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DAB Digitalradio Forum
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Bundesratsinitiative für Digitalradio DAB+ - ab 2019 DAB+ Geräte Verkaufspflicht ?

Startbeitrag von uhf am 11.09.2016 12:20

Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesratsinitiative-fuer-Digitalradio-DAB-3317918.html

Bundesratsinitiative für Digitalradio DAB+

Der Kulturausschuss des Bundesrats macht sich für Digitalradios stark. Er empfiehlt, von 2019 an im Wesentlichen nur noch solche Geräte zum Verkauf zuzulassen.

Mit einer Empfehlung für Radiogeräte, die dem neuen Digitalradio-Standard DAB+ genügen, möchte der Kulturausschuss des Bundesrats den Digitalfunk stärken. Folgt der Bundesrat dieser Empfehlung, würde es das Aus für traditionelle UKW-Empfänger beschleunigen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe (37/2016).

Das Land Rheinland-Pfalz hatte im August einen Antrag auf Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in den Bundesrat eingebracht, nach dem Hersteller verpflichtet werden sollen, nur noch DAB+-fähige Radios in den Handel zu bringen. Der Kulturausschuss hat dem rheinland-pfälzischen Antrag in dieser Woche mehrheitlich zugestimmt. Noch sei allerdings offen, ob der Bundesrat ihm folgt, denn die Änderung der TKG-Novelle sei nicht zustimmungspflichtig, berichtet der Spiegel.

Hilfe der Politik benötigt

Der Trend zum Digitalradio war auch Thema auf der IFA 2016. Die ARD-Vorsitzende Professor Karola Wille betonte dort, dass die Politik die Digitalisierung des Hörfunks regulierend begleiten müsse und sagte: "Die stetig steigenden Verkaufszahlen für DAB+-Geräte in Deutschland und der stark forcierte Ausbau des Sendernetzes für terrestrisches Digitalradio zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Die Marktbeteiligten haben sich in einer Koalition zusammengeschlossen, um die Roadmap auf dem Weg zum Standard DAB+ zu beschreiben. Für den regulatorischen Rahmen auf diesem Weg benötigen wir aber auch die Hilfe der Politik." (dpa) / (dwi)

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Es wäre jedenfalls an der Zeit, dass dieser Vorschlag umgesetzt wird. Alleine schon um für Zukunftssicherheit zu sorgen und damit auch Elektroschrott zu vermeiden wenn man weiß, dass von der 20-Euro-Billigtröte bis zur HiFi-Anlage alle Geräte UKW und DAB+ beherrschen. Es darf nicht sein, dass mit DAB+ in vielen Geräten ein mittlerweile fest etablierter Wellenbereich oftmals immer noch weggelassen wird.

Alternativ zur Herstellerverpflichtung könnte man auch die Händler verpflichten, nur noch DAB+-fähige Geräte zu ordern und zu verkaufen.

Als DVB-T eingeführt wurde, gab es ja eine ähnliche Regellung, die keinem geschadet hat.

von PEQsche - am 11.09.2016 13:35
Zitat
Terranus
Ganz dumm ist das nicht. In Frankreich hat man das schon öfters gemacht, dass Geräte zwangsweise ausgestattet sein mussten.


...und jetzt sieht es so aus, dass Frankreich mit DAB+ wieder ähnlich machen könnte, jedoch wird das möglicherweise noch ein paar Jährchen dauern. Seit jetzt 7 Programme von Radio France testweise in Paris senden (inkl. Slideshow), kommen bereits die ersten Gerüchte auf. Vor den Testaussendungen von Radio France, gab es kaum einen Hinweis für ein solches Vorgehen.

von drahtlos - am 11.09.2016 15:07
Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
PEQsche
(...)
Als DVB-T eingeführt wurde, gab es ja eine ähnliche Regellung, die keinem geschadet hat.

...ja, genau :rolleyes: :sleep:


Gab es wirklich in Deutschland so eine Regelung? Noch nie was von gehört.
Unterschied bleibt aber destotrotz, das es keine parallele Analogaustrahlung gab.

von Chief Wiggum - am 11.09.2016 16:13
Zitat
Chief Wiggum
Gab es wirklich in Deutschland so eine Regelung? Noch nie was von gehört.
Unterschied bleibt aber destotrotz, das es keine parallele Analogaustrahlung gab.


Es gibt da die EU-Richtlinie 2002/22/EG "Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten". Im Artikel 24 wird die "Interoperabilität der für Verbraucher bestimmten Digitalfernsehgeräte" gefordert. Siehe auch Anhang "VI".

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A32002L0022

Oder auch

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:32002L0019

von Loger - am 11.09.2016 17:29
Zitat
PEQsche
Hauptsache ein unnötiger, nichtssagender und provokativer Post, gell?

Achja: :rolleyes:

Wie du sicherlich weißt habe ich sicherlich nichts gegen DAB. Wie übrigens viele die hier zum Anti-DAB-Lager gerechnet werden.
Was hier nicht angeht und wieso ich das überhaupt geschrieben habe: Es auch noch nachträglich so hinzustellen als wären dies für eine Technik, DVB-T, sinnvoll gewesen die jetzt schon wieder durch eine andere ersetzt wird, DVB-T2. "Das ist dann zukunftssicher, müßt ihr kaufen, das alte analoge Klapperzeug schalten wir ab", so hätte/hat man es dann wohl Anfang der 00er Jahre formuliert.
Aber vermutlich ist es bei D2MAC oder ADR, hatte ich übrigens auch, nur deshalb nicht zum großen Durchbruch gekommen... Und nochmals nein: DAB ist durchaus sehr zweckdienlich. Ich will auch damit nicht darauf spekulieren, daß man hier vielleicht irgendwann gar einen Ersatz durch den Mobilfunk anstrebt. Mit dem derzeitigen Stand (Netzausbau, Volumen) behalte ich da lieber DAB.
...aber macht nur, so schreibt man auch DAB in Grund und Boden :rolleyes: . Ich nutzte dann oder auch sonst weiterhin begeistert DVB und UKW :rp: .

von Thomas (Metal) - am 11.09.2016 18:14
Ich habe dich nicht in irgendein Lager "eingeteilt". Entsprechend hitzig geführte Diskussionen sind zum Glück auch schon einige Zeit her.

