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DAB Digitalradio Forum
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IFA DAB+ Radiotag

Antworten:

Leider kann man sich nicht mehr online anmelden, die Kapazitätsgrenze wurde bereits erreicht. :-(

von BadestadtFM - am 28.08.2016 10:19
Pressemitteilung vom 11.08.2016:

>> die medienanstalten-PM 16/2016; Digitalisierung in Radio und TV:
Medienanstalten legen zur IFA neue Zahlen und Fakten vor
Digitalradiotag und Präsentation des Digitalisierungsberichts am 5./6. September in Berlin


Wie wirken sich Digitalisierung und Konvergenz auf Radio und Fernsehen aus? Hochrangige Experten diskutieren dazu neue Forschungsergebnisse auf zwei Veranstaltungen der Medienanstalten am 5. und 6. September in Berlin. „Zukunftsorientiertes Handeln im Sinne der Mediennutzer ist nur auf Basis seriöser Daten möglich“, so der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), Siegfried Schneider. „Deshalb legen die Medienanstalten traditionell zur IFA neue Zahlen und Fakten zur Digitalisierung in Radio und TV als Grundlage für die sachliche Diskussion über künftige Herausforderungen an die Regulierung vor.“

Nutzungsdauer, Marktanteile und Reichweite sind die Messlatte für die Zukunft des Digitalradios. Aufschluss über die Radionutzung geben auf dem Digitalradiotag der Medienanstalten die Radio-Ergebnisse von TNS Infratest im Rahmen des neuen Digitalisierungsberichts. Außerdem werden Erkenntnisse aus einer gemeinsamen Pilotstudie, die die Medienanstalten gemeinsam mit der ARD, dem Deutschlandradio, Media Broadcast und privaten Radioveranstaltern bei Micro Media Census in Auftrag gegeben haben, präsentiert. Die Studie weist erstmals Reichweiten für bundesweite DAB+-Sender und die Anteile von DAB+ an der Radiogesamtnutzung aus. Auf dem anschließenden Podium diskutieren Prof. Dr. Karola Wille (ARD), Olaf Hopp (NRJ Deutschland), Holger Meinzer (Media Broadcast), Klaus Schunk (VPRT), Dr. Willi Steul (Deutschlandradio) und Martin Deitenbeck (Medienanstalten). Der Digitalradiotag findet am 5. September von 13:00 bis 16.30 Uhr im Marshall-Haus auf der IFA statt.

Die Vielfalt kleiner TV-Sender steht im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung zur Präsentation des Digitalisierungsberichts der Medienanstalten. Wie reagieren unabhängige und vergleichweise reichweitenschwächere Sender auf die Konkurrenz durch Streaming und Abrufinhalte? Sind sie die Verlierer beim Analog-Digital-Umstieg in den Kabelnetzen? Haben sie das Nachsehen beim HD-Vermarktungsmodell? Im Anschluss an die Präsentation der von TNS Infratest ermittelten neuen Zahlen aus dem Digitalisierungsbericht setzen sich Andreas Gerhardt (Sport1), Dr. Torsten Rossmann (WeltN24), Michael Müller (ProSiebenSat.1) und Dr. Wolf Osthaus (Unitymedia) gemeinsam mit Thomas Fuchs (Medienanstalten) mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Der Digitalisierungsbericht wird am 6. September von 10.30 bis 12:30 Uhr in der Deutschen Kinemathek vorgestellt.

von Manfred Z - am 28.08.2016 10:29
Das Programm für heute Nachmittag:

13:00 ERÖFFNUNG
Begrüßung durch Thomas Fuchs, MA HSH

13:05 Position der Medienanstalten - Planungsstand zweiter bundesweiter Multiplex
Siegfried Schneider, BLM, Vorsitzender der Direktorenkonferenz (DLM)

13:25 Roadmap ARD und Deutschlandradio
Dr. Ulrich Liebenow, mdr

13:45 Präsentation Hörfunkzahlen Digitalisierungsbericht
Dr. Oliver Ecke, TNS Infratest

