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Besserer Empfang durch kürzere Antenne

Startbeitrag von DX OberTShausen am 30.06.2017 11:10

Mir ist heute zum ersten Mal aufgefallen, dass ich mehr Ensembles reinbekomme, wenn ich 2-3 Segmente der Teleskopantenne einschiebe. Dabei ist es auch egal, ob der Kanal niedrig oder hoch ist. Wenn die Antenne auf 43cm eingeschoben wird, ist der Empfang am besten. Hier werden jetzt 8C vom Büttelberg und 8D Hornisgrinde dauerhaft eingelesen. Auch auf 8B (Inselsberg) flackert ab und zu ein Balken. Das war mit voll ausgezogener Antenne (70cm) nie der Fall bzw. nur bei Tropo.

Das ist mir tatsächlich vorher nie aufgefallen.

Antworten:

Übersteuerung durch starke Ortsender bei voll ausgezogener Antenne?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 30.06.2017 11:12
Jede Antenne ist optimal auf das DAB+ Radio abgestimmt. Schraube ich die Antenne meines AE5250 an das IR6S Plus an, ist der Empfang unbefriedigend. Schraube ich die längere Antenne des IR6S Plus an mein AE5250, ist der Empfang gleich bescheiden. Ne längere Antenne bringt bei einem DAB+ Empfänger absolut nix, nur UKW wird deutlich besser.

von XXXXXX - am 30.06.2017 11:12
Die Antennenlänge sollte idealerweise etwa 1/4 der Wellenlänge betragen.
Beispiel: UKW 100MHz entspricht genau 3m Wellenlänge. 1/4 davon sind also 75cm.

von vossi68 - am 30.06.2017 11:16
Wie gesagt, das kann man allgemein nicht sagen. Jedes DAB+ Radio hat mit unterschiedlichen Antennenlängen den besten Empfang.

von XXXXXX - am 30.06.2017 11:18
Zitat
Studio Leipzig
Übersteuerung durch starke Ortsender bei voll ausgezogener Antenne?


Nein, starke Ortssender sind 7B und 10A und somit weit genug weg. Und selbst die verlieren einen Balken wenn die Antenne komplett ausgezogen ist.

Zitat
b025
Jede Antenne ist optimal auf das DAB+ Radio abgestimmt. Schraube ich die Antenne meines AE5250 an das IR6S Plus an, ist der Empfang unbefriedigend. Schraube ich die längere Antenne des IR6S Plus an mein AE5250, ist der Empfang gleich bescheiden. Ne längere Antenne bringt bei einem DAB+ Empfänger absolut nix, nur UKW wird deutlich besser.


Deshalb geht es ja auch quasi um eine kürzere Antenne ;)
Die Antenne meines Grundig Music 51SP ist original und voll ausgezogen 70cm. Scheinbar nicht wirklich ideal.

von DX OberTShausen - am 30.06.2017 11:37
Eigentlich müsste man die Antenne für jeden Kanal neu tunen. Wie vossi68 schrieb wäre theoretisch 1/4 der Wellenlänge optimal. Bei Kanal 5A sind das 42,8cm, bei Kanal 9A 36,9cm und bei Kanal 12D 32,5cm. Dazwischen interpolieren...

von Seegi - am 30.06.2017 17:35
Guten Abend

Theoretisch ja! Aber da der "Klingeldraht" im Gerät verschiedene Längen haben kann, ist alles wieder relativ, es sei denn,die Antenne wird über ein koaxiales Kabel mit dem Empfangs Chip verbunden. Das bedingte aber auch ein ebenbürtiges Gegengewicht! Da dem aber nicht so ist, bilden sich auf dem Kabel wegen Fehlanpassung Mantelwellen aus. Bemerkbar, wenn das Radio "Handempfindlich" wird / ist.

Da die meisten DAB Geräte auch noch UKW empfangen können, macht die 70cm Antenne schon Sinn, trotz fehlendem Gegengewicht.