Hier geht es lediglich darum, ob man Hersteller dazu verpflichtet, alle in Deutschland bzw. EU verkauften Geräte für DAB+ nutzbar zu machen.

Da DAB+ immer mehr ins Rollen kommt, finde ich persönlich, dass das (vor allem im Gegensatz zu einem UKW-Abschaltdatum) in jedem Fall ein gangbarer Weg mit den wenigsten "Nebenwirkungen" ist.

von PEQsche - am 11.09.2016 18:49
Zitat
PEQsche
@theArno80

Wir reden von einem Marktanteil von derzeit knapp unter 15%. Die Tendenz zeigt klar nach oben. Das weißt du übrigens ganz genau. Die Art und Weise, wie du kommentierst, sagt aber alles. Ist ja nicht das erste mal.


Ich lasse dich doch träumen oder etwa nicht? Darfst du ruhig. Ich darf doch auch ne Meinung haben. Und ich glaube nicht an derartige Zahlen. Allein schon wie das Ganze auf der IFA schöngeredet wurde...naja, das wird schon.

von theArno80 - am 11.09.2016 20:28
Natürlich ist das gut. Das wird ja auch mal Zeit, denn wirklich etabliert hat sich dab wohl kaum. Das kennen immernoch die wenigsten. Auch wenn die Macher das anders sehen und mit irgendwelchen Zahlen um sich werfen. Ich würde es super finden wenn dab mehr beworben wird. Nur bei jetziger Bekanntheit, würde ich nicht von solch drastischen Maßnahmen sprechen.
Also wenn man sich mal umsieht findet man die wenigsten, die dab überhaupt kennen. Und das ist echt kein Wunder. Mein Nachbar fährt einen Qashqai mit einem dab Radio. Er wusste davon nichtmal, bis ich ihm das nach zwei Jahren gezeigt habe.
Außerdem sollte sowas EUweit durchgezogen werden. Solange es Länder gibt in denen dab fast noch garnicht auf Sendung ist, darf man einem Hersteller doch nicht das UKW Radio verbieten.

von theArno80 - am 11.09.2016 20:49
Ob die auf der IFA veröffentlichten Zahlen wirklich zu 100% genau so stimmen, klar, sei einerseits zwar mal dahin gestelllt, dennoch sind dies die relevanten Zahlen für den Digitalisierungsbericht und damit für die KEF vor allem interessant. Und je besser die Zahlen für DAB+ sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es auch weiterhin genug Geld für den Ausbau gibt.

Andererseits: Wenn die Zahlen eher aus Sicht der Pessimisten stimmen sollten, würde man doch nicht den zweiten BM durchboxen. Auch der Bundesmux existiert nach wie vor und wird kräftig ausgebaut (2012/2013 und 2014 war beides noch alles andere als sicher). Da gab es nämlich noch ganz andere Stimmen zu DAB+.

Mit Ausnahme des 12D in Bayern (dort gibt es allerdings jetzt schon eine riesen Vielfalt und damit Konkurrenz) findet man auch immer wieder Nachrücker für ausgeschiedene Sender.

von PEQsche - am 12.09.2016 05:40
Jap das ist auch noch so eine Sache. Mein bester Kumpel, der DAB bei mir kennen gelernt hat, stand letztens vor der Auswahl eines Küchenradios. Seine UKW Schleuder hatte dort immer nur miesen Empfang, was aber an der Kiste selbst lag. Nun hatte er ein Inetradio oder ein DAB Radio zur Auswahl. Er griff zum Internetradio. Grund: Auswahl an Sendern

von theArno80 - am 12.09.2016 07:14
Zitat
zerobase now
Es ist ja nur eine Empfehlung un der Bundesrat kann keine Gesetze alleine beschliessen. Von daher würde ich da mal den Ball flach halten. Die Lobby der UKW-Platzhirsche wird da schon genügend Druck machen, dass es bei der Empfehlung bleibt.

Das können weder Bundesrat noch Bundestag beschließen, wenn es nicht zuvor die EU beschließen sollte bei EU-weiter Gültigkeit. Ansonsten wäre das ein Handelhemmnis, welches nicht sein darf.

von iro - am 12.09.2016 07:40
Zitat
DH0GHU
Zitat
PEQsche
Ob die auf der IFA veröffentlichten Zahlen wirklich zu 100% genau so stimmen, klar, sei einerseits zwar mal dahin gestelllt,


Sicher. Keine wissenschaftliche Umfrage-Methodik der Welt kann so nah an die Wahrheit heran kommen wie die Sicht von Interessengruppen oder von Forenexperten.


:D :D :spos:

von Habakukk - am 12.09.2016 07:56
Zitat
theArno80
Außerdem sollte sowas EUweit durchgezogen werden. Solange es Länder gibt in denen dab fast noch garnicht auf Sendung ist, darf man einem Hersteller doch nicht das UKW Radio verbieten.


Es will doch mit dieser Initiative niemand UKW verbieten, sondern es soll nur vorgeschrieben werden, dass mit neuen Geräten auch DAB+ empfangen werden kann.

Jedesmal wenn ich in den Grossmärkten noch Radios mit MW sowie mglw. noch LW neben UKW entdecke, bin ich kurz davor die Interessenten anzusprechen. Wie sagte mir ein Verkäufer, der dabei stand: "Klar können sie da keine deutschen Sender mehr empfangen, aber unsere hohen Lagerbestände müssen auch schliesslich raus, genauso wie bei den Lieferanten ..." Sowas grenzt für mich schon fast an bewussten Betrug!!

von Eckhard. - am 12.09.2016 08:24
http://www.europarl.europa.eu/brussels/website/content/modul_05/start.html
Zitat

Freier Warenverkehr: Im Binnenmarkt darf nichts den Austausch von Waren über die Grenzen behindern. Vor allem Zölle und mengenmäßige Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung sind verboten (Art. 28 bis 32 AEUV). Waren, die in einem Staat des Binnenmarktes nach dort geltenden Vorschriften hergestellt worden sind, dürfen in jedem Staat des Binnenmarktes verkauft werden, auch wenn dort andere Vorschriften gelten.