14:15 Pause

15:00 Präsentation Pilotstudie DAB+-Nutzung
Olaf Lassalle, MMC

von Manfred Z - am 05.09.2016 10:00
Bei InfoDigital gibt es bereits eine Zusammenfassung:

>> Einen anhaltenden Trend erkennt man sofort: Digitalradio setzt sich durch. Wie schon in den Vorjahren zu sehen, löst der Radioempfang über DAB+ und Internet-Radio zunehmend den Empfang über UKW ab. Mit nun fast 14 Prozent hat sich so in zwei Jahren der prozentuale Anteil aller Haushalte, die Radio per DAB+ empfangen, fast verdoppelt. > 1,8 Millionen Hörer nutzten 2016 DAB+, in diesem Jahr sind es bereits jetzt 3,4 Millionen.

von Manfred Z - am 05.09.2016 11:34
Das sind doch sehr erfreuliche Zahlen und die können auch die grössten DAB-Verweigerer nicht mehr ignorieren.

von zerobase now - am 05.09.2016 12:05
In Anbetracht der Tatsache, dass

- DAB+ Jahre lang totgeschwiegen wurde
- Die Geräteindustrie nach wie vor nicht verpflichtet ist, alle neuen Radios mit einem DAB-Empfangsteil auszustatten
- DAB+ nach wie vor nicht serienmäßig in den meisten Autos mit drin ist

sind knapp 15% Marktanteil ein echt guter Wert nach 5 Jahren DAB+.

Würden diese drei Punkte morgen wegfallen, bin ich mir sicher, würde es zur IFA 2017 ein regelrechtes Feuerwerk bei den Nutzungszahlen geben. Insofern drücke ich Malu Dreyer die Daumen, dass die entsprechende Initiative durchgeht :spos:

So, dann fehlen gemäß der Tagesordnung eigentlich nur noch die aktuellen Infos zum zweiten Bundesmux.

von PEQsche - am 05.09.2016 12:06
Der von Manfred zitierte Satz ist mir auch direkt in die Augen gesprungen. Da muss wohl noch der Korrekturstift drüber ;)

von PEQsche - am 05.09.2016 12:09
Zitat
PEQsche
In Anbetracht der Tatsache, dass

- DAB+ Jahre lang totgeschwiegen wurde
- Die Geräteindustrie nach wie vor nicht verpflichtet ist, alle neuen Radios mit einem DAB-Empfangsteil auszustatten
- DAB+ nach wie vor nicht serienmäßig in den meisten Autos mit drin ist

sind knapp 15% Marktanteil ein echt guter Wert nach 5 Jahren DAB+.

Würden diese drei Punkte morgen wegfallen, bin ich mir sicher, würde es zur IFA 2017 ein regelrechtes Feuerwerk bei den Nutzungszahlen geben.


Der erste Punkt ist bereits gestrichen, siehe ARD Thementag und vor allem die staendigen Meldungen aus NRW. In NRW duerfte es schon unmoeglich sein, bisher nichts ueber DAB+ gelesen oder gehoert zu haben. Das erklaert vielleicht auch die guten DAB+ Radio Verkaufzahlen in NRW. Herr Brautmeier und die Lokalradios leisten anscheinend gute Arbeit.:joke:

von Nordlicht2 - am 05.09.2016 12:18
Zitat
PEQsche
Insofern drücke ich Malu Dreyer die Daumen, dass die entsprechende Initiative durchgeht :spos:

So sehr ich mit Dir fühle, so sehr muß ich darauf hinweisen, dass eine entsprechende Rechtsgrundlage (das FÜG setzte auch nur eine EU-Richtlinie um) dafür fehlt. Ein nationales Gesetz kann nicht einfach eine der vier Grundfreiheiten der EU aushebeln.

von DH0GHU - am 05.09.2016 12:21
Hier ist die Rede von Siegfried Schneider, BLM:

https://www.blm.de/infothek/positionen_und_reden.cfm?object_ID=6501

Zweiter Bundesmux: Die Medienanstalten haben den Bedarf bereits vor der Sommerpause bei den Ländern angemeldet. Wenn es keine Verzögerungen durch die Länder gibt, kann noch im November ausgeschrieben und im März entschieden werden. Der Start könnte dann zur nächsten IFA erfolgen. Die heute erreichte Abdeckung des ersten Bumux soll Referenz für den zweiten werden.

