lange nichts mehr gehört ob da noch was geplant ist.

Die 50 interessantesten Antworten:

xHE-AAC bringt, wie Nordlicht2 ja auch schon feststellte, nicht so wirklich viel. Wenn man sich mal das verlinkte PDF durchliest stellt man fest das man lediglich an ein paar kleineren Parametern gefeilt hat. Die einzige größere Änderung ist das man den CODEC für die Sprache ausgetauscht hat. Statt den hauseigenen, einfach nur AAC-LD genannten CODEC, nutzt man nun ACELP. Das ist auch der einzige nennenswerte Posten wo man wirklich Datenrate einsparen kann. Dann aber auch nur wenn das Ausgangsmaterial strickt in Mono ist. Ansonsten kann man auch HE-AACv2 nehmen und bleibt dabei sogar noch abwärtskompatibel.

Das große Problem wenn man alles in Hardware macht ist halt eben das man nicht mit jeder Welle mitschwimmen kann. Die ganzen verbauten SoCs (also diese "Alles-in-einem" Chips) die in den Radios verbaut werden sind nur sehr begrenzt Upgrade fähig. Wenn sie sich überhaupt upgraden lassen. Dafür benötigen sie aber auch nur den Bruchteil des Stromes den ein Mini-PC verbrauchen würde und preislich liegen da natürlich auch Welten dazwischen. Bei einem CODEC wechsel müsste man also geschätzte 90% der Radios verschrotten. Mit HE-AACv2 hat man aber schon eine sehr gute Wahl getroffen. Es ist nämlich nicht davon auszugehen das selbst in fernerer Zukunft ein CODEC herauskommen wird der noch nennenswert Datenrate einspart. Langsam ist man an dem Punkt angekommen wo sich selbst mit ausgefeilten psychoakustischen Modellen und technischen Tricks (SBR, PS) das Ohr kaum noch überlisten lässt. Man ist also mit HE-AACv2 noch lange Zeit auf der sicheren Seite. Was jetzt noch geht ist nur Kleckerkram der ganz wenige kbps einspart. Dafür lohnt es sich aber nicht nochmals einen neuen DAB Standard aus dem Boden zu stampfen. Vor allem weil ja auch noch an AAC gefeilt wird. Da ist man ebenfalls noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Laut Professor Jürgen Herre vom Fraunhofer IDMT erwartet man in absehbarer Zeit eine deutliche Verbesserung der SBR Höhen (verbesserte Auflösung und dadurch nicht mehr so scharf wirkend) und des PS (auch komplexere Räume werden natürlicher dargestellt).

von Spacelab - am 02.11.2015 09:41
Zitat
GLS
Das ist aber ein internes Problem des DRadios.

Das ist kein Problem. Sondern Absicht. Warum soll der DLF ein reines Wortprogramm sein und DKultur nur Musik spielen? Kultur ist nicht nur Musik. Ebenso wenig wie nur Nachrichten und Börse deutschlandweit von Bedeutung sind.

Zitat
GLS
Fakt ist, dass ca. 500.000 DAB-Geräte in den 2000er Jahren verkauft wurden (ob da die Importe mitgezählt sind, ist nicht mal klar). Und diese Geräte sollen inzwischen alle auf dem Müll sein?

Und weil ein paar Jojos ihre mittlerweile veralteten Empfänger noch weiter benutzen wollen sollen jetzt alle Hörer unter dem wesentlich schlechteren 128kb/s MP2 Sound leiden? Mal davon abgesehen glaube ich tatsächlich das die meisten dieser 500.000 Empfänger mittlerweile auf dem Müll gelandet sind. Denn wenn man, mal vom Saarland abgesehen, nur noch ein einziges Programm empfangen kann, das dazu noch nicht mal dem breiten Massengeschmack entspricht, wird der Empfänger in 99% der Fälle kein langes Leben mehr vor sich haben.

Zitat
GLS
Empfangen schon, nur nicht dekodieren.

Mit "empfangen" meinte ich natürlich "hören". Rein empfangen kannst du mit den alten Mühlen genauso viel wie mit einem aktuellen DAB+ Gerät auch. Es kommt nur nichts aus dem Lautsprecher.

Zitat
GLS
Aber dann gibt's noch FM und dafür sollen auch ältere Geräte taugen, habe ich gehört.;)

Na dann ist es doch eh egal was auf dem DAB Zweig passiert wenn das Gerät eh nur noch für FM benutzt wird.

von Spacelab - am 12.12.2015 12:09
Zitat
Spacelab
Das ist kein Problem. Sondern Absicht. Warum soll der DLF ein reines Wortprogramm sein und DKultur nur Musik spielen? Kultur ist nicht nur Musik. Ebenso wenig wie nur Nachrichten und Börse deutschlandweit von Bedeutung sind.


Ich meinte halt, man könnte die Programme so reformieren, dass der DLF konsequent Info sendet und DKultur eben Kultur. Dass es jetzt mit Absicht anders ist, ist mir klar.

Zitat

Und weil ein paar Jojos ihre mittlerweile veralteten Empfänger noch weiter benutzen wollen sollen jetzt alle Hörer unter dem wesentlich schlechteren 128kb/s MP2 Sound leiden?


Unter MP2 wird schon schlimm gelitten.:rolleyes: Meine Güte, diese Probleme möchte ich haben. Ernsthaft: Ich finde für die Wortanteile die jetzige Konfiguration absolut ausreichend. Den Vorschlag, die Musiksendungen nach DKultur auszulagern und das dann mit sehr hoher Bitrate zu senden, habe ich bereits gemacht. Bei DKultur fand ich die Umstellung auf AAC schon sinnvoll, bei DLF jetzt noch nicht. Es wird schon irgendwann umgestellt werden, aber ich verstehe nicht, warum das permanent von einigen hier gefordert wird. Beim DRadio ist man auch nicht blöd und wird schon wissen, warum man den DLF noch auf MP2 lässt.

Zitat

Mal davon abgesehen glaube ich tatsächlich das die meisten dieser 500.000 Empfänger mittlerweile auf dem Müll gelandet sind. Denn wenn man, mal vom Saarland abgesehen, nur noch ein einziges Programm empfangen kann, das dazu noch nicht mal dem breiten Massengeschmack entspricht, wird der Empfänger in 99% der Fälle kein langes Leben mehr vor sich haben.


Also bei "die meisten" (= 50% + x) kann ich dir zustimmen, aber "99%" ist wieder so eine typische Zahl, die man hervorkramt, um irgendwelche Argumente zu bekräftigen, ohne das jemals empirisch überprüft zu haben. Oder hast du? Woher sollen wir wissen, was 99% der Leute mit ihren Empfängern machen. Ich weiß es jedenfalls nicht.

Zitat

Mit "empfangen" meinte ich natürlich "hören".


Schon klar, ich konnte nicht anders. Tschuldigung.;)

Zitat

Na dann ist es doch eh egal was auf dem DAB Zweig passiert wenn das Gerät eh nur noch für FM benutzt wird.


Müsste man davon abhängig machen, ob der DLF vor Ort auf FM zu empfangen ist. In einigen Gegenden ist das nicht der Fall, wohl aber noch über DAB (MP2).

von GLS - am 12.12.2015 18:34
Das kleine lokale Programme dauerhaft auf UKW weitersenden koennen, hatte man in UK vorgeschlagen. Daraufhin kam man aber zu dem Schluss, dass wenn diese kleinen Programme alleine im analogen UKW Band senden, diese damit nicht mehr ausreichend Hoerer finden werden. Der normale Radiohoerer wechselt nicht zwischen DAB+ und UKW Modus hin und her, sondern stellt die Programme ein, die ihm in der Programmliste vorgeschlagen werden. UKW only Programme sind darin nicht enthalten. Es blieben folglich nur die Hoerer uebrig, die ausschliesslich UKW Radios nutzen. Wieviele das in 10 Jahren sein werden, wer weiss das heute schon?
Nun kann man sicher die ARD Anstalten dazu verdonnern, dass sie dauerhaft auf UKW bleiben muessen, damit die Lokalen nicht so alleine sind, die KEF scheint da aber mit ihrer Forderung nach einem moeglichst kurzem DAB+ UKW Parallelbetrieb entgegen zu stehen. Die grossen Privaten werden sich ganz von alleine von UKW verabschieden, da die grossen UKW Senderketten viel zu teuer sind um sie dauerhaft parallel zu DAB+ aufrecht zu erhalten. Bestenfalls bleiben die dann noch mit einigen leistungsschwachen UKW Sendern in Ballungsgebieten auf UKW.
Vielleicht wird das UKW Band oder Teile davon, mal fuer ganz legale 'Piraten', also fuer jeden von uns geoeffnet. Einzig mit einer Begrenzung der ERP Sendeleistung. Solange es keine zukuenftige Verwendung fuer das UKW Band gibt, muss man es auch nicht ungenutzt lassen. Aber wie du schon richtig festgestellt hast, 10 Jahre kann man kaum noch vorhersehen. Vor 10 Jahren wurden noch DVB-T Umstellungen vorgenommen. DVB-T in Deutschland, ist nur ein Beispiel dafuer, wie schnellebig Technologien sind, wenn deren Ende politisch gewollt ist und durchgedrueckt wird.

von Nordlicht2 - am 01.01.2016 11:23
Zitat
zerobase now

Zitat
Kohlberger91


Aktuell:
DLF, mp2 128kbit/s | DKultue, AAC 112kbit/s | DWissen, AAC 96kbit/s | Dok&Deb, AAC 48kbit/s
Später :
DLF, AAC 112kbit/s | DKultue, AAC 112kbit/s | DWissen, AAC 112kbit/s | Dok&Deb, AAC 48kbit/s

Geplannt ist die Umstellung von DLF auf 112 kbit/s. Womit 16 kbit/s frei werden


Das reicht nicht, das stimmt. Allerding könnte man auch alle auf 96 reduzieren und dann wären noch Platz für ein Programm, aber wenn das schon so feststeht, dann wird das wohl nichts.


Die DRadios geben freiwillig keine freien Kapazitäten her. Nichts für ungut, ist nicht böse gemeint. Aber was soll Diskussion mit den D-Radios ihren Kapazitäten immer. Die DRadios bringen nicht nur Nachrichten und Informationen sondern auch Anspruchsvolle Musiksendungen und haben eine Anspruchsvolle Hörerschaft und da braucht es neunmal gute Datenraten. Qualität vor Vielfalt. Wenn die Nachfrage zu groß ist muß halt ein Zweiter Mux gestartet werden. Und mal ehrlich, ohne die D-Radios wäre der Bundesmux vom Ausbaustand her heute noch nur auf die Ballungsräume beschränkt. Persönlich wäre mir am liebsten wenn die Dradios ihren Eigenen mux hätten, dort könnten die Dradios mit richtig guten Fehlerschutz (EEP1-A) und Bitraten senden und das Merken von die D-Radios über ihre Kapazitäten hätte ein Ende. Der Nachteil, beim"Privaten"bundesmux würden wohl ganz schnell paar Sendeanalgen wieder abgeschaltet werden, wenn die D-Radios nicht mehr dabei wären. Wie beim ex.12D bzw. 10D Bayern auch der Fall ist, als sich der BR zurückzog.

von Kohlberger91 - am 17.02.2016 15:37
Zitat
Zwölf
Wenn es wie jug schrieb so ist, dass das DRadio 2017 seine zusätzlichen Kapazitäten wieder abgibt, hoffe ich, dass man eventuellen Bewerbern die bei dieser Ausschreibung nicht zum Zug kommen gleich die zukünftig freien Plätze gibt damit es dann nicht wieder eine zähe Ausschreibung mit monatelanger Nicht-Nutzung der CUs gibt.

Das wird wohl nicht gehen. Denn man kann sich ja keine Bewerber "auf Halde" legen. Es wird bei einer Bewerbung unter anderem ja auch die "finanzielle Stabilität" eines Veranstalters geprüft und da kann sich bis 2017 (was noch ein absolut unbestätigter Termin ist!) noch sehr sehr viel ändern.

"Live" ist halt bei manchen Veranstaltern ein sehr dehnbarer Begriff. Vor allem bei Sport1. Bei der Konferenz ist das immer sehr schön zu beobachten. Man überträgt gerade Spiel A und es kommt zu einer spannenden Situation. Bei Spiel B kommt es ebenfalls zu einer spannenden Situation wo im Anschluss ein Tor fällt. Sport1 bleibt jetzt so lange bei Spiel A bis die Situation (halbwegs) geklärt ist und schaltet dann erst zu Spiel B um. Damit der Hörer aber den kompletten spannenden Teil mitbekommt arbeitet man zeitversetzt. Kommt so etwas öfters vor kann es schon mal sein das man gegen Ende einer Halbzeit flockige 2 Minuten hinterher hinkt.

Um die besondere "Qualität" von Sport1 zu unterstreichen haben die aber bis jetzt, Jahre nach dem Sendestart, ihre Technik immer noch nicht richtig im Griff. So kommt es beim Timeshifting öfters mal zu Stolperern, Aussetzern und manchmal hört man auch den Kommentator doppelt. Einmal die zeitversetzte Version und einmal Live. :rolleyes: In der aktuellen Saison ist das zwar schon wesentlich weniger geworden, aber es kommt immer noch vor.

von Spacelab - am 24.02.2016 07:25
Zitat
Zwölf
Eher nicht. Laut FAB 2015 entfallen unter der Woche nur ca. 16% der Radiominuten auf die Zeit im Auto; oder anders ausgedrückt: In 5 von 6 Fällen wird Radio nicht im Auto gehört.

Beziehst Du die da auf die Angabe "Radios, die nicht zum HH gehören: 16,1% (der Hördauer entfallen auf...)"? (steht auf Seite 142 von http://funkanalyse.tns-infratest.com/2015/1_hf/1nutzung/13HFEmpf_Ausst.pdf)
=> damit sind keine Autoradios gemeint, sondern Fremdgeräte (Kantine, Kiosk, sonstwo). Die Autoradios gehören zum Haushalt!