Zitat

Artikel 29 AEUV
Als im freien Verkehr eines Mitgliedstaats befindlich gelten diejenigen Waren aus dritten Ländern, für die in dem betreffenden Mitgliedstaat die Einfuhrförmlichkeiten erfüllt sowie die vorgeschriebenen Zölle und Abgaben gleicher Wirkung erhoben und nicht ganz oder teilweise rückvergütet worden sind.


NUR die EU kann reine UKW-Radios verbieten! Deutschland kann das nicht im Alleingang machen.

von iro - am 12.09.2016 11:24
Einerseits keine schlechte Idee. Im lokalen "Geiz-Markt" ist das Angebot an DAB+-tauglichen Empfängern in den letzten Monaten drastisch *zurück* gegangen, mit Ausnahme von Autoradios, wo inzwischen, abgesehen von den Billigheimern, alle DAB+ können. Auf der anderen Seite gab es noch in den 1980ern im Billigstpreissegment noch Transistorradios, die nur Mittelwelle können, ebenso wie es zu niedrigsten Preisen bis zur Abschaltung von Analog-TV auch noch Schwarzweißfernseher für rund 30 Euro kaufen konnte. Warum auch nicht? Muss doch jeder selber wissen. Zumal es, anders als beim analogen Fernsehen, für UKW keinen Abschalttermin gibt.

von Bolivar diGriz - am 12.09.2016 11:25
Zitat
Bolivar diGriz
Auf der anderen Seite gab es noch in den 1980ern im Billigstpreissegment noch Transistorradios, die nur Mittelwelle können, ebenso wie es zu niedrigsten Preisen bis zur Abschaltung von Analog-TV auch noch Schwarzweißfernseher für rund 30 Euro kaufen konnte. Warum auch nicht? Muss doch jeder selber wissen. Zumal es, anders als beim analogen Fernsehen, für UKW keinen Abschalttermin gibt.


Eine wie auch immer geartete Vorschrift, wenn sie denn tatsächlich irgendwann einmal nach einer großzügigen Übergangsfrist kommen sollte, wird auch sicher nicht alle Geräte betreffen bzw. den Verkauf von reinen UKW-Billigheimern verbieten. Ist ja z.B. bei Fernsehern auch so, da sind meines Wissens auch nur Geräte ab einer gewissen Bildschirmgröße davon betroffen. Die 10-Euro-Radiowecker, welche sowieso meist nur als Uhr betrieben werden, wird es dann sicher auch noch geben.

Ich könnte mir vorstellen daß solch eine Vorschrift dann z.B. nur fest eingebaute Radiogeräte betrifft (z.B. in modernen Autos wo das Radio ja praktisch nicht mehr austauschbar ist) oder Geräte ab einem gewissen Preis (z.B. teure HIFI-Tuner, welche ja in der Regel über einen sehr langen Zeitraum betrieben werden). Bei solchen Geräten macht ein gewisser Investitionsschutz ja durchaus Sinn.
Wer sich heute für teuer Geld einen Neuwagen mit fest integrierten Navi+Soundsystem kauft möchte sicher die Gewissheit haben daß er seine Investition auch noch in 15 Jahren nutzen kann.

von Loger - am 12.09.2016 15:21
stefsch: Wieso ist es dafür zu spät?

iro: Erfahrungsgemäß werden Hinweise auf die gültige Rechtslage von Forenexperten geflissentlich ignoriert, da Fakten eher störend wirken. Es wäre allerdings tatsächlich angebracht, das Thema zumindest beim Thema Radios in KFZ europaweit anzugehen, da ansonsten europäische Konsumenten z.B. bei Fahrten im EU-nahen nichteuropäischen ;) Ausland (Schweiz, Norwegen, Britannien) mittelfristig ein Problem haben könnten (Stichwort UKW-Abschaltung), und sowas durchaus sicherheitsrelevant ist (Stichwort Tunnel-Informationssysteme, Warnmeldungen, etc).

Ansonsten: das wäre alles nicht so schlimm, wenn die "Geiz-ist-Geil"-Kunden, die heute aus Unwissenheit oder Sparsamkeit auf DAB verzichten, dann in 10 Jahren nicht so laut schreien würden, falls der Lieblingssender auf UKW abschaltet. Gerade die werden schreien. Deshalb wäre eine derartige Regelung auf EU-Ebene durchaus sinnvoll.

von DH0GHU - am 12.09.2016 17:19
Ja, solche Kunden gibt es, habe ich selbst schon beobachtet.
Das war knapp ein Jahr oder ein dreiviertel Jahr vor der Abschaltung der letzten analogen TV-Programme auf Astra, also zu einem Zeitpunkt als der definitive Abschaltzeitpunkt bereits feststand und in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde.
Als ich damals im örtlichen Blödmark war konnte ich beobachten wie ein Pärchen den Verkäufer explizit nach einem analogen Sat-Receiver fragte. Auf die Frage des Verkäufers wozu das denn noch meinten sie daß sie unbedingt (!) noch einen analogen Receiver bräuchten weil sie noch eine alte Schüssel hätten welche sie nicht austauschen möchten...
Damals kostete ein einfaches Single-LNB schon unter 20€.

von Loger - am 12.09.2016 17:51
Zitat
B.Zwo
Was soll all diese regulatorische Wut? Lasst doch den Markt entscheiden. Früher musste man auch entscheiden ob man Ostzone in Farbe haben wollte oder nicht. Da gab es auch kein Zwangs-Secam!


Im Prinzip richtig, sehe ich auch so.
Allerdings kommt irgendwann der Moment, da muss man technisch unbedarfte Menschen davor schützen, etwas zu kaufen, was wenig später nicht mehr nutzbar ist.
Allerdings ist diese Zeit bei dab+ noch lange nicht gekommen, da nicht klar ist, ob das System überlebt. UKW wird es noch mindestens bis 2035 geben.

Bei dvb-t wurde das auch mal vorgeschrieben.
Ergebiss: Seit vielen Jahren haben die Flat-TVs dvb-t Tuner....bloss jetzt, nach nicht mal 10 Jahren ist der bald unbrauchbar....warum soll das bei dab+ anders laufen und des kommt dab2+ oder dab++. Die Industrie möchte uns gerne alle 10 Jahre neue Geräte verkaufen...

von vossi68 - am 12.09.2016 19:52
Zitat
DH0GHU
stefsch: Wieso ist es dafür zu spät?
Fast schon zu spät...nicht zu spät :xcool:.

