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DAB Digitalradio Forum
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Presseartikel zum Thema DAB+

Startbeitrag von Randfunker am 20.04.2016 01:39

In der FAZ war dieser Tage eine kritische Analyse zu den aktuellen Perspektiven von terrestrischem Digitalradio zu lesen. Hier der Link:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-umstellung-auf-das-digitale-radio-lohnt-nicht-14178774-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

(hab den Thread jetzt mal so genannt - da können dann jeweils Pressemeinungen zum Thema DAB+ reingestellt werden ;) )

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Randfunker
(hab den Thread jetzt mal so genannt - da können dann jeweils Pressemeinungen zum Thema DAB+ reingestellt werden ;) )


Wenn es denn Pressemeinungen sind. Den Herren von denen dieser Artikel stammt (der LfM-Direktor und ein NRW-Staatssekretär) wir eine gewisse nähe zum NRW-Lokalfunk nachgesagt.

von FrankSch - am 20.04.2016 03:10
Vielen ist immernoch daran gelegen DAB gezielt und möglichst lange aufzuhalten. Vom Internet zu schwärmen wissentlich das es nicht zuverlässig überall funktioniert und wenn doch meist auch noch die Volumenbegrenzung dazwischen kommt. So bleibt oft nur UKW übrig.

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=37bf2b350d8c575b40d92afa9090a78e

von pomnitz26 - am 20.04.2016 04:02
Über diesen "Artikel", der nichts anderes als eine persönliche Meinung eines Lobbyistenvertreters ist, wurde ab hier schon ausführlich diskutiert:

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1205809,1359067#msg-1359067

Nützlich vielleicht noch zum Fisch einwickeln.

von CBS - am 20.04.2016 05:37
Da geht es gar nicht um "keine Ahnung haben", da steckt gezielte Absicht dahinter. Wenn man zu solchen Mitteln greifen muss, dann scheint man sich in NRW und speziell bei den Befürwortern des Lokalradio-Monopols offenbar tatsächlich davor zu fürchten, dass das was werden könnte mit DAB+.

von Habakukk - am 20.04.2016 09:50
Leider habe Ich im Online Teil Keine Gegendarstellung gefunden.
Die Eingegebene Suche " DAB+ " führte wieder zu dem " Artikel " . Die Kommentarfunktion ist nun abgeschaltet.
Ich denke, dass DAB+ soweit läuft auch on Air bleiben wird.

Edit : Fehlenden Buchstabe bei Gegendarstellung eingefügt. Soll ja Alles seine Richtigkeit haben.

von RADIO354 - am 20.04.2016 09:57
Der FAZ-Artikel befindet sich auf Seite 13 (Medien) der heutigen Ausgabe.

Titel:
Genug geredet, das digitale Radio dreht jetzt auf

Welche Zukunft hat das Radio? Soll es digital werden und DAB+ sein, auf UKW bleiben oder im Internet laufen? Die ARD und das Deutschlandradio haben eine eindeutige Antwort. Von Willi Steul, Karola Wille und Ulrich Wilhelm

Autoren:
Willi Steul ist Intendant des Deutschlandradios, Karola Wille ist ARD-Vorsitzende und Intendantin des MDR, Ulrich Wilhelm ist Mitglied im Präsidium der EBU (Union der Europäischen Rundfunkanstalten) und Intendant des Bayerischen Rundfunks.

von fp - am 20.04.2016 11:36
Alle oeffentlich rechtlichen und ein grossteil privater Radioveranstalter sehen ganz klar die terrestrische Zukunft des Radios bei DAB+ und nicht mehr bei UKW, haben sich zu einem nur zeitlich begrenzten Parallelbetrieb entschlossen und investieren weiter in den DAB+ Sendernetzausbau. Nur einige wenige Private mauern, und zwar die die im VPRT organisiert sind, zu denen aber zum Beispiel die sehr stark im UKW Markt vertretende RegioCast nicht gehoert. Regiocast als Haupteigentuemer von RSH, Delta, Antenne MV, PSR usw. hat sich zu DAB+ bekannt, veranstaltet eigene DAB+ Programme und wartet fuer deren UKW Programme noch auf den finanziell sinnvollen Zeitpunkt in die DAB+ Landesmuxe aufzuschalten. Ganz klar, die die immer noch versuchen DAB+ schlecht zu reden sind nur eine kleinen Minderheit. Mal sehen wie lange sie noch durchhalten werden. Der Radiohoerer hat's schon verstanden und der Elektrofachhandel inzwischen auch.

von Nordlicht2 - am 20.04.2016 13:04
Zitat
iro
Zitat

Leider habe Ich im Online Teil Keine Gegenarschteilung gefunden.

Soll lt. facebook in der Printausgabe auf Seite 13 stehen.
Nicht im Netz. Die wollen ja auch mal eine Zeitung verkaufen ;)


Schade, so kann man Online immer nur auf den schlechten Artikel verweisen...

von CBS - am 20.04.2016 13:41
In der FAZ waren noch zwei weitere Beiträge zum Thema zu lesen (Ausgaben vom 19. und 20. April), u.a. von Gert Zimmer, CEO RTL Radio Deutschland. Hab sie mal gescannt ...
[attachment 7293 LuluimSchwarzwald_FAZ19.4.2016.jpg]
[attachment 7294 RadioderZukunft_FAZ20.4.2016Leserbrief.jpg]

von Randfunker - am 21.04.2016 00:25
Da fehlen einem glatt die Worte, welche Ammenmärchen da so abgedruckt werden. BILD-Zeitungsniveau scheint doch verbreiteter zu sein als gedacht. Gerade der RTL CEO widerspricht sich ja selbst in einerseits keine politischen Vorgaben zu DAB+ und dann wiederum der Ruf nach der Politik für UKW. Sehr durchsichtig. Nun gut, Leserbriefe aber diese sind ja auch vorsortiert.

