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DAB Digitalradio Forum
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vor 1 Jahr, 11 Monaten
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Alte VHF-Antenne für DAB nutzen. Lohnt sich das ?

Startbeitrag von sup2 am 10.02.2016 15:41

Siehe Betreff. Meine Eltern wollen wissen, ob ich die alte TV-Antenne ( unter Dach montiert, rostfrei ) haben möchte. Es ist eine VHF-Antenne, damals für Langenberg K9.
Mich würde interessieren, ob es damit möglich wäre, mitten in NRW die DAB-Muxe vom SWR und vor allem dem HR zu empfangen. Die Antenne käme auf das Dach, drehbar.
Was meint ihr : Lohnt sich der Aufwand ? Die Sender des SWR und des HR sind am geplanten Standort auf UKW mit 5-Element-Richtantenne in Mono rauschfrei, in Stereo mit leichtem Zwischeln, empfangbar. Daraus würde ich ableiten, dass DAB per Hausantenne auch normalerweise empfangbar sein sollte.

Antworten:

Sowas lohnt sich grundsätzlich immer. So fängt der Spaß bei DAB an.
Achte bei der Montage darauf das die Antenne vertikal und nicht wie damals üblich horizontal montiert werden sollte.

von pomnitz26 - am 10.02.2016 15:49
Ohje, da muss ich erstmal einen Ausleger besorgen. Daran hatte ich nicht gedacht.
Aber halt : So groß ist die Antenne nicht. Ich denke, eine Vor-Mast-Montage wäre machbar.
Danke für den Hinweis !

von sup2 - am 10.02.2016 16:14
Zitat
pomnitz26
Sowas lohnt sich grundsätzlich immer. So fängt der Spaß bei DAB an.
Achte bei der Montage darauf das die Antenne vertikal und nicht wie damals üblich horizontal montiert werden sollte.

Da kann ich nur zustimmen. Seit der Drehung von H auf V ist der Empfang weit besser geworden. H war noch die alte Ausrichtung für TV.

von lindau42 - am 10.02.2016 16:23
Ausprobieren kann man ja provisorisch und dann entscheiden ob sich ein richtiger Aufbau an vorhandenem oder neuen Mast lohnt!

von RainerZ - am 10.02.2016 19:43
Monokanalantennen sind halt nur dann interessant, wenn man genau diesen Kanal braucht...

Was ist es denn für eine?

von raeuberhotzenplotz1 - am 11.02.2016 21:12
In Nordrhein-Westfalen, wo sich die Antenne vermutlich befindet, waren Einkanalantennen im Band 3 nicht sehr verbreitet. Eine Einkanalantenne unter Dach ist mir dort noch nicht begegnet. Wenn nichts darauf hinweist, würde ich mich von einem Test nicht abhalten lassen.

von koslowski - am 11.02.2016 22:54
Zitat
sup2
Die Sender des SWR und des HR sind am geplanten Standort auf UKW mit 5-Element-Richtantenne in Mono rauschfrei, in Stereo mit leichtem Zwischeln, empfangbar. Daraus würde ich ableiten, dass DAB per Hausantenne auch normalerweise empfangbar sein sollte.


Meine Erfahrung ist, dass ein rauschfreier Empfang an Teleskopantenne nicht mal heißt, dass DAB funktioniert.
RDS auf UKW kann auf DAB-Empfang hindeuten, muss aber nicht. So meine Erfahrungen im Ruhrgebiet, woanders mag es anders aussehen. NPO Radio 4 aus Markelo geht hier mit RDS an Teleskopantenne, DAB aus NL (6B, 11C, 12C) geht nichtmal mit LogPer mit Audio.

von Japhi - am 12.02.2016 10:00
Jede VHF-Band-3-Antenne ist eine DAB-Antenne.
Der Antenne ist es egal, welche Art von Signalen sie empfängt.

von delfi - am 12.02.2016 13:14
Zitat
sup2
Die Sender des SWR und des HR sind am geplanten Standort auf UKW mit 5-Element-Richtantenne in Mono rauschfrei, in Stereo mit leichtem Zwischeln, empfangbar. Daraus würde ich ableiten, dass DAB per Hausantenne auch normalerweise empfangbar sein sollte.