Weil wir gerade das Doppeljubiläum: 20 Jahre DAB - 5 Jahre DAB+ "feierten". Und weil es in diesem Land Tradion hat, die Industrie erstmal ihre Halden abzuverkaufen lassen, um dann festzustellen, das die Ware eigentlich nicht mehr "verkehrstauglich" ist. Dann wird (vielleicht) auf "steuerzahlergeldkosten" eine Abwrackprämie ausgelobt, damit wir nochmal neue Ware erwerben...Die Industrie freuds. Denn normalen Menschen nicht. Der ist heute nicht mehr in der Lage (im Gegensatz zu den meisten hier) zu überblicken ob er aktuelle (zukunftstaugliche) Ware erworben hat.
Was spricht dagegen, dass der Staat schon beim Verkauf darauf achtet, dass der Kunde brauchbare, rechtskonforme Ware bekommt, anstatt ihm bei verlassen des Ladens zu sagen: "mit diesem Radio hast du bald kein Empfang mehr" oder eben: "gratuliere zum neuen KFZ. Leider hat es doch zu hohe Abgaswerte und darf nicht mehr (so lange) benutzt werden....

stefsch

von stefsch - am 13.09.2016 07:15
Zitat
stefsch
Die Industrie freuds. Denn normalen Menschen nicht. Der ist heute nicht mehr in der Lage (im Gegensatz zu den meisten hier) zu überblicken ob er aktuelle (zukunftstaugliche) Ware erworben hat.

Ein sehr wichtiger Punkt! Ihr dürft nicht immer nur von den "Freaks" hier im Forum ausgehen. Onkel Ernst und Tante Frieda blicken da schon lange nicht mehr durch. Einer meiner Nachbarn meinte neulich beim gemeinsamen Grillen das er sich einen neuen Fernseher kaufen will aber da absolut nicht mehr durchblickt. Auch das wälzen von Fachmagazinen brachte ihn nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Er wollte einen Fernseher mit DVB-S und DVB-T Empfang. Beinahe hätte er sich einen Fernseher mit DVB-T(alt) andrehen lassen. Durch einen Zufall erfuhr er von DVB-T2 und dass das alte DVB-T irgendwann abgeschaltet wird. Als dann der neue Fernseher geliefert und angeschlossen wurde zeigte sich das dieser, trotz riesen Aufkleber auf dem Gehäuse und der Verpackung, gar kein DVB-T2 empfängt. Denn wir in Deutschland benutzen ja eine andere Version von DVB-T2. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Da blickt doch ein normal sterblicher gar nicht durch.

Der Fernseher wurde übrigens extra teuer bei einem alt eingesessenen Radio/Fernsehgeschäft gekauft weil man glaubte hier tatsächlich fachkundige Beratung zu bekommen und weniger über den Tisch gezogen zu werden wie in einer Blödmarkt Klitsche.

Zitat
Nordlicht2
Auf der zukunftstauglichen Ware ist das DAB+ Logo drauf. Einfacher geht's nun wirklich nicht.

Jetzt muss man den potentiellen Käufern nur noch eintrichtern dass das auch wirklich zukunftstauglich und nicht nur wieder "der neue heiße Scheiß" von irgendwelchen Marketingfuzzies ist von dem nächstes Jahr schon keiner mehr etwas wissen will.

von Spacelab - am 13.09.2016 07:43
Zitat
Spacelab
Zitat
Nordlicht2
Auf der zukunftstauglichen Ware ist das DAB+ Logo drauf. Einfacher geht's nun wirklich nicht.

Jetzt muss man den potentiellen Käufern nur noch eintrichtern dass das auch wirklich zukunftstauglich und nicht nur wieder "der neue heiße Scheiß" von irgendwelchen Marketingfuzzies ist von dem nächstes Jahr schon keiner mehr etwas wissen will.


Damit hat man am ARD Thementag begonnen und das wird sicher fortgesetzt werden.
Es gibt aber generell eine Abneigung digitale Technik zu kaufen die nicht wirklich schon gebraucht wird. Die grosse Ausnahme sind Handys aber selbst da ist der Kaufzwang stark ruecklaeufig. Der Begriff 'zukunftssicher' ist irgendwie noch nicht in 'Anzahl Jahre' definiert worden. Das ist aber wohl das was wirklich ueberzeugen koennte.

von Nordlicht2 - am 13.09.2016 08:11
Die "Erneueritis" bei Handys hat doch auch vor allem drei Antriebe:
- Kostenloses Handy bei Vertragsvelängerung
- Wachsender Resourcenhunger der Apps und Betriebssysteme und dadurch schleichende technologische Obsoleszenz (bis hin zur Nichtmehrunterstützung alter Plattformen).
- Langsamer Akku-Tod nach ca. 3 Jahren und gleichzeitige Nichtaustauschbarkeit von Akkus.
Ausnahmen sind ein paar % Freaks in der Bevölkerung.

Bei DAB+ und DVB-* gibt es diese Erneuerungsgründe nicht bzw nur partiell (HD, HD+, HD++++++++++ bei TV).

von DH0GHU - am 13.09.2016 08:42
Zitat

Kostenloses Handy bei Vertragsvelängerung

Kostenlos ist hier aber zu viel gesagt. Das Handy bezahlt man dann über einen teuren Vertrag. Oder man lässt sich ein Handy andrehen das zu dem Zeitpunkt schon so gut wie veraltet ist. Mein Vater ist nämlich aktuell in der Situation das sein alter Vertrag ausläuft und er nun auch ein neues Handy will.

Zitat

Langsamer Akku-Tod nach ca. 3 Jahren und gleichzeitige Nichtaustauschbarkeit von Akkus.

