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Lokalradio und DAB+

Startbeitrag von Jasst am 31.08.2016 06:55

Moin moin liebe Gemeinde,

in letzter Zeit ist ja viel passiert und es geht voran.
Ich habe eine wenig romgesponnen und stehe vor einer Frage.
Betrachtet man den Lokalfunk meinet wegen in Niedersachsen, so gibt es viele kleine nichtkommerzielle Sender. Sollte man irgendwann auf DAB+ umsteigen wollen bleibt die Frage WIE? Ich nehme jetzt einmal Radio Aktiv aus Hameln. Der Sender hat eine Funzel vom Kluth. Dort wird nichts weiter verbreitet. Wie sollen diese Sender irgendwann mal per DAB+ senden können? Ein Muxx lohnt sich ja auch keinen Fall.

Die 50 interessantesten Antworten:

Lokalradio und DAB+

Da glbt es durchaus schon heute Möglichkeiten, so wie in Hessen und Baden-Württemberg, indem man sie in ein regionales (Hessen) oder Landesbouquet (Baden-W.) mit reinnimmt. Hauptproblem ist dabei immer das dadurch vergrösserte Empfangsgebiet. Solange es keine reinen lokalen Muxxe gibt (die sich in den wenigsten Fällen lohnen werden) muss die LMA / Politik dies auch wollen bzw. akzeptieren. Schau für Näheres einfach mal z.B. in den Hessen-Thread rein. Gib in dem DAB+ Thread einfach mal "NKL" und "Hessen" ein.

von KlausD - am 31.08.2016 07:18
Ein Programm wie Radio Aktiv aus Hameln hat im Grunde vier Optionen:

(1) Sich in den örtlichen DAB-Regionalmux einzumieten (der mit Sicherheit ein deutlich größeres Sendegebiet hat als das derzeitige UKW-Sendegebiet)
(2) Einen eigenen Low-Cost-Multiplex zu betreiben, der nur dieses eine Programm bei höchstem Fehlerschutz enthält (damit kann man viele dB Sendeleistung einsparen) und evtl. einen Teil der Kosten durch Untervermietung des Muxes wieder reinzuholen
(3) Auf UKW weiterzusenden wie bisher
(4) Als Webradio weiterzumachen

Bei Radio Aktiv bietet sich v.a. Option 2 an, bei anderen Lokalradios mit etwas größerem Sendegebiet (oder denjenigen, die ihr Sendegebiet vergrößern wollen) vielleicht eher Option 1.

Man kann umgekehrt ja auch sagen:
Mit welchem Recht sendet das Lokalradio für Braunschweig über eine UKW-Frequenz, die fast ganz Ostniedersachsen abdeckt, während das Lokalradio für Hannover mit seiner Funzel noch nicht mal das eigentliche Sendegebiet vernünftig erreicht. So etwas würde sich mit DAB etwas egalisieren.

von Habakukk - am 31.08.2016 07:19
Cool, vielen Dank für die Antworten. Das sind wirklich interessante Ideen.
Ich weiß, dass Radio Aktiv schon seit Jahren versucht sein Gebiet besser zu versorgen. Über UKW undenkbar.
Also relativ realistisch fände ich es, wenn sich die Lokalfunker mit in den NDR einmieten. Es wird eventuell in Zukunft in Hameln einen Füllsender geben (wie UKW N-Joy, FFN). Dort könnte dann einfach Radio Aktiv mit rein.
Oder eben auf dem Kluth einen eigenen Muxx, wobei ich denke, dass das eher unrealistisch ist. Es sei denn, die privaten in Niedersachsen machen irgendwann mit.
Sollte ffn irgendwann auf Digital umstellen und ihre bestehenden Senderanlagen nutzen könnte Radio Aktiv mit auf den FMT Barsinghausen. Dann hätte man wirklich das komplette Weserbergland.

von Jasst - am 31.08.2016 07:48
In Niedersachsen wird derzeit auch die Regionalisierung von SFNs getestet. Das wäre vlt. Option 5: In einem Regionalmux senden, aber nur von einem Standort des SFNs aus. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Zielgebiet mittel-klein ist und sich in Nähe eines Regionalmux-Standorts befindet, andernfalls müsste man an mehreren Standorten aufschalten um Störungen zu vermeiden.

von Zwölf - am 31.08.2016 07:55
Zitat
Zwölf
In Niedersachsen wird derzeit auch die Regionalisierung von SFNs getestet. Das wäre vlt. Option 5: In einem Regionalmux senden, aber nur von einem Standort des SFNs aus. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Zielgebiet mittel-klein ist und sich in Nähe eines Regionalmux-Standorts befindet, andernfalls müsste man an mehreren Standorten aufschalten um Störungen zu vermeiden.


Magst du das noch einmal erläutern?
Ich hab noch in Erinnerung, dass Radio 21 doch da mal was getestet hat.

von Jasst - am 31.08.2016 07:59

Lokalradio und DAB+

Zitat
Jasst
.. Also relativ realistisch fände ich es, wenn sich die Lokalfunker mit in den NDR einmieten. Es wird eventuell in Zukunft in Hameln einen Füllsender geben (wie UKW N-Joy, FFN). Dort könnte dann einfach Radio Aktiv mit rein.


Ich will Dir ja nicht die Hoffnung nehmen, aber dass der NDR tatsächlich Fremdpogramme auf seinen Muxx lassen würde, halte ich (nach heutigem Stand) für recht unwahrscheinlich. Dies lehnt der hr für die NKLs ja bis heute ab, obwohl er genug freie Kapazitäten hätte und damit Geld verdienen bzw. seine eigenen Kosten für den Muxx reduzieren könnte. Da wird es vielleicht höchstens mal umgekehrt kommen, wenn genug Interessenten für einen privaten (LPR) Nordhessen- / Mittelhessen- oder Osthessen-Muxx da sind und dann die Regionalprogramme von hr4 dort aufgeschaltet werden ....aber nichts ist für die Zukunft auch beim NDR unmöglich. Viel Erfolg trotzdem.

von KlausD - am 31.08.2016 09:43
Zitat

aber dass der NDR tatsächlich Fremdpogramme auf seinen Muxx lassen würde, halte ich (nach heutigem Stand) für recht unwahrscheinlich.

Ich vermute gar, daß der NDR sein Netz sogar genau aus dem Grund so aufgebaut hat, wie es jetzt der Fall ist, um regionale Fremdprogramme oder aber eher regionalisierte Versionen landesweiter Fremdprogramme* mit in seine Muxe aufzunehmen.

*) die zwar aktuell gar nicht wollen, aber irgendwann sogar müssen. Und wenn das dann der Fall ist, wird man einige Programme rüberschieben in eine zukünftige neue landesweite Bedeckung (was aber nach jetzigem Stand wohl noch lange dauern wird.)

von iro - am 31.08.2016 10:12
Zitat
iro
Zitat

aber dass der NDR tatsächlich Fremdpogramme auf seinen Muxx lassen würde, halte ich (nach heutigem Stand) für recht unwahrscheinlich.

Ich vermute gar, daß der NDR sein Netz sogar genau aus dem Grund so aufgebaut hat, wie es jetzt der Fall ist, um regionale Fremdprogramme oder aber eher regionalisierte Versionen landesweiter Fremdprogramme* mit in seine Muxe aufzunehmen.

*) die zwar aktuell gar nicht wollen, aber irgendwann sogar müssen. Und wenn das dann der Fall ist, wird man einige Programme rüberschieben in eine zukünftige neue landesweite Bedeckung (was aber nach jetzigem Stand wohl noch lange dauern wird.)