von CBS - am 21.04.2016 05:59
Ja der von RTL ist schon lustig. Freischaltung von UKW Empfangsteilen in Smartphones. Scheinbar hat er selbst sein UKW Empfangsteil im Smartphone nie genutzt als er noch eines hatte. Und kaum einer hat sie genutzt da es immer rauschte wenn man sich bewegte. Folglich haben heute die wenigsten Smartphones ein UKW Teil verbaut. Bei DAB+ ist das anders, da kann man im Smartphone rauschfrei hoeren und wer keine Datenflat hat wird vielleicht eher bei RTL ueber DAB+ bleiben als bei Spotify ond Co. Waere also sogar im Interesse der deutschen privaten Hoerfunkveranstalter. Aber was soll's wenn solche Leute ueber die Zukunft ihrer Sender entscheiden, schauen wir doch interessiert zu wie sie weiter UKW Hoerer verlieren werden und keine digitalen dazubekommen koennen.

von Nordlicht2 - am 21.04.2016 09:02
Ja, echt spassig, gerade diese Doppelzüngigkeit.

Da wird also vom RTL-Chef ernsthaft gefordert, die Freischaltung von UKW Empfangsteilen in Smartphones "gesetzlich festzuschreiben". Wie waren gleich nochmal die Reaktionen praktisch der gleichen Leute damals, als die DAB-Lobby mal gefordert hat, DAB+-Empfang in allen neuen Radiogeräten gesetzlich festzuschreiben? Wie kann man nur, Eingriff in die freie Marktwirtschaft, blabla blablubb!

Habe ich was übersehen, oder gelten die in dem Zusammenhang damals lautstark geforderten Freiheiten der Gerätehersteller jetzt nicht mehr?

von Habakukk - am 21.04.2016 09:11
Zitat
pro_dabby
Leute schleppen einfach kein Radio mit nach draußen, sondern nutzen Smartphone&Co, bestenfalls noch Ghettoblaster, die dann aber nicht für DAB+ oder KW.


Würde ich so nicht sagen. Ein Arbeitskollege hat sich für Outdoor-Aktivitäten ein Baustellenradio mit DAB+ gekauft.

von FrankSch - am 21.04.2016 15:05
Würde ich auch nicht so sagen. Man sieht durchaus noch Leute mit Radio draußen. Mein Vermieter nimmt auch ein Makitaradio mit, wenn er draußen arbeitet. Auf dem an meiner Wohnung vorbeiführenden Radwanderweg kommen immer wieder mal Leute mit einem Radio am Lenker vorbei.
Aber eines sieht man in der Realität draußen tatsächlich nicht: Frauen mit Radio!

von iro - am 21.04.2016 15:27
Hier der Antwort der ARD+ D-Radio auf den FAZ Beitrag: Wir müssen über die Zukunft des digitalen Radios reden“ - der Titel in dieser Zeitung vom 15. April versetzt ins Grübeln: Ist da an Marc-Jan Eumann (SPD), Staatssekretär für Medien in NRW, und Jürgen Brautmeier, Direktor der Düsseldorfer Landesanstalt für Medien LfM

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/dab-digitales-radio-bei-ard-und-deutschlandfunk-14187752.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Genial gut, danke an Willi Steul , Intendant des Deutschlandradios, Karola Wille , ARD-Vorsitzende und Intendantin des MDR und Ulrich Wilhelm, Mitglied im Präsidium der EBU (Union der Europäischen Rundfunkanstalten) und Intendant des Bayerischen Rundfunks

von jug - am 21.04.2016 15:35
Der Satz trifft es auf den Punkt, so sind auch meine Beobachtungen :

"Die Hörerschaft nimmt DAB an, wenn sie DAB kennt. Das zeigt eine Studie in Sachsen-Anhalt, in Haushalten, in denen über UKW, Internet und DAB empfangen werden kann. Das Ergebnis ist eindeutig: Fast alle Nutzer entscheiden sich schon nach kurzer „Probezeit“ eindeutig für DAB+!"

von UKW vs. DAB+ - am 21.04.2016 21:26
Zitat
Randfunker
In der FAZ war dieser Tage eine kritische Analyse zu den aktuellen Perspektiven von terrestrischem Digitalradio zu lesen. Hier der Link:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-umstellung-auf-das-digitale-radio-lohnt-nicht-14178774-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Dazu hier die Wiedergabe eines offenen Briefs der minimux GmbH i. Gr. Interessant finde ich vor allem das mit den Äpfeln und Gurken:)

von dab_4 - am 23.04.2016 10:46
Zitat
dab_4
Zitat
Randfunker
In der FAZ war dieser Tage eine kritische Analyse zu den aktuellen Perspektiven von terrestrischem Digitalradio zu lesen. Hier der Link:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-umstellung-auf-das-digitale-radio-lohnt-nicht-14178774-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Dazu hier die Wiedergabe eines offenen Briefs der minimux GmbH i. Gr. Interessant finde ich vor allem das mit den Äpfeln und Gurken:)


Ja. Man kann DAB+ (eine Form des Rundfunks) nicht mit Internetradio (kein Rundfunk) vergleichen. Allerdings: Es gibt (oder zumindest gab) auch unsinnige "Gegeneinander-Aufrechnen-Spielchen" von DAB+ (geringe Reichweite) mit analoger Kurz-/Mittel-/Langwelle (große Reichweite), nämlich in dem Sinne, dass Letzere zur Ermöglichung eines weiteren DAB+-Ausbaus abgeschaltet werden sollten (KEF-Logik). Oder liege ich da falsch?

