Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
37
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ochsenkopf, Manfred Z, B.Zwo, flinki, stefsch, Thomas (Metal), FrankSch, HAL9000, Handydoctor, Zwölf, ... und 11 weitere

Warum ist DAB+ nicht so überregional wie DVBT?

Startbeitrag von Ochsenkopf am 25.02.2017 17:00

Im DVBT werden überall auch die ÖR Sender angrenzender und sogar weiter entfernter Bundesländer ausgestrahlt. Warum wird das auf DAB+ nicht gemacht (ausser natürlich in Berlin, aber die bekommen schon immer fette Extrawürste gebraten)? Hier in Sachsen z.B. den BR und RBB zusätzlich, was würde das für einen Schub in der Verbreitung von DAB+ geben! Stattdessen kommen x-fache Varianten der ÖR Platzhirsche (hier MDR1), die wenige Minuten am Tag Regionalfenster senden.
Es wird sich hier so gar nicht an den Wünschen der Hörer orientiert wie z.B. bei Kabelfernsehgesellschaften, die ganz selbstverständlich auch viele entfernte Radiostationen einspielen (weil es gewünscht/gefordert wird!).
Warum wird hier so auf Kleinstaaterei gemacht und sogar noch peinlich darauf geachtet, den früher grosszügig geduldeten Overspill möglichst stark einzugrenzen???
Wieso wird das im TV so anders gehandhabt? DVBT an der Ostsee strahlt ganz selbstverständlich MDR und RBB mit aus, in Sachsen kommt sogar WDR mit über Antenne.
Ja, es gibt den Bundesmux, aber den würde ich als Entsprechung des ZDF einstufen, das kommt ja auch überall.
Soll evtl. einfach nur gegenseitige Konkurrenz von den ARD-Stationen ferngehalten werden, damit jeder weiter so vor sich hinwurschteln kann wie es ihm passt und die Hörer trotzdem nicht zu besseren Programmen abwandern können?
Programm-Leuchttürme wie RBB RadioEins oder Bayern2 sucht man hier in Sachsen nach wie vor vergebens. Das Netz ist gut ausgebaut, die Inhalte nach wie vor mau. Einziger Lichtblick auf DAB+ ist seit 2016 R.SA.

Antworten:

Zitat
Ochsenkopf

Warum wird hier so auf Kleinstaaterei gemacht und sogar noch peinlich darauf geachtet, den früher grosszügig geduldeten Overspill möglichst stark einzugrenzen???
Weil man sonst so schöne Sachen wie Bayern 11D gegen Nordrhein-Westfalen 11D oder Hessen 11C gegen Sachsen-Anhalt 11C nicht hätte koordinieren können :rolleyes:

von B.Zwo - am 25.02.2017 21:23
Zitat

Warum wird das auf DAB+ nicht gemacht

Die Frage ist eher: warum wird das auf DVB-T gemacht?
Zum einen natürlich, weil man den Mux selber nicht voll bekommt. Was sollte man sonst nehmen, außer weitere Dritte?
Und die Ansprüche auf das Betreiben von zwei Muxen (wäre ja auch mit nur einem gegangen...) möchte man natürlich auch nicht aufgeben angesichts frequenzhungriger Mobilfunkbetreiber.
Bei DAB stellt sich die Frage nicht, wie man seinen Mux vollbekommt. Außer bei RB und dem SR.

von iro - am 26.02.2017 02:51
Zitat
Ochsenkopf
Soll evtl. einfach nur gegenseitige Konkurrenz von den ARD-Stationen ferngehalten werden, damit jeder weiter so vor sich hinwurschteln kann wie es ihm passt und die Hörer trotzdem nicht zu besseren Programmen abwandern können?


Spätestens mit dem Bundesmux ist diese Idee ab absurdum geführt.

Zitat
iro
Bei DAB stellt sich die Frage nicht, wie man seinen Mux vollbekommt. Außer bei RB und dem SR.


Der SWR ist im füllen seiner Muxe jetzt auch nicht sooo erfolgreich. Die Muxe mit unzähligen SWR4-Regionalisierungen voll zu klatschen, die vielleicht 5 Minuten pro Stunde einen abweichenden Inhalt senden, ist jetzt auch nicht die Lösung…

von FrankSch - am 26.02.2017 07:18
Dennoch liegt die Reichweiter deutlich unter der von UKW und LW bzw. MW sowieso.

von pfennigfuchser - am 26.02.2017 08:04
Zitat
B.Zwo
Weil man sonst so schöne Sachen wie Bayern 11D gegen Nordrhein-Westfalen 11D oder Hessen 11C gegen Sachsen-Anhalt 11C nicht hätte koordinieren können.


Das ist Unsinn. Bei den Blöcken im Kanal 11 handelt es sich um die originale GE06-Planung, in der die Kanäle 6 bis 10 vorrangig für DVB-T vorgesehen sind. Für die Blöcke im Kanal 11 ist weitgehend die schon bestehende Einteilung im Kanal 12 übernommen worden.