Danke KlausD ;)

@iro: Wie meinst du dass? Dass der NDR nicht auf Sender geht, wo die Privaten mit UKW drauf sind?

von Jasst - am 31.08.2016 10:27
Zitat
iro
Zitat

aber dass der NDR tatsächlich Fremdpogramme auf seinen Muxx lassen würde, halte ich (nach heutigem Stand) für recht unwahrscheinlich.

Ich vermute gar, daß der NDR sein Netz sogar genau aus dem Grund so aufgebaut hat, wie es jetzt der Fall ist, um regionale Fremdprogramme oder aber eher regionalisierte Versionen landesweiter Fremdprogramme* mit in seine Muxe aufzunehmen.

*) die zwar aktuell gar nicht wollen, aber irgendwann sogar müssen. Und wenn das dann der Fall ist, wird man einige Programme rüberschieben in eine zukünftige neue landesweite Bedeckung (was aber nach jetzigem Stand wohl noch lange dauern wird.)


Danke KlausD ;)

@iro: Wie meinst du dass? Dass der NDR nicht auf Sender geht, wo die Privaten mit UKW drauf sind?

von Jasst - am 31.08.2016 10:27
Wie ist denn das mit der Regionalisierung der SFNs? Sagen wir ich stelle hier HitRadioSchlagmichtot ein und fahre von einem Regionalgebiet ins andere. Was passiert wenn der SFN Sender des einen Gebietes schwächer und der andere stärker wird? Bei einem SFN müssen doch die Daten gleich sein sonst bricht der Empfang zusammen. Ein durchgehender Empfang vom Hitradio ist also nicht möglich. Außerdem würde das Gebiet in dem ein störungsfreier Empfang möglich ist ziemlich unberechenbar werden. Stellt euch vor man fährt auf einen Berg oder so und der weit entfernte SFN Sender kommt noch rein.

Oder hab ich da was falsch verstanden und das ganze funktioniert anders?

von Spacelab - am 31.08.2016 10:34
Wäre es denn möglich, wenn in einem Gleichwellen-Netz verschiedene Programme ausgestrahlt werden? Nehmen wir mal an, der NDR hätte ein Gleichwellen-Netz - an allen Standorten werden die gleichen NDR-Programme ausgestrahlt, nur pro Standort ein anderes Lokalprogramm oder auch eine andere NDR1-Version. Z.B. so:

Standort Hannover:
- NDR1 NDS Hannover
- Radio Hannover
- alle anderen NDR-Programme

Standort Braunschweig:
- NDR1 NDS Braunschweig
- Radio 38
- alle anderen NDR-Programme

Ist sowas in einem Gleichwellen-Netz möglich?

von Cha - am 31.08.2016 10:40
Da wo beide Sender ähnlich stark sind geht dann nichts, weil sie sich stören. Ist wie eine Gleichwelle verschiedener Programme auf UKW, nur dass statt Zischeln auf UKW bei DAB nichts kommt.
Ich halte weiterhin nichts von diesem sonderbaren System, absoluter Quatsch.
Lokalradios bleiben auf UKW und wenn das mal nicht mehr sein sollte, kann man Lokalinseln wie die Digris in der Schweiz schaffen.

von Japhi - am 31.08.2016 10:57
Zitat
Jasst
@iro: Wie meinst du dass? Dass der NDR nicht auf Sender geht, wo die Privaten mit UKW drauf sind?

Wie meine ich WAS? Wo habe ich irgendwas von UKW oder von Standorten (ob nun Funkturm oder NDR-eigen) geschrieben?

Zitat
Spacelab
Genau das ist ja das was da vor längerem schon probiert wurde und wo ich vom Funktionsprinzip her nicht durchblicke.

Was probiert wurde war doch nur:
5C Hannover mit Radio Horeb
5C Braunschweig Nullbytes statt Horeb
Forenlink dazu: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1181002,1181157#msg-1181157

von iro - am 31.08.2016 11:12
Zitat

Wie ist denn das mit der Regionalisierung der SFNs? Sagen wir ich stelle hier HitRadioSchlagmichtot ein und fahre von einem Regionalgebiet ins andere. Was passiert wenn der SFN Sender des einen Gebietes schwächer und der andere stärker wird? Bei einem SFN müssen doch die Daten gleich sein sonst bricht der Empfang zusammen. Ein durchgehender Empfang vom Hitradio ist also nicht möglich.

Für solche Fälle ist das System auch nicht geeignet. Nehmen wir einen anderen Fall. Z.B. Bayern 1, das in 5 Regionalversionen ausgestrahlt wird. Die Sendegebiete von B1Schwaben und B1Niederby./Oberpf. sind nicht benachbart, können also die selben CU nutzen (Das kritische Übergangsgebiet liegt dann irgendwo in Oberbayern). Das gleiche gilt für B1Oberbay. und B1Mainfranken. D.h. man braucht nur zwei statt vier Plätzen. B1 Franken ist ein Sonderfall, weil es an alle anderen B1-Regionen anschließt und der BR in seinen 11D keine privaten Lokalsender reinlässt. B1Franken könnte man dann entweder bayernweit ausstrahlen oder über einen anderen regionalisierten Mux oder Regionalmux.

Wenn Bayern 1 nur zu den Regionalnachrichten (3 Minuten) auseinander schalten würde, könnte man in Kombination mit der 90elf-Methode weitere CU einsparen. Statt mit 3*96 kbit/s könnte man das Programm in der nicht-regionalisierten Zeit mit 120 kbit/s ausstrahlen und während der Regionalnachrichten dann in 3x40kbit/s zerteilen. Das Ergebnis wären dann die Verbreitung der 5 Regionalversionen bei nur 90 CU, ohne irgendwelche zusätzlichen Sender in Betrieb nehmen zu müssen.

von Zwölf - am 31.08.2016 11:41
Das halte ich persönlich auch für die schlauste Möglichkeit. Am SFN herum zu fummeln für die dümmste. Die Folgen wären unabsehbar. So könnte bei Tropo das SFN noch viel schneller aussteigen als eh schon. Dann doch lieber für ein paar Minuten während den Regiobalnachrichten oder für die Werbung die Datenrate reduzieren. Da weiß man wenigstens das es reibungslos funktioniert.

von Spacelab - am 31.08.2016 11:48
Das würde ich so allgemein nicht sagen. Der BR macht keines von beidem (wobei Datenrate reduzieren nicht geht, weil auf Bayern 1 auch eine einstündige Musiksendung regionalisiert wird). Da 2 Regionalversionen nicht in den 11D passen baut er jetzt drei Regionalmuxe auf, obwohl es mit einem regionalisierten 11D kein Problem wäre auch diese beiden Bayern1-Versionen unterzubringen.

Zum Thema Tropo: Die Schwabenversion würde ja beispielsweise nicht nur von schwäbischen Sendern ausgestrahlt, sondern auch von benachbarten Sendern in Oberbayern (Oberammergau, Hohenpeißenberg usw.) und Mittelfranken. Der überwiegende Teil Bayerns liegt außerdem schon im dunkelblauen Bereich. Für Störungen bräuchte es also schon ein extrem starkes Tropo-Signal, wobei die meisten für Störungen in Frage kommenden Sender so weit weg wären, dass sie auch in einem homogenen SFN wegen zu großer Laufzeitunterschiede Störungen verursachen würden.

von Zwölf - am 31.08.2016 12:15
Zitat
Jasst
WIE? Ich nehme jetzt einmal Radio Aktiv aus Hameln. Der Sender hat eine Funzel vom Kluth. Dort wird nichts weiter verbreitet. Wie sollen diese Sender irgendwann mal per DAB+ senden können?
Mit einer DAB+-Funzel vom Kluth. Wo ist der Unterschied zwischen einem einzigen Programm auf einer UKW-Frequenz und einem einzigen Programm auf einer DAB+-Frequenz?

von Kuli11 - am 02.09.2016 06:34
Zitat
Kuli11
Zitat
Jasst
WIE? Ich nehme jetzt einmal Radio Aktiv aus Hameln. Der Sender hat eine Funzel vom Kluth. Dort wird nichts weiter verbreitet. Wie sollen diese Sender irgendwann mal per DAB+ senden können?
Mit einer DAB+-Funzel vom Kluth. Wo ist der Unterschied zwischen einem einzigen Programm auf einer UKW-Frequenz und einem einzigen Programm auf einer DAB+-Frequenz?


