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DAB Fernempfang (DXing) - Einige Ratschläge und Tipps

Startbeitrag von Staxe am 06.07.2017 14:28

Hallo liebe DAB-Freunde,

da einige von Euch auch Interesse an weiter entfernten Sendern haben, möchte ich Euch an dieser Stelle einige Tipps und Ratschläge geben.

Vielleicht kann ein Moderator dieses Thema oben anpinnen damit in den anderen Themen DX-Fragen nicht mehr so häufig aufkommen?

Ich neige gewöhnlich dazu, recht umfangreich zu berichten. Daher wird es hier in den nächsten Tagen / Wochen einiges zu lesen geben. Man möge mir vergeben...

Vor einem halben Jahrhundert geboren in Dresden - im "Tal der Ahnungslosen" - wurde mir sozusagen der Wunsch nach mehr Information - "Westfernsehen" - buchstäblich in die Wiege gelegt. ;)
Seit 1982 habe ich mich mit Antennenbau beschäftigt. Über die Jahre, bis hin zur Ausbürgerung aus der DDR im Frühjahr 1988, war der Antennenbau - Einzelanlagen und auch größere Gemeinschaftsantennen - mein Broterwerb. Ich war allerdings hauptsächlich für die Mastkonstruktion verantwortlich. Achtzig Prozent unserer Anlagen waren nach Bayern (K4,23,57) ausgerichtet - 10 % Richtung Berlin (K7,33,39) - 10% Richtung Torfhaus (K10). Daher kommt auch meine "Liebe" für den Ochsenskopf - für den BR.
Früher waren Rias 2 (91.2 MHz) und Bayern 3 (99.4 MHz) meine täglichen Sender - heute ist es Bayern 1 (10B).

Vor 12 Jahren habe ich die alte Leidenschaft wiederentdeckt - erst UKW, gefolgt von DVB-T - bin ich nun bei DAB+ angekommen und natürlich wieder beim BR. ;)

Nun geht es endlich los... :cheers:


  • Antennen


Das Wichtigste beim Fernempfang ist die Antenne.
Ich habe schon einige ausprobiert - Fuba DAT 307, Fuba DAT 310, Kathrein AV12, die gute alte 13 Elemente Bad Blankenburg bis hin zur Antennengruppe.

Für Einsteiger aber unbedingt auch für "Profis" eignet sich nach meiner Erfahrung diese -16 Elemente LogPer Antenne http://www.antennenland.net/3H-VHF-VF-16LOG am Besten.

Die 16er LogPer Antenne ist relativ klein und leicht und hat dadurch eine geringe Windlast.
Sie verfügt einen gleichmäßigen Gewinn von ca. 8 dB(d) über das gesamte VHF-Band III (DAB 5A-13F).
Diese Antenne wird vor dem Mast montiert - man braucht also bei der vertikalen Montage keinen Ausleger.
Aus meiner Sicht ist sie äußerst stabil und hervorragend verarbeitet - somit bestes für die Außenmontage geeignet!

Neuerdings liefert Antennenland.de die LogPer zerlegt.
Das heißt, dass die Elemente einseitig entfernt werden um so eine geringere Abmessung des Versandkartons zu erreichen. Eine Montageanleitung liegt bei - ist kinderleicht.

Wenn man die Antenne an einem schwer erreichbaren Ort montiert (wie ich auf einer 18 Meter hohen Kiefer) empfiehlt es sich - besonders bei vertikaler Montage - die demontierten Elemente oder am besten alle Elemente nach der Montage von EINER Seite mit "UHU plus Endfest" (Amazon) zu fixieren.

Der für mich größte Vorteil dieser Antenne ist ihr vertikaler Öffnungswinkel von über 60 Grad!
Dies bedeutet in der Realität, dass Ihr damit ohne Antennenrotor - also recht preiswert - Signale von vielen verschiedenen Sendern empfangen könnt und nicht nur exakt von einem, wie es zB. mit einer Kathrein AV12 der Fall wäre.

Ich habe die LogPer auf den Kanal 10B Oberfranken vom Ochsenkopf/Bamberg ausgerichtet und empfange damit - neben 10B - täglich 12D Bayern vom Sender Hohe Linie (weiter östlich als ausgerichtet) und auch 7B Hessen vom Rimberg (deutlich westlicher als ausgerichtet).
Sie ersetzt natürlich in keinem Fall eine Kathrein AV12 welche auf einem Antennenrotor - drehbar - montiert ist!

Der breite Öffnungswinkel hat leider auch einen Nachteil (SFN) dazu komme ich viel später.

Aufpassen müsst Ihr unbedingt bei den Antennengewinn-Angaben der Hersteller und Shops!
Einige verwenden dBd (Dipol) - andere dBi (isotrop) - Angaben!
Erläuterung dazu Wikipedia: Antennengewinn.

Für mich gilt nach wie vor dBd!
Bei dBi Angaben könnt Ihr locker 2 dB abziehen dann habt Ihr den tatsächlichen Antennengewinn.

Ein Beispiel:

Kathrein gibt für ihre AV12 (3,3 Meter lang!) einen Gewinn von 7,5-12,5 dB an - Antennenland gibt für die 16er LogPer (1,2 Meter lang) einen Gewinn von 10 dB an. :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Betrachtet man diese beiden Antennen, sollte einem bereits ein Licht aufgehen!
Kathrein verwendet, die aus meiner Sicht korrekte, dBd Angabe - Antennenland hingegen dBi.
Also bei bei dBi Angeben locker 2 dB abziehen um nicht Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.

Wie ich schon sagte - ich kann leider nur sehr ausführlich - hoffentlich wird Euch nicht langweilig?

Ich habe auch schon mit Antennengruppen experimentiert.
Damals zur "Westfernsehnzeit" haben wir ausschließlich Antennengruppen errichtet.

Für die oben genante 16er LogPer würde ich den horizontalen, wie auch vertikalen Stockungsabstand (gegenseitiger Anstand horizontal und/oder vertikal von Mitte zu Mitte der Antenne) einer 7-Elemente Yagi Antenne nach Spindler verwenden.

Horizontaler Stockungs-Abstand (BE): 1,60 Meter
Vertikaler Stockungs-Abstand (AH): 1,30 Meter

Theoretisch erreicht man mit einer 2-er Gruppe einen Mehrgewinn von 3 dB - mit einer 4-er Gruppe sind es 6 dB.
Wenn man in der Praxis 2 dB bzw. 4 dB Mehrgewinn erreicht - hat man alles richtig gemacht!

Wichtig ist, dass alle Antennen möglichst exakt die gleiche Signalstärke empfangen.
Die Zuleitungen zum Zusammenschlusspunkt müssen unbedingt - millimetergenau - gleich lang sein!!!
Verwendet man Yagi Antennen (natürlich völlig baugleiche) müssen diese exakt gleich montiert werden - an der selben Stelle und auch exakt gleich ausgerichtet.
Bei vertikaler Montage dürfen die Anschlussdosen nicht zueinander zeigen - sondern bei allen Antennen in die selbe Richtung!

Für den Zusammenschluss eignen sich Gruppenkoppler (gibt es für 2-er Gruppen bei Ritt mann und Pausat).
Ebenso eignen sich gute Zwei- oder Vierfachverteiler (z.B. Kathrein EBC 10) und natürlich nach wie vor die selbst gebaute Kopplung nach Spindler.
Bei dieser Lösung ist etwas Geschick und Kreativität bezüglich Anfertigung und Wetterschutz verlangt.

Habe vieles getestet - Fazit: Ein guter Zwei- oder Vierfachverteiler macht hier vorbehaltlos einen guten Job.

Bitte kommt nicht auf die unsinnige Idee jede Antenne der Gruppe mit einem Vorverstärker auszustatten! Selbst heute arbeitet kein einziger Verstärker exakt identisch - die Gruppe würde "schielen" und der erhoffte Mehrgewinn könnte womöglich völlig ausbleiben!

Thema Antennen durch? Wenn Ihr weitere Fragen habt - bitte fragt einfach.


  • Verstärker


Ja, ich glaube hier bin ich nicht gänzlich unbefangen.
Was zeichnet einen guten Verstärker in erster Linie aus?
Keine Frage sein Rauschfaktor (Rauschzahl, Rauschmaß, Rauschen, Rauschwert, ...)

Hier gilt: Um so niedriger - um so besser!

Wenn Ihr den Einsatz von einem Verstärker in Erwägung zieht - bitte bei der Suche zuerst nach dem Rauschfaktor schauen - dann vielleicht nach dessen Gewinn / Verstärkung.

Beispiel: Ihr findet irgendwo einen DAB Verstärker - das Teil ist mit einem Gewinn / einer Verstärkung von 36 dB angeben und hat einen, nicht unüblichen, Rauschfaktor von 4,5 dB.
Einfache Rechnung: 36 : 4,5 = 8 - das Teil würde Euren Empfänger gleichmäßig mit 4,5 dB "zu rauschen" - sehr schön mit einem Spektrum Analyser (z.B. RF Explorer - Vielen Dank für den Tipp an Nordlicht2) zu sehen - das Antennensignal hingegen würde dieser Verstärker gerade mal um 8 dB anheben.
Also Finger weg von solchem Schrott - schade um jeden Cent.

Für mich sind die TGN Vorverstärker das Beste was man bekommen kann.
Diese Verstärker haben über die ganze Palette (UKW, DAB, DVB-T) einen Rauschfaktor von 0,3 dB - dieser ist also völlig zu vernachlässigen - mit dem RF-Explorer nicht mal messbar.
Die Verstärkung liegt bei 18 dB - für DVB-T gibt es auch eine 36 dB Version.

Der größte Vorteil aus meiner Sicht ist, dass starke Signale von den Ortssendern nicht bzw nur gering verstärkt werden - gut sichtbar mit einem Spektrum Analyser (RF-Explorer).
Ein weiterer großer Vorteil ist deren Selektivität.
Der TGN DAB Vorverstärker (ULNA3018 DAB MKIV) senkt UKW-Signale um -38 dB und UHF-Signale (spielen für uns eher keine störende Rolle) um -45 dB.

Oft habe ich schon den Tipp bekommen auch den UKW-Pegel mit einem Sperrfilter (Pausat) abzusenken da dieser den DAB-Empfang stören kann.
Viele DAB-Radios mögen keine hohen UKW-Pegel - sie werden dadurch "taub" für schwache DAB-Signale.
Wenn Ihr Euch für den TGN Vorverstärker (ULNA3018 DAB MKIV) entscheidet, ist ein UKW-Sperrkreis definitiv überflüssig.

Ein Vorverstärker gehört so nah wie möglich an die Antenne!

Daher empfiehlt es sich, den TGN Vorverstärker mit Mastgehäuse zu bestellen.
TGN DAB Vorverstärker - ULNA 3018 DAB MKIV mit Mastgehäuse

TGN legt statt einer ordentlichen Mastschelle nur einen billigen Kabelbinder für die Befestigung vom Verstärker am Antennenmast bei - das finde ich sehr schade.
Für stolze 102,50 € sollte man eine stabile Befestigung erwarten können!

Den TGN 5 Volt DC-Insert mit Schaltnetzteil kann ich nicht unbedingt empfehlen.
Das mitgelieferte Netzteil rauscht wie blöde (deutlicht sichtbar mit dem RF-Explorer) und die Qualität vom DC-Insert gefällt mir nicht sonderlich.
Falls Ihr ihn doch mit bestellt, unbedingt das Netzteil so weit (mindestens 3 Meter Abstand !!!) wie möglich von Eurem DAB-Radio entfernt einstecken!
Einige Radios mögen solche Rausch-Netzteile gar nicht und werden ganz schnell taub für schwache Signale.

Für die Stromversorgung vom TGN-Vorverstärker kann ich Euch die Kathrein Fernspeise-Weiche WFS 28 (5-18 Volt) zusammen mit dem Kathrein Netzteil NCF 18 empfehlen.
Leider teuer - dafür bekommt man hervorragende Qualität - eben Kathrein.
Das Netzteil ebenfalls mindestens 3 Meter vom Empfänger unterbringen - es rauscht auch heftig.

Es gibt aber noch eine andere, viel bessere und auch preiswertere Lösung (Ritt mann) für die Stromversorgung des Vorverstärkers - dazu später im Bereich Sperrkreise und Sperrfilter mehr.

Weitere, sehr empfehlenswerte DAB-Verstärker:

In erster Linie sei hier der Pausat F- DAB+ Verstärker genannt.
Dieser hat einen sehr guten Rauschfaktor von 1,2 dB bei 20 dB Verstärkung.
Er ist sehr gut verarbeitet und hat somit ein unübertroffenes Preis- Leistungsverhältnis.
Auch dieser Verstärker sollte so nah wie möglich an der Antenne angebracht werden.
Hierfür ist wieder etwas Kreativität verlangt.
Eine Elektro-Außendose tut es genauso wie eine übergestülpte - am Falz aufgeschnittene - leere Plastiktube von entsprechender Größe und mit UV-Schutz versehen - z.B gutes Isolierband oder UV-Schutz Spray für Kunststoffteile.

Der Ritt mann DAB-Vorverstärker und der baugleiche Verstärker von Antennentechnik Bad Blankenburg sind ebenfalls unbedingt zu empfehlen.



  • Sperrkreise / Sperrfilter

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Staxe,

Du langweilst überhaupt nicht. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist immer wieder interessant, Deine Erfahrungsberichte hier zu lesen, leider viel zu selten.

Ich beabsichtige, mir von TGN jeweils einen ULNA 3018 DAB und einen ULNA 3018 UKW/FM zu kaufen, da nach einigen Recherchen im Netz bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese Verstärker nahezu konkurrenzlos sind. Oder liege ich da falsch?

Ich möchte nämlich für meine drehbare KATHREIN AV 12 folgende Teile bis zu den Empfängern (z.B. ONKYO T-4070, YAMAHA T-D 500 bzw. SANGEAN WFT-3) dazwischenschalten:

1. vorhandene R...mann Kanalsperren (5C+7B+7D) anschließend
2. TGN ULNA 3018 DAB anschließend
3. vorhandener PAUSAT DAB+ Verstärker bzw.. SPAUN HAV 285 F (ein Eingang, zwei Ausgänge für jeweils einen Tuner)

Verwendet wird als Kabel (Länge ca. 20 Meter) gegenwärtig das KTH 94, welche ich austauschen möchte gegen das KATHREIN LCD 111A+.

Ist die Reihenfolge so o.k.?

Über Deine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße nach Weinböhla aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze

von Radiofritze - am 06.07.2017 16:34
Guten Morgen miteinander

@ b025
Ich gehe einmal davon aus, dass Du die Antennenstecker Buchse am Gerät mit einem kurzen Koaxialkabel mit dem Empfängermodul verbunden hast. (Schirm auf dem Modul auch angeschlossen!)

Als zweites wäre abzuklären, ob das Netzteil des Radio's selber den Empfang stört. Es ist unbedingt den alten, schweren Netzteilen mit richtigem Trafo den Vorzug zu geben. Die leichten Schaltnetzteile können den Empfang erheblich beeinträchtigen!

Da wir gerade bei den Netzteilen sind....

WLAN Router besitzen zum Teil recht grimmige Netzteile, welche recht grosse Reichweiten haben. Wie sieht es mit dem Telefon aus? Handy Ladegeräte sind heute alle mit Schaltnetzteilen versehen!

