Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
86
Erster Beitrag:
vor 4 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 6 Tagen, 14 Stunden
Beteiligte Autoren:
Spacelab, Th.Baier, Nordlicht2, Loger, PowerAM, Chris_BLN, pomnitz26, BadestadtFM, zerobase now, FrankSch, ... und 24 weitere

Nachzügler (ich) macht Erfahrung mit DAB+ Empfang

Startbeitrag von Th.Baier am 18.11.2016 13:03

Hallo Radiofreunde. Der manchmal verkratzte Empfang von DLF über 106,3 Hornisgrinde. (Bin aus dem Saarland) nervt doch etwas. War heute erst im Blödmarkt, dann in einem typischen Radio / TV Geschäft. (So was gibt es auch noch !!). Die Enttäuschung ist groß. Weder da noch dort Empfang auf DAB+ Gar nix. Im Radiogeschäft meinte der Inhaber "Es gibt Straßenzüge, da geht DAB, in der Nachbarstraße dann wieder nicht".

Mein Fazit als Nachzügler, der ja bereit war sich der neuen Technologie nicht zu verschließen:
Wenn 18 Jahre nach Einführung noch immer kein flächendeckender Empfang (auch nicht im Auto auf der A6 Saarbrücken-Mannheim) möglich ist, wird Digitalradio bei der Bevölkerung nicht viele Freunde finden. Ich bin einer davon.


Grüße, Thomas

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Thomas,
lese ich das richtig - du warst in einem Geschäft, dort gabs keinen Empfang und daraus schließt du jetzt dass es nirgendwo Empfang gibt?
Hast du z.B. ein portables Radio mal probiert oder bei nem Bekannten was probiert?
Oder nur auf diese 2 Aussagen verlassen?
Denn es kommt immer drauf an, ob jemand auch an der Technik interesse hat.

Ich würde dir empfehlen, sich mal ein günstiges DAB+ Radio zu holen (z.B. Dual DAB4 oder 4.1...) und es selbst mal zu probieren.
Hab dir mal nen Screenshot gemacht, wie gut der Empfang sein soll.
Die grünen + sind Sender.
[attachment 8392 empfang_hbg.PNG]

von Martin S. - am 18.11.2016 13:16
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dort überhaupt nix gehen soll. Der Karte nach müsstest du fast überall Problemlosen Empfang haben, zumindest dort wo du wohnst

Kauf dir mal einen DAB Empfänger bei Amazon oder einem anderen online show, ebay, otto ....leider gibt es Menschen die mit der Veralteten UKW Technik noch immer zufrieden sind, und auch nix anderes wollen, also DAB gegner, was ein jammer ist.

Ich komme auch viel herum, und es gab bisher noch keine Stelle wo ich nix empfangen konnte

von Rheinländer - am 18.11.2016 15:01
Ich schließe mich den Vorschlägen an, es mit einem tragbaren Radio doch erstmal zu probieren. Wenn du in der Nähe wohnen würdest, dann hätte ich dir eins geborgt.

Ich bin am nördlichen Berliner Stadtrand zuhause. In 22 km Entfernung steht der Berliner Fernsehturm. Zuhause ist der Empfang ohne jeden Aufwand möglich. An meinem Arbeitsort, nur 2,2 km vom Berliner Fernsehturm entfernt, ist wegen des HF-dichten Bauwerks DAB+ der einzige funktionierende Empfangsweg. Zahlreiche Kollegen tun es mir gleich, auch wenn sie auch nichts hören, das man über UKW nicht auch bekommen könnte. Mein Büroradio zeigt mir auch nur einen etwa halben Signalstärkebalken, aber der Empfang ist eben einwandfrei.

Welches sind deine nächsten DAB-Sender und wie weit sind sie entfernt? Ich denke, es findet sich hier jemand, der dir sagen kann, was gehen müsste.

von PowerAM - am 18.11.2016 16:00
Zitat
CBS
Zitat
Th.Baier
Wenn 18 Jahre nach Einführung


Wie kommst Du da drauf? DAB+ wurde erst Ende 2011 gestartet.


Mag für 5C zutreffen. Wenn man von DAB allgemein ausgeht ist das Je nach Bundesland verschieden. Bayern ging schon 1995 als Projekt OnAir und 1999 im Regelbetrieb rüber.

Zitat
Languedoc
Selbst bei O2 klappt Webradio durchgängig zwischen Saarbrücken und Mainz, wenn man 30 Sekunden puffern einstellt. ... Webradio braucht je nach Streamqualität ca. 128 kbit/s. Das wird bei 5G und schon bei 4G kein Problem für die Mobilfunknetze darstellen.


und wie oft war dabei dein Handy bzw. hat dein Handy zwischen Saarbrücken und Mainz auf Edge, UMTS/HSDPA gewechselt? Beim Puffern merkt man nicht mal wenn das Handy wechselt! Ich kann jetzt nur von meiner Ländlichen Region sprechen, dort bricht das LTE Netz teilweiße schon ein wenn ein Hügel im weg ist oder steil runder geht, so das der Handymast schlicht und einfach hinrüberweg stahlt. Oben auf der Hauptstraße mit sichtkontakt vom Handymast gehts gerrade noch, weiter unten schon nicht mehr. Wenn man dort genau im "Tal" in der der Sekung wohnt, hat in Wirklichkeit kein Empfang, auch wenn die Prognosekarten der Netzbetreiber was anders sagen. Da geht Mobil nicht mal WhatsApp!. DAB+ vom ~10km Rötbühl geht dort auch nicht, stahlt genauso hinüber ABER Ochenskopf (~30-40km) stahlt dort voll rein. Mat hat zwar inzwischen in jeden Kuhdorf einen Handymasten und immer noch keine Vollversorgung auf dem Land. Zumindes in die Hügelberglandschaft bei mir in der Oberpfalz. DAB+ Furzt wärend unsere Handymasten (Kohlbühl, Handymast Vermittungstelle, Rödlas Turm) es nicht schafen unsere Gemeinde mit 13 Ortsteile vernüftig mit LTE zu versorgen! Da gehts im Ortskern (Mast an der Vermittungsstelle), 2km im Nachsbardorf schon nicht mehr! Nach 1km ist es meisten vorbei mit LTE. In die größen Städte fällt das nicht auf da fast alle 50-100meter ein Masten auf ein Hochhaus, Pattenbau, Kirchengebäute ist. Oft sind Antennen versteckt angebracht. Auf dem Land hast nur nicht alle 100m einen LTE Masten.

von Kohlberger91 - am 18.11.2016 20:40
Zitat
Th.Baier
Mein Fazit als Nachzügler, der ja bereit war sich der neuen Technologie nicht zu verschließen:
Wenn 18 Jahre nach Einführung noch immer kein flächendeckender Empfang (auch nicht im Auto auf der A6 Saarbrücken-Mannheim) möglich ist, wird Digitalradio bei der Bevölkerung nicht viele Freunde finden. Ich bin einer davon.


Vor kurzem bin ich auf der A6 bis Ausfahrt Ramstein-Miesenbach unterwegs gewesen. Ich bin auch regelmässig auf der A8 zwischen Autobahndreieck Friedrichsthal und Homburg unterwegs. Empfangsprobleme mit dem Bundesmux kenne ich dort keine. Ich verwende ein Albrecht DR 56 mit Magnetfussantenne auf dem Autodach.