Die rechte Grafik auf Seite 142 besagt:
von 100 Hörminuten "mit Geräten, die zum Haushalt gehören" entfallen
25,6 % auf analoge Autoradios
0,9 % auf Händies oder mp3-Player mit Radiofunktion
18,1 % auf digitale Radios incl. PCs (diese Zahl enthält auch DAB-Autoradios)

Den Schluss
Zitat
Zwölf
In 5 von 6 Fällen wird Radio nicht im Auto gehört.
kann man daraus nicht ziehen, da eine entsprechende Angabe gar nicht enthalten ist, es wird nur die Hördauer auf Geräte heruntergebrochen. Beim Autoradio darf man davon ausgehen, daß dieses tatsächlich auch im Auto eingesetzt wird.
Somit kann man davon ausgehen, daß ca. 1/4 (25,6%) der Hörminuten im Auto gehört wird. Dazu kommen digitale Autoradio-Hörminuten (die nicht gesondert ausgewiesen werden).
Und dann sind da noch die 16,1 % mit Radios, die nicht zum HH gehören. Das kann auch das Autoradio der Fahrgemeinschaft sein.

Interessanter ist diese Grafik: http://funkanalyse.tns-infratest.com/2015/1_hf/1nutzung/02HFTagesreichweite.pdf => Seite 80
=> Nutzungsdauer von Auto und Radio sind so gut wie identisch. In 99% aller bayerischen Autos läuft bei jeder Fahrt das Radio.
=> Radio hören bei der Arbeit machen nur ca. 1/4 der Arbeitenden
=> weniger als 1/4 bis maximal die Hälfte der zuhause Anwesenden hören Radio

von iro - am 01.03.2016 14:38
Zitat
Nordlicht2
Dachte die .fic und die .mmp Dateien werten unterschiedlich aus aber nein, seit gestern sind 30 CU im BMux frei. Donnerstag waren es nur 24 CU.


Tatsächlich:
Zitat

Belegt: 834 CU (96,5%), Frei: 30 CU (3,5%)
Audio: 786 CU (91,0%), Daten: 48 CU (5,6%)


[attachment 7276 Zwischenablage01.png]

Wo hat man denn die 6 CUs abgezweigt? Ich habe leider keinen alten Dump mehr da zum Vergleich.

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Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 16.04.2016 09:44
Im Ausschreibungstext heißt es wörtlich "Je Programmäquivalent stehen zur Gewährleistung einer sachangemessenen Empfangsqualität in der Regel 54 CU zur Verfügung." Insgesamt seien 64CUs frei. Davon wurden aber nur 54CUs ausgeschrieben. Hier hat anscheinend mal wieder einer vom anderen (falsch) abgeschrieben. :rolleyes:

Viel interessanter finde ich ja immer noch die frage wer überhaupt Interesse an einer Bundesmuxausstrahlung haben könnte. Mein letzter Wissensstand ist:

Absolut Radio entweder mit Absolut Radio oder Absolut Hot (da war man sich selbst noch nicht so ganz sicher)

Radio B2

Radio Paloma

Schlagerparadies

Sport1.fm (man möchte einen eigenen Kanal da laut eigener Aussage weder ENERGY noch Sport1.fm selbst mit diesem Timesharing zufrieden sind)

ein Oldiesender und ein "Club Music" Sender. Von diesen beiden wurden wir damals gebeten aus "Wettbewerbsgründen" keine Namen zu nennen. Keine Ahnung ob das heute noch gültigkeit hat. Aber am Montag wird ja eh alles öffentlich und bis dahin werdet ihr es noch aushalten (müssen). :D

Eine weitere frage ist wer sich überhaupt beworben hat. Ein Programmanbieter mit dem wir ein Interview am Telefon hatten meinte hörbar angefressen dass das ja eh keine richtige Ausschreibung mit reellen Chancen sei. Es stünde ja schon im vorneherein so gut wie sicher fest wer die Kapazität bekommen würde. Deshalb würde man überlegen sich überhaupt zu bewerben. Wenn andere Programmanbieter genauso denken dann könnte das Interesse am Bundesmux real höher sein als es die Anzahl der Bewerber bei der jetzigen Ausschreibung vermuten lässt.

von Spacelab - am 16.04.2016 13:27
"Lulu fm" :bruell: Ich kann nicht mehr! :bruell:

Die bekannten Anbieter haben sich wie angekündigt tatsächlich zurück gehalten und auf eine Bewerbung verzichtet. Dafür sind solche Knallfrösche wie SD1 oder Lulu fm dabei. Aber auch die MB ist eine Granate sondergleichen. Wie die Kollegen aus der Redaktion gerade herausgefunden haben gibt es noch gar kein konkretes Konzept für deren vorhaben. Und das obwohl ich dachte das dies für eine Bewerbung eine Grundvoraussetzung sei. Nur so schwammiges BlaBla wie "Innovative Verknüpfung von Radio und Datendiensten wie Slideshow und Hot oder Flop System in Kooperation mit mehreren Hardwareherstellern". Dieses "Hot oder Flop System" ist nur eine Anwendungsmöglichkeit von DAB+ Radios mit WLAN Fähigkeit. Da kann man dann per Knopfdruck entscheiden ob einem das gerade laufende Lied gefällt oder nicht und so direkten Einfluss auf das Programm nehmen. Aber auch Gewinnspiele sind möglich. Man hätte auch vor verschiedene Events in Surround auszustrahlen. Wobei mir da jetzt kein entsprechender Empfänger für einfallen würde. Mal davon abgesehen das bei der zur Verfügung stehenden Datenrate die Klangqualität sehr durchwachsen wäre. Dieser MB Radiokanal würde wohl eher so eine Art Spielwiese werden wo man einfach mal alles drauf wirft und ausprobiert was bei DAB+ technisch so geht.

Meiner Meinung nach bekommt das Schlagerparadies diese Ausschreibung geschenkt. Alles nur Platzpatronen. Die wirkliche gefährliche Konkurrenz hat sich gar nicht erst beworben.

von Spacelab - am 18.04.2016 13:33
Zitat
Zwölf
Für das Schwarzwaldradio sehe ich ehrlich gesagt nur eine Chance, wenn man ihnen die CUs gibt und fragt ob sie sie z.B. mit dem Schlagerparadies teilen würden. Als neues Programm wären die wahrscheinlich noch eher bereit geringere Reichweite und/oder Qualität in Kauf zu nehmen. Beim Schlagerparadies hingegen kann ich mir nur schwerlich vorstellen, dass die von sich aus zu einer Verschlechterung bereit wären. Partner könnte da evtl. die MB sein, die die CUs zumindest noch für Datendienste nutzen könnte. Möglicher Weise befinden sich die 20 ungenutzten CU schon in MB-Besitz, sodass diese auch genutzt werden könnten.


Von 64kbps hatte man beim SP schon gesprochen, damit sinngemaess gute Erfahrung vor der BMux Aufschaltung gehabt. Derzeit sind 30 CU ungenutzt, von denen erstmal in Erfahrung gebracht werden muesste an wen die bei der 2011 Ausschreibung gegangen sind. Es muss ja einen Grund geben, dass Horeb nur mit 48kbps senden kann und das jetzt nur 64 CU ausgeschrieben wurden. Einfach mal so eben Datendienste aufschalten und sagen es ist nichts mehr frei kann auch die MB nicht ohne Ausschreibung.
Fuer SP und ein weiteres Programm mit 64kbps koennen auch 3 Andere jeweils 6 CU abgeben. Fuer 90elf wurde das immer temporaer gemacht.
Nimmt man die Klangqualitaet von 2011, dann klingen 64kbps heute besser als die 72kbps damals. Besser angepasstes Sounddesign, keine 32kHz Sampling mehr und sicher auch Verbesserungen bei den Encodern. Ich hoer bei Energy oder ERF jedenfalls keine Artefakte.
Und das Ganze ja nur bis die DRadios auf PL-3A zurueckgehen.

von Nordlicht2 - am 18.04.2016 19:12
Also ich find's toll, dass es auch kleine Unternehmen gibt, die bei DAB+ einsteigen möchten. Einige größere Anbieter haben es erst gar nicht versucht, weil an ein abgekartetes Spiel glaubten; diese zwei kleinen haben es zumindest versucht, obwohl sie eine deutlich schlechtere Ausgangsposition als sport1fm etc. hatten.
Und wenn ich mir das auf der Website von luluFM durchlese habe ich den Eindruck, dass es denen nicht nur ums Geld verdienen geht, sondern dass sie eine Art Mission haben. Das finde ich eigentlich ganz sympathisch. Es wäre auch ein Sender, der sich drüber freut, Leute auf den Land zu erreichen und das nicht nur als notwendiges Übel betrachtet.

Ich denke das Schlagerparadies ist gesetzt; wenn irgendein Kleinkram an CU übrigbleibt, der nicht für die Ausstrahlung eines Programms reicht, wird das wohl an die MB gehen (falls die MB mehr bekommen sollte wäre ich schockiert, denn als Spielwiese gibt es genug freien Platz in Landesmuxen). SD1 bietet in kaum einem Bundesland ein Programm mit erkennbarem Mehrwert, von daher glaube ich an die nicht wirklich. Das Schwarzwaldradio scheint mit der bundesweiten Ausstrahlung gewisser Maßen seine Seele zu verkaufen wie es hier schon formuliert wurde; außerdem gibt es einfach schon in vielen Bundesländern m.E. Ähnliches. Also, FALLS die Kapazitäten für zwei Programme genutzt werden sollten fände ich es (zumal bei dieser Auswahl) nicht so skandalös wenn luluFM die Nr. 2 werden sollte. Ich vermute allerdings, dass sich die Medienanstalten eher für das Schwarzwaldradio entscheiden werden.

von Zwölf - am 19.04.2016 20:42
Zitat
Kohlberger91
DLF ist noch in mp2. (128kbps). Wird aber nicht viel frei bei Umstellung auf AAC. Würde auch schon öfter diskutiert. Zudem werden die nichts abgeben, warum auch. Sie ķönnen mit ihren CU machen was sie wollen. Sie zahlen ja schließlich auch dafür. Es war mal geplant vom DLF, das mit der Umstellung von DLF auf AAC alle 3 DRadios damn mit 112 kbps senden. Persönlich wäre mir lieber man würde was an Dok&Deb abgeben.

Bei der Umstellung von MP2 auf AAC wird gar nichts frei da man die frei werdenden CUs an DWissen gibt. Dok&Deb würden zwar mehr kb/s auch ganz gut stehen. Aber dafür dürfen die zu wenig eigenen Content anbieten. Denn man darf nicht vergessen das dies nur ein Telemediendienst ist und kein Vollprogramm. Ein weiteres Vollprogramm darf das DRadio ja per Gesetz nicht anbieten. Das DRadio ist aus dieser Diskussion eh komplett raus. Die haben einen kompletten CU Block mit dem sie machen dürfen was sie wollen. Und da darf keiner etwas abknapsen. Sie bezahlen ja dafür auch den Löwenanteil am Bundesmuxausbau. Wenn man dem DRadio also etwas wegnimmt würde man sich heftig ins eigene Fleisch schneiden.

Zitat
Felix II
Hat das Schlagerparadies (-hölle) nicht auch mal so angefangen ?

Nicht so wirklich. Die Schlagerhölle war damals schon etwas professioneller. Zumindest was die Moderation anbelangt. Technisch klang das teilweise als würde Onkel Ernst mit einem räudigen Mischpult vom Flohmarkt mit maximal 128kb/s MP3 aus dem Hobbykeller senden. Andere Programmteile hingegen klangen ganz gut. Also die Qualität schwankte schon teilweise extrem. Aber man war immer bemüht und als die Nachricht kam das man nun im Bundesmux sendet hat man die Technik bei manchen Moderatoren recht schnell aufgerüstet.

Zitat
Sarstedter
Mich hat persönlich sehr gewundert, das sich sport1.fm nicht beworben hat. Aber vielleicht fehlt denen auch wirklich der Content um als Vollprogramm zu senden.

Das hatten wir hier doch schon ein paar mal. Sport1.fm war einer von denen die sich gar nicht erst beworben hatten weil sie der Meinung sind dass das alles schon im vorneherein abgemachte Sache sei und man sich die Bewerbung somit auch schenken könne. An Content fehlt es denen nicht. Die haben noch viele andere Sachen als nur Fußball im Portfolio. Mal davon abgesehen muss ja auch nicht 24/7 Sport laufen. Es spricht ja nichts gegen ein sportlastiges Musikprogramm. Ich stell mir da immer so ein (sorry für dieses platte Klischee) "Männerradio" vor. Etwas ältere Musikfarbe, also kein Hip-Hop/Elektro/Techno Crossover Gedudel aus den aktuellen Charts, sondern eher rockiger ausgelegt mit vielen älteren Titeln. Das ganze dann unterbrochen von jeder Menge Live-Sport.

lulu.fm hat zwar einen selten dämlichen Namen, bei uns sagen Kinder "Lulu machen" wenn man pinkeln muss, aber so schlecht finde ich deren Programm gar nicht. Hier schrieb jemand das der Sender wirke als hätte er eine Mission und man sende nicht nur als notwendiges Übel um Geld zu verdienen. Das sehe ich 100% ganz genauso. Das sind die einzigen denen ich zutrauen würde auch tapfer weiter zu senden wenn sie von den Kosten her bestenfalls null auf null heraus kämen. Denen geht es nämlich um die Sache. Mal davon abgesehen finde ich deren Playlist gar nicht mal soooo schlecht.