Ein Vergleich zwischen UKW und DAB+ Empfang ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Die Sendeleistungen sind komplett unterschiedlich, es gibt eventuelle Ausblendungen in irgendeine Richtung bei den Sendern und so weiter... Mal ist bei dem einen System der Empfang besser, mal bei dem anderen. So kann ich hier Zuhause (wohl über Reflexionen) über DAB+ problemlos die Belgier auf 12B empfangen während auf UKW nur was vor sich hin kratzt. Bei so etwas hilft einfach nur probieren. Auch irgendwelche Karten mit Empfangsprognosen helfen da nicht weiter. Ich hab sogar das Gefühl das die bei DAB+ noch weniger taugen als bei UKW. Denn bei DAB+ reicht oftmals schon ein Berg in der Nähe der die Funkwellen reflektiert um einwandfreien Empfang zu haben.

von Spacelab - am 12.02.2016 14:44
Vielleicht. Wunder gibt es bekanntlich immer wieder, erwarten sollten man sie dennoch nicht. Die Frage wäre für sup2, ob denn überhaupt ansatzweise mit einfacher Ausrüstung von den Nachbarn etwas nachweisbar ist. Digital tut man sich da natürlich schon schwerer als bei analogem Empfang, das bekannte geht / geht nicht eben ;-) . Vermutlich wirst Du aber chancenlos sein, wenn es selbst bei UKW mit einer Yagi leicht rauscht :-( . Soviel Ehrlichkeit sollte zumindest sein. In einem leeren Brunnen lohnen leider auch keine Hochleistungspumpen.
Am QTH2 hingegen werde ich eben ein altes Vehikel wohl im Frühjahr/Sommer unter Dach testen. Immerhin konnte ich zwischenzeitlich vor der verblechten Dachgaube permament neben den zwei BY-Muxen, dem D-Mux und dem SWR BW-Nord auch noch als Permenentempfang :hot: hr (doch Feldberg oder Ffm; na endlich, so langsam hatte ich den Glauben an die Technik fast verloren) und den mdr notieren. Mit der Yagi würde ich mir einerseits stabileren Empfang, andererseits dann auch noch die Pivaten aus Hessen und, wenn es denn in Betrieb geht Nürnberg vom Büttelberg erhoffen.
Wie gesagt: Hier habe ich aber mit dem DAB4 bereits Empfänge verzeichnet...

von Thomas (Metal) - am 12.02.2016 18:38
Nur Mut und ausprobiert!
Wenn kein Berg im Weg steht, sind 100 bis 150 km Entfernung durchaus stabil drin.

Mehr Ärger machen nach meiner Erfahrung starke Signale eines Mux aus der Nähe, einfache Empfänger werden übersteuert oder regeln den Eingang runter. U.U. können sogar starke UKW-Sender diesen Effekt auslösen.
Leider sendet der HR bisher nicht vom Biedenkopf und 11C wird Niederlanden auch genutzt.

von HF-Hase - am 22.02.2016 18:46
Die Frage für mich derzeit: Eine ca. 40 Jahre alte immer unter Dach montierte Konni 10-Elemente auf einen Ausleger montieren oder besser zu einer neuen H-VHF-16-LOG mit Vormastmontage greifen. Bei der Konni, die Elementenhalter sind noch in grüner Frabe, habe ich den Verdacht daß sie damals noch nicht richtig UV-beständig gebaut wurde. Vom Gewinn sollten beide ca. 10dBi machen.

von Thomas (Metal) - am 01.10.2017 15:27
Zitat
Thomas (Metal)
Die Frage für mich derzeit: Eine ca. 40 Jahre alte immer unter Dach montierte Konni 10-Elemente auf einen Ausleger montieren oder besser zu einer neuen H-VHF-16-LOG mit Vormastmontage greifen. Bei der Konni, die Elementenhalter sind noch in grüner Frabe, habe ich den Verdacht daß sie damals noch nicht richtig UV-beständig gebaut wurde. Vom Gewinn sollten beide ca. 10dBi machen.