Die Beibehaltung dieser Planung beim Neustart mit DAB+ hat praktische Gründe. Da die alten DAB-Sendeantennen für die Kanäle 11 bis 13 ausgelegt waren, mussten sie bei den verbleibenden Kleinsendern nicht ausgetauscht werden.

------------------------------------

Die Frage nach der Ausstrahlung von ARD-Programmen aus anderen Bundesländern ist falsch gestellt.

Beim Fernsehen gibt es hauptsächlich bundesweite Programme und nur ein Programm, das auf ein bestimmtes Bundesland bezogen ist: Nach der Einstellung von 1plus und ZDFkultur sind das
- 3 x ZDF (ZDF, ZDFneo, ZDFinfo)
- 4 x ARD (Das Erste, One, Tagesschau24, alpha)
- 4 Gemeinschaftsprogramme (3sat, arte, Phoenix, KiKa)
- 1 eigenes Drittes
also insgesamt 12 Programme.

Die Programme vom ZDF und die Gemeinschaftsprogramme sind fix. Die übrigen Programme (auch fremde Dritte) kann jede ARD-Anstalt für ihr Gebiet nach Belieben auswählen, soweit Sendekapazitäten vorhanden sind. Zum Teil gesachieht das nach Absprache mit Nachbaranstalten (gemeinsame Nutzung von grenznahen Senderstandorten). Bei der Übernahme fremder Dritte muss die übernehmende Anstalt natürlich die Urheberrechtskosten (z.B. GEMA) tragen.

-------------------------

Beim Hörfunk ist die Lage anders. Abgesehen vom Deutschlandradio mit einem Marktanteil von unter 5%, hat es nur Landesrundfunk gegeben. Während es beim Fernsehen keine Benachteiligung der Privatsender gibt (Dominanz von Kabel und Satellit: seit DVB-T auch Gleichberechtigung in der Terrestrik), ist die Situation bem Hörfunk anders. Hier dominiert die Terrestrik mit der Benachteiligung der Privaten bei der Frequenzausstattung. Nach Lobbyarbeit der Privaten ist eine Begrenzung der Anzahl der ÖR-Programme eingeführt worden, die eine ARD-Anstalt in ihrem Gebiet ausstrahlen darf, abhängig von einer Stichtagsregelung (1. April 2004).

Zum Neustart von DAB+ sind zusätzliche, nur digital ausgestrahlte Programme erlaubt worden und zwar soviel, wie die jeweilige Anstalt Länder versorgt. D.h. BR und WDR dürfen je ein zusätzliches Programm ausstrahlen, der MDR drei und der NDR sogar vier. Welche Programme das sind, richtet sich nach den jeweiligen Landesgesetzen (z.b. BR-Gesetz, NDR-Staatsvertrag).

Große Anstalten neigen dazu nur eigene Programme auszustrahlen, während kleinere Anstalten (RB, RBB, SR) Spartenprogramme auch von größeren Anstalten in Koperation übernehmen. Auch hier muss die übernehmende Anstalt die Kosten für die Urheberrechte tragen.

--------------------------------

Für Berlin gibt es keine gesetzliche Sonderregelung. Es ist jedoch zu beachten, dass hier Programme für zwei Bundesländer ausgestrahlt werden, was größere Sendekapazitäten möglich macht (mindestens acht Multiplexe bei DVB-T). Ähnlich in Hamburg und Bremen, zumindest theoretisch. Fremde ÖR-Programme, die schon am Stichtag in Berlin über DAB ausgestrahlt worden sind, erhöhen natürlich die Anzahl der erlaubten Programme.

---------------------------------

Wünsche von Hörern/Zuschauern nach Overspill weit über die Landesgrenzen haben rechtlich keine Relevanz und sind im Falle des Hörfunks aus Sicht der Landes-Privatsender schädlich.

von Manfred Z - am 26.02.2017 08:53
Zitat
Ochsenkopf
Im DVBT werden überall auch die ÖR Sender angrenzender und sogar weiter entfernter Bundesländer ausgestrahlt. Warum wird das auf DAB+ nicht gemacht (ausser natürlich in Berlin, aber die bekommen schon immer fette Extrawürste gebraten)? Hier in Sachsen z.B. den BR und RBB zusätzlich, was würde das für einen Schub in der Verbreitung von DAB+ geben! Stattdessen kommen x-fache Varianten der ÖR Platzhirsche (hier MDR1), die wenige Minuten am Tag Regionalfenster senden.
Es wird sich hier so gar nicht an den Wünschen der Hörer orientiert wie z.B. bei Kabelfernsehgesellschaften, die ganz selbstverständlich auch viele entfernte Radiostationen einspielen (weil es gewünscht/gefordert wird!).
Warum wird hier so auf Kleinstaaterei gemacht und sogar noch peinlich darauf geachtet, den früher grosszügig geduldeten Overspill möglichst stark einzugrenzen???
Wieso wird das im TV so anders gehandhabt? DVBT an der Ostsee strahlt ganz selbstverständlich MDR und RBB mit aus, in Sachsen kommt sogar WDR mit über Antenne.
Ja, es gibt den Bundesmux, aber den würde ich als Entsprechung des ZDF einstufen, das kommt ja auch überall.
Soll evtl. einfach nur gegenseitige Konkurrenz von den ARD-Stationen ferngehalten werden, damit jeder weiter so vor sich hinwurschteln kann wie es ihm passt und die Hörer trotzdem nicht zu besseren Programmen abwandern können?
Programm-Leuchttürme wie RBB RadioEins oder Bayern2 sucht man hier in Sachsen nach wie vor vergebens. Das Netz ist gut ausgebaut, die Inhalte nach wie vor mau. Einziger Lichtblick auf DAB+ ist seit 2016 R.SA.

