Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
33
Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lungaharing, Loger, DH0GHU, UKW vs. DAB+, _Yoshi_, PEQsche, iro, Cha, Rheinländer, Felix II, ... und 9 weitere

EU: Pflichtchip für Digitalradio kommt

Startbeitrag von Ralf84 am 10.10.2017 14:46

Eine neue EU-Regelung sieht vor, dass nach einem bestimmten Zeitpunkt neue, höherwertige Radiogeräte zusätzlich zum UKW-Empfang auch den Empfang digitaler Radioprogramme ermöglichen müssen. Damit dürfte der umstrittene Pflichtchip für DAB+ bald kommen.

Quelle: https://www.teltarif.de/digitalradio-pflichtchip-eu-vorgabe-dabplus/news/70309.html

Antworten:

Es handelt sich um einen Vorschlag, noch lange nicht um eine "Regelung".
Der Entwurf muss von EU Kommission und Mitgliedstaaten abgesegnet werden.

von Languedoc - am 10.10.2017 20:49
Und hoffentlich kommt das nicht. Das könnte nämlich einen Backlash auslösen, der letztlich auf die Technik zurückfällt. Das wäre katastrophal für die Akzeptanz.

von Alqaszar - am 11.10.2017 01:04
Zitat
Alqaszar
Und hoffentlich kommt das nicht. Das könnte nämlich einen Backlash auslösen, der letztlich auf die Technik zurückfällt. Das wäre katastrophal für die Akzeptanz.


Wieso? FM Radio's werden ja nicht verboten, es wird nur eine weitere Empfangsmöglichkeit hinzugefügt. Ich sehe da nur Vorteile und wenn der Kunde ein only Gerät will bekommt er das ja immernoch im Internet oder die billigeren im Handel.

Ich weiß gar nicht wo da das Problem ist.

von UKW vs. DAB+ - am 11.10.2017 06:16
@UKW vs. DAB+

Sehe ich absolut genau so. Somit sorgt man irgendwo auch für einen Verbraucherschutz und beugt auch Elektroschrott in Zukunft vor. Man darf im Jahre 2017 durchaus erwarten, dass mit UKW und DAB+ mittlerweile zwei gleichberechtigte Wellenbereiche in "normalpreisigen" Radios vorhanden sind.

von PEQsche - am 11.10.2017 06:24
Sowie ich das verstanden habe, ist bei vielen Werksautoradios (zB. VW) DAB an sich schon drin, muss aber freigeschaltet werden. Und das geht halt dann nur, wenn man andere Sinnlos-Optionen mitkauft. Von daher würde der Zwang endlichen diesen Unfug beenden.

von Georg A. - am 12.10.2017 01:35
Das sehe ich noch nicht. Es handelt sich bisher nur um eine Absichtserklärung. Somit kann das noch Jahre dauern bis das durch ist und nochmal deutlich länger bis das in allen Ländern umgesetzt wird.

von zerobase now - am 12.10.2017 08:33
Es ist aber ein Anfang, schneller geht es eben nicht. Vielleicht hat sich das Thema bis dahin selber erledigt in dem der Markt dann vorrangig DAB als Standard Einbaut.
Mal sehen.

Zitat
Georg A.
Sowie ich das verstanden habe, ist bei vielen Werksautoradios (zB. VW) DAB an sich schon drin, muss aber freigeschaltet werden. Und das geht halt dann nur, wenn man andere Sinnlos-Optionen mitkauft. Von daher würde der Zwang endlichen diesen Unfug beenden.


Ja ganz genau, das würde endlich diesen Unfug beenden der nur dazu dient den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen für etwas was eigentlich selbstverständlich in einem modernen Kfz drin sein muss.

von UKW vs. DAB+ - am 12.10.2017 08:51
Es ist nunmal ein Irrglaube, mit dem Verkauf von PKWs könne man Geld verdienen. Das verdient man mit Sonderausstattungen....

von DH0GHU - am 12.10.2017 17:58
Zitat
DH0GHU
Es ist nunmal ein Irrglaube, mit dem Verkauf von PKWs könne man Geld verdienen. Das verdient man mit Sonderausstattungen....


