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Nachnutzung des UKW-Bandes nach Migration auf DAB

Startbeitrag von dxbruelhart am 31.10.2017 05:54

In den Niederlanden wollen die Privatsender das UKW-Band 2 künftig für weitere DAB-Ensembles nutzen. Der Verband VCR plädiert dafür, dieses Band für Radio-Rundfunk zu erhalten.
http://radio.nl/814652/commerciele-radio-fm-na-afschakeling-inzetten-voor-dab
Wie wird das gerätemässig gelöst? Wohl empfangen alle DAB Empfänger auch das UKW-Band, aber lässt sich da ohne grösseren Umbau ein DAB Empfang realisieren?
Das Bakom hat bereits früher angekündigt, dass das UKW-Band 2 in der Schweiz künftig für Radio reserviert bleiben soll, aber es sollen keine DAB Ensembles darauf kommen.

Antworten:

nein, natürlich lassen sich bestehende Systeme nicht umrüsten - in aller Regel haben sie dazu keine Programmierschnittstelle für Updates.

Denkbar wäre nur, ab Zeitpunkt X festzulegen, dass das alle neue Radios können MÜSSEN. So ca. 10-15 Jahre später könnte man dann daran denken, dort zu senden.

Ich frage mich nur, ob das wirklich sinnvoll ist. Erst mal muss jemand beweisen, dass es einen Bedarf gibt. Es gibt 32 DAB-Kanäle im Band III, flächendeckend sind damit problemlos 5-6 großflächige Bedeckungen realisierbar, dazu noch weitere lokale Bedeckungen. Die muss man erst mal voll bekommen...


Band II wäre eigentlich auch sehr gut für diverse andere Funkdienste (z.B. BOS) geeignet. Ein Problem von TETRA beispielsweise ist, dass dafür Frequenzen bei 400 MHz genutzt werden müssen...

von DH0GHU - am 31.10.2017 07:02
DAB Ensembles auf dem UKW-Band 2 sind schon deshalb nicht sinnvoll, weil sie in den Nachbarländern analoge UKW-Sender stören, da nun die verschiedenen Länder rund um uns herum ganz unterschiedliche Migrationspläne (oder eben auch gar keine) haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. Oesterreich oder Italien in den nächsten 20-25 Jahren je aus UKW aussteigen werden.

von dxbruelhart - am 31.10.2017 07:55
Zitat
dxbruelhart
Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. Oesterreich oder Italien in den nächsten 20-25 Jahren je aus UKW aussteigen werden.


Das unterschätzt du ein wenig. Vielleicht wechselt Österreich direkt ins Internet (was ich nicht glaube), jedoch wird in 25 Jahren kein UKW mehr dudeln. Da können sich heute natürlich nur die wenigsten vorstellen.

Überhaupt kann man sich mal Gedanken machen, welchen Weg das Medium "Radio" die nächsten 10-20 Jahre einschlagen wird. Programme die einfach "ihre" Musik spielen und ab und an mal Moderation haben werden die nächsten Jahrzehnte von der Bild(Audio)fläche verschwinden.

von Scrat - am 31.10.2017 09:07
Zitat
Scrat
[Das unterschätzt du ein wenig. Vielleicht wechselt Österreich direkt ins Internet (was ich nicht glaube), jedoch wird in 25 Jahren kein UKW mehr dudeln. Da können sich heute natürlich nur die wenigsten vorstellen.


Steile These....ich wette, das auch in 25 Jahren noch analog gesendet wird.
Nur diese analogen Systeme halten sich lange.
Siehe MW/LW...dort hörte schon seit den 1980er Jahren keiner mehr zu, trotzdem wurde noch 30 Jahre weitergesendet.

Was es aber ganz sicher in 30 Jahren nicht mehr geben wird, ist dab+.
Durch die Digitaltechnik ist auch das Radio im Technologierennen angekommen....und genau wie dvb-t durch dvb-t2 abgelöst wird, wird es für Rundfunk spätestens in 20 Jahren eine neue Technologie geben. Oder er verschwindet, wie alles, im Netz.

von vossi68 - am 31.10.2017 09:23
Zitat
DH0GHU
(...)
Ich frage mich nur, ob das wirklich sinnvoll ist. Erst mal muss jemand beweisen, dass es einen Bedarf gibt. Es gibt 32 DAB-Kanäle im Band III, flächendeckend sind damit problemlos 5-6 großflächige Bedeckungen realisierbar, dazu noch weitere lokale Bedeckungen. Die muss man erst mal voll bekommen...