Zitat
BadestadtFM
Dass es in Homburg keinen Empfang geben soll, halte ich für ausgeschlossen. Da müsste man aber schon in einer ganz "blöden" Ecke wohnen.


z.B. im Mediamarkt Homburg. Da geht echt gar nichts. :rp: Ansonsten bin ich regelmässig im Homburg unterwegs. Da sind der Bundesmux, der SR- und SWR-RP ohne Probleme empfangbar.

von FrankSch - am 18.11.2016 20:44
Ein User postet, dass er ein Empfangsloch gefunden hat und schon beginnt eine neue Diskussion pro und contra DAB+ und darüber ob die Zukunft des Radios im Internet oder mit einer eigenen Infrastruktur stattfindet. Mein Elektrohändler um die Ecke zweifelt auch noch, dass DAB+ sich durchsetzen wird. Als Händler würde ich es auch tun, weil ich jetzt erst dem Kunden einen UKW-Empfänger andrehen könnte und in ein paar Jahren erneut abkassieren würde. Da hilft nur der Onlinehandel mit 30 Tagen Rückgabegarantie.

Ihr lässt Euch schnell dazu verleiten erneut so tief in das Thema einzusteigen. Seit 10 Jahren besitze ich mehrere Webradioempfänger und komme trotzdem nicht auf die Idee meinen Tarif für das Radiohören unterwegs zu verbraten. Viele Experten sprechen davon, dass Radio in Zukunft über mehrere Wege verbreitet wird. Wer auf DAB+ und Internet setzt ist besser gerüstet als mit einem AM-/FM-Empfänger, Kabel oder Satellit. Zunehmend sieht man, dass die Anbieter auf die Verbreitungswege verzichten, die in der Vergangenheit wenig Akzeptanz fanden.
Anderseits konnte ein Kabelbetreiber das UKW-Radio in seinem Kabelnetz nicht abschalten, weil die Anbieter sich wehrten. Auch ich kenne Stellen wo DAB+ besser geht als Internet, nur macht es Sinn alle diese Stellen aufzuzählen?

von Seltener Besucher - am 18.11.2016 21:04
Zitat
Rheinländer
....leider gibt es Menschen die mit der Veralteten UKW Technik noch immer zufrieden sind, und auch nix anderes wollen, also DAB gegner, was ein jammer ist

Nur weil jemand mit UKW zufrieden ist muss das nicht automatisch bedeuten das er ein Gegner von DAB ist. Abgesehen davon ist UKW auch nicht veraltet sondern zeitgemäß und bewährt und bietet immer noch die stabilste Versorgung im Vergleich. Ein Jammer das die digitalen Wege da nicht mithalten können.

von B.Zwo - am 18.11.2016 22:23
Zitat
B.Zwo
Zitat
Rheinländer
....leider gibt es Menschen die mit der Veralteten UKW Technik noch immer zufrieden sind, und auch nix anderes wollen, also DAB gegner, was ein jammer ist

Nur weil jemand mit UKW zufrieden ist muss das nicht automatisch bedeuten das er ein Gegner von DAB ist. Abgesehen davon ist UKW auch nicht veraltet sondern zeitgemäß und bewährt und bietet immer noch die stabilste Versorgung im Vergleich. Ein Jammer das die digitalen Wege da nicht mithalten können.


UKW ist veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Das ist analoge Technik aus den 1940er Jahren. Überall ist die Digitalisierung schon weit vorangeschritten, nur der Hörfunk hingt noch hinterher. Das UKW-Frequenzband ist übervoll und es können fast keine Frequenzen mehr neu koordiniert werden. Es sind höchstens noch leistungsschwache Frequenzen verfügbar. Damit ist es praktisch fast unmöglich, dass die Programmvielfalt auf UKW in Zukunft noch steigen wird. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass sich DAB+ noch im Aufbau befindet. Als UKW vor einigen Jahrzehnten eingeführt wurde, geschah das auch über einen längeren Zeitraum.

von Kitty71 - am 18.11.2016 23:33
Zitat
Th.Baier
Ich würde UKW nicht als veraltet, sondern als bewährt bezeichnen.

Überall gibt es reichlich Nebengeräusche, vorangig im Fahrzeug.


Warum willst dann wechseln? Dachte der verkratzte Empfang vom DLF auf FM würde dich nerven.?
Wenn du den DLF Zuhause hörst und da der FM Empfang zu wünschen übrig läßt gibt es auch noch andere Alternativen als DAB+, z.B DVB-S also Satellit oder Kabel (DVB-C). Bei Sat hast sogar die bessere Qualität (Astra 19.2 mp2 256kbps) als auf UKW (Astra 23,5 mp2 192kbps).

Wenn Satellit nicht möglich und kein Kabel hast und wirklich aufgeschlossen bist, dann kauf der im Internet (Namen würde schon geschrieben) einen guten DAB+ Empfänger (Namen von paar Geräten würden auch genannt) und teste es unabhängig und mach deine eigen Erfahrungen und rede nicht vorab DAB schlecht ohne es selbst getestet zuhaben. Falls dann wirklich nichts gehen sollte (was ich mir nicht vorstellen kann, außer man hat Kabellecks), kannst du den Empfänger wireder zurück schicken (Rückgaberecht; wichtig ist, direktkauf beim großen Riesen).

von Kohlberger91 - am 19.11.2016 08:34
Und schon haben wir wieder die zehn millionste DAB+ Pro&Contra Diskussion... :rolleyes:

Um mal beim eigentlichen Thema zu bleiben: das in Homburg in einer Straße DAB+ funktioniert und in der nächsten nicht ist blanker Unsinn! Ich bin oft dort bei meiner Freundin und da geht DAB+ absolut problemlos. Sorry, aber dieses "Fachgeschäft" mit dieser "tollen" Beratung ist nichts wert.

Wie die anderen hier ja auch schon geschrieben haben solltest du dir einfach mal ein DAB+ Radio zulegen und ausprobieren. In Elektromärkten herumzuprobieren bringt in den seltensten Fällen etwas. Denn dort fliegen so viele HF Störungen in der Luft herum, da geht kaum etwas.

von Spacelab - am 19.11.2016 08:39
Suboptimale Beratung in Punkto DAB+ scheint keine Seltenheit zu sein...
Mein Kollege aus Feldkirch ( A ) wollte DAB+ im Auto haben. Die Werkstatt riet Ihm davon ab, da es
in Österreich kein DAB+ gibt. Gibt`s Doch. Allerdings nur Ausländische Programme.
Mein Kollege blieb dabei " DAB+ muss rein " .
Nachdem DAB+ in seinem Auto verbaut wurde und das Auto mal zum Service gewesen ist wurde
DAB+ in dem Auto von der Werkstatt getestet : Das Resultat : die Volle Kehrtwendung, diese
Werkstatt empfiehlt es nun, DAB+ im Auto zu haben.

von RADIO354 - am 19.11.2016 08:51
Zitat
Kitty71
Überall ist die Digitalisierung schon weit vorangeschritten, nur der Hörfunk hingt noch hinterher. Das UKW-Frequenzband ist übervoll und es können fast keine Frequenzen mehr neu koordiniert werden. Es sind höchstens noch leistungsschwache Frequenzen verfügbar. Damit ist es praktisch fast unmöglich, dass die Programmvielfalt auf UKW in Zukunft noch steigen wird.