von pro_dabby - am 23.04.2016 11:56
Zitat
Randfunker
(hab den Thread jetzt mal so genannt - da können dann jeweils Pressemeinungen zum Thema DAB+ reingestellt werden ;) )


Auch diese Pressemeinung mit der Überschrift "Die Digitalisierung hat das Digitalradio gefressen" ist lesens- und eventuell kommentierenswert.

von dab_4 - am 24.04.2016 08:45
Ich kenne viele Leute die mit dem Smartphone Musik hören, aber entweder nutzen die dann ihr Smartphone als MP3-Player, oder sie hören im WLAN abgereicherte Musik von Spotify und Co. Für klassische Radiosender sind diese Hörer aber verloren. Das Smartphone als Ausrede zu benutzen um Investitionen in DAB+ zu blockieren ist schizophren. Das Smartphone ist nicht der Heilsbringer der Radios. Es ist viel mehr die grösste Konkurrenz die es je hatte.

von FrankSch - am 24.04.2016 13:52
Zitat
Nordlicht2
Viele Smartphonebesitzer und das duerfte so ziemlich jeder unter den Lesern sein, werden sich fragen, was damit gemeint ist, 'das Smartphone ist das neue Digitalradio'. Denn sie haben zwar schon lange so ein Teil aber Radio hoeren sie damit irgendwie gar nicht.


Ich vermute, dass der Autor damit meint: Das Smartphone ist das, was einerseits digital ist und andererseits in die Hände genommen wird wie - einst - ein Taschenradio.

Seit der Verfügbarkeit von kleinen elektronischen Geräten gibt es offenbar fast immer ein vorherrschendes und eventuell andere, die hinterherhinken, weil sie weder eine Zwei-Wege-Kommunikation noch die Möglichkeit bieten, genau das zu bringen, was der Anwender hören will, z. B.:

1960-1970er: vorherrschend: Transistorradio; vermutlich konkurrenzlos
1980er: vorherrschend: Walkman (Anwender kann genau das hören, was er will); ein Taschenradio bietet das in weitaus geringerem Umfang
1990er: vorherrschend: Tamagotchi; später auch MP3-Player, Spielkonsole und Handy;
Funkrufempfänger (also Ein-Weg-Kommunikatoren, wie bspw. Cityruf, Scall, Skyper, Quix) erreichten keinen Durchbruch
Seit den 2000ern: Handy, später auch Smartphone; DAB+-Radios haben's schwer, vgl. die Situation der Taschenradios, wobei Letztere noch das Glück hatten, anfangs konkurrenzlos gewesen zu sein (s. o.).

von pro_dabby - am 24.04.2016 14:14
Wenn man es so sieht... das Smartphone ist der neue Musikabspieler fuer unterwegs.
Nur eben lineares Radio hoert damit kaum jemand. Falls mehr Smartphones DAB+ Radios integriert bekommen sollten, haetten die Radioveranstalter eine Chance zumindest einige der verlorenen Hoerer wieder zurueckzuholen. Letztendlich wird die Masse der Smartphonebesitzer sich vielleicht doch fuer den bequemsten Weg entscheiden auch mobil an Musik zu kommen, kostenlos, ohne Datenvolumen und ohne sich erst irgendwo etwas runterladen bzw. kaufen zu muessen.

von Nordlicht2 - am 24.04.2016 17:01
"It's the content, stupid", könnte ich weiter ausführen. Dem Hörer ist es wurscht, wie er empfängt.
Deshalb sehe ich auch von jeglichem Glaubenskrieg ab.
Wenn es analog auf UKW genug Platz für all jene gibt, die gerne Radio machen wollen und können und die Hörer so zur Vielfalt kommen, gerne.
Wenn das UKW-Band aufgrund von Fehlplanungen verstopft ist und kein Weg gefunden wird, die Frequenzen neu zu verteilen, dann müssen andere Kanäle her.
Fakt ist auch: Das Internet ist bislang kein brauchbarer Weg zur Verbreitung von Rundfunkprogrammen für die große Masse. Vielleicht mag das in der Zukunft mal der Fall sein, momentan ist es dafür nicht ausgelegt und es war beim Aufbau dieses Netzes auch nie beabsichtigt.

Momentan sind eben UKW analog oder DAB+ digital in Mitteleuropa die Wahlmöglichkeiten. Und DAB+ bietet momentan in Deutschland die weitaus größeren Ausbaukapazitäten.

Ob es damit zu einer größeren Vielfalt im Äther kommt, hängt (leider) vom politischen Willen ab. Denn leider wird der staatlich unabhängige Rundfunk, der ja auch ein Kontrollmedium der Politik sein soll, von jener bestimmt. Also führt nur ein Weg über die politische Willensbildung zu Veränderungen. Und da hängt momentan einiges schief. Nicht nur in NRW, aber dort ganz besonders, wie wir alle wissen. Alles weitere steht ja im Brief, der oben freundlicherweise schon verlinkt wurde.

Falls sich einer fragt: Was wollen die mit diesem Brief? Wachrütteln wollen sie und den jüngsten Thesen von Brautmeier/Eumann und des Lokalradioverbandes widersprechen. Wenn dann was ins Rollen kommt, wäre es schön. Möglicherweise braucht es permanent weitere Nadelstiche...

von Peter Schwarz - am 24.04.2016 21:04
Zitat
Peter Schwarz
Wenn das UKW-Band aufgrund von Fehlplanungen verstopft ist und kein Weg gefunden wird, die Frequenzen neu zu verteilen, dann müssen andere Kanäle her.