Garnirgends. Mit Technik wie von DIGRIS benutzt, geht das problemlos. Außerdem ist es einfach Blödsinn, auf Teufel komm raus die Sendegebiete auf die jetzigen Gebiete zu beschränken. Etwas Overspill, und schon hat man 2-3 Lokalradios auf einem Mux, Platz für OKs, und irgendwann kommen auch noch andere Anbieter. Siehe DIGRIS.

von DH0GHU - am 02.09.2016 06:48
Schau einer her... kaum taucht dieser Thread auf, gibt es endlich mal Infos zum Modellversuch in Niedersachsen in Form einer PM der NLM:

http://www.nlm.de/481.html?&cHash=a89f67c7722b0d71f18f0cbefe5f9a88&tx_ttnews%5Btt_news%5D=729

Zitat
NLM-PM
NLM-Modellversuch zur Weiterentwicklung von DAB+

31.08.2016


Hannover. Im NLM-Modellversuch zur Weiterentwicklung von DAB+ liegen erste Ergebnisse vor. Sie zeigen, dass die heute eingesetzte Technik DAB+ keine störungsfreie Auseinanderschaltung von Gleichwellennetzen zulässt. Die gewünschte Lokalisierung der Programme soll durch eine technische Veränderung auf Senderseite realisiert werden. Mit der Entwicklung dieses modifizierten Senders startet nun die zweite Phase des Ende 2015 gestarteten Modellversuchs.


„Wichtig für uns ist, dass die heute im Markt befindlichen DAB+-Empfänger ohne Einschränkungen weiter verwendet werden können“, stellte Andreas Fischer, Direktor der NLM, fest. „Im Rahmen des Modellversuchs werden wir in einem Feldversuch überprüfen, ob dies durch die Modifikation des Senders gewährleistet wird.“

Der Modellversuch wird durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt und soll innovative Technologien erforschen, mit denen die beim UKW-Radio übliche Lokalisierungspraxis (z. B. für Nachrichten- und Werbefenster) in den digitalen Rundfunk DAB+ überführt werden kann.

Die rechtliche Grundlage des Modellversuches bildet eine Verordnung der Niedersächsischen Staatskanzlei. Die wissenschaftliche Leitung erfolgt durch das Institut für Nachrichtentechnik (IfN) der TU Braunschweig, das auch bereits die entsprechenden Modellversuche zum digitalen Fernsehen (DVB-T und DVB-T2) begleitet hatte.



NLM Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Uta Spies


von iro - am 02.09.2016 11:01
> Vlt. besteht die Modifikation im Verwenden von Puffer-CUs?

Möglich. Die Symbole werden ja differentiell kodiert. Man könnte das Puffer-Symbol so gestalten (d.h. schon passend unterschiedlich senden), dass das nachfolgende mit den Nutzdaten für beide Sender wieder gleich aussieht, obwohl andere Daten drinstecken. Dann wäre zumindest der kritische Anfang des Frames quasi identisch.

von Georg A. - am 02.09.2016 15:00
Zitat
RADIO354
Das man DAB+ Gleichwellennetze nicht ohne Störungen auseinanderschalten kann konnten mehrere
User im Bereich Ulm schon vor Jahren feststellen, Seinerzeit fehlten in Ulm Radio BOB u.A. im Block
5 C . Auf den Benachbarten Sendestandorten allerdings nicht. Was einer Auseinanderschaltung sehr
Nahe kam und Störungen verursachte.


Aber doch nur auf dem Sendeplatz von z.B. Radio Bob, wo die Nullbytes aus Ulm dann ein schwaches Bob-Signal aus z.B. Augsburg gestört haben, oder wurden noch andere Störungen verursacht?

von Zwölf - am 02.09.2016 16:08
Man könnte es mit den Lokalradios in Niedersachsen doch einfach so toll lösen, wie es bereits in Teilen von Bayern gelöst wurde.
Da wurden extra Lokal-Pakete für grössere Regionen wie Franken und dann noch mal Begrenztere für Metropolregionen wie Nürnberg und München aufgeschaltet, wobei in Letzteren ja auch die Freien Radios und Ausbildungsfunk-Kanäle (afk) enthalten sind, deren Empfangbarkeits-Reichweite sich im Vergleich zu UKW dadurch sogar noch verbessert hat. Das Freie Radio Z, Radio F und afk max aus Nürnberg dürfen jetzt sogar mit 4 oder 5 KW auf Kanal 10C vom Sender Schweinau aus senden. Das ist für diese Sender und deren Hörer doch ein echter Gewinn.

Das Gleiche wäre doch auch in Hannover über den Telemax, in Braunschweig über Broitzem, in Hildesheim über Sibbesse, in Göttingen über den Nikolausberg und in Hameln am Klüt machbar.
Dann könnte man, so wie dort in Bayern, auch noch mehr lokale Sender aufschalten.
In Hannover z.B. könnte man so evtl neben Radio Hannover und Radio LeineHertz auch Radio Flora, die vor ein paar Jahren ihre UKW-Frequenz An LeineHertz verloren haben, oder das Lokalradio Neustadt am Rbge. mit in das Paket aufnehmen.

von Patty-Teddy - am 06.06.2017 23:34
Zitat
DH0GHU
Als ob 7B Bremen in Hessen oder 7B Hessen in Bremen stören würde.


Das könnte dann höchstens die Fern-Empfänger im Raum Hannover stören, wenn das Signal aus Bremen sich mit denen vom Hohen Meißner und aus dem Habichtswald überschneidet.

Der Empfang aus Hamburg auf 11C könnte bei Überreichweiten vom Brocken schon in der Lüneburger Heide stärker gestört werden.

von Patty-Teddy - am 07.06.2017 14:29
Apropos Lokalradio und Regionalisierungen. Hat jemand von euch eigentlich schon eine Lösung für Radio 21 parat? Die haben ja bekanntlich einen FM Funzelteppich mit ich glaube 23(?) Sendern.

Lösung wäre ja Eigentlich - > ab in den NDR Mux = Thema erledigt.

Aaaber, so einfach ist es nicht. Es wäre so simpel, wären da nicht die 23 Regionalisierungen auf den 23 FM Frequenzen... Werbung und Ansage werden auseinander geschaltet. Radio 21 geht es hauptsächlich darum, sein Werbekonzept auf DAB+ abbilden zu können...

von UKW vs. DAB+ - am 07.06.2017 19:07
Zitat
UKW vs. DAB+
Apropos Lokalradio und Regionalisierungen. Hat jemand von euch eigentlich schon eine Lösung für Radio 21 parat? Die haben ja bekanntlich einen FM Funzelteppich mit ich glaube 23(?) Sendern.

Lösung wäre ja Eigentlich - > ab in den NDR Mux = Thema erledigt.

Aaaber, so einfach ist es nicht. Es wäre so simpel, wären da nicht die 23 Regionalisierungen auf den 23 FM Frequenzen... Werbung und Ansage werden auseinander geschaltet. Radio 21 geht es hauptsächlich darum, sein Werbekonzept auf DAB+ abbilden zu können...