Und genau das sehe ich als das größte Problem an: Ein Medium, welches sich nicht mehr weiter entwickeln kann, ist zum Untergang verdammt.
Man nehme als Beispiel z.B. das Fernsehen. In den letzten Jahren haben sowohl die ÖR als auch die Privaten zig Ableger und Spartenkanäle gestartet. Warum? Weil sie es müssen! Die Zeiten in denen die ganze Familie am Samstag Abend vor dem TV saß und gemeinsam die gleiche Unterhaltungsshow ansah sind vorbei. Heute konkurriert das Fernsehen mit dem Internet welches nicht zuletzt dank Tablet uns Smartphone allgegenwärtig ist und wirklich für JEDES Interesse den passenden Inhalt liefern kann. Wäre die Entwicklung des Fernsehens vor 20 Jahren bei rund 5 analogen Programmen stehen geblieben dann wäre dieses Medium schon längst nicht mehr konkurrenzfähig und würde sich in Richtung Bedeutungslosigkeit entwickeln.

Das Radio steht gerade am Anfang dieser Entwicklung. Ich beobachte gerade in meinem Bekanntenkreis daß sich immer mehr Hörer von diesem Medium abwenden, weil sie vom besten Mix und der lustigsten Morningshow die Schnauze voll haben, und z.B. im Auto nur noch ausschließlich ihre MP3s vom USB-Stick hören. Meine jüngeren Kollegen haben oft nicht mal mehr eine Antenne auf dem Fahrzeug...
Seit einiger Zeit werde ich immer häufiger um Rat gefragt welches Digitalradio oder Internetradio zu Empfehlen ist, als Begründung wird immer genannt "mit dem alten Radio empfängt man nichts gescheites mehr".
Gut, meine subjektiven Erfahrungen sind jetzt sicher nicht repräsentativ und auf das ganze Medium Radio übertragbar - oder doch? Keine Ahnung...

von Loger - am 19.11.2016 09:58
Zitat
Kohlberger91
Zitat
CBS
Zitat
Th.Baier
Wenn 18 Jahre nach Einführung


Wie kommst Du da drauf? DAB+ wurde erst Ende 2011 gestartet.


Mag für 5C zutreffen. Wenn man von DAB allgemein ausgeht ist das Je nach Bundesland verschieden. Bayern ging schon 1995 als Projekt OnAir und 1999 im Regelbetrieb rüber.


Man kann den Ausbau trotzdem nur für DAB+ seit Ende 2011 ansehen, denn erst seit damals wurde auch das VHF III Band ganz dem Digitalradio zugeschlagen. Ein Ausbau mit nur einem oder zwei VHF Kanälen davor war einfach nur fern jeglicher Vernunft, auch wenn ein Bundesland einen Regelbetrieb des alten Systems propagierte. Von daher muss man festhalten, dass das Digitalradio DAB+, wie es heute verwendet wird, erst seit Ende 2011 im Aufbau ist. Ein Vergleich und Strecken zum alten System dient eher als Notargument für die angebliche Unzulänglich- und Missliebigkeit des Systems insgesamt.

Daher, um die ProContraDiskussion zu vervollständigen muss dieser alte Senf nochmal dazu: Für lediglich fünf Jahre ist der Ausbau trotz großer Widerstände bestimmter Gruppierungen schon erstaunlich gut. UKW ist bei uns vollgefunzelt, so dass nur noch die starken Lokalsender mit wenigen Programmen gut reinkommen auf auf Internet kann man mobil bei uns überhaupt nicht vertrauen. Netzausbau mit ausgelastetem GPRS/EDGE und Topographie sei dank. UMTS und LTE sucht man in großen ländlichen Gebieten im Südwesten noch vergebens, von allen deutschen Betreibern. DAB+ hat nicht zuletzt auch wegen der im Überschneidungsgebiet großen zusätzlichen Auswahl durch die Schweizer Sender am südlichen Oberrhein einen riesigen Mehrwert gegenüber UKW. Der letzte Abschnitt war jetzt nur allgemein, mir ging es darum, den Threadersteller insofern zu korrigieren, dass DAB+ und dessen Ausbau erst vor fünf Jahren began. Aber das ProContra-Wespennest, in das man stechen kann, lässt sich anscheinend immer noch leicht finden, lediglich die Gewichte haben sich verschoben.

von CBS - am 19.11.2016 10:01
Zitat
Th.Baier
Wenn 18 Jahre nach Einführung noch immer kein flächendeckender Empfang (auch nicht im Auto auf der A6 Saarbrücken-Mannheim) möglich ist,


Wie kommt man denn bloß auf solche Behauptungen? Die Autobahnstrecke A6 Saarbrücken-Mannheim ist komplett versorgt (5C). Selbst mit Scheibenantenne geht der Empfang da ohne Aussetzer (zumindest ab dem AK Neunkirchen bin ich die Strecke in Richtung Mannheim schon mehrmals selbst gefahren).

Niemand wird einem (egal ob es um DVB-T, DAB+ oder das gute alte UKW geht) einen Empfang an einem bestimmten Ort oder auf einer bestimmten Strecke wirklich "garantieren". Aber eigentlich sind die Prognosekarten z.B. auf digitalradio.de ziemlich gut. Und wenn da Empfang angegeben ist, kauf man sich halt einfach ein Empfangsgerät und wenn es wider Erwarten nicht passt, gibt man es halt zurück. Wo soll da jetzt das Problem sein?

von SaarLux03 - am 19.11.2016 10:19
Wie meine Vorredner schon schrieben:
Der Empfang in Homburg klappt definitiv, auch ich bin öfters dort.

Was manche Läden einem für einen Dünnschiss manchmal erzählen, da kriegt man die Krise...

Ich habe bis heute folgendes nicht verstanden:

Wenn ein Elektroladen DAB-Radios zum Verkauf anbietet, aber seine Angestellten das Produkt dem Kunden gegenüber schlecht reden, welcher Sinn steckt da bitteschön dahinter? Selbst ein Sonderschüler ohne Abschluss kapiert doch normalerweise, dass das absolut sinnbefreit ist...

von PEQsche - am 19.11.2016 10:51
Mancher hat es vielleicht vor 5 Jahren mal probiert und meint das nichts geht oder hatte eine taube Gurke?

Hätte ich vor 5 Jahren LTE probiert.
Wenn man hier aber sehr gute und günstige Testgeräte (30 -40€)empfohlen bekommt sollte man bereit sein diese auch zu investieren.

Ich sage auch mein Auto ist gut und nicht jeder teilt die Erfahrung mit dieser Marke. Selbst das kann ich nachvollziehen weil die gleiche Marke eine Werkstattkette weiter irgendwie ständig Probleme macht. Sehr seltsam, so manches muß jeder selber herausfinden. Hier ist man bestens beraten.

von pomnitz26 - am 19.11.2016 11:24
Nächste Woche werde ich einen DAB Empfänger mal probieren. Es handelt sich um Philips AE5220/12. Kostet knapp 80 Euro. Gerät sagt mir von der Optik ganz gut zu. Dann werde ich ihn in meiner Betriebsstätte neben den 50 Jahre alte Ocean Boy stellen, der verkratzt DLF aus dem Schwarzwald in der Halle ( geschlossenes Gebäude) empfängt.