Es ist also so als wenn man in's Kino geht? Die verdienen ja auch nur an den Speisen und Getränken...

von UKW vs. DAB+ - am 12.10.2017 18:24
Zitat
Georg A.
Sowie ich das verstanden habe, ist bei vielen Werksautoradios (zB. VW) DAB an sich schon drin, muss aber freigeschaltet werden. Und das geht halt dann nur, wenn man andere Sinnlos-Optionen mitkauft. Von daher würde der Zwang endlichen diesen Unfug beenden.


Zumindest in Bezug auf VW ist das falsch, es gab nur im Modelljahr 2011 und nur für ein bestimmtes Radionavi vom Typ RNS315 nachträglich freischaltbares DAB+. Ansonsten muss(te) immer die Hardware getauscht bzw. mittels Adaptern ergänzt werden. Das ist auch bei den aktuellen, modular aufgebauten Systemen so.

Im Sinne der Zukunftssicherheit ist ein grundsätzlicher Verbau von DAB-fähigen Tunern gerade bei hochwertigeren Anlagen ab dem jetzigen Zeitpunkt sehr begrüßenswert. Unter hochwertige Anlagen verstehe ich vor allem moderne Fahrzeuginfotainmentsysteme, bei denen DAB+ oft später leider nicht mehr mit vertretbarem Aufwand - sei es technisch oder finanziell - nachgerüstet werden kann und die Kunden dann lange Gesichter ziehen. Adapter (Ezi-DAB etc.) sind m.E. die schlechteste Lösung, da sie nicht oder nur rudimentär in die Bedienoberfläche des Fahrzeuges eingebunden werden und somit auch optisch immer wie Fremdkörper wirken. Junge Gebrauchtwagen lassen sich mit so offensichtlich draufgesetzten Gerätschaften jedenfalls schlechter anbieten als vernünftig und vollständig integrierte (Werks-)Lösungen. Letztere nachträglich zu realisieren ist aber selbst für Fachleute nicht immer einfach, ein aktuelles Beispiel kann ich hierzu jüngst aus eigener Erfahrung schildern. In meinem gerade gekauften, drei Jahre alten Passat musste das DAB-lose RNS315 gegen eine Variante mit eingebauter DAB-Hardware getauscht werden, problematisch war hierbei jedoch die korrekte Unterstützung von werksseitiger Freisprecheinrichtung sowie der Frontkamera für die Fahrassistenzsysteme (Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent u.a.). Jene Features waren mit dem Verbau eines untauglichen Radios außer Funktion. Eine gezielte Suche nach geeigneten RNS315-Typen mit DAB half spontan nicht, da es mehrere Teilenummern sowie unterschiedliche Softwarestände bei diesem Radiomodell gibt. Es hätten wieder Bauteilkonflikte gedroht. Jetzt hätte ich die Kollegen vom Ersatzteilverkauf um Hilfe fragen können, doch die wären genau so aufgeschmissen gewesen wie ich, da der elektronische Ersatzteilkatalog anhand der Fahrgestellnummer nur das DAB-lose Modell als passend ausgespuckt hätte. Aufzeichnungen über mögliche Auf- bzw. Umrüstungen werden vom Hersteller bei diesem Thema bewusst nicht angeboten. Zum Glück hatte ich ein Vergleichsfahrzeug mit DAB+, identischer bzw. relevanter Ausstattung (Navi, Telefon, Frontkamera) und sogar dem gleichen Baujahr zur Hand und konnte so das passende Radiomodell mit entsprechender Teilenummer herausfinden. Zur Steigerung der Spannung gab es dann nur genau ein einziges Radio mit jener Teilenummer in den Internetbörsen und ein Neues hätte um 1600€ gekostet. Dieses Suchspiel inkl. anschließender Frickelei mit dem Antennensystem hätte sich um jede Wette kein Hans Mustermann nachträglich gegönnt, von daher ab sofort DAB an Bord...

von Dr. Antenne - am 12.10.2017 20:02
Zitat
UKW vs. DAB+
Zitat
DH0GHU
Es ist nunmal ein Irrglaube, mit dem Verkauf von PKWs könne man Geld verdienen. Das verdient man mit Sonderausstattungen....