Hallo Thomas (Metall),

das mit der UV-Beständigkeit könnte man noch mit entsprechenden Acryl Harz Spray fixen. Was bei einer Yagi-Antenne bleibt, ist deren typischer Gewinnabfall zu den niedrigen Frequenzen hin. Wenn Du eh was Neues willst, sollte die 16-Log nicht die schlechteste Wahl sein.
Und ein Ausleger kostet auch Geld und Windlast.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 04.10.2017 12:36
@ Studio Leipzig
Ein klares Pro also für die 3H-VHF-16 :-) .
Da wäre noch die Frage zu den Abmessungen. Die Länge wird mit 120cm angegeben, aber wie breit (vertikal dann wie hoch) sind denn die Stäbe? Immerhin muß die ja über den Dachfirst.

von Thomas (Metal) - am 04.10.2017 18:44
Hallo Thomas (Metall),

selber habe ich keine 3H-VHF-16.....Mietwohnung.... :-(

Maße laut Antennenland: Länge der Antenne: 122 cm Maximale Breite: 85 cm
Maße der Konni (10 Elemente): Länge der Antenne: 180 cm Maximale Breite: 82cm

Also, an der Breite sollte es nicht scheitern. ;-)

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 04.10.2017 19:27
Ich habe die 16er Long Per von 3H vom Antennenland, bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung ;)

von UKW vs. DAB+ - am 04.10.2017 19:48
Dort im Hauptforum hatte ich die Konni 10er (Reflektorenlänge 80cm, Gesamtlänge Boomrohr 1,77m) sogar schon mal mit dem MMana gerechnet und als Bild einsgestellt. Die kommt also maximal bei 230 MHz auf 11 dB(i), allerdings geht dann das SWR auf auf über 2. Die für mich besonders in den Fingern juckenden etwa 190 MHz geben gute 9 dB bei einem SWR von eta 1,3 aus.
Es läuft wohl aus praktischen Überlegungen (Dachfirst, Blitzableiter /-schutzbereich) auf die 16er von 3H hinaus.

von Thomas (Metal) - am 06.10.2017 09:46
Ja, die 3H 16Log lohnt sich defintiv und sieht jetzt so aus:
(Bild: 9er zum Ochsenkopf, 16er zum Kreuzberg, 43er nach Gelbelsee und Salzburg)

Das war gestern Abend noch eine Montage schnell im letzten LIcht. Heute will ich eigentlich das noch schön machen und weitere Tests, aber bisher ist das Dach noch naß.
Ergebnisse (Panasonic SC-PM250, Verona2-Modul) bisher mit unveränderter Ausrichtung "grob ins Blaue richtung Kreuzberg montiert":
- Lokal vom Fmt alles mit Vollanschlag
5C
8C
10C
11D
- Aus Bmbg ebenfalls voll
10B
- Erlangen Fraunhofer ebenfalls voll
6A
- Bleßberg ebenfalls voll
8B
- Kreuzberg, knapp aber stabil (auch und alle bis dahin mit Audio)
10A
- Aalen/Waldenburg, wird eingelesen aber knapp nicht aufgelöst
9D
- Hirschau/Rotbühl, wird eingelesen aber knapp nicht aufgelöst
12D
- Gr Feldberg, schwankenend, wird immer eingelesen aber nicht aufgelöst
7B (Kreuzberg bringt offenbar keine Verbesserung, ansonsten wäre das nicht schwankend wie auch bei 11C)
11C

Empfang wie zu erwarten/erhoffen war :hot: Es zeigt sich aber daß hier das Hauptproblem der nahe Fmt Nbg ist. Sobald man den Pegelsteller verändert geht Kreuzberg 10A verloren und man kann es soweit treiben daß nur noch Programme von dort empfangen werden. Das gleiche Problem habe ich auch am Dual DAB4.
Anderseits: Der SWR hat quasi nur statistischen Wert da die Programme via UKW und Satellit empfangen werden, aber bei einer Ausrichtung dorthin der 10A Kreuzberg (ggf. noch Wzbg) mit großer Sicherheit verloren gehen. Weitere zusätzliche Programm bei einer Südwestausrichtung erwarte ich nicht.

Weitere sehr wahrscheinliche Nachweise von stabilem Empfang und Audio wären noch: Ingolstadt 11A und Ndb/Opf 12D, Obb 10A. Ggf. noch München 11C (10A aus Ismaning wurde hier mit einfachem Gerät auch bereits empfangen, sowie die UKW-Lokalsender vom Olympiaturm permanent mit der 9er Yagi).