P.S. Der Radiohändler heißt Axel Ulmcke.

von Th.Baier - am 19.11.2016 12:36
Im Gebirge oder städtischem Gebiet kommt UKW oft an seine Grenzen. Reflexionen/Mehrwegeempfang trüben die Hörqualität. Bei vergleichbarer Versorgung wäre DAB+ im Vorteil, da hier Mehrwegeempfang zuweilen sogar die Signalqualität verbessern kann. Der Digitalempfang ist entweder einwandfrei - oder er funktioniert nicht.

Ich denke, mit dem Philips machst du als erstes Gerät keinen Fehler. Alle Philips-Digitalradios, die ich bisher in der Hand hatte, waren anständig verarbeitet und mir fielen auch nie Bugs in der Software auf. Das AE9011/02 habe ich wegen einfachster Bedienung und direkt zugreifbarer Programmspeichertasten vor Jahren im Kollegenkreis als Schreibtisch/Büroradio empfohlen. Preislich lagen die Geräte deutlich unter der bei vielen vorhandenen Schmerzgrenze von 40 EUR. Zudem wurde oft darauf Wert gelegt, ein Radio eines namentlich bekannten Herstellers zu kaufen. Einziger konstruktiver Fehlgriff war der unbedingt auszuziehende Aufstellfuß, ohne den das Radio auf dem Tisch einfach umkippt. Das hätte ein besseres Gehäusedesign vermeiden können.

Von mir noch einen Hinweis, um Enttäuschungen zu vermeiden: Es gibt zahlreiche DAB+Radios, die mit R6-Batterien (Mignon) betrieben werden können. Die meisten sind dafür aber einfach zu stromhungrig und machen dir einen Batteriesatz in wenigen Stunden leer. Klar, das gibt Frust! Falls mobiler Betrieb mit Batterie/Akku irgendwann für dich mal ein denkbares Nutzungsszenario wird, dann greife zu Geräten, die mit einem leistungsfähigen Akku ausgestattet sind.

Für die Radios von Pure kostet der zwar einen recht happigen Aufpreis, da der Akku als Zubehör verkauft wird, dafür erreichen die Geräte damit Spielzeiten, die du von einem klassischen Kofferradio kennst und wohl auch erwartest. Mein Papa nimmt ein Pure One mini im Garten zum Unkrautzupfen usw. und das hat bei ihm wirklich Betriebsstunden zu leisten. Behalte das einfach im Hinterkopf, wenn irgendwann mal ein DAB+Radio für den Betrieb abseits der Steckdose gewünscht ist!

von PowerAM - am 19.11.2016 13:23
Zitat
Th.Baier
Nächste Woche werde ich einen DAB Empfänger mal probieren. Es handelt sich um Philips AE5220/12. Kostet knapp 80 Euro. Gerät sagt mir von der Optik ganz gut zu. Dann werde ich ihn in meiner Betriebsstätte neben den 50 Jahre alte Ocean Boy stellen, der verkratzt DLF aus dem Schwarzwald in der Halle ( geschlossenes Gebäude) empfängt.

P.S. Der Radiohändler heißt Axel Ulmcke.


Eine gute Wahl. Abgesehen vielleicht von dem fehlenden Kopfhöreranschluß, falls das ein Kriterium ist, ein wirklich sehr gutes und vor allem äußerst empfangsstarkes Gerät. Auch der Klang hat mir sehr gut gefallen.

von Loger - am 19.11.2016 14:06
Ja das Radio stand auch bei mir mal ganz oben auf der "Haben wollen" Liste. Leider ist es dann von dieser gestrichen worden als ich im Elektromarkt festgestellt habe dass das Gerät keinerlei Ein- und Ausgänge hat. Auf der Kopfhöreranschluss hätte ich zur Not noch verzichten können. Aber ein AUX Eingang ist bei mir leider eine Minimum Anforderung.

von Spacelab - am 19.11.2016 14:11
Hach, wir sind so schön off-topic. :D

Zitat
Kitty71
Damit ist es praktisch fast unmöglich, dass die Programmvielfalt auf UKW in Zukunft noch steigen wird.


Die "Programmvielfalt" auf UKW steigt bereits seit knapp 25 Jahren nicht mehr. Sie sinkt. Kontinuierlich. Dank der Gleichschaltung aller "Unterhaltungsprogramme" (nennt man heute glaube ich "Pop-Wellen" ) auf die immergleiche Soße aus den 150 bestgetestetsten Titeln, garniert mit kurzen blöden Sprüchen, erbarmungswürdig elendiger "Comedy", gefühlten Temperaturen und Stauzeiten.

Ich kann nicht erkennen, daß das auf DAB bislang groß anders wäre. Die Neuzugänge, die man auf DAB gegenüber UKW hat, haben mich bislang fast alle nicht aufhorchen oder gar begeistern können. BR Heimat ist toll (für diese Zielgruppe), aber das ist letztlich auch Programminhalt, den es früher ganz selbstverständlich auf UKW gab. Recht bald wird man das gleiche von BR Klassik sagen können. :( D-Wissen wirkt auf mich möchtegern-elitär, steril und kein bißchen so angenehm, menschlich und vielfältig wie DT64 in den Jahren 1990-91. Irgendwelche nonstop-Dudler brauche ich nicht, das kann ich mit weniger Frustgefahr aus meiner eigenen Festplatte realisieren. Ein echter DAB-Zugewinn wäre für mich als speziellen Spezialfall die Übertragung von Bayern 2 hier in Berlin. Das ist genial, aber da ich ohnehin nur zu Hause Radio höre, habe ich das sowieso über Satellit.

Zitat
Kohlberger91
Wenn du den DLF Zuhause hörst und da der FM Empfang zu wünschen übrig läßt gibt es auch noch andere Alternativen als DAB+, z.B DVB-S also Satellit oder Kabel (DVB-C). Bei Sat hast sogar die bessere Qualität (Astra 19.2 mp2 256kbps) als auf UKW (Astra 23,5 mp2 192kbps).


Kleine Korrektur: betrifft nur noch D-Kultur. Das läuft wohl immer noch mit 192 kbps MP2 via SCPC in der UKW-Zuführung. Also genau in dem Standard und mit der Bitrate, mit der es einst auf DAB-"classic" lief. Man bemerkt die Limitierungen auch, es zischelt leicht. Das hört man sehr wohl auch auf UKW. Der DLF hat eine neue Zuführung, das sind 384 kbps MP2 ebenfalls via 23,5° Ost. Siehe der Thread mit den UKW-Zuführungen im Hauptforum. Mit manchen Receivern kann man das empfangen, DigiAndi kann es z.B.. Die abgebaute Technik der 192er Strecke ist meines Wissens nach in den Ersatzteil-Pool für DKultur gegangen.

Zitat
pomnitz26
Mancher hat es vielleicht vor 5 Jahren mal probiert und meint das nichts geht oder hatte eine taube Gurke?


Nun, USB wurde einst von einem c't-Redakteur als "useless serial bus" bezeichnet. Damals gab es fast nichts für USB und USB 1 war arschlahm. Abdocken brachte Bluescreens (gelle, Bill?), Drucker liefen an Parallelports und Scanner an SCSI. Und heute schiebt man über USB 3-Terabyte-Platten voll oder 52 Audiokanäle in 24 Bit / 96 kHz rüber...

Zitat
Th.Baier
P.S. Der Radiohändler heißt Axel Ulmcke.