Solange die Hörfunknutzung nicht steigt wird man da nichts vollbekommen. Ich befürchte daß es zu keiner weiteren Verspartung kommen wird. Einzig die Dudler breiten sich flächiger aus. So wird es für mich auch weiterhin keinen "DLF mit Musikfarbe anspruchsvoller Metal" analog zum ehemaligen WDR2Klassik geben, da bin ich mir sicher. Und so dudeln dann halt weiterhin die pomadigen BOBs oder RockAntenne vor sich hin...aber nicht bei mir ;-) .

Zitat
DH0GHU
Band II wäre eigentlich auch sehr gut für diverse andere Funkdienste (z.B. BOS) geeignet. Ein Problem von TETRA beispielsweise ist, dass dafür Frequenzen bei 400 MHz genutzt werden müssen...

Zumindest das wäre interessant. Unterm Strich dann vielleicht irgendwann: Tausche VHF-II gegen Kanal13 DAB oder ähnliches.

von Thomas (Metal) - am 31.10.2017 09:36
Zitat
vossi68
Was es aber ganz sicher in 30 Jahren nicht mehr geben wird, ist dab+.
Durch die Digitaltechnik ist auch das Radio im Technologierennen angekommen....und genau wie dvb-t durch dvb-t2 abgelöst wird, wird es für Rundfunk spätestens in 20 Jahren eine neue Technologie geben. Oder er verschwindet, wie alles, im Netz.


Bei DVB-T hatte man das Problem, dass es schlicht und ergreifend schon bei Einführung (bei mir 2008 (DE), bzw. 2007 (AT)) veraltet war. HD hatte da schon seinen Siegeszug begonnen. Das selbe passiert jetzt auch mit DVB-T2, da wir in gut 10-15 Jahren 4K im Fernsehen haben werden. Bei DAB brachte man nur sechs Programme mit 192 kbps MP2 in einen Mux - das Scheitern war vorprogrammiert. Bei DAB+ reicht aber 72 kbps für die breite Masse aus und die anspruchsvolleren Hörer bekommen auch auf so manchen öffentlich rechtlichen Programmen Bitraten von 96 kbps aufwärts geboten. Es stimmen also Datenrate und Kapazität, weshalb DAB+ wahrscheinlich das nächste "große Ding" in der Radiowelt werden wird.

Eher räumt man den Kanal 13 für DAB+, als VHF Band II dafür zu verwenden. Mit diesen Kapazitäten könnte ich mir sogar einen dritten Bundesmux mit einem einheitlichen Kanal vorstellen, falls man TETRA-Funk bis dahin nicht flächendeckend ausgebaut hat (5A-Problem).

von Lungaharing - am 31.10.2017 09:52
Zitat
vossi68
Steile These....ich wette, das auch in 25 Jahren noch analog gesendet wird.
Nur diese analogen Systeme halten sich lange.
Siehe MW/LW...dort hörte schon seit den 1980er Jahren keiner mehr zu, trotzdem wurde noch 30 Jahre weitergesendet.

Was es aber ganz sicher in 30 Jahren nicht mehr geben wird, ist dab+.
Durch die Digitaltechnik ist auch das Radio im Technologierennen angekommen....und genau wie dvb-t durch dvb-t2 abgelöst wird, wird es für Rundfunk spätestens in 20 Jahren eine neue Technologie geben. Oder er verschwindet, wie alles, im Netz.


In rückständigen Ländern könnte es dann noch UKW geben, ja. Kann jedoch auch sein das die gleich ins Internet gehen wenn denn verfügbar.

Was du bei der Rechnung nicht bedenkst ist das es vor 30 Jahren noch keinen anwendbaren Nachfolgestandard von Analog gab. MW und LW, ja auch KW dienten lange Zeit zur Versorgung des Auslandes bzw. Deutsche im Ausland. Und ja, diese Technik ist ja vom Anfang an dabei. Wenn mich nicht alles täuscht führte Marconi seine ersten Tests auf Kurzwelle durch.

Der Wechsel fand ja schon statt. Von DAB zu DAB+.