Hätte schlechter kommen können :bruell:

Das stellt sich dennoch die Frage: Sollte man die DAB-Antenne auf den Rotor schaffen? Und falls ja, ganz böse, kann man die vielleicht sogar zur bestehenden UKW-Yagi dazuschrauben. Normalerweise würde ich nein sagen. Aber: Auch die Blitzfangstange beeinflußt den UKW-Empfang überhaupt nicht. Dagegen verbiegt mir die Montage jetzt, also nicht mitführend exakt in gleicher Boomrohr-Ausrichtung, offenbar gering das Feld. Bemerkbar nur dort wo es immer schon auf Messers Schneide stand: Auf 92,7 ist jetzt bei entsprechender Ausrichtung primär hr3 und nicht mehr DLF zu hören...Tropo liegt nicht vor.
[attachment 10042 DSCF6670x.jpg]

Und einen Nachtrag noch: Mit einem Ausleger und einer alten Yagi? In diesem Fall schon aus Platzgründen eher nicht.
Es stellt sich natürlich die Frage wie es mit einer Yagi für Vormastmontage wäre. Dort sind in entsprechenden Gebieten (Gemünden/Main, oder um Aalen) z. T. von Fuba noch einige am Mast zu bewundern. Aber auch eine solche würde hier den Platz sprengen.

von Thomas (Metal) - am 13.10.2017 08:42
Ich habe bei meinen Eltern auch eine 3H-16-VHF-LOG montiert (gleiches QTH aber leicht süd-/südost exponiert).

Aktuell kommen mit etwas Vorverstärkung (Heimann):

- 5C,8D, 9D, 11B (Ortssender)
- 7D SMC-D02
- 12C SRG-SSR-D01
- 11D Bayern
- 10A OBB/Schw

Ob 11D und 12C dauerhaft stabil gehen, muss sich noch zeigen. Sind ja gerade schon sehr angehobene Bedingungen...

10A leidet unter dem starken 9D als Nachbar, hier müsste ich eine Ritt mann Kanalsperre einbauen, allerdings wird das jetzt dort nicht benötigt...

Die 3H scheint jedenfalls noch etwas mehr als die Wittenberg WB345+ rauszukitzeln.

von RainerZ - am 16.10.2017 13:17
So, der Sturm ist durch. Wobei, schaut man auf die Meßwerte doch eher in den Medien stattgefunden hat. Kindergeburtstag.
Wetterbeständigkeit: Dennoch gilt es zu berichten daß die Spitzenböen mit ca. 85 km/h weder der Anlage, noch der Blitzfangstange etwas getan haben. :spos:
Empfang: Die Antenne habe inzwischen von Nordwest nach West eingedreht. Aus Richtung Nordwest (Kreuzberg) war der 10A-Unterfranken nicht immer stabil. Jetzt wird vermutlich vor allem Würzburg empfangen und das stabil. Auch der 8B-Thüringen ist so noch weiter mit Vollausschlag empfangbar. 9D BW-Nord hatte ein schönes Dauergastspiel während der leichten Tropo-Lage. Jetzt ist er genau auf Kante, d. h. Audio hat ca. 2x pro min einen kurzen Aussetzer. Eine Ausrichtung nach Aalen bringt übrigens keine (!) Verbesserung. Offensichtlich werden so einerseits Reflexionen aus Aalen an den Höhen des Biberttal empfangen, aber auch Waldenburg und Bad Mergentheim was dann in Summe zu einem besseren Signal führt. Dennoch schade für den 9D, da hätte ich mir mehr erwartet, vor allem wenn man einen Geländeschnitt nach Aalen macht. Der 7B-hr wird jetzt, ohne Tropo, nicht mehr empfangen. Südbayern habe ich nicht weiter verfolgt da bei dieser Ausrichtung einerseits die anderen fernen MUXe vollständig verschwanden und andererseits Nbg zu extremen Pegel aufgestiegen ist (da ging dann noch nicht mal mehr 10B Oberfranken!).
=> Unterm Strich dennoch lohnenswert, das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht zu schlagen!