Ja Du hast es genau richtig beschrieben.:spos:
Aber nach den Wünschen der Hörer geht es beim "Hörfunk" anscheinend nicht. Und jetzt erzähl mir keiner das das technisch nicht möglich wäre.:rolleyes:

Gruß, flinki

von flinki - am 26.02.2017 08:56
Die letzte Bemerkung, die zeitgleich mit meinem Beitrag geschrieben worden ist, möchte ich präzisieren:

Nach den Wünschen einzelner Hörer kann es beim Hörfunk gar nicht gehen, Es geht auch nicht um Technik, sondern um juristische Vorgaben und das Gebot der wirtschaftlichen Ausstrahlung, die die absichtliche Bevorzugung von Hörern, die zufällig im Bereich der Landesgrenzen wohnen, nicht zulässt.

Als die ersten UKW-Netze in den 50er und 60er Jahren aufgebaut wurden, gab es solche Einschränkungen noch nicht. Man hat von hohen Bergen mit bis zu 100 kW gefeuert, um möglichst viele Hörer zu erreichen. Und natürlich ging es auch um die Bestrahlung der DDR.

Mit der Einführung des Privatfunks auf Länderebene in den 80er Jahren haben sich die Bedingungen geändert. Jetzt ist Overspill störend.

von Manfred Z - am 26.02.2017 09:12
Zitat
Manfred Z
Nach den Wünschen einzelner Hörer kann es beim Hörfunk gar nicht gehen, Es geht auch nicht um Technik, sondern um juristische Vorgaben und das Gebot der wirtschaftlichen Ausstrahlung, die die absichtliche Bevorzugung von Hörern, die zufällig im Bereich der Landesgrenzen wohnen, nicht zulässt.

Leider scheint das tatsächlich so zu sein. Das heißt aber nicht das das auch im Sinne der Hörer ist. Und um Hörer geht es ja schließlich beim Hörfunk. Und ob das nur "einzelne" Hörer sind wage ich zu bezweifeln.

Gruß, flinki

von flinki - am 26.02.2017 09:21
Zitat
flinki

Ja Du hast es genau richtig beschrieben.:spos:
Aber nach den Wünschen der Hörer geht es beim "Hörfunk" anscheinend nicht. Und jetzt erzähl mir keiner das das technisch nicht möglich wäre.:rolleyes:

Gruß, flinki


Ja, technisch ist in der Beziehung alles möglich. Und wenigstens 1 oder 2 Kanäle im Landesmux für Nachbarstationen wären problemlos zu stemmen. Es ist also offenbar politisch nicht gewollt, genau wie früher die Überreichweiten in Richtung Osten eben gewollt waren und auch realisiert wurden. Und in Berlin geht es ja auch völlig problemlos und wird vollkommen selbstverstäöndlich realisiert und bezahlt. Für ein paar 100 Parlamentarier aus den Provinzen dieser ganze Aufwand?

von Ochsenkopf - am 26.02.2017 10:46
Wobei es Themen dieser Art hier und in andern Foren auch schon zur genüge gab. Aber man sieht, da solche Themen immer wieder neu erscheinen, das es doch Redebedarf gibt. Ich ärgere mich einfach nur das ich via DAB nicht zumindest die Sender empfangen kann die ich bisher auch über UKW empfange. Warum und wieso das so ist wissen wir ja nun, aber im Sinne des Hörers ist das gewiss nicht.
So, nun haben wir uns den Frust mal wieder von der Seele geredet, ändern wird es aber leider nichts.:-(

Gruß, flinki

von flinki - am 26.02.2017 11:45
In Berlin hat es mit der Ausstrahlung von WDR2 und SWR3 angefangen für die vielen Menschen - nicht nur ein paar Parlamentarier -, die mit dem Hauptstadtumzug nach Berlin gekmmen sind. Soweit ich weiß, geschah das vor der Einführung der Stichtagsregelung [wer weiß genau, was am 1. April 2004 auf Sendung war?], sodass diese Programme zum Bestand zählen. Dann ist multikulti durch FHE, jetzt Cosmo, ersetzt worden, ist also auch Bestand. Da der rbb zwei Bundesländer versorgt, sind zwei weitere Programme via DAB+ erlaubt worden: BR-Klassik, Bayern2 und MDR Jump. Oh, das sind ja drei. ;)