Meine Koffer und Tisch Radios besitzen alle einen Draht, bzw eine Litze im Bereich um 35-40cm, optimiert für DAB. Nach Möglichkeit wurde der Boden der Geräte innen mit selbstklebendem, lötbarem Kupferband ausgekleidet und mit dem Schirm des Koaxkabel verbunden.So bekommt das Radio die Alu Grillfolie unter dem Tischtuch zu spüren (Kapazitive Kopplung).
Wenn die Geräte in der Küche "arbeiten", kann so die Litze im Batteriefach verschwinden oder wird bei Akkubetriebenen Geräten abgestöpselt (3,5mm Klinkenstecker). Dann wird halt die Dipolantenne zur Groundplane.

von DABit - am 30.06.2017 18:32
Der unter Normalbedingungen fehlende Ground der Groundplane, ist der Grund, warum oftmals (aber nicht immer) eine Antennenverlaengerung den besseren DAB Empfang mit den kleinen Plastikradios liefert. Eine Magnetfussantenne auf dem Fensterbrett, also komplett ohne elektrisch leitenden Untergrund als Gegengewicht, funktioniert meist mit Lambda 1/2 Strahler am Besten.

von Nordlicht2 - am 30.06.2017 21:15
Eigentlich frage ich mich, ob der Entwicklung solcher tragbaren Radios die Antenne überhaupt nach hochfrequenztechnischen Gesichtspunkten ausgewählt wird, oder ob nicht einfach "praktische Gründe" eine Rolle spielen, also konkret die eingeschobene Länge, Standfestigkeit bei komplett ausgezogener Antenne, Preis, und vielleicht auch der Kompromiss aus DAB- und UKW-Empfang...

von Seegi - am 30.06.2017 21:39
Bei meinem TechniSat DigitRadio 210 war ein kurzes dünnes Koaxialkabel mit der Antenne verbunden. Das eine Ende war mit der Antenne verlötet und andere hat man einfach nicht verbunden und abgeklebt.

Könnte man nicht rein theoretisch das Massekabel verlängern oder mit Alufolie so den "Dipol-effekt" zu gewährleisten?

Nur so nebenbei, das TechniSat Radio hat zwar jetzt einen Nachgerüsteten Antennenanschluss, jedoch muss ich leider feststellen das der Empfang mit einer gekauften F- Anschluss Antenne ziemlich mies ist. Mit der Originalantenne ohne Masseverbindung war es jedenfalls besser.

von UKW vs. DAB+ - am 01.07.2017 11:48
@ Nordlicht2

Ja, eine Lamda/2 Antenne besitzt im Speisepunkt Spannungsmaximum.
Stelle das Teil aber einmal auf ein grosses Kuchenblech. Das ist zwar immer noch zu klein, bewirkt aber schon eine leichte Absenkung des Antennendiagramms. Das ist nur ein Notbehelf, auch für Magnetfuss Antennen, sonst bräuchte es eine Metallscheibe mit mit ca 75cm Durchmesser für DAB und für UKW das Doppelte!

@ UKW vs. DAB+
Sowas in dieser Art habe ich mit meinen Radio's gemacht. Eine Litze an der Abschirmung des Antennenseitigen Koaxkabels zu einer 3,5mm Klinkenbuchse geführt. Die Gesammtlänge der Litze mit Klinkenstecker und Gegengewicht beträgt etwa Lamda/4 für die Bandmitte. Du benötigst somit 2 Litzen mit Klinkenstecker. Eine Kurze für DAB und eine längere für UKW.
Für die Massefläche habe ich nicht Alu Folie sondern selbstklebendes, lötbares Kupferband genommen um den Innenteil des Bodens auszukleiden. So bleibt das Band wo es hin gehört und verursacht keine Kurzschlüsse im Radio.
Die Alufolie liegt unter dem Tischtuch versteckt. Diese Fläche ist auf jeden Fall so gross genug für DAB.
So wurde aus den relativ unempfindlichen Pure doch noch brauchbare DAB Radios.

LG Res

von DABit - am 01.07.2017 13:09
Zitat
UKW vs. DAB+
Bei meinem TechniSat DigitRadio 210 war ein kurzes dünnes Koaxialkabel mit der Antenne verbunden. Das eine Ende war mit der Antenne verlötet und andere hat man einfach nicht verbunden und abgeklebt.

Könnte man nicht rein theoretisch das Massekabel verlängern oder mit Alufolie so den "Dipol-effekt" zu gewährleisten?