von Thomas (Metal) - am 29.10.2017 09:54
Hallo leute. Da es hier anscheinden auch mehr ums basteln geht, würde ich mal gerne fragen. Rentiert sich was zu basteln wenn das radio eine Teleskop Antenne hat ?, man muss dann das Antenne kabel nur an die Teleskop Antenne wickeln , anderes gehts nicht. Keine Wurfantenne, oder extra Antenneneingang. Was sind eure erfahrungen ?, würde es was bringen ?

von Megabum - am 29.10.2017 17:37
Guten Abend Megabum

Ob es sich "rentiert" etwas zu basteln hängt von diversen Faktoren ab.

1. Wie gerne bastelst Du?

2. Wie bist Du dafür eingerichtet?

3. Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

4. Was sind die möglichen Alternativen und was kosten sie?

Wenn Du Spass daran hast, Dein Radio mit Bohrmaschine und Lötkolben zu bearbeiten, dann auf ihn, mit - nein, nicht Gebrüll, sondern mit Leidenschaft. Brüllen soll nachher der Küchenbrüllwürfel!

Erfolg wirst Du auf jeden Fall haben, wenn Du dem Teil eine Antennenbuchse verpasst und das Empfangsmodul mit einem Stückchen Koaxkabel, z.B. RG 174 mit der Buchse sauber verbindest.

Nur so kannst Du mit verschiedenen Antennen experimentieren.

Nun kannst Du Dir mal einen richtigen Dipol bauen und staunen, was die Urform aller Antennen schon zu bewirken vermag.

Die vernünftigste Alternative zum Basteln, ist halt wieder Geld in die Hand zu nehmen und ein gutes Gerät mit Antennenbuchse zu kaufen.

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 29.10.2017 19:35
Zitat
Megabum
Hallo leute. Da es hier anscheinden auch mehr ums basteln geht, würde ich mal gerne fragen. Rentiert sich was zu basteln wenn das radio eine Teleskop Antenne hat ?, man muss dann das Antenne kabel nur an die Teleskop Antenne wickeln , anderes gehts nicht. Keine Wurfantenne, oder extra Antenneneingang. Was sind eure erfahrungen ?, würde es was bringen ?

Wenn ich den DUAL DAB4, Originalzustand, nehme und mich in den Keller verziehe, Antennenkabel in die TV-Buchse einstecken und den Innenleiter an den "Fußpunkt" der Antenne halte ist der Empfang bereits deutlich besser. So geht da bereits der 10A-Unterfranken, welcher per Teleskopantenne im ganzen Haus nicht empfanbar ist. 8B-mdr ist ebenfalls mit dabei, der geht aber grundsätzlich per Teleskopantenne und wird nur durch den starken Nachbarkanal 8C bei diesem Gerät massiv überfahren. Vom 9D-BW-Nord ist nichts zu vernehmen.
Es lohnt sich also selbst so. Wichtig ist allerdings daß man sich so keine Rückkopplung baut, ansonsten stört man massiv und wird ggf. durch die BNetzA zur Kasse gebeten.

von Thomas (Metal) - am 29.10.2017 20:15
Mein Vorschlag.
Die umliegende Wohngegend mit dem Radio erkunden und sehen was überhaupt geht, höher gelegene Berge. Eine externe Antenne bringt wirklich nur was mit geschirmten Leitungen weil sonst die eingefangen Leistung der Antenne nicht im Radio ankommt. Die richtige Antenne muß man auch haben. Bei zu kurzen Antennen oder in Gebäuden kann es erstmal sinnvoll sein die einfache Teleskopantenne zu verlängern weil entweder zu kurz oder auch oft Eigenstörungen im Radio weiter weg abnehmen. Ich selber habe zahlreiche Radios mit Antennenanschluß ausgerüstet. An der Dachantenne höchst empfindlich, an der Teleskopantenne starkes Leiden an Eigenstörungen des Chipsatz oder der mitgelieferten Netzteile. Das aktuelle Projekt Sangean WFR-29C an Hausantenne war sehr erfolgreich. Auch auf UKW der vollkommen taube Empfang mit guter Stereo Mono Regelung nur an der Trennschärfe zu verbessern. Zu meinem Erstaunen kein Unterschied zum abgelösten Microspot RA-318. Wirklich schade das so nachweislich wirklich nur Eigenstörungen einen top Empfang so massiv zerstören. Der Mircospot wird mit 2400mA Akkus und Richtantenne zu DX mobil genutzt.