Dass das so ist, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Nicht mal die etablierten DRadios bekommen genug UKW-Kapazität, um die "alten" Programme DLF und DKultur flächendeckend verbreiten zu können, und von DWissen rede ich noch gar nicht.

von FrankSch - am 25.04.2016 06:19
Zitat
Peter Schwarz
Wenn das UKW-Band aufgrund von Fehlplanungen verstopft ist und kein Weg gefunden wird, die Frequenzen neu zu verteilen, dann müssen andere Kanäle her.


Ja. Und die zzt. zumindest in Deutschland gesehenen Kanäle sind die von DAB+.

Zitat
Peter Schwarz
Fakt ist auch: Das Internet ist bislang kein brauchbarer Weg zur Verbreitung von Rundfunkprogrammen für die große Masse. Vielleicht mag das in der Zukunft mal der Fall sein, momentan ist es dafür nicht ausgelegt und es war beim Aufbau dieses Netzes auch nie beabsichtigt.


Vorstellbar ist auch, dass in puncto Massenmedien (öffentlich-rechtlich und privat betrieben) der Staat nicht ausschließlich auf das Internet sowie dessen steter Verfügbarkeit und Kontrollierbarkeit setzen will oder darf. Unter diesem Gesichtspunkt ist es durchaus sinnvoll, ein vom Internet unabhängiges Netz zu haben, das aus mindestens einer Sendeanlage besteht. Und die zeitgemäße technische Umsetzung ist dann eben DAB+.

von pro_dabby - am 25.04.2016 14:33
ADAC im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk:

TERRESTRISCHES AUTORADIO VOR DER ABLÖSUNG?
ADAC rechnet künftig mit wachsenden Streamingangeboten


Deutschlands Automobilclub Nummer Eins rechnet mit einem Abschmelzen von terrestrischen Radiodiensten zugunsten von Streaming-Angeboten. Solange UKW und DAB+ eine bessere Netzabdeckung und höhere Übertragungsqualität gewährleisten als Streaming-Angebote, würden allerdings noch die Broadcast-Verbreitungswege genutzt werden, so der ADAC. Und wie geht es danach weiter?

Interview mit Dr. Christoph Hecht, Fachreferent Verkehrssicherheit und Straßenbewertung,
Ressort Verkehr - Interessenvertretung (VIN), ADAC e.V:

https://meinungsbarometer.info/beitrag/Terrestrisches-Autoradio-vor-der-Abloesung_1292.html

von Manfred Z - am 26.04.2016 12:40
Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) zu Smartphones und Digitalradio DAB+
(Interview im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk)

SMARTPHONES ALS CHANCE FÜR DIGITALRADIO
Warum sich das Blatt langsam von UKW zugunsten von DAB+ wendet


Noch immer ist UKW der Platzhirsch, wenn es um den Empfang von Radiodiensten geht. Das sagt Alexander Erk vom Institut für Rundfunktechnik. Doch so langsam könnte sich das Blatt zugunsten von DAB+ wenden. Smartphones mit Digitalradio könnten dem System jetzt zum Durchbruch verhelfen.

Zum Interview:

https://meinungsbarometer.info/beitrag/Smartphones-als-Chance-fuer-Digitalradio_1275.html

von Manfred Z - am 26.04.2016 13:11
Solange Autokonzerne Käufr von Neuwagen mit ihren Werksradios knebeln, in die sich nicht mehr so ohne weiteres Fremdradios einbauen lassen und ein DAB+-Autoradio beispielsweise bei einem großen Wolfsburger Konzerrn nur für fast 900 € angeboten wird (weil man dann auch mit eingebautem Navi zwangsbeglückt wird, was es aber wiederum für das von mir bevorzugte Automodell gar nicht erst im Programm gibt) verzichte selbst ich lieber darauf und baue auf meine Bastellösung aus Pure Move mit FM-Transmitter an Doppelsteckdose, um dennoch gleichzeitig mein Navi betreiben zu können.

Und Internet kommt bei mir nicht ins Auto: Erstens möchte ich nicht gehackt werden und zweitens muss ich mich aufs Fahren konzentrieren.

von rolling_stone - am 26.04.2016 13:18
Zitat
rolling_stone
Und Internet kommt bei mir nicht ins Auto: Erstens möchte ich nicht gehackt werden und zweitens muss ich mich aufs Fahren konzentrieren.


Sehe ich auch so. Ich bin schon gespannt, wann die ersten vor lauter Entertainment an den Baum fahren. Oder dank eines Hackerangriffs... Irgendwie graut mir davor!

BTW: Die Versicherung freut sich freilich auch, wenn Daten über das Fahrverhalten gleich vom Connected Car losgeschickt werden. Schöne neue Zeit!

von Habakukk - am 26.04.2016 13:26
Ach was einfach aeltere Autos fahren und gut ist. Oder eben die Mobilfunkantenne abklemmen und nur zu Werkstattbesuchen temoraer wieder anklemmen. Kann mir kaum vorstellen, dass das Auto irgendwann nicht mehr fahren moechte nur weil es ein paar Tage keinen Mobilfunkempfang hatte.

von Nordlicht2 - am 26.04.2016 13:53
Zitat
Habakukk
Ich bin schon gespannt, wann die ersten vor lauter Entertainment an den Baum fahren.


Das ist wie bei den Fußgängern, die mit Smartphone vor den Augen und mit Kopfhörern auf den Ohren in Hindernisse (Ampelmasten, Verkehrsschilder) oder in den fahrenden Verkehr laufen.