Um solche Störsender zu suchen, latsche ich mit einem kleinen hochempfindlichen DAB Radio (Microspot RA-84) in der Wohnung herum und achte auf die BER. (Bit Error Rate, Bit Fehler Rate). Beim Störer wird die Antenne eingeschoben, so kann man im Umfeld genauer feststellen, ob es nun der Bildschirm vom Computer ist oder das Druckerkabel oder halt doch wieder das Netzteil. Es war aber auch schon mal die LED Leuchte neben dem Laptop, bzw das Netzteil. (Bis ich nur einmal darauf gekommen bin, dass das NT nur stört, wenn die Lampe ausgeschaltet ist....)

Als nächstes wäre abzuklären, wie und ob das Dach isoliert ist. Isolationen mit Metallfolien sind Gift für Radiowellen.

Da ich Deine Wohnsituation nicht kenne, liste ich ein paar Möglichkeiten auf, wie Du testen kannst was so machbar ist / wäre wenn mann einfach so könnte. ( Von der Bastellösung zum Providurium nach dem Motto, ein Provisorium hält ewig!)

Für mich unverzichtbar ist zum Beispiel eine Stange von einem Büchergestell, die an einem Ort in der Wohnung aufgestellt wird, wo sie am wenigsten stört. Da wird nun die Antenne montiert und ist für Versuche und Test gut zugänglich und vor allem drehbar. Natürlich ist es vorteilhaft, wenn die Antenne ein wenig von den Wänden entfernt zu stehen kommt.

Nun kommt mein RA-84 zum Einsatz. Ein 35.- Radio, welches mit Umschalter für Teleskop oder F-Buchsen verbastelt wurde. Das Teil besitzt nun 2 F-Buchsen und wird in die Antennenleitung eingeschleift. Also Antenne, RA-84, Onkyo T-4030 DAB Tuner. Das ermöglicht nun schon einige Versuche, da der RA-84 nun als "Messempfänger" die BER mist, was der Onkyo nicht kann.

Nun werde ich aber langsam "Langfädig". Später mal mehr ...

@ Staxe
Ich finde es immer wieder schön, wenn Menschen wie Du ihre Erfahrungen weiter geben! Genau auf diese Art und Weise konnte ich ja mein Wissen erlangen. Mein Radio Hobby begann in den frühen 70er Jahren und wurde später im Beruf (Elektronik Entwicklung und Reparatur) Richtung EMV, Störstrahlungsmessung usw gelenkt. Bücher wie der Rothammel ergänzten meine Tätigkeiten in der Nachrichten Technik.

Super Forum! Machen wir weiter so!

Liebe Grüsse aus der Schweiz

Res

von DABit - am 07.07.2017 01:57
Was wirklich nervt ist wenn ein 80m entferrnte Nachbar Abends TV sieht und dessen HF Stoerungen an Dachantenne den Empfang um 4 Balken zurueckgehen lassen. Am Spektrumanalyzer ist dann immer ein schoener Rauschpegel im Bereich K8 bis K11 zu sehen. Ob es der TV oder ein Kabelreceiver ist weiss ich nicht. Muss vor der Glotze schon ordentlich Pegel sein, wenn es so 'gut' nach aussen dringt.:D
Also am Besten, man wohnt auf nem Dorf und oder hat ein einige tausend Quadratmeter grosses Grundstueck. Ansonsten hat man das schon aus AM Zeiten ueber UKW hinweg bekannte Problem der HF Stoerer oftmals auch weiterhin noch im digitalen Radio Zeitalter. Einzig der UHF DVB-T(2) Bereich ist praktisch fast nie gestoert.
Bei mir selber stoert ein alter Trafo fuer 12V Halogenlampen im Bad den UKW Empfang massiv. Mein Plasma TV stoert UKW und DAB, allerdings nur innerhalb des Zimmers in dem er steht. LCD Schirme senden mit starkerem Pegel.

Als Tipp zum Reduzieren des UKW Pegels, einfach eine alte Radio/TV Anschlussdose zwischen schalten. Die daempfen UKW am TV Ausgang so um die 30dB. Diese Dosen eignen sich auch gut um UKW und DAB auf ein Kabel zu bringen um es dann im Haus zu verteilen. Funktioniert besser als mit Mehrbereichsverstaerkern, die gerne UKW Oberwellen in den VHF DAB+ Frequenzbereich bringen. BK Breitbandverstaerker sind fuer Dachantennen meist ungeeignet, denn sie kommen mit den hohen UKW Eingangspegeln nicht klar und erzeugen Oberwellen im VHF Bereich. Daher besser jeden Bereich schmalbandig getrennt verstaerken und ueber Weichen (Anschlussdose) zusammenschalten wenn notwendig.

Es empfiehlt sich grundsetztlich Kanalsperren fuer Muxe (Kanaele) zu verwenden, die mit 16/16 Balken ankommen. Deren Pegel selbst wenn noch weit unter dem fuer den Verstaerker maximal zulaessigen Ausgangspegel, reichen schon um im Empfaenger oder im auch Verstaerker leichte Mischprodukte zu erzeugen.

von Nordlicht2 - am 07.07.2017 08:13
Eine Frage zu den Kanalsperren, ich habe einige "16/16" Muxe, die durch den Vorverstärker natürlich eher unnötigerweise ebenfalls verstärkt werden.

Mit Mischprodukten habe ich (hinter den Antennendosen im Haus) kein Problem, glücklicherweise - sehe aber bei Bayern 11D recht gute Empfangswerte. Dagegen ist der 10A vom gleichen Standort (Miltenberg-Wenschdorf) mit wesentlich schlechterer Signalqualität. Je schwächer der Pegel, desto schlechter die Signalqualität, allerdings eben NICHT wie bei 11D, wo mit 3-4 Klötzchen noch gute Werte vorliegen. Ich bin mir recht sicher, dass der direkt daneben liegende voll reinknallende 9D Schuld daran ist. (Stuttgart liegt nur ca. 25° neben dem gewünschten Standort und ist 17 km Luftlinie entfernt)

Künftig könnte es ein ähnliches Szenario mit 11B zu 11C (Hardberg) geben.

Ich frage mich nur ob es so gute Kanalsperren gibt, die dann den 9D abschwächen (gehen wird er ja trotzdem...) aber den direkten Nachbar nicht ebenfalls runterziehen vom Pegel her...

von RainerZ - am 07.07.2017 09:13
Naja, die Pausat sind hier fuer mich zum Beispiel noch voellig ausreichend, da ich nur den 5C abschwaechen muss.und die Nutzkanaele, 11A und hoeher, weit entfernt liegen. Bei wem die Konstellation aehnlich liegt, der kommt mit den preiswerten Pausat aus und hat damit auch Sperrfilter, die sehr leicht angepasst werden koennen. Wer erst hinter dem Vorverstaerker filtern muss, der kann auch bei dichter beieinander liegenden Kanaelen noch die Pausat nehmen. Eine Sperrtiefe von 30dB und aber nur 1dB beim Nachbarkanal ist ja nicht ueberall notwendig.
Fuer 5C zu 6B werde ich aber sobald Garz Ruegen im Herbst den 5C sendet auch dem Herrn R..m...nn etwas Umsatz bescheren muessen. Wahrscheinlich dann gleich 5C und 8B und hoffentlich ist bis dahin schon bekannt, auf welchen Kanaelen der 2.BMux und der Privatmux in Vorpommern senden werden. :-)

Abschwaechen von Stoersendern funktioniert zum Teil auch durch leichte Richtungsaenderung der Empfangsantenne. Insbesondere bei Yagiantennen bekommt man dann oftmals den Stoerer aus der 3dB Empfangskeule raus und behaelt aber den Nutzkanal noch in dieser. Dabei wird dann nur der Stoersender spuerbar abgeschwaecht. Oder man nutzt das Gebaeude oder den Schornstein und positioniert die Antenne so, dass der Stoerer dadurch abgeschwaecht wird.

von Nordlicht2 - am 07.07.2017 11:33
Wenn es richtig heftig zugeht - der Ortssender (in meinem Fall Dresden Wachwitz 5C, 9A) knappe 20 km Luftlinie entfernt ist - mit Hammer-Pegel einfällt - ist mit dem Pausat Sperrkreis wirklich nichts zu machen.

Gemessen mit dem RF-Explorer und dessen Stabantenne liegt der Pegel vom 5C und 9A bei mir auf dem Hof jeweils mit 38-42 dBuV an.
Oben an der Antenne auf der Kiefer schätze ich mindestens jeweils 55 dBuV - habe ich noch nicht gemessen.

Lieber Nordlicht2,

das Abschwächen von Störeinflüssen funktioniert durch eine Richtungsänderung der Antenne auf jeden Fall das kann ich bestätigen.
Gutes Beispiel - wenn ich meine 2er Gruppe Fuba DAT 310 weiter östlich nach Tschechien richte - empfange ich den 11D BR Bayern viel besser als exakt auf den Ochsenkopf ausgerichtet. Zum Einen knallt dann DD-Wachwitz nicht mehr direkt von hinten in die Antenne - zum Anderen, denke ich, werden dadurch die Probleme beim 11D mit SFN (zu viele empfangbare Standorte) etwas abgeschwächt.

In das Thema SFN - Störungen durch das Gleichwellennetz - muss ich mich erst noch rein denken. Gar nicht so einfach - gab es früher nicht... ;)
Du hast mich erst darauf gebracht - Danke und ganz besonders für den Tipp mit dem RF-Explorer - jeden Cent wert das Teil!

Ich zeig Dir gleich mal was:
[attachment 9517 20170706_123755-1024x768.jpg]


Habe den RF-Explorer an meine 16er LogPer (mit Verstärker) auf der Kiefer angeschlossen.
Ich sehe hier von links nach rechts - vielleicht liege ich falsch? :

- links angeschnitten 11B NDR NDS (226 km - läuft zeitgleich im Radio - Sangean WFR-1 D - mit paar Aussetzern an der "Kotzgrenze" - sorry ;-) )
- in der Mitte 11C S-Anhalt (123 km - läuft zeitgleich super fast am oberen Ende der Signalstärke Anzeige vom Radio mit 0 Signalfehlern)
- rechts 11D BR Bayern (179 km - laut Messung neben dem 11C mein stärkster Fernsender - 50,5 dBuV - läuf nicht - ca. 60 Signalfehler - da ist es gerade bei EEP 3-A Fehlerschutz vorbei mit Audio.)

Den 11D macht also das SFN (Gleichwellennetz) kaputt - liege ich richtig?

Vielen Dank für deine Antwort.
Einen schönen Nachmittag allerseits.

von Staxe - am 07.07.2017 12:25
Ja, kein starkes Rauschen drunter, keine Spikes von Mischprodukten. Realiv guter gleichmaessiger Pegel ueber die ganzen 1,5 MHz. Das einzige, was es sein koennte, wenn es nicht das 11D SFN selber ist, welches sich stoert, koennte ein andere Mux auf gleichem Kanal sein.
Was du beim 11D probieren kannst, ist das rausdrehen der Antenne aus der Richtung. Das funktioniert bei mir bei Denemark. Dadurch gehen dann z.B. nur noch einige der dir ankommenden 11D Sender. Liegen ja nicht alle genau auf einer Linie, denke ich mal.

Aus den 50dBuV schliesse ich, das das nicht direkt hinter der Antenne sondern mit Verstaerkung dazwischen ist, oder? Macht aber nichts. Im Gegenteil, wenn ich bei mir dann abdeampfe und versuche in die Naehe der Originalpegel an der Antenne zu kommen, steigt die Signalfehlerrate bei manchen Muxen unnoetig aber auch unerklaerlich an. Trotz nur 1,5dB Rauschmaass des 20dB Verstaerkers.

Schoen, dass du nun auch die Spektren und Pegel gut sehen kannst. Hoffe der RF Explorer wird dir gefallen, bzw. das was er alles sichtbar macht. :-)

von Nordlicht2 - am 07.07.2017 12:45
Herzlichen Dank für Eure Antworten.

Ich werde mich mit dem 11D Problem weiter beschäftigen.

Meine Möglichkeiten was die Kiefer und Antennenaufbauten betrifft sind aber sehr begrenzt.
Ich brauch unbedingt diese Höhe (18 Meter) damit die Antenne über die Hangkante schaut.
Habe auch über die Anschaffung von einem Antennen Rotor nachgedacht - dann würde ich wahrscheinlich die jetzige 16er LogPer gegen eine Kathrein AV 12 austauschen.
Zwei nagelneue AV12 liegen in meinem Schuppen.
Ob dies allerdings meine Kiefer und besonders meine Nerven bei Sturm aushalten ist höchst fraglich... :confused:

Eine Sache ist ganz sicher - das Problem wird durch das SFN verursacht.

Ein guter Indikator und somit eigentlich der Beweis dafür ist der Kanal 8C Mittelfranken - wenn der gut läuft - was er oft tut - ist es mit Audio beim 11D vorbei.
Klingt erstmal komisch :bloed: aber wenn 8C gut läuft kommen auch jede Menge 11D Sender hier an.

Heute früh war kein besonders guter Empfang - 8C = Service nicht verfügbar - da sah es so aus:

11D:[attachment 9520 20170707_082830-1024x768.jpg]
10B:[attachment 9521 20170707_082755-1024x768.jpg]

Ein schönes Wochenende allerseits.

von Staxe - am 07.07.2017 14:38
Zitat
Radiofritze

Ich beabsichtige, mir von TGN jeweils einen ULNA 3018 DAB und einen ULNA 3018 UKW/FM zu kaufen, da nach einigen Recherchen im Netz bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese Verstärker nahezu konkurrenzlos sind. Oder liege ich da falsch?

Ich möchte nämlich für meine drehbare KATHREIN AV 12 folgende Teile bis zu den Empfängern (z.B. ONKYO T-4070, YAMAHA T-D 500 bzw. SANGEAN WFT-3) dazwischenschalten:

1. vorhandene R...mann Kanalsperren (5C+7B+7D) anschließend
2. TGN ULNA 3018 DAB anschließend
3. vorhandener PAUSAT DAB+ Verstärker bzw.. SPAUN HAV 285 F (ein Eingang, zwei Ausgänge für jeweils einen Tuner)

Verwendet wird als Kabel (Länge ca. 20 Meter) gegenwärtig das KTH 94, welche ich austauschen möchte gegen das KATHREIN LCD 111A+.

Ist die Reihenfolge so o.k.?

Über Deine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße nach Weinböhla aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze


Lieber Radiofritze,

da ich gerade meinen DX Beitrag nicht weiter bearbeiten kann, schnell auf diesem Weg.
Bevor Du Dir einen TGN Vorverstärker bestellst habe ich eine wichtige Frage zu deinem Ritt mann Sperrkreis.

Ist es nur ein 2-fach Sperrkreis für Kanal 5C, 7B + 7D - welcher max. - 25 dB absenkt - oder ein 4-fach Sperrkreis? Wie weit ist der Fernsehturm am Alex von Dir entfernt?
Wie wird mit deinem Sperrkreis der Pegel vom 5C, 7B, 7D an deinem Sangean angezeigt? Vollausschlag?

Bei Dir reicht ein 2-fach Sperrfilter ganz bestimmt nicht aus - bei mir auch nicht.
Wenn ich meine LogPer auf dem Baum nur mit einem 2-fach Sperrfilter für 5C + 9A DD-Wachwitz (18 km Luftlinie) betreibe sind wirklich alle Fernsender mausetot.

Du brauchst ganz sicher einen Ritt mann 4-fach Sperrfilter für 5C, 7B und 7D!
Dieser Filter darf auch nicht zu steil - nur die jeweilige Mittelfrequenz absenken - sonder muss unbedingt den gesamten Block der betreffenden Kanäle (5C, 7B, 7D) sauber platt machen!

Ich garantiere Dir, dass Du aus dem Staunen nicht mehr raus kommst wenn du dieses Teil anschließt!
Noch einen Tipp - falls Du Dir den oben genannten Filter bei Ritt mann bestellst - bitte bestelle Dir noch einen 6-fach Sperrfilter für der Tetra-BOS-Funk (163-174 MHz) mit.
Dieser kostet 68,00 Euro und bewirkt ebenfalls wahre Wunder.