Nur so nebenbei, das TechniSat Radio hat zwar jetzt einen Nachgerüsteten Antennenanschluss, jedoch muss ich leider feststellen das der Empfang mit einer gekauften F- Anschluss Antenne ziemlich mies ist. Mit der Originalantenne ohne Masseverbindung war es jedenfalls besser.
Es gibt sogar welche wo es so gemacht wurde. Andere haben wieder nur den Klingeldraht zur Teleskopantenne.

von pomnitz26 - am 01.07.2017 13:13
Zitat
Seegi
Eigentlich müsste man die Antenne für jeden Kanal neu tunen. Wie vossi68 schrieb wäre theoretisch 1/4 der Wellenlänge optimal. Bei Kanal 5A sind das 42,8cm, bei Kanal 9A 36,9cm und bei Kanal 12D 32,5cm. Dazwischen interpolieren...


Theoretisch ist das sicher richtig. In der Praxis hab ich aber leicht andere Erfahrungen gemacht. Ich habe gerade mal den Test gemacht und bei allen hier empfangbaren Ensembles die Signal-Balken beobachtet, während ich die Antenne einschob bzw. auszog.
Zwischen Kanal 5C und 11D müssten es nach der Berechnung etwa 9-10cm Unterschied sein. Allerdings sind es real nur etwa 5cm. Kanal 11D hat bei 42cm den besten Empfang, 5C bei etwa 47cm. Die hier schwachen Kanäle 8B, 8C und 8D bei etwa 44cm.

Das gilt für mein Grundig Music 51 SP. Beim Dual DAB9 sind es jeweils 2cm mehr. Allerdings sitzt die Antenne bei dem Gerät auch 2cm tiefer, weil der Ausgang an der Rückseite ist und nicht wie beim Grundig auf der Oberseite.

Scheinbar sind die Antennen bei den DAB+ Radios tatsächlich nur wegen UKW so lang. Aber in keiner Bedienungsanleitung wird darauf hingewiesen, dass man für den besten DAB-Empfang mindestens zwei Segmente einschieben muss.

von DX OberTShausen - am 01.07.2017 13:33
Jep, nur ist halt die verbaute Kupferfolie meistens nur auf die Rückwand Innenseite geklebt und Flächenmässig auch viel zu klein um in Resonanz zu kommen. Die Kapazität gegen Erde die nötig wäre ist in einem so kleinen Gehäuse einfach nicht ohne gewissen Aufwand zu realisieren. Also macht man aus Kostengründen wenig oder gleich lieber gar nichts.

von DABit - am 01.07.2017 13:34
Oder eben eine laengere Antenne. Die gleicht das fehlende Gegengewicht zum Teil aus. Nicht komplett, da es Richtung Lambda 1/2 hochohmig wird aber doch auch deutlich spuerbar.

von Nordlicht2 - am 01.07.2017 15:12
Ja, nicht komplett, wie Du schreibst! Leider ist man mit jedem Kompromiss, egal wie gut er auch sein mag, von einem resonanten Dipol noch weit entfernt. (Was ja eigentlich das "Antennen Minimum" darstellen würde).
Deshalb greife ich so gerne zur Bohrmaschine und montiere eine anständige Steckerbuchse. Nachher erkennt man einen Pure One Elite plötzlich nicht mehr, wenn er eine 4er Yagi Gruppe zu spüren bekommt, hihihi!

von DABit - am 01.07.2017 17:29
Zitat
vossi68
Die Antennenlänge sollte idealerweise etwa 1/4 der Wellenlänge betragen.
Beispiel: UKW 100MHz entspricht genau 3m Wellenlänge. 1/4 davon sind also 75cm.


Die ideale Antennenlänge bei DAB+ wäre dann so 37cm. Das war auch ungefähr die Original-Länge der Stabantenne meines Pure One Mni Series 2. Meine Beobachtung ist, dass es mit 70cm-Antennenlänge (zumindest beim 5C) einen wesentlich besseren Empfang hat. Bei den oberen Kanälen ist das wiederum zu lang. Da geht es mit so um die 60cm am besten.

von FrankSch - am 02.07.2017 20:45
Zitat
FrankSch
Zitat
vossi68
Die Antennenlänge sollte idealerweise etwa 1/4 der Wellenlänge betragen.
Beispiel: UKW 100MHz entspricht genau 3m Wellenlänge. 1/4 davon sind also 75cm.