Das ist ein Punkt über den ich mich jedesmal aufregen könnte. Ein Teil das so stark belastet wird wie der Akku ist bei immer mehr Geräten nicht mehr einfach so austauschbar. Ist er wirklich mal kaputt kann er nur noch von einem Spezialisten ersetzt werden und das kostet meistens mehr als das Gerät bei aller Liebe noch wert ist.

von Spacelab - am 13.09.2016 08:54
Leider wird da die Luft im High-End Smartphonesektor extrem dünn. Die Hersteller nehmen einem die Auswahl. Und die Unart den Akku nicht mehr austauschbar zu machen setzt sich auch langsam bei den günstigeren Smartphones durch. Statt 15 Euro für einen neuen Akku bezahlt man dann 100 weil das Handy erstmal in einer Werkstatt zerlegt werden muss.

von Spacelab - am 13.09.2016 09:32
Zitat
iro
Zitat

Das ist ein Punkt über den ich mich jedesmal aufregen könnte. Ein Teil das so stark belastet wird wie der Akku ist bei immer mehr Geräten nicht mehr einfach so austauschbar.

Warum aufregen? Einfach nicht kaufen. Nicht tauschbarer Akku wäre bei mir ganz klares KO-Kriterium. Eine fehlende Kopfhörerbuchse ebenfalls.


Eben, habe noch nie ein Handy besessen, bei dem man den Akku nicht haette tauschen koennen. Da ich mein Handy aber an und fuer sich nur einmal die Woche laden muss, haelt der sowieso auch mindestens 5 Jahre. Mein altes S2 hat mein Vater, Akku haelt noch 4 - 5 Tage. Schneller Akkutod kommt sicher durch permanentes Laden im Auto. Ist bei Laptops ja nicht anders.
Ich habe auch keine DAB Radios mit speziellen intergrierten Akkus....um wieder den Bogen zum Thema zu bekommen.

von Nordlicht2 - am 13.09.2016 09:52
Die Hersteller sagen sich einfach, wenn das Gerät eh kaum länger als 2-3 Jahre in Gebrauch ist, weil bis dahin ein neuer Vertrag mit neuem Gerät ansteht, oder die nächste Technologie-Sau durchs Dorf getrieben wird, braucht man keinen wechselbaren Akku mehr. Die zusätzlichen Gehäusekomponenten für die Akkuhalterung inklusive dicker Kontaktzungen etc. kann man sich sparen und den Platz für wichtigere Hardwarekomponenten nutzen.
Gleiches gilt für die Kopfhörerbuchse bei Apple. (... oder Apple ist einfach zu dämlich, die Dinger sonst wasserdicht zu kriegen ;-) )

Es ist für mich bewundernswert, wie diese Industrie Ihre Kunden entsprechend zu 'erziehen' in der Lage ist, während die Radioindustrie keinen entsprechenden Hebel findet.

von Saarländer (aus Elm) - am 13.09.2016 10:00
Wie gesagt, mir werden durch die Hersteller weitestgehend die Auswahlmöglichkeiten genommen. Ich bin auf bestimmte Features angewiesen und da fällt das mit dem Akku leider unten durch. Wie gesagt, austauschbar ist so ein Akku immer. Nur wird es dann teils erheblich teurer.

Wobei die modernen Akkus schon sehr haltbar sind. Ich lade mein Smartphone ein bis zweimal am Tag und die 2 Jahre hat der Akku eigentlich immer gehalten. Ausfälle hatte ich noch nie. Da stört mich die fehlende Speicherkarte eigentlich mehr. Denn manchmal wird der interne Speicher knapp. Und einen Speicherkartenleser an die USB Buchse stecken ist auch Grütze da diese bei mir meistens mit dem USB>HDMI Kabel, dem DAC, oder dem Ladegerät belegt ist.

Mein Vater killt regelmäßig die Akkus in seinen Smartphones. Der hatte noch nicht ein einziges wo er nicht einen Ersatzakku gebraucht hätte. Schuld ist seine Angewohnheit den Akku immer bei 100% zu halten. Im LKW hat er immer eine passende Aktivhalterung die nach 2 Minuten Handynutzung gleich den Akku wieder nachlädt und Zuhause hat er das Gerät auch permanent am Netzteil. :rolleyes:

Zitat
Saarländer (aus Elm)
Gleiches gilt für die Kopfhörerbuchse bei Apple. (... oder Apple ist einfach zu dämlich, die Dinger sonst wasserdicht zu kriegen ;-) )

Bei Apple geht es wohl eher darum noch zusätzlich Kasse zu machen mit ihren neuen kabellosen Ohrhörern und vor allem über Lizenzkosten. Denn jeder Hersteller von Zusatzhardware muss für die Lightningbuchse Lizenzgebühren bezahlen. Und das soll noch nicht mal so wenig sein. An der Klinkenbuchse haben sie nix verdient.

Zitat
Saarländer (aus Elm)
Es ist für mich bewundernswert, wie diese Industrie Ihre Kunden entsprechend zu 'erziehen' in der Lage ist, während die Radioindustrie keinen entsprechenden Hebel findet.

Auch ich staune hier immer wieder. Sogar die TV Hersteller finden regelmäßig wieder Wege dem Kunden neuen Quatsch aufs Auge zu drücken. Nur beim Radio klappt das nicht.

von Spacelab - am 13.09.2016 10:20
Wenn man ein einigermaßen gutes Handy mit maximal 5" und LTE will, wirds schon knapp. 5,5"-Bleche gibts schon mehr.
Ohne LTE ist eigentlich ein NoGo, da das UMTS-Netz in der Fläche kaum noch ausgebaut wird, und LTE grad auf dem Land gut geht (z.B. sind die meisten ICE-Strecken und Autobahnen offenbar recht gut mit LTE versorgt!).

von DH0GHU - am 13.09.2016 11:50
Zum Stichwort "laßt das doch den Markt entscheiden" möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben:

Es gibt Dinge, deren Entwicklung kann man dem freien Markt überlassen - üblicherweise Dinge welche nur mich persönlich in meinen eigenen 4 Wänden betreffen. Ein paar technische Beispiele:

Ob ich mir einen CD-Player kaufe oder weiterhin Schallplatten höre (was auch heute noch möglich ist!), ob ich auf Compactkassette aufzeichne, auf Elcaset oder weiterhin auf Spulentonband war in der Vergangenheit meine persönliche Entscheidung. Genauso ob ich meine Filme auf VHS, Video 2000 oder Betamax aufzeichne, auf DVD+R, DVD-R, DVD-RAM oder weiterhin auf Band, ob ich mir neue Filme auf Bluray kaufe oder auf HD-DVD oder weiterhin auf DVD, das waren alles technische Entwicklungen welche man dem freien Markt überlassen konnte.
Sollte ich mir damals einen Betamax-Videorecorder gekauft haben kann ich den auch heute noch benutzen - solange noch irgendwo Bänder (z.B. meine eigenen Aufzeichnungen) verfügbar sind.