Die Rede schließt mit den Worten:

>> Zum Schluss ein Appell an alle Beteiligten: Lassen Sie uns in der Debatte um die Zukunft des Digitalradios weniger polarisieren! Wir sollten künftig gemeinsam alles dafür tun, dass sich das Digitalradio weiterentwickeln kann, anstatt Energie in die Suche nach einem nicht vorhandenen Königsweg stecken. Wie gut das funktionieren kann, wenn alle Beteiligten auf einer Linie liegen, zeigen etwa die aktuellen Entwicklungen in der Schweiz. Dort hat das Digitalradio nach nur fünf Jahren im Frühjahr erstmals UKW überholt: So ist die Nutzung der beiden digitalen Empfangsarten (DAB+ und Internet) in der Schweiz im Frühjahr 2016 um jeweils vier Prozent auf insgesamt 53 Prozent (von 45 Prozent im Frühjahr 2015) gestiegen. Das analoge UKW verliert parallel dazu weiter an Bedeutung – ganz so, wie es übrigens vor mehr als 50 Jahren gelaufen ist, als UKW die Mittelwelle ablöste.

Auch in Deutschland zeigt sich übrigens laut unserer neuen Nutzungsstudie: In Ländern, wo sich private wie öffentlich-rechtliche Sender engagieren, ist die Verbreitung von DAB+ größer. Und: Die Privaten liegen in diesen Ländern in Sachen DAB+ gleichauf mit den Öffentlich-Rechtlichen – das ist beispielsweise in Bayern und Hessen der Fall, ganz im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen. Helfen könnte in dem Zusammenhang folgendes Bewusstsein: DAB+ ist kein neues Geschäftsmodell. Es setzt das heutige Geschäftsmodell von UKW fort und sichert es auch im digitalen Zeitalter. Mit 85 Prozent terrestrischer Nutzung in Deutschland müssen wir uns um deren Weiterentwicklung kümmern. Die Medienanstalten tun das –nicht zuletzt mit der heutigen Veranstaltung. Ich wünsche uns allen neue Erkenntnisse und fruchtbaren Austausch! Vielen Dank.

von Manfred Z - am 05.09.2016 12:49
Weitere Links:

Pressemitteilung der Medienanstalten

Charts Digitalisierungsbericht Radio

Pilotstudie DAB+ Nutzung

Übersicht: http://www.die-medienanstalten.de/service/veranstaltungen/digitalradiotag-2016.html

Zusammenfassung der Charts:

>> Was Sie mitnehmen sollten….

Knapp eine Million mehr Haushalte und etwa 2,1 Millionen mehr Personen mehr als vor Jahresfrist verfügen aktuell über ein oder mehrere DAB+ Empfangsgeräte.

Damit haben bereits knapp 13% der Haushalte und knapp 14% der Personen Zugang zu DAB+.

Der Zuwachs auf Geräteebene liegt bei knapp 2 Millionen, dabei wuchs die Ausstattung mit Autoradiogeräten mit über einer Million stärker als die Ausstattung in Wohnungen.

Der Stellenwert von DAB+ als meistgenutzte Empfangsart hat sich fast verdoppelt und entwickelt sich damit überaus positiv.

In DAB+ Haushalten gibt es im Durchschnitt 1,7 DAB+ Geräte. Obwohl den DAB+ Geräten viel mehr, nämlich 3,8 UKW Geräte gegenüberstehen, ist DAB+ für ein Viertel der ab 14-Jährigen in DAB+ Haushalten bereits der meistgenutzte Übertragungsweg.

von Manfred Z - am 05.09.2016 13:27
Alles in allem gute Zahlen. Der Trend geht definitiv in die richtige Richtung.