Die ideale Antennenlänge bei DAB+ wäre dann so 37cm. Das war auch ungefähr die Original-Länge der Stabantenne meines Pure One Mni Series 2. Meine Beobachtung ist, dass es mit 70cm-Antennenlänge (zumindest beim 5C) einen wesentlich besseren Empfang hat. Bei den oberen Kanälen ist das wiederum zu lang. Da geht es mit so um die 60cm am besten.


Bei meinem Pure One Mini (alte Version) brachte die Originalantenne (vmtl. ebenfalls 37cm) einen guten Empfang auf Kanal 11D und davor 12D.
5C war teilweise nicht zu empfangen, trotz 10kW aus 13km. Mit einer längeren Antenne geht 11D genauso gut, UKW besser und 5C geht auch gut. Bis man die Antenne ein bisschen einschiebt. Komplett eingeschoben geht 11D immer noch mit Vollausschlag, 5C ist weg. Also ist es wohl nicht nur die Antenne.

von Japhi - am 03.07.2017 07:03
Funktioniert bei meinem Technisat Digitradio 450 irgendwie nicht. Wenn ich die Antenne passend zur DAB-Frequenz ausziehe, ist der Empfang viel schlechter als wenn ich die Antenne voll auf ihre ca. 60 cm ausgezogen habe.

von PhanTomAs - am 04.07.2017 12:13
Funktioniert diese Berechnung denn für alle Bänder? Beim L-Band komme ich somit auf eine Antennenlänge von 5 cm. :gruebel:

von Cha - am 04.07.2017 12:40
Zitat

Funktioniert diese Berechnung denn für alle Bänder? Beim L-Band komme ich somit auf eine Antennenlänge von 5 cm.


Könnte durchaus hinkommen. Eine L-Band Antenne war in meinem ersten mobilen DAB-Empfänger im Rückdeckel eingebaut.

so eins war das:
[attachment 9502 dabradio.png]

von Felix II - am 04.07.2017 13:42
Guten Abend

@ Cha, Jep das ist für alle Frequenzen so! Faustregel 300 durch die Frequenz in MHz gleich Wellenlänge in Meter. Abgeleitet von c/f (Lichtgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz in Hz).

Die Mitte vom L-Band ist 1466MHz, da kommst Du mit 5cm für Lamda/4 ganz genau hin.

von DABit - am 04.07.2017 15:12
Zitat
Japhi
Zitat
FrankSch
Zitat
vossi68
Die Antennenlänge sollte idealerweise etwa 1/4 der Wellenlänge betragen.
Beispiel: UKW 100MHz entspricht genau 3m Wellenlänge. 1/4 davon sind also 75cm.


Die ideale Antennenlänge bei DAB+ wäre dann so 37cm. Das war auch ungefähr die Original-Länge der Stabantenne meines Pure One Mni Series 2. Meine Beobachtung ist, dass es mit 70cm-Antennenlänge (zumindest beim 5C) einen wesentlich besseren Empfang hat. Bei den oberen Kanälen ist das wiederum zu lang. Da geht es mit so um die 60cm am besten.


Bei meinem Pure One Mini (alte Version) brachte die Originalantenne (vmtl. ebenfalls 37cm) einen guten Empfang auf Kanal 11D und davor 12D.
5C war teilweise nicht zu empfangen, trotz 10kW aus 13km. Mit einer längeren Antenne geht 11D genauso gut, UKW besser und 5C geht auch gut. Bis man die Antenne ein bisschen einschiebt. Komplett eingeschoben geht 11D immer noch mit Vollausschlag, 5C ist weg. Also ist es wohl nicht nur die Antenne.


Upps, was ist da denn los? Kein oder schlechter Empfang? 10kW aus 13km ist ja keine Kunst die zu empfangen, das ist ein bombastisches Ortssender Signal! Da reicht nur ne Büroklammer als Antenne eigentlich aus.

Das ein Dipol viel besser ist habe ich an meinem TechniSat mit Antennenanschluss wirklich deutlich gemerkt.