Liebe Grüße aus Weinböhla.

von Staxe - am 07.07.2017 16:06
Zitat
Staxe
Zitat
Radiofritze

Ich beabsichtige, mir von TGN jeweils einen ULNA 3018 DAB und einen ULNA 3018 UKW/FM zu kaufen, da nach einigen Recherchen im Netz bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese Verstärker nahezu konkurrenzlos sind. Oder liege ich da falsch?

Ich möchte nämlich für meine drehbare KATHREIN AV 12 folgende Teile bis zu den Empfängern (z.B. ONKYO T-4070, YAMAHA T-D 500 bzw. SANGEAN WFT-3) dazwischenschalten:

1. vorhandene R...mann Kanalsperren (5C+7B+7D) anschließend
2. TGN ULNA 3018 DAB anschließend
3. vorhandener PAUSAT DAB+ Verstärker bzw.. SPAUN HAV 285 F (ein Eingang, zwei Ausgänge für jeweils einen Tuner)

Verwendet wird als Kabel (Länge ca. 20 Meter) gegenwärtig das KTH 94, welche ich austauschen möchte gegen das KATHREIN LCD 111A+.

Ist die Reihenfolge so o.k.?

Über Deine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße nach Weinböhla aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze


Lieber Radiofritze,

da ich gerade meinen DX Beitrag nicht weiter bearbeiten kann, schnell auf diesem Weg.
Bevor Du Dir einen TGN Vorverstärker bestellst habe ich eine wichtige Frage zu deinem Ritt mann Sperrkreis.

Ist es nur ein 2-fach Sperrkreis für Kanal 5C, 7B + 7D - welcher max. - 25 dB absenkt - oder ein 4-fach Sperrkreis? Wie weit ist der Fernsehturm am Alex von Dir entfernt?
Wie wird mit deinem Sperrkreis der Pegel vom 5C, 7B, 7D an deinem Sangean angezeigt? Vollausschlag?

Bei Dir reicht ein 2-fach Sperrfilter ganz bestimmt nicht aus - bei mir auch nicht.
Wenn ich meine LogPer auf dem Baum nur mit einem 2-fach Sperrfilter für 5C + 9A DD-Wachwitz (18 km Luftlinie) betreibe sind wirklich alle Fernsender mausetot.

Du brauchst ganz sicher einen Ritt mann 4-fach Sperrfilter für 5C, 7B und 7D!
Dieser Filter darf auch nicht zu steil - nur die jeweilige Mittelfrequenz absenken - sonder muss unbedingt den gesamten Block der betreffenden Kanäle (5C, 7B, 7D) sauber platt machen!

Ich garantiere Dir, dass Du aus dem Staunen nicht mehr raus kommst wenn du dieses Teil anschließt!
Noch einen Tipp - falls Du Dir den oben genannten Filter bei Ritt mann bestellst - bitte bestelle Dir noch einen 6-fach Sperrfilter für der Tetra-BOS-Funk (163-174 MHz) mit.
Dieser kostet 68,00 Euro und bewirkt ebenfalls wahre Wunder.

Liebe Grüße aus Weinböhla.


Hallo lieber Staxe,
vielen Dank, dass Du dir die Mühe gemacht hast, nochmals auf meine Frage zu antworten.
Ich habe leider nur einen Ritt mann 2-fach Sperrkreis für 5C,7B und 7D. Dieser Sperrkreis befindet sich fälschlicherweise unmittelbar vor dem 2. Verstärker in der Wohnung, dem SPAUN HAV 285 mit einem hohen Rauschmaß von 5 dB, und nicht wenige Meter hinter der Antenne oben auf dem Dachboden. Dies muss sowieso noch geändert werden. Vor dem Ritt mann Sperrkreis befinden sich ca. 20 Meter Kabel "KTH 94" und davor befindet sich der WISI VS 83 (mit einem Rauschmaß in Höhe von ?) Mit meiner unsachgemäßen Zusammenschaltung habe ich mit dem SANGEAN beim 5C keinen Vollausschlag, jedoch beim 7B und beim 7C (mit leichten Signalfehlern (ca. 6 lt. Anzeige)). Deine Nachfrage veranlasst mich, umgehend bei Ritt mann einen 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D nebst einen 6-fach Sperrfilter für den Tetra-BOS-Funk zu bestellen. Das ist der Spaß absolut wert. Den vorhanden Ritt mann Sperrkreis werde ich für meine 3H-VHF-16-LOG, die auf dem Dachboden postiert ist, benutzen.

Der Fernsehturm am Alex ist ca. 20 Kilometer entfernt.

Sobald ich alle Teile vorrätig habe, plane ich sie hinter der drehbaren KATHREIN AV 12 wie folgt zu schalten:

1. Ritt mann 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D anschließend
2. 6-fach Sperrfilter für den Tetra-BOS-Funk anschließend
3. TGN ULNA 3018DAB anschließend
4. 20 Meter Kabel KATHREIN LCD 111A+
5. in der Wohnung den DAB+ Verstärker TERRA AB013 (erhältlich bei PAUSAT)

Ich denke, das sollte o.k. sein. Es läuft ja bereits jetzt schon sehr gut.

Lieber Staxe, was hältst Du von meinem Vorhaben?

Viele Grüße aus Berlin vom Radiofritze

von Radiofritze - am 07.07.2017 19:37
Zitat
Radiofritze
Zitat
Staxe
Zitat
Radiofritze

Ich beabsichtige, mir von TGN jeweils einen ULNA 3018 DAB und einen ULNA 3018 UKW/FM zu kaufen, da nach einigen Recherchen im Netz bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese Verstärker nahezu konkurrenzlos sind. Oder liege ich da falsch?

Ich möchte nämlich für meine drehbare KATHREIN AV 12 folgende Teile bis zu den Empfängern (z.B. ONKYO T-4070, YAMAHA T-D 500 bzw. SANGEAN WFT-3) dazwischenschalten:

1. vorhandene R...mann Kanalsperren (5C+7B+7D) anschließend
2. TGN ULNA 3018 DAB anschließend
3. vorhandener PAUSAT DAB+ Verstärker bzw.. SPAUN HAV 285 F (ein Eingang, zwei Ausgänge für jeweils einen Tuner)

Verwendet wird als Kabel (Länge ca. 20 Meter) gegenwärtig das KTH 94, welche ich austauschen möchte gegen das KATHREIN LCD 111A+.

Ist die Reihenfolge so o.k.?

Über Deine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße nach Weinböhla aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze


Lieber Radiofritze,

da ich gerade meinen DX Beitrag nicht weiter bearbeiten kann, schnell auf diesem Weg.
Bevor Du Dir einen TGN Vorverstärker bestellst habe ich eine wichtige Frage zu deinem Ritt mann Sperrkreis.

Ist es nur ein 2-fach Sperrkreis für Kanal 5C, 7B + 7D - welcher max. - 25 dB absenkt - oder ein 4-fach Sperrkreis? Wie weit ist der Fernsehturm am Alex von Dir entfernt?
Wie wird mit deinem Sperrkreis der Pegel vom 5C, 7B, 7D an deinem Sangean angezeigt? Vollausschlag?

Bei Dir reicht ein 2-fach Sperrfilter ganz bestimmt nicht aus - bei mir auch nicht.
Wenn ich meine LogPer auf dem Baum nur mit einem 2-fach Sperrfilter für 5C + 9A DD-Wachwitz (18 km Luftlinie) betreibe sind wirklich alle Fernsender mausetot.

Du brauchst ganz sicher einen Ritt mann 4-fach Sperrfilter für 5C, 7B und 7D!
Dieser Filter darf auch nicht zu steil - nur die jeweilige Mittelfrequenz absenken - sonder muss unbedingt den gesamten Block der betreffenden Kanäle (5C, 7B, 7D) sauber platt machen!

Ich garantiere Dir, dass Du aus dem Staunen nicht mehr raus kommst wenn du dieses Teil anschließt!
Noch einen Tipp - falls Du Dir den oben genannten Filter bei Ritt mann bestellst - bitte bestelle Dir noch einen 6-fach Sperrfilter für der Tetra-BOS-Funk (163-174 MHz) mit.
Dieser kostet 68,00 Euro und bewirkt ebenfalls wahre Wunder.

Liebe Grüße aus Weinböhla.


Hallo lieber Staxe,
vielen Dank, dass Du dir die Mühe gemacht hast, nochmals auf meine Frage zu antworten.
Ich habe leider nur einen Ritt mann 2-fach Sperrkreis für 5C,7B und 7D. Dieser Sperrkreis befindet sich fälschlicherweise unmittelbar vor dem 2. Verstärker in der Wohnung, dem SPAUN HAV 285 mit einem hohen Rauschmaß von 5 dB, und nicht wenige Meter hinter der Antenne oben auf dem Dachboden. Dies muss sowieso noch geändert werden. Vor dem Ritt mann Sperrkreis befinden sich ca. 20 Meter Kabel "KTH 94" und davor befindet sich der WISI VS 83 (mit einem Rauschmaß in Höhe von ?) Mit meiner unsachgemäßen Zusammenschaltung habe ich mit dem SANGEAN beim 5C keinen Vollausschlag, jedoch beim 7B und beim 7C (mit leichten Signalfehlern (ca. 6 lt. Anzeige)). Deine Nachfrage veranlasst mich, umgehend bei Ritt mann einen 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D nebst einen 6-fach Sperrfilter für den Tetra-BOS-Funk zu bestellen. Das ist der Spaß absolut wert. Den vorhanden Ritt mann Sperrkreis werde ich für meine 3H-VHF-16-LOG, die auf dem Dachboden postiert ist, benutzen.

Der Fernsehturm am Alex ist ca. 20 Kilometer entfernt.

Sobald ich alle Teile vorrätig habe, plane ich sie hinter der drehbaren KATHREIN AV 12 wie folgt zu schalten:

1. Ritt mann 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D anschließend
2. 6-fach Sperrfilter für den Tetra-BOS-Funk anschließend
3. TGN ULNA 3018DAB anschließend
4. 20 Meter Kabel KATHREIN LCD 111A+
5. in der Wohnung den DAB+ Verstärker TERRA AB013 (erhältlich bei PAUSAT)

Ich denke, das sollte o.k. sein. Es läuft ja bereits jetzt schon sehr gut.

Lieber Staxe, was hältst Du von meinem Vorhaben?

Viele Grüße aus Berlin vom Radiofritze


Mach es so:

Kathrein AV12
TGN ULNA 3018
Kabel
Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis
4-fach Sperrkreis - unbedingt den ganzen Kanal Block der Ortssender platt machen!
In diesen Sperrkreis lässt du dir von Ritt mann einen DAB Verstärker mit 20 dB einbauen und lässt die 5 Volt Versorgungsspannug für den TGN Verstärker gleich integrieren und selbstverständlich sind auch 2 Ausgänge für zwei Tuner machbar.
Baut dir Ritt mann absolut perfekt.

Damit ist alles aufgeräumt und meiner Meinung nach perfekt.

Danach kannst kannst du mit dem Signal anstellen - verteilen - aufteilen wie du möchtest.

Spaß am DAB-DXing ist dir damit garantiert und ich bin sehr auf deine Erfahrungen gespannt.

Viele liebe Grüße und einen schönen Abend allerseits.

von Staxe - am 07.07.2017 20:14
Zitat
Staxe

Mach es so:

Kathrein AV12
TGN ULNA 3018
Kabel
Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis
4-fach Sperrkreis - unbedingt den ganzen Kanal Block der Ortssender platt machen!
In diesen Sperrkreis lässt du dir von Ritt mann einen DAB Verstärker mit 20 dB einbauen und lässt die 5 Volt Versorgungsspannug für den TGN Verstärker gleich integrieren und selbstverständlich sind auch 2 Ausgänge für zwei Tuner machbar.
Baut dir Ritt mann absolut perfekt.

Damit ist alles aufgeräumt und meiner Meinung nach perfekt.

Danach kannst kannst du mit dem Signal anstellen - verteilen - aufteilen wie du möchtest.

Spaß am DAB-DXing ist dir damit garantiert und ich bin sehr auf deine Erfahrungen gespannt.

Viele liebe Grüße und einen schönen Abend allerseits.


Guten Morgen Staxe,

vielen Dank für Deine Tipps.

Aus welchem Grund soll vor dem Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis und dem 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D der TGN ULNA 3018 DAB geschaltet werden? Wegen dem in den Sperrkreis eingebauten Ritt mann DAB Verstärker mit 20 dB und der 5 Volt Versorgungsspannug für den TGN Verstärker? Das könnte ich nachvollziehen. Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass unmittelbar nach der KATHREIN AV 12 der Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis und der 4-fach Sperrkreis für 5C, 7B und 7D geschaltet wird und erst dann der TGN ULNA 3018 DAB, da somit das ankommende Signal gesäubert und anschließend das gesäuberte Signal verstärkt wird. Die Versorgungsspannung müsste dann separat erfolgen.

Ein schönes Wochenende wünscht der Radiofritze

von Radiofritze - am 08.07.2017 05:01
Genau so ist es.

Der TGN Vorverstärker muss auf auf Fernspeisung umgestellt werden - dies ist in der Anleitung ausführlich erklärt und in weniger als einer Minute erledigt.

Er erreicht dann natürlich exakt die selben Werte wie direkt am Netzteil !!!

Wenn Ihr ihn neu bestellt kann man dies von TGN erledigen lassen. Einfach bei der Bestellung vermerken.
Wenn er mit Mastgehäuse bestellt wird ist er selbstverständlich bereits auf Fernspeisung eingestellt.

Schade, dass ich nicht mehr an meinen Beitrag ran komme. ??? :gruebel:
Jetzt wird es leider sehr unübersichtlich.

Warum empfehle ich Euch, dass Ihr besonders den TGN ULNA 3018 Vorverstärker - ferngespeist - (unbedingt) direkt nach der Antenne einsetzten solltet?

Ihr möchtet mikroskopisch kleine Signale von weit entfernten Sendern empfangen.
Ich lass mal alle Fachausdrücke weg und erkläre es so einfach wie möglich.

Die gewünschten Signale liegen an Eurer Antenne mit einem Mikro Pegel an.
Nun baut Ihr nach der Antenne mehrere Sperrkreise und Filter (Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis - Durchgangsdämpfung ca. 1,5 dB - 4-fach Sperrkreis für 2-3 starke Ortsender (breit - nicht nur die Mittelfrequenz platt machen! - ich kann das nicht oft genug erwähnen!!! - das Teil hat ebenfalls eine Durchgangsdämpfung von ca. 1,5 dB) ein.

Was meint Ihr wohl was mit dem Mikro-Signal, nach mindestens 3 dB Durchgangsdämpfung von zwei Ritt mann Sperrfilter, passiert?

Richtig! Es ist weg!

Besonders der TGN Verstärker ignoriert starke Signale - also keine Sorge, dass Ihr Eure Störsender unnötig vorverstärkt.

Wenn Ihr mit der Antennenleitung an der gewünschten Stelle im Haus / in der Wohnung angekommen seid baut Ihr zuerst den Tetra BOS 2m 6-fach Sperrfilter ein - gefolgt von einer 4-fach Sperrfilter (Ortssender) / Verstärker (20 oder 30 dB - je nach Kabellänge - ab 50 Meter können es ruhig 30 dB sein - Ritt mann hat beides) Kombination ein.
Diese Sperrfilter/Verstärker Kombination kann zwei - sicher auch mehr Ausgänge für verschiedene Geräte haben.
Sie kann auch über eine UKW-Einspeisung verfügen (wie bei mir).