Ist das der mit dem " typischen Radio / TV Geschäft"? Wenn ich mir das hier anschaue http://expert-ulmcke.de/audio.htm ist das alles andere als "typisch", zumindest gab es so etwas in Ostdeutschland eher selten. Das ist ein Highend-Händler (T+A, B&W, Dali, ...). Daß da DAB u.U. nicht allzugut wegkommt, kann ich sogar nachvollziehen, denn daheim sind andere Radio-Quellen (derzeit vor allem noch DVB-S/C) deutlich im Vorteil, klanglich gesehen. Aber auch DAB erwähnt er ja auf seiner Seite - bei den einfacheren Anwendungen. Verschlossen gegenüber DAB ist er also nicht, vielleicht aber selbst etwas weniger erfahren mit dem System.

Ansonsten, um zum Thema zurückzukommen: hole Dir einen als empfangsstark bekannten portablen Empfänger und teste aus. Arm wirst Du davon nicht und das Gerät kann Dir schon aus Hobbygründen viel Freude bereiten. Es gibt ja auch noch Urlaubsreisen (mit dortigen Radio-Entdeckungen) und andere Gelegenheiten, über DAB neue Programme kennenzulernen - so so etwas für Dich interessant sein sollte.

von Chris_BLN - am 19.11.2016 14:13
Das Problem an DAB ist m.E. wirklich der Indoor-Empfang. Ich wohne in Frankfurt am Main, innerstädtischer Bereich, das Signal kommt mit 5 KW vom Europaturm (und zusätzlich mit 5 KW vom Großen Feldberg).

Der Empfang müsste eigentlich sehr gut sein, ist er auch, zumindest outdoor. Doch sobald man sich innerhalb von Gebäuden bewegt, ist es Glückssache. Wenn man sich z.B. mit dem Pure Move 2500 (DAB+ Taschenradio mit m.E. guter Empfangsleistung) in eines der Kaufhäuser der Innenstadt begibt (kann jeder testen), bricht der Empfang sofort weg. Innerhalb der Gebäude ist kein Empfang möglich, man muss auf 3G oder LTE ausweichen. Der Große Feldberg mit seinem 100 KW analog auf UKW wäre hingegen noch zu empfangen.

Setzt man sich in der eigenen Wohnung auf's Sofa und macht die Stehlampe an, die eine Energiesparlampe verschraubt hat (und nicht wie früher, eine normale Glühbirne), ist der Empfang auch weg.

UKW ist hingegen für diese Störquellen weit weniger empfindlich. Ich weiß nicht, ob es am etwas niedrigeren Frequenzbereich oder an der größeren Leistung der Sender liegt.

Würde es etwas helfen, wenn man die Leistung der Sender hochschraubt, auf sagen wir 50 KW? Oder würde dann das Gleichwellennetz hinsichtlich Synchronisation aus den Fugen geraten?

In Belgien fährt man z.B. mit viel geringere Leistungen als in Deutschland bei DAB+ (ca. 1 KW verglichen mit 3 bis 10 KW bei uns). Ich frage mich, wie dort der Indoor-Empfang gewährleistet sein kann.

Zitat
Loger
Das Radio steht gerade am Anfang dieser Entwicklung. Ich beobachte gerade in meinem Bekanntenkreis daß sich immer mehr Hörer von diesem Medium abwenden, weil sie vom besten Mix und der lustigsten Morningshow die Schnauze voll haben, und z.B. im Auto nur noch ausschließlich ihre MP3s vom USB-Stick hören. Meine jüngeren Kollegen haben oft nicht mal mehr eine Antenne auf dem Fahrzeug...


Der beste Mix und die lustigste Morningshow braucht aber nicht unbedingt eine Abwanderung des Mediums Radio zur Folge zu haben. Es kenne auch Leute, und zähle mich selbst dazu, die sich aus diesem Grund den werbefreien Kulturwellen zuwenden und somit ganz neue Horizonte entdecken. Geht das hier niemandem so?

von Klaus Wegener - am 21.11.2016 08:49
Zitat
Spacelab

Um mal beim eigentlichen Thema zu bleiben: das in Homburg in einer Straße DAB+ funktioniert und in der nächsten nicht ist blanker Unsinn! Ich bin oft dort bei meiner Freundin und da geht DAB+ absolut problemlos. Sorry, aber dieses "Fachgeschäft" mit dieser "tollen" Beratung ist nichts wert.


Dann erfüllt die Aussage des "Fachverkäufers" fast schon den Tatbestand der üblen Nachrede.Ich würde mir den Spass machen und wirklich mal ein DAB-Radio woanders erwerben und mal testen und dann dem Verkäufer sein UKW-Radio vor die Füsse schmeissen und mal fragen, ob er sich jemals mit dem Thema Digitalradio beschäftigt hat.:D

von zerobase now - am 21.11.2016 09:15
Das Problem ist, dass es ausgerechnet im DAB-Frequenzbereich zu einer Kumulierung von Störstrahlungen kommt. Da sind alle möglichen Geräte beteiligt: Telefone, Sat-Anlagen, PC, Breitbandanschlüsse, und hier insbesondere die Anschlusskabel. Und bei Störfeldstärken z.T. über 50 dBμV/m kann man sich leicht ausmalen, dass da kein Empfang mehr möglich ist.

von BadestadtFM - am 21.11.2016 09:17
@ Klaus Wegener,

Das Problem Störender Lampen beim Radiohören kenne Ich schon seit den 70`er Jahren des Letzten
Jahrhunderts. Die Leuchtstofflampen störten teilweise extrem den Mittelwellenempfang.
Besonders in Städten, wo Diese mehr verwendet wurden.

Heute stören manche LED Lampen den DAB+ Empfang regelrecht weg. Ob erlaubt oder Nicht wäre noch zu prüfen.
Ich habe allerdings eine Sorte LED gefunden welche vollkommen ohne Störung des DAB+Empfangs funktionieren.

Diese werde Ich dann auch noch in die Treppenhausbeleuchtung einsetzen,
zumindest auf meiner Etage und der darunter gelegenen. Die derzeit als Hausbeleuchtung verwendeten HF Störschleudern dürfen dann in die Mülltonne.

von RADIO354 - am 21.11.2016 10:13
Meine Energiesparlampen stoeren den DAB Bereich gar nicht, generell stoeren die gar nichts. Die wuerde ich sofort rausschmeissen.
Der Plasma TV stoert aber den UKW Bereich so sehr, das dann kein Programm rauschfrei geht. Den moechte ich natuerlich nicht rausschmeissen. In Mono gehen noch die 4 starken Frequenzen aus Moorfleet, DAB+ dagegen weiter ungestoert. In Kaufhausern UKW Empfang? UKW geht selbst draussen auf der Strasse mit Kopfhoererschnurantenne nur wenn auf der Stelle stehen bleibt und rauscht beim umherlaufen staendig weg, so dass es mit Pocketradios beim Joggen usw. nicht nutzbar ist. Diese Probleme hat DAB+ nicht. Die Frankfurter Funzeln wie UKW Radio X, BOB, DKultur usw. habe ich noch in keinem Hotel sauber hoeren koennen, ueber DAB+ dagegen immer ungestoert. In Frankfurter Hotels gingen 5C, 7B und 11C bisher immer selbst im fensterlosen Bad. Nur DAB+ aus Mainz oder Bayern ist In Door Glueckssache.

