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4-10-2017 DAB DX: Hessen und DR DAB in Nord Spanien

Startbeitrag von Ruud am 14.10.2017 14:45

Antworten:

Bei "DR DAB" dachte ich zunächst an Dänemark, gemeint ist aber der Bundesmux. ;)

von Cha - am 14.10.2017 15:13
Zitat
Cha
Bei "DR DAB" dachte ich zunächst an Dänemark, gemeint ist aber der Bundesmux. ;)


Alles ist moglich ! DNK DAB in Spanien kommt noch vermute ich :cheers:
Wenn mann dort ein gute antenne hat sicher, dies war nur am telescope antenne:eek:
Ruud

von Ruud - am 14.10.2017 17:30
sunshine live 112kbps???

von theArno80 - am 14.10.2017 17:54
Wenn der Empfang zu schwach ist, übernehmen die FS-Chips die Datenrate des zuletzt empfangenen Programms (also hier 112 kbps vom hr)

von LXS - am 15.10.2017 06:20
Toller Empfang, und erstaunlich weit im Osten Nordspaniens... Die baskische Küste ist ja recht häufig über Tropo von Deutschland aus erreichbar.

von DH0GHU - am 15.10.2017 10:51
Uli, ich widerspreche Dir nur sehr ungern, jedoch handelt es sich aber eindeutig um Sporadic E Ausbreitung. Tropo bei 200mc und weit über 1000km Entfernung? Nö nö

von Funker1 - am 16.10.2017 05:32
Zitat
Funker1
Uli, ich widerspreche Dir nur sehr ungern, jedoch handelt es sich aber eindeutig um Sporadic E Ausbreitung. Tropo bei 200mc und weit über 1000km Entfernung? Nö nö


Warum nicht? Und wo erkennst du hier etwas Eindeutiges?
Wir hatten hier in Süddeutschland auch schon DAB-Tropo-Empfang aus Norwegen.

von Habakukk - am 16.10.2017 06:33
Zitat
Habakukk
Zitat
Funker1
Uli, ich widerspreche Dir nur sehr ungern, jedoch handelt es sich aber eindeutig um Sporadic E Ausbreitung. Tropo bei 200mc und weit über 1000km Entfernung? Nö nö


Warum nicht? Und wo erkennst du hier etwas Eindeutiges?
Wir hatten hier in Süddeutschland auch schon DAB-Tropo-Empfang aus Norwegen.


https://en.m.wikipedia.org/wiki/Sporadic_E_propagation

Punktueller Fern- Empfang (hier eindeutig K7B Hessen) in weit über 1000km über die Alpen spricht für Sporadic E

von Funker1 - am 16.10.2017 07:02
In dem Fall darfst Du mir auch nicht widersprechen :p

In dieser Jahreszeit Sporadic E auf 200 MHz und dann noch so stabil kann man ausschließen.
Tropo über Distanzen deutlich über 1000 km ist hingegen im Herbst überhaupt nicht selten. Selbst aus der Rheinebene heraus (!) habe ich sogar auf 70cm solche Entfernungen hinbekommen.

Außerdem gibt es zwischen Hessen und der baskischen Küste keine Alpen...

Edit: Man beachte: Der Text unter dem Empfangsvideo ist spanisch. Die Koordinatenangabe mit "O" steht nicht für "Osten" sondern für "Oeste", spanisch für Westen.

von DH0GHU - am 16.10.2017 07:51
Zitat
LXS
Wenn der Empfang zu schwach ist, übernehmen die FS-Chips die Datenrate des zuletzt empfangenen Programms (also hier 112 kbps vom hr)
Bis zu diesem Beitrag wusste ich das nicht, hatte gestern aber tatsächlich das gleiche Phänomen. Stimmt also.

von pomnitz26 - am 16.10.2017 09:57
Zitat
DH0GHU
In dem Fall darfst Du mir auch nicht widersprechen :p

In dieser Jahreszeit Sporadic E auf 200 MHz und dann noch so stabil kann man ausschließen.
Tropo über Distanzen deutlich über 1000 km ist hingegen im Herbst überhaupt nicht selten. Selbst aus der Rheinebene heraus (!) habe ich sogar auf 70cm solche Entfernungen hinbekommen.

Außerdem gibt es zwischen Hessen und der baskischen Küste keine Alpen...

Edit: Man beachte: Der Text unter dem Empfangsvideo ist spanisch. Die Koordinatenangabe mit "O" steht nicht für "Osten" sondern für "Oeste", spanisch für Westen.