Persönlich wünschen würde ich mir: Schlagerparadies weil deren Engagement einfach belohnt werden muss egal wie man zu der Musik steht. Und als zweites Programm lulu.fm. Alleine schon um mal ein Zeichen zu setzen und wirkliche (Meinungs)Vielfalt zu demonstrieren. Aber das ist nur Wunschdenken. Um so ein Programm im Bundesmux zuzulassen fehlen den Schlipsträgern einfach die Eier. Wenn es überhaupt ein zweites Programm gibt, dann wird es wohl das Schwarzwaldradio sein. Die bekommen dann, genauso wie es der Flurfunk munkelt, einen neuen Namen verpasst und fertig ist der Fisch.

von Spacelab - am 20.04.2016 08:32
Zitat
Spacelab
Zitat
Kohlberger91
DLF ist noch in mp2. (128kbps). Wird aber nicht viel frei bei Umstellung auf AAC. Würde auch schon öfter diskutiert. Zudem werden die nichts abgeben, warum auch. Sie ķönnen mit ihren CU machen was sie wollen. Sie zahlen ja schließlich auch dafür. Es war mal geplant vom DLF, das mit der Umstellung von DLF auf AAC alle 3 DRadios damn mit 112 kbps senden. Persönlich wäre mir lieber man würde was an Dok&Deb abgeben.

Bei der Umstellung von MP2 auf AAC wird gar nichts frei da man die frei werdenden CUs an DWissen gibt. Dok&Deb würden zwar mehr kb/s auch ganz gut stehen. Aber dafür dürfen die zu wenig eigenen Content anbieten. Denn man darf nicht vergessen das dies nur ein Telemediendienst ist und kein Vollprogramm. Ein weiteres Vollprogramm darf das DRadio ja per Gesetz nicht anbieten. Das DRadio ist aus dieser Diskussion eh komplett raus. Die haben einen kompletten CU Block mit dem sie machen dürfen was sie wollen. Und da darf keiner etwas abknapsen. Sie bezahlen ja dafür auch den Löwenanteil am Bundesmuxausbau. Wenn man dem DRadio also etwas wegnimmt würde man sich heftig ins eigene Fleisch schneiden.


Habe ich doch gesagt, nur nicht so ausführlich, alle 3 DRadios werden dann in 112 AAC senden. Persönlich wäre mir halt lieber gewessen man würde für Dok&Deb 64 kbps oder so machen, auch wenn es nur einTelemediendienst ist. Aber DWissen in noch besser Qualität ist natürlich auch nicht schlecht. ;)

Zitat
Spacelab
lulu.fm hat zwar einen selten dämlichen Namen, bei uns sagen Kinder "Lulu machen" wenn man pinkeln muss, aber so schlecht finde ich deren Programm gar nicht. Hier schrieb jemand das der Sender wirke als hätte er eine Mission und man sende nicht nur als notwendiges Übel um Geld zu verdienen. Das sehe ich 100% ganz genauso. Das sind die einzigen denen ich zutrauen würde auch tapfer weiter zu senden wenn sie von den Kosten her bestenfalls null auf null heraus kämen. Denen geht es nämlich um die Sache. Mal davon abgesehen finde ich deren Playlist gar nicht mal soooo schlecht.


Sehe ich auch so

von Kohlberger91 - am 20.04.2016 20:16
Zitat
Zwölf
Ja, so ein Test wäre interessant. Ein paar Erfahrungen könnten wir ja auch schon aus dem Forum vlt. zusammentragen. 4A wird derzeit im BR-Mux verwendet (allerdings für ein nervtötendes Verkehrsprogramm) und 3B ist derzeit in Nürnberg auf Sendung. 1A ist derzeit im BR-Oberfrankenmux auf Sendung, allerdings leider ohne Referenzprogramm in 3A. Gibt's sonst noch irgendwo was Außergewöhnliches?

Wenn man sich den Anteil des Nutzsignals anschaut, sieht man, dass es um 3A zwei ähnlich hohe EEP-Niveaus (2B & 1B) gibt. Bei denen wäre natürlich besonders interessant, wie stark man den Unterschied merken würde. Der Unterschied zwischen 3A und 3B müsste vergleichbar mit dem Unterschied zwischen 2A und 3A sein. Der Unterschied von 3A zu 4A in etwa so wie von 3A zu 1A. Wie viel Reichweitengewinn/Störanfälligkeit man aber praktisch hätte müsste man wohl testen.

[attachment 7292 UnterschiedeNutzsignalnachEEP.png]


Ich kann nur sagen, dass man in NL bei NPO gut testen kann, wie sich der Fehlerschutz bei 3A und 3B verhalten. Der Unterschied ist schon gewaltig. Bei dem 90elf Radio war selbst bei 5 Balken bei 3B noch kein Audio zu hören, SWR und Region Süd (NL) reichen da 2-3 Balken. Mobil finde ich es noch extremer. Kaum Audio bei 3B gegenüber Audio ohne Aussetzer. Mich würde aber interessieren, inwieweit der Fehlerschutz Kapazitäten in Anspruch nimmt und ob es sinnvoll wäre, mit hohen Fehlerschutz zu senden (z.B. wie viele Programme würden noch mit hohen Fehlerschutz senden können usw.)

von pfennigfuchser - am 21.04.2016 03:21
Einige der Diskutanten hier scheinen die Rechtslage nicht verstanden zu haben. Dem Deutschlandradio gehören keine Kapazitäten; sondern sie unterliegen der Verfügung durch die Länder. Im Fall eines Bundesmux gehen sie per Zuordnung der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) an einerseits das Deutschlandradio und andererseits die Medienanstalten zwecks Zuweisung an Privatsender durch die Kommission ZAK. Es wird vorausgesetzt, dass es vor einer Zuordnung eine Abstimmung durch die Berechtigten gegenben hat.

Da die frei gewordenen Kapazitäten durch die ZAK nicht wiederbelegt werden konnten, ist eine Flexibilisierung der Kapazitätsaufteilung zugunsten des Deutschlandradios vereinbart worden (Erhöhung der Datenübertragungsrate von 288 CUs auf 396 CUs seit Mai 2015).

Dazu schreibt das Deutschlandradio im Sommer 2015 in der Anmeldung für den 20. KEF-Bericht [Projektantrag Digitaler Hörfunk, Kap. II., Punkt 1.]:

>> Mit dem derzeitigen, bundesweiten Digitalradionetz mit 61 Sendern werden bereits 60,1% der Hörer portabel indoor erreicht und 60,1% der Fläche für mobilen Empfang abgedeckt.

Eine kurzfristige Verbesserung der Digitalradioversorgung wurde durch die Anmietung zusätzlicher Übertragungskapazität seit Mai 2015 erzielt. Diese Zusatzkapazität wird vorrangig für einen höheren Fehlerschutz der Übertragung im Rahmen der von den Ländern beschlossenen Flexibilisierung der bundesweiten Übertragungskapazitäten genutzt. Damit wird eine in der Reichweite verbesserte Versorgung, insbesondere beim portablen Empfang innerhalb von Gebäuden und bei schwierigen Empfangsbedingungen in der Fläche erzielt.

Deutschlandradio möchte durch den verbesserten Empfang und eine beschleunigte flächen-deckende Digitalradioverbreitung den Markt für Digitalradiogeräte beleben, um so die Simulcast-Phase mit gleichzeitiger Verbreitung von UKW und DAB so kurz wie möglich zu gestalten und somit die Verbreitungskosten möglichst gering halten zu können. > Die Landesmedienanstalten, die Rundfunkkommission sowie die Ministerpräsidenten der Länder unterstützen das Deutschlandradio bei der Zuordnung weiterer Übertragungskapazität, um die Versorgung mit den Programmen des Deutschlandradios zu verbessern, indem sie eine Flexibilisierung der bundesweiten Kapazitäten mitgetragen und beschlossen haben. Zudem fasste die Rundfunkkommission der Länder am 10. Dezember 2014 einen Beschluss zur Weiterentwicklung und Positionierung von DAB+ im Markt.

von Manfred Z - am 27.04.2016 09:43
Zitat
Zwölf
Zitat

Dann weiß ich auch nicht wie die das machen werden. Vielleicht hat man das auch schon über Boot geworfen. Damals hat man zu mir am Telefon gesagt das mit der Umstellung auf AAC von DLF alle Hauptprogramme einheitlich 112 kbps haben werden. Vielleicht waren damals noch paar CU mehr frei. Also dürfte sich Theoretisch außerhalb einer 5.1 Sendung gar nichts ändern, außer das dann DLF dann eben in AAC 112 sein wird.

Es gäbe auch noch die Möglichkeit Dok&Deb auf EEP-3A umzustellen, dann werden 12CU frei, die zusammen mit den 4CU vom DLF für eine Erhöhung der Datenrate von DWissen auf 112 kbit/s genutzt werden könnten. Lassen wir uns überraschen.


Wie gesagt, man hat zu mir am Telefon selber gesagt, das geplant sei, das alle 3 Hauptprogramme einheitlich 112 kbps haben werden. Man hätte wegen die Altgeräte noch gerne weiterhin in mp2 gesendet, kann man aber nicht, weil man die Gelder nicht bekommt, die Umstellung soll noch dieses Jahr noch erfolgen. So änlich hat man es gesagt. Das war alles aber vor der neu Ausschreibung von die Kapazitäten des Schlagerradios und dem rest was noch frei war. Vielleicht geht das inziwschen auch nicht mehr (wie wir selber festgestellt haben) außer man stellt Dok&Deb auf EEP3A um und hat das vorhaben übers Bord geworfen mittlerweile.

Auch von andern hier würde das so gesagt das alle 3 Programme einheiltich werden würden und das es 112 kbps dann sind.

Zitat
Spacelab, 12. Dezember 2015 12:46
Nicht wirklich. MP2 klingt bei 128kb/s schon ziemlich grottig und nur dem sehr sehr guten Sounddesign des DLF ist es zu verdanken das man sich das überhaupt noch anhören kann. Der Plan war das DLF, DKultur und DWissen die gleiche Datenrate bekommen. Also alle drei hätten dann nach der Umstellung 112kb/s AAC+.


Zitat
Spacelab, 12. Dezember 2015 13:53
Ne die 16kb/s sollen an DWissen gehen. Damit hätten dann alle 3 Hauptprogramme 112kb/s AAC. So war zumindest der Plan vom DRadio.


Klarheit würde nur ein erneuter Anruf beim DLF bringen.

von Kohlberger91 - am 26.05.2016 07:40
Zitat
Nordlicht2
Das man bei Dok&Deb derzeit keine Umschaltung auf den DLF Stream gemacht hat, hing mit dem beim DLF verwendeten MP2 Codec zusammen. Zwar koennen so ziemlich alle Radios die Audiopids 'on the fly' umschalten aber bei gleichzeitiger Aenderung des Audiocodecs versagten etliche Geraete im DRadio eigenen Testlabor.

Ach stimmt ja. Ich hatte den unterschiedlichen Audiocodec vergessen.

Zitat
FrankSch
Haben die Spatzen auch was zum Format des neuen Programmes gepfiffen? Vor allem, wenn es ein Vollprogramm werden soll wird es wohl kaum bei 48 kbit/s bleiben. Dann werden die Bitraten wieder ganz neu gemischt.

Es bleibt bei dem Programmformat dass das DRadio vor über einem Jahr bereits bekannt gegeben hat. Viele Sendungen aus den anderen DRadio Programmen werden quasi Zeitversetzt wiederholt, endlich mehr oder überhaupt mal Sendezeit für die Buchmesse oder das IFA Radio und was es da sonst noch so gibt, viele Hörspiele die man aufgrund von Überlänge (mehr als 55 Minuten Spielzeit) nicht im DLF oder DKultur senden kann und "erweiterte Sendungen". Darunter stellt man sich so etwas vor wie "heute plus" oder den "Presseclub Nachgefragt" im Fernsehen. Die Sendung (zum Beispiel die Talksendung am Vormittag im DLF) geht wie gewohnt um 11:30 Uhr zu Ende und auf Dok&Deb geht es noch 30 Minuten oder so weiter. Auch dachte man laut darüber nach die "Morgenandacht" aus den "Informationen am Morgen" herauszustreichen und diese auf Dok&Deb zu verschieben und ihr dafür aber mehr Sendezeit zur Verfügung zu stellen. Die Datenrate wird man nicht ändern. Man will definitiv nichts von den anderen Programmen abziehen und da Dok&Deb nur so eine Art "drittes Programm" ist gibt man sich auch mit den 48kb/s zufrieden. Man hat aber vor dann wieder auf HE-AACv2 umzuschalten um wenigstens wieder ein bisschen Stereoeffekt zu haben.

von Spacelab - am 26.05.2016 09:54
Zitat
Spacelab
Zitat
FrankSch
Haben die Spatzen auch was zum Format des neuen Programmes gepfiffen? Vor allem, wenn es ein Vollprogramm werden soll wird es wohl kaum bei 48 kbit/s bleiben. Dann werden die Bitraten wieder ganz neu gemischt.