Ist eigentlich irrelevant ob es DAB in 30 Jahren noch gibt. Wo steht denn geschrieben das Techniken 100 Jahre halten müssen. Das sind wir nur so gewohnt durch die Langlebigkeit der Analogität. Da sind Menschen nicht unbedingt objektiv.

von Scrat - am 31.10.2017 10:43
Zitat
DH0GHU
Band II wäre eigentlich auch sehr gut für diverse andere Funkdienste (z.B. BOS) geeignet. Ein Problem von TETRA beispielsweise ist, dass dafür Frequenzen bei 400 MHz genutzt werden müssen...


Hätte für uns allerdings zur Folge das wir so wie die alten Schnurlostelefone (nach Standard CT1+, CT2) diese Technologie nicht mehr nutzen dürfen. Also dann nichts mehr legal 50nW für das alte Radio das DAB+ nicht kann. Könnte ja theoretisch die Funkdienste stören. Wird Praxis zwar nicht der Fall sein können, 50nW wie weit gehts das schon.... aber es wird dann so argumentiert und dann wäre es nicht mehr erlaubt.

von Kohlberger91 - am 31.10.2017 11:11
Zitat
vossi
Siehe MW/LW...dort hörte schon seit den 1980er Jahren keiner mehr zu, trotzdem wurde noch 30 Jahre weitergesendet.

DAS ist aber auch nur passiert, weil 30 Jahre lang niemand nach Kosten und Sinnhaftigkeit dafür gefragt hat. Als dann endlich doch mal jemand (KEF) nachfragte, war es fast sofort vorbei mit MW/LW. Das würde heutzutage nicht mehr passieren.

von iro - am 31.10.2017 14:42
Zitat
Scrat
Zitat
vossi68
Steile These....ich wette, das auch in 25 Jahren noch analog gesendet wird.
Nur diese analogen Systeme halten sich lange.
Siehe MW/LW...dort hörte schon seit den 1980er Jahren keiner mehr zu, trotzdem wurde noch 30 Jahre weitergesendet.

Was es aber ganz sicher in 30 Jahren nicht mehr geben wird, ist dab+.
Durch die Digitaltechnik ist auch das Radio im Technologierennen angekommen....und genau wie dvb-t durch dvb-t2 abgelöst wird, wird es für Rundfunk spätestens in 20 Jahren eine neue Technologie geben. Oder er verschwindet, wie alles, im Netz.


In rückständigen Ländern könnte es dann noch UKW geben, ja. Kann jedoch auch sein das die gleich ins Internet gehen wenn denn verfügbar.

Was du bei der Rechnung nicht bedenkst ist das es vor 30 Jahren noch keinen anwendbaren Nachfolgestandard von Analog gab. MW und LW, ja auch KW dienten lange Zeit zur Versorgung des Auslandes bzw. Deutsche im Ausland. Und ja, diese Technik ist ja vom Anfang an dabei. Wenn mich nicht alles täuscht führte Marconi seine ersten Tests auf Kurzwelle durch.

Der Wechsel fand ja schon statt. Von DAB zu DAB+.

Ist eigentlich irrelevant ob es DAB in 30 Jahren noch gibt. Wo steht denn geschrieben das Techniken 100 Jahre halten müssen. Das sind wir nur so gewohnt durch die Langlebigkeit der Analogität. Da sind Menschen nicht unbedingt objektiv.


Der Wechsel wird langsam gehen, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Land zu Land. Am ende werden Radioapparate alle mit DAB+ und UKW ausgestattet sein, sodass man nur umschaltet, wie frueher zwischen UKW und Mittelwelle.

Irgendwann wirds auch dem letzten Betreiber zu teuer, und man steigt auf DAB+ um.

von 102.1 - am 31.10.2017 15:17
Nur soviel zur Ergänzung:
Ich war 1997 offizieller Versuchsteilnehmer und bekam ein subventioniertes Autoradio. Im Begleitschreiben wurde damals erklärt, dass DAB vorübergehend im Kanal 12 und im L-Band betrieben werde, und man dann nach der damals bald erwarteten Einstellung von UKW mit DAB ins UKW-Band wechseln werde, wo dann mehr Platz sein werde. Dass es ganz anders gelaufen ist, wissen wir alle. Aber vielleicht ist es interessant zu wissen, dass das einmal geplant war und offensichtlich technisch nicht völlig unsinnig wäre.

von RudiP - am 31.10.2017 16:14
Ich glaube gar nicht mal, dass ein DAB-Ensemble existierende UKW-Sender so stark stören würde. Zum einen ist die für DAB nötige Feldstärke eh schon deutlich geringer als bei UKW, daher haben die Sender weniger Leistung (so 1/10 bis 1/50tel). Zum anderen verteilt sich die Energie bei DAB auf ca. 10mal mehr Bandbreite als bei UKW.