Im Privatmux sind dann noch Bayern plus und SWR Info zu finden. Wem das nicht gefällt, kann ja die mabb als zuständige Landesmedienanstalt verklagen. ;)

Es ist aber sicher so, dass die Privaten in BR-Klassic, Bayern plus, Bayern 2 und SWR info keine Konkurrenz sehen, Und wo kein Kläger ist, ...

von Manfred Z - am 26.02.2017 11:50
Berlin zeigt einfach: wenn man will, dann geht es. Ganze Juristerei hin und her, wenn bestimmte Leute es wollen, dann geht es. Man will nur nicht. Das ist der Punkt. Dann schiebt man gerne Gesetze etc. vor, hört sich toll an. Aber in Wahrheit ist es eine Frage des Willens. Und man will sich eben ARD intern auch keine Konkurrenz machen. Der BR will nicht in Dresden gegen den MDR antreten und der MDR in München gegen den BR.

von Terranus - am 26.02.2017 13:01
Zitat
Terranus
Und man will sich eben ARD intern auch keine Konkurrenz machen.


Das ist nur leider zu kurz gedacht. Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, den SR nicht mehr hören will, und den SWR nicht mehr empfangen kann, dann kehre ich gewiss nicht zum SR zurück, sondern weiche auf Programme des 1. und bald des 2. Bundesmux aus, und bin somit für die ARD als Hörer komplett verloren.

von FrankSch - am 26.02.2017 13:55
Gut moeglich, dass bald ein Umdenken bei den ARD Anstalten einsetzt. Zwei bundesweite Muxe plus einen landesweiten Privatmux hatten sie sicher nicht bedacht. Das alleine sind schon ueber 40 private Programme in Konkurrenz zu den wenigen der ARD je Bundesland. Da bin ich wirklich auf die Verteilung der Einschaltquoten gespannt.

von Nordlicht2 - am 26.02.2017 14:43
Zitat
Manfred Z
Da der rbb zwei Bundesländer versorgt, sind zwei weitere Programme via DAB+ erlaubt worden:


Hm. Das werden die Brandenburger z.B. in Cottbus mit Interesse zu Kenntnis nehmen. Weil es Brandenburg gibt, das aber nicht mal annähernd vollständig versorgt wird, gönnt sich Berlin einen Extraschluck aus der Pulle...

Bayern2, Bayern+, BR Klassik
SWR3, SWR Aktuell
WDR2
MDR Jump

Wie kommt diese ungleichmässige Verteilung? Und haben hier HR und NDR bei der Vergabe der Pfründe in der Hauptstadt gepennt?

von Ochsenkopf - am 26.02.2017 14:47
Zitat
Ochsenkopf
Hier in Sachsen z.B. den BR und RBB zusätzlich, was würde das für einen Schub in der Verbreitung von DAB+ geben!

Das sehe ich auch so. Genauso bekomme ich ja auf UKW den MDR Thüringen über der 97.8 Mhz rein. Über DAB+ geht der MDR Thüringen bei mir nicht mehr.

von Scanner100 - am 26.02.2017 19:18
Zitat
Manfred Z
Nach den Wünschen einzelner Hörer kann es beim Hörfunk gar nicht gehen, Es geht auch nicht um Technik, sondern um juristische Vorgaben und das Gebot der wirtschaftlichen Ausstrahlung, die die absichtliche Bevorzugung von Hörern, die zufällig im Bereich der Landesgrenzen wohnen, nicht zulässt.

Als die ersten UKW-Netze in den 50er und 60er Jahren aufgebaut wurden, gab es solche Einschränkungen noch nicht. Man hat von hohen Bergen mit bis zu 100 kW gefeuert, um möglichst viele Hörer zu erreichen. Und natürlich ging es auch um die Bestrahlung der DDR.

Mit der Einführung des Privatfunks auf Länderebene in den 80er Jahren haben sich die Bedingungen geändert. Jetzt ist Overspill störend.

Man könnte auch sagen: Faule Früchte der geistig-moralischen Wende. Inzwischen erzeugen die keinen Rausch mehr, sind also auch dazu nicht mehr zu gebrauchen, sondern scheinen in der Masse umgekippt, gar mit gefährlichen Parasiten durchsetzt zu sein. Es wäre also eher an der Zeit Gesetze zu formulieren um sie in der Masse wieder loszuwerden, sich zu befreien, und eine echte Vielfalt wieder zu fördern. Vielleicht auch wieder mit neuen privaten Früchten.

von Thomas (Metal) - am 26.02.2017 20:00
Ich glaube, man muss für die jüngeren Leser erklären, was die "geistig-moralische Wende" war.

Es war der Beginn der Ära Kohl, die dann im Mediensumpf von Kirch und Co versunken ist.

von Manfred Z - am 26.02.2017 21:07
Zitat
Manfred Z
Ich glaube, man muss für die jüngeren Leser erklären, was die "geistig-moralische Wende" war.