Alles was das Radio in der Umgebung auf Bergen an der Teleskopantenne so empfängt habe ich nun dauerhaft zu Hause mit einer Antenne unter dem Dachboden, meist aber deutlich mehr daheim wie unterwegs.

von pomnitz26 - am 29.10.2017 20:53
Hallo Leute
Also alles von anfang an
Es geht um das Radio https://www.amazon.de/JVC-BoomBlaster-RV-NB100BE-CD-System-geschlossenem/dp/B00JHEBE5A Dieses radio hat eben nur die teleksop Antenne.
Als bei uns 5C noch nicht so gut ausgebaut war, hab ich eine alte Spule zerlegt auf den Kühlschrank gestellt und oben davon einen drat ( unsichtbar ) zum Radio gezogen, und da an die teleskop Antenne gewickelt. Bis dahin, könnte ich 5C nur oben im Dachgeschoss empfangen. Nach dem basteln, ging eigentlich störungsfrei in der Küche ( am Fensterbert steht das Radio ). Ich dürfte nur PC im Wohnzimmer nicht einschalten, oder die Decke beleuchtung, da war Signal komplett weg. Jetzt ist natürlich ganz gut ausgebaut, und geht selbst mit gesteckte Antenne. Ich wohne eigentlich fast am höchsten Punkt in der Stadt, und bekomme vor dem Haus im Auto 10A Ingolstadt rein, aber auch nur Bruch weise. 20 cm weiter kann schon weg sein. Im Haus bekomme ich gar nicht rein. Ich könnte mir so eine Antenne besorgen, und draussen am Carport was direkt am Haus ist platzieren. Das einzige ist eben fehlende Antennen anschluss am radio. Radio zerlegen wäre kein Thema, aber dann ist vorbei für mich, bin da nicht so mit Löten. Vll würde es auch sinn machen tatsächlich versuchen Teleskop Antenne zu verlängern ?

von Megabum - am 29.10.2017 22:02
Zitat
Megabum
Hallo Leute
Also alles von anfang an
Es geht um das Radio https://www.amazon.de/JVC-BoomBlaster-RV-NB100BE-CD-System-geschlossenem/dp/B00JHEBE5A Dieses radio hat eben nur die teleksop Antenne.
Als bei uns 5C noch nicht so gut ausgebaut war, hab ich eine alte Spule zerlegt auf den Kühlschrank gestellt und oben davon einen drat ( unsichtbar ) zum Radio gezogen, und da an die teleskop Antenne gewickelt. Bis dahin, könnte ich 5C nur oben im Dachgeschoss empfangen. Nach dem basteln, ging eigentlich störungsfrei in der Küche ( am Fensterbert steht das Radio ). Ich dürfte nur PC im Wohnzimmer nicht einschalten, oder die Decke beleuchtung, da war Signal komplett weg. Jetzt ist natürlich ganz gut ausgebaut, und geht selbst mit gesteckte Antenne. Ich wohne eigentlich fast am höchsten Punkt in der Stadt, und bekomme vor dem Haus im Auto 10A Ingolstadt rein, aber auch nur Bruch weise. 20 cm weiter kann schon weg sein. Im Haus bekomme ich gar nicht rein. Ich könnte mir so eine Antenne besorgen, und draussen am Carport was direkt am Haus ist platzieren. Das einzige ist eben fehlende Antennen anschluss am radio. Radio zerlegen wäre kein Thema, aber dann ist vorbei für mich, bin da nicht so mit Löten. Vll würde es auch sinn machen tatsächlich versuchen Teleskop Antenne zu verlängern ?


Hallo Megabum,

da Du offenbar mit Störungen im Haus zu kämpfen hast, ist ein Verlängern der Teleskopantenne ziemlich sinnlos. Selbst wenn Du damit eine Verbesserung erzielst, so würden die Störungen (PC, Schaltnetzteile, Led/Energiesparlampen u.s.w.) auch besser empfangen werden und Dir den Empfang vermiesen. Besser ist hier, da Du ja die Möglichkeit hast, auf eine Außenantenne zu setzten. Wenn Du Dir den Einbau einer Antennenbuchse nicht zutraust, frag doch bei Freunden oder Bekannten oder hier im Forum. Ein Umwickeln der Teleskopantenne ist Murks und die Resultate sind eher Zufall.