von Nordlicht2 - am 21.11.2016 10:16
Wenn der Empfang halt irgendwo schlecht ist, ist das so. Das gibts auf UKW auch an einigen Orten, ja und? Es wird bei JEDEM terrestrischen Standard immer Ecken geben, in denen Indoor kein vernünftiger Empfang möglich ist. Selbst auf UKW mit FM.
Es gibt heute UKW, DAB+, DVB-S, DVB-C, 3G/4G, DSL, FTTB, FTTH, WiFi als mögliche praxisrelevante Empfangswege. Irgendwas von denen wird wohl so gut wie überall gehen. Gäbe es an meinem Wohnort kein DAB+, ich würde halt DVB-S oder DSL nutzen - und nicht eine Diskussion pro/contra DAB+ vom Zaun brechen. Allenfalls eine über die Ausbaugeschwindigkeit.
5 Jahre nach Start des Bundesmux ist die allerdings nicht als niedrig zu bezeichnen...

von DH0GHU - am 21.11.2016 11:54
Soooo. Heute bekam ich von dem Einzelhändler ein Gerät kostenlos zur Probe. Ich hatte mir Panasonic RF D10 ausgesucht, da einfache Bedienbarkeit, Lautsprechergitter, Druckpunktkugel gelagerter LS Regler und Tuningregler mich stark an den Satellit 700 erinnern. Wählbare Audio Einstellungen geben dem Radio ein gutes Klangbild. Die 2 Watt NF Leistung sind nicht gelogen. Der Menüpunkt "Beleuchtung dauerhaft" finde ich auch gut.

Zuerst in meiner Betriebsstätte und dann im Büro getestet. Ich bin begeistert von DAB (und auch von diesem Kofferradiö`chen). Der UKW Empfang auf 106,3 MHz (DLF) ist wie beim Ocean Boy oder dem Sat 700. Mal kratzt es, mal nicht. Umgeschaltet auf DAB: Volle Signalstärke und sogar bei komplett eingeschobener Antenne reicht das Signal noch.

Dann wollte ich wissen, ob ich im Saarland statt 5C und 9A auch "Kanal 11A" aus RLP bekomme? Gerät auf manuelles Tuning eingestellt, bei 11A auf Enter geklickt und - volle Signalstärke. Wobei ich mit diesem 5A, B, C Gedöhns etc noch befassen muss. Weiß net genau was das ist.

Grüße, der Nachzügler.

von Th.Baier - am 21.11.2016 13:08
Zitat
Th.Baier
... Wobei ich mit diesem 5A, B, C Gedöhns etc noch befassen muss. Weiß net genau was das ist.

Grüße, der Nachzügler.


Schau einfach hier: http://www.ukwtv.de/cms/dab-kanaele.html

Es sind die ehemaligen Fernsehkanäle 5 - 12 im VHF Band III, auf denen sich jeweils 4 DAB-Pakete befinden können (A, B, C, D). Der Bereich des 'imaginären' Kanal 13 obendran kommt auch noch dazu, steht aber in Deutschland wegen militärischer Nutzung nicht zur Verfügung.

Der Panasonic ist eine gute Wahl, wenn's um einfaches Radiohören geht, vor allem weil er als eines der wenigen portablen Geräte mehr als 5 Stationstasten hat, und man beim Durchschalten nicht mit irgendwelchen Shift-Tasten zu hantieren braucht.

von Saarländer (aus Elm) - am 21.11.2016 13:31
Sehr schön. Gerade bei DAB+ zeigt sich hier an deinem Beispiel mal wieder, dass man lieber selbst testet, anstatt sich auf vermeintlich "gut gemeinte" Ratschläge der Händler zu verlassen, die seit gefühlten 10 Jahren nicht mehr auf eine Empfangsprognose geschaut haben oder offenbar Null Ahnung haben.

Edit: Gerade in Homburg sollte der 11A aus Rheinland-Pfalz mit dem nassen Finger zu empfangen sein. Bei vielen Geräten lässt sich mit der manuellen Suche warum auch immer nicht den Kanal mitsamt seinem Inhalt aufrufen, sondern nur anzeigen, ob er empfangbar ist.

Deshalb einmal einen vollständigen Scan machen, dann ist alles in der Liste, was bei dir empfangbar ist.

von PEQsche - am 21.11.2016 13:51
Bevor der örtliche Elektroladen zugemacht hat war dort in Sachen Beratung auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Und damit meine ich nicht die Beratung an sich. Der Inhaber nahm sich immer sehr viel Zeit für seine Kunden. Aber der Inhalt der Beratung war für die Katz. Man hatte immer so den Eindruck das er irgendwann total den Anschluss verloren hatte. Das fing schon bei irgendwelchen Kofferradios an bei denen es schon High-Tech war wenn sie mit dem klapprigen CD Laufwerk auch MP3 CDs abspielen konnten. Von USB Anschlüssen oder gar DAB hatte er gar keine Ahnung. Das jetzt nur mal so als Beispiel. Irgendwann sah er wohl auch ein das er den Anschluss verpasst hatte und schloss den Laden.

von Spacelab - am 21.11.2016 14:18
Apropos Panasonic RF-D10: Das Teil ist auf UKW gar nicht mal schlecht, schnelles RDS, recht gute Empfindlichkeit und brauchbare Trennschärfe. Eine echte DX-Maschine ist es nicht, für das bisschen Chip im Inneren aber beachtlich. DAB ist schon ziemlich gut, kommt nicht ganz an Microspot und co ran, aber viel fehlt nicht. Was genau verbaut ist, konnte ich nicht herausfinden, jedoch ein FS1112-Chip und keine Abschirmung, was auf Verona hindeutet, wie ich anhand der Empfangseigenarten schon vermutet hatte.

von Japhi - am 21.11.2016 14:22
Danke für den Bericht!

Aus Neugier, erschließt sich mir nicht ganz bei Panasonic: kann man über Kopfhörer in Stereo hören oder ist das dann auch nur mono?

Und - weniger für Th.Baier, sondern für die Freaks: hat der RF-D10 Probleme mit LC-AAC bei vergleichsweise niedrigen Bitraten oder spielt er das problemlos? Wenns Verona ist, sollte es doch gehen, oder?

von Chris_BLN - am 21.11.2016 14:46
Zitat
Klaus Wegener
Der beste Mix und die lustigste Morningshow braucht aber nicht unbedingt eine Abwanderung des Mediums Radio zur Folge zu haben. Es kenne auch Leute, und zähle mich selbst dazu, die sich aus diesem Grund den werbefreien Kulturwellen zuwenden und somit ganz neue Horizonte entdecken. Geht das hier niemandem so?


Doch, mir z.B geht das so, bei mir laufen die D-Radios und Bayern 2 auch immer häufiger, was vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Aber damit bin ich wohl eine Ausnahme. Ich sehe das z.B. am Arbeitsplatz: Wenn da mal für mehrere Minuten keine Musik aus dem Radio tönt (es reicht z.B. der Block mit den Lokalnachrichten um halb auf Bayern 1) dann geht sofort das Gemeckere los: "Was ist denn das für ein scheiß Gelabere, schalte mal um". Eine werbefreie Kulturwelle ist bei solchen Hörern echt Perlen vor die Säue.