von PEQsche - am 05.09.2016 13:57
Interessant finde ich auch, dass vor allem die Altersgruppe der 14 bis 29-jährigen DAB+ besonders intensiv nutzt. Das steht in krassem Widerspruch zu vielen Unkenrufen.
Demnach sind vor allem Ältere eher DAB+-Verweigerer (oder generell konservativer eingestellt).
Interessant auch: Die niedrigste DAB-Quote hat Berlin, obwohl das Angebot dort nicht so schlecht ist - auf UKW ist es halt auch ausgesprochen vielseitig.

von DH0GHU - am 05.09.2016 14:12
Das mit Berlin verstehe ich auch nicht wirklich. Aber krass ist dennoch, dass die DAB-Nutzung insgesamt binnen Jahresfrist um 4% gestiegen ist. Hut ab!

von PEQsche - am 05.09.2016 14:18
Berlin ist wirklich komisch. Zwar sind die grossen Stationen wie KIss oder RTL nicht auf DAB. Trotzdem ist das Programmangebot mit kanpp vierzig Stationen mehr als gut und kann mit UKW locker mithalten. Ebenso ist der Empfang im gesamten Stadtgebiet und weiter darüber hinaus problemlos. Na ja, muss man nicht verstehen.

von zerobase now - am 05.09.2016 14:25
Nun, wie gesagt, so komisch ist das nicht, denn UKW bietet dort wirklich viel. Mir hätte in Berlin der initiale Grund für DAB gefehlt. Aber eigentlich ist das hier OT...

von DH0GHU - am 05.09.2016 14:26
Zitat
zerobase now
Berlin ist wirklich komisch. Zwar sind die grossen Stationen wie KIss oder RTL nicht auf DAB. Trotzdem ist das Programmangebot mit kanpp vierzig Stationen mehr als gut und kann mit UKW locker mithalten. Ebenso ist der Empfang im gesamten Stadtgebiet und weiter darüber hinaus problemlos. Na ja, muss man nicht verstehen.

In Berlin haben die Leute keinen Grund zu DAB+ zu wechseln aufgrund des UKW Angebots. Man merkt daran recht deutlich, daß Content der Hauptgrund für den Kauf von Digitalradios ist - und nicht rauschfreier Klang.
Das passt dann auch zu den guten Verkaufszahlen in NRW, wo es ein solches Angebot an Content auf UKW eben nicht gibt.

Die DAB+-Werbung sollte also nicht unbedingt auf rauschfreien Empfang hinweisen, sondern vor allem auf das größere Programmangebot und die einfachere Bedienung... Den rauschfreien Empfang kann man allerdings garantieren, daß größere Angebot jedoch nicht, da das anderen Einflüssen unterliegt (siehe: 90elf = weg; da waren schon einige sehr sauer)

von iro - am 05.09.2016 14:51
Zitat
iro
Man merkt daran recht deutlich, daß Content der Hauptgrund für den Kauf von Digitalradios ist - und nicht rauschfreier Klang


Kann ich aus meiner Perspektive voll bestätigen.

Zitat
iro
siehe: 90elf = weg; da waren schon einige sehr sauer


Aber wahrscheinlich auf die falschen.

von FrankSch - am 05.09.2016 15:16
Beides ist wichtig. Content und Klang. Aber in Berlin ist das mit dem Klang auch nicht so das Problem... ;-)

von DH0GHU - am 05.09.2016 15:20
Die Empfangsprognose auf digitalradio.de wurde offenbar auf den Stand von Mai 2016 zurückgesetzt. Offenbar wird diese wohl tatsächlich nochmal überarbeitet. Gäbe auch kein gutes Bild, wenn gerade jetzt, wo im Rahmen der IFA wieder Leute auf DAB+ aufmerksam werden, die Infos schon veraltet wären.