Es ist also so als wenn man in's Kino geht? Die verdienen ja auch nur an den Speisen und Getränken...


Oder wie mit Druckern, die verdienen an Tintenpatronen.
Die Margen der Hersteller sind gerade im Kompaktwagenbereich ziemlich dürftig, entsprechend teuer sind Sonderwünsche und Ersatzteile.

Ist doch auch logisch.
Preisschlachten mit riesen Nachlässen. Irgendwoher muß die Rendite kommen. Primäres Ziel von Autobauern ist nunmal nicht, Autos zu bauen, sondern Gewinn zu erwirtschaften. Dazu muss man zwar gute Autos bauen, aber das ist kein Selbstzweck.

von DH0GHU - am 12.10.2017 20:28
Ich bin schon mal auf die Aussagen der Länder gespannt, die sich mit aller Kraft gegen das "Gespenst" DAB+ wehren. Finnland wäre hierfür ein gutes Beispiel. Es hätten zwar dann alle finnischen Radios die Möglichkeit, digitales Radio zu empfangen, nur bringt es keinem was.

von Lungaharing - am 12.10.2017 20:45
@Lungaharing

Ich denke nicht, dass von diesen Ländern großer Gegenwind zu erwarten ist.

Warum auch? Es tut ja keinem weh, wenn er fast für das gleiche Geld ein Radio bekommt, das einen Wellenbereich mehr hat. Egal, ob er diesen nutzt oder nicht. Wir reden hier von ein paar wenigen Euro (wenn überhaupt, die Chips kosten wenige Cent in der Herstellung und werden nochmals billiger, wenn diese in großen Mengen abgenommen werden).

von PEQsche - am 13.10.2017 09:39
In der Vergangenheit hat es doch auch niemanden gestört, wenn die Radios noch einen MW oder gar zusätzlich noch LW und KW-Bereich hatten. Selbst heute werden noch UKW-Radios mit MW-Bereich in Deutschland verkauft, obwohl der Normalhörer damit gar kein geeignetes Angebot mehr empfangen kann. Und obwohl das Radio dadurch teurer wird, da zusätzlich eine Ferritantenne eingebaut werden muss (unterm Strich teurer als die wenigen Cent Mehrkosten für einen DAB-Chip).
Lässt man den MW-Bereich einfach zugunsten eines DAB-Empfangsteils weg, könnte das UKW/DAB+-Radio sogar billiger werden als ein UKW/MW-Radio.

von iro - am 13.10.2017 11:35
Zitat
PEQsche
@Lungaharing

Ich denke nicht, dass von diesen Ländern großer Gegenwind zu erwarten ist.

Warum auch? Es tut ja keinem weh, wenn er fast für das gleiche Geld ein Radio bekommt, das einen Wellenbereich mehr hat.


Ist bei Fernsehern ja auch so, da werden seit Jahren nur noch Geräte verkauft welche außer analogem TV auch noch DVB-T und DVB-C können, bei höherwertigeren Geräten ist sogar DVB-S mittlerweile Standard. Selbst wenn die Geräte dann nur an einem analogen Kabelanschluß betrieben werden.

Zitat
iro
In der Vergangenheit hat es doch auch niemanden gestört, wenn die Radios noch einen MW oder gar zusätzlich noch LW und KW-Bereich hatten. Selbst heute werden noch UKW-Radios mit MW-Bereich in Deutschland verkauft, obwohl der Normalhörer damit gar kein geeignetes Angebot mehr empfangen kann. Und obwohl das Radio dadurch teurer wird, da zusätzlich eine Ferritantenne eingebaut werden muss (unterm Strich teurer als die wenigen Cent Mehrkosten für einen DAB-Chip).
Lässt man den MW-Bereich einfach zugunsten eines DAB-Empfangsteils weg, könnte das UKW/DAB+-Radio sogar billiger werden als ein UKW/MW-Radio.