Diese Kombination erledigt idealer wie auch logischer Weise die Fernspeisung für Euren Vorverstärker (5 Volt bei TGN - 12 bei Pausat)!
Sicher geht hier auch 5 - 12 Volt umschaltbar. Einfach bei Ritt mann anfragen.

Falls Ihr, wie ich eine UKW- Antenne über diese Kombination einspeist - an der UKW Antenne auch einen Verstärker (hier geht wirklich nur TGN - alles Andere übersteuert) bereibt - dann wird dieser Verstärker natürlich auch über diese Sperrfilter-Einspeiseweiche-Verstärker Kombination mit den 5 Volt gespeist.

Wenn Ihr UKW einspeist braucht Ihr natürlich einen DAB/UKW Splitter (Ritt mann - paar Euro) welcher auf dem DAB Ausgang / Ausgänge keine UKW Signale durchlässt.
Mein Sangean WFT-3 empfängt nicht einen einzigen UKW-Sender.

Das 12 Volt Netzteil, welches Ritt mann für die Stromversorgung der Sperrfilter/Einspeiseweiche/Verstärker-Kombination mitliefert - rauscht auch etwas - also 3 Meter entfernt vom Radio einstöpseln.

Das klingt alles mächtig nach Werbung für Ritt mann.
Bitte glaubt mir - dies ist ganz und gar nicht meine Absicht.
Ich kenne nur keinen Anderen welcher derart perfekt jeden meiner Wünsche - fast jede meiner Ideen so umsetzt.
Der Mann ist äußerst nett - man kann mit ihm reden - er erklärt und berät verständlich.
Der Preis hält sich aus meiner Sicht für diese kleinen, großen elektronischen Kunstwerke in Grenzen. Für seine Arbeit gebührt ihm Anerkennung - ohne ihn hätte ich schon längst die Lust am DAB-DXing verloren - statt dessen freue ich mich fast jeden morgen über seltene Gäste - heute früh lief wieder 9C Augsburg - und über täglichen sauberen 24h DAB-Empfang von Bayern 1 (10B Oberfranken).

Ein schönes Wochenende allerseits und viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla.

von Staxe - am 08.07.2017 09:18
Zitat
Staxe

Warum empfehle ich Euch, dass Ihr besonders den TGN ULNA 3018 Vorverstärker - ferngespeist - (unbedingt) direkt nach der Antenne einsetzten solltet?

Ihr möchtet mikroskopisch kleine Signale von weit entfernten Sendern empfangen.
Ich lass mal alle Fachausdrücke weg und erkläre es so einfach wie möglich.

Die gewünschten Signale liegen an Eurer Antenne mit einem Mikro Pegel an.
Nun baut Ihr nach der Antenne mehrere Sperrkreise und Filter (Tetra BOS 2m 6-fach Sperrkreis - Durchgangsdämpfung ca. 1,5 dB - 4-fach Sperrkreis für 2-3 starke Ortsender (breit - nicht nur die Mittelfrequenz platt machen! - ich kann das nicht oft genug erwähnen!!! - das Teil hat ebenfalls eine Durchgangsdämpfung von ca. 1,5 dB) ein - was meint Ihr wohl, was mit dem Mikro-Signal nach mindestens 3 dB Durchgangsdämpfung von zwei Ritt mann Sperrfiltern passiert?

Richtig! Es ist weg!

Besonders der TGN Verstärker ignoriert starke Signale - also keine Sorge, dass Ihr Eure Störsender unnötig vorverstärkt.

Wenn Ihr mit der Antennenleitung an Eure gewünschten Stelle im Haus / in der Wohnung angekommen seid baut Ihr zuerst den Tetra BOS 2m 6-fach Sperrfilter ein - gefolgt von einer 4-fach Sperrfilter (Ortssender) / Verstärker (20 oder 30 dB - je nach Kabellänge - ab 50 Meter können es ruhig 30 dB sein - Ritt mann hat beides) Kombination ein.
Diese Sperrfilter/Verstärker Kombination kann zwei - sicher auch mehr Ausgänge für verschiedene Geräte haben - sie kann auch über eine UKW-Einspeisung verfügen (wie bei mir). Diese Kombination erledigt idealer wie auch logischer Weise die Fernspeisung für Euren Vorverstärker (5 Volt bei TGN - 12 bei Pausat) - sicher geht hier auch 5 - 12 Volt umschaltbar.
Einfach bei Ritt mann anfragen.

Falls Ihr, wie ich eine UKW- Antenne über diese Kombination einspeist - an der UKW Antenne auch einen Verstärker (hier geht wirklich nur TGN - alles Andere übersteuert) bereibt - dann wird dieser Verstärker natürlich auch über diese Sperrfilter-Einspeiseweiche-Verstärker Kombination mit den 5 Volt gespeist.

Wenn Ihr UKW einspeist braucht Ihr natürlich einen DAB/UKW Splitter (Ritt mann - paar Euro) welcher auf dem DAB Ausgang / Ausgänge keine UKW Signale durchlässt.
Mein Sangean WFT-3 empfängt nicht einen einzigen UKW-Sender.

Das klingt alles mächtig nach Werbung für Ritt mann.
Bitte glaubt mir - dies ist ganz und gar nicht meine Absicht.
Ich kenne nur keinen Anderen welcher derart perfekt jeden meiner Wünsche - fast jede meiner Ideen so umsetzt.
Der Mann ist äußerst nett - man kann mit ihm reden - er erklärt und berät verständlich.
Der Preis hält sich aus meiner Sicht für diese kleinen, großen elektronischen Kunstwerke in Grenzen. Für seine Arbeit gebührt ihm Anerkennung - ohne ihn hätte ich schon längst die Lust am DAB-DXing verloren - statt dessen freue ich mich fast jeden morgen über seltene Gäste - heute früh lief wieder 9C Augsburg - und über täglichen sauberen 24h DAB-Empfang von Bayern 1 (10B Oberfranken).

Ein schönes Wochenende allerseits und viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla.


Nochmals hallo lieber Staxe,

perfekt erklärt, so werde ich es machen.

Viele Grüße vom Radiofritze

von Radiofritze - am 08.07.2017 09:43
@Nordlicht2;

Das stimmt natürlich - aber fast überall findet man diese Sender.
Es gibt sogar eine Android App wo man schauen kann wo so ein Sender steht und auch wie so ein Sender aussieht.
Oftmals denkt man, dass es sich um Mobilfunk Sender handelt.

Ich habe hier in Weinböhla - 800 Meter Luftlinie hinter der Antenne - einen 54 Meter hohen Tetra-BOS 2m-Funk Sender stehen.

Auf 170,003 MHz liegt, gemessen mit dem RF Explorer, ständig ein Signalpegel von 38 bBuV an der Teleskop Antenne vom RF-Explorer an.
Wenn Traffic über den Sender läuft - gibt es auf verschiedenen 2m Frequenzen (163-174 MHz) locker Werte über 50 dBuV.

Möchte gar nicht wissen wie das beispielsweise bei Radiofrize in der Hauptstadt aussieht.

Daher meine klare Empfehlung einen Tetra BOS 6-fach Sperrkreis 68,00 Euro - generell einzusetzen!

Kann ganz schnell gehen - plötzlich hat man einen solchen Sender direkt vor der Antenne ohne, dass man es weiß.

Man wird alles Mögliche für den plötzlich ausbleibenden Empfang verantwortlich machen - keine logische Erklärung dafür finden und die Freunde am DXing verlieren.

http://www.funkfrequenzen01.de/bos009.htm
http://www.funkfrequenzen01.de/bos_digi001.htm

von Staxe - am 08.07.2017 11:36
Da ich heute schon einige Anfragen per Mail bekommen habe was ich mit breit platt machen bei dem Sperrkreis für die Ortssender meine.
Hier noch mal ganz deutlich und verständlich:

Wenn Ihr Euch einen Sperrkreis oder die von mir vorgeschlagenen Sperrkreis/Verstärker Kombination bauen lasst und der Nutzkanal nicht direkt neben der Frequenz vom Ortssender liegt ist folgendes zu beachten:

Die Kanäle der Ortssender (bei mir 5C und 9A) müssen vom Blockanfang also von deren Unterfrequenz bis hin zum Blockende deren Oberfrequenz komplett platt gemacht werden!

Warum?
Aufschluss gibt zum Beispiel ein Spektrum Analyzer wie der RF-Explorer.

Wenn man nur die Mittelfrequenz der unerwünschten Kanäle spitz/zu schmal absenkt kann deren Unter- und Oberfrequenz immer noch den gleichen Signalpegel wie ohne Sperrkreis aufweisen.
Der Sperrfilter bringt dann so gut wie keine Verbesserung!
Das kann man mit dem RF-Explorer wunderbar erkennen in dem man sich das Spektrum des unterdrückten Kanals anschaut.
Dieser Kanal hat dann in der Mitte - also bei seiner Mittelfrequenz eine spitze/schmale V-förmige Absenkung - der Rest von Kanalblock ist unverändert mit vollem Signalpegel vorhanden.

Man kann es auch ohne Messtechnik daran erkennen, dass das Radio bei den störenden Ortssendern immer noch Vollausschlag anzeigt - man nur mehr Signalfehler hat.

Ein derart spitz/schmal eingestellter Sperrkreis macht wirklich nur dann Sinn, wenn Ihr den direkten Nachbarkanal empfangen wollt.
Also 9A stört - 8D oder 9B möchtet ihr empfangen dann muss man diesen Kompromiss eingehen.

Ich hatte das Problem bei Kanal 5C - der war anfangs zu spitz abgesenkt - der dadurch noch vorhandene Pegel von Unter- und Oberfrequenz hat den Fernempfang sehr negativ beeinflusst.

Ich habe gerade das Wort steil gegen spitz/schmal ausgetauscht - spitz/schmal ist für die von mir gemeinte falsche Absenkung treffender.

Ich hänge gleich noch eine Kanal Tabelle an.
[attachment 9527 Screenshot_20170708-162257-768x1831.jpg]

von Staxe - am 08.07.2017 14:13
Wenn Ihr bei Ritt mann bestellen möchte, hier noch paar Hinweise dazu.

Bei der Bestellung gebt ihr die zu sperrenden Kanäle an mit dem Hinweis den jeweiligen Kanal Block von Anfang bis zum Ende 4-fach (-50 dB) zu sperren.

Bitte gebt auch unbedingt die Kanäle an welche Ihr empfangen möchtet.
Die wichtigsten davon markiert ihr deutlich.
Das hilft den Filter perfekt an Eure Bedürfnisse anzupassen.

Wenn Ihr Euch für die von mir beschriebenen Kombination mit Verstärker entscheidet, dann gebt an ob der Verstärker 20 oder 30 dB haben soll. Wenn gewünscht vergesst nicht die Fernspeisung für euren Vorverstärker - gebt dessen benötigte Spannung (5 Volt oder 12 Volt) an.

Überlegt Euch wieviele Ausgänge Ihr haben möchte und ob es vielleicht praktisch ist UKW mit dieser Kombination auf ein Kabel zu legen also noch eine Einspeise Weiche einzubauen und ob diese dann auch einen Verstärker mit Strom versorgen soll.

Vergesst nicht anzugeben ob ihr f-Stecker oder Koax Stecker/Buchsen bevorzugt.

Das sollte es gewesen sein.
Ich wünsche Euch viel Spaß, Erfolg und Freude mit der neuen Technik und würde mich sehr über Eurer Erfahrungen freuen.

Einen schönen Abend allerseits.
Viele Grüße vom Staxe.

von Staxe - am 08.07.2017 15:24
Zitat
Studio Leipzig
Zitat
newspaperman
Ja, bei mir sind 6 Kanäle in unmittelbarer Nähe (zwischen 15-30km) aktiv.: 5c, 6a, 8c, 10b, 10c, 11d


Puuhhh, das ist ne ganze Menge. Da stellt sich die Frage, möchtest Du ganz bestimmte Kanäle empfangen, oder "einfach nur so DXen"?

Wenn Du ganz bestimmte Kanäle empfangen möchtest, es gibt auch die Möglichkeit sich "Kanalpässe" bauen zu lassen. Das heißt, es wird nur ein bestimmter Kanal durchgelassen, der "Rest" wird bedämpft.

MfG

Studio Leipzig


Ja, ich glaube fast auch, dass es hier andersherum fast besser wäre.;-)

6A Erlangen (0,6 kW) kannst Du fast vernachlässigen - wenn Du nicht gerade direkt neben dem Sender wohnst.

Für die anderen jeweils einen 4-fach Sperrkreis (-50 dB).
10B und 10C gemeinsam platt machen - bleiben es dennoch vier Sperrkreise.

Was möchtest Du denn empfangen? BW, Hessen, Sachsen, Thüringen, Schweiz, Tschechien München, Augsburg, Ingolstadt kommt sicher in Frage.

von Staxe - am 08.07.2017 19:08
Das Thema animiert mich doch auch mal wieder hier etwas zu schreiben, da kann ich auch ein paar Erfahrungswerte einbringen :)

Da der Staxe sich so schön vorgestellt hat (eigentlich is das bei mir nicht mehr nötig), aber da es so schön passt :)

Geerbt habe ich das DXer-"Gen" von meinem Vater, der hat nämlich damals auch versucht soviele Westsender wie möglich in Thüringen einzufangen. Bei uns waren das Torfhaus, Meißner und Kreuzi (Kreuzberg). Ausgebürgert wurden meine Eltern zum Glück nicht, kenne aber genügend Geschichten von meinen Eltern. Antennen habe ich selbst unzählige gebaut, an Stockungen bin ich stets gescheitert (da habe ich wohl zu unsauber gearbeitet, jedenfalls hat es nie eine Verbesserung gebracht). Nach Baden-Württemberg bin ich im Sommer 2000 gezogen. Seit 2010 lebe ich nun in der kleinen Gemeinde Königsbach-Stein im Enzkreis nahe Pforzheim. Gehört noch nicht zum Nordschwarzwald, ist aber auf etwa 200 m ü. NN. Insbesondere unser Wohngebiet, das sich auf einer kleinen Anhöhe befindet.

Früher wollte ich stets „Fremdsender“ auf UKW hören, heute auf DAB. Das hat sich auch nie geändert, nur das Ausmaß des Hobbys nimmt heute wesentlich weniger Zeit in Anspruch als noch vor ein paar Jahren.

Irgendwann habe ich halt angefangen den Empfang im Haus meiner Schwiegereltern zu verbessern :D zuerst unterdach mit einer selbstgebauten Doppel-Quad und dann sah ich im Spektrum der Wavesink-App für Android, dass da eventuell doch einiges mehr an Potenzial in der Luft liegt. Damals war der 9D SWR noch nicht so weit ausgebaut und der nächste Sender war Waldenburg (Richtung Würzburg), der ging –entgegen jeglicher Empfangsprognose- plötzlich wunderbar mit Audio, das hat natürlich meinen Jagdinstinkt geweckt und ich habe gleich mal nach dem 11D Bayern geschaut und tatsächlich, man sah sofort diese kleine „Ebene“ innerhalb des Spektrums. Zum Einlesen hat es damals noch nicht gelangt. Also bestellte ich mir die kleine LogPer von Antennenland und setzte sie aufs Dach, der Empfang wurde besser, es konnte aber immernoch nichts eingelesen werden. Also den damals durchs Forum geisternden TGN-Vorverstärker bestellt, direkt an die Antenne gehangen (die Zuleitung ist etwa 1m lang, der Verstärker unter Dach) und siehe da, der 11D kam ohne Audio-Aussetzer (man muss dazu sagen, wir wohnen am Hang, das Haus ist entsprechend groß, die Leitung zu uns runter ist mehr als 20 Meter lang). Der ehemalige 10D ging damit zwar auch, aber nur bei Tropo mit Audio, der Grund ist ganz einfach, ich empfange die Bayern hauptsächlich über 2 Sender, Hauptversorger ist Alzenau-Hahnenkamm, Nebenversorger ist der Pfaffenberg bei Aschaffenburg. Der Hahnenkamm scheint sehr günstig für mich zu liegen, der schafft es also bis zu mir, der Pfaffenberg muss aber einmal längs über den Spessart/Odenwald drüber. 11D sendet von beiden Standorten, der 10D sendete nur vom Pfaffenberg, was bei mir zur Folge hatte, dass der 10D stark Fadingbehaftet war und nur bruchstückweise mit Audio ging (ist ja nun zum Glück vorbei). Irgendwann holte ich mir dann die lange 16er LogPer, diese brachte dann nochmal leichte Verbesserungen, aber immernoch keinen dauerhaften 10D-Empfang. Und noch etwas später gab es dann die Aufschaltung des 10A vom BR mit mehr Leistung und besserem Fehlerschutz, der geht auch bis heute bei mir am besten.