Damit würde ein DAB-Sender schon mal nur mit < -20dB stören, wenn er am selben Ort wie der UKW-Sender wäre. Und dann noch mit aus UKW-Sicht reinem Rauschen und keinen interferrierenden 19kHz-Gedöns oder sowas. Damit sollte ein wirklich nur entfernt einfallender DAB-Sender im normalen Stereo-Rauschen völlig untergehen...

von Georg A. - am 31.10.2017 17:40
Zumindest bei der ARD wird es keinen ewigen UKW-DAB Parallelbetrieb geben können, das wird die KEF und auch die Politik auf Dauer nicht mitmachen.
So wird es in 20 Jahren entweder kein UKW von der ARD mehr geben, oder DAB scheitert und UKW bleibt. Eines von beiden wird aber recht sicher kommen...
Eine Nutzung von Band II für DAB dagegen ist mittelfristig sehr unwahrscheinlich, weniger wegen der Störungen sondern viel naheliegender: kein DAB Gerät kann das derzeit empfangen.

von Terranus - am 31.10.2017 17:49
Zitat
102.1
Am ende werden Radioapparate alle mit DAB+ und UKW ausgestattet sein, sodass man nur umschaltet, wie frueher zwischen UKW und Mittelwelle.

Irgendwann wirds auch dem letzten Betreiber zu teuer, und man steigt auf DAB+ um.


Fragt sich nur warum man dann noch umschalten sollte. MW udg. haben auch 2017 immer noch den Mehrwert das man dort, wenngleich auch nur Zeitweise, andere Programme hören kann.

Als ich Anfang 2004 DAB ins Auto bekam schaltete ich noch oft zu UKW weil zb.Bayern 5 auf DAB in Mittelwellenquali lief. Die meisten Nürnberger Privaten wie N1, Charivari Nürnberg sowie Charivari Neumarkt war nur auf UKW und Bayern 1 und 3 sowie Antenne Bayern ebenso. Also gab es viele Gründe umzuschalten. Noch dazu war das Sendernetz Anno 2004 sehr löchrig.

Heute hätte ich nur noch einen Grund (wenn man von meinem Standort ausgeht) umzuschalten. Nämlich wegen Chari Neumarkt. Alle anderen Programme sind auf DAB+ vorhanden. Und Chari NM kommt geplanterweise 2018 auf DAB+. Nebenbei bemerkt höre ich ihn spätestens seit der Programmumstellung zum Chartdudler mit Klassiker einstreuung überhaupt nicht mehr.

Umschalten? Wozu?

von Scrat - am 31.10.2017 17:59
Vielleicht kommt ja doch noch DRM+ für Lokal- und Regionalsender dort rein, als Ergänzung zu den Überregionalen DAB+ Sendegebieten.

von CBS - am 31.10.2017 20:47
Ich gehe fest davon aus, dass die Erweiterung um das VHF II-Band mit einem Firmwareupdate zu machen wäre. Es stellt sich die Frage, welcher Hersteller bereit wäre das Update kostenlos anzubieten, statt neue Geräte zu verkaufen?

Es gab schon tests im VHF II Bereich. In Warschau wurde DAB auf 105,008 MHz gesendet. Entsprechende Dokumente waren früher im Netz im Zusammenhang mit dem WI95-Plan.

von Seltener Besucher - am 31.10.2017 21:46
Zitat
Seltener Besucher
Ich gehe fest davon aus, dass die Erweiterung um das VHF II-Band mit einem Firmwareupdate zu machen wäre. Es stellt sich die Frage, welcher Hersteller bereit wäre das Update kostenlos anzubieten, statt neue Geräte zu verkaufen?