Hier ist zb einer :hot: :rp:

von UKW vs. DAB+ - am 26.02.2017 21:11
Zitat
Ochsenkopf
Zitat
Manfred Z
Da der rbb zwei Bundesländer versorgt, sind zwei weitere Programme via DAB+ erlaubt worden:


Hm. Das werden die Brandenburger z.B. in Cottbus mit Interesse zu Kenntnis nehmen. Weil es Brandenburg gibt, das aber nicht mal annähernd vollständig versorgt wird, gönnt sich Berlin einen Extraschluck aus der Pulle...

Bayern2, Bayern+, BR Klassik
SWR3, SWR Aktuell
WDR2
MDR Jump

Wie kommt diese ungleichmässige Verteilung? Und haben hier HR und NDR bei der Vergabe der Pfründe in der Hauptstadt gepennt?

Berlin hatte auch vorher eine Sonderstellung, einziger bundesdeutscher Ort mit Radio über DVB-T :eek:

von B.Zwo - am 26.02.2017 21:27
[attachment 8869 LeipzigR.PNG]

von Harald Z - am 26.02.2017 22:20
Zitat
Ochsenkopf
Im DVBT werden überall auch die ÖR Sender angrenzender und sogar weiter entfernter Bundesländer ausgestrahlt. Warum wird das auf DAB+ nicht gemacht (ausser natürlich in Berlin, aber die bekommen schon immer fette Extrawürste gebraten)?
.......
Warum wird hier so auf Kleinstaaterei gemacht und sogar noch peinlich darauf geachtet, den früher grosszügig geduldeten Overspill möglichst stark einzugrenzen???
Wieso wird das im TV so anders gehandhabt? DVBT an der Ostsee strahlt ganz selbstverständlich MDR und RBB mit aus, in Sachsen kommt sogar WDR mit über Antenne.
Ja, es gibt den Bundesmux, aber den würde ich als Entsprechung des ZDF einstufen, das kommt ja auch überall.
Soll evtl. einfach nur gegenseitige Konkurrenz von den ARD-Stationen ferngehalten werden, damit jeder weiter so vor sich hinwurschteln kann wie es ihm passt und die Hörer trotzdem nicht zu besseren Programmen abwandern können?
Programm-Leuchttürme wie RBB RadioEins oder Bayern2 sucht man hier in Sachsen nach wie vor vergebens. Das Netz ist gut ausgebaut, die Inhalte nach wie vor mau. Einziger Lichtblick auf DAB+ ist seit 2016 R.SA.
Der richtige Post zur richtigen Zeit :).
Als ich Sonntag, fern der Heimat, den Landkreis Potsdam-Mittelmark mit meinem Kraftwagen durchquerte, hatte ich nach dem Suchlauf "Bayern 2" im Autoradio und dachte mir dabei, es wäre doch schön, wenn ARD-Programmen mit Inhalt, die aufwendig von unseren Beiträgen produziert werden auch außerhalb der "eigentlichen" Sendegebiete zu hören wären. Wenn die ARD in der DAB-Welt überleben will sollten sie eine bundesweiten Mux (analog zum emaligen TV-SAT Radio-Transponder) starten in dem die "Programme mit Inhalt" (Bayern 2, WDR 5,...) vertreten sind. Die Service-Wellen (NDR2, WDR2, HR3,...) und die "Regional-Wellen (NDR1, MDR1, SWR4,...) dagegen könnten weiter auf ihr Sendegebiet beschränkt werden, damit sie der ortsüblichen "Antenne Dudelfunk" keine Konkurrenz machen. Die ARD-Anstalten könnten dann jeweils 1 bis 2 Programme "nominieren", um den "ARD-Bundes-Mux" mit 10 bis 14 Programmen zu füllen. Das wäre dann die "Radio-Analogie" zu den ARD-DritteProgramme-Muxen auf DVB-T. Sage mir keiner, das ginge nicht....
Wenn die nächsten zwei Bundesmuxe nur Festplattendudler, religiöse Programme und Ableger von "Radio Moskau" beinhalten, wird das nix mit DAB. Meine Meinung.
Man muß das System mal vom Kunden/Hörer/Beitragszahler her denken:cool:.

stefsch

von stefsch - am 27.02.2017 19:07
Zitat
stefsch
Die ARD-Anstalten könnten dann jeweils 1 bis 2 Programme "nominieren", um den "ARD-Bundes-Mux" mit 10 bis 14 Programmen zu füllen. Das wäre dann die "Radio-Analogie" zu den ARD-DritteProgramme-Muxen auf DVB-T. Sage mir keiner, das ginge nicht....
Wenn die nächsten zwei Bundesmuxe nur Festplattendudler, religiöse Programme und Ableger von "Radio Moskau" beinhalten, wird das nix mit DAB. Meine Meinung.
Man muß das System mal vom Kunden/Hörer/Beitragszahler her denken:cool:.