So genug genervt mit meinem endlosem Text ;) hier mal die Ergebnisse mit meiner Antennenkonstellation:

5C DR Deutschland – nächster Sendemast Langenbrand 18km
7B Hessischer Rundfunk – Hardberg 65km
8D SWR BW Südmux – Hornisgrinde (wenige Watt in meine Richtung!) 50km
9A Saarländischer Rundfunk – Göttelborner Höhe 124km
9D SWR BW Nordmux – nächster Sendemast Langenbrand 18km
10A Bayerischer Rundfunk – Alzenau/Hahnenkamm 129km
11A SWR Rheinland-Pfalz – Weinbiet 58km
11B Baden-Württemberg – nächster Sendemast Langenbrand 18km
11C Hessen – Großer Feldberg/Taunus 141km
11D Bayerischer Rundfunk – Alzenau/Hahnenkamm 129km

Als ständig einlesbare Scatter gehen:
6B Sachsen-Anhalt – wahrscheinlich Brocken 345km
-->da muss ich den Empfänger wirklich manuell auf den Kanal stellen und über Nacht drauf stehen lassen, am nächsten Morgen sind die Programme in der Liste
8B Thüringen – wahrscheinlich Blessberg 238km
-->der kommt schon deutlich stärker, man sieht oft 1-3 Balken aufflackern, manchmal mehr, einfach Empfänger eine Weile drauf stehen lassen und die Kennung wird eingelesen (Tropoindikator Nummer 1)
8C Bayerischer Rundfunk – Büttelberg 137km
-->Scatter, geht bis auf 2-3 Balken hoch, ständig mindestens einlesbar, bei Tropo sofort mit Audio da
9A Sachsen – nach Auerbach sind es 312km
-->Deutlich selten gewordener Gast, seit dem Kanalwechsel im Saarland auf 9A, früher bei jeden angehobenen Bedingungen hörbar
10B Bayern – wahrscheinlich Ochsenkopf 259km
-->typischer Scatter, selten 1-2 Balken, bei Tropo sofort mit Audio (Tropoindikator Nummer 2)
10C Nürnberg – Schweinau 183km
-->gleich wie beim Ochsenkopf (Tropoindikator Nummer 3)

von Rosti 2.0 - am 09.07.2017 09:58
Vielen Dank lieber Rosti für deinen sehr interessanten Bericht.
Abgesehen von 9A Saarland - sind mir alle bekannt - waren alle schon mal bei mir zu Gast.

Der seltenste davon ist 11C DR Hessen - deutlich seltener als die Schweiz.

Bis sehr gespannt auch bisschen besorgt für welchen Kanal man sich für die neue Sachsen Privat MUX Freiberg/Leipzig entscheidet - auf welchem Kanal / Kanälen es dann mit dem DX Spaß vorbei ist? Die neue Sachsen MUX wird noch dieses Jahr on air gehen.


Lieber Felix,

besten Dank deine Erklärung.
Es wird so sein - die Zeit zum Bearbeiten wird abgelaufen sein.

Werde alles übersichtlich in einem neuen Beitrag zusammenfassen und versuchen es oben anzupinnen.

Warum wurde ich damals, im Frühjahr 1988 ausgebürgert - innerhalb von 24 Stunden mußten wir raus.

Ich war denen einfach zu unbequem - hab immer schon gesagt was ich denke und andere Leute beraten - damals waren es Wehrdienst Verweigerer und Ausreisewillige - heute Euch in Sachen DAB - DXing. ;-)
Da meine Mutter und ihre ganze Familie aus den Niederlanden stammt - konnte man mich damals nicht einfach verschwinden lassen - dafür aber rausjagen....

Viele Grüße und einen schönen Sonntag allerseits.

von Staxe - am 09.07.2017 10:52
Ich verwende als Spektrum Anzeige SDR-J und einen ca 10 Euro USB Stick.
Verwendet wurde eine Logperiodische Antenne + Antennenverstärker.

So schaut bei mir der 5c im Spektrum aus.
Empfang vom Wendelstein 200 km
gleichzeitig Empfang von Brotjacklriegel etwas unter 100 km
Rechts sieht man 5d Tschechien etwa 40 km.

Durch den gleichzeitigen Empfang Wendelstein Brotjacklriegel schaut das Spektrum seltsam aus.

Nichtsdestotrotz spielt mit dem Astrometa Stick und Andis DAB Player Software Schwarzwaldradio.
Der 5d scheint bei mir kein Problem zu machen und wird nur extrem Stark wenn man die Antenne dorthin ausrichtet.

Deshalb würde ich bevor ich teure Filter verwende zuerst mein Augenmerk auf die Antenne, Ausrichtung, Standortoptimierung richten.

Weitester Empfang wo ständig Signale ankommen ist bis jetzt MDR 250 km vom Sender Geyer.
Empfangsort Oberösterreich.
[attachment 9543 Spektrum5c.jpg]

von Austria MV - am 12.07.2017 08:34
Da hilft ein empfindlicher Spektrumanalyzer wirklich sehr. Man kann ohne Ueberreichweite sehen, ob auf dem Kanal den man bei Ueberreichweite DXen moechte Rauschen oder Spikes resultierend aus Kreuzmodulation durch Uebersteuerung in Verstaerkern vorhanden sind. Ist da nichts zu sehen, braucht man auch keinen Sperrfilter. Funktioniert wirklich sehr zuverlaessig bezeuglich Spikes aus dem UKW Band (wenn man das selbe Antennenkabel auf einem Teilstueck auch fuer UKW nutzt), allerdings sieht man nicht, wie sich das jeweilige DAB+ Radio verhaelt, also ob das intern durch zu starke DAB Signale gestoert wird.

Bei dem immer voller werdenden DAB Band bin ich eigentlich auch kein Freund von zu vielen Sperrfiltern. Ich befuerchte, dass die auf Nachbarkanaelen eher eine Verschlechterung bringen, es sei denn der zu sperrende Kanal ist so extrem stark, dass er definitiv das DAB Radio uebersteuert. Naja, da sind wir wieder bei Versuch macht klug, allerdings kostet der Versuch auch paar Maeuse. :-)

von Nordlicht2 - am 12.07.2017 09:53
Ich bin nördlich von Freistadt paar km von der Tschechischen Grenze auf ca 660 Meter über dem Meeresspiegel
Der MDR kommt vermutlich Sender Geyer 9A und ist von mir 255 km.

Empfang gelingt mir mit der Pausat DX Antenne + Dosenverstärker aber geht auch mit der 16 Log von Antennenland + Pausat F Verstärker.
Astrometa DVB T2 USB Stick und Andis DAB Player und DVB T Stick und SDR-J

Die Antennen sind auf dem Dachboden unterhalb des Giebels und auf dem Dach ist ein Blitzableiter was bei dem Wetter meine Nerven und Geräte schont.

Leider sind die Empfangsergebnisse auf dem Dachboden sehr unterschiedlich.
Es gibt Stellen dort gehen die Privaten Bayern gut , dafür der Bundesmux schlecht oder irgendeiner der 3 Deutschen schwächelt immer.

Darun habe ich mir um paar Euro so 12 Volt Antennenumschalter mitgekauft.
Die Teile waren ursprünglich gedacht verschiedene Satempfänger umzuschalten gehen aber auch für zwischen unterschiedlichen Antennen aus der Ferne umzuschalten.
Ein extra Kabel ist halt dafür notwendig und ein 12 Volt Netzteil welches das Relais umschaltet .

Momentan Empfange ich mit der Logperiodic Antenne.
5C Bundesmux Wendelstein 200 km , Brotjacklriegel etwas unter 100 km
11D auch von den beiden plus zusätzliche Standorte.
10D Wendelstein
10A Hochberg geht normalerweise ganz schwach aber in der früh ist er bei schönwetter stark.
12D Brotjacklriegel Passau

Mit der Langyagi
5D Tschechien ca 45km
12C Prag stark schwankend 170 km
9A MDR Sachsen bei Schönwetter meistens ca 8-10 Uh rmorgens mit Ton.


Weitester kurzempfang mit Ton ist momentan SWR 9D von Aalen etwas über 300 km.
Der ging aber nur einmal.

Mit Österreichischem DAB schaut es momentan noch traurig aus.
In Wien gibt es 2 Versuchssender 11D u. 12B wobei ich bei letzteren nicht ganz sicher bin ob der noch auf 12B läuft.
Gegen das Gleichwellennetz von Bayern ist bei mir auf 11D von Wien kein Empfang möglich aber auch der 12B ist scheinbar gegenüber meinen Antennen abgeschattet.

Spätestens wenn Salzburg Gaisberg auf 9A sendet ist es mit meinen MDR empfängen vorbei aber auch einige geplante Niederösterreich Kanäle bedrohen meine Bayern Sender.

Auf UKW gehen noch die Bayern von Brotjacklriegel u. Wendelstein noch mobil aber werden immer mehr durch immer mehr Füllsender bedrängt. Also quasi wird alles zugefunzelt.

DVB T ist Österreich mit seiner Simpli TV Verschlüsselung seinen eigenen Weg gegangen.
Derzeit gehen mit meinen T2 USB Stick ORF1 und ORF2 Wien in SD auflösung ATV ATV2 DorfTV LT1 WT1 unverschlüsselt auf dem Laptop. Von Bayern läuft auch noch DVB T und von Tschechien sowiso.

Wann DAB in Österreich richtig startet ist scheinbar noch ungewiss weil vorher muss noch etwas herumgestritten werden...

von Austria MV - am 22.07.2017 06:53
Zitat
Radiofritze
Hallo Staxe,

die für den anstehenden Umbau benötigten Teile sind inzwischen eingetroffen (die hochwertig verarbeiteten TGN ULNA 3018 UKW, TGN ULNA 3018 DAB, die hochwertige Sonderanfertigung der Firma Ritt.mann: 6-fach BOS-Filter, jeweils 4-fach Sperrkreise für 5C, 7B und 7D nebst regelbaren 30dB DAB+ Verstärker mit 2 Ausgängen und 5V Spannungsversorgung für den TGN ULNA 3018 DAB).

Rein vorsorglich habe ich mir noch 2x die AV 12 von KATHREIN sowie den 6 fach UKW Sperrkreis EFK 74 von KATHREIN bestellt.

Der Umbau wird Mitte/Ende August 2017 stattffinden.

Gegenwärtig läuft bei mir störungsfrei mit der alten Konstruktion ergänzt um den BOS-Filter, den ich nicht mehr missen möchte, DR P7 Mix auf 12C aus Dänemark. Heute früh ist starkes Tropo aus Nord und Ost.

Viele Grüße aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze


Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Freut mich sehr, dass Du mit meinen Empfehlungen bisher zufrieden bist und ich bin schon sehr auf das Endergebnis gespannt.
Besonders die 4-fach Sperrkreise und auch die neuen Verstärker werden nochmal sehr viel bringen.

Was hast du mit den beiden KATHREIN AV12 vor - wenn ich fragen darf?
Wofür willst Du den UKW 6-fach Sperrkreis verwenden?

Die letzten Tage ist hier in Weinböhla - DXtechnisch- nichts los.
Gut 10B Oberfranken - mein Favorit - läuft recht gut - manchmal auch, durch den nun schlechteren Fehlerschutz, sehr grenzwertig.[attachment 9593 20170723_110213-1024x768.jpg]
Hätte daher schon sehr große Lust eine KATHREIN AV12 - drehbar - auf der Kiefer zu montieren.
Rede es mir aber immer wieder aus um meine Nerven bei Unwetter zu schonen...

Viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla und einen schönen Sonntag allerseits.

von Staxe - am 23.07.2017 08:53
Zitat
Staxe

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Freut mich sehr, dass Du mit meinen Empfehlungen bisher zufrieden bist und ich bin schon sehr auf das Endergebnis gespannt.
Besonders die 4-fach Sperrkreise und auch die neuen Verstärker werden nochmal sehr viel bringen.

Was hast du mit den beiden KATHREIN AV12 vor - wenn ich fragen darf?
Wofür willst Du den UKW 6-fach Sperrkreis verwenden?

Die letzten Tage ist hier in Weinböhla - DXtechnisch- nichts los.
Gut 10B Oberfranken - mein Favorit - läuft recht gut - manchmal auch, durch den nun schlechteren Fehlerschutz, sehr grenzwertig.[attachment 9593 20170723_110213-1024x768.jpg]
Hätte daher schon sehr große Lust eine KATHREIN AV12 - drehbar - auf der Kiefer zu montieren.
Rede es mir aber immer wieder aus um meine Nerven bei Unwetter zu schonen...

Viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla und einen schönen Sonntag allerseits.


Hallo Staxe,

auch ich bin schon sehr auf das Endergebnis gespannt. Ich bezweifele jedoch, dass ich solch hervorragende Ergebnisse erzielen werde wie Du. Deine geographische Lage ist einfach besser. Weinböhla liegt höher. Bei mir ist die gesamte Stadt Berlin davor, da ich im Norden Berlins wohne. Da bin ich jetzt schon mit dem alten Equipment sehr zufrieden, zumal bei mir MDR SACHSEN auf 9A nahezu täglich geht.

Die beiden AV12er habe ich nur deshalb bestellt, falls die auf dem Spitzdach befindliche AV12 mal durch einen Sturm unbrauchbar wird. Bis jetzt hat die AV12 die Stürme problemlos überstanden.

Mit dem KATHREIN EFK 74 kann ich gezielt bestimmte Frequenzen (z.B. 88.80 MHz) so dämpfen, dass z.B. 89.0 RTL vom Brocken hier gehen müsste. Ich hatte in den 80er Jahren von WISI den VZ06 benutzt, damit ging hier in Berlin "Radio Regional Heilbronn" (jetzt Radio TON Ostwürttemberg) aus Aalen auf 100,1 MHz (jetzt: 107,1 MHz) täglich mit dem legendären KT 1100 von KENWOOD bzw. den ONKYO T-9990 und einer drehbaren Stolle 14-Element Yagi-Antenne.

Viele Grüße aus der Bundeshauptstadt vom Radiofritze

von Radiofritze - am 23.07.2017 12:16
Habe heute mal einen ordentlichen Vergleich der beiden Module Venice 7 (Microspot mit abgebrochener Antenne :D ) und Verona (90elf) gemacht.