Es gab schon tests im VHF II Bereich. In Warschau wurde DAB auf 105,008 MHz gesendet. Entsprechende Dokumente waren früher im Netz im Zusammenhang mit dem WI95-Plan.


und wie bitte soll das dann Funktionen?, die meisten heutigen DAB+ Radios haben keine Schnittstelle wo man überhaupt Firmwareupdate draufspielen könnte!. Selbst wenn jetzt aufeinmal alle eine Schnittstelle (USB) hätten, wären wohl die wenigsten Hersteller bereit dann für 10-15 Jährige Geräte noch Update anzubieten und ob alle Werksautoradios dann so einfach mit einen Firmwareupdate umrüstbar sind wage ich mal nicht zu bejahren.

von Kohlberger91 - am 31.10.2017 22:48
Zitat
Seltener Besucher
Ich gehe fest davon aus, dass die Erweiterung um das VHF II-Band mit einem Firmwareupdate zu machen wäre.


Ich sehe das genauso. In einem anderen Thread haben wir darüber diskutiert (ab hier). Es geht erstmal um die Frage, ob es theoretisch möglich ist. Wenn ja, kann man sich Gedanken um eine Umsetzung machen, und sei es durch die dort angesprochene Open-Source-Lösung von, äh, User-Seite.;)

von GLS - am 31.10.2017 23:15
Zitat
GLS

Ich sehe das genauso.)


Nochmal und wie soll das gehen? Das die Empfäanger es könnten, stelle ich nicht in frage, nur wie soll das Firmwareupdate auf das Radio dann kommen wenn die wenigsten dafür eine Schnittstelle haben?

von Kohlberger91 - am 31.10.2017 23:45
Hallo,

außerdem die Frage, ob sich der ganze Aufwand wegen ca. 20 MHz überhaupt lohnt.


MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 01.11.2017 07:16
Zitat
Kohlberger91
Nochmal und wie soll das gehen? Das die Empfäanger es könnten, stelle ich nicht in frage, nur wie soll das Firmwareupdate auf das Radio dann kommen wenn die wenigsten dafür eine Schnittstelle haben?


Ist das wirklich so oder haben nur die günstigen Geräten keinen USB-Anschluss?

Ich habe ein ganz anderes Problem: Mein Roberts-Radio hat einen USB-Anschluss, aber die Firma weigert sich seit Jahren, irgendwelche Firmware-Updates zu veröffentlichen...:rolleyes:

von GLS - am 01.11.2017 09:36
Zitat
GLS
Zitat
Kohlberger91
Nochmal und wie soll das gehen? Das die Empfäanger es könnten, stelle ich nicht in frage, nur wie soll das Firmwareupdate auf das Radio dann kommen wenn die wenigsten dafür eine Schnittstelle haben?


Ist das wirklich so oder haben nur die günstigen Geräten keinen USB-Anschluss?


definiere mal günstigen Geräte? Für mir wären das 30 Euro Radios. Wenn ich mir Geräte in der Preisklasse ab 60-120 Euro anschaue, dann haben die wenigsten einen USB Anschluß. Kann ja jeder selbst über die Seiten von Conrad, Amzon und co sich DAB+ Geräte anschauen. Auch viele TechniSat Geräte haben es in der genannten Preisklasse nicht, der 300 C hat schon mal keinen (120 Euro). Dann darf man auch hinderfragen ob alle die einen USB Anschluß haben wiederrum draüber update fähig sind bzw softwaren technisch vorgesehen ist?, das werden bestimmt auch wiederum nicht alle sein.
Die Menschen die mit DAB alt schon Pech gehabt haben, also sich ein schönes hochwertigs teures Gerät gekauft haben (500-1000 Euro) und jetzt Eletroschrott ist, werden jetzt auch nicht nochmals den selben fehler machen und für den Ottonormalverbraucher ist das eh zu teuer, somit kann man ausgehen das die wenigsten dann updaten können, da in die meisten Haushalte Radios der Preisklasse ab 60-120 Euro vor zu finden sind. Die meisten dürften sich dann wieder ihren Radio Bestand auswechseln,was wiederum auch nicht zum Umweltschutz beträgt, oder sie verziechten dann auf die Programme die dort im Band2 dann verbreitet werden würden. Aber wer will schon ein Radio haben das nicht alles empfängt?

