Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 12 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Spacelab, Dabler, Chris_BLN, Radiofritze, Georg A., Ingo-GL

Restek MTUN bzw. Restek EDAB+

Startbeitrag von Radiofritze am 22.10.2016 04:06

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch Erfahrung mit den beiden High-End Tunern von Restek hinsichtlich der Eingangsempfindlichkeit bei DAB und UKW? Dem Produktblatt nach müssten die Tuner betreffend DAB+ an den YAMAHA T-D 500 herankommen. Die Tuner von Restek haben ein Spitzendisplay, welches man auch aus mehreren Metern Entfernung problemlos lesen kann.

Über Antworten würde ich mich freuen.

Antworten:

Ein Nachbar hatte mal von Restek den DVB-S Radio Empfänger. Hoffnungslos überteuert das Teil. Klanglich auch nicht besser als ein handelsüblicher TechniSat Receiver. Das Display sah in echt eher nach 08/15 Radiowecker aus. Und dafür dann für den MTUN+ über 1200 Euro zu bezahlen ist schon recht stramm. Der EDAB+ schlägt sogar mit 3950 Euro zu. Dafür hat er aber auch einen HDCD Filter integriert falls mal ein DAB+ Programm auf die Idee kommen sollte mit einer Bittiefe von 20Bit zu senden. :rolleyes:

von Spacelab - am 22.10.2016 10:15
Restek MTUN+:

http://www.restek-service.de/imagebrowser/ib_p018_0_2.jpg

http://www.restek-service.de/imagebrowser/ib_p018_0_3.jpg

http://www.restek-service.de/imagebrowser/ib_p018_0_4.jpg

Würde zu gerne wissen, welches zugekaufte Modul da in der Blechdose sitzt. Der Rest des Gerätes entspricht dem Standardaufbau der Restek-M-Serie. Da findet man Stromversorgung, Digitalsignalstufe (mit umschaltbaren Filtern), D/A-Wandler und Ausgangsstufe. Durchaus sehr hochwertig, aber das rettet auch nicht den schrottigen DAB-Sound, den man so geboten bekommt. Und UKW läuft wohl über die Digitalschiene, offenbar also wirklich ein Kombi-Modul.

Vielleicht können die Modul-Experten ja anhand der Baugröße und der Lage der beiden Antennenbuchsen sowie des Pfostenstckers zum Mainboard etwas erahnen?

Hier noch ein hübsch verschwurbelter Testbericht: http://www.slideshare.net/restekhifi/testbericht-restek-extract-monoendstufe-in-hifi-stars-dezember-2010

Da wird für UKW höhere Empfindlichkeit gewünscht und klar gesagt, daß die Kiste nicht der Empfindlichkeit letzter Schluss ist...

Der EDAB+ könnte anders aufgebaut sein (sollte er auch beim Preis von 3,7 kEUR!). Was drin steckt, fand ich nirgendwo heraus.

von Chris_BLN - am 22.10.2016 17:00
Anhand des Blechkastens ist das DAB-Modul meines Erachtens nicht zu identifizieren, weil die sichtbaren Anschlüsse sicherlich abgesetzt vom Modul montiert sind.

von Ingo-GL - am 22.10.2016 19:21
Wenigstens nutzt man nicht den miesen D/A Wandler der FS Module. Allerdings wird man den Klanggewinn sowieso nur bei ganz ganz wenigen Programmen hören.

von Spacelab - am 22.10.2016 21:21
> Durchaus sehr hochwertig,

Nuja, sieht aus wie normale Elektronik aus den frühen 80ern. Halt keine Papp-Platine, aber sonst eigentlich nur was für alte Leute, die das neumodische SMD nicht verstehen ;) Vermutlich ist deswegen der Tuner auch im Blech, damit der normale High-Vodoo-Käufer nicht vom Glauben abfällt.