Bei Dingen welche die Öffentlichkeit betreffen (z.B. Straßenverkehr!) oder bei technischen Geräten welche eine öffentliche Infrastruktur voraussetzen (Telefon, Mobilfunk, Rundfunk...) sieht es jedoch schon ganz anders aus.
Dafür braucht es Regelungen und Normen an welche sich alle halten - Gerätehersteller genauso wie (Sender)netzanbieter - und diese Normen werden eben von Zeit zu Zeit dem technischen Fortschritt angepasst.

In der Vergangenheit ist das schon öfter passiert. Kennt noch jemand die analogen B- und C-Mobilfunknetze? Hätte man die bis zum Sanktnimmerleinstag weiterbetreiben sollen nur weil eine Handvoll Nutzer der Meinung ist "GSM brauche ich nicht, mir reicht das"? Und mal ehrlich: Dem analogen TV weint doch heute niemand mehr eine Träne nach...

Die Frage ist nur: Wie gestaltet man solch einen Technologiewechsel in der Praxis damit es allen Beteiligten (Gerätekäufer, Sendernetzbetreiber, Programmanbieter...) die geringsten Schmerzen verursacht?

von Loger - am 13.09.2016 15:38
Zitat
DH0GHU
Langsamer Akku-Tod nach ca. 3 Jahren...


Weil offenbar viele Leute nicht wissen wie man einen Li-Ion-Akku pfleglich behandelt.
Besonders kritisch sind sehr niedrige und besonders hohe Ladezustände.

Also das Smartphone abends ans Ladegerät hängen damit der Akku dann stundenlang 100% Ladezustand hat wirkt sich merklich lebensdauerverkürzend aus.

Wer nicht die komplette Akkukapazität bis zur nächsten Lademöglichkeit benötigt sollte den Akku nicht vollständig aufladen, sondern den Ladevorgang bei 85 bis 90% abbrechen.

von Winnie2 - am 13.09.2016 16:24
Wobei manche Smartphones die Ladung komplett beenden wenn der Akku 100% erreicht hat. Sie trennen quasi den Akku komplett vom Ladegerät. Angeblich soll zum Beispiel mein OnePlus 3 erst bei 97% den Akku wieder nachladen. Aber bis so ein Li-Ion Akku sich selbst so weit entladen hat vergehen etliche Tage. Die neueren Samsung Handys sollen das auch so machen. Es gibt aber auch viele Smartphones die den Akku tatsächlich auf 100% halten und das mögen Lithium Akkus gar nicht.

Die Pure Radios sind übrigens genauso "dumm" und laden ihre Akkupacks bis 100% und halten sie dann dort.

von Spacelab - am 13.09.2016 16:41
Wenn die Smartphone Hersteller nicht dran herum spielen kommt die Android eigene Akkusteuerung zum Einsatz. Und die schaltet bei 100% ab und erst bei 97% wieder ein.

Bei Laptops kann das wieder komplett anders sein. Mein alter IPC Laptop hat erst bei 90% wieder nachgeladen. Da wird, oder zumindest wurde, das über die BIOS Software geregelt.

von Spacelab - am 13.09.2016 19:35
Die DAB+ Technik muß sich schon von selbst durchsetzen. Die Pflicht DAB+ einzubauen halte ich für unnötige Gängelung. Das wäre eine Steilvorlage für die DAB+ Gegner und könnte DAB+ schnell so unbeliebt machen wie die GEZ ;)

Aber: ich würde ein Abschaltdatum für UKW vereinbaren und eine Kennzeichnungspflicht für nicht DAB+ fähige UKW Radios einführen die den potentiellen Käufer darüber aufklärt, daß dieses Radiogerät ab seinem bestimmten Datum (UKW Abschaltdatum) innerhalb der BRD nicht mehr zu gebrauchen ist. Außer man sucht einen Rauschgenerator :cheers:

von raeuberhotzenplotz1 - am 14.09.2016 11:34
Eine Negativ- Kennzeichnungspflicht ("Kann kein DAB+!", o.ä.) finde ich ein klasse Idee. Dann müsste man sich auch nicht ständig das Gemecker über die angebliche Zwangsbeglückung mit DAB anhören oder lesen.
Jede Woche sehe ich in diversen Werbeblättchen Angebote von nicht- DAB fähigen Radios, die über "digitale PLL Tuner" oder sonstige digitale Errungenschaften (und sei es nur der Aus-Schalter) verfügen. Das grenzt oft schon an arglistige Täuschung. Mit dem o.g. Vorschlag würde da wesentlich mehr Klarheit geschaffen.

von Salvator - am 14.09.2016 12:15
Wie ich schonmal schrieb, anstatt mal an etwas sinnvollem zu forschen will man jedes Jahr das tote Pferd versuchen wieder zu beleben :rolleyes:

Wann kapieren die Jungs und Mädels dort mal, dass man damit allerspätestens vor 5 Jahren (und zwar marktreif!) hätte kommen müssen? Das hätte man zusammen mit DAB+ einführen können.

Der Zug ist abgefahren. Jetzt kann UKW auch analog bleiben.

von PEQsche - am 14.09.2016 17:20
Zitat
raeuberhotzenplotz1
eine Kennzeichnungspflicht für nicht DAB+ fähige UKW Radios einführen die den potentiellen Käufer darüber aufklärt, daß dieses Radiogerät ab seinem bestimmten Datum (UKW Abschaltdatum) innerhalb der BRD nicht mehr zu gebrauchen ist.

.. und was interessiert den Radiokunden in Portugal oder Estland so ein Aufkleber? Soll das ein Plakat werden mit allen potentiellen Abschaltdaten?
Es *gibt* keinen "deutschen" Markt für Radiogeräte. Es gibt nur den einen harmonisierten Markt innerhalb der EU. Und das ist auch gut so.

von DH0GHU - am 15.09.2016 06:43
Zitat
Salvator
Eine Negativ- Kennzeichnungspflicht ("Kann kein DAB+!", o.ä.) finde ich ein klasse Idee.