In der Evolutionstheorie nennt man das natürliche Auslese.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/unfaelle-kopfhoerer-im-strassenverkehr-zwei-menschen-schwer-verletzt-1.2910648

von Manfred Z - am 26.04.2016 13:55
Zitat
Manfred Z
Zitat
Habakukk
Ich bin schon gespannt, wann die ersten vor lauter Entertainment an den Baum fahren.


Das ist wie bei den Fußgängern, die mit Smartphone vor den Augen und mit Kopfhörern auf den Ohren in Hindernisse (Ampelmasten, Verkehrsschilder) oder in den fahrenden Verkehr laufen.

In der Evolutionstheorie nennt man das natürliche Auslese.


:D :D

Solange die nicht-entertainten dabei nicht mit ausgelesen werden, soll's mir recht sein!

Aber alleine, wenn ich schon lese:
Zitat

Der Fahrzeugnutzer sollte – wie dies auch im IT-Sektor z. B. bei Softwareaktualisierungen oder Fehlerübermittlungen üblich ist – gerade bei drahtlosem Datenverkehr beim Senden/Empfangen von Daten unterrichtet und seine Zustimmung eingeholt werden.


Entweder du willigst vor der Fahrt oder bei der Erstinstallation pauschal in alles ein, oder du wirst während der Fahrt ständig damit belästigt, dass irgendein Dienst deine Zustimmung einholen will.

Es ist ja jetzt schon eine kleine Gratwanderung, ein etwas komplexeres Autoradio mit DAB, Navigationssystem und Touchscreen während der Fahrt zu bedienen, v.a. wenn nur ein Bruchteil über die Lenkradfernbedienung zu steuern geht. Ich merke schon, dass mich das im Zweifelsfalle mehr ablenkt als ein Autoradio früher, bei dem man die wenigen Funktionen über echte Tasten "erfühlen" konnte.

Wenn da jetzt erst das große Entertainment kommt, das dann auch noch ständig etwas von mir will, na servus!

Vielleicht ist das der wahre Grund, warum man so intensiv an selbstfahrenden Autos forscht, damit vor lauter Entertainment nicht ständig Unfälle passieren!

von Habakukk - am 26.04.2016 14:07
Eines Tages werden die selbstfahrenden Autos die Fahrgäste nicht mehr mitnehmen, weil das zu gefährlich für das Auto ist. Und die alleswissenden Häuser werden ihre Bewohner nicht mehr nach draußen lassen, weil sie sonst den autonomen Straßenverkehr stören und auch sonst nur Unsinn machen (sich nicht an die Regeln der Maschinen halten).

von Manfred Z - am 26.04.2016 14:28
Zitat

Entweder du willigst vor der Fahrt oder bei der Erstinstallation pauschal in alles ein, oder du wirst während der Fahrt ständig damit belästigt, dass irgendein Dienst deine Zustimmung einholen will.

Da warte ich dann ja nur noch auf den Tag, wo ich schnell mal losfahren möchte, aber mein Fahrzeug erstmal meint:
Updates werden installiert (1 von 117). Bitte schalten Sie das Fahrzeug nicht aus.

von iro - am 26.04.2016 14:30
Zurück zum Thema: Zwei weitere Interviews im Meinungsbarometer


DAB+ IST DIE DYNAMISCHSTE RADIO-TECHNOLOGIE
Warum die ARD auf eine verbindliche Roadmap für den Übergang auf die digitale Hörfunkversorgung setzt


Die Digitalisierung des Rundfunks hat bei der ARD weiterhin höchste Priorität. Dr. Ulrich Liebenow, Vorsitzender der Produktions- und Technikkommission (PTKO) von ARD und ZDF und Betriebsdirektor des MDR will jetzt zusammen mit den Marktteilnehmern und der Politik eine verbindliche Roadmap für den Übergang auf die digitale Hörfunkversorgung festlegen.

Zum Interview:

https://meinungsbarometer.info/beitrag/DABplus-ist-die-dynamischste-Radio-Technologie_1320.html


ENDGERÄTEHERSTELLER WÜNSCHEN MEHR SPECIAL INTEREST-INHALTE AUF DAB+
Warum hier ein zweiter nationaler Digitalradio-Multiplex helfen würde


Der Endgerätehersteller Hama rechnet mit einem sehr guten Digitalradiojahr. Für die weitere Etablierung von DAB+ wünscht sich der Hersteller künftig jedoch mehr Inhalte für Special Interest-Hörer. Am wichtigsten sei jedoch, diesen Content zum Kunden nach Hause zu bringen, so der Produktmanager von Hama. Noch gäbe es starke Einschränkungen beim Empfang, weil die Abdeckung per UKW noch deutlich besser ist als das digitale Radionetz.

Interview mit Sven Küster, Produktmanager Digitalradios, Hama GmbH & Co KG:

https://meinungsbarometer.info/beitrag/Endgeraetehersteller-wuenschen-mehr-Special-Interest-Inhalte-auf-DABplus_1313.html

von Manfred Z - am 26.04.2016 15:10
Hatte teltarif auch schon auf der Seite. Auch dieser Artikel ist für Kenner gespickt mit falschen Annahmen oder Richtungsideen. Auf "weisses rauschen de" kann man den Wirkungsbereich des Artikelschreibers nachlesen. Man kann nur hoffen, dass er als Dozent besseres abliefert.

von CBS - am 01.05.2016 20:39
Ein neuer Beitrag in der FAZ;

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-radios-digital-aber-bitte-umsichtig-14239875.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