Es bleibt bei dem Programmformat dass das DRadio vor über einem Jahr bereits bekannt gegeben hat. Viele Sendungen aus den anderen DRadio Programmen werden quasi Zeitversetzt wiederholt, endlich mehr oder überhaupt mal Sendezeit für die Buchmesse oder das IFA Radio und was es da sonst noch so gibt, viele Hörspiele die man aufgrund von Überlänge (mehr als 55 Minuten Spielzeit) nicht im DLF oder DKultur senden kann und "erweiterte Sendungen". Darunter stellt man sich so etwas vor wie "heute plus" oder den "Presseclub Nachgefragt" im Fernsehen. Die Sendung (zum Beispiel die Talksendung am Vormittag im DLF) geht wie gewohnt um 11:30 Uhr zu Ende und auf Dok&Deb geht es noch 30 Minuten oder so weiter. Auch dachte man laut darüber nach die "Morgenandacht" aus den "Informationen am Morgen" herauszustreichen und diese auf Dok&Deb zu verschieben und ihr dafür aber mehr Sendezeit zur Verfügung zu stellen. Die Datenrate wird man nicht ändern. Man will definitiv nichts von den anderen Programmen abziehen und da Dok&Deb nur so eine Art "drittes Programm" ist gibt man sich auch mit den 48kb/s zufrieden. Man hat aber vor dann wieder auf HE-AACv2 umzuschalten um wenigstens wieder ein bisschen Stereoeffekt zu haben.
Darf der Deutschlandfunk überhaupt ein 4. Programm veranstalten? Ich dachte es war nur ein Art "innovativer Audiodienst" zu "Testzwecken", so wie etwa "NDR Traffic", also kein "richtiges" Programm!?
Wenn es nach mir ginge, würde DOK&DEB zu einer Art "Phoenix-Radio", also eine Funktion einnehmen wie Phoenix im TV. Man könnte weite Teile des TV-Tons einfach "spiegeln" und hätte dann schon einen Mehrwert.

stefsch

von stefsch - am 02.06.2016 15:33
Nicht zu früh freuen:

Bei DAB-Surround wird der Surroundklang auf die zwei Stereokanäle heruntergemischt und mit Zusatzinformationen für den Surroundklang versehen. Die Zusatzinformationen beschränken sich auf klangbestimmende Merkmale wie die Pegelunterschiede, die Kohärenz und die Korrelation der einzelnen Kanäle. Dadurch, dass nur wenige Informationen für die spätere Klangwiedergabe übertragen werden, benötigt das sechskanalige DAB-5.1 nur eine zusätzliche Datenrate von 5 kbit/s.

aus: www.itwissen.info

oder Fraunhofer meint:

Der Audiocodec DAB Surround ermöglicht DAB/DAB+-Diensten Multikanalklang bei Stereo-Bitraten. Dabei werden HE-AAC v2 und MPEG Surround kombiniert. Rundfunk-Sender können so 5.1 Surround-Klang bei einer Gesamtbitrate von nur 96 kbit/s und weniger übertragen.

DAB Surround auf einen Blick:

- Multikanalklang bei Stereo-Bitraten
- kein Simulcast von Stereo und Multikanal-Programmen nötig: Stereo- und Surround-Signal werden in einem einzigen Stream übertragen
- kompatibel zu vorhandenen Stereo- und Mono-Empfängern
- Die Surround-Qualität ist weitaus besser als bei Matrix-Systemen und ähnlich der von diskreten Systemen bei deutlich niedrigeren Bitraten
- Für mobile Anwendungen unterstützt DAB Surround einen Binaural-Wiedergabemodus für die Wiedergabe von Surround-Klang über Stereo-Kopfhörer.

Das Bayerndigitalradio schreibt dazu:

https://www.bayerndigitalradio.de/wp-content/uploads/sites/6/2015/07/5_1_SurroundDAB_Surround_d_08_2005.pdf

NACHTRAG: wie alt ist dieser Artikel? 20xx? (kommt mir eigenartig vor > Deutschlandradio?)

http://www.heise.de/autos/artikel/DAB-Sourround-im-BMW-X5-460989.html

von drahtlos - am 02.06.2016 20:18
Also jetzt mal langsam. Eines nach dem anderen. Natürlich gibt es auch "echtes" AAC Surround mit 6 (bis maximal 16) diskreten Kanälen. Dieses ist auch abwärtskompatibel. Darüber gibt es mehrere Papers beim Fraunhofer Institut und von der TU Kaiserslautern. Dieses, ich nenne es mal "AAC Surround v2", ist aber jetzt der letzte Schrei weil es erstmals möglich ist mit ganz wenig Datenrate Surroundklang zu erzeugen. Die normalen Stereo Hörer werden davon aber eh nichts merken da für AAC Surround v2 mindestens 2 echte Stereokanäle notwendig sind. Nur die Surroundkanäle sind nachträglich errechnet. Wenn der Sender also nicht die Datenrate erhöht hört man als Stereoradiobesitzer höchstens die fehlenden 5kb/s die für die Surroundinfos drauf gehen.

Zitat
PhanTomAs
Ist das nicht das gleiche Verfahren wie bei Dolby ProLogic II?

Naja ein bisschen komplizierter ist es schon. Auch ist es klanglich wesentlich präziser als so ein Matrix System wie ProLogic II.

Zitat
Habakukk
Das ist aber doch dann ungefähr soviel echter Surroundsound, wie Parametric Stereo "echtes" Stereo ist.

Praktisch schon. Aber bei Raumklang funktioniert das wesentlich besser als bei links rechts Stereo.

Zitat
Basic.Master
Ein anderes Problem ist, dass es AFAIK keinen Open Source Decoder gibt, der MPEG Surround decodieren kann - somit müsste man am PC den Original NOXON Player benutzen.

Für das echte AAC Surround gab es mal einen kostenlosen Decoder. Keine Ahnung unter welcher Lizenz der stand. Er war aber recht schnell nicht mehr verfügbar. Im Hydrogen Audio Forum ging das Gerücht herum es hätte Lizenzstreitigkeiten gegeben weil es eine dreiste Kopie des Fraunhofer Surrounddecoders gewesen sei. Für AAC Surround v2 gibt es aber bis jetzt nichts Open Source oder Freeware mäßiges. Da muss man sich auf die kommerziellen Programme mit original Fraunhofer Decoder verlassen.

Zitat

Für mobile Anwendungen unterstützt DAB Surround einen Binaural-Wiedergabemodus für die Wiedergabe von Surround-Klang über Stereo-Kopfhörer.

Das durfte ich damals mal an der TU Kaiserslautern hören. Damals frickelten wir noch mit MPEG Surround herum. Also das alte System mit MP2 Encodierung. Mit einem guten Decoder klang das schon beeindruckend was da aus dem Kopfhörer kam. Wesentlich besser als alle anderen Verfahren die aus einem normalen Stereo Signal etwas hochrechnen mussten.

Die große frage bleibt aber: welches AAC Surroundsystem wird das DRadio einsetzen? Nutzt man AAC Surround v2 braucht man keine Datenraten zwischen den Programmen zu verschieben. Die 5kb/s mehr die für die Steuerdaten benötigt werden kann man auch so noch aus der bereits vorhandenen Datenrate abzwacken. Oder man nimmt während den Surroundsendungen die eh noch freien CUs zusätzlich. Andererseits sagte ja das DRadio selbst das man für die Surroundsendungen deutlich mehr Datenrate benötige und man deshalb auch wenn so eine Sendung läuft die Datenraten verschieben würde. Alles irgendwie verworren das ganze. Und nur weil mal wieder keiner von den verantwortlichen Tacheles redet. :rolleyes:

von Spacelab - am 03.06.2016 07:54
Zitat
Spacelab
(...)
Die normalen Stereo Hörer werden davon aber eh nichts merken da für AAC Surround v2 mindestens 2 echte Stereokanäle notwendig sind.
(...)

Nicht zwingend Stereo; man darf explizit tatsächlich auch Mono als Ausgangsbasis benutzen.

Zitat
Spacelab
Für das echte AAC Surround gab es mal einen kostenlosen Decoder. Keine Ahnung unter welcher Lizenz der stand. Er war aber recht schnell nicht mehr verfügbar. Im Hydrogen Audio Forum ging das Gerücht herum es hätte Lizenzstreitigkeiten gegeben weil es eine dreiste Kopie des Fraunhofer Surrounddecoders gewesen sei. Für AAC Surround v2 gibt es aber bis jetzt nichts Open Source oder Freeware mäßiges. Da muss man sich auf die kommerziellen Programme mit original Fraunhofer Decoder verlassen.

Als Notnagel gäbe es bei der ISO noch einen Referenzdecoder, dessen Download offen möglich ist. Aber ob der die 960er-Transformation unterstützt und ansonsten auch gescheit nutzbar ist...

Zitat
Spacelab
Die große frage bleibt aber: welches AAC Surroundsystem wird das DRadio einsetzen? Nutzt man AAC Surround v2 braucht man keine Datenraten zwischen den Programmen zu verschieben. Die 5kb/s mehr die für die Steuerdaten benötigt werden kann man auch so noch aus der bereits vorhandenen Datenrate abzwacken. Oder man nimmt während den Surroundsendungen die eh noch freien CUs zusätzlich. Andererseits sagte ja das DRadio selbst das man für die Surroundsendungen deutlich mehr Datenrate benötige und man deshalb auch wenn so eine Sendung läuft die Datenraten verschieben würde. Alles irgendwie verworren das ganze. Und nur weil mal wieder keiner von den verantwortlichen Tacheles redet. :rolleyes:

Diese Frage stellt sich gar nicht, weil die DAB+ Spec ETSI TS 102 563 nur MPEG Surround als Surround-Variante vorsieht.

Zitat
Spacelab
Aber mal davon abgesehen finde ich Surround über DAB+ eh quatsch. Für guten Surroundklang hat man zu wenig Bandbreite, unterwegs braucht man nicht zuletzt wegen fehlender Abhörmöglichkeiten kein Surround und Zuhause tue ich mir das stark komprimierte Zeug garantiert nicht an. Da kann ich 5.1 in wesentlich besserer Qualität über DVB-S oder DVB-C hören.

Da stimme ich dir im Prinzip zu; wenn schon, dann lieber in DVB-Qualität.

von Basic.Master - am 03.06.2016 09:04
Das bei Stimmen immer wieder der Anspruch an den Encoder unterschätzt wird. Das ist wohl auch so eine Denke die man einfach nicht ausgerottet bekommt. :rolleyes: Ich höre sehr viele Hörbücher und damals, als man noch keine 64 oder 128GB Speicherkarten im Smartphone hatte musste ich die sehr umfangreichen Teile (oftmals 6 bis 12 CDs, teilweise sogar bis zu 20CDs pro Hörbuch) irgendwie klein kriegen um sie auch unterwegs praktisch hören zu können. Das erste wo ein schlechter Encoder und/oder eine zu niedrige Datenrate auffiel war nicht bei den Zwischenmusiken, sondern wenn der Sprecher oder die Sprecherin ohne jegliche Nebengeräusche knochentrocken vorlasen. Gerade auf Stimmen reagiert das Ohr, wohl aus evolutionsbiologischen Gründen, extrem empfindlich. Künstliches und Unsauberkeiten fielen sofort auf. Je nach dem welches Audioformat man benutzt ist es mal bei der einen, mal bei der anderen Stimme besser. MP3 hat zum Beispiel extreme Probleme mit "S" und "Z" Lauten. Bei OGG Vorbis ist es eher das "ch" das Artefakte verursacht. Auch immer wieder erstaunlich ist wie empfindlich die CODECs auf unterschiedliche Stimmen bzw. Stimmlagen reagieren. Die eine Frauenstimme zischt und klingelt, die andere klingt fast perfekt sauber.

Zitat

Was koennte die Erklaerung dafuer sein, dass bei Dok&Deb kein AAC V2 (parametric stereo) verwendet wird? Moechte man sicherstellen, das immer echtes garantiert seitenrichtiges Stereo uebertragen wird?

Seitenrichtig ist es bei v2 auch. Es soll nur Probleme mit älteren Decodern gegeben haben. Wenn beispielsweise ein Sprecher halb rechts gestanden hat, dann ist er zwischen mitte und rechts hin und her gesprungen. So wurde es mir zumindest erzählt. Ich konnte damals mit verschiedenen Radios keine solchen Fehler heraushören als Dok&Deb noch in v2 sendete. Solche Stereofehler kenne ich selbst nur vom Morphy Richards DRM Radio wenn in 20kb/s HE-AACv2 gesendet wurde. Bei höheren Datenraten gab es solche Fehler aber nie.

von Spacelab - am 04.06.2016 09:27
Musik klingt als AAC eigentlich immer gut wenn es nicht vorher durch Optomod und Co verbogen wurde und einen passenden Encoder Setup zugeführt wurde. Sprich bei HE V2 bei 48 bis 64 kbps, bei HE V1 bei 56 bis 80 kbps, und bei LC bei 80 kbps und aufwärts (ab 120 kbps ist es transparent für fast alle gängigen Musikstücke und Stiele.). Das Main Profil hat man damals leider über Board geworfen weil es sehr Prozessor auslastend war ...
120 kbps LC haben sich als akustisch transparent erweisen für gängige Pop / Rock / Jazz / Klassik Stücke. Ausnahmen sind Dinge wie Toms Diner von Suzanne Vega oder viel Songs von Kraftwerk oder Skinny Puppy. Aber sowas läuft selbst auf Spartenprogrammen so gut wie nie.
Richtige Test für alle Encoder sind Japanese Noise Artisten wie Merzbow, Dissecting Table oder Massona. Selbst WavPack benötigt dafür fast so viel Datenrate wie ein unkomprimiertes WAV (FLAC ist noch etwas schlimmer als WavPack) und klingen mit allen Lossy Encodern scheisse. Für einen einen Online Flashmob könnte man also sich "Root of Evil" von "Dissecting Table" beim "Gelben vom Ei" von FFN oder bei der SWR 1 Hitparade wünschen und sich hinterher darüber überall beschweren wie scheiße es doch geklungen hat (weil die haben echt keine Möglichkeit es brauchbar zu übertragen selbst wenn sie den Track als FLAC auf der Platte ablegen und alle Klangverbieger abschalten). ;) Als Beispiel wie so etwas ungefähr klingt: Dissecting Table - Kill The God - wobei wobei bei Bässe und Höhen auf der CD nicht so vermatscht sind und der Beat bei Root of Evil noch etwas schneller ist.

von Mr. DABelina - am 04.06.2016 09:41
Zitat
Spacelab
Das bei Stimmen immer wieder der Anspruch an den Encoder unterschätzt wird. Das ist wohl auch so eine Denke die man einfach nicht ausgerottet bekommt. :rolleyes: Ich höre sehr viele Hörbücher und damals, als man noch keine 64 oder 128GB Speicherkarten im Smartphone hatte musste ich die sehr umfangreichen Teile (oftmals 6 bis 12 CDs, teilweise sogar bis zu 20CDs pro Hörbuch) irgendwie klein kriegen um sie auch unterwegs praktisch hören zu können. Das erste wo ein schlechter Encoder und/oder eine zu niedrige Datenrate auffiel war nicht bei den Zwischenmusiken, sondern wenn der Sprecher oder die Sprecherin ohne jegliche Nebengeräusche knochentrocken vorlasen. Gerade auf Stimmen reagiert das Ohr, wohl aus evolutionsbiologischen Gründen, extrem empfindlich. Künstliches und Unsauberkeiten fielen sofort auf. Je nach dem welches Audioformat man benutzt ist es mal bei der einen, mal bei der anderen Stimme besser. MP3 hat zum Beispiel extreme Probleme mit "S" und "Z" Lauten. Bei OGG Vorbis ist es eher das "ch" das Artefakte verursacht. Auch immer wieder erstaunlich ist wie empfindlich die CODECs auf unterschiedliche Stimmen bzw. Stimmlagen reagieren. Die eine Frauenstimme zischt und klingelt, die andere klingt fast perfekt sauber.