Uli ☺ dieses Thema birgt schon seit langem Diskussionspotential. Belassen wir es bei zwei verschiedenen Meinungen.
In einer Sache gebe ich Dir allerdings recht.....mein Spanisch ist nicht so dolle

von Funker1 - am 16.10.2017 16:04
Ob das Tropo war oder nicht, lässt sich doch eigentlich relativ eindeutig anhand der Wetterdaten heraus finden. Umgekehrt müsste es doch Daten über die MUF an diesem Tag geben.

Ich gehe stark davon aus, dass Ophelia mit all ihren Begleiterscheinungen für ungewöhnliche Bedingungen zuständig sein dürfte. Tropo mit Entfernungen >1000km ist ohnehin nichts so Außergewöhnliches. Und meine Erfahrungen mit DAB über jetzt bald 20 Jahre zeigt, dass Tropo im Gegensatz zu Sporadic E im Band III durchaus sehr ausgeprägt sein kann. Selbst im L-Band (also 1400MHz) konnte ich damals Low-Power DAB-Sender aus über 500km Entfernung empfangen.

Sporadic E im Band III halte ich durchaus für möglich (wurde ja auch schon im Sommer nachweislich mindestens 2x beobachtet), aber so spät im Jahr und mit relativ konstantem Signal schließe ich Sporadic E auch eher aus. Aber warum sollte man nicht einfach einen Blick in die Daten werfen (MUF, Radiosondenaufstiege, etc...).

von Habakukk - am 17.10.2017 07:30
Sporadic E ist um diese Jahreszeit genauso oft oder selten, wie das derzeitige Wetter. In JO61MH waren es am Dienstag 29,1 Grad
Die Tropo konnte ich wunderschön in meinem DX qth anhand der Signale beobachten. Eine Es leider nicht. Und trotzdem bin ich der Meinung das Ruud in einer gesteckt haben muss. Wenn es Tropo gewesen wäre, dann hätte ganz sicher noch weiteres aus der Gegend bei Ihm aufgeblinkt. So eng die Öffnung? Das spricht m.E. eher für eine Sporadic E
Und da ist es völlig Wurscht ob Digitalismus oder nicht

von Funker1 - am 18.10.2017 18:02
Der Spanische OM in dem Video deutet selbst in der Videobeschreibung an, das es Tropo war.

Ausgeprägte Inversionswetterlagen wie die aktuelle sind Mitte Oktober kein rares Phänomen.

von DX-Matze - am 18.10.2017 18:14
Zitat
Habakukk
Ob das Tropo war oder nicht, lässt sich doch eigentlich relativ eindeutig anhand der Wetterdaten heraus finden. Umgekehrt müsste es doch Daten über die MUF an diesem Tag geben.


Wer Lust und einen Login hat, könnte ja mal hier schauen, was am 4.10.2017 - das Radio in Spanien zeigte 19.43 Uhr an, sonst so lief: https://www.dxmaps.com/spots/show.php

Ale Nichtmeteorologe findet man leider auch nicht leicht irgendwelche alten Wetterdaten, aber in diesem Artikel des DWD zum Sturm Xavier am 5.10. finden sich, weiter unten, aber drei schlechtaufgelöste Karten vom 4.+5.10.2017. Auf denen ist Spanien zwar gar nicht drauf, dafür aber die Verteilung der Isobaren. Und die schließt einen Duct eigentlich gänzlich aus.

https://www.dwd.de/DE/presse/hintergrundberichte/2017/warnmanagement_xavier.pdf?__blob=publicationFile&v=3

von iro - am 18.10.2017 19:51
http://www.fmlist.org/fm_logmap.php?datum=2017-10-04

Kein einziger ES-Log an diesen Tag, Tropotechnisch ging sehr wohl was.

von DX-Matze - am 18.10.2017 20:33
Zitat
DX-Matze
http://www.fmlist.org/fm_logmap.php?datum=2017-10-04

Kein einziger ES-Log an diesen Tag, Tropotechnisch ging sehr wohl was.


Naturlich tropo, wie kommt mann auf spor.E :bloed:

von Ruud - am 18.10.2017 21:34
Ich habe es mal mit Google Maps nachgemessen:

Vom Empfangsort bis zum Feldberg im Schwarzwald wären es beispielsweise Luftlinie 941 km.

von DX-Fritz - am 21.10.2017 09:41
Zitat
DX-Fritz
Ich habe es mal mit Google Maps nachgemessen:

Vom Empfangsort bis zum Feldberg im Schwarzwald wären es beispielsweise Luftlinie 941 km.