10A Bayern kommt auf beiden etwa gleich gut (die Fehlerrate ist beim 90elf ETWAS höher...)
[attachment 9598 20170723120341_IMG_0029-1440x960.JPG]

Im Großen und Ganzen ist das Empfangsverhalten wirklich sehr ähnlich. Es gibt kleine Unterschiede, die ich aber auf unterschiedliche Großsignalfestigkeit schiebe. Beispiel: 9A Saarland wird mit derzeit einem Balken nur auf dem Microspot eingelesen (auf dem Datenblatt der empfindlichere). 8D hingegen wird mit 3 Balken auf dem 90elf-Radio stärker eingelesen als auf dem Microspot (2 Balken).
[attachment 9601 20170723120628_IMG_0034-1440x960.JPG]
Das ist ein Phänomen, das ich schon länger beobachtet habe und endlich die Bestätigung habe. Da ich beim 10A auch eine Fehlerrate von um die 30-45 habe, bei 6-7 Balken gehe ich jetzt tatsächlich von einem Großsignalproblem bei mir aus! Der Noxon-Stick, den ich vorm Haus im Auto mal an der ABB-Kombiflex betrieb, machte ja auch gnadenlos dicht.

von Rosti 2.0 - am 23.07.2017 14:56
Zitat
Manuel D
Hallo zusammen,

ich möchte gern 2 Antennen über eine Weiche zusammenschalten. Yagi 1 für den Kanalbereich 5C-11D; Yagi 2 für Kanal 12C. Zwischen oberer Blockgrenze 11D (222,832 Mhz) und unterer Blockgrenze 12C (226,592Mhz) liegen 3,76 Mhz, gibt es eine Weiche die das bewerkstelligen kann ?


Wenn du die Antennen erst hinter jeweiligen Vorverstaerkern zusammenschaltest, ist das eher unproblematisch.
Willst du im Bereich 11 und 12 keine gegenseitige Beeinflussung durch Empfaenge der jeweils anderen Antenne, reichen dazu wenige dB Daemfung des jeweils anderen Kanals. Eine normale TV Weiche reicht dann.
Hast du generell keine Kanaele, die mit unterschiedlichen Muxen aus unterschiedlichen Richtungen einfallen, kannst du hinter Vorverstaerkern auch ganz einfach ueber einen 2-fach Verteiler zusammenschalten. Dazu aber an dem Eingang mit dem hoeheren Verstaerkungspegel einen Daempfungssteller verwenden, den du dann so regelst, dass sich beide Eingaenge nicht mehr beeinflussen. Ohne Daempfungssteller wuerde der Verstaerker mit dem hoeheren Rauschpegel den anderen Eingang zurauschen. Wichtig ist dabei, dass die Verstaerker moeglicht linear ueber das VHF Band hinweg verstaerken, ansonsten passt es mal bei den unteren und mal bei den oberen Kanelen aber nie bei allen.
Probier es aus, bei mir kostet es ueber's ganze Band gesehen nur einen Balken an der 16er Anzeige.:-)
Noch ne Anmerkung, bevor alte analog TV Hasen Einspruch erheben. Bei TV ging das so nicht, weil man dann Reflexionen in's Bild bekam. Bei DAB+ fuehren die aber eher sogar noch zu einer Verbesserung des Empfangs.

von Nordlicht2 - am 27.07.2017 13:40
Hallo Zusammen,

Ich habe hier mal fleissig mitgelesen.
An meiner Antennenanlage habe Ich nun einige Änderungen vorgenommen. Die Kleine Yagi wurde
durch einen Dipol für B III ersetzt, weil der Symmetrieeinsatz in der Yagi " hinüber " ( korrodiert ) ist.
Die Fensterdurchführung wurde durch eine Andere ersetzt.

Der Axing MBV wurde durch den Wittenberg DAB+ Verstärker ersetzt, diesem ist ein 2- Geräteverstärker
nachgeschaltet um das Signal etwas anzuheben zum Gleichzeitigem Gebrauch auf 2 Empfängern.
Das brachte Verbesserungen beim Empfang der 11 B DRS BW.
Vor dem Umbau war dieser Mux nach Ende der Morgentropo nicht mehr mit Audio empfangbar. Nun
Funktioniert Audio nahezu den Ganzen Tag. Obwohl der Pegel vom 11 B am Montageort den Dipols
unter Normalbedingungen sehr Schwach ist.
Nur 1 bis 2 von 16 Balken der Empfangsanzeige des Microspot RA 318.
Der 11 B wird via Reflexion an den Alpen empfangen. Das Bergmassiv ist 10 Km entfernt auf der
Anderen Talseite. Höhe 2200 m über NN. Totaler Signalweg 150 Km.
Wahrscheinlich ist Ulm Kuhberg mit ERP 1 KW die in Frage kommende Sendestation.

Ich habe auch noch den Pegel der am Stärksten empfangbaren Muxe auf 9 B und 7 D geprüft.
Wenn Ich das Signal vom Dipol um 20 dB dämpfe gibt es am Empfänger auf 9 B immer noch Vollanschlag.
Beim 7 D etwa 12/ 16 Empfangsbalken. Das Deutet auf eine Übersteuerung besonders durch den
9 B hin. Ich werde der Sache nachgehen. Meine Gedanken gehen in Richtung Kanalsperren für
7 D und 9 B.
Zunächst werde Ich mal schauen wie die Empfänge die Nächsten Tage so aussehen.
In einer Weiteren Ausbaustufe könnte ein TGN DAB Verstärker nach Draussen in Antennennähe
installiert werden. Danach eben eine Sperre für 9 B ( 7 D eventuell auch ). Zum Schluss noch eine
Verstärkerstufe um das Signal für 2 Empfänger ausreichend verwertbar zu machen.

von RADIO354 - am 30.07.2017 10:22
Bezueglich Dipol vs. Richtantenne. Da kommt es auch darauf an, ob man nur einen Standort aus einer Richtung empfangen moechte oder mehrere Standorte eines SFN aus unterschiedlichen Richtungen bzw. inklusive Reflexionen. Dabei kann dann eine kleine Yagi, nicht groesser als 5 Elemente, den besten Empfang liefern. Manchmal sogar einfach nur ein 'alles einfangender' Dipol.
Das wird z.B. bei mir spannend, wenn Pritzwalk, Templin und Casekow den rbb senden werden. Der Oeffnungswinkel, den die Antenne haben muesste, ist dann ungefaehr 50 Grad. Entfernung so um die 135km. Eine Langyagi wird nur einen der 3 Standorte empfangen, eine kurze Yagi koennte also den besseren Empfang liefern. Immerhin schwankt jeder der 3 Standorte zu unterschiedlichen Zeiten und nur wenn alle 3 empfangen werden, hat man den Durchschnitt bzw. eben weniger bis gar keine Ausfaelle. Natuerlich ginge auch eine schielende Antennengruppe.
Kommen dann bei Tropo noch dahinter liegende Standorte dazu, die auf Grund zu grosser Laufzeitunterschiede das SFN stoeren, duerfte in dem Fall wieder die Langyagi im Vorteil sein, die man dan aus der Richtung drehen kann, so dass nur noch der aussere Standort empfangen wird. Soviel schon mal meine theoretische Vorhersage des rbb Empfangs in Nordvorpommern. Vielleicht wird das meine Versuchsreihe fuer den Sommer 2018.:-)

von Nordlicht2 - am 30.07.2017 13:24
Hallo
Ich habe mir einen Mast, bestückt mit einer UHF Antenne, DAB Antenne und UKW Antenne, aufs Dach gesetzt. Nun führe ich diese Antennen(alles Kathrein) mit einem Kathrein VCB 28 Mehrbereichsverstärker ,der relativ nah bei den Antennen sitzt, zusammen auf ein ca 20m langes Koaxkabel, dass auf einen Kathrein EXR1512 Multischalter geht, der mir das Ganze auf jede Antennendose im Haus verteilt.
Meine Frage nun, ist dieser VCB 28 überhaupt von Nöten, oder kann ich besser eine Mehrebereichsweiche ohne Verstärkung nehmen? Ich bin mir einfach nicht sicher, was die bessere Lösung für mich ist. Diese Verstärker rauschen selbst ja auch sehr gern. Und wenn ich den UKW Pegel hochdrehe, brich das DAB Signal zusammen, wie ja auch schon bekannt ist.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, eine vertikale und eine horizontale DAB Antenne zusammenzuführen? Der WDR sendet aus Ibbenbüren ja leider horizontal, was sich bei uns echt bemerkbar macht.


Ach so, die UHF nutze ich für DVBT aus NL, DAB soll meine DAB Radios im Haus mit Nachbarmuxxen, die nicht indoor gehen, versorgen. UKW ist eigentlich nur noch ein nettes Nebenbei, um zB den WDR oder auch bei uns in der Regel verrauschte Sender wie Radio 21 ordentlich ins Haus zu bekommen.

Danke!

QTH: Meppen, Emsland

von theArno80 - am 31.07.2017 21:20
Hallo Zusammen,

Ich habe Gestern Nachmittag die Vorhandene 4 Elementantenne wieder aufgebaut.
An einem Seitlichen Ausleger, den Fehlenden Deckel mit Selbstverschweissendem Isolierband abgedichtet.
Der Symmetrieeinsatz scheint nach Sichtprüfung noch in Ordnung zu sein. Zumindest gab es im Vergleich zum Dipol
auf den Kanälen 5 C ;7 A ; 12 D eine Verbesserung der Empfangswerte.

Beim 11 B war das Resultat jedoch andersherum. Eine Verschlechterung des Empfanges.
Villeicht wegen Zunahme der Mittagsdämpfung ? Der Umbau erfolgte gegen 14:00 Uhr bis 14:30 Uhr.
Während dieser Zeit liefen auch 2 Benzinrasenmäher unten vor dem Haus. Villeicht stören sie.
Oder eben Übersteuerung durch die Ortssender.

Ich habe per Mail eine Anfrage zur Fertigung einer Kanalsperre für den 7 D und 9 B an einen HF
Techniker getätigt. Diese Sperre soll dann zwischen Antenne und Wittenberg DAB+ Verstärker
geschaltet werden.
Das Resultat muss Ich nun abwarten.

von RADIO354 - am 01.08.2017 09:16
Zitat
RADIO354
Meine Nächsten Planungen sehen die Beschaffung eines 4 Fachsperrkreises für den 7 D und 9 B vor.
Ich habe allerdings vor Diesen zunächst vor den Antennenverstärker zu schalten. Also direkt nach der
Antenne Die Starken Ortssender machen nämlich Dort schon Probleme.
Ich muss nun warten bis die Post da war...


@RADIO354:

Warum willst Du das so machen? Der Wittenberg DAB+Verstärker ist baugleich mit dem von Ritt*mann. Ich zitiere mal von deren Seite:

Produktvorzüge:
• Rauscharmes und pegelfestes Schaltungsdesign
• Erstklassiger Empfang im Randversorgungsgebiet
Keine Störung von starken Lokalstationen
• Steilflankige Filter gegen Störeinflüsse
• wahlweise fern- oder ortsgespeist

Was sollen da die Sperrkreise vor dem Verstärker? Du möchtest Signale empfangen, die mit Mini-Pegel an Deiner Antennendose anliegen. Wenn Du diese Pegel erst durch die Sperrkreise jagst, bleibt nicht mehr viel! Das Stück zwischen Antenne und dem ersten rauscharmen, übersteuerungsfesten (Vor) Verstärker ist das wichtigste! Der muss möglichst nah an die Antenne, mit hochwertigem Koaxkabel! Dann Dein Kabel, Fensterdurchführung und dann erst die Sperrkreise!

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 02.08.2017 15:31
Ja,

Ich habe das Modell ohne Fernspeissmöglichkeit.
Heute sind die Bestellten Sperrkreise eingetroffen. Habe Ich mal getestet. Bin sehr zufrieden.
Habe die Sperrkreise zunächst vor den Eingang des Wittenberg geschaltet.
Dabei trat beim 11 B DRS BW folgende Veränderung auf : Ohne Sperrkreis Signalquali bei 70 % mit immer
wiederkehrenden Einbrüchen der Signalquali um 30 % und Aussetzern im Audio.

Mit Sperrkreis ist die Signalquali nun Stabil um 80 %.
Also ist die Dämpfung der Sperrkreise nicht allzu Hoch. Meine Vermutung, dass die Ortsender bereits
ab Antenne das Signal negativ beeinflussen hat sich bestätigt.
Der Pegel vom 11 B am Standort der Antenne ist allerdings auch sehr Gering. Nur 1 Balken von 16
zeigt der RA 318 von Microspot an.
Auf der Stereoanlage sieht es dann so aus :

Kanal 11 B mit 1 KW ERP aus 140 Km Empfang via Reflexion :

[attachment 9728 P1010989.JPG]

Kanal 9 D mit 10 KW ERP aus 200 Km Entfernung via Reflexion :

[attachment 9729 P1010987.JPG]

Wobei die Antenne auf Keinen Senderstandort ausgerichtet ist, sondern auf ein Bergmassiv.
In dieser Ausrichtung sind die Meisten Muxe empfangbar.
Mal schauen wie sich die Empfänge in der Nächsten Zeit so machen. Eventuell ist auch noch
Tropo mit im Spiel.
Alle Anderen, Relevanten Muxe einschliesslich der Gesperrten 7 D und 9 B gehen mit Vollanschlag.

von RADIO354 - am 11.08.2017 08:26
Zitat
newspaperman
@RADIO354 Hast du auch den Gegenversuch gemacht und den Vorverstärker direkt hinter dir Antenne? Weiche sperrkreise verwendest du?4-Fach von R.mann?


Hallo,

Im Moment sind die Sperrkreise noch direkt hinter der Antenne. Das werde Ich noch `ne Weile so
lassen. Es ist noch was von TGN unterwegs. Ein VV für Aussenmontage. Wenn der da ist werde
Ich mal umbauen. Die Sperrkreise sind 2x 4- Fach für 7 D und 9 B in einem Gerät sozusagen.
Sind von R.mann.
Ob man die Sperrkreise bei einem Eventuellen Frequenzwechsel ( QTH Wechsel ) umstellen kann
entzieht sich meiner Kenntnis. Da würde Ich im Bedarfsfall einfach den Hersteller fragen.

Die Empfangsgeräte scheinen eher Billigheimer zu sein. Microspot RA 319 gab es für kleines Geld.
Der punktet besonders mit Empfangsempfindlichkeit und bekam noch eine Externe Antennenbuchse
spendiert. Das Andere Gerät ( Dual DAB 102 ) war das Nächstbeste was 2009 ?? mit DAB+ und
Externer Antennenbuchse aufwarten konnte. Beide sind schon etwas in die Jahre gekommen.
Ich werde sie noch behalten.

Wäre nicht Dieser Diskussionsfaden eröffnet worden wüsste Ich einige Dinge nicht. Danke an Alle
für die Hier veröffentlichten Berichte.:spos:

von RADIO354 - am 11.08.2017 20:48
Zitat
Staxe
Zitat
Radiofritze

Ich beabsichtige, mir von TGN jeweils einen ULNA 3018 DAB und einen ULNA 3018 UKW/FM zu kaufen, da nach einigen Recherchen im Netz bei mir der Eindruck entstanden ist, dass diese Verstärker nahezu konkurrenzlos sind. Oder liege ich da falsch?

Ich möchte nämlich für meine drehbare KATHREIN AV 12 folgende Teile bis zu den Empfängern (z.B. ONKYO T-4070, YAMAHA T-D 500 bzw. SANGEAN WFT-3) dazwischenschalten:

1. vorhandene R...mann Kanalsperren (5C+7B+7D) anschließend
2. TGN ULNA 3018 DAB anschließend
3. vorhandener PAUSAT DAB+ Verstärker bzw.. SPAUN HAV 285 F (ein Eingang, zwei Ausgänge für jeweils einen Tuner)

Verwendet wird als Kabel (Länge ca. 20 Meter) gegenwärtig das KTH 94, welche ich austauschen möchte gegen das KATHREIN LCD 111A+.