Stimmt, deswegen war früher Musepack (.mpc) sehr beliebt. Der ursprüngliche Entwickler hatte wohl nur einen sehr altertümlichen PC und hat den MP2 Codec ziemlich aufgebohrt. Aber irgendwann ist er verschwunden, und was dann von anderen Leuten kam war leider nur noch Kosmetik ...

von Mr. DABelina - am 04.06.2016 09:49
Zitat
Spacelab
MPC klang aber auch nur bei höheren Datenraten gut. Der Entwickler sagte damals ja selbst das unter 160kb/s eher Grütze heraus kommt. Das ganze klang dann ziemlich dumpf und muffelig. MPC (oder vorher MP+ genannt) verschwand weil der Entwickler fröhlich ohne zu fragen, geschweige denn Lizenzgebühren zu bezahlen, geschützten Code kopiert hat.

Zitat
Mr. DABelina
Das Main Profil hat man damals leider über Board geworfen weil es sehr Prozessor auslastend war ...

Und vor allem bei modernen Encodern fast null Vorteile gegenüber dem LC Profile brachte.


Ja, aber nur weil die Prozessoren damals nix konnten. Forward Prediction ist schon eine geile Sache, aber sehr rechenintensiv. Heute gibt es SSE2. SSE3. AVX, AVX2 (oder Neon bei ARM) , was solche Dinge extrem erleichtert. Das Hauptproblem weil Main über Board gegangen ist ist, ist wohl der hohe Speicherbedarf für den Decoder.
Bezüglich MPC: Die MP2 Lizenzen sind in Europa aber alle schon abgelaufen, nur in den USA laufen die letzen 2 (?) noch bis nächtes Jahr (?). Klar war MPC nur ein aufgebohrter MP2 Codec, aber wenn man genau nimmt: LAME, FAAC und FAAD sind auch nur mehr oder weniger aufgebohrte ISO Codecs (vom FDK ganz zu schweigen) und da müsste jeder Entwickler der sie nutzt auch Lizenzgebühren für zahlen, macht nur niemand ... Von daher: Who cares? ;) (Meistens werden Programm und Decoder Libraries als jeweils seperater Download angeboten um nicht in rechtliche Schwierigkeiten zu kommen).

von Mr. DABelina - am 04.06.2016 11:07
@drahtlos: Na mal schauen. Ich denke wenn die ersten DAB+ Surround Sendungen laufen dann wird ein spezieller Thread dafür erst richtig interessant. Aber wenn jemand jetzt schon einen eigenen Faden dafür aufmachen möchte kann er das natürlich gerne tun.

Zitat
Mr. DABelina
Ja, aber nur weil die Prozessoren damals nix konnten. Forward Prediction ist schon eine geile Sache, aber sehr rechenintensiv. Heute gibt es SSE2. SSE3. AVX, AVX2 (oder Neon bei ARM) , was solche Dinge extrem erleichtert. Das Hauptproblem weil Main über Board gegangen ist ist, ist wohl der hohe Speicherbedarf für den Decoder.

Ja FP und TNS (also Temporal noise shaping) sind schon schöne Geschichten die in der täglichen Praxis aber weniger bringen als das Papier auf dem sie geschrieben stehen vermuten lässt. Die KostenNutzen Rechnung um das Main Profile sauber En- und Decodieren zu können passte damals einfach nicht. Deshalb hat man es gekippt. Bei den heutigen Geräten würde dieser Mehraufwand wohl im normalen Rauschen untergehen. OGG Vorbis (nutzt ja auch FP) mit seinem hohen RAM Speicher verbrauch fällt ja heute auch nicht mehr ins Gewicht.

Zitat
Mr. DABelina
Klar war MPC nur ein aufgebohrter MP2 Codec, aber wenn man genau nimmt: LAME, FAAC und FAAD sind auch nur mehr oder weniger aufgebohrte ISO Codecs (vom FDK ganz zu schweigen) und da müsste jeder Entwickler der sie nutzt auch Lizenzgebühren für zahlen, macht nur niemand ... Von daher: Who cares? ;)

Die MP3 und AAC(+) Decoder sind für private und kostenlose Anwendungen grundsätzlich frei. Lediglich bei kommerzieller Nutzung müssen Lizenzgebühren abgedrückt werden. LAME und FAAC nutzen keine patentrechtlich geschützten Elemente wie zum Beispiel die psychoakustischen Modelle. Darauf wird gerade bei LAME sehr hohen Wert gelegt. Außerdem handelt man bei LAME und bei FAAC in einem (doch ziemlich hell) grauen Bereich da man die Software kostenlos und mit offenem Quelltext anbietet. Und um ganz sicher zu sein bieten die Entwickler dieser CODECs ihre Software auch nicht fertig compiliert an. Sondern eben nur als Quelltext. Lauffähig compilieren und das dann anbieten müssen andere.

von Spacelab - am 04.06.2016 11:32
Zitat
stefsch
Sehe gerade, dass im 5C aktuell nur noch 36 CU frei sind statt 40 nach der Umstellung.


So sieht es aktuell (07.06, 21:43) aus:

Belegt: 830 CU (96,1%), Frei: 34 CU (3,9%)
Audio: 770 CU (89,1%), Daten: 60 CU (6,9%)


[attachment 7527 CU_Alloc_5C.png]

Details:

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User App 1 / 2, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x3C (MOT), X-PAD type: 12, UaType: 0x2 (Slideshow), DataLen: 2 [0C3C]
User App 2 / 2, Label: '', ShortLabel: '', DSCTy: 0x5 (Transparent Data Channel), X-PAD type: 4, UaType: 0x44A (Journaline), DataLen: 6 [040500000000]
Audio-Service 0x15DC, Label: 'sunshine live', ShortLabel: 'sunshine', PTY: Pop Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
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Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 07.06.2016 19:43
Sport1.fm war von Anfang an als Vollprogramm geplant und selbst als man mit den Pay-Radio Plänen mit Anlauf auf die Nase gefallen ist wurde das auch so weiter gesendet. Keine Ahnung wie lange das so war. Ich hatte das Programm mangels Interesse nicht lange verfolgt. Mir ist nur erzählt worden das nach und nach immer mehr die Sendungen und der komplette Wortanteil zurück gefahren wurde. Als ich dann wieder reingehört habe gab es schon außer Fußball und 3 mal die Woche eine Sendung am Abend nur noch unmoderierte Musik. Dann hat man vor wenigen Monaten, wohl im Paket mit den TV Rechten, noch Übertragungsrechte für etliche andere Sportarten bekommen bis dato noch nie im Radio übertragen wurden. Und diese wollte man, wohl nach englischem Vorbild, in einem Sport-Vollprogramm verwursten. Sport1.fm wäre damit zum ersten deutschen echten Sportradio geworden.

Das Sport1.fm sich nicht für den Bundesmux beworben hatte war weil man, wie noch ein paar andere Bewerber auch, das ganze als Pseudoausschreibung ohne realistische Chancen sah. Das letzte was man in der Hinsicht von Sport1.fm gehört hat war das man über die Landesmuxe kommen wollte. Natürlich nicht Flächendeckend. Sondern man wollte sich die Rosinen raus picken. Das käme für so ein Spartenprogramm bei der Kosten Hörerreichweite Werbekunden Rechnung deutlich günstiger. Angeblich soll es hier auch schon entsprechende Anfragen bei den potentiellen Landesmuxbetreibern gegeben haben. Aber das wurde offiziell weder bestätigt noch abgestritten. Und jetzt ist es eh egal...

@Zwölf: Ne Sport1.fm hat da mittlerweile komplett die Flinte ins Korn geschmissen. Für die lohnt sich nur eine Komplettübertragung. Mit einzelnen spielen, womöglich noch der gleiche Kleckerkram den das ZDF bekommen hat, können die nichts anfangen. Das ist zu wenig.

von Spacelab - am 10.06.2016 14:51
Dröseln wir's doch nochmal auf.

Ursprüngliche Zuteilung:
Dradio 288 CU
Private 540 CU
davon
- Lounge FM 56 CU
- ERF 54 CU
- Absolut Radio 56 CU
- Energy 56 CU
- Regiocast 168 CU (litera 56 CU + RemiX Radio 56 CU + 90elf 56 CU)
- Klassik Radio 54 CU
- Norfom 96 CU
MB 36 CU

Was ist danach passiert? Die Norfom hat einen der beiden Plätze zurück gegeben, weshalb Horeb starten konnte:
- Norfom 96 CU => Norfom 54 CU + Horeb 36 CU + weitere 6 CU

Danach wurden die 6 ungenutzten CU an Klassik Radio vergeben.

Später stellten Kiss FM (Norfom) und Lounge FM den Betrieb ein. Damit wurden 54 und 56 CU frei (110 CU).

Das Deutschlandradio hat 2015 zusätzliche 108 CU bekommen. Damit die Aufteilung also zuletzt:

Dradio 396 CU
Private 432 CU
davon
- ERF 54 CU
- Absolut Radio 56 CU
- Energy 56 CU
- Regiocast 168 CU (Bob 56 CU + sunshine live 56 CU + Schlagerparadies 56 CU)
- Klassik Radio 60 CU
- Horeb 36 CU
- unbelegt 2 CU
MB 36 CU

Nun wurde 1 Platz von Regiocast zurückgegeben und zusammen mit freien Kapazitäten ausgeschrieben. Ausgeschrieben waren insgesamt 64 CU, vermutlich die 56 CU von Regiocast, die unbelegten 2 CU, sowie die von Klassik Radio nie genutzten zusätzlichen 6 CU. Vergeben wurden nun aber offenbar 66 CU, d.h. es kamen noch 2 CU von irgendwoher dazu.

Nun nach der Ausschreibung und Zuteilung der Kapazitäten an Schlagerparadies und MB sieht die Sache wohl folgendermaßen aus:

Dradio 396 CU
Private 412 CU
davon
- ERF 54 CU
- Absolut Radio 56 CU
- Energy 56 CU
- Regiocast 112 CU (Bob 56 CU + sunshine live 56 CU)
- Schlagerparadies 44 CU
- Klassik Radio 54 CU
- Horeb 36 CU
MB 58 CU

Das Deutschlandradio nutzt die 396 CU derzeit wie folgt:
- DLF 104 CU / DKultur 112 CU / DWissen 104 CU / DokDeb 36 CU / Daten 24 CU (ungenutzt sind also 16 CU, die das DRadio aber sicherlich nicht abgeben wird)
- Absolut Radio, Energy, Radio Bob und sunshine live nutzen derzeit von den zugeteilten 56 CU nur 54 CU, d.h. hier sind 4 x 2 CU ungenutzt, wobei offenbar 2 CU bereits in die zugeteilten 66 statt 64 CU gewandert sind.


Bei den Datendiensten von MB schaut es derzeit so aus:
- EPG Deutschland 12 CU
- TPEG 12 CU
- TPEG_MM 12 CU
- neu zugeteilt 22 CU

Ich sehe da wenn dann nur beim EPG Spielraum, ein paar CUs freizuschaufeln. Alternativ evtl. noch die Umstellung der Datendienste von EEP-3A auf EEP-4A, um Kapazitäten für ein Audioprogramm freizuschaufeln.

Ich denke mal, dass Media Broadcast zu den 22 CU noch vielleicht 10-15 CU für einen Audiodienst freibekommt, sofern sie sich nichts anderweitig ausleihen. Und ob das so ohne weiteres geht?

von Habakukk - am 21.06.2016 12:44
Die Ausschreibung hat das Schlagerparadies und die Media Broadcast gewonnen!

Die PM lautet

Schlagerparadies und Media Broadcast erhalten Kapazitäten über DAB+ - Zweiter Bundesmux kann kommen
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat in ihrer heutigen Sitzung in Leipzig beschlossen, die ausgeschriebenen terrestrischen Übertragungskapazitäten auf dem ersten bundesweiten Digitalradio-Multiplex der Schlagerparadies GmbH mit Sitz in Kleinblittersdorf (42 Capacity Units) und der Media Broadcast GmbH mit Sitz in Köln (22 Capacity Units) zuzuweisen. Die anderen Bewerber für die digitale Verbreitung einer privaten Plattform oder eines privaten Hörfunkprogramms oder eines dem Rundfunk vergleichbaren Telemediums hatten ihren Antrag zurückgezogen beziehungsweise die Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt.