Negativ-Kennzeichnungspflicht? Was soll der Quatsch denn? Steht dann da auch drauf, kann kein DAB+, kann kein Internet, kann kein DRM, kein DMB usw. Dann braucht jedes Radio demnächst noch einen Beipackzettel, was es alles NICHT kann.

von zerobase now - am 15.09.2016 07:12
Wenn zukünftige Geräte im Chip neben FM-analog und DAB auch DRM(+), also ex. AM/FM, mit "drinne" hätten wäre doch nicht schlecht. Das (fast) weltweit harmonisierte Band II für Rundfunk brach liegen zu lassen wäre doch eine Schande und auch die Bände unter 30 Mhz könnten so recycelt werden. Es muß ja nicht jedes Land alle "Techniken" sofort einführen. In den meisten technischen Geräten sind heute so viele Gimmicks, von denen die Leute nix wissen, warum dann nicht auch im Radio...?
Bleibt nur die Frage in wie weit sich FM-alt und DRM+ "nebeneinander" schlagen. Beim Test in Hannover konnte ich keine Probleme bemerken und Proteste von Anwohnern des Senders sind mir auch nicht bekannt!?
Außerdem ist auch Deutschland die Durchdringung von DAB-Geräten noch so verschwindend gering (im Gegensatz zu den "hunderten" Millionen FM-Radios allein in D), dass es noch nicht zu spät ist.

stefsch

von stefsch - am 15.09.2016 07:37
Zitat

Außerdem ist auch Deutschland die Durchdringung von DAB-Geräten noch so verschwindend gering (im Gegensatz zu den "hunderten" Millionen FM-Radios allein in D), dass es noch nicht zu spät ist.

Für den potentiellen DRM+-Sender ist es bereits zu spät. 8 Mio. DAB+-Radios sind bereits im Markt, deren Nutzer werden erst beim nächsten Radiokauf in 20 Jahren auch bei DRM+ zu potentiellen Hörern werden.

von iro - am 15.09.2016 07:49
Wie will ein einzelner Lokalsender sich einen eigenen DRM+ Sender leisten, der gegenueber DAB+ noch dazu mit viel mehr ERP Leistung senden muss.
Bei den geringen Einschaltquoten, die die Lokalsender heute haben, gehe ich in einem Umfeld von ueber 40 Mitbewerbern davon aus, dass die Einschaltquoten der Lokalradios nur noch geradeso messbar sein werden, mehr nicht. Damit einen eigenen Sender finanzieren? Die werden noch froh sein, wenn sie kostenguenstig in einen vorhandenen DAB+ Regionalmux unterkommen koennen was ihnen dann auch mehr technische Reichweite bringt. Fuer die Lokalradios wuerde DRM+ nur funktionieren wenn zusaetzlich Steuergelder dafuer verwendet werden.
Die Frage ist, wer braucht ueberhaupt eine terrestrische Aussendung einzelner Lokalradios? Fuer die liegt die Zukunft doch eh im Internet, laut eigener Aussage.

von Nordlicht2 - am 15.09.2016 08:21
Alles kann, nichts muß, wäre meine Theorie :xcool:.
Meinetwegen können die Lokalsender (deren Nutzen auch ich als grenzwertig betrachte) auch in FM weitersenden. In anderen Ländern könnte die Entscheidung aber zugunsten DRM(+) gehen und dann wären eben schon Geräte da...ein moderner "Weltempfänger" eben. Die Mehrkosten sind sicher sehr überschaubar.
In meiner "Theorie" würden dann (z.B. für Niedersachsen) NDR 2,3,4,5,6,7 und FFN, Antenne, Radio21 in landesweiten DAB-Muxen senden und NDR1 und Regionalsender weiterhin im FM Bereich. So muß die DAB-Technik nicht durch Pseudo-Regional-Fenster (MFN´s oder 6-7 Regionalversionen in einem MUX) ad absurdum geführt werden.
Die Regionalfenster warem m.M.n. sowieso nur dazu da dem jeweiligen regionalen Öffi-Programm eine "erhöhte" Daseinsberechtigung zu verschaffen :cool:.
Die Regionalfenster der Privaten waren/sind vermutlich eh nur "ungeliebte Kinder", die nur Geld kosten, die man liebend gern "in der Versenkung verschwinden lassen wollte". Und in der "schönen neuen DAB-Welt" sind sie ein echter Klotz am Bein...

stefsch

von stefsch - am 15.09.2016 09:18
Zitat
stefsch
Die Regionalfenster der Privaten waren/sind vermutlich eh nur "ungeliebte Kinder", die nur Geld kosten, die man liebend gern "in der Versenkung verschwinden lassen wollte". Und in der "schönen neuen DAB-Welt" sind sie ein echter Klotz am Bein...


Regionalfenster im Sinne von echten Inhalten: da gebe ich dir recht!

Regionalfenster im Sinne von regionalisierten Jingles und v.a. regionalisierter Werbung? Da sind die Privaten ganz heiß drauf!

Aber auch dann: wenn man es nicht so extrem treibt wie Radio 21, kommt man als Privater doch locker mit den vorgesehenen Regionalensemblestrukturen aus. In Niedersachsen z.B. könnten ffn und Antenne Niedersachsen ihre Regionalfenster relativ gut über die geplanten Regionalensembles abdecken, vielleicht mit kleineren Modifizierungen an der Regional-Struktur.

Es wird ja niemand gezwungen, sich in ein landesweites Ensemble einzumieten. Die Crux ist derzeit v.a. noch die, dass entsprechende vielseitige Strukturen (landesweite Ensembles, regionale Ensembles) einfach noch fehlen und erst in den nächsten Jahren aufgebaut werden müssen.