von Georg A. - am 22.10.2016 22:52
Kann der EDAB+ sowohl die Programmnamen als auch den Radiotext trotz unterschiedlicher Zeichensätze insbesondere bei ausländischen Radioprogrammen z.B. "Trójka" ordnungsgemäß darstellen? Oder steht dann dort etwa"Trjka"? Ich habe zufällig bei einer Vorführung des Restek ECAB+ (Kabelversion) im MediaMarkt Berlin-Alexa leider sehen müssen, dass das Dynamic Label bei den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen nicht - einwandfrei - funktioniert. Es wird lediglich der Name der laufenden Sendung angezeigt. Die gespielten Titel nebst der Interpreten unterstützt der EDAB+ - im Gegensatz zu diversen Set-Top-Boxen - offensichtlich nicht. Darüber hinaus ist z.B. während der Nachrichten von SWR 4 BW um 17.00 Uhr anstatt "Aktuell um Fünf" "Aktuell um Fnf" zu lesen und das bei einem Preis von ca. 3.650,00 EUR.

Ohne Worte

von Dabler - am 23.10.2016 05:50
Laut einem User im HiFi Forum ist das beim MTUN+ genauso und das nervt ihn schon sehr.

von Spacelab - am 23.10.2016 08:28
@Spacelab

Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch scheint beim "EDAB+" von Restek eine manuelle Kanalsuche nicht möglich zu sein.

Ich habe mal vor längerer Zeit den "audiolab 8200 T" (auch High-End) getestet und war von der Eingangsempfindlichkeit so enttäuscht, dass ich das Gerät an den Verkäufer zurückgesandt habe. Man darf sich einfach nur nicht von den technischen Werten des jeweiligen Produktblatts täuschen lassen.

von Dabler - am 23.10.2016 12:33
Zitat
Georg A.
Nuja, sieht aus wie normale Elektronik aus den frühen 80ern. Halt keine Papp-Platine, aber sonst eigentlich nur was für alte Leute, die das neumodische SMD nicht verstehen ;) Vermutlich ist deswegen der Tuner auch im Blech, damit der normale High-Vodoo-Käufer nicht vom Glauben abfällt.


Ich meinte eher: Dreck im Ausgangssignal ist da nicht zu erwarten. So manches Internetradio / DAB-Radio und auch so mancher Satreceiver wimmert, blubbert etc. Sollte hier sauber getrennt sein.

Mein Favorit bei "wir basteln uns ein Highend-Gerät" ist aber immer noch der Audio Block CD-Player C100:



Man nehme einen Ringkerntrafo, der auch für einen kleinen Vollverstärker gereicht hätte, ein handgeklöppeltes Netzfilter, eine Art "Motherboard" mit Gleichrichtern und Elkos sowie eine asiatische Universal-Player-Platine, die bis hin zu Karaoke-Billigplayern alles unterstützt. Vielleicht ist das ja alles ganz ok, aber man nutzt auch deren Wandler und Ausgangsfilter. Das ganze geht dann nur per Kabel auf die Buchsen des Motherboards.

Entsprechend lausig waren auch die Messwerte: https://www.stereo.de/fileadmin/user_upload/Feindaten/Bilder/Messtechnik/STEREO%2006_2009/Block%20Audio%20C%20100.pdf

Die Kiste kann keine Deemphasis, das reicht schon zum Fail. Die Ausgangsstufe ist in der Stromlieferfähigkeit unsymmetrisch und clippt schon bei Lasten unter 600 Ohm. Der Rauschabstand ist auch Untergrenze, dafür satte 5 W Standby-Leistung aus dem zweiten konventionellen Trafo. Trotzdem war die HiFi-Presse entzückt, was so toll aussieht (übriges ein "Linkshänder-Gerät", nett, daß mal wer dran denkt, aber wo ist die Rechtshänder-Version?), muß ja HighEnd sein. :D

Zitat
Dabler
Ich habe zufällig bei einer Vorführung des Restek ECAB+ (Kabelversion) im MediaMarkt Berlin-Alexa leider sehen müssen, dass das Dynamic Label bei den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen nicht - einwandfrei - funktioniert. Es wird lediglich der Name der laufenden Sendung angezeigt.