Edit: Okay, das verstehe, wer will. Mit dem Internetexplorer bzw. Edge wird September angezeigt, mit Google Chrome nicht :confused:

von PEQsche - am 05.09.2016 15:53
Wird auf der IFA auch gar nicht kommuniziert, das DLR verteilt eigene Reichweitenkarten mit Stand Ende Dezember 2016.

von BadestadtFM - am 05.09.2016 15:58
Auch die ARD hat eine PM zum Digitalisierungsbericht herausgegeben:

http://www.ard.de/home/intern/presse/pressearchiv/Wille___Dynamische_Entwicklung_von_DAB__ist_ermutigend_/3473484/index.html

"Dynamische Entwicklung von DAB+ ist ermutigend"

ARD-Vorsitzende Wille: Es geht um die Zukunft des Radios /
Einbau von Multinormchips in alle neuen Empfangsgeräte gefordert


Als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg hat die ARD-Vorsitzende Karola Wille die Zahlen gewertet, die heute auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin über die Entwicklung des digitalen Antennenradios DAB+ präsentiert wurden. "Die dynamische Entwicklung, die DAB+ mit jährlich steigenden Zuwachsraten nimmt, ist ermutigend für die nächsten Schritte, die wir gehen wollen", sagte Wille in Berlin. Der zügige Ausbau des Versorgungsnetzes und die wachsende Anzahl neuer, nur über DAB+ zu empfangender Radioangebote hätten entscheidend dazu beigetragen, dass DAB+ mittlerweile schon 9,5 Millionen Hörerinnen und Hörer in Deutschland erreiche. "Unsere Botschaft, dass DAB+ mehr Radio bedeutet, kommt an, weil DAB+ durch mehr Programme und mehr Vielfalt überzeugt", so Wille. [...]

von Manfred Z - am 05.09.2016 16:31
Zitat
iro
Zitat
zerobase now
Berlin ist wirklich komisch. Zwar sind die grossen Stationen wie KIss oder RTL nicht auf DAB. Trotzdem ist das Programmangebot mit kanpp vierzig Stationen mehr als gut und kann mit UKW locker mithalten. Ebenso ist der Empfang im gesamten Stadtgebiet und weiter darüber hinaus problemlos. Na ja, muss man nicht verstehen.

In Berlin haben die Leute keinen Grund zu DAB+ zu wechseln aufgrund des UKW Angebots. Man merkt daran recht deutlich, daß Content der Hauptgrund für den Kauf von Digitalradios ist - und nicht rauschfreier Klang.
Kann ich als ExBerliner 100% unterschreiben, dass die Motivation für DAB+ in Berlin minimal ist, da dort seit Jahrzehnten ein vielschichtiges (sowohl qualitativ, als auch quantitativ) Angebot auf UKW zum Standard gehört, das es sonst im Bundesgebiet auf UKW nicht mal ansatzweise gibt. Viele der lokalen Zusatzprogramme auf DAB+ sind Abspielkanäle und für viele andere Programme gibt es gleichwertig iin lokalen Ausgaben ähnlich auf UKW. Die lokalen, auch auf DAB+ ausgestrahlten Sender sind (von zwei Ausnahmen abgesehen) auf UKW großflächiger verfügbar. Hingegen fehlen wichtige von UKW gewohnte Programme auf DAB+. Damit mein ich jetzt weniger Kiss oder RTL usw., sondern eher FluxFM, JazzRadio, 88.4, BBC, NPR,... Wenn die Low-Power-Programme aus Kreuzberg/Schöneberg in Berlin auf DAB+ kämen, wäre das vielleicht ein Motivationsschub. Aber das müsste wohl subventioniert werden... Ein kleiner Mehrwert sind andere ARD-Programme wie Bayern 2, aber das kennt der Berliner nicht.
Ich kenne einige, die sich zu DAB-alt-Zeiten wegen der britischen Programme im L-Band mal ein Gerät aus Neugier zugelegt hatten - jetzt aber kaum mehr zu DAB+ zu motivieren sind...

von Hagen - am 05.09.2016 19:39
@ Hagen

Da magst du wohl Recht haben. Allerdings bietet DAB eben auch ne nette Ergänzung zu UKW. Allerdings denke ich auch, dass die Berliner mit dem UKW Angebot zufrieden sind und von daher sich nicht unbedingt so für DAB+ interessieren. Es wäre auch wünschenswert, wenn alle Berliner Sender mal über DAB zu empfangen wären, dann würde das sicherlich einen Anreiz bieten.