>> Die Digitalisierung muss sich an den Hörern orientieren

Die Zukunft des Hörfunks ist digital. Das heißt nicht, dass UKW einfach abgeschaltet werden darf. Geschähe dies, blieben Sender auf der Strecke. Das Programm verlagert sich aufs Smartphone. Ein Gastbeitrag

von Manfred Z - am 22.05.2016 17:55
Soll man da weiterhin komentieren? OK, habe gerade Zeit:

Die FAZ entwickelt sich zu einem Schlachtfeld der Anti-Digitalisierungsreden. Eigentlich peinlich, zu was sich die Zeitung da herablässt. Wenn man dann gleich wieder zu Beginn nachweislich Falsches liest:
Zitat

"dass der knapp dreißig Jahre alte, in der Breite weitgehend unbekannte und kaum genutzte digital-terrestrische Übertragungsstandard DAB+ weder Gegenwart ist noch Zukunft des Hörfunks in Deutschland sein wird."
ist es mit der Sachlichkeit auch schon wieder vorbei. Stattdessen wieder das Mantra der:
Zitat

"Digitale Radioangebote finden auf vielen Kanälen statt, allen voran im Internet"
Gebetsmühle Internetradio. Dann bitte los, macht es endlich. Keiner hindert Euch daran ins Internet "zu senden". Lasst doch DAB+ seinen Weg gehen, wenn ihr nicht mitmachen wollt. Nur als Hinweis: Wenn ich Internetradio höre, dann läuft da nie ein UKW Dudel-Lokal/Regionalsender, nur so nebenbei.

von CBS - am 22.05.2016 19:30
Zitat
Manfred Z
Ein neuer Beitrag in der FAZ;

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-radios-digital-aber-bitte-umsichtig-14239875.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

>> Die Digitalisierung muss sich an den Hörern orientieren

Die Zukunft des Hörfunks ist digital. Das heißt nicht, dass UKW einfach abgeschaltet werden darf. Geschähe dies, blieben Sender auf der Strecke. Das Programm verlagert sich aufs Smartphone. Ein Gastbeitrag


von Nordlicht2 - am 22.05.2016 20:47
Die Diskussion zeigt mir, das die UKW Platzhirsche mit ihren Besitzern(Zeitungsverleger) nun wirklich Panik bekommen. Nicht nur, das Sie mit ihren Zeitungs-Abos Probleme haben, nun drängt auch noch die Radio-Konkurrenz mit neuen Programmen auf ihren aufgeteilten Radiomarkt. Nicht das Medium Radio ist gefährdet, sondern die Programme, die denken, so weitermachen zu können wie bisher.
Meiner Meinung nach sollte man als öffentlich rechtliche Anstalt nicht auf einen UKW Abschalttermin drängen, sondern seine Hörer von DAB+ überzeugen. Dazu gehört ein zusätzliches Programmangebot über DAB+, das durch Programmabschaltungen auf UKW und Leistungsreduzierungen finanziert werden muß. So machen z.B.Klassikprogramme nur auf DAB+ Sinn, weil dort Dynamik und Rauschfreiheit ein Muss sind. Die Landeswellen, bei uns NDR 1 MV mit ihren regionalen Fenstern und dazu noch die Infowellen sollten vorerst auf UKW bleiben. Ansonsten gehört das komplette Angebot mit Zusatzprogrammen auf DAB+. Über regionale Muxe werden die Regionalfenster der ARD gesendet und die restliche Kapazität wird für private neue Spartenprogramme ausgeschrieben. Zusammen mit Bundesmux 1+2 gäbe es dann überall auf DAB+ ein Programmangebot, das über UKW nicht mehr zu senden geht und der Hörer würde mit Sicherheit freiwillig auf DAB+ umsteigen. Ein generelles Abschalten von UKW würde nur eine eventuelle Trotzreaktion beim Hörer provozieren. Der Umstieg auf DAB+ muß durch die Qualität und die größere Auswahl an Programmen erreicht werden! So wie es in London, oder in der Schweiz passiert.

von jug - am 22.05.2016 21:01
Zitat
jug
So machen z.B.Klassikprogramme nur auf DAB+ Sinn, weil dort Dynamik und Rauschfreiheit ein Muss sind.


Dazu bräuchte man aber auch eine annehmbare Übertragungsqualität. Und die ist bei 96 kbps HE-AAC nicht gegeben und leider auch nicht bei 112 kbps LC-AAC (zumindest nicht auf den verbuggten Geräten). Wie haben die Klassik-Hörer eigentlich die Jahrzehnte mit UKW überlebt bzw. überleben das jetzt auch noch?

(Nein, ich will nichts gegen DAB an sich sagen. Gebt dem Klassikprogramm 256 kbps MP2 oder zur Not 192 kbps MP2, gebt ihm 144 kbps LC-AAC und lasst die verbuggten Empfänger nicht existieren und das schießt UKW qualitativ wirklich ins Aus. Die Realität ist aber meist eine andere.)

Zitat
jug
und der Hörer würde mit Sicherheit freiwillig auf DAB+ umsteigen.

Freiwillig aus meiner Sicht nicht. Notgedrungenermaßen (wenn das gewünschte Programm auf UKW weg ist) - inzwischen vielleicht nichtmal mehr das. Ich kenne senioren, die Kulturradio-Hörer sind und jegliche Neuanschaffung verweigern, weil sie befürchten (das reicht), es nicht bedienen zu können, weil sie nichts optisch nicht mit dem Rest der Anlage harmonierendes im Wohnzimmer haben wollen. Da komme ich seit Jahren nicht mit meinem Rat zu DVB-S oder DVB-C an, wieso sollte das beim dagegen eingeschränkten DAB anders sein?

von Chris_BLN - am 24.05.2016 15:04
Zitat
Chris_BLN

Dazu bräuchte man aber auch eine annehmbare Übertragungsqualität. Und die ist bei 96 kbps HE-AAC nicht gegeben und leider auch nicht bei 112 kbps LC-AAC (zumindest nicht auf den verbuggten Geräten). Wie haben die Klassik-Hörer eigentlich die Jahrzehnte mit UKW überlebt bzw. überleben das jetzt auch noch?