Schaut man sich die Datenbank von FMScan an, scheint man folgene Regionalvisionen zu veranstalten: Süd, Südwest, Südnord, Nord, Nordwest, Nordost, Ost, West, Mitte. Die sollten doch mit dem NDR Kanäle ein zubinden zu sein. Für mobile Hörer hätte das den Nachteil das sie Manauell selbst schalten dürften, so wie bald in Bayern mit Galaxy. Alternativ wird Radio21 langfriestig nichts anders übrig bleiben als ihr Gebiete dann großräumiger zu gestahlten oder ganz einzustellen mit dem Überregionalisien. Bei uns in Bayern hatte das Charivari Ostbayern auch mal. Inzwischen hat man das aufgegeben. Würde bei DAB auch nichts bringen, wer sagt dir als Werbeveranstahlter das deine Hörer von deiem Programm schön brav "Musterstadt" und nicht "Musterhausen" auswählen, womit die Werbung ins leere laufen würde?.

von Kohlberger91 - am 07.06.2017 19:55
Grundsätzlich könnte es möglich sein mit Small-Scale-DAB+ von jedem der UKW-Standorte auf einem anderen Block zu senden. D.h. Radio 21 bräuchte insgesamt etwa 4 DAB-Blöcke. Wäre also v.a. eine Koordinierungssache. Ich halte es allerdings nicht für ausgeschlossen, dass man das kooriniert bekommt, da die Kanäle eine relativ geringe Reichweite hätten und man durch dieses relativ kleinzellige System gut auf die Bedürfnisse und bisherigen Koordinierungen der Nchbarländer eingehen kann.

von Zwölf - am 07.06.2017 21:22
Technisch bekommt man das sicher gebacken, daher schrieb ich auch "vorerst". Nur günstiger wird es dadurch eher nicht, abgesehen davon, daß es solche DAB-Funzelteppiche noch nicht gibt. Man müsste aber auch ohne viel Umschalterei unterwegs durchgehend empfangbar sein - was vermutlich nicht funktionieren wird. Kleinzelligere DAB-Netze mit mehr Sendern als jetzt auf UKW könnte man sogar in einen Vorteil umwandeln, in dem man noch gezieltere Werbung vielleicht noch günstiger anbieten könnte als heute (ab 3,90€ für 30 Sekunden...)

Das könnte in Niedersachsen auch ungefähr so aussehen, wie auf dieser Karte für die NL:
[attachment 9327 DAB-NL_2016_Lokal_Karte.jpg]

Allerdings hat man dort in den NL ja auch in jeder Gemeente einen eigenen Radiosender, neben dem dann noch einige weitere auf den Mux passen. Eine solche Voraussetzung hat Niedersachsen leider nicht, die von den NKLs und OKs abgedeckten Gebiete sind doch deutlich größer als die der OLONs in den NL.

Die einzige derartige Karte für Deutschland, die ich bislang gesehen habe, weist nur 8 Lokalradiogebiete für Niedersachsen aus, da würde der Hofladen aus Hatterwüsting eher keinen Werbespot mehr schalten.
[attachment 9328 DAB+_blockkonzept_Layer_BedeckungenBRD_Lokal.jpg]

von iro - am 07.06.2017 22:26
Zitat
Sarstedter
Die Karte ist eh hinfällig... so ist ja z.B. südlich von Hamburg der 6A zu sehen... dort sendet nun der NDR aus Visselhövede. Die Region von Hannover bis Landesgrenze OWL zeigt 11B - der sendet bekanntlich jetzt in Königslutter ebenfalls den NDR.

Njein... in Visselhövede ist sie ja sogar genau so umgesetzt, wie vor 10 Jahren mal angedacht war. Der NDR nutzt ja derzeit diese "Lokal"muxe. Und wird sie wohl irgendwann auch für Privatsender öffnen, wenn dann erst der angemeldete 5-Nordländer-Mux kommt, der ja sogar noch Kanäle einspart, die man dann ggf. wirklich lokal einsetzen könnte.
Vieles bei den Kanälen auf der alten Karte (zu der ja noch 7 weitere gehören) passt durch diverse Tauschgeschäfte natürlich nicht mehr. Es war eben nur ein Plan... Will man ihn verfeinern, muss man Frequenzen schlachten analog zum NRW-UKW-Funzelteppich.

von iro - am 07.06.2017 23:17
Zitat
Fred54
Na, wenn sich in Bayern DAB für den Lokalfunk lohnt, dann wird das in den anderen Ländern irgendwann auch gehen.

Wer sagt denn, daß sich das lohnt? In Bayern wird das ganze finanziell gefördert, nur darum läuft es auch. Anderswo ist das nicht der Fall!

https://www.bayerndigitalradio.de/2017/02/16/blm-zum-weiteren-ausbau-von-dab-in-bayern/
"Durch die Fördermittel des Freistaates Bayern und der Landeszentrale wird es möglich sein, das DAB-Engagement der lokalen Hörfunkanbieter in den nächsten 4 Jahren besonders zu fördern. "

von iro - am 17.06.2017 13:30
Deswegen ja mein Reden: UKW nicht abschalten. Genau für solche Fälle (Lokalradios und lokale Sendefenster) bietet DAB+ keine Lösung, ist UKW aber geradezu ideal.

Ich plädiere für einen Parallelbetrieb: Lokale Sender auf UKW, landes-/bundesweite auf DAB+.

Jedoch müsste man die Gerätehersteller dazu erziehen, eine gemeinsame Senderliste zu erstellen. Bei einigen Autoradios soll das ja wohl schon so sein. Sonst sind die UKW-Sender im Nachteil...

von Kuli11 - am 19.06.2017 05:53
Dieses Relikt vergangener Zeiten sollte endlich mal beerdigt werden. Leider ist der Staat ja bekanntermaßen mit der Kirche verheiratet. Selbst bei der Lizensierung von Ego FM hat die BLM eine Bereitstellung von Sendezeit für die Kirchen verlangt. Eigentlich gibt es so ziemlich jedem Radiosender in Deutschland (pflichtgemäß) Kirchensendungen, wenn auch mit teilweise sehr kleinem Umfang und unattraktiver Sendezeit. Auf SWR3 gibt es zB um 07.20 eine kurze Andacht, auf RPR1 gibt es sogar am Sonntagmorgen eine mehrstündige (!) Kirchensendung. Und so ein Staat nennt sich sekulär und frei von Staatsreligion, besonders weil nur die beiden großen Kirchen Sendezeit bekommen :rolleyes:

Aber gut, ist jetzt ein bisschen OT hier...

von b025 - am 19.06.2017 12:44
Zitat
Kuli11
Deswegen ja mein Reden: UKW nicht abschalten. Genau für solche Fälle (Lokalradios und lokale Sendefenster) bietet DAB+ keine Lösung, ist UKW aber geradezu ideal.

Ich plädiere für einen Parallelbetrieb: Lokale Sender auf UKW, landes-/bundesweite auf DAB+.

Jedoch müsste man die Gerätehersteller dazu erziehen, eine gemeinsame Senderliste zu erstellen. Bei einigen Autoradios soll das ja wohl schon so sein. Sonst sind die UKW-Sender im Nachteil...


Es stellt sich die Frage, was ist ein Lokalsender? Ist es das Dorfradio mit 100 Watt oder ein NRW-Lokalsender mit 4 kW. Im Grunde sind auch 104.6RTL (10 kW), alsterradio (40 kW), Radio Hamburg (80 kW), Energy Bremen (1 + 8 kW) oder Radio Lausitz (30 kW) Lokalsender. So unpräzise Aussagen verwirren.