So billig wie ein einfaches analoges UKW/MW-Radio oder ein UKW-Scanradio werden DAB-Geräte wohl nie werden. Der Grund: Digitalradios benötigen zwingend ein textfähiges Display und einige Tasten für die Bedienung des Menüs - das kostet deutlich mehr als z.B. eine runde Plastikscheibe welche mit einer Frequenzskala bedruckt ist.
Bei Radiogeräten welche schon mit einem Display und den nötigen Bedienelementen ausgestattet sind (z.B. Autoradios mit RDS) dürften die Mehrkosten gegenüber reinen UKW-Geräten jedoch gegen 0 tendieren.

von Loger - am 13.10.2017 12:22
Zitat
Loger
Digitalradios benötigen zwingend ein textfähiges Display und einige Tasten für die Bedienung des Menüs

Das hatte ich bei dem Preisvergleich eigentlich schon zwingend vorausgesetzt. Wenn man den Stromverbrauch reiner UKW-Geräte mit DAB-Geräten vergleicht, muss man das ja ebenfalls berücksichtigen - und dann schneiden die UKW-Geräte mit Display ja sogar schlechter ab als die DAB-Geräte. Vergleicht man mit einem UKW-Gerät mit Skalenanzeige, schneidet natürlich das UKW-Gerät in dem Fall (deutlichst) besser ab. Äpfel, Birnen und so...

Und solche Geräte können ja auch weiterhin ohne Pflichtchip verkauft werden, da sie nicht zu den höherwertigen Geräten zählen. Gleiches gilt für das UKW-Scanradio ohne jegliche Anzeige. Daher wäre ein Vergleich auch überflüssig.

von iro - am 13.10.2017 12:55
Zitat
Loger
Digitalradios benötigen zwingend ein textfähiges Display und einige Tasten für die Bedienung des Menüs


Man könnte ja ein Radio bauen, das nur eine manuelle Anzeige des Muxes besitzt. Das Gerät würde ständig nach neuen Sendern suchen und man könnte durch einen simplen Drehknopf zwischen den Sendern wechseln. Einziger Nachteil wäre dann nur, dass man in der Fülle an Programmen förmlich "ertrinken" würde.

von Lungaharing - am 13.10.2017 16:58
Zitat
Lungaharing
Ich bin schon mal auf die Aussagen der Länder gespannt, die sich mit aller Kraft gegen das "Gespenst" DAB+ wehren. Finnland wäre hierfür ein gutes Beispiel. Es hätten zwar dann alle finnischen Radios die Möglichkeit, digitales Radio zu empfangen, nur bringt es keinem was.


Die Finnen haben, wenn sie nach Norden fahren (Norwegen), jetzt schon kein UKW mehr.

von drahtlos - am 13.10.2017 22:08
Zitat
drahtlos
Zitat
Lungaharing
Ich bin schon mal auf die Aussagen der Länder gespannt, die sich mit aller Kraft gegen das "Gespenst" DAB+ wehren. Finnland wäre hierfür ein gutes Beispiel. Es hätten zwar dann alle finnischen Radios die Möglichkeit, digitales Radio zu empfangen, nur bringt es keinem was.


Die Finnen haben, wenn sie nach Norden fahren (Norwegen), jetzt schon kein UKW mehr.


Ein kleiner Trost bei einer UKW Abschaltung wie jetzt auch in Norwegen wird sein, dass man das FM-Band mittels UKW Transmitter an einem DAB+ Radio, Sat-Receiver oder Internetradio weiter beleben kann und die UKW-Radios dann nicht wegwerfen muss.

von 101,4 - am 14.10.2017 10:50
Ein Vorteil sehe ich bei dem Pflichtchip das Automobilhersteller gezwungen werden Autoradios mit DAB+ einzubauen.

von _Yoshi_ - am 14.10.2017 14:43
Aber werden die Hersteller auch verpflichtet diesen freizuschalten? :rolleyes:

von Cha - am 14.10.2017 15:14
Zitat
Cha
Aber werden die Hersteller auch verpflichtet diesen freizuschalten? :rolleyes:


Ganz ehrlich: Ich würde es den Autoherstellern sogar zutrauen. DAB+ kann man dann für ~250€ freischalten lassen. Die Regelung wäre somit erfüllt und man müsste auf keine Mehreinnahmen verzichten. :)

von Lungaharing - am 14.10.2017 18:18
In dem Zusammenhang, sind mir diese Woche vermehrt neuere Autos aufgefallen, die eine deutlich Kürzere Antenne haben, die ist zu dem Dicker, und mit einem Gewinde außen herum, von der Länge identisch wie meine Magnetfuß DAB Antenne

Daher nehme ich an, dass man in den Autos ein DAB Radio verbaut hat, dass auch UKW mit empfängt?

von Rheinländer - am 14.10.2017 20:01
Um so etwas zu verhindern müsste die EU Regelung noch angepasst werden.
Eventuell müsste in der Vorschrift drinstehen das der DAB Empfang direkt ab Kauf des Gerätes ungehindert ohne Mehrkosten sichergestellt sein.

von _Yoshi_ - am 14.10.2017 20:05
Zitat
Rheinländer
In dem Zusammenhang, sind mir diese Woche vermehrt neuere Autos aufgefallen, die eine deutlich Kürzere Antenne haben, die ist zu dem Dicker, und mit einem Gewinde außen herum, von der Länge identisch wie meine Magnetfuß DAB Antenne

Daher nehme ich an, dass man in den Autos ein DAB Radio verbaut hat, dass auch UKW mit empfängt?


Meine Tochter hat so ein Auto , nur da ist kein Dab Radio drin . Ich denke eher das dann die Möglichkeit besteht einzubauen auch nachträglich

von november62 - am 15.10.2017 04:25
Zitat
Rheinländer
In dem Zusammenhang, sind mir diese Woche vermehrt neuere Autos aufgefallen, die eine deutlich Kürzere Antenne haben, die ist zu dem Dicker, und mit einem Gewinde außen herum, von der Länge identisch wie meine Magnetfuß DAB Antenne

Daher nehme ich an, dass man in den Autos ein DAB Radio verbaut hat, dass auch UKW mit empfängt?


Ich denke daß diese kurzen Antennen nur für das Mobilfunk-Modul sind und Radio über eine getrennte Antenne, z.B. in der Heckscheibe, empfangen wird.

Diese mit GPS-Empfänger und Mobilfunk- Modul verwanzten Fahrzeuge sind ja ab nächstes Jahr pflicht in der EU. :mad:

von Loger - am 15.10.2017 08:06
Zitat
Loger
Diese mit GPS-Empfänger und Mobilfunk- Modul verwanzten Fahrzeuge sind ja ab nächstes Jahr pflicht in der EU. :mad:


Es gibt ja auch Gerüchte, dass heutzutage jedes Smartphone GPS, Glonass, Baidou und Galileo hat. Es wissen somit die USA, Russland, China und die EU, wo du dich gerade befindest. :rolleyes:

von Lungaharing - am 15.10.2017 12:32
GPS, Glonass, Baidou und Galileo ermöglichen dem Smartphone nur, seine Position rauszufinden.

Übermittelt wird die damit noch lange nicht.
Woher das Handy die Position hat, ist dabei egal. Wenn die NSA die Positionsdaten Deines Smartphones abgreift, ist es ihr egal, ob die von GPS, Galileo, Glonass, Baidou (=GNSS) oder einer manuellen Eingabe kommen.

Man kann ja die eigentliche Handy-Funktion deaktivieren :) Dann läßt sich auch GNSS etc nicht auslesen.
Umgekehrt kann man Position auch ohne GNSS-Daten ermitteln, Stichwort Time of Arrival-messung.

von DH0GHU - am 15.10.2017 15:33
Zitat
Lungaharing
Zitat
Loger
Diese mit GPS-Empfänger und Mobilfunk- Modul verwanzten Fahrzeuge sind ja ab nächstes Jahr pflicht in der EU. :mad:


Es gibt ja auch Gerüchte, dass heutzutage jedes Smartphone GPS, Glonass, Baidou und Galileo hat. Es wissen somit die USA, Russland, China und die EU, wo du dich gerade befindest. :rolleyes:


Genau, und deswegen soll jetzt der Hersteller meines Fahrzeuges auch noch die Möglichkeit bekommen aus meinen privaten Daten Profit zu generieren? Tolles Argument.