Beides falsch. Ja, Klassikradio klingt mit 72 kbit/s richtig schlecht. Tuts auf UKW aber auch. BR-Klassik und DR Kultur klingen dafür ausgesprochen gut. Von Artefakten keine Spur.
Wie haben Klassikhörer auf UKW überlebt? Kann ich Dir sagen: Ich habe lange gar keine Klassik mehr im Auto gehört, weil das durch Mehrwegeempfang (speziell auf der B2 und B472 zwischen Murnau und Bad Tölz) überhaupt nicht zumutbar war. Stattdessen gabs Konserven. Klassikempfang im Auto funktionierte schon immer nur im Flachland vernünftig. Oder mit Kleinzellensenderkonzepten.

von DH0GHU - am 24.05.2016 15:28
Zitat
DH0GHU
BR-Klassik und DR Kultur klingen dafür ausgesprochen gut. Von Artefakten keine Spur.


BR Klassik: 144 kbps LC-AAC. Macht eine Qualität, die ich irgendwo bei 192 kbps MP2 ansiedeln würde, also gut, für unterwegs exzellent.

DKultur: 112 kbps HE-AAC. Erstaunlich gut, hätte man mit 112 LC-AAC nicht hinbekommen, zumindest nicht auf den verbuggten Geräten.

Beide Programme sind aber nicht die Regel. Die Regel sind 96 kbps HE-AAC zzgl. UKW-Rotzprocessing (z.B. RBB) oder gar 88 kbps HE-AAC (MDR, auch für MDR "Kultur"). Und bei den Privaten üblicherweise noch weniger.

von Chris_BLN - am 25.05.2016 17:52
Zitat
Chris_BLN
Zitat
DH0GHU
BR-Klassik und DR Kultur klingen dafür ausgesprochen gut. Von Artefakten keine Spur.


BR Klassik: 144 kbps LC-AAC. Macht eine Qualität, die ich irgendwo bei 192 kbps MP2 ansiedeln würde, also gut, für unterwegs exzellent.

DKultur: 112 kbps HE-AAC. Erstaunlich gut, hätte man mit 112 LC-AAC nicht hinbekommen, zumindest nicht auf den verbuggten Geräten.

Beide Programme sind aber nicht die Regel. Die Regel sind 96 kbps HE-AAC zzgl. UKW-Rotzprocessing (z.B. RBB) oder gar 88 kbps HE-AAC (MDR, auch für MDR "Kultur"). Und bei den Privaten üblicherweise noch weniger.


Das kommt sehr darauf an, worauf man seine Ohren spitzt. Saubere Hochtonaufloesung oder artefaktfreie Mittenpresenz oder bei UKW auf das zumindest ueber Kopfhoerer immer presente Stereo Hintergrundrauschen, von In Door Teleskopantennenempfang wo dann noch Verzerrungen und noch mehr Rauschen hinzukommen, reden wir da besser gar nicht erst.
Bei 192kbps MP2 hoere ich bei privaten soundprocessed Programmen sofort Artefakte (saeuseln) heraus.
Ich kann auch nicht behaupten, dass die 88kbps MDR irgendwie schlechter klingen als wie das identische Soundcompressing via UKW. Hab ich oft genug hin und hergeschaltet. Ich bin mir sicher, du kannst beides nicht ertragen, genauso wie ich. Ich probiere hin und wieder Fritz via UKW in Vorpommern, halte es aber nie lange aus.

von Nordlicht2 - am 25.05.2016 22:26
Bei InfoDigital Online gefunden. Hier die Original-PM der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM):

>> DLM beteiligt sich an Pilotstudie zur DAB+-Nutzung

Nutzungsdauer, Marktanteile und Reichweite sind die Messlatte für die Zukunft von DAB+. Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) beteiligt sich daher mit einer fünfstelligen Summe an einer Pilotstudie zur DAB+-Nutzung. Die Pilotstudie ermittelt derzeit erstmals Reichweiten für bundesweite DAB+-Sender und die Anteile von DAB+ an der Nutzung der Verbreitungswege. Auftraggeber sind neben den Medienanstalten die ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast sowie die Programmanbieter Regiocast, Energy und Neue Welle. Die Pilotstudie wird von der agma-Tochter Media-Micro-Census (MMC) durchgeführt. Der Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten findet bei dem gemeinsamen Projekt als Basisstudie Verwendung.

„Das Vorliegen genauer Daten zur Nutzung des Übertragungsweges DAB+ – vor allem im Vergleich zu UKW – ist für uns die Bedingung, um nach der derzeit laufenden Ausbauphase über den Einstieg in eine Migrationsphase entscheiden zu können“, sagt der DLM-Vorsitzende Siegfried Schneider. Die Studie könne so auch einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die Entwicklung von Digitalradio in Deutschland leisten.