Die Forderung Lokalradios sollen auf UKW bleiben, lässt sich vergleichen mit der Forderung das analoge Fernsehen soll weiterhin im Kabelanschluss verbleiben. Die meisten Zuschauer haben sich für DVB-C entschieden und wollten 100 Programme digital schauen statt nur 30 Programm analog. Jede dieser Personen wird sicherlich den Satz von sich geben, ich brauche nicht so viele Programme. Die Entscheidung fällt trotzdem für die größere Auswahl aus.

Genauso wird es bei DAB+ sein, die meisten Menschen entscheiden sich für mehr Programme die nur DAB+ und das Internet bietet. Wer da nicht mitzieht, verschwindet vom Markt. Bei Mittel- und Langwelle war es etwas anders, weil die einen großen Bereich abdeckten. Lokalradios decken auf UKW häufig nur einen kleinen Bereich ab, die Anzahl der Hörer ist gering.

Was bedeutet deine Forderung konkret? Die Menschen werden ein Lokalradio auf UKW empfangen und 40 Programme in DAB+. Meinst Du die wechseln für ein Programm das Frequenzband? Es ist immer noch so, dass die Empfänger nicht alle UKW und DAB+ Programme gleichzeitig auflisten. Neue Autoradios gehen zwar einen anderen Weg, aber bis jetzt sind solche Empfänger eine Ausnahme.

Ist einmal ein DAB+-Empfänger gekauft, wird kein UKW mehr gehört. 90 % der UKW-Programme sind auch über DAB+ zu empfangen. Vielleicht sollten wir eine Liste machen, welche Programme in DAB+ noch fehlen? In NRW fehlen noch die Lokalradios und die Uniradios. BFBS wird irgendwann abgeschaltet. In Bayern, Sachsen-Anhalt oder Baden-Württemberg dürften nicht so viele fehlen. Die kommerziellen Sender folgen immer den Zuhörern, sind die zu DAB+ gewechselt, werden alle hinterherlaufen.

von Seltener Besucher - am 19.06.2017 13:34
Zitat
SelBes
Meinst Du die wechseln für ein Programm das Frequenzband?

Wenn das Lokalradio ein gutes Programm bietet, werden die Leute wahrscheinlich niemals auf DAB umschalten. Egal, wieviele Programme dort zu finden sind...
Es geht ja nicht darum, 40 Programme empfangen zu können, sondern darum EIN ansprechendes Programm zu finden. Bei jedem 10. Hörer ist das das Lokalradio.

von iro - am 19.06.2017 13:46
Zitat
Kuli11
Deswegen ja mein Reden: UKW nicht abschalten. Genau für solche Fälle (Lokalradios und lokale Sendefenster) bietet DAB+ keine Lösung, ist UKW aber geradezu ideal.


Also von "bietet keine Lösung" zu sprechen, ist ganz gewiss falsch.
Wenn der Sendebetrieb über UKW doch teurer ist, als der über DAB+, dann wäre doch gerade für Lokalradios, insbesondere für die Nicht-kommerziellen, eine lokale DAB+-Lösung wie in Nürnberg oder München günstiger als auf UKW zu verbleiben.
Und selbst wenn es dort nur läuft, weil es besonders gefördert wird, dann bedeutet das ja trotzdem nicht, dass das in Niedersachsen "keine Lösung" wäre. Man müsste es den Bayern doch bloss nachmachen.
Denn wenn man, wie es bei UKW der Fall ist, am alten Zopf zu lange festhält, hat es das Neue nun mal schwerer, sich als Standard durchzusetzen und zu behaupten.

von Patty-Teddy - am 19.06.2017 14:53
Zitat
Nordi
Der Privatfunk in BY wird doch schon seit deren Gründung 'gefördert'


In Bayern gilt auch ein anderes Rundfunkrecht. Der Grund dafür ist dass das Rundfunkrecht Ländersache ist.
Privater Rundfunk ist in Bayern lediglich eine Sonderform von öffentlich-rechtlichem Rundfunk. Lediglich was die Inhalte betrifft sind private Rundfunkanbieter unabhängig.

von Winnie2 - am 19.06.2017 16:08
Zitat
pomnitz26
Wir könnten den Spieß mit der Liste auch umdrehen und machen eine Liste welche Programme auf UKW noch fehlen.


Sachsen-Anhalt

FM only
01. radio corax
02. radio hbw

DAB+ only
01. Dlf Nova
02. ERF Plus
03. Absolut relax
04. ENERGY
05. SCHLAGERPARADIES
06. Schwarzwaldradio
07. sunshine live
08. RADIO BOB!
09. KLASSIK RADIO
10. Radio Horeb
11. MDR KLASSIK
12. MDR SCHLAGERW
13. 1A Deutsche Hits
14. 89.0RTL InTheMix

Hamburg
FM only
01. alsterradio 106,8
02. 917xfm
03. Tide 96.0 / Hamburger Lokalradio
04. Freies Sender-Kombinat (FSK)

DAB+ only
01. Dlf Nova
02. ERF Plus
03. Absolut relax
04. ENERGY
05. SCHLAGERPARADIES
06. Schwarzwaldradio
07. sunshine live
08. RADIO BOB!
09. KLASSIK RADIO
10. Radio Horeb
11. NDR Info Spezial
12. NDR Blue
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Nur was nutzt mir, dass es viele Lokalradios im Ländle gibt, wenn ich bei mir die meisten nicht empfangen kann. Die DAB+ haben eine größere Abdeckung.

von Seltener Besucher - am 19.06.2017 16:24
Zitat
DH0GHU
Zitat
iro
Wenn das Lokalradio ein gutes Programm bietet, werden die Leute wahrscheinlich niemals auf DAB umschalten. Egal, wieviele Programme dort zu finden sind...

Doch, sobald sie mal das Sendegebiet verlassen. Was ja alle paar km passiert.


Naja, so ein Sendegebiet kann immerhin durchaus einen Radius von 50-70 km haben. Wenn man von einem Zonen-Rand zum anderen Rand fährt, können das somit ja auch immerhin schon über 100 km sein, wo man durchgehend Empfang haben kann.

von Patty-Teddy - am 19.06.2017 16:44
Zitat
Seltener Besucher
Es stellt sich die Frage, was ist ein Lokalsender? Ist es das Dorfradio mit 100 Watt oder ein NRW-Lokalsender mit 4 kW. Im Grunde sind auch 104.6RTL (10 kW), alsterradio (40 kW), Radio Hamburg (80 kW), Energy Bremen (1 + 8 kW) oder Radio Lausitz (30 kW) Lokalsender. So unpräzise Aussagen verwirren.

Das ist mir doch egal. Ich will da auch keine Abgrenzung aufstellen. Das kann ja der Sender entscheiden. Es gibt Gründe für DAB+, und es gibt Gründe für UKW. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Ein landesweites N-Joy macht sich super in DAB+, ein Radio 21 mit zig Lokalfenstern lässt sich besser über UKW abbilden.

Zitat
Seltener Besucher
Meinst Du die wechseln für ein Programm das Frequenzband?
Ja, wieso nicht? Hat man früher auch gemacht. Heute sind wir zufällig in einer Zeit, in der ein Bandwechsel überflüssig ist, aber die nächste Technologie steht in den Startlöchern und somit wird es wieder mehrere Bänder geben. Die Bandwechseltaste wird genauso selbstverständlich bedient werden wie die Stationstasten.

von Kuli11 - am 20.06.2017 05:40
Zitat
Patty-Teddy
Zitat
DH0GHU
Zitat
iro
Wenn das Lokalradio ein gutes Programm bietet, werden die Leute wahrscheinlich niemals auf DAB umschalten. Egal, wieviele Programme dort zu finden sind...