Zum Thema Indoor-Empfang:
Meine Erfahrungen gehen da in eine ganz andere Richtung. Sicher, bei DAB hat man nur die halbe Wellenlänge gegenüber UKW und entsprechend höher ist die Dämpfung, wenn das Signal z.B. durch eine Bebauung muß. Aber dafür hat man auch etliche Reflexionen welche sich bei dem digitalen Signal positiv auf den Empfang auswirken.
Sehe ich z.B. auch am Arbeitsplatz, in einem Stahlbetonbau mit dicken Wänden, Blechverkleidung, Wärmeverglasung, zig Störquellen (Industrieanlagen)...
Wenn ich da in der Halle mein Taschenradio einschalte empfange ich auf UKW gar nichts, nur Störgeräusche und ein paar unverständliche Fetzen der örtlichen Lokalradios, der DAB-Emfpang ist jedoch ohne Aussetzer möglich.

Das liegt aber daran daß ich mich hier mitten in Bayern befinde, in einer Region in welcher das DAB-Netz schon sehr gut ausgebaut ist. Das ist aber bei weitem noch nicht überall der Fall. Und klar, wenn das Empfangssignal so schwach ist daß es gerade noch so über die Schwelle kommt damit es das Radio decodieren kann, dann ist jedes zusätzliche Störsignal (z.B. Kabelleck, Schaltnetzteil...) natürlich ein Problem. Das hat meines Erachtens aber weniger etwas mit dem System zu tun sondern ist der Tatsache geschuldet daß sich die Sendernetze noch im Aufbau befinden. Das recht breitbandige Signal eines DAB-Senders ist schon erstaunlich robust.

von Loger - am 21.11.2016 17:54
@loger. Die D-Radios höre ich, ach Gott ich weiß nicht wie viele Jahre schon. 20 ? auf der alten Europawelle Saar Frequenz 1.422. Deren Themen gehen wirklich in die Tiefe, gut und sachlich-trocken moderiert. So wie einst der xy Zimmermann, oder noch früher Prof. Heinz Haber.

Um nochmal zurück zum Thema zu kommen. Selbst im Auto auf dem Beifahrersitz ist der DAB Empfang ununterbrochen. In der TG kommt es hingegen zu Aussetzer und (die TG hat 2 Etagen) in U2 ist dann Feierabend. ( Bei UKW auch) Aber wieso 2 Sekunden später als auf UKW? Auf einem Parkplatz probierte ich dann Hessen und BaWü reinzubekommen und tatsächlich - es ging! Leider nur dort.

Zum Panasonic: Weshalb es die Asiaten nicht schaffen, die Teleskopantenne nicht in den Hebelweg des Tragegriffs zu platzieren, verstehe ich nicht.

Grüße, Thomas

von Th.Baier - am 21.11.2016 19:22
Zitat
Th.Baier

Um nochmal zurück zum Thema zu kommen. Selbst im Auto auf dem Beifahrersitz ist der DAB Empfang ununterbrochen.


Na, siehste. Also gibt das geliehene Radio zurück und kauf dir direkt eines. Für das Auto gibt es Nachrüstlösungen, da kannst du, wenn du dein Radio nicht tauschen willst, dir erstmal mit einem DAB-Taschenradio an den AUX-Eingang behelfen.

von zerobase now - am 22.11.2016 09:44
Hier fehlen mehrere Postings. Wo sind die hin? Wenn sie hier nicht bleiben können (was angesichts des eigentlichen Themas verständlich ist), dann gehören sie z.B. ins Radiohörer-Forum. Da kann ich sie aber nicht finden. Also, wo sind sie?

Hinter Postings steckt Arbeit. Bei mir zumindest ist das so, ich weiß ja nicht, ob bei anderen Forennutzern Ghostwriter dahinterstecken oder ein Algorithmus, ich bezweifle das aber. Ich kann es absolut nicht leiden, wenn Arbeitsergebnisse vernichtet werden. Ich sitze hier tatsächlich mit gewisser Ernsthaftigkeit, meist zumindest. Die wenigen Fälle, in denen das nicht so ist, sollten inhaltlich erkennbar sein.

Danke.

von Chris_BLN - am 22.11.2016 11:36
Zitat
Chris_BLN
Aus Neugier, erschließt sich mir nicht ganz bei Panasonic: kann man über Kopfhörer in Stereo hören oder ist das dann auch nur mono?


Würde mich auch mal interessieren, ob da Panasonic endlich nachgebessert hat. Ich hab einen älteren Weltempfänger von Panasonic, der auch nur einen Lautsprecher hat. Beim Kopfhörerbetrieb ist es aber so, dass der Ton nur über den linken Kopfhörer kommt, der rechte bleibt stumm. Somit ist der Anschluss für mich total unbrauchbar.

von Cha - am 22.11.2016 12:22
Zitat
Cha schrob:
Beim Kopfhörerbetrieb ist es aber so, dass der Ton nur über den linken Kopfhörer kommt, der rechte bleibt stumm. Somit ist der Anschluss für mich total unbrauchbar.

Das ist dann eine durchaus übliche 3,5 mm-Klinkenbuchse für Monobetrieb. Steckst du einen Stereokopfhörer dran, dessen Klinkenstecker drei statt nur zwei Kontakte hat, dann tönt in der Tat nur der linke Kanal. Irgendwo in meiner Bastelkiste habe ich noch Adapter, die beim Anschluss eines Stereokopfhörers an eine solche Buchse dann auch beide Seiten klingen lassen.

Zitat
Digitaliban tippte:
Was so überhaupt nichts aussagt bzw noch kein Stereo sein muss.

Auch richtig. Man sollte aber heraushören, ob es mono- oder stereophon tönt.

von PowerAM - am 23.11.2016 06:18
Zitat
Th.Baier
Dann wollte ich wissen, ob ich im Saarland statt 5C und 9A auch "Kanal 11A" aus RLP bekomme? Gerät auf manuelles Tuning eingestellt, bei 11A auf Enter geklickt und - volle Signalstärke.


Hab ich doch geschrieben.

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1395353,1395439#msg-1395439

Siehe letzter Satz :-)

von FrankSch - am 24.11.2016 07:22
Zitat
Th.Baier
Technische Frage: Sind diese DAB Radios eigentlich Einfach-Super, Doppelsuper? Und welche ZF wird dabei benutzt?


Oha. Das muss Jahrzehnte her sein, dass mir der letzte über den Weg gelaufen ist, der solche Fragen stellte. Ehrlich… ich weiss es nicht. So genau habe ich mich mit den DAB-Empfängern nie beschäftigt.

von FrankSch - am 24.11.2016 08:16
Zitat
Th.Baier
Technische Frage: Sind diese DAB Radios eigentlich Einfach-Super, Doppelsuper? Und welche ZF wird dabei benutzt?


Das hatte mich auch mal interessiert, aber leider erfährt man solche Details nicht bei den öffentlich zugänglichen Dokumenten der Chipsatzhersteller.

Ein interessantes Dokument zu diesem Thema ist aber folgendes:
https://www.ofcom.org.uk/__data/assets/pdf_file/0027/55494/annex-g.pdf
Ab Kapitel 6 "Receiver Developments".

von Loger - am 24.11.2016 10:26
Ich denke die ZF wird auch ausschliesslich digital gefiltert. Mir ist jedenfalls noch kein einziges DAB+ Radio ueber den Weg gelaufen, bei dem die ZF Filtererung nicht 'mittig' war. Das war frueher bei den analogen Tunern immer ein sehr nervendes Problem. Im DAB Modus laeuft mit Sicherheit alles komplett im Chip ab.
Die ZF Frequenzen standen hier mal irgendwo im Forum. Die Verona und Venice Module von Frontier beispielsweise unterscheiden sich dabei. Das Venice hat deutlich mehr Leertraeger im UKW Band als das Verona.

von Nordlicht2 - am 24.11.2016 11:40
Zitat
_Yoshi_
Zitat
Th.Baier

Technische Frage: Sind diese DAB Radios eigentlich Einfach-Super, Doppelsuper? Und welche ZF wird dabei benutzt?