Das ist auch meine Meinung. Zu den nominierten Programmen könnten zum Beispiel NDR Blue, Nordwestradio, WDR 5, COSMO, RBB radioeins, Bayern 2 und SWR 2 gehören, wegen mir auch noch eine Schlager- und eine Klassikwelle. Und wenn einem solchen Angebot juristische oder medienrechtliche Hindernise entgegen stehen, dann wird es für die Politik höchste Zeit, diese Hindernisse mit Blick auf die Hörer und Beitragszahler aus dem Weg zu räumen!

73 de Uli

von ulionken - am 27.02.2017 20:35
Eines, bestimmt nicht böse gemeint: Man versteige sich bitte nicht in einer beschnittenen Programmauswahl. Bayern2 oder radioeins mögen interessant sein und vielleicht hier einige Schreiber, grundsätzlich auch den dieser Zeilen, hier ansprechen. Dennoch ist das keine Masse. Hier wäre auch bitte wieder zu bedenken wie TVSAT mit DSR damals vielleicht wegen der gebotenen Programme keinen Massenmarkt geknackt hat. Ob dies dann heute mit einem entsprechend belegten weiteren Bundesmux anders wäre?

von Thomas (Metal) - am 27.02.2017 20:48
Zitat
Harald Z
[attachment 8869 LeipzigR.PNG]

Okay. Das Projekt in Leipzig hatte ich nicht auf dem Schirm.

von B.Zwo - am 27.02.2017 22:22
Ich maße mir natürlich nicht an, eine finale Auswahl für einen solchen Mux vorzuschreiben. Meine Idee dahinter: der Mux soll die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der ARD vorführen und nicht in Konkurrenz zu "Antenne Tralala" treten. Darum würde es reichen, wenn man die "Serviceprogramme" in ihren regionalen Gebieten belässt.
Langfristig könnte ich mir vorstellen, das die einzelnen ARD-Anstalten die "Schirmherrschaft" für ein einzelnes Genre/Fachgebiet (Nachrichten, Dokumentation, Spezielle Musikrichtungen, Klassikprogramm&Kultur, Kinderprogramm, Debatten@Talk,...) übernehmen. Im TV-Bereich gibt es diese Spezialisierung ja auch. Die Kleinstaaterei mit jeweils 7-8 Kultur- oder Infowellen ist zwar historisch gewachsen und begründet, den Übergang in die DAB-Welt würde es aber einfacher machen wenn man Kompetenzen bündelt und einige der 60 ARD-Wellen "kooperieren" lässt. Siehe dazu (in gewisser Weise) die ARD-Nachtprogramme oder den TV-Bereich (Kika, Phoenix, 3Sat, ARD-Alpha,...).
Vielleicht sollte es einen ähnlichen Kompetenz- und EffizienzWettbewerb geben, wie bei den Gesetzlichen Krankenkassen, die auch zu "überlebensfähigen" Einheiten fusionieren sollen/müssen.
Mit dem technischen Umstieg hätte auch ein programmpolitischer Umstieg diskutiert werden müssen.....

stefsch

von stefsch - am 28.02.2017 10:30
Schwarzwaldradio kann ich auch im Spreewald hören.

von Handydoctor - am 28.02.2017 11:20
Zitat

Meine Idee dahinter: der Mux soll die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der ARD vorführen und nicht in Konkurrenz zu "Antenne Tralala" treten. Darum würde es reichen, wenn man die "Serviceprogramme" in ihren regionalen Gebieten belässt.

Das sind aber halt Programme die selbst in ihren Sendegebieten oft weniger als 5% Marktanteil erreichen. Durch ein solches Angebot wie von dir vorgeschlagen würden wahrscheinlich nicht mehr Leute Kulturprogramme hören, sondern die die es hören, würden nur häufiger umschalten. Bundesweite Kapazitäten für ein Angebot zu vergeben, das nur ca. 5% der Leute interessiert würde DAB+ nicht unbedingt nach vorne bringen. Was ich aber gut fände wäre, wenn ARD-Anstalten diese Programme bei entsprechendem Platz mitausstrahlen dürfen, ohne dass sie bei der Programmanzahl mitzählen.

von Zwölf - am 28.02.2017 11:35
Naja, seid doch froh, wenn eure ARD- Rundfunkanstalten sämtliche Regional- Programme via DAB+ anbieten.
Hierzulande hats der NDR ja nicht nötig: es wird bei NDR1 nur jeweils die auf UKW vorhandene Regionalversion auf DAB+ ausgestrahlt: Also NDR1 NDS in Niedersachsen, SH für SH usw.

Tja, so verschieden sind die Geschmäcker: Die einen wollen die "Mehrwertprogramme", die anderen (so wie ich) bevorzugen die Servicewellen für die "grenzüberschreitende Verbreitung".
Bei uns an der Küste WDR 2 / 1Live, hr3, Bayern 3, SWR3, das hätte was.