Außerdem entschied die ZAK, die Bedarfsanmeldung für einen zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex für private Programme über die Länder bei der Bundesnetzagentur vorzubereiten. Siegfried Schneider, Vorsitzender der ZAK: „Ein den ersten DAB+-Multiplex und die in den einzelnen Ländern bestehenden Multiplexe ergänzendes, weiteres bundesweites Hörfunkangebot erweitert nicht nur die Angebotsvielfalt im digitalen Hörfunk, es kann auch einen Beitrag zur künftigen Entwicklung des digital-terrestrischen Hörfunkmarkts leisten.“

Hintergrund der Bedarfsanmeldung für einen zweiten digitalen Multiplex ist unter anderem das nachhaltige Interesse des Marktes an der bundesweiten Verbreitung eines Hörfunkpakets über DAB+. Sollte die Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober in Rostock die Zuordnung von Übertragungskapazitäten an die Landesmedienanstalten einstimmig beschließen, kommt es zu einer medienrechtlichen Ausschreibung. In der ersten Jahreshälfte 2017 könnte dann die Zuweisung durch die ZAK oder – im Fall einer Auswahlentscheidung – durch die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) erfolgen.
Quelle: www.die-medienanstalten.de

Media Broadcast bestätigt: Weiteres Audioprogramm im DAB+-Bundes-Multiplex kommt
Der Netzbetreiber Media Broadcast hat von den Landesmedienanstalten Kapazitäten im bundesweiten DAB+-Multiplex zugeteilt bekommen. Wie das Unternehmen gegenüber SatelliFax bestätigt, sollen diese für ein weiteres Hörfunkprogramm genutzt werden. "Das war der Charme und das Schlüsselargument unseres Antrages: Erweitert die Kapazität der Media Broadcast-Plattform und wir realisieren ein weiteres Hörfunkprogramm", sagt Thomas Wächter, Leiter Digital Broadcast Technology. Bereits im Juli könnte das neue Programm aufgeschaltet werden. Laut Branchengerüchten könnte es sich um den Oldie- und Touristensender Schwarzwaldradio handeln. Der Offenburger Veranstalter hatte bei der jetzt abgeschlossenen Ausschreibung seine eigene Bewerbung zwar zurück gezogen, könnte aber als Untermieter nun die Capacity Units (CUs) der Media Broadcast nutzen. Schwarzwaldradio will sich morgen hierzu äußern. Mit den heute zugeteilten CUs verfügt die Media Broadcast-Plattform über insgesamt 58 CUs zur freien Verfügung. Ein Bruchteil davon wird aktuell für Datendienste verwendet, der Rest stünde für das neue Audioprogramm zur Verfügung.
Quelle (n):
www.media-broadcast.com
www.satellifax.de

von DABM - am 21.06.2016 14:50
Zitat
Nordlicht2
Die pauschale Behauptung die BMux Programme klingen mit 72 kbps nicht gut, kann ich nicht bestaetigen. Hab an SSL, Energy, A Relax, Klassik nix auszusetzen. Das Soundprocessing hat nix mit der DAB Uebertragung an sich zu tun und Artefakte haben die nicht.


Also für meine Begriffe haben die alle Artefakte in Form von kratzenden/klingelnden Höhen, wobei Energy und Klassik noch mit am saubersten klingen (bezogen auf die 72kbps, nicht auf das Soundprocessing, das bei Klassik Radio bekanntermaßen katastrophal ist). Und ich habe auch bei sunshine live noch nie eine Sendung gehört, die wirklich sauber klingt. Das klingt alles irgendwie belegt, kratzt und rasselt, so als wären da Obertöne an Stellen, wo sie nicht hingehören. Am schlimsten ist dabei nicht mal Musik, sondern v.a. Sprache, bevorzugt weibliche Stimmen.

Als ich in Italien war, ist mir aber mal wieder aufgefallen, wie sauber auch 48kbps klingen können. Ich hätte jetzt im Auto nicht den Unterschied zwischen den 48kbps und den 72kbps-Sendern gehört. Unter dem Kopfhörer war der Unterschied allerdings dann schon sehr deutlich auszumachen.

Aber meine Meinung bleibt: ob 72 kbps, 56 oder 48kbps ist dann auch schon egal! GUT klingt das alles eh nicht! Dagegen klingen die 80kbps, die z.B. hier in den Lokalmuxen eingesetzt werden, schon wirklich ganz ordentlich. Ab da scheint es so eine Grenze zu geben, ab der zumindest das offensichtliche Klingeln/Kratzen verschwindet.

Aber das ist eher was für den Klangdiskussionen-Thread.

von Habakukk - am 22.06.2016 05:45
Zitat
stefsch
Kann sein das SP verzichtet hat. Wenn ja ging es aber um´s Geld.

Es geht letztendlich immer ums Geld.

Zitat
stefsch
SP verzichtet ja nicht freiwillig auf Datenrate/Audioqualität.

Wieso? Wer hat SP gezwungen? Vielleicht seine Gesellschafter, die nur ein gewisses Budget ausgeben wollen, mag sein. Aber niemand sonst! Die hätten sich auch auf alle CUs bewerben können. Haben sie offensichtlich nicht getan.

Zitat
stefsch
"Man" hätte aber sagen können, hier zeigt mal ein Marktteilnehmer die Möglichkeiten (und Vorteile gegenüber UKW) exemplarisch auf und betätigt sich als Promoter für DAB. Da hätte man SP ruhig mal ein paar CU´s als Gegenleistung zuschustern können.

So einfach ist das mit den Gegenleistungen nicht. Warum sollte das Schlagerparadies etwas umsonst bekommen, für das z.B. Energy, Absolut etc. bezahlen müssen? Die würden sich zu Recht beschweren. Haben sie ja bei Lounge FM auch getan, als die Media Broadcast den Sendebetrieb noch aufrecht erhalten hat, als der Sender längst zahlungsunfähig war.

Zitat
stefsch
Außerdem haben sie jahrenlangen hochnotpeinlichen Leerstand in der DAB-Immobilie verhindert.

Haben sie das? Wer weiß schon, was passiert wäre, wenn die Regiocast den Platz nicht an das Schlagerparadies untervermietet hätte. Ich bin mir sicher, es hätte sich auch eine andere Lösung gefunden.

Zitat
stefsch
Und gerade bei Neuwagen mit DAB-(Display) könnte die SlideShow werden, was die Farbe für´s Fernsehen war....(und Journaline der Videotext des Radios :xcool:)

Die Slideshow ist ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht. Radio bleibt trotz allem Radio, den Ohren sind solche Bildchen recht egal. Ich würde das nicht überbewerten...

von Habakukk - am 22.06.2016 12:14
Ein Oldie ist für mich gefühlt alles, was älter als 30 Jahre ist. Aber darauf kommt es gar nicht an. Wichtiger als diese Jahrzehnte-Diskussion ist die Frage, welche bedeutenden Musikrichtungen und -stile im deutschen DAB noch unterrepräsentiert sind. Einige wurden schon genannt, insbesondere im Beitrag vor diesem.

Wenn man mal die 70er und 80er anschaut, gab es da schon viele relevante Stile alleine in der Rockmusik, die ein Sender aufgreifen sollte: Krautrock von Can, Neu! oder Amon Düül (II) nebst Post-Punk von Joy Division, Bauhaus oder The Cure und auch viele weniger bekannte NDW-Sachen sind es wert, von einem Sender, der nicht nur Mainstream, sondern auch Alternative gleichberechtigt anbieten will, gespielt zu werden. Von Pink Floyd will ich auch nicht immer nur "The Wall" hören, denn die hatten so viele gute andere (Alben-)Songs. Oder denkt an die frühen Ambient-Elektro-/New-Age-Kompositionen von Tangerine Dream, JM Jarre und anderen (danke für das Stichwort "Synthesizer" @Loger).

Die Vielfalt aus diesen "Oldie"-Jahrzehnten ist da, aber bisher hört man solche Stücke im DAB-Radio allenfalls in Spezialsendungen. Mainstream-Sender gibt es wie Sand am Meer, Alternative-Sender wie DWissen, PULS und egoFM spielen aber fast nur aktuelle Songs (was auch sehr gut ist, nicht falsch verstehen). Und auf Bayern 1 & Co. laufen v. a. irgendwelche Weichspül-Oldies, die totgedudelt sind. Klar höre ich auch Mainstream und z. B. ABBA war eine super Band mit genialen Kompositionen, aber warum müssen die andauernd gespielt werden, während ältere alternative Musik auf Webstreams ausgelagert wird? Rock Antenne Alternative ist empfehlenswert, aber die Rotation ist eng und es ist halt eine Festplatte und außerdem nur per Internet hörbar.

Wenn Schwarzwaldradio ein wesentlich breiteres Spektrum an Oldies abdeckt als es die ARD-Wellen machen, kann man das nur begrüßen, denn dann ist es eine Bereicherung für den Bundesmux.

von GLS - am 21.07.2016 21:15
Zitat
Chris4981
Wenn es um so viel Geld geht, muss ab und an intensiver verhandelt werden. Das kann schon noch was werden :)


Vielleicht stelle ich mir das jetzt zu einfach vor, aber rechtlich ist doch das Thema gegessen, da MB die CUs nach belieben vergeben kann. Also…

MB: Wir verlangen x Euro pro CU pro jahr. Ihr wollt y CU. Das macht dann Summe z

Möglichkeit 1:
Schwr: Ja, machen wir, wo müssen wir unterschreiben?

Möglichkeit 2:
Schwr: Nee, ist uns zu teuer.

Folge: MB geht zum nächsten Sender.

Was da sechs Wochen verhandelt werden kann… ich weiss es nicht.

Zitat
pomnitz26
Achja, wenn wir schon beim Schlagerparadies sind, ob sie wirklich Kapazitäten abgeben ist vielleicht mal angedacht worden aber noch lange nicht beschlossen.


Das habe ich etwas anders verstanden. Die Reduzierung auf 42 CU war keine angedachte Idee oder freundlich Bitte, sondern ein ZAK-Beschluss, und somit vermutlich bindend. Dass der Beschluss erst mal nicht umgesetzt wird ist klar, so lange sich MB mit dem Schwr (oder einem anderen Sender) nicht einig sind, aber so bald das der Fall ist, ist das SP ein Teil seiner CUs los. Das dürfte so sicher sein wie das Amen in der Kirche.

http://www.die-medienanstalten.de/presse/pressemitteilungen/kommission-fuer-zulassung-und-aufsicht/detailansicht/article/zak-pressemitteilung-062016-zak-vergibt-uebertragungskapazitaeten-fuer-ersten-dab-multiplex-und-b.html

von FrankSch - am 01.08.2016 06:44
Zitat
zerobase now
Das SW-Radio wird schiffbruch erleiden, aber das ist denen wohl auch egal. Das ist dann eher ein Dauerwerbeprogramm 24/7. Da wird man sich finanziell keine Sorgen machen müssen. Zahlt alles die Tourismus Agentur.


Nun, Du scheinst unter "Schiffbruch" etwas anderes zu verstehen als ich. Wenn die Finanzen stimmen und man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen muß, dann ist es für mich alles andere als Schiffbruch. Ob es in Norddeutschland intensiv gehört werden wird, das wird für das Schwarzwaldradio sicher weniger von belang sein. Die Hörer von dort wird man dankend mitnehmen, viel wichtiger dürfte aber neben der Empfangsverbesserung im Zielgebiet in BaWü selber, der Overspill in die Schweiz sein. Von einem Bekannten habe ich gehört, daß die Schweizer wegen des günstigen Wechselkurses zunehmend im Schwarzwald einfallen, weil man dort so günstig Urlaub machen kann. Nun gibt es in der Schweiz besonders viele DAB-Geräte und der Overspill des 5C ist recht gut - jedenfalls besser als das in absehbarer Zeit irgendein anderer Kanal leisten können wird - eine gute Möglichkeit also dort die touristischen Werbebotschaften zu verbreiten.

Auch im restlichen Deutschland wird das Schwarzwaldradio sicherlich Hörer gewinnen können. Allein schon die Möglichkeit einen Regionalsender weitab vom Schuss zu empfangen, ist in gewisser Weise Hip. Sieht man ja auch an den in diesem Forum immer mal wieder auftauchenden Forderungen, daß doch bitte Sender wie Bayern 3, SWR3 oder NDR2 bundesweit senden sollen.

von bugi - am 06.08.2016 16:56
Zitat
jug
Laut Satnews verhandeln noch weitere Programme vom 5C mit der MB um auf PL 2B umschalten zu können,um die Audiodatenrate mit den gemieteten 55 CU erhöhen zu können.
Das wäre :hot:

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=448abbecf13513e8b0102f23ddc201d7


Ich finde, dass es für solche Phantasien noch zu früh ist. Erst mal den Endausbau erreichen. Dann kann man über eine Abschwächung des EEP nachdenken. Vorher kostet es nur Reichweite.

Zitat
Zwölf
Hm... Bei den B-Modi ist man doch an die 32kbit/s-Schritte gebunden, oder? D.h. wenn man 54 bzw. 36 CU (Horeb) hat, könnte man mit EEP-2B die Datenrate nur verschlechtern (auf 64kbit/s bzw. 32 kbit/s), da für die nächste Stufe (96 kbit/s bzw. 64 kbit/s) nicht genug CUs zur Verfügung stehen (es würden 63 bzw. 42 CU gebraucht)


Genau die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Bei 2B würden die 54 CU nichts bringen.

Zitat
Zwölf
Ganz wunderbar würde das allerdings funktionieren, wenn man auf EEP-3B wechseln würde.


Dann wäre man ohne Veränderung der CUs bei 96 kbit/s. Darauf wird es wohl hinaus laufen.

Zitat
Zwölf
Aber da wird es dann interessant, ob die Unterschiede in der Versorgung wirklich nur so geringfügig sein werden.


Den Unterschied zwischen dem 2A und 3A im Bundesmux merke ich unterwegs schon recht deutlich.

Edit1: Was ist eigentlich mit Schlagerparadies und Schwarzwaldradio, die wohl beide schätzungsweise 42 CU bekommen? Da ist mit 3B nicht mehr zu machen als mit 2B.

Edit2: Bei der Umschaltung der DRadios von 3A auf 2A hiess es, dass entspräche einer Leistungserhöhung aller Sender um etwa 3db. Wie gross wäre eigentlich der Unterschied zwischen 3A und 3B?

von FrankSch - am 08.08.2016 17:58
Zitat
Zwölf
Zitat

Bei der Umschaltung der DRadios von 3A auf 2A hiess es, dass entspräche einer Leistungserhöhung aller Sender um etwa 3db. Wie gross wäre eigentlich der Unterschied zwischen 3A und 3B?

Das wurde hier oder in einem anderen Thread mal diskutiert, aber ich glaube eine genaue Zahl war da auch nicht bekannt, zumal das auch von der Geschwindigkeit abhängig ist mit der man fährt.