Das läuft alles auf DSP Basis.
Die Bandbreiten und Frequenzbereiche werden alles über die Firmware geregelt.


Also laut den Unterlagen, die ich so im Netz gefunden habe, wird entweder auf eine bestimmte ZF gemischt oder es wird gleich auf eine ZF von 0/nahe 0 gemischt, also wie beim klassischen Direktmischer.
Das so gewonnene Basisband wird dann über einen A/D-Wandler digitalisiert und der Rest läuft rein auf digitaler Ebene ab, also etwa so wie bei den ganzen SDR-Konzepten.
Daß dabei alles (Filterung, Demodulation...) als Software auf einen DSP läuft kann ich mir jedoch schwer vorstellen, die dafür nötige Rechenleistung wäre wohl schon immens und wohl kaum mit so billigen Chips und in batteriebetriebenen Geräten zu realisieren.
Ich denke daß einige der benötigten Funktionen hardwaremäßig direkt in Silizium gegossen wurden, so wie das z.B. ja auch bei DVB-Receivern üblich ist.
Aus diesem Grund lassen sich Designfehler, wie z.B. der bekannte Bug im Audiodecoder der alten Gyrosignal-Module, eben nicht durch ein Firmwareupdate beheben.

von Loger - am 24.11.2016 18:02
Man findet von einigen Chip- und Chipsatzherstellern durchaus Blockschaltbilder im Netz.
So wird bei Maxims MAX2170/2171-Chips auf 2,048 MHz umgesetzt.
Ich vermute mal, dass die meisten Chips eine Low-IF-Architektur verwenden, da die am einfachsten zu realisieren ist. Wichtig ist da vor allem, dass der Image-Reject-Mischer gut arbeitet, da sonst ein Nachbarkanal stört. Auch hochintegrierte FM-Empfänger arbeiten so.
Wenn mit einer hohen ZF gearbeitet würde, würde man vermutlich SAW-Filter einsetzen.

von DH0GHU - am 24.11.2016 18:08
Ja klar das läuft (fast) alles auf DSP Basis ab. Ein normaler Prozessor der zu 100% per Software gesteuert wird müsste zu leistungsstark sein und würde viel zu viel Strom ziehen. Von der Wärmeentwicklung mal ganz abgesehen. Deshalb versucht man bei solchen Geräten so viel wie nur möglich per DSP zu realisieren. Halt mit dem Nachteil das wenn mal was softwaremäßig kaputt ist, das nicht mehr nachträglich per Softwareupdate repariert werden kann. Der Tonfehler bei den alten Gyrosignal Modulen ist ja beinahe schon legendär.

von Spacelab - am 24.11.2016 18:13
Ich werde demnächst das SONY XDR-P1DBPB mit meinem Pure Move 400D auf der UKW Trennschärfe vergleichen. Das Sony kommt erst nächste Woche. Das Pure mit seinem 60 Stunden Akku ist ja leider nicht mehr zu kaufen. Es ist auf UKW mein trennschärfstes Gerät gleich nach Autoradios. Die FS Chips sind alle auf UKW nicht so gut. Was mich am meisten interessiert ist der Empfang mit Kopfhörern. Das Pure Move 400D hat hier horizontal ungünstig liegend mindestens 2 Balken Empfang während das LG selbst mit 40cm Antenne kaum was reist. Mit ausgezogenen Teleskop zeigt das Pure fast Vollausschlag. Dabei sind die Kopfhörer für DAB total ungünstig, klingen aber sehr gut.

Hier mal ein paar weit entfernte Sender gegen Ortssender. NDR und BR mit eingezogener Teleskopantenne soll erstmal einer nach machen.

https://m.youtube.com/watch?v=4hC8mfpvY4M

von pomnitz26 - am 24.11.2016 19:08
Die Demodulation selbst ist schon SW, halt auf einem DSP, evtl. durch Hardwareeinheiten (zB. für die FFT, Viterbi/RS-Decoder) unterstützt. Die ZF-Filterung ist üblicherweise mehrstufig. Zunächst noch analog im Frontend-Chip (quasi das Äquivalent zum 10.7MHz-Filter, muss aber nicht so gut sein). Danach wird digitalisiert mit "Luft" im Spektrum neben dem Nutzsignal. Der Rest wird dann digital rausgefiltert. Die Filter sind meistens in HW, oft gleich auch mit festen Koeffizienten, da man einiges an Transistoren einsparen kann. Teure SAW-Filter gabs früher (auch bei WLAN-Karten), da waren die Tuner noch Abkömmlinge von VHF/TV-Tunern. Nur mit chip-interner Filterung werden die Eigenschaften zwar schon schlechter, allerdings stört das im digitalen bei normalen Empfangsbedingungen kaum.

Ob es eine "echte" ZF gibt oder nicht, hängt vom Design ab. Es gibt da diverse Tricks, zB. das implizite Runtermischen durch absichtliches Aliasing im AD-Wandler. Sogenannte Zero-IF gibts auch, da muss man aber schon im Mischer davor per IQ arbeiten (sonst gibts keine negativen Frequenzen) und der unvermeidliche DC-Offset kann die Träger rund um 0 herum vom SNR her schlechter machen. Daher ist das bei OFDM mit engem Trägerabstand AFAIK selten, bei WLAN störts weniger.

Es wird zwar immer von SDR geredet, aber auch die Entwicklung der analogen HF-Seite hat in den letzten 15 Jahren extreme Fortschritte gemacht, im wesentlichen durch WLAN getrieben...

von Georg A. - am 24.11.2016 19:19
Zitat
pomnitz26
Zitat
Nordlicht2
Die ZF im FM Modus duerfte beim Venice Modul auf 6,2 MHz liegen. Leertraeger sind auf 92,1 98,3 und 104,5 MHz zu finden.

Warum hat das Pure Move 400D keine Leerträger?u
https://m.youtube.com/watch?v=W8DsdMEHJv0


Hat es denn einen Frontier Tuner und wenn ja welchen. Sowieso musst du wenn dann manuell auf die Frequenz des Leertraegers tunen. Die sind ja zum Glueck nicht so stark, dass sie im Suchlauf auffallen. Sie stoeren nur beim DXen schwacher Sender. Die Verona Module haben glaube ich nur einen einzigen auf 98,3, z.B. mein DPR-39 von Sangean.

von Nordlicht2 - am 24.11.2016 21:34
Zitat
Nordlicht2
Die ZF im FM Modus duerfte beim Venice Modul auf 6,2 MHz liegen. Leertraeger sind auf 92,1 98,3 und 104,5 MHz zu finden.


Nicht immer von alten Tunerkonzepten auf neue schliessen ;) Ich will das mit der ZF nicht völlig ausschliessen, halte es aber für unwahrscheinlich. AFAIR ist der Quarz auf dem Modul 24.576MHz. Daher sind deutlich sinnvoller einfach Oberwellen von 1/4*24.576=6.144MHz. Klingt immer noch krumm, aber 1/128 davon sind 48kHz, bzw. 1/3 davon 2.048MHz (der Basistakt von DAB).

von Georg A. - am 24.11.2016 21:48
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.