Ist die Reihenfolge so o.k.?

Über Deine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße nach Weinböhla aus der Bundeshauptstadt vom

Radiofritze


Lieber Radiofritze,

da ich gerade meinen DX Beitrag nicht weiter bearbeiten kann, schnell auf diesem Weg.
Bevor Du Dir einen TGN Vorverstärker bestellst habe ich eine wichtige Frage zu deinem Ritt mann Sperrkreis.

Ist es nur ein 2-fach Sperrkreis für Kanal 5C, 7B + 7D - welcher max. - 25 dB absenkt - oder ein 4-fach Sperrkreis? Wie weit ist der Fernsehturm am Alex von Dir entfernt?
Wie wird mit deinem Sperrkreis der Pegel vom 5C, 7B, 7D an deinem Sangean angezeigt? Vollausschlag?

Bei Dir reicht ein 2-fach Sperrfilter ganz bestimmt nicht aus - bei mir auch nicht.
Wenn ich meine LogPer auf dem Baum nur mit einem 2-fach Sperrfilter für 5C + 9A DD-Wachwitz (18 km Luftlinie) betreibe sind wirklich alle Fernsender mausetot.

Du brauchst ganz sicher einen Ritt mann 4-fach Sperrfilter für 5C, 7B und 7D!
Dieser Filter darf auch nicht zu steil - nur die jeweilige Mittelfrequenz absenken - sonder muss unbedingt den gesamten Block der betreffenden Kanäle (5C, 7B, 7D) sauber platt machen!

Ich garantiere Dir, dass Du aus dem Staunen nicht mehr raus kommst wenn du dieses Teil anschließt!
Noch einen Tipp - falls Du Dir den oben genannten Filter bei Ritt mann bestellst - bitte bestelle Dir noch einen 6-fach Sperrfilter für der Tetra-BOS-Funk (163-174 MHz) mit.
Dieser kostet 68,00 Euro und bewirkt ebenfalls wahre Wunder.

Liebe Grüße aus Weinböhla.


Hallo Staxe,

so das Equipment ist installiert, vorerst ohne BOS-Sperre. Ja, ich komme tatsächlich aus dem Staunen nicht heraus (positiv und negativ). Die Tests wurden mit der Antennenausrichtung (Richtung Lutherstadt Wittenberg) durchgeführt, die stets eingestellt war bei Verwendung des alten Equipments, mit der auch der 9A (Sachsen) zumindest morgens und abends ging. Jetzt wird mit dieser Ausrichtung neben dem 6A (Sachsen-Anhalt), 11B (Niedersachsen) 11C (Sachsen-Anhalt) auch der 11A aus Rheinland-Pfalz hier in Berlin eingelesen. Für den 9A muss die Antenne ab sofort Richtung Dresden gedreht werden. Mich interessiert, welcher 9A-Standort den Empfang aus Sachsen platt macht. Von 8B (Thüringen) und 10B (Oberfranken) nichts mehr zu erahnen. Die 4-fach Sperrkreise für 5C, 7B und 7D sind o.k., denn auf dem Dachboden ist sowohl der Empfang des 8A aus Thüringen als auch des 9A aus Sachsen in unregelmäßigen Abständen (zumeist morgens und abends) möglich. Der 10B (Oberfranken) wurde mit dem alten Equipment (WISI VS83B, 2-fach Ritt.mann Sperre für 5C, 7B und 7D und Spaun HAV 285F) zumindest erahnt und bei Tropo auch empfangen. Seit dem Umbau (15.08.2017) gab es zu Zeiten meiner Tests auch noch kein anständiges Tropo. Sofern ich unter Verwendung des neuen Equipments die KATHREIN AV12 Richtung Stettin drehe, ist jetzt ein nahezu ein durchgehender Empfang (mit wenigen Aussetzern, die stets mittags einsetzen,möglich). Auch hat sich der 11C (Sachsen-Anhalt) Empfang meinen Beobachtungen zufolge etwas verbessert (weitaus weniger Aussetzer). Interessant wäre natürlich auch ein Test, wie sich TGN ULNA 3018 DAB+ bei Verwendung einer 12V-Fernspeisung verhält (ohne Ritt.mann 4-fach Sperrkreise nebst DAB+ Verstärker mit Fernspeisung für TGN ULNA 3018 DAB), aber das probiere ich mal lieber nicht aus.

Auch ein Test auf dem Dachboden (mit der 3H-VHF-16-LOG Antenne, dem ferngespeisten PAUSAT-DAB Verstärker - auch sehr empfehlenswert - und die frei gewordenen Ritt.mann 2-fach Sperrkreise für 5C, 7B und 7D) verlief äußerst positiv.

Grüße nach Weinböhla aus Berlin

von Radiofritze - am 14.08.2017 03:53
Zitat
Radiofritze

Hallo Staxe,

so das Equipment ist installiert, vorerst ohne BOS-Sperre. Ja, ich komme tatsächlich aus dem Staunen nicht heraus (positiv und negativ). Die Tests wurden mit der Antennenausrichtung (Richtung Lutherstadt Wittenberg) durchgeführt, die stets eingestellt war bei Verwendung des alten Equipments, mit der auch der 9A (Sachsen) zumindest morgens und abends ging. Jetzt wird mit dieser Ausrichtung neben dem 6A (Sachsen-Anhalt), 11B (Niedersachsen) 11C (Sachsen-Anhalt) auch der 11A aus Rheinland-Pfalz hier in Berlin eingelesen. Für den 9A muss die Antenne ab sofort Richtung Dresden gedreht werden. Mich interessiert, welcher 9A-Standort den Empfang aus Sachsen platt macht. Von 8B (Thüringen) und 10B (Oberfranken) nichts mehr zu erahnen. Die 4-fach Sperrkreise für 5C, 7B und 7D sind o.k., denn auf dem Dachboden ist sowohl der Empfang des 8A aus Thüringen als auch des 9A aus Sachsen in unregelmäßigen Abständen (zumeist morgens und abends) möglich. Der 10B (Oberfranken) wurde mit dem alten Equipment (WISI VS83B, 2-fach Ritt.mann Sperre für 5C, 7B und 7D und Spaun HAV 285F) zumindest erahnt und bei Tropo auch empfangen. Seit dem Umbau (15.08.2017) gab es zu Zeiten meiner Tests auch noch kein anständiges Tropo. Sofern ich unter Verwendung des neuen Equipments die KATHREIN AV12 Richtung Stettin drehe, ist jetzt ein nahezu ein durchgehender Empfang (mit wenigen Aussetzern, die stets mittags einsetzen,möglich). Auch hat sich der 11C (Sachsen-Anhalt) Empfang meinen Beobachtungen zufolge etwas verbessert (weitaus weniger Aussetzer). Interessant wäre natürlich auch ein Test, wie sich TGN ULNA 3018 DAB+ bei Verwendung einer 12V-Fernspeisung verhält (ohne Ritt.mann 4-fach Sperrkreise nebst DAB+ Verstärker mit Fernspeisung für TGN ULNA 3018 DAB), aber das probiere ich mal lieber nicht aus.

Auch ein Test auf dem Dachboden (mit der 3H-VHF-16-LOG Antenne, dem ferngespeisten PAUSAT-DAB Verstärker - auch sehr empfehlenswert - und die frei gewordenen Ritt.mann 2-fach Sperrkreise für 5C, 7B und 7D) verlief äußerst positiv.

Grüße nach Weinböhla aus Berlin


Klingt sehr interessant - besonders 11A SWR RP finde ich sehr beeindruckend! Auf 11A empfangen ich hier meistens Ingolstadt - der SWR RP - ist für mich der Schweiz Indikator - wenn der läuft, geht meistens auch 7A und 7D Schweiz.

Die Tropo hält sich derzeit wirklich sehr in Grenzen. Selbst mein täglicher 10B Empfang war die vergangenen 4 Tage teilweise sehr grenzwertig.
Auch 7B Hessen welchen ich hier sehr oft recht gut empfange war nicht mal zu erahnen.

Heute früh sieht es recht gut aus.
Alle 4 Bayern 8C, 10B, 11D und 12D laufen sehr gut.
Auch 11B NDR NDS aus Braunschweig ist mal wieder zu Gast.
7B Hessen wird gerade von 7B Berlin abgewürgt.
Hatte mir ehrlich gesagt von dem Hohen Meißner viel mehr versprochen - aber nein, horizontal ist von dort absolut nichts zu empfangen.

Einen schönen Guten Morgen allerseits und einen guten Start in die neue Woche.

Viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla.

von Staxe - am 14.08.2017 06:23
Zitat
Staxe
Heute früh hat es mal wieder richtig Spaß gemacht:

7A SMC D03 CH-N - nur eingelesen
7B Hessen 6/10
8C Mittelfranken 8/10
8D SWR BW S - nur eingelesen
9C Augsburg - 2/10 teilweise Audio
9D SWR BW N - 4/10
10A Unterfranken - 2/10 teilweise Audio
10B Oberfranken - 9/10
10C Nürnberg - 3/10 ab und zu Aussetzer
10D Bayern - 2/10 teilweise Audio
11A SWR RP - 3/10 wenige Aussetzer
11B DRS BW - nur eingelesen
11C DR Hessen - drückt 11C S-Anhalt komplett weg!
11D BR Bayern - 3/10 SFN - macht sich selbst kaputt
12C CRO DAB Prag - 5/10
12D Bayern - 7/10

Einen schönen Tag allerseits und viele Grüße vom Staxe aus Weinböhla.


Leider meldet du deine logs nicht in FM/DAB list. Darf ich fragen warum? Es soll schön sein wenn es direct bei ein offnung sichtbar ist auf http://www.dxmaps.com/spots/mapo.php?Lan=E&Frec=DAB&ML=L&Map=EU&DXC=ING2&HF=N&GL=N
Ruud

von Ruud - am 22.08.2017 09:14
Zitat
Staxe
Mir ist jetzt schon dadurch die Freude am DAB DXing vergangen.


Da bin ich wenigstens nicht mehr alleine. :-)
Bei mir hält sich die Lust am DAB-DXen und Basteln inzwischen auch in Grenzen.
Immer wenn ich es geschafft hatte, dass ein Kanal zufriedenstellend empfangen werden konnte,
wurde ein neuer Senderstandort in Betrieb genommen oder der Kanal gewechselt.
Danach war die ganze Bastelei für die Katz.
Nur gut, dass ich meine Antennen, Sperren und Filter alle selbst baue.
Da muss man sich wenigstens nicht über das dafür ausgegebene Geld ärgern.

Aus Bayern kommen hier 8C, 10A, 10B und 11D an.
Kein Kanal ist brauchbar mit Audio zu empfangen.
Und das trotz 10 El. Antenne. :rolleyes:
In der Anfangszeit von 12D und 11D gab es noch durchweg Audio. Das waren noch Zeiten.
Für richtigen DX-Spaß werde ich wohl meine UKW-Antennen alle wieder aufbauen müssen.
Zur Zeit gibt es nur noch eine 8 El. Antenne unter Dach. (Sparversion wegen verfrühter und sträflicher DAB-Euphorie.) :D

von Radio-DX - am 01.09.2017 23:45
Kopf hoch Ihr Zwei! Ihr Beide seit die Falschen zwei, um Trübsal zu blasen! Mit Eurem Wissen gibt es doch Möglichkeiten, den Schwierigkeiten ein Schnippchen zu schlagen!

Es sind doch gerade die Schwierigkeiten, die unser Hobby so interessant und speziell machen.

Ich kämpfe mit ähnlichen Schwierigkeiten. Ich schreibe bewusst Schwierigkeiten und nicht Probleme. Es gibt keine Probleme, nur Lösungen! Meine Güte, was ich schon Messingrohr gekauft, zersägt, versilbert und weggeschmissen habe (Topfkreise).

Geht nicht gibt's nicht!

Im Moment versuche ich ein gestörtes Signal mit einer zweiten Antenne direkt vom "Störsender" 180° Phasenverschoben und bedämpft, einigermassen brauchbar zu machen. Nicht ganz trivial, die Amplitudenbedingung muss auch erfüllt sein, aber die Pegel ändern dauernd!

Es braucht halt manchmal mehr als eine Nacht um drüber zu schlafen. Träumt einmal davon, wie professionelle, zB Armeen solche Sachen lösen. Klar haben die andere Budgets und kaufen Rohde & Schwarz ein. Aber es geht ja um's Prinzip, dem technischen Verständnis und wie es mit einfachen Mitteln umgesetzt werden kann. Über die Jahre hat sich bestimmt so einiges angesammelt, welches nun eingesetzt oder zweckentfremdet werden kann. Auch kann man viele Teile irgendwo ausschlachten, damit man nicht immer Geld in die Hände nehmen muss.

Kopf hoch und Brust raus wie ein Teleskopmast! Auf in den Kampf gegen die Frequenzen und Pegel, es sind zwar eigentlich Eure Freunde. -

Sorry fürs OT, ich wollte Euch nur wieder auf andere Gedanken bringen!

Aufrichtende Grüsse aus dem Funkloch

Res

von DABit - am 02.09.2017 01:19
Besten Dank lieber DABit für deine aufmunternden Worte. :cheers:

Leider ist der Platz auf der Kiefer für Experimente sehr begrenzt.
Vielleicht traue ich mich doch dort oben eine Kathrein AV12 auf Rotor zu installieren.

Selbst das kann aber ausgeschlossen den Empfang vom 10B Oberfranken retten wenn Calau onair geht.

Calau 10B wird hier permanent mit über 20 dB anliegen - der 10B vom Ochsenkopf hingegen liegt hier im Ø mit 10 dB an.

Zitat
Cha
Zitat
Staxe
[attachment 9849 20170901_223633-1024x768.jpg]

Den werde ich sehr, sehr, sehr... vermissen.

Ab November, wenn der rbb weitere 10B Standorte in Betrieb nimmt um diesen grauenhaften Rundfunk zu verbreiten, ist es hier in Weinböhla vorbei mit 10B Oberfranken und meinem täglichen Sender Bayern 1.

Macht mich echt traurig.
Bleibt halt nur Internet Radio...
Mir ist jetzt schon dadurch die Freude am DAB DXing vergangen.


Kannst Du nicht auch 11D und 8C empfangen? Da gibt's doch noch genug Bayern 1.



8C Mittelfranken wäre vielleicht machbar mit der Kathrein - sicher nicht täglich so perfekt wie jetzt 10B Oberfranken.

So sieht 8C aktuell hier aus - okay Richtung der Antenne stimmt nicht ganz.[attachment 9854 20170902_131828-1024x768.jpg]
Der 10B hingegen - gerade völlig stabil um 10 dB.

Der 11D Bayern verhält sich hier sehr seltsam - meist macht er sich (SFN) selbst kaputt .
Ist schwer zu erklären - bei Tropo, wenn vieles (8C, 9D, 10A, 11A, 11B, 12D usw...) aus dieser Richtung gut läuft ist 11D meist völlig platt - hoher Pegel aber massig Signalfehler (über 60 - damit kein Audio). Wenn nichts weiter läuft nur 10B gut - dann läuft 11D fast identisch wie 10B.
Bei schlechtem Empfang - wenn 10B gerade so mit 7 dB anliegt - schafft es 11D nicht ohne Aussetzer.

So sieht es hier aus....

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende allerseits.

Ich übe schon mal...
[attachment 9852 20170902_124724-1024x768.jpg]

von Staxe - am 02.09.2017 11:09
Hmm nein, eine Kiefer ist nicht der richtige Spielplatz um dem Hobby zu frönen! Du sollst die Antenne und nicht Dich "erden"!