Bei Klassik Radio und Radio Horeb fände ich es sinnvoll, wenn sie die Datenrate erhöhen würden, da dort schon ein besserer Klang wünschenswert wäre. Bei den anderen Programmen sehe ich jetzt keine so große Dringlichkeit, dass man bei diesem Ausbaustand einen schlechteren Fehlerschutz in Kauf nehmen sollte.


2A zu 3A ca. 2,5 dB bei mobilem Empfang
3A zu 2B ca. 1,5 dB bei mobilem Empfang
3A zu 3B ca. 3 dB bei mobilem Empfang

Alle Angaben gelten nur fuer DAB im VHF Band (Frequenzabweichung 40 Hz bei 192km/h und im hoechsten Kanal 12 (225MHz)). Im K5C ist etwas weniger Unterschied.

Es ist aber nicht davon auszugehen, dass jetzt schon irgendwer die Datenrate erhoeht, denn das haette keinerlei Einfluss auf die Schwarzwaldradio Aufschaltung. Die benoetigt stattdessen 8 CUs von einem oder mehreren anderen Programmen um wenigstens im PL-2B und 64kbps starten zu koennen. Sonst bliebe nur PL-3A mit 40kbps.

Der zu erwartende Unterschied beim Empfang im PL-2B ist somit deutlich geringer als der zwischen DRadios und dem Rest im BMux, was mit der Aussage in dem Artikel gemeint ist, dass kaum ein Unterschied zu erwarten ist.

von Nordlicht2 - am 08.08.2016 21:23
Zitat
Zwölf
Aber wenn man mal davon ausgeht, dass sich die Unterschiede von 40 Hz zu 125 Hz so verhalten wie die 20 Hz zu 40 Hz (was aber wohl nur näherungsweise hinkommen dürfte),


Du kannst doch nicht einfach so hin und her skalieren. Außerdem ergibt das gar keinen paktischen Sinn!

Entscheidend ist der Versatz zwischen den beteiligten Signalen durch die Dopplershift, der dazu führt, dass die Signale nicht mehr exakt frequenzgleich sind. Dadurch reduziert sich die Decodierbarkeit des Signals.
Im Band III nutzt man einen OFDM-Subcarrierabstand von 1 kHz. Bei 192 km/h hat man im Worst-Case (Fahrt auf einer Verbindungslinie zwischen Sender A und B) eine Verschiebung bei einem Sender (der, von dem man sich entfernt) um -40 Hz, beim anderen um +40 Hz (auf Kanal 12).
Mit steigender Shift steigt der notwendige SNR logischerweise nicht linear an, sondern erreicht immer schneller immer höhere Werte, bis eine Decodierung (bei ungefähr gleich starken Signalen von Sender A und B) gar nicht mehr möglich ist. Bei jeweils 125 Hz Shift ist nicht gesagt, dass noch vernünftige Ergebnisse rauskommen (Gesamt-Delta 250 Hz). Deshalb erhöht man ja auch im L-Band den Unterträgerabstand, indem man die Zahl der Unterträger auf ein Viertel reduziert (bei allerdings ca. 5-facher Frequenz).

Die Frage nach 125 Hz stellt sich im Band III aber auch nicht: Die sind im Band III allenfalls bei Empfang im Flugzeug interessant, da bei der dafür notwendigen Endgeschwindigkeit von 600 km/h das Radiohören im Auto schon am Verkehrslärm scheitern dürfte :p
Mit einer Vmax von 192 km/h komm man recht gut an praktische Maxima heran, die 1% der PKW-Fahrer, die in D regelmäßig schneller unterwegs sind, muss man nicht unbedingt in WorstCase-Betrachtungen berücksichtigen (bei 5C erreicht man die 40 Hz eh erst bei knapp 250 km/h ;) ).

von DH0GHU - am 09.08.2016 11:09
Zitat
zerobase now
Ja , das wundert mich auch. Wie sonst könnte sich so ein kleiner Lokalsender ein Verbreitung in zwei Muxen sonst auch nur annähend leisten? Jetzt wissen wir ja auch, wofür die Kurtaxe im Schwarzwald genutzt wird. Dann bestehen ja auch gute Chancen bald das Inselradio Mallorca über DAB zu hören. Auch dort gibt es ja jetzt eine Tourismusabgabe. ;)

Wir kennen ja die Verträge von MB mit SW-Radio nicht und ich weiss auch nicht was der Platz in BW kostet, aber ich gehe mal auf alle Fälle von einem sechstelligen Betrag für beide Muxxe aus,


Das ist jetzt aber schon ein wenig Polemik, oder? Zum Einen dürfte der Anteil der Schwarzwaldtourismus-GmbH nur einen minimalen Bruchteil der Tourismusabgabe ausmachen (30 Millionen Übernachtungen p.a.). Zum Zweiten kannst Du überall im Schwarzwald beobachten, dass mit dem Geld viel mehr als nur Werbung gemacht wird - die touristische Infrastruktur im Schwarzwald ist exzellent.
Zum Dritten gehört SchwarzwaldRadio zu einem größeren Medienhaus, das sich stark diversifiziert, und eben nicht nur auf Tageszeitungen setzt. Dabei ist das Sendegbiet dessen "ersten Programms", Hitradio OHR, locker doppelt so groß wie beispielsweise das Sendegbiet hiesiger Lokalradios... Also auch kein GANZ kleines Unternhmen. Auch sind die schon an der egoFM-Ausstrahlung in BW beteiligt.
Anstatt darüber zu lästern, finde ich es sinnvoller, froh über so ein Engagement zu sein.

Das mit dem Klang ist ein anderes Thema, da stimme ich den Vorrednern zu ;)

von DH0GHU - am 21.08.2016 17:50
Zitat
Spacelab
dab_4: Geil! Und wie viele Leute haben ein LG Stylus 2? Und wie viele Leute bekommen dafür einen schlechteren Klang?


Wie hängt die Anzahl der Besitzer eines LG Stylus 2 mit der Klangqualität zusammen?

Zitat
Spacelab
Das mit der Slideshow ist ja vielleicht ein nettes Gimmick. Aber doch nicht wenn wir klanglich eh schon auf der letzten Rille laufen weil der Platz im Mux zu knapp ist.


Wenn es die Slideshow quasi als DAB+-Nebenphänomen gibt (worauf dab_4 wohl keinen Einfluss hat) und dab_4 die Slideshow zur Datenvolumen schonenden Informationsbeschaffung nutzen kann, warum soll man es ihm durch "Slideshow bashing" vergraulen?

Oder möchtest du generell, dass die Slideshow aus allen DAB+-Programmen verschwindet, weil das deiner Meinung nach Vorteile brächte?

Zitat
Spacelab
Übrigens benötigt der ARD Text selbst bei ausgiebigen Klicken weniger als 200kb. Da geht bei mir ja schon mehr Datenvolumen drauf wenn ich das Handy einmal aus und wieder einschalte. Das nur mal so am Rande um zu zeigen über wie viel Datenvolumen wir hier eigentlich reden.


Bei bestimmten Handy-Pauschalverträgen gibt's monatlich nur 50 MB Datenvolumen mit schneller Datenrate. Da kann die Frage "200 kB vermeiden oder nicht?" durchaus jedes Mal überlegenswert sein. Außerdem laufen bei Aktivierung der mobilen Datenverbindung im Hintergrund meist doch irgendwelche Datenübertragungen, die dann auch zu Lasten des Datenvolumens gehen. Wenn man nur an den allerwichtigsten Meldungen interessiert ist, ist eine Slideshow mit Kurznachrichten (die nicht nur gefühlt alle Jubeljahre angezeigt werden, wie bei Funkhaus Europa) 'ne gute Sache.

von pro_dabby - am 29.08.2016 18:05
Zitat

Wie hängt die Anzahl der Besitzer eines LG Stylus 2 mit der Klangqualität zusammen?

Slideshow verbraucht wertvollste Datenrate die beim Audio fehlen. Und das für die paar Hanseln die die Slideshow überhaupt sehen können. Geschweige denn die die ein Stylus 2 haben.

Zitat

Wenn es die Slideshow quasi als DAB+-Nebenphänomen gibt (worauf dab_4 wohl keinen Einfluss hat) und dab_4 die Slideshow zur Datenvolumen schonenden Informationsbeschaffung nutzen kann, warum soll man es ihm durch "Slideshow bashing" vergraulen?

Die Slideshow hat momentan fast nur Nachteile. Einerseits weil die Datenrate dafür einfach nicht da ist und die eh schon viel zu niedrige Audiodatenrate noch weiter reduziert wird. Andererseits weil die Slideshow in den allerwenigsten Fällen überhaupt für sinnvolle Informationen genutzt wird.

Zitat

Bei bestimmten Handy-Pauschalverträgen gibt's monatlich nur 50 MB Datenvolumen mit schneller Datenrate. Da kann die Frage "200 kB vermeiden oder nicht?" durchaus jedes Mal überlegenswert sein.

Wer 50MB High Speed Volumen im Monat hat, der kommt auch nach der Drossel noch wunderbar zurecht. Denn bei einem Smartphone sind 50MB einmal tief Luft geholt und dann sind die weg. Damit kommt man ja noch nicht mal über einen Monat wenn man selbst gar nichts macht und das Smartphone lediglich die täglichen Updateprüfungen und sonstigen Daten-Schnick-Schnack macht. Also wenn man schon über 200kb nachdenken muss dann sollte man sich vielleicht fragen ob ein Smartphone das richtige für einen ist.

von Spacelab - am 29.08.2016 18:35
Zitat
Spacelab
Zitat

Wie hängt die Anzahl der Besitzer eines LG Stylus 2 mit der Klangqualität zusammen?

Slideshow verbraucht wertvollste Datenrate die beim Audio fehlen. Und das für die paar Hanseln die die Slideshow überhaupt sehen können. Geschweige denn die die ein Stylus 2 haben.


Gut. Dann werde ich hier also nicht mehr auf die Vorteile des DAB+-Empfangs mit dem LG Stylus 2 und der damit einhergehenden Datenvolumen schonenden Slideshow-Nutzbarkeit zum Lesen von Nachrichten hinweisen.

Zitat
Spacelab
Zitat

Wenn es die Slideshow quasi als DAB+-Nebenphänomen gibt (worauf dab_4 wohl keinen Einfluss hat) und dab_4 die Slideshow zur Datenvolumen schonenden Informationsbeschaffung nutzen kann, warum soll man es ihm durch "Slideshow bashing" vergraulen?

Die Slideshow hat momentan fast nur Nachteile. Einerseits weil die Datenrate dafür einfach nicht da ist und die eh schon viel zu niedrige Audiodatenrate noch weiter reduziert wird. Andererseits weil die Slideshow in den allerwenigsten Fällen überhaupt für sinnvolle Informationen genutzt wird.


Gut. Dann werde ich hier also nicht mehr auf diese allerwenigsten Fälle hinweisen (die nach meinen Erfahrungen übrigens nicht bei den Bundesmux-Programmen zu finden sind, sondern bei denen des NDR - aber vielleicht wird sich das durch das Schwarzwaldradio ja bald zum Besseren wenden :D )

Zitat
Spacelab
Zitat

Bei bestimmten Handy-Pauschalverträgen gibt's monatlich nur 50 MB Datenvolumen mit schneller Datenrate. Da kann die Frage "200 kB vermeiden oder nicht?" durchaus jedes Mal überlegenswert sein.

Wer 50MB High Speed Volumen im Monat hat, der kommt auch nach der Drossel noch wunderbar zurecht. Denn bei einem Smartphone sind 50MB einmal tief Luft geholt und dann sind die weg. Damit kommt man ja noch nicht mal über einen Monat wenn man selbst gar nichts macht und das Smartphone lediglich die täglichen Updateprüfungen und sonstigen Daten-Schnick-Schnack macht. Also wenn man schon über 200kb nachdenken muss dann sollte man sich vielleicht fragen ob ein Smartphone das richtige für einen ist.


Nach der Drosselung ist es mir praktisch nicht mehr möglich, bspw. ohne WLAN-Internet Bilder zu twittern. Daher ziehe ich in jedem Monat den Zeitpunkt der Drosselung so lange wie möglich hinaus oder vermeide ihn ganz. Um dennoch über eingegangene wichtige E-Mails, weltbewegende Meldungen u. Ä. auch dann benachrichtigt zu werden, wenn ich ohne WLAN-Internet bin, nutze ich SMS (davon habe ich ein Freikontingent). Wenn man, wie ich, nicht von WhatsApp, Telegram u. Ä. abhängig ist, kann man damit durchaus klarkommen.

von dab_4 - am 29.08.2016 19:45
Die Belegung des 5C sieht nun so aus:

Belegt: 860 CU (99,5%), Frei: 4 CU (0,5%)
Audio: 800 CU (92,6%), Daten: 60 CU (6,9%)
[attachment 7973 5C_usage.png]


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Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 31.08.2016 19:52
Mit Aufschaltung von „Rock Over Rias Ortenau“ (Schwarzwaldradio) wird vermutlich über kurz oder lang die totale Schieflage in der geteilten DAB-Landschaft (ÖR und Private) sichtbar werden.

Ich vermute, das neue Radio hat durch sein hervorragendes, vielfältiges und sehnsüchtig erwartetes Musikangebot das Potential, im Bundesmux ¼ … 1/3 Einschaltquote für sich allein genommen zu erzielen – oder untertreibe ich gar?

Dass dieser möglicherweise nach kurzer Einlaufzeit beachtliche Höreranteil auf Dauer mit 58CU und entsprechend nachteiligem Klangkompromiss abgespeist wird, also quasi Hörermassen eingezwängt wie im Viehtransport*, während die Zwangssteuerfinanzierten 396CU erhalten – und das für vermutlich viel weniger Hörer, das im Verhältnis gesehen (wenn es so käme) liefe zumindest auf einen sehr problematischen Zustand beim etappenweisen Ausbau von DAB+ hinaus. Nicht dass ich was gegen den außerordentlich guten Klang der DRadios hätte, im Gegenteil. Aber so ein krasses Missverhältnis bedarf dennoch umgehender Korrektur.