Ich vermute dass es handelt um Hessen Hardberg 7B und denn auch die 5C von Hardberg.

von Ruud - am 22.10.2017 12:53
ich tippe eher auf den großen Feldberg/Taunus. Von dort aus sind die knapp über 1100 km zum spanischen Küstengebirge auf 2m sogar bei Normalbedingungen im Bereich des Machbaren. Ich habe selbst schon Spanien auf 2m per Tropo erreicht, und andere Funkamateure im westlichen Teil Deutschlands sogar auf 70cm.
Für den 4.10.2017 berichtet F5LEN (Nordostfrankreich Großraum Nancy) auch über 2m-Tropo nach Südwesten, die auch so vorhersagbar war ("comme prevu"):
https://f5len.org/blog/tropo-du-4-octobre-2017/

Leider ist in der Region ums Baskenland die Dichte an ernsthaften VHF/UHF-DXern unter den Funkamateuren relativ ging, daher gibt es von dort unten keine Meldungen (zumindest keine, die auf die schnelle zu finden sind).


Zu Sporadic E und auch zu dessen Auftreten im Herbst im Allgemeinen: Bei dieser Entfernung hätte die Senkrechtgrenzfrequenz über Zentralfrankreich größer 40 MHz sein müssen. Bereits auf sehr kurzen Distanzen wäre 6m offen gewesen, und auf 2m wären reihenweise ES-Logs zwischen spanischen und deutschen Funkamateuren eingegangen.
Derartige Öffnungen wären selbst Ende August schon eine Rarität. Die späteste 2m-Öffnung, die ich jemals erlebt habe, war im Jahr 2002 am 11.08.2001 - allerdings über eine weit höhere Sprungdistanz nach Portugal.
Die letzte in größere Sporadic-E-Öffnung in Europa war am 3. August 2017, es gab noch je eine kleinere Öffnung am 24. und 25.8. sowie einen begründbaren Verdacht am 8. September.

https://amunters.home.xs4all.nl/eskiplog.htm

Die 2 Meldungen im Oktober basieren einmal auf einer 6m-Meldung (mit berechneter MUF bei 133 MHz zwischen Griechenland und Süditalien, also sehr weit im Süden) und einer Fehlauswertung ("t'es" wurde als String mit "ES" bewertet). Die Meldungen am 27. und 24.9. sind ebenfalls Fehlmeldungen (KP25 nach KP20/36/41 ist niemals ES). Die Meldungen am 2.9. sind auch Fehlauswertungen (JN61-JN76; KN22-KN19 - viel zu nah)


Ich bleibe dabei: Sporadic E auf 190 MHz Anfang Oktober zwischen Süddeutschland und Nordspanien: Never-ever. Das würde ich selbst für 144 MHz so gut wie ausschließen, und jeder erfahrende 2m-DXer wird bestätigen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür extremst niedrig ist (eher gibts dann noch Aurora-E, FAI oder so Zeugs...)

von DH0GHU - am 22.10.2017 18:05
Ich tippe auch definitiv auf Tropo und eine günstige Kombination von Reflexionseffekten. Der Signalpfad von Hessen ins Baskenland läuft am Zentralmassiv vorbei fast nur über flaches Gelände mit vielen Flusstälern (Marne, Seine, Loire), wo es zu Hochnebel auch noch Effekte durch herbstlichen Bodennebel geben kann.
Ich bin mit Zimmerantennen-DX allerdings selbst maximal bis zum leistungsstarken UKW-Sender Niort gekommen.
Dank Smog über Paris war vor 20 Jahren Ende September aber auch mal Brest in Bretagne drin, was reichweitenmäßig vergleichbar mit dem Baskenland ist.

Vielleicht hat bei diesem DAB-Log auch noch das Moseltal eine Rolle gespielt und es könnte der Sender Rimberg gewesen sein.

von Saarländer (aus Elm) - am 23.10.2017 08:20
Gibt es in Spanien schon DAB-Belegungen?

von Handydoctor - am 23.10.2017 08:54
Lt. DABLIST: ja

von DX-Fritz - am 23.10.2017 09:01
Von Gibraltar profitiert auch dessen Umfeld

von andimik - am 23.10.2017 17:27
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