Der ECAB+ ist aber kein DAB-Tuner, sondern ein DVB-C-Receiver. Damit auch kein Dynamic Label, sondern entweder DVB-Servicenamen oder das RDS-PS aus einem getunnelten oder auf private PID übertragenen RDS. Und evtl. ein dort vorhandener RDS-RT oder irgendeine EPG-Anzeige.

Wenn man da keine Umlaute implementiert hat, ists freilich eine Schande bei diesem Preis. Mich ärgert das schon beim in völlig anderer Liga spielenden Onkyo CR-L5 (UKW/CD-Receiver), der beim UKW-Radiotext die Umlaute nicht darstellen kann. Der BR setzt sie nicht in Umlaute-freie Schreibweise um, sieht dann bl▓d aus. ;)

Die Sat-Versionen ESAT+ und MSAT scheinen auch nur QPSK demodulieren zu können, was bei Schweizer HighEnd-Freunden sicher für Freudentaumel sorgt. Die SRF-Programme sind ja am 29.2.2016 auf einen fetten 8PSK-TP umgezogen. Ob AC3-Decodierung möglich ist oder AC3 nur am Digitalausgang ausgegeben werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Fujitsu H60 hat Platz für AC3-Decoding-Algorithmen. Letztlich steckt in den LaSAT-Receivern genau die gleiche Elektronik - für unter 100 EUR. Inkl. TV-Betrieb, HDMI und USB-PVR.

von Chris_BLN - am 23.10.2016 20:51
Zitat
Chris_BLN

Zitat
Dabler
Ich habe zufällig bei einer Vorführung des Restek ECAB+ (Kabelversion) im MediaMarkt Berlin-Alexa leider sehen müssen, dass das Dynamic Label bei den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen nicht - einwandfrei - funktioniert. Es wird lediglich der Name der laufenden Sendung angezeigt.


Der ECAB+ ist aber kein DAB-Tuner, sondern ein DVB-C-Receiver. Damit auch kein Dynamic Label, sondern entweder DVB-Servicenamen oder das RDS-PS aus einem getunnelten oder auf private PID übertragenen RDS. Und evtl. ein dort vorhandener RDS-RT oder irgendeine EPG-Anzeige.

Wenn man da keine Umlaute implementiert hat, ists freilich eine Schande bei diesem Preis. Mich ärgert das schon beim in völlig anderer Liga spielenden Onkyo CR-L5 (UKW/CD-Receiver), der beim UKW-Radiotext die Umlaute nicht darstellen kann. Der BR setzt sie nicht in Umlaute-freie Schreibweise um, sieht dann bl▓d aus. ;)

Die Sat-Versionen ESAT+ und MSAT scheinen auch nur QPSK demodulieren zu können, was bei Schweizer HighEnd-Freunden sicher für Freudentaumel sorgt. Die SRF-Programme sind ja am 29.2.2016 auf einen fetten 8PSK-TP umgezogen. Ob AC3-Decodierung möglich ist oder AC3 nur am Digitalausgang ausgegeben werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Fujitsu H60 hat Platz für AC3-Decoding-Algorithmen. Letztlich steckt in den LaSAT-Receivern genau die gleiche Elektronik - für unter 100 EUR. Inkl. TV-Betrieb, HDMI und USB-PVR.


@Chris_BLN

Gut, die von mir gewählte Bezeichnung "Dynamic Label" bei DVB-C bzw. DVB-S ist nicht 100% zutreffend. Gemeint war natürlich RT+, der bei DAB als Dynamic Label Plus ausgesendet wird.
Sorry for that. Sowohl der empfangsstarke ONKYO T-4070 als auch der YAMAHA T-D 500 haben mit den Umlauten und Sonderzeichen keine Probleme.

von Dabler - am 24.10.2016 02:46
Audio Block war noch nie gut. Auch deren Vollverstärker sind totaler Murks. Da passt der C-100 CD Player nur gut ins Gesamtbild.

von Spacelab - am 24.10.2016 07:32
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.