MfG

Studio Leipzigl

von Studio Leipzig - am 30.10.2017 10:56
Guten Abend

Die TV-Dose als Signalquelle scheidet aus diversen Gründen aus! Ein "Kabelleck" ist eine verbotene Sendeanlage und kann richtig Ärger geben, bzw sehr viel Geld kosten!
Wenn der Empfänger nicht über einen handelsüblichen Antennenstecker verfügt, hat er an der TV-Dose nichts zu suchen, das heisst, er darf nicht angeschlossen werden, weil er sobald er mit dem Kabelinnenleiter verbunden wird, das empfangene Signal selber wieder abstrahlt. Wenn dazu noch ein ungeschirmter Draht verwendet wird, welcher zufällig noch ein ganzzahliges vielfaches von Lamda viertel beträgt, bedankt sich der Antennenverstärker vor der TV-Dose, dann kann er nämlich so richtig "Dampf" ablassen, weil die Leitung in Resonanz mit der "Sendefrequenz" ist. (Es kommt zum Megabums, hihihi)*

Bei den genannten Störungen lässt sich nur über ein richtig abgeschirmtes Antennenkabel mit richtig angeschlossenen Stecker einen ungestörten Empfang erreichen, vorausgesetzt, die Antenne befindet sich ausserhalb des Störnebels!

Es ist also unumgänglich, das Gerät mit einer richtig montierten Buchse auszustatten. (Oder halt gleich ein hochwertiges Gerät anschaffen, welches den gewünschten Ansprüchen gerecht wird.)

Also macht es Sinn, mal in der Bekanntschaft herum zu fragen, wer so eine Buchse rein mechen kann. Das kostet ca CHF 0,50 also ungefähr eine halbe Teurone und ein paar cm dünnes Antennenkabel. Also eine Übung zwischen einem Bier und noch einem Bier.
Ich weis von Leuten welche ein altes Audio Kabel "geschlachtet" haben und so ein Stück abgeschirmtes Kabel erhalten haben. Sicher nicht ideal, aber zur Not geht es scheinbar auch, wenn's nicht zu lang wird!

Wie schon beschrieben wurde, können die Empfangsmöglichkeiten mit der Teleskopantenne im Freien erprobt werden. Was so empfangbar ist, wird dann auch zu Hause möglich sein, da die Störungen welche das Gerät selber erzeugt und durch das Plastikgehäuse in alle Richtungen abgestrahlt werden können, auch weit weg von der Antenne sind.

Also, wir suchen einen "Edelbastler" der sich dem Gerät annimmt! Ich wohne in der Schweiz und bin wohl leider zu weit weg, sonst hätte ich gerne mal ein Loch reingebissen und mit einer Buchse wieder verschlossen.

* Ein wenig OT
Ein junger Bastler in meiner Nähe hat ein "Kabelleck" mit ordentlich Bums willentlich gebaut. Von der Antennendose des TV-Anschluss zu einem voll aufgedrehten Antennenverstärker und mit dem verstärkten Signal auf eine handelsübliche LPDA. Mit dem Signal hat er eine Wohngemeinschaft in einem alten Bauernhaus ohne TV-Anschluss versorgt und ordentlich Kohle damit gemacht. Das ging erstaunlich lange gut, bis eines Tages ein Kleinbus mit diversen Dachantennen zu Besuch kam und die ganze Anlage mit nahm. (Beweismittel vor Gericht wegen Verstoss gegen das Fernmelde Gesetz.) Dann haben wir den Schwarzfunker nicht mehr gesehen! Keine Ahnung wie teuer das wurde, die Gerichtskosten musste er vermutlich zu der Strafe ja auch noch bezahlen. Ich weis auch nichts über den Verbleib, wohin er umgezogen ist. Seine Wohnung ist inzwischen geräumt, aber gesehen habe ich ihn nie mehr.

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 30.10.2017 23:16
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