Irgendwelche Behörden (Staatsanwaltschaft, Geheimdienste...) haben natürlich die Möglichkeit zu kontrollieren wo ich mich befinde und was ich so im Netz treibe, und damit habe ich auch gar kein Problem - solange dies nach rechtsstaatlichen Regeln geschieht (z.B. durch einen richterlichen Beschluß) und die beteiligten Personen berechtigtes Interesse an diesen Daten haben (begründeter Anfangsverdacht) und dabei auch gewissenhaft arbeiten.

Was mir aber ziemlich gegen den Strich geht ist die Tatsache daß mittlerweile jeder Konzern und jedes noch so kleine Drecksunternehmen meine persönlichen Daten (Konsumverhalten, Bewegungsprofil, Interessen...) als Resource ansieht welche sich profitabel ausbeuten läßt.
Was persönliche Daten und das Wissen über das Verhalten der Menschen wert ist zeigen so Unternehmen wie Google und Facebook ja sehr deutlich - das sind Multimilliarden-Dollar-Konzerne!

Solange ich noch frei wählen kann ob ich das unterstütze, ob ich bei Payback mit mache oder mir ein Facebook-Profil zulege und entsprechende Dienste nutze, solange ist das für mich kein Problem. Wenn aber durch Lobbyismus Vorschriften geschaffen werden welche, zumindest meiner persönlichen Ansicht nach, nur den Zweck haben gewissen Konzernen neue Geschäftsfelder zu erschließen und ich dadurch dann dazu gezwungen bin mir ein verwanztes Fahrzeug zu kaufen, ja da geht mir echt der Hut hoch!
Das Traurige an der Geschichte ist nur: Wie konnte das passieren? Warum interessiert das (fast) niemanden mehr - gerade mal 28 Jahre nach dem Mauerfall?

von Loger - am 16.10.2017 07:37
weil die Methoden andere sind. Damals durftes du nicht geradeheraus sagen was du wolltest. Alles und jeder wurde zensiert. Wer sich nicht dranhielt lief Gefahr sein Leben durch Gewalteinwirkung anderer kaputt zu machen. "Kommen Sie mal bitte mit zur Klärung eines Sachverhaltes" und schwupps warste wggesperrt. Heute kannst du sagen was du willst, interessiert keine Sau....

von Felix II - am 16.10.2017 08:21
Zitat
Loger
Genau, und deswegen soll jetzt der Hersteller meines Fahrzeuges auch noch die Möglichkeit bekommen aus meinen privaten Daten Profit zu generieren? Tolles Argument.


Eigentlich wollte ich kein Argument aufführen, sondern darauf hinweisen, dass Milliarden von Menschen ein Gerät zur Ortung freiwillig mit sich rumschleppen und der Widerstand der Bevölkerung wahrscheinlich recht gering sein wird. Die Frage ist nur, was mit meinen Positionsdaten am Ende geschieht, da Datenschutz in einer Welt von NSA und Co schon wichtig ist.

von Lungaharing - am 17.10.2017 16:59
Zitat
Lungaharing
Zitat
Loger
Genau, und deswegen soll jetzt der Hersteller meines Fahrzeuges auch noch die Möglichkeit bekommen aus meinen privaten Daten Profit zu generieren? Tolles Argument.


Eigentlich wollte ich kein Argument aufführen, sondern darauf hinweisen, dass Milliarden von Menschen ein Gerät zur Ortung freiwillig mit sich rumschleppen und der Widerstand der Bevölkerung wahrscheinlich recht gering sein wird. Die Frage ist nur, was mit meinen Positionsdaten am Ende geschieht, da Datenschutz in einer Welt von NSA und Co schon wichtig ist.


Ok, gut, dann bin ich ja beruhigt. Schön wenn ich nicht der Einzige bin welcher sich über dieses Thema Gedanken macht ;)
So, nun aber genug OT.

von Loger - am 17.10.2017 17:21
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.