Die Ergebnisse sollen bereits am 5. September im Rahmen des Digitalradiotags der Medienanstalten in Berlin vorgestellt und im Digitalisierungsbericht publiziert werden.

von Manfred Z - am 22.06.2016 16:27
In der BZ auch mal ein guter DAB+ Artikel:

http://www.badische-zeitung.de/ratgeber/computermedien/raetseln-um-die-digitale-zukunft-des-radios

Trifft meine Ansicht, auch gut zusammenfassend für den Leser nebenbei, der noch nicht auf DAB+ gestoßen ist.

von CBS - am 19.09.2016 23:54
Nein, als Südwestdeutscher muß man nicht unbedingt NDR2 oder MDR Jump kennen. Wer nicht gerade an Ost- und Nordsee Urlaub macht, kommt mit dem NDR nicht in Berührung, mit dem Hüpfdudler aus der Mitte auch meist nur bei Urlaubsreisen - wobei der Südbadener aus geographischen Gründen in diesen Gebieten eher selten Urlaub macht (das Mittelmeer und die oberitalienischen Seen sind nunmal viel näher dran als Nord- und Ostsee oder Mecklenburger Seenplatte, Schwarzwald, Alpen und Vogesen sind bei Weitem nicht so weit weg wie Harz und Elbsandsteingebirge...): An der Ostsee fällt die relative Seltenheit baden-württembergischer Kennzeichen jedenfalls auf.

Im BZ-Land sind das dann eben eher DLF, DWissen, DKultur, SWR2, die den Eindruck des öffentlich-rechtlichen Digitalradios prägen können... am ehesten kommt der dortige Reisende dann noch mit den Programmen des BR in Kontakt - die Qualität von Bayern 2 oder BR Klassik stellt wohl niemand ernsthaft in Frage...

Wobei ja selbst ein Massenprogramm wie SWR1BW weitaus höherwertiger ist als die private Konkurrenz - die wären mit so manchen Themenbehandlungen intellektuell hoffnungslos überfordert.

von DH0GHU - am 20.09.2016 07:35
NDR2 und MDR Jump sollte man wohl nicht unbedingt zusammen in einen Topf werfen. Zwischen SWR3 und NDR2 sehe ich dagegen keinen Unterschied.
Es gibt eigentlich nur 1 ARD Programm welches nicht fuer die aeltere und nicht fuer die ganz junge Zielgruppe ist und das ist radio1 vom rbb. Die anderen POP Wellen machen nur noch Abends gutes Radio.
Wobei die Definition 'gutes Qualitaetsradio' auch erstmal festgelegt werden muesste. Warum soll Mainstream schlecht und alles abseits des Mainstream gut sein? Wer legt das ueberhaupt fest, etwa die Noergler auf radioforen.de wo so ziemlich jeder Thread ueber Radioprogramme negativ behaftet ist? Da solltet ihr mal reinschauen, sehr amuesant dort.:p

von Nordlicht2 - am 20.09.2016 08:10
Zitat
Nordlicht2
NDR2 und MDR Jump sollte man wohl nicht unbedingt zusammen in einen Topf werfen. Zwischen


Doch sollte man. Beides öffentlich-rechtliches Radio und beides zum Davonlaufen. Auf der nach oben offenen Verblödungsskala sind beide Programme ziemlich weit oben zu finden.



Zitat
Nordlicht2

Warum soll Mainstream schlecht und alles abseits des Mainstream gut sein?


Das sagt doch keiner. Nur die immer gleichen 50-150 "Superhits" in Dauerschleife, dazu Gewinnspiele und Comedy auf RTL 2 Niveau... NEIN DANKE. Dafür braucht es keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

von zerobase now - am 20.09.2016 08:17
Zitat
zerobase now
@DH0GHU

Ach, komm. Bayern 1 oder 3, HR 3m SWR 3 oder SWR 1 sind ja jetzt auch nicht gerade Aushängeschilder des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Im Grund wage ich mal zu behaupten sind von den erwähnten 65 Programmen sind 2/3 Schrott.


Ich höre SWR1BW eigentlich immer nur Freitags, wenn ich mal nach BaWü fahre (um dann gleich den Verkehrsfunk "mitzunehmen"). Bei SWR1BW werden dort regelmäßig "irgendwelche" Themen behandelt (oft auch tagesaktuelle Politik), die dort auf wesentlich höherem Niveau präsentiert werden als bei Anbietern wie Antenne Bayern oder Radio Regenbogen.
Da sind dann durchaus auch mal längere Berichte über irgendein Thema drin. Sind wohl vor allem die Sendestrecken "Guten Abend Baden-Württemberg", "Der Abend", "Aktuell am Abend".
Man muß es nicht mögen - aber auch die tiefgründigere Beschäftigung mit Menschen in Sendungen wie "Leute" (für mich meist eher ein Abschaltgrund) würde ein Privatsender nie auf die Reihe bekommen. Zu wenig Party, zu viele "Problembetrachtungen", etc...
Ähnliche Vergleiche könnte man nun auch zwischen Bayern 3 und Antenne Bayern ziehen.
Mir ist nebenbei vor vielen Jahren schon aufgefallen, dass selbst Radiocomics bei den Privaten meist deutlich flacher und dümmlicher ausfallen als bei den öffentlich-rechtlichen Anbietern. Kann sich zwischenzeitlich natürlich geändert haben, seit 2011 höre ich Programme wie Bayern 3 kaum noch und solche wie Radio Regenbogen oder Antenne Bayern schon seit über 15 Jahren so gut wie gar nie.

Das was Programme wie SWR1 bieten ist unterm Strich massenkompatibel wie informativ zugleich - sowas habe ich bei Privaten Massenprogrammen noch nie gehört. Da wird ein Thema allenfalls mal 30 Sekunden angeschnitten, und oft auch noch mit Flachwitzen belegt.

von DH0GHU - am 20.09.2016 08:56
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