Hast Du schon mal versucht, ob sich mit einer kleinen Antenne, 180° Phasenverschoben, die Störer ausblenden lassen? Achtung, Kabellängen beachten, Phasenlage.

Das tönt nur Theoretisch gut, die Praxis ist anders! Bei mir funzt es erst einigermassen, seit ich die Störsender über einen Reflektionspunkt (Berg) in horizontaler Polarisation empfange!

Ein anderes Signal kommt nur mit zirkularer Polarisation aus 82km Luftlinie über Mehrfachreflexionen an. (H-Kreuz mit 4 5-Element Yagi's). Selbstredend, dass man alles, was man über Stockungsabstände so im Hinterkopf hat, vergessen kann! Diese Anlage steht nicht bei mir zu Hause, sondern bei einem Kollegen in einem anderen Kanton. (Meine zweite Experimentierbaustelle.)

Wie Ihr seht, man kann schon mit einfachen Mitteln, relativ günstig DXen!

Schönes Wochenende und Staxe macht mit seinen Knochen nicht Ende!

Res

von DABit - am 02.09.2017 12:54
zum Thema Staxe und sein 11D Problem....ich schreibe es hier rein, da es nicht in das Brandenburg Thema gehört.

Jetzt gibt es mal ein paar Tipps von mir.

11D SFN Problem sehe ich bei dir nicht. Welcher weitere 11D Sender soll bei Dir das SFN zerhauen, zumal man hierzu wenigstens ein C/N Signal von 3dB haben musst? Hinzu käme noch ein LZ Unterschied von mindestens 90Grad. Das halte ich an Deinem Standort für unmöglich.

Meine Vermutungen zu Deinem 11D Problem stelle ich Dir mal in Form von Aufgaben zur Verfügung ;)

1. Welligkeit der Antenne und Welligkeit des Antennenverstärkers prüfen.
2. Reflektionen vom Sender Ochsenkopf ausfindig machen. Am besten mit Spektrumanalyzer (solltest Du einen auftreiben können) die Antenne drehen lassen und gucken ob da aus anderer Richtung noch etwas hoch kommt.
3. Rauschglocke auf Kanal 11 überprüfen. ggf. kommt was aus dem BK-Kabel, aus irgendeinem schlechtgeschirmten LAN-Kabel oder oder oder Der Möglichkeiten gibt es viele. ggf. hast Du es sogar mit Kreuzmodulation zu tun. Das passiert gern mal mit einem UKW-Sender, Differenz der ZF 10,7mc und dann mal rechnen.
4. Ausblenden des Kanals 10B Calau/Cottbus, Zweiergruppe über 3db Koppler und die Antennen lamda/4 versetzt bringt Dir bei 180Grad einen absoluten Nullpunkt. Das könnte m.E. nach in Weinböhla funktionieren
5. Einsatz eines Differenzverstärkers. Ich nehme an, Du wirst Dich damit auskennen ;)

von Funker1 - am 20.09.2017 12:38
Hallo Zusammen,

Ich habe vor Einiger Zeit nochmals die Empfangsanlage umgebaut.
Nun befindet sich in Aussenmontage der TGN VV im mitgeliefertem Mastgehäuse hinter der 4 Elementyagi.
Danach die 2 Kanalsperren für die Ortssender K 7 D und K 9 B. Denen ist der Wittenberg
DAB+ Verstärker nachgeschaltet. Ein 2 Fachverteiler für RF teilt das Signal auf 2 Empfangsgeräte.
so habe ich 1 Empfänger zum Hören der Immer empfangbaren Radioprogramme.
Der 2. Empfänger dient nun zum Absuchen der Übrigen Kanäle.
Das ist nun die beste Empfangskonfiguration die Ich bisher im Einsatz gehabt habe.

Mit Dieser ist der K 11 B ( DRS BW Sender Ulm Distanz 140 Km ) immer empfangbar. Vor dem 1. Umbau
war das nicht der Fall. Nach der Morgentropo war der 11 B nur noch ohne Audio empfangbar.
Auch der K 9 D ( SWR BW N Sender Aalen Distanz 200 Km ist immer empfangbar, wobei Audio
nur bis zum Mittag und dann wieder am Abend funktioniert.
Der K 8 B ( SMC D 03 BE FR ) war vor dem Umbau nicht empfangbar wird nun Immer eingelesen
mit gelegentlichem Audio während der Morgentropo.
Richtig Interessant wird es dann wenn mal Starke Tropo kommt.

von RADIO354 - am 23.09.2017 09:45
Zitat
Steff
Hallo zusammen,

ich wohne 55 km Luftlinie westlich von Augsburg und möchte gern den Augsburg Mux 9C (4 kW) empfangen. In meiner Wohnung im 2. OG. ist kein Empfang möglich. Empfangsgeräte: Pure one mini, Pure one flow, Pure Move 2500.

In meinem Dachboden im 3.OG empfängt mein Pure Move 2500 an einer Stelle den Sender mit einem Balken Signalstärke und 4 Balken Signalqualität. Der Empfang gelingt.

Meine Frage: Kennt ihr ein Gerät, dass bei diesen Voraussetzungen auch in meiner Wohnung ein brauchbares Signal empfangen würde? Falls nicht, würde ich in meinem Dachboden eine Richtantenne installieren. Dazu meine zweite Frage: Gibt es ein Gerät, welches die empfangenen Signale 1:1 in meine Wohnung drahlos "umlenkt"/verstärkt, so dass ich dort mit den o.g. Geräten Empfang habe. Keine Betondecke zw. Wohnung und Dachboden. Vielen Dank!


Hallo Steff,

geht eigentlich nur mit Koaxkabel. Irgendwelche Funkbasteleien sind nicht erlaubt. Lediglich in unterversorgten Verkaufsflächen ist eine Repeaterlösung, von Fachfirmen installiert, erlaubt.

http://www.digitalradio.de/repeater/formular/download/Repeater-Installation-2017-neu.pdf

Kannst Du nicht irgendwo ein Koaxkabel zu Dir runterführen? Installationsschacht, alte Verrohrung der nicht mehr benötigten Gemeinschaftsantenne, alter Schornstein oder ähnliches? Deine Empfangsgeräte müssten dann natürlich über einen Antenneneingang verfügen. Lässt sich aber, falls nicht vorhanden, bei den meisten Geräten nachrüsten.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 25.10.2017 14:54
Guten Tag 102.1

Hmm, dafür wäre es aber notwendig, ein paar Informationen mehr zu haben!

Zum Beispiel.

Wo wohnst Du ungefähr, Wohnort und Stockwerk?
Was für einen Empfänger hast Du im Sinn zu verwenden?
Hat das Teil einen Antennenanschluss für DAB+?
Wie ist Deine Wohnsituation, kannst Du raus mit der Antenne?
Was hast Du bis jetzt schon ausprobiert?
Kannst Du die gewünschten Programme draussen mit einer Teleskopantenne oder mit dem Autoradio empfangen?

Dann hätte man schon mal die wichtigsten Anhaltspunkte und könnte ein Geländeprofil erstellen.

Wenn UKW funzt¨, heisst das noch lange nicht, dass DAB+ auch gehen muss. DAB+ hat völlig andere Ausbreitungseigenschaften und Reflektionverhalten, ganz unabhängig von der abgestrahlten Sendeleistung!

Joo, nun bist Du gefordert, uns ein paar Angaben zu machen. Je mehr man weis, desto besser kann man helfen.

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 31.10.2017 15:43
Zitat
DABit
Guten Tag 102.1

Hmm, dafür wäre es aber notwendig, ein paar Informationen mehr zu haben!

Zum Beispiel.

Wo wohnst Du ungefähr, Wohnort und Stockwerk?
Was für einen Empfänger hast Du im Sinn zu verwenden?
Hat das Teil einen Antennenanschluss für DAB+?
Wie ist Deine Wohnsituation, kannst Du raus mit der Antenne?
Was hast Du bis jetzt schon ausprobiert?
Kannst Du die gewünschten Programme draussen mit einer Teleskopantenne oder mit dem Autoradio empfangen?

Dann hätte man schon mal die wichtigsten Anhaltspunkte und könnte ein Geländeprofil erstellen.

Wenn UKW funzt¨, heisst das noch lange nicht, dass DAB+ auch gehen muss. DAB+ hat völlig andere Ausbreitungseigenschaften und Reflektionverhalten, ganz unabhängig von der abgestrahlten Sendeleistung!

Joo, nun bist Du gefordert, uns ein paar Angaben zu machen. Je mehr man weis, desto besser kann man helfen.

Liebe Grüsse

Res


Der Wohnort ist Stuttgart-Moehringen, frei Sicht Richtung Sueden, 4. OG, mit Balkon.

Das Geraet ist ein Sony XDR S56DBP. Das UKW Teil dieses Geraetes bekommt 93,3 und 99,9 problemlos.

Mit Teleskopantenne oder Autoradio habe ich da auf DAB+ noch keine Erfolge gemacht.

von 102.1 - am 31.10.2017 16:05
Joo, ohne Antennenbuchse ist es wohl aussichtslos!

Richtung Pfänder hast Du in ca 30km den Drackenberg vor Dir, 740m hoch. Ca 20km weiter, östlich von Hohenstein steht ein Hügel mit 815m. Also rund 20km, wo das Signal durch bergige Landschaft muss, die höher liegt als Du mit ca 420 - 430m. Nach Hohenstein sind die letzten knapp 100km dann frei bis zum Pfänder mit einer Höhe von ca 1045m.

Also etwa 140km von Dir bis zum Pfänder.

Wie ich schon geschrieben hatte, vergleiche nicht UKW mit DAB+! Selbst wenn beide die gleiche Sendeleistung fahren und dazu noch das gleiche Antennendiagramm mit dem gleichen Antennengewinn, (was äusserst unwahrscheinlich ist), breitet sich DAB+ anders aus wie UKW. Es ist ja schliesslich auch ca die doppelte Frequenz!

Sowas klingt bei mir nach:

Antennenbuchse

Hochleistungsantennen (nicht nur Eine)

Mehrkreisige Sperrfilter

Hochwertiges Antennenkabel

Eventuell noch Antennenverstärker

Mehrere Antennen wirst Du benötigen um Störsender aus zu blenden.

Im grossen und Ganzen ein Riesenaufwand, der nicht einmal garantiert, dass Du die Programme vom Pfänder immer stabil empfangen kannst. (Tropo und so.)

Selbst für einen Antennen Profi nicht ganz alltäglich!

Ich bin kein Profi, nur Edelbastler. Ich müsste auch zuerst mit Messgeräten ran, (die ein "Normalhörer" nicht einfach so hat, und vermutlich auch nichts damit anzufangen wüsste.)

Dazu ist es noch ein anderes Paar Schuhe, ob man bei sich zu Hause oder rund 250km weiter im Ausland, wo man das Umfeld gar nicht kennt, Ratschläge erteilt, ohne mit einem Radio geschweige mit einem Messgerät durch die Gegend gelatscht zu sein!

Daher ist guter Rat schwierig. Ein Gerät mit Antennenbuchse und eine kurze 5-Element Yagi könnten da weiter helfen. Wenn Du damit nichts siehst, ein oder zwei blinkende Klötzchen, musst Du das ganze leider vergessen, oder einen schon fast wahnsinnigen Aufwand betreiben, welcher die Möglichkeiten einer Mietwohnung deutlich übersteigt!

Ich schaue nun noch, wie es mit dem Säntis aussieht.

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 01.11.2017 00:19
Ich bin's halt schon wieder!

Für den Säntis sieht es viel besser aus, obwohl er weiter weg ist, ca 165km. Mit 2499m Höhe hast Du ja fast "Sichtverbindung", hihihi. Viel steht da nicht mehr im Weg und der 7D mit 28,5kW und 12C mit 16kW werden bei Dir auch nicht von anderen Sendern bedrängt.

Mit dem Sony wird's aber wohl trotzdem nichts werden, wenn Dir nahe Sender den Eingang zu müllen! Dann fährt das überforderte Teil seinen Eingangsverstärker zurück und die schwachen Sender sind weg!

Bleibt nur die Lösung mit einer Richtprügel, Verstärker und entsprechenden Sperrkreisen! Dann wirst Du mit Sicherheit ein paar Klötzchen sehen. Aber eben, die Antennenbuchse ist unverzichtbar.

Loch rein Buchse durch, Mutter drauf und anziehen. Dann kommt der mit dem dünnen Koaxkabel und der Löterei. Wie ich es bei anderen Tips schon verzapft habe.

Bevor Du Dein Gerät operierst, probiere mit einem ausgeliehenen Gerät mit Richtantenne mal was "so geht"!

Und dann, wenn's funzt.... Lötmitteldämpfe bringen jedes Radio in Kürze zum schlafen. Oder sind es doch die Batterien, welche Du vorher heraus nimmst?

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 01.11.2017 01:13
Zitat
DABit
Gern geschehen, ja ich denke schon, dass die Antennen abgesenkt wurden, nur um wie viel weis ich auch nicht. Der wäre ja sonst in halb Deutschland zu hören.
Dann darf man auch die Erdkrümmung nicht vernachlässigen. UKW geht meistens etwa 15% über den optischen Horizont hinaus. Das will heissen, dass die Signale ein wenig der Krümmung folgen können. Bei DAB+ habe ich den Eindruck, dass am optischen Horizont dann fertig ist.

Wie sieht es eigentlich auf der A8 in Richtung Westen aus? Die Autobahnbrücke über die A81 wäre schon ca 100m höher als Dein Wohnort. Kannst ja mal scannen, wenn Du dort wieder einmal im Stau stehst, hihihi. Wäre schon aufschlussreich, wenn da was gehen würde.

Liebe Grüsse

Res


Die A8 Richtung Westen wird da auch nichts vom Saentis oder Pfaender bringen. Ich schaetze eher in die ander Richtung, und zwar bei Ulm wird eher etwas empfangbar sein, wenn man eine Yagi verwendet?

Generell waere meine Frage, wie weit der Saentis oder der Pfaender Richtung Norden empfangbar sind, - mit normalem Antennenwaufwand.

Ich denke das Albstadt, Bieberach oder Memmingen vermutl. an der Grenze liegt.

Eventuell noch Rottweil an der A81? Dies ist aber mehr als optimistisch denke ich.

von 102.1 - am 01.11.2017 19:17
Ja, Werbung für Schweizerkäse ist im Ausland natürlich nicht erwünscht, man hat ja eigenen, besseren, mit kleineren Löcher, hihihi!

Joo, Staxe, da war sicher "etwas" Tropo im Spiel, hihihi, wenn ich auf die Kilometer schaue und noch ein SNR von > 10dB bei so einem Signalpegel ....
Hut ab, da ist ein Profi am werken!

Oh Woau, Vorverstärker - Du machst Deinem Namen ja alle Ehre! Da sieht man, was bei leicht erhöhter Wohnlage und einigermassen freier Sicht möglich ist.

Sogar München hört die Käse Werbung. Hoffentlich hört ihr nie von Kernschmelzkäse aus der Schweiz, sonst hat's mich schon gegrillt, hihihi. Ich sitze fast auf so einem alten Atomi.

Ich staune schon ein wenig, wie weit DAB so geht. Hier im Funkloch sind mit riesigem Aufwand gerade mal so 120km (grosser Feldberg, 5C) möglich. Habe aber auch Berge mit zum Teil 1400m dazwischen. Bis ich den Einen richtig platt gemacht habe, dauert's noch ein wenig!

Ein ganz grosses Dankeschön für die Empfangsberichte! Ich hoffe, dass die Meldungen unsrem 102,1 Mut geben, nochmals was zu probieren!

Liebe Grüsse

Res

von DABit - am 03.11.2017 02:04
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