F- Anschluss Antenne :
5-6 Balken

F- Anschluss Kabeldipol von der Hifi Anlage : 8-11 Balken :eek:

Das Antennen-minimum ist also nicht zu unterschätzen!

von UKW vs. DAB+ - am 05.07.2017 18:00
Ja, und der Aufwand für so einen Dipol hält sich ja noch in vertretbaren Grenzen. Das ist die Urform von vielen Antennen, sie wird auch gerne als Referenz für Vergleiche mit anderen Antennen herangezogen. Wenn zum Beispiel bei einer Yagi 4dBd Gewinn angegeben werden, bedeutet das, das die Yagi um 4dB besser ist als der Dipol.
Verkauft wird sie aber mit rund 6dBi, bezogen auf einen isotropen Strahler, eine Antenne, welche praktisch gar nicht existiert, da nicht realisierbar. Das ist eine reine Rechengrösse, welche eine Kugelförmige Abstrahlung voraussetzt. Aber 6dB verkaufen sich halt besser als nur 4dB.

von DABit - am 05.07.2017 21:11
Erinnert mich ein bisschen an die DVB-T Antennen deren Gewinn im 2 Stelligen Bereich verschönert wurde.

von UKW vs. DAB+ - am 13.07.2017 19:38
Jep, Du sagst es! Hihihi, schau mal bei den CB-Funk Antennen. Da gibt es wahre Wunderwerke, welche mit normalen physikalischen Gegebenheiten nichts mehr zu tun haben. Dazu sind sie zum Teil so lausig ausgeführt, dass nicht einmal die dB realisiert wurden, welche technisch möglich gewesen wären. Aber Hauptsache viel Gewinn. Dann spielt ja der Aufstellungs Ort keine Rolle mehr, und das Richtdiagramm wird noch völlig zerstört.

Freundliche Grüsse

Res

von DABit - am 14.07.2017 20:53
Moin

Ich möchte hier nun kein neues Thema anfangen. Deshalb hier nur eine kurze Frage, kennt jemand diese Antenne?

https://www.amazon.de/dp/B00E8GSTTQ/ref=cm_sw_r_cp_apa_xApCzbD1EE783

Ich suche eine kleine aber einigermaßen hochwertige Antenne, die ich mir oben und natürlich außen auf die Dachspitze montieren möchte. Sie wird dann in 9m Höhe Rundumempfang haben (können).
Es gibt diese Art auch noch mit dvb-t Band. Die hat dann sogar einen gain von 2dbi in allen Bändern.

Am liebsten hätte ich eine Ground plane für 174-240MHz, aber die habe ich noch nicht gefunden.

von theArno80 - am 20.07.2017 18:26
Ich kenne die Antenne nicht, aber ein "Gewinn" von 2dBi (ggü. einem isotropen Strahler) bedeutet einen Verlust von 0,15 dBd ggü. einem Dipol ;) immer auf den Vergleichswert achten!

von Rosti 2.0 - am 20.07.2017 19:03
Dann lieber einen Band III-Dipol. Der hat immerhin 0dB ohne i :D

von Japhi - am 20.07.2017 19:25
Dazu kommt das das Teil fast 50€ Kostet. Für die Hälfte bekommt man beim Antennenland ne vernünftige Long Per mit ordentlich Gewinn jenseits der 8db (ohne i).

von UKW vs. DAB+ - am 20.07.2017 19:38
Hmm ok. Welcher ist denn da ok? In der Bucht sind welche, aber die sehen mir so "billig" aus.

von theArno80 - am 20.07.2017 21:16
Naja, das ist halt eine auf optimale Laenge abgestimmte Ground Plane ohne Ground, weshalb sie auch etwas weniger Gewinn als ein Faltdipol hat. Genau wie die Teleskopantenne an unseren DAB+ Radios, wenn sie nur 40cm lang sind. Mit Ground haette sie 3dBd.
Komisch eigentlich, dass es noch keine Ground Plane Antennen fuer DAB+ zu kaufen gibt. Ein Dipol hat immer das Problem, dass man ihn an einem Ausleger montieren muss um das Kabel senkrecht nach unten zu bekommen, ohne das runde Diagramm negativ zu beeinflussen.

von Nordlicht2 - am 20.07.2017 21:23
https://www.amazon.de/Wittenberg-1-Elemente-Dipol-DAB-Antenne/dp/B0098JUB2G/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1500585952&sr=8-6&keywords=vhf+antenne

Empfaengt aber wenn wie auf dem Bild montiert nicht ganz genau rund, da zu dicht am Mast und Kabel.