Wie könnte die aussehen? Nur noch die Hälfte von Programmen im Bundesmuxx und denselben Zuteilungsstandard wie bei den ÖRs. Es sollte überhaupt oberster Grundsatz sein, ungeachtet aller Kostenfragen, dass alle Teilnehmer gleiche Qualitätsstandards als Ausgangsbasis überhaupt erst mal haben.

Daher keine …zig Ganztags-Volldudler. Die Anbieter mit schmaler Rotation sollten sich im Interesse der Hörer und in ihrem eigenen Interesse zeitlich mehr rein teilen (z.B. tags Schlager, abends BOB/ tags Relax, abends SSL/ die Kirchensender im täglichen Wechsel usw. Schließlich zahlen Privatfunkhörer auch ins Zwangssteuersystem ein.

Und - es dürfte auch bei den Privaten Programme geben, die extrem wenige Hörer haben. Es macht einfach keinen Sinn, den neuzeitlichen Wahn der Medienpolitik „Masse statt Klasse“ in der Form so hinzunehmen. Es braucht nicht so viele Programme, um alle Richtungen abzubilden, es braucht dafür nur Sendestrecken. Manchmal braucht es auch gelegentliche Brüche oder Wechsel, dass man mal über den Tellerrand hinausschauen darf.

Darüber hinaus ist es doch so, dass es so ein Musikangebot ohne Rotation wie „Rock Over Ortenau“ bundesweit weder durch Privatfunk noch durch die ARD-Wellen bisher gab. Es wäre daher seit Jahrzehnten Aufgabe des DRadios gewesen, dieses Segment mit zudem breiter Akzeptanz und immer und immer wieder eingefordert in ähnlicher Form anzubieten. Man hätte es dort sicher auch gemacht, hätte eine destruktive Medienpolitik der Länder dies nicht permanent mit vergiftetem Etikett „Kulturauftrag“ seit 1994, also seit über 20 JAHREN verhindert. Dann hätten wir es werbefrei – und zurecht, denn es gehört auch zur Grundversorgung.

Aber inzwischen - nie geglaubt – das Schwarzwaldradio, ein Privatradio macht es – echt der Wahnsinn. Die Klassik-Rock-Schiene am Fr. Abend haut einen um; auch was die aus den paar bps daraus machen. Absoluten Respekt!

(*Entschuldigung für die unpassende Relativierung; die unzumutbaren Zustände bei Viehtransporten sollten mit dem Vergleich auf keinen Fall verharmlost werden!)

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 03.09.2016 09:02
Zitat
dab_4
Zitat
stefsch
Besonders entäuscht bin ich da auch von den Deutschlandradios. Obwohl die den Zusatznutzen dieser Dienste besonders hervorheben. Aber es nervt mich da auch schon das "Alles von Relevanz" alle 30 Sek. im Radiotext, wenn ich eigentlich den Namen des Interviewpartners lesen möchte.


Also gestern fiel mir auf, dass in der DLF-Slideshow einzelne Nachrichten-Schlagzeilen im Takt von nahezu einer Minute kamen (heut hatte ich noch keine Lust zu gucken). Vielleicht lesen die DRadio-Leute hier mit - außerdem ist IFA, und da soll's bei der Slideshow nicht aussehen wie bei armen Leuten :joke:

Und in der Slideshow von DRadio Kultur gab's Kulturnachrichten.
"Gemeckert hatte ich ja über den Radiotext nicht über die Slideshow.......aber btw., gerade läuft im DLF die Sendung "Eine Welt", gesendet werden folgende Dias:
Kategorie 1: Verschiedene Nachrichten "Headlines". Warum nutzt man nicht die ganze Fläche und schreibt 2 -3 Kurze Sätze zur Nachricht, wenigstens auf Videotext-Niveau???
Kategorie 3: "Jetzt laeuft" Eine Welt. Hätte man nicht die 3 oder 4 Themen der Sendung nennen Können. Das wäre Mehrwert.....
Kategorie 5: "Kontakt": Von Heute. Von Morgen. Von Relevanz. = Nervige Datenratenverschendung, kein Kommentar....... :motz:

Andererseits:
Auf Journaline (können noch weniger Leute dekodieren als die Slideshow) geht es ja auch! Unter Deutschlandfunk/Politik z.B. findet man "ordentliche" Meldungen, die könnte man auch so als "Dia" in der Slideshow senden.
Und was ich zum ersten Mal in in Journaline sehe: Bilder (z.B. unter Politik). Somit verschwimmt das Profil von Slideshow und Journaline zusehens....und es wird mir klar wofür 24 CU´s extra benötigt werden :xcool:.

stefsch

von stefsch - am 03.09.2016 12:11
Zitat
iro
Du vergisst dabei: ... Die DRadios sind die "sichere Bank", die den ganzen Zirkus überhaupt trägt und für MB auch der einzige Zahlende, der nie Pleite gehen wird.
Und wenn es nach den privaten Sendern ginge, dürfte der zukünftige Trend eher sein: Kosten sparen und mit sowenigen CUs senden wie möglich, ....


Da ich mir durchaus im Klaren bin, welche Vorreiterrolle das DRadio spielt (und ich auch selbst dessen Programme mit stetig abnehmender Begeisterung aber immernoch am meisten höre), hab ich es ganz bewusst vermieden, in irgendeiner Weise dort Einschnitte zu fordern, wie es mir auch weiter oben von @Nordlicht2 unterstellt wird.

Ich hatte im Gegenteil angeregt, dass das ein Standard sein könnte/sollte, der aber eben nicht nur dort bei den ÖRs gelten kann. Die Gelder für den DAB-Ausbau stellt nicht das DRadio, sondern zwangsweise alle über die Haushaltsabgabe. Zudem hatte ich mich ganz deutlich gerade gegen diese schmalbandigen Zuteilungen bei den Privaten gewandt.

Aber dass der von mir beschriebene Zustand eintreten kann, ist ja eher wahrscheinlich. Daher finde ich, dass mein Vorschlag für Zeitschienen statt Ganztagsdudelei genau dem entgegenkommt, dass Private eben trotzdem nicht mehr zahlen müssen.

Die eng rotierenden Veranstalter hätten sogar täglich die nötige Zeit, sich zu sammeln und zu überlegen, was sie uns in der nächsten Zuschaltung anbieten wollen. Vielleicht ist es dann sogar effektiver in Sachen Werbeeinnahmen, nach einer ausgereiften Denke.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 03.09.2016 12:43
Zitat
stefsch
Zitat
dab_4
Zitat
stefsch
Besonders entäuscht bin ich da auch von den Deutschlandradios. Obwohl die den Zusatznutzen dieser Dienste besonders hervorheben. Aber es nervt mich da auch schon das "Alles von Relevanz" alle 30 Sek. im Radiotext, wenn ich eigentlich den Namen des Interviewpartners lesen möchte.


Also gestern fiel mir auf, dass in der DLF-Slideshow einzelne Nachrichten-Schlagzeilen im Takt von nahezu einer Minute kamen (heut hatte ich noch keine Lust zu gucken). Vielleicht lesen die DRadio-Leute hier mit - außerdem ist IFA, und da soll's bei der Slideshow nicht aussehen wie bei armen Leuten :joke:

Und in der Slideshow von DRadio Kultur gab's Kulturnachrichten.


Gemeckert hatte ich ja über den Radiotext nicht über die Slideshow.......aber btw., gerade läuft im DLF die Sendung "Eine Welt", gesendet werden folgende Dias:
Kategorie 1: Verschiedene Nachrichten "Headlines". Warum nutzt man nicht die ganze Fläche und schreibt 2 -3 Kurze Sätze zur Nachricht, wenigstens auf Videotext-Niveau???


Besser: Auf einem "Dia" sollten drei bis vier Nachrichten in Kurzform stehen wie bei der Slideshow des NDR.

Es geht doch um Folgendes: Die Möglichkeiten zum Radiohören und Internetsurfen sind - warum auch immer - nicht gegeben. Trotzdem möchte man kurz über das Wichtigste mal eben so zwischendurch informiert werden. Dafür ist eine Slideshow mit mehreren Kurznachrichten auf nur einem minütlich wiederholten "Dia" eine sehr gute Lösung.

von dab_4 - am 03.09.2016 19:23
Zitat
bugi
Zitat
RichtungBerlinRadiohörenderSachse
Daher finde ich, dass mein Vorschlag für Zeitschienen statt Ganztagsdudelei genau dem entgegenkommt, dass Private eben trotzdem nicht mehr zahlen müssen.

Wenn das also damals nicht funktioniert hat, dann funktioniert es heute 10 mal nicht.

Bei DAB verortet man im Moment noch die eher aktiv Interessierten am Radio, wo es vielleicht dadurch eher funktionieren könnte. Aber im Grunde hast Du sicher mit Deinem Einwand recht, das muss ich zugeben. Mit Abschaffung von Vollprogrammen, hat man auch die Toleranz gegenüber Anderem gleich mit abgeschafft.

Umso unlösbarer scheint es mir, wenn diese Medienpolitik nur noch auf Masse setzt. Nur dadurch gibt es die übertriebene Anzahl von sehr dünnen Anbietern. Und wenn dann einer auftaucht, der genug Zugkraft hat, dann werden zwangsläufig auch die totalen Verzerrungen im Verhältnis Hörerzahl zu technischer Bandbreite, wie ich sie eingangs beschrieben hatte und in Bälde vermute, entstehen. Nun wären es sogar 42 zu 396 und das scheint doch reichlich paradox.

Medienpolitik, sogar 16fach redundant (wer leistet sich das auf der Welt noch), hat sowas von Beginn an mit zu bedenken.

Dieser von den ÖRs vernachlässigte Part der Grundversorgung (echte Alternativen zu den massenhaften Rotationen) ist nun eigentlich durch Zufall und Glück für uns alle durch das Schwarzwaldradio wieder in Erinnerung gerufen worden und vielleicht gar real wiederauferstanden. Es war ja medienpolitisch gewollt, das Postulat durchzusetzen, dass Private den „leichten“ Part auch oder gar besser können sollen. Das ist seit der Abschaltung des Rias und der darauf folgenden Großen Hörervertreibung nicht mehr zu leugnen. Unterhaltung wurde dort ja fast gänzlich rausgefegt.

Nun kann es einer von den Privaten offenbar tatsächlich besser als alles Öffentlich-Rechtliche seither. Es brauchte aber 20 Jahre und eben eine gehörige Portion Zufall! Dass dies nun (medienpolitisch in so einer überzeugenden Form vielleicht nicht mal gewollt) so kam, kann nun doch nicht dazu führen, dass die ganze Titelvielfalt vielleicht nochmal 20 Jahre technisch unzulänglichen Rahmenbedingungen ausgeliefert bleibt, bloß weil es nun im Privatfunksektor passierte und nicht bei den gepäppelten ÖRs.

Es ist schlicht an der Zeit, dass Medienpolitik jahrzehntelange Versäumnisse bereinigt und die Bedingungen so korrigiert, dass die qualitative Brillanz bei Musik nicht nur auf die klassische Schiene begrenzt bleibt. Wenigstens e i n e i n z i g e s Programm dieser Art und Vielfalt, wie man es jetzt im Bundesmux mit Schwarzwaldradio uns vorführt, gehört genauso gepflegt und solide finanziert, wie z.B. B4-Klassik, mit AC3-Spur und allem Drum und Dran.

Soll man sich also bitte mal bei den hochredundanten Fachgremien bemühen, das momentan einzige breit zugängliche Programm, das statt einer 40-Titel-Rotation 40 Jahre Musikspektrum mit minimaler Wiederholrate anbietet, auf eine qualitativ angemessene technische Plattform zu heben, damit wir Hörer (20Jahre lang vom diesem Medienkomplex in Rotationen eingesperrt) den Rest der Lebenszeit nicht auch noch am Katzentisch hocken müssen.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 04.09.2016 09:20
Zitat
stefsch
Was ist den eine empfehlenswerte Verlängerung für ein DAB4. Würde mich interessieren, habe so ein Gerät :gruebel:;).

Und ein FS2052 darinnen. Ist das nun das schlechtere Modul.....?

stefsch

Also, ich habe an die Antenne meines Dual DAB43 mit einer Mini-Krokodilsklemme ein Drahtstück von ca. 20 cm angeknipst. (Etwas weniger reicht auch schon). Als ich noch im Randgebiet wohnte machte das beim 5C 3-4 Kästchen aus und entschied über Empfang oder Nichtempfang. (2-3 ohne, 5-7 mit). Je höher der Kanal, desto weniger bringt die Verlängerung, aber immerhin führt sie selbst beim 11D (Bayern) noch zu einem Kästchen mehr (eben ausprobiert). Lediglich beim 12C (Schweiz) ist sie kontraproduktiv und führt zu 1-2 Kästchen weniger. Grundsätzlich sind die Antennen bei den Dual-Geräten alle etwas zu kurz geraten, auch beim DAB4. Eine Verlängerung bringt immer etwas, egal welches Modul drin ist, wichtig aber natürlich nur bei schwachen Kanälen oder wenn man mal im Keller hört.

Ob Venice oder Verona (wie bei Dir) macht vom Empfang her angeblich groß keinen Unterschied. Das Verona-Modul verbraucht wohl weniger Strom, was bei Batteriebetrieb nützlich ist. Das schlechte Modul in meinem DAB4 ist von einem anderen Hersteller, in dem anderen Thread schrieb jemand Gyrosignal, ich dachte aber es hätte nochmals einen anderen Namen. Es gab auch noch Dual DAB 4, die ein älteres Frontier Silicon Modul drin hatten, welches auch noch deutlich schlechter war als Verona und Venice, die wurden aber wohl schon zum Start vom Bundesmux nicht mehr verkauft und sind wohl eher noch in der Schweiz zu finden.

von bugi - am 06.09.2016 07:32
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