Aber wenn man will, kriegt man alles, was es heute auf UKW gibt, auch mit DAB unter.

von Habakukk - am 15.09.2016 09:33
Bei den Regionalfenstern der Privaten geht es in erster Linie um regionale Werbung, nicht so sehr um regionale Informationen. Die Auseinanderschaltung der Werbebloecke haben die irgendwann als zusaetzliche Einnahmequelle entdeckt, (viel mal wenig Geld gleich mehr als einmal viel). Ansonsten sind die Regionalfenster auch die Daseinsberechtigung der vielen UKW Fuellfunzeln, auf denen ansonsten natuerlich auch viel Mitbewerber senden koennten.

von Nordlicht2 - am 15.09.2016 09:35
Zitat
stefsch
Die Regionalfenster der Privaten waren/sind vermutlich eh nur "ungeliebte Kinder", die nur Geld kosten, die man liebend gern "in der Versenkung verschwinden lassen wollte". Und in der "schönen neuen DAB-Welt" sind sie ein echter Klotz am Bein...

Ganz im Gegenteil. Radio 21 mit seinen 21 Regionalfenstern möchte diese unbedingt erhalten und kann auch aus dem Grund nicht auf DAB gehen. Damit wird nämlich Geld verdient, es wurden Werbemärke und -potentiale erschlossen, die es vorher für das Radio nicht gab.
Jetzt kannst Du einen Spot für deinen Hofladen für 1, 2 oder 3 UKW-Frequenzen buchen - und das wird auch gemacht. Als der Spot für den Hofladen nur landesweit buchbar war, wurde er gar nicht erst gebucht, sondern eine Anzeige in der lokalen Tageszeitung geschaltet.

Genau so ist es mit ffn und Antenne, die zwar nicht so viele Regionalisierungen haben, aber ebenfalls Spots für einzelne UKW-Sender anbieten - und auch verkaufen.

ffn sieht sich jetzt auch gezwungen, mehr regionale Information (neben der Werbung) anzubieten, weil die Hörer in einigen Gegenden in Scharen zu den neuen Lokalsendern rüberwechseln. Es sind so viele, daß es denen tatsächlich schon wehtut.

von iro - am 15.09.2016 09:50
Die Frage ist nur, ob wir den Privaten in dieser Frage entgegenkommen sollten, die Regional-Jingels/Werbung sind nicht eben frequenzökonomisch und haben für "die Allgemeinheit" wenig Nutzen.
Dann sollen sie doch regionale Jingel-Werbe-Streams aufschalten und dann beobachten ob es der Hörer über den "geliebten Ausspielweg" Internetstream nachfragt :xcool:.

stefsch

von stefsch - am 15.09.2016 09:53
Zitat
stefsch
Die Frage ist nur, ob wir den Privaten in dieser Frage entgegenkommen sollten, die Regional-Jingels/Werbung sind nicht eben frequenzökonomisch und haben für "die Allgemeinheit" wenig Nutzen.
Dann sollen sie doch regionale Jingel-Werbe-Streams aufschalten und dann beobachten ob es der Hörer über den "geliebten Ausspielweg" Internetstream nachfragt :xcool:.

stefsch

Die Streams gibt es zumindest bei Radio 21. Alle 21 (oder waren es sogar 24...?).
Auf DAB brauche ich die nicht unbedingt, in Fällen wie R21 bietet es sich an, auf UKW zu bleiben. Was auch kein Problem sein sollte, schließlich sind sie dort bereits on air - und in Zukunft wird ja auf UKW auch mehr Platz für solche Angebote sein, wenn die ö.-r.-Sender UKW bis 2028 wohl verlassen werden müssen (wegen KEF).
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn ffn und Antenne bis zum St-Nimmerleinstag auf UKW-only bleiben würden. Der Attraktivität von DAB+ wäre das nur förderlich! :D

von iro - am 15.09.2016 10:24
Zitat
iro
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn ffn und Antenne bis zum St-Nimmerleinstag auf UKW-only bleiben würden. Der Attraktivität von DAB+ wäre das nur förderlich! :D


Ich befeurchte nach der R.SH Aufschaltung in Hamburg auch, dass die restliche 11C Kapazitaet nun mit den von mir so oder so nicht gehoerten UKW Dudlern aufgefuellt wird. Ein Hitdudler namens R.SH - Hamburg mit eigenem Hamburger Vollprogramm waere auf DAB+ voellig ausreichend. Lulu kommt noch und theoretisch muesste fuer VHR noch Platz freigehalten werden, so dessen Platzvergabe nicht schon wegen Nichtnutzung verfallen ist. Aber vielleicht kommen ein paar andere Private den grossen Hamburgern noch schnell zuvor.

von Nordlicht2 - am 15.09.2016 10:43
Zitat
iro
Die Streams gibt es zumindest bei Radio 21. Alle 21 (oder waren es sogar 24...?).
....
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn ffn und Antenne bis zum St-Nimmerleinstag auf UKW-only bleiben würden. Der Attraktivität von DAB+ wäre das nur förderlich! :D
Die Streams gibt es vielleicht schon allein zur Speisung (zumindest BackUp) der UKW-Funzeln?? Ab ob irgendwelche "Zivilisten" diese Streams gezielt einschalten oder die Portale für Internetradios 24mal R21 in ihr Portfolio aufnehmen? Ich zweifle daran....

Von mir aus können FFN/Antenne da auch bleiben, inhaltlich bringen sie DAB nicht nach vorn. Ich kann die schon verstehen: auf UKW sind sie ein BigPlayer von Fünfen, auf DAB vielleicht einer von Hundert und im Netz unter "ferner liefen)....:rolleyes:

Das Problem vom Radio ist: ein große Mehrheit braucht Radio nur als Dudelfunk/Hintergrundberieselung für die reichen die starken, lauten UKW-Sender locker. Das DAB-Angebot muß aber auch den "gezielten Einschaltern" einen Mehrwert bieten. In meiner Empfangssituation ist das nicht gegeben. Und es sieht auch für die Zukunft (noch) mau aus.
Einziger Lichtblick für DAB: die sehr gute bundesweite Abdeckung der 4 DRadios dank DAB-Radio im DIN-Schacht!

stefsch

von stefsch - am 15.09.2016 11:02
Zitat
zerobase now
Zitat
Salvator
Eine Negativ- Kennzeichnungspflicht ("Kann kein DAB+!", o.ä.) finde ich ein klasse Idee.


Negativ-Kennzeichnungspflicht? Was soll der Quatsch denn?


So wird aber die Aufmerksamkeit des Kunden erlangt. Der fragt dann den Verkäufer, was denn DAB+ sein soll.

von Cha - am 15.09.2016 11:05
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