von Nordlicht2 - am 20.07.2017 21:29
Zitat
Nordlicht2
Naja, das ist halt eine auf optimale Laenge abgestimmte Ground Plane ohne Ground, weshalb sie auch etwas weniger Gewinn als ein Faltdipol hat. Genau wie die Teleskopantenne an unseren DAB+ Radios, wenn sie nur 40cm lang sind. Mit Ground haette sie 3dBd.
Komisch eigentlich, dass es noch keine Ground Plane Antennen fuer DAB+ zu kaufen gibt. Ein Dipol hat immer das Problem, dass man ihn an einem Ausleger montieren muss um das Kabel senkrecht nach unten zu bekommen, ohne das runde Diagramm negativ zu beeinflussen.


Könnte man die Antenne von ABB nicht nachträglich mit einem Ground versehen? Quasi, dass man aus ihr eine Art GP macht...

von theArno80 - am 20.07.2017 21:38
Zitat
theArno80
Moin

Ich möchte hier nun kein neues Thema anfangen. Deshalb hier nur eine kurze Frage, kennt jemand diese Antenne?

https://www.amazon.de/dp/B00E8GSTTQ/ref=cm_sw_r_cp_apa_xApCzbD1EE783

Ich suche eine kleine aber einigermaßen hochwertige Antenne, die ich mir oben und natürlich außen auf die Dachspitze montieren möchte. Sie wird dann in 9m Höhe Rundumempfang haben (können).
Es gibt diese Art auch noch mit dvb-t Band. Die hat dann sogar einen gain von 2dbi in allen Bändern.

Am liebsten hätte ich eine Ground plane für 174-240MHz, aber die habe ich noch nicht gefunden.


Also 2 dbi sind jetzt, wie hier schon festgestellt wurde, nicht so der Bringer. Das ist ungefähr Dipol-Niveau. Wenn man dann nicht gerade direkt unter dem Dach wohnt, und vielleicht noch 10m Kabel von der Antenne bis zum Radio braucht, was bleibt dann von dem besseren Signal, das sich aus dem Dachstandort ergibt, noch übrig? Ansonsten wäre mir eine Aussenantenne (Stichwort Blitzschlag) eh zu riskant.

von FrankSch - am 21.07.2017 08:11
Hi , wie schon beschrieben habe ich indoor sehr gute Erfahrungen mit einem leeren 5 Liter Bierfass als Masse für meine Magnetfußantennen am DAB Stick gemacht.

von SpaßmitRadio - am 21.07.2017 08:26
Zitat
SpaßmitRadio
Hi , wie schon beschrieben habe ich indoor sehr gute Erfahrungen mit einem leeren 5 Liter Bierfass als Masse für meine Magnetfußantennen am DAB Stick gemacht.


Was dann wieder eine Groundplane mit Ground ist.:-)
Alternativ kann man halt auch den Strahler der Magenetfuss gegen Lambda1/2 verlaengern. Wobei eine metallisch leitende Unterlage fuer eine Magnetfuss innerhalb der Wohnung duerfte auch nicht so das Problem sein. Bierfass sieht sogar noch witzig aus.

Aus der Antenne um die es hier gerade geht, eine Ground Plane zu basteln, wuerde ich nicht versuchen, dafuer ist sie zu teuer und sowas bekommt man, wenn man schon basteln moechte, deutlich guestiger hin.
Ubrigens klippe ich grundsatzlich immer einen Mantelstromfilter um das Kabel, direkt an der Magnetfussantenne. Bringt in den allermeisten Faaellen 1-2 Balken mehr. Scheinbar wirkt die Schirmung des Kabels sonst als falsch abgestimmter Strahler mit, vor allem wennn eben keine entsprechend grosse metallische Unterlage vorhanden ist.

von Nordlicht2 - am 21.07.2017 08:38
Zitat
SpaßmitRadio
Hi , wie schon beschrieben habe ich indoor sehr gute Erfahrungen mit einem leeren 5 Liter Bierfass als Masse für meine Magnetfußantennen am DAB Stick gemacht.