Wenn ich im Auto unterwegs bin, möchte ich mit Musik unterhalten werden, kurze Info- Häppchen und Nachrichten zum Weltgeschehen reichen völlig aus. Auf bedeutungsschwangere Themenschwerpunkte, Interviews und Getödel kann ich mich während der Fahrt nicht konzentrieren. Das wäre "Radio zum Zuhören" - und diese Programme kann ich dann bei Bedarf zu Hause via Sat oder Internet hören.

von HAL9000 - am 01.03.2017 10:59
Ich sehe das auch wirklich sehr schwer zu definieren, wer Bundesweit von den Öffis senden sollte, oder nicht.
Das ist wohl alles eine Sache, die nach einiger Zeit möglich ist. Wenn zuzusagen "alle" Sender auf DAB+ senden und noch genug Ressourcen übrig sind. Dann könnte man für jede öffentliche Sendeanstalt einen eigenen Muxx zur Verfügung stellen, wie bei Sat.

von Jasst - am 01.03.2017 11:44
Zitat
Thomas (Metal)
Bayern2 oder radioeins mögen interessant sein und vielleicht hier einige Schreiber, grundsätzlich auch den dieser Zeilen, hier ansprechen. Dennoch ist das keine Masse. Hier wäre auch bitte wieder zu bedenken wie TVSAT mit DSR damals vielleicht wegen der gebotenen Programme keinen Massenmarkt geknackt hat. Ob dies dann heute mit einem entsprechend belegten weiteren Bundesmux anders wäre?


Ja, weil sich die Masse notgedrungen mit der Situation abgefunden hat und keine Möglichkeit sieht, was dagegen zu tun. Es wird dann halt abgeschaltet oder auf andere Medien umgestiegen. Ich kenne sehr viele Leute, die auf die Frage, ob sie noch Radio hören, nur abwinken. Die sind regelrecht vergrämt oder abgestumpft.
DSR ist damals ein Verrecker gewesen, da Radio schon seit jeher ein eher mobiles Medium war, was man halt mitnehmen können muss. Garten/Kinderzimmer/Bad/Auto - mit Koppelung an einen stationären Empfänger nicht machbar. Ich bin mir sicher, dass ein hochwertiger Bundesmux sich rechnen würde. Denn - wie jemand weiter oben richtig bemerkte - die Sendungen sind ja eh´ schon (von GEZ Einnahmen) produziert! Es wäre nur eine zusätzliche Verwendung ohne zusätzliche Kosten ausser der Verbreitung. Warum sollten nicht alle Hörer in Deutschland einfach davon profitieren?! Bezahlt haben sie es schliesslich alle zusammen und zwangsweise.

von Ochsenkopf - am 02.03.2017 09:52
Zitat
stefsch
der Mux soll die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der ARD vorführen und nicht in Konkurrenz zu "Antenne Tralala" treten. Darum würde es reichen, wenn man die "Serviceprogramme" in ihren regionalen Gebieten belässt.
Langfristig könnte ich mir vorstellen, das die einzelnen ARD-Anstalten die "Schirmherrschaft" für ein einzelnes Genre/Fachgebiet (Nachrichten, Dokumentation, Spezielle Musikrichtungen, Klassikprogramm&Kultur, Kinderprogramm, Debatten@Talk,...) übernehmen. Im TV-Bereich gibt es diese Spezialisierung ja auch. Die Kleinstaaterei mit jeweils 7-8 Kultur- oder Infowellen ist zwar historisch gewachsen und begründet, den Übergang in die DAB-Welt würde es aber einfacher machen wenn man Kompetenzen bündelt und einige der 60 ARD-Wellen "kooperieren" lässt. Siehe dazu (in gewisser Weise) die ARD-Nachtprogramme oder den TV-Bereich (Kika, Phoenix, 3Sat, ARD-Alpha,...).
Vielleicht sollte es einen ähnlichen Kompetenz- und EffizienzWettbewerb geben, wie bei den Gesetzlichen Krankenkassen, die auch zu "überlebensfähigen" Einheiten fusionieren sollen/müssen.
Mit dem technischen Umstieg hätte auch ein programmpolitischer Umstieg diskutiert werden müssen.....

stefsch


Ja, genau so sollte es sein. Beim TV hat sich in den Jahren seit der Sat-Digitalisierung ordentlich was getan (siehe ZDF.info etc.). Jeder kann jeden Sender überall sehen, ohne Diskussion. Aber wahrscheinlich auch nur deshalb, weil niemand was dagegen tun kann :mad: (nur 1 Sat-Uplink eines Privatbetreibers, der Interesse an vielen Programmen hat und quasi unerschöpfliches Spektrum statt vieler lokaler Senderstandorte mit relativer Frequenzknappheit und landespolitischer Beeinflussung).
Eine GEZ-Kürzung würde wohl ironischerweise zu dem gewünschten Effekt führen, da sich dann einfach nicht mehr jeder seine x einzelnen Programme leisten und für sich behalten könnte und auch mal über Programm-Effizienz nachgedacht werden müsste.