Doch, sobald sie mal das Sendegebiet verlassen. Was ja alle paar km passiert.


Naja, so ein Sendegebiet kann immerhin durchaus einen Radius von 50-70 km haben. Wenn man von einem Zonen-Rand zum anderen Rand fährt, können das somit ja auch immerhin schon über 100 km sein, wo man durchgehend Empfang haben kann.


Im Idealfall: Ja. Von meinen Kollegen pendelt locker 1/3 bis 1/2 lokalradiogebietsübergreifend. Die Gebiete sind allerdings auch nur allerseltenst so groß wie von Dir beschrieben. Interzonenverkehr ist weit verbreitet.
Außerdem, was sind schon 100 km.

Und nehmen wir mal die Bevölkerungsmehrheit: Die pendelt in Großstädte zur Arbeit rein, oder zu Freizeitzwecken aus ihnen raus. Da ist bei UKW ganz schnell Schluß, während selbst DAB weiter reicht. Ein krasses Beispiel ist hier München, da schweigt UKW längst, während DAB noch viele km weit spielt.

von DH0GHU - am 20.06.2017 07:28
Zitat
Kuli11
Zitat
Seltener Besucher
Es stellt sich die Frage, was ist ein Lokalsender? Ist es das Dorfradio mit 100 Watt oder ein NRW-Lokalsender mit 4 kW. Im Grunde sind auch 104.6RTL (10 kW), alsterradio (40 kW), Radio Hamburg (80 kW), Energy Bremen (1 + 8 kW) oder Radio Lausitz (30 kW) Lokalsender. So unpräzise Aussagen verwirren.

Das ist mir doch egal. Ich will da auch keine Abgrenzung aufstellen. Das kann ja der Sender entscheiden. Es gibt Gründe für DAB+, und es gibt Gründe für UKW.


Ich kenne keinen einzigen Grund für UKW.
Bei uns heißt es: „Schatz, ist das das UKW von gestern?“
Antwort: „Ja, bring in den Müll raus“.

Zitat
Kuli11
Zitat
Seltener Besucher
Meinst Du die wechseln für ein Programm das Frequenzband?
Ja, wieso nicht? Hat man früher auch gemacht. Heute sind wir zufällig in einer Zeit, in der ein Bandwechsel überflüssig ist, aber die nächste Technologie steht in den Startlöchern und somit wird es wieder mehrere Bänder geben. Die Bandwechseltaste wird genauso selbstverständlich bedient werden wie die Stationstasten.


Klar, wenn man in einer Filterblase lebt, dann stimmt diese Aussage. Wenn man auf Leute trifft, die zum Händler fahren, damit dieser ihnen einen Sender einprogrammiert, dann sieht man die Welt mit anderen Augen. Dazwischen finden wir noch ganz viel Vielfalt. Viele Leute schreien auf, wenn man ihren Sender im Autoradio wegklickt, weil sie nicht einmal wissen auf welcher Speichertaste dieser zu finden ist. Jetzt kann man viele Sender Deutschlandweit hören, warum noch den Sender wechseln? Komm bitte auf den Boden der Tatsachen! Jahrelang gab es keinen Grund AM zu benutzen, weil auf UKW ausreichend Vielfalt gab. Jetzt gibt es die Vielfalt auf DAB+.

von Seltener Besucher - am 20.06.2017 09:52
Zitat
DH0GHU
Zitat
Patty-Teddy
Zitat
DH0GHU
Zitat
iro
Wenn das Lokalradio ein gutes Programm bietet, werden die Leute wahrscheinlich niemals auf DAB umschalten. Egal, wieviele Programme dort zu finden sind...

Doch, sobald sie mal das Sendegebiet verlassen. Was ja alle paar km passiert.


Naja, so ein Sendegebiet kann immerhin durchaus einen Radius von 50-70 km haben. Wenn man von einem Zonen-Rand zum anderen Rand fährt, können das somit ja auch immerhin schon über 100 km sein, wo man durchgehend Empfang haben kann.


Im Idealfall: Ja. Von meinen Kollegen pendelt locker 1/3 bis 1/2 lokalradiogebietsübergreifend. Die Gebiete sind allerdings auch nur allerseltenst so groß wie von Dir beschrieben. Interzonenverkehr ist weit verbreitet.
Außerdem, was sind schon 100 km.

Und nehmen wir mal die Bevölkerungsmehrheit: Die pendelt in Großstädte zur Arbeit rein, oder zu Freizeitzwecken aus ihnen raus. Da ist bei UKW ganz schnell Schluß, während selbst DAB weiter reicht. Ein krasses Beispiel ist hier München, da schweigt UKW längst, während DAB noch viele km weit spielt.

Ein Durchmesser von 100km ist für mich dann schon eher ein Regionalsender als ein Lokalsender.

Radio 21 ist natürlich ein Sonderfall; da stehen meist Sender in größeren Städten, die dann 50km oder so ins Umland strahlen. Das mit der selben Indoorreichweite auf DAB+ sinnvoll abzubilden dürfte schwierig werden. V.a. wenn man nicht mehrere Regionalversionen im selben Mux übertragen möchte um zu verhindern, dass die Leute die falsche Werbeversion auswählen. Deshalb hat Radio 21 wohl auch die Regionalisierung von SFNs testen lassen; im Übergangsgebiet zwischen zwei Regionen würde bei der Regionalisierung wohl fast nur Werbung gestört. Allerdings könnten diese Störungen natürlich zum Umschalten anregen. Das wäre natürlich eine Verschlechterung im Vgl. zu UKW. Wobei man das Übergangsgebiet klein halten könnte, wenn man dort einen Füllsender verwenden würde, der in die eine Richtung scharf gerichtet die eine und in die andere Richtung scharf gerichtet die andere Regionalversion ausstrahlen würde.

von Zwölf - am 20.06.2017 12:43
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Zwölf
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DH0GHU
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Patty-Teddy
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DH0GHU
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iro
Wenn das Lokalradio ein gutes Programm bietet, werden die Leute wahrscheinlich niemals auf DAB umschalten. Egal, wieviele Programme dort zu finden sind...

Doch, sobald sie mal das Sendegebiet verlassen. Was ja alle paar km passiert.


Naja, so ein Sendegebiet kann immerhin durchaus einen Radius von 50-70 km haben. Wenn man von einem Zonen-Rand zum anderen Rand fährt, können das somit ja auch immerhin schon über 100 km sein, wo man durchgehend Empfang haben kann.


Im Idealfall: Ja. Von meinen Kollegen pendelt locker 1/3 bis 1/2 lokalradiogebietsübergreifend. Die Gebiete sind allerdings auch nur allerseltenst so groß wie von Dir beschrieben. Interzonenverkehr ist weit verbreitet.
Außerdem, was sind schon 100 km.

Und nehmen wir mal die Bevölkerungsmehrheit: Die pendelt in Großstädte zur Arbeit rein, oder zu Freizeitzwecken aus ihnen raus. Da ist bei UKW ganz schnell Schluß, während selbst DAB weiter reicht. Ein krasses Beispiel ist hier München, da schweigt UKW längst, während DAB noch viele km weit spielt.

Ein Durchmesser von 100km ist für mich dann schon eher ein Regionalsender als ein Lokalsender.
.


Naja, das mit den 100 km Durchmesser ist zum Beispiel bei Radio Z aus Nürnberg auf UKW der Fall. Über DAB+ (10C) dürfte sich die Reichweite noch erhöht haben.
Das Nürnberger afk Max, das auf UKW gerade mal knapp die Zone von Nürnberg, Fürth, Erlangen und Forchheim versorgt, hat durch DAB+ nun die gleiche Reichweite wie Radio Z, ein Empfangs-Gebiet mit einem Durchmesser von ca. 120 - 140 Kilometern.
Möglicherweise geht da sogar unten in Ingolstadt noch was (vielleicht kann jemand was dazu sagen, der dort wohnt).