Hast du auch Feldversuche mit unterschiedlichen Füllständen des 5 Liter-Bierfasses gemacht? :D

von Habakukk - am 21.07.2017 08:42
Er hat siche eine Messreihe aufgestellt, die zum Ende hin aber sehr ungenau wurde...:cheers:

von Nordlicht2 - am 21.07.2017 09:03
Und dann stellt sich die Frage was man so "reinbekommt" :D

von Japhi - am 21.07.2017 09:14
Hallo Zusammen

@ FrankSch

Auch eine "schwache" Antenne an 10m Kabel bringt schon erstaunliches zustande, wenn sie ausserhalb des Störnebels des Hauses montiert wird. Viel wichtiger als +/- 0,5dB ist das Antennendiagramm, sowohl das vertikale wie das horizontale.

Für Liebhaber von GP Antennen schlage ich vor: selber machen!
Eine N-Buchse und passenden Stecker fürs Kabel kaufen und ein paar Meter ca 4mm Draht. 5 Stk Lamda/4 abzwacken, eins an den Innenleiter der Buchse löten, die anderen 4 an den Flansch der Buchse in die Löcher. Die 4 "Beine" 135° abwinkeln und Kabel anschrauben. Ihr werdet staunen, was so ein Teil alles vom Dachboden saugt! Ich habe einen ganzen Zoo solcher "Tiere" auf den Dachboden gestellt, für alle möglichen Frequenzen. Sie sind einfach zu bauen, billig und somit ideal zum experimenTIEREN. (Nicht Bieren!!!)

Aber die Idee mit dem Bierfass finde ich goldig! Meine MagFuss steht nur auf einem Kuchenblech.

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 21.07.2017 22:57
Hi , Danke für die Basteltips. Ich habe mal einen Tip zur Verwendung einer Bremsscheibe als Masse gelesen. Mein Test dazu steht aber noch aus.

von SpaßmitRadio - am 22.07.2017 06:34
Guten Abend

Hoppla, eine Bremsscheibe! Hm, war das eine Anleitung für ne WLAN Spargel? Für DAB wäre auch eine LKW Scheibe noch zu klein! Da bräuchtest Du etwa 75cm Durchmesser. Natürlich verbessert jede Massefläche bei GP Antennen den Empfang etwas, auch ein Kuchenblech oder ein Bierfass, obwohl auch zu klein. Deshalb habe ich Alu Grillfolie unter dem Tischtuch vom Tisch. Die ist etwas reissfester als die normale Alufolie, da etwas dicker. Schau doch mal bei: Der Bastelkeller / Die Basteldoku rein. Der macht echt gute Sachen, "Denn gute Technik ist auch immer schön!" (Sein Standardspruch, hihihi.)

Ein Problem von zu kleinen Gegengewichten ist immer die daraus resultierende Fehlanpassung. Bemerkbar, wenn die Konstruktion "Handempfindlich" wird von den Mantelwellen. Ein Klappferrit schaft da zwar Abhilfe, verbessert aber die falsche Anpassung nicht.

Ich hatte mal im 40m Band mit ordentlich Sendeleistung Mantelwellen. Die HF hatte sich dann das Gegengewicht gesucht, das Lichtnetz, und brachte in der Küche die Neonröhre zum Flackern. Meine Frau kam kreidenbleich zu mir und stammelte irgend etwas unverständliches von Gespenstern, hihihi!

Schönen Sonntag

Res

von DABit - am 22.07.2017 16:51
Ich hab die GPA 170-230 auf dem Dach, mit einem 3/4 Lambda langem 60Ohm Koaxkabel als Trafoleitung von 50 auf 75 Ohm.

Spielt sehr gut.


http://www.sirioantenne.it/en/products/vhf/gpa-series

https://www.pmrcom.de/Sirio-GPA-170-230-VHF-Basisantenne

von Seegi - am 24.07.2017 06:37
Hi, Danke Seegi, die Seite "pmrcom" ist jetzt seit Mai 2016 für "thiecom" in Netz ( gesucht und gefunden ).

von SpaßmitRadio - am 26.07.2017 05:55
Hallo,
von der Amazon Antenne würde ich die Finger lassen. Hat 50 Ohm und 5m RG 58. ist nichts weiter als eine Scanner Antenne. Lieber 15-25,-€ für eine reine DAB+ Antenne bei Antennenland investieren.Die sind für DAB+ optimiert.

von DO1HBK - am 30.07.2017 08:38
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