von zerobase now - am 06.09.2016 06:43
Es gibt jetzt eine zweite PM der Medienanstalten mit Aussagen aus der Diskussionsrunde:

die medienanstalten-PM 18/2016; Wachstumsmöglichkeiten für DAB+:
Kein UKW-Abschaltdatum, sondern Multinormchips und die richtigen Signale


Private und Öffentlich-Rechtliche diskutierten auf dem Digitalradiotag der Medienanstalten

>> Der Intendant des Deutschlandradios, Dr. Willi Steul, bezeichnete in dem Zusammenhang Frequenzwechsel von bisher rein digitalen ARD-Programmen auf das analoge UKW – wie etwa beim Hessischen Rundfunk mit You FM oder bei Radio Bremen mit „Next“ – als kontraproduktiv. Statt „falsche Signale zu setzen“, sei es vielmehr die Herausforderung, „gemeinsam mit allen Beteiligten noch mehr Anstrengungen für DAB+, die Technologie der Zukunft, zu unternehmen“. > Olaf Hopp, der CEO von NRJ Germany, dessen Sender auf dem ersten bundesweiten Multiplex vertreten sind, sagte: „Wir sehen in DAB+ eine Chance, die Möglichkeiten der digitalen Transformation erfolgreich zu gestalten.“ Bei DAB+ bekäme man eine bundesweite Abdeckung zum Preis der UKW-Abdeckung eines mittelgroßen Ballungsraumes.

von Manfred Z - am 06.09.2016 13:06
Zitat
NRJ
Bei DAB+ bekäme man eine bundesweite Abdeckung zum Preis der UKW-Abdeckung eines mittelgroßen Ballungsraumes.


Den letzten Satz sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

von Habakukk - am 06.09.2016 13:21
SWR3 und Schwarzwaldradio wären für mich in Berlin ein Grund für DAB+.

von Handydoctor - am 06.09.2016 15:53
Da die Slideshow von SWR3 sogar auf Berlin angepasst ist wäre der Grund für DAB verstärkt oder senkt es den Anschaffungsgrund?
[attachment 8009 2014-11-01.15-04-23.6379539906376955926_00.jpg]

von pomnitz26 - am 06.09.2016 17:53
Im Gespräch auf der IFA mit einen Vertreter des Deutschlandfunks wurde auch der Bumux 2 angepriesen. Allerdings nur für die Ballungszentren. Einen Ausbau wie im Bundesmux ist nicht vorgesehen.

von Tesco.live - am 08.09.2016 16:02
Zitat
pomnitz26
Da die Slideshow von SWR3 sogar auf Berlin angepasst ist wäre der Grund für DAB verstärkt oder senkt es den Anschaffungsgrund?
[attachment 8009 2014-11-01.15-04-23.6379539906376955926_00.jpg]

Dieses Slideshow-Format hat der SWR früher mal benutzt; wahrscheinlich ist die Ausspielung für Berlin einfach noch nicht angepasst worden.;)

von Basic.Master - am 08.09.2016 17:15
Zitat
Tesco.live
Im Gespräch auf der IFA mit einen Vertreter des Deutschlandfunks wurde auch der Bumux 2 angepriesen. Allerdings nur für die Ballungszentren. Einen Ausbau wie im Bundesmux ist nicht vorgesehen.


Was hat der DLF damit zu tun? Ich dachte es soll ein reiner Privatmux werden? Es wurde doch bisher kolportiert, dass der BM auch den Ausbaustand von BM 1 erhalten soll.

von zerobase now - am 09.09.2016 06:30
Zitat
Basic.Master
Zitat
pomnitz26
Da die Slideshow von SWR3 sogar auf Berlin angepasst ist wäre der Grund für DAB verstärkt oder senkt es den Anschaffungsgrund?
[attachment 8009 2014-11-01.15-04-23.6379539906376955926_00.jpg]

Dieses Slideshow-Format hat der SWR früher mal benutzt; wahrscheinlich ist die Ausspielung für Berlin einfach noch nicht angepasst worden.;)

Läuft noch ganz aktuell auf Kanal 7D.
Schöne Schlagzeile übrigens.
[attachment 8015 2016-09-09.09-15-50.2911242243126035362_00.jpg]

von pomnitz26 - am 09.09.2016 07:29
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