Ein paar Beispiele aus anderen Bundesländern:

Das Freie Radio Corax aus Halle (Sachsen-Anhalt), das bisher nur auf UKW mit 1000 Watt vom Petersberg sendet, kann man von Magdeburg bis etwa zum Hermsdorfer Kreuz hören (das sind ungefähr 140 Autobahn-Kilometer).

Ein weiteres Beispiel ist Radio Okerwelle aus Braunschweig, ein "nichtkommerzielles Lokalradio", das mit 500 Watt auf UKW gut 50 Kilometer weit in's Umland strahlt, und somit sogar noch in Wernigerode und Goslar am Nordrand des Harzes gut zu empfangen ist. Ebenso reicht es vom Ost-Stadtrand Hannovers östlich bis nach Helmstedt (120 Kilometer Autostrecke).
Und natürlich geht es auch locker bis Hildesheim und weiter.
Wenn man von Hannover-Südost nach Wernigerode fährt (etwa 115 Kilometer), sollte man auf der gesamten Strecke den Sender empfangen können.
Es kommt dort auch immer die Ansage: Radio Okerwelle: das Lokalradio für die Region Braunschweig.

Oder nehmen wir als weiteres Beispiel Radio ZuSa (ebenfalls ein "nichtkommerzielles Lokalradio", das mit drei Frequenzen die gesamte Lüneburger Heide von Celle bis nach Hamburg, das Wendland (Lüchow/Dannenberg) und sogar noch die Stadt Lübeck bis rauf nach Travemünde versorgt (das ist schon per Luftline immerhin 85 Kilometer vom Sender Lüneburg entfernt).

Auch das "Stadtradio Göttingen" und das OSRadio aus Osnabrück haben eine ordentliche Reichweite mit ihren Sendeleistungen von 1000 Watt. Beides sind ebenfalls "nicht-kommerzielle Lokalradios".

Bei einem kommerziellen "Lokalsender" wie dem Braunschweiger Radio38, das mit 15 Kilowatt und zudem auch noch von einem Berg (Drachenberg) senden darf, geht von der Reichweite her natürlich noch einiges mehr.

von Patty-Teddy - am 20.06.2017 13:16
Bei den Versorgungsgebieten der UKW-Lokalsender steckt auch ganz viel Wilkür und Historie mit drin.

Dass Radio 38, das eigentlich nur ein Lokalsender wie jeder andere ist, mit der 100,3 Braunschweig-Drachenberg eine starke und weitreichende Frequenz geerbt hat, die halb Ostniedersachsen versorgt, während andere vergleichbare Lokalsender in Niedersachsen auf irgendwelchen nachkoordinierten Funzeln noch nicht mal ihr eigentliches Versorgungsgebiet vernünftig erreichen, liegt natürlich auch nur daran, dass zufällig BFBS in dieser Region abgeschaltet wurde und deshalb die bisherige N-Joy-Frequenz frei wurde.

Dass Radio 21 in jedem Dorf eine Lokalversion ausstrahlt, liegt ebenfalls nur daran, dass sie halt keine vernünftigen UKW-Frequenzen mehr abbekommen haben und somit aus der Not eine Tugend gemacht haben. Hätte Radio 21 aber vom Start weg eine vergleichbare Frequenzkette wie ffn oder Antenne NDS bekommen, sähe die Situation bez. Regionalisierung sicherlich ganz anders aus.

Es stellt sich dann halt die Frage, wieviel von dieser recht wilkürlichen und nicht immer gerechten Ordnung man nach DAB rüber retten muss. Ich denke, dass es akzeptabel sein kann, wenn sich Versorgungsgebiete gegenüber UKW vergrößern. Radio 38 hat ja mit dem Wechsel auf UKW 100,3 auch akzeptiert, nicht mehr nur Braunschweig-Stadt zu versorgen, sondern eben sehr viel größeres Gebiet.

Umgekehrt eher nicht!

von Habakukk - am 20.06.2017 13:53
Zitat
Habakukk
Dass Radio 38, das eigentlich nur ein Lokalsender wie jeder andere ist, mit der 100,3 Braunschweig-Drachenberg eine starke und weitreichende Frequenz geerbt hat, die halb Ostniedersachsen versorgt...


Jo, inklusive der Landeshauptstadt Hannover. Und sie versorgen damit zudem auch noch mehr als die Hälfte von Sachsen-Anhalt inklusive der Landeshauptstadt Magdeburg mit.
So eine super Reichweite würde ich natürlich auch der Okerwelle wünschen, die als "Nicht-kommerzielle" für "Freaks" wie mich das interessantere Programm machen.

von Patty-Teddy - am 20.06.2017 14:13
Zitat
Zwölf

Radio 21 ist natürlich ein Sonderfall; da stehen meist Sender in größeren Städten, die dann 50km oder so ins Umland strahlen. Das mit der selben Indoorreichweite auf DAB+ sinnvoll abzubilden dürfte schwierig werden.


Haha der war gut. 50km sind niemals mit den lächerlichen Funzeln zu erreichen. Maximal 30km, das ist zumindest hier in Aurich Leer Wilhelmshaven so.

Zwischen Funzel Leer und Aurich geht das noch, die Sender greifen einigermaßen ins nächste Sendegebiet über. Aber... Aurich zu Wilhelmshaven... Katastrophe. In Wittmund geht keiner der beiden, zumal Aurich auch noch in der Richtung Einzüge und Wilhelmshaven ebenfalls dort wo Aurich Einzüge hat.

Noch ein Beispiel : fährt man von Leer nach Oldenburg, ebenfalls sehr schlechter Empfang. RDS AF bringt da ne zeit lang auch keine Besserung da der nächste Sender nicht zu empfangen ist. Und von Leer zu Lingen sprech ich erst gar nicht von :rolleyes: . Echt ne super Abdeckung haben die :bruell:

DAB+ wäre für Radio Einundzwanzig ein Segen, wirklich.

von UKW vs. DAB+ - am 22.06.2017 18:04
Zitat
UKW vs. DAB+
Zitat
Zwölf

Radio 21 ist natürlich ein Sonderfall; da stehen meist Sender in größeren Städten, die dann 50km oder so ins Umland strahlen. Das mit der selben Indoorreichweite auf DAB+ sinnvoll abzubilden dürfte schwierig werden.


Haha der war gut. 50km sind niemals mit den lächerlichen Funzeln zu erreichen. Maximal 30km, das ist zumindest hier in Aurich Leer Wilhelmshaven so.


Naja, im Raum Hannover-Hildesheim-Celle-Braunschweig-Salzgitter-Goslar-Göttingen sieht das schon sehr viel besser aus. Diese Region wird mit Radio 21 schon von Anfang an optimal versorgt.
Der "Funzel-Teppich" ist da so dicht, dass es dort so gut wie keine Versorgungslücken mehr gibt.

Die 105.8 vom Sender Hildesheim-Sibbesse schafft mit 1 kw sogar 60 Kilometer und ist auch in den Stadtgebieten von Braunschweig und Hannover problemlos zu hören, die 104.1 aus Braunschweig-Broitzem und die 93.4 aus Göttingen gehen mit ebenfalls 1 kw auch locker 50 km weit.
Bei den anderen "Funzeln" trifft es allerdings zu, dass sie mit Leistungen von 300 - 500 Watt nur eine Reichweite von 30 bis 40 km haben.

von Patty-Teddy - am 22.06.2017 23:38
Zitat
Patty-Teddy
Zitat
UKW vs. DAB+
Zitat
Zwölf

Radio 21 ist natürlich ein Sonderfall; da stehen meist Sender in größeren Städten, die dann 50km oder so ins Umland strahlen. Das mit der selben Indoorreichweite auf DAB+ sinnvoll abzubilden dürfte schwierig werden.