von Ochsenkopf - am 02.03.2017 10:59
DAB+ wird leider zu halbherzig umgesetzt. Zu wenig Vielfalt, zu wenig Reichweite, zu schlechte Klangqualität. So wird das nichts und UKW wird für viele Hörer nach wie vor die Nummer 1 bleiben. Das ist eigentlich sehr schade, weil das DAB-System technisch gesehen deutlich mehr leisten könnte.

von B.Zwo - am 04.03.2017 19:37
Zitat
B.Zwo
DAB+ wird leider zu halbherzig umgesetzt. Zu wenig Vielfalt, zu wenig Reichweite, zu schlechte Klangqualität. So wird das nichts und UKW wird für viele Hörer nach wie vor die Nummer 1 bleiben. Das ist eigentlich sehr schade, weil das DAB-System technisch gesehen deutlich mehr leisten könnte.


Das gilt aber nicht überall z.B auf Bayern. Da ist das Netz schon recht gut, wird aber noch weiter ausgebaut. Womit dann auch die derzeitigen lücken weg sind. Klangqualìät ist die Masse eh so unwichtig und bei die Programmen wo den hörern unter Umständen die Klangquäliät wichtig ist, ist sie auch gegeben (DRadios über 100, BR Klassik 144, BR Heimat 128). Wer mehr braucht, muß halt eine andere Quelle Zuhause nehmen (SAT, Kabel, ip). Die Vielfalt ist bei uns auch höher als auf UKW, besonderes im ländlichen Bereich. Ich kenne viele die ohne mein zutun jetzt DAB hören. In Firmen, Büros, Werkstätten und Baustellen sehe ich auch immer mehr Geräte in DAB Modus laufen! Da sehe ich auch das volle Potenzial, weniger Dahom , sobdern mobil, unterwegs, auf Arbeit. Da Punktet DAB+ voll. Da ist ist die Klangqualität auch nicht wichtig. Hauptsache seine Musikrichtung läuft. Es sind auch oft nicht ÖR Sender eingestellt, sondern Kultradio, Rock Antenne, Schlagerparadies, Energy. Die Altersspanne ist auch weit gefächert von 20 bis 50. Der Empfang ist auch meisten besser als die vom UKW. Ich kenne eine eine Firma die nicht weitcweg vom Rotbühlsender ist. Dort hört einer Ramasuri (95,3 1kW) und die andern DAB Programne (10D, 1kW). So der eine hat mit Ramsuri immerwieder Rauschschwangungen bis Rauscheinbräuche und pfeifgeräusche, bei die andern mit ihren DAB kisten setzt es höchsten mal kurz aus wenn soviele schwere Maschinen anlaufen, lauft aber dann ungestört weiter. Das kurze aussetzen finde die angenehmer als die Störungen die sie vorher mit ihren UKW kisten hatten.

von Kohlberger91 - am 05.03.2017 09:47
Zitat
stefsch
.. Man muß das System mal vom Kunden/Hörer/Beitragszahler her denken


Bei allen Bedenken sollte man bitte berücksichtigen, dass der 2. Bundesmuxx ausschliesslich für den Privatfunk vorgesehen ist, also auch keine Finanzierung über den Rundfunkbeitrag erfolgt. Da wird mit bundesweiter Verbreitung öffentlich-rechtlicher Programm auch nichts passieren (so angenehm dies mit einigen Programmen auch wäre)

von KlausD - am 05.03.2017 10:21
Zitat
B.Zwo
DAB+ wird leider zu halbherzig umgesetzt.


Die jetzige Situation (Anfang 2017) bei den ARD-Anstalten ist im Wesentlichen mit den Geldern finanziert worden, die die Finanzierungskommission KEF für die Beitragsperiode Q1/2013 bis Q4/2016 anerkannt hat (18. Bericht vom Dezember 2011). Die Anmeldungen für diesen Bericht mussten die Anstalten im Frühjahr 2011 abgeben.

Anscheinend haben einige hier schon wieder die Querelen vergessen, die es in der Zeit vor dem Start des Bundesmux gegeben hat. Die KEF war damals nicht von der Sinnhaftigkeit von DAB+ überzeugt und hatte die Anstalten verpflichtet, weniger Ausgaben für DAB+ und mehr Geld für das Internet anzumelden. Auch bei einigen ARD-Anstalten gab es damals Zweifel an DAB+.

Inzwischen gibt es ein gemeinsames Bekenntnis aller ARD-Anstalten zum Ausbau von DAB+. Die entsprechenden Geldmittel sind bei der KEF für den 20. Bericht angemeldet und von ihr auch anerkannt worden. D.h. in der gerade begonnenen Beitragsperiode bis Q4/2020 können die Anstalten deutlich mehr Ausgaben für DAB+ tätigen - aber natürlich nicht alle Investitionen gleich zu Anfang der Periode finanzieren.

von Manfred Z - am 05.03.2017 11:01
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.