Haha der war gut. 50km sind niemals mit den lächerlichen Funzeln zu erreichen. Maximal 30km, das ist zumindest hier in Aurich Leer Wilhelmshaven so.


Naja, im Raum Hannover-Hildesheim-Celle-Braunschweig-Salzgitter-Goslar-Göttingen sieht das schon sehr viel besser aus. Diese Region wird mit Radio 21 schon von Anfang an optimal versorgt.
Der "Funzel-Teppich" ist da so dicht, dass es dort so gut wie keine Versorgungslücken mehr gibt.

Die 105.8 vom Sender Hildesheim-Sibbesse schafft mit 1 kw sogar 60 Kilometer und ist auch in den Stadtgebieten von Braunschweig und Hannover problemlos zu hören, die 104.1 aus Braunschweig-Broitzem und die 93.4 aus Göttingen gehen mit ebenfalls 1 kw auch locker 50 km weit.
Bei den anderen "Funzeln" trifft es allerdings zu, dass sie mit Leistungen von 300 - 500 Watt nur eine Reichweite von 30 bis 40 km haben.


Dazu kommt noch die niedrige Höhe. Aurich 1kW hat nur 80 Meter. Leer (Nüttermoor) nur 350Watt aber Antennen Sitzen auf 140 Meter Höhe, der geht ungefähr so weit wie Aurich-Haxtum. Die Sender die du ansprichst sind locker mehr als 200 Meter hoch, Großsender eben. Klar das da die Reichweite hoch ist. Aber hier ist es eine Katastrophe. Vorallem Leer runter nach Lingen... Guck dir die Fmscan.org Sender Karte mal an von Radio Einundzwanzig. Zwischen Leer und Lingen ist zb ne große Lücke.

von UKW vs. DAB+ - am 23.06.2017 15:55
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Kuli11
Hat man früher auch gemacht. Heute sind wir zufällig in einer Zeit, in der ein Bandwechsel überflüssig ist, aber die nächste Technologie steht in den Startlöchern und somit wird es wieder mehrere Bänder geben. Die Bandwechseltaste wird genauso selbstverständlich bedient werden wie die Stationstasten.


Wann früher? Ich war schon als Kind der einzige der MW ab und zu lauschte. Alle andern hörten nur UKW und wehe man hätte mal auf die AM Taste gedrückt. Bei die ältern genauso. War ein Programm nicht mehr auf UKW (DLF) dann würde nicht umgeschalten auf MW/LW. Nein es würde im FM Band neu gesucht, ein ander FM Sender gehört oder eben die Kassette reingeworfen.

Man kann heute auch nicht mit früher vergleichen. Die gewonheiten haben sich geändert. Heute kann man selbst seine Musik überall hinnehmen. Die meisten der heutigen Jugend hört überhaupt kein Radio mehr.

Man wechselt nicht. Ich sehe es im Bekannten- Freuden- und Verwandenkreise selbst. Vorher würde entweder B3, B1, Antenne, Lokalradio (Ramasuri oder Charivari) fest gehört und jetzt? Jetzt hören die DAB und hören Kultradio. Da wechselt keiner fleißig zwischen Kultradio auf DAB und Lokalradio auf FM. Das könnt ihr vergessen. Das machen wir Freaks, nicht der Ottonormale.
Das war auch damals auch schon so. Ich hab einen MDR Bericht gesehen wo es um die DDR und den Westempfang ging. Auch da haben die Leute nach Möglichkeit UKW gehört. Nur die, die wirklich nichts mehr über UKW Westprogramme reinbekamen hörten dann MW. Als man DT64 nach der Wende ins MW band angeschoben, kam damals schon die Aussage " wer hört heute noch Mittelwelle" Paar treue Hörer habem es magels Alternativen und der verbundenheit gemacht. Im Westdeutschland das selbe. Das mache RTL auf MW geschalten haben, lag auch nur daran als magel der Alternative. Was gab es damals im RTL Sendegiebt schon auf UKW? In NRW war der WDR bei die jüngern ein für Opa gemachts Programm. Internet gab es es nicht und Musik kaufen war teuer. Heute ist das doch nicht mehr vergleichbar. Allene die Sender haben sich geändert. Auf fast jeden Sender die selbe Mainstreammusik. Was macht Lokalradio heute noch aus, das man es als Hörer durch ein für ihn bessern Musikmix wie Kultradio in Bayern nicht auf diesen Lokalsendern dauerhaft verzichten kann? Was eine Umschaltung überhaupt in Betracht ziehen kònnte? Heue bin ich dank Internet besser Regional Informiert als über die Lokalsender. Auch das Regionalewetter kann Google besser.

Es würde nur gehen wenn die Radios von sich aus mehre Bänder zusammenfassen würde. Dafur finde ich wiederrum analoges UKW nicht geeignet. DAB+ SFN für Landsweitesender und DRM+ SFN oder MSN (Radio21 System) im UKW Band für Lokalsender. Das wäre die Lösung gewesen. Am Radio eine Taste "Digital" wo dann alle DAB/DRM Programme nach A-B-C geordnet wären. Fertig. Dafür ist aber der Zug abgefahren. Man wollte eben nur DAB oder DRM und man hat sich halt für DAB als für das bessere System entschieden.

von Kohlberger91 - am 24.06.2017 06:03
Zitat
Patty-Teddy

Naja, das mit den 100 km Durchmesser ist zum Beispiel bei Radio Z aus Nürnberg auf UKW der Fall. Über DAB+ (10C) dürfte sich die Reichweite noch erhöht haben.
Das Nürnberger afk Max, das auf UKW gerade mal knapp die Zone von Nürnberg, Fürth, Erlangen und Forchheim versorgt, hat durch DAB+ nun die gleiche Reichweite wie Radio Z, ein Empfangs-Gebiet mit einem Durchmesser von ca. 120 - 140 Kilometern.
Möglicherweise geht da sogar unten in Ingolstadt noch was (vielleicht kann jemand was dazu sagen, der dort wohnt).


Die Reichweite insofern das jetzt auch im "Outback" von Nürnberg rauschfrei gehört werden kann.
10C geht seit der Aufschaltung auf den FMT ungefähr so weit wie UKW vom FMT. Das Altmühltal ist wie vorher die natürliche Grenze zwischen Nürnberg und Ingolstadt, München.

von Scrat - am 24.06.2017 10:50
Zitat
iro
Der Radio 21-Sender in Wahnbek ist schon 3km entfernt in Richtung Rastede nicht mehr vernünftig zu empfangen. An meinem Arbeitsplatz konnte ich (vor unserem Neubau) den Sendeturm sehen - aber nicht empfangen.
Dazu muss man aber sagen: in die andere Richtung geht er gut 20km raus...


Das kommt halt davon wenn man an jedem Sender aus gerichtet senden muss. Das verkleinert das Sendegebiet ungemein. Siehe Radio Nordseewelle Aurich (99,5). Volle Leistung nur Richtung Küste. Emden ist schon wieder mies vorallem wegen Nachbarkanalstörung (99,6 SLAM!) und von Leer rede ich erst gar nicht von. Das ist alles Murks.

FM ist am Ende, zumindest für neue Projekte und Programme.

von UKW vs. DAB+ - am 24.06.2017 11:17
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