Zitat
GLS
Ich habe ein ganz anderes Problem: Mein Roberts-Radio hat einen USB-Anschluss, aber die Firma weigert sich seit Jahren, irgendwelche Firmware-Updates zu veröffentlichen..


Gibt es Probleme mit dem Radio? Hat es Bug? Wenn nein, warum soll dann der Hersteller dann Firmware-Updates anbieten, wenn nicht nötig?

von Kohlberger91 - am 01.11.2017 10:40
Zitat
Kohlberger91
Gibt es Probleme mit dem Radio? Hat es einen Bug?


Ja, das Roberts Expression z.B. hat so einen Bug, welcher dem Hersteller bekannt ist und mit einem Software-Update lösbar wäre.

von DX-Fritz - am 01.11.2017 10:55
Natürlich geht sowas theoretisch. Die hardwareseitige Empfängerarchitektur gibt das sicher her.

Die Schnittstellen dafür sind nur in wenigen Ausnahmefällen vorhanden, somit bleibt es bei der Theorie, für Verbraucher und Inhalteanbieter ist das Thema durch.

von DH0GHU - am 01.11.2017 13:51
Zitat
Kohlberger91
Gibt es Probleme mit dem Radio? Hat es Bug? Wenn nein, warum soll dann der Hersteller dann Firmware-Updates anbieten, wenn nicht nötig?


Mir ist kein Bug bekannt (habe eines der Solar-Radios), aber es kann z. B. nur Short Label, obwohl 16 Zeichen darstellbar sind. Long Label wäre ganz einfach über ein Firmware-Update nachzurüsten, wenn der Hersteller wollte.

von GLS - am 01.11.2017 14:18
100 % meiner DAB+-Empfänger sind updatefähig. Ein Gerät hat eine USB-B-Dose, ein anderes Gerät einen USB-B-Micro-Anschluss im Gehäuse verbaut. Eure Geräte haben keinen Anschluss, also haben wir eine Situation 50:50. Es wird nur kein Hersteller einen Firmware-Update liefern, daran verdient er nichts.

Es stellt sich die Frage, ob in das VHF II Band DAB+ oder DAB++ oder irgendetwas anderes kommt. Ich kann mir vorstellen, dass die Niederländer keine weiteren landesweiten Frequenzen bereitstellen wollen und die Anbieter, die Huckepack im Privatmux drin waren, nicht in die regionalen Multiplexe ausweichen wollen. Eigentlich müsste in den Niederlanden ein weiterer landesweiter MUX drin sein. Warum hält die Niederlande die Frequenzen zurück?

von Seltener Besucher - am 01.11.2017 17:24
Pahh...UKW ..gibts noch 20 Jahre und bis dahin gibts einen Nachfolger für DAB+ (DAB+++-+?).
Die Geräte werden sich auch weiterentwickeln und für die jeweiligen Bänder ausgerüstet sein, die derzeitig aktuellen Geräte werden dann ehh schon nutzlos auf der Sondermülldeponie in Afrika gelandet sein.
Worüber sich um unglegte Eier Gedanken machen?

von Chief Wiggum - am 01.11.2017 17:41
Humbug. Es wird kein DAB ++, DAB 3 oder sonswas als Nachfolger kommen. Nach DAB+ ist Endstation, was anderes wird es in Zukunft nicht geben. Genauso wie das Radio als jetziger Form, das wird auch aussterben und mit dem Radio wird sinngemäß DAB+ und Terristrisches Radio Geschichte sein. Auch wird es nach DAB+ kein Internet schaffen Terristrisches Radio abzulösen, es ist einfach überlegen weil es einfach ist.

Radio wird zugunsten Audio streaming drauf gehen genau so wie Lineares TV, das stirbt jetzt schon ab, und das viel schneller als Radio.

Fast jeder hat einen Smart TV und Internet und da TV nicht mobil geschaut wird hat es das Internet es auch nicht schwer da dem DVB T/S und C TV Empfang den gar aus zumachen.

Radio lebt länger als TV. Ich sehe es in meinem Umfeld ja. Mediathek hier, Netflix da.

Aber Radio wird immernoch Terristrisch gehört.

von UKW vs. DAB+ - am 10.11.2017 18:25
Zitat
UKW vs. DAB+
Humbug. Es wird kein DAB ++, DAB 3 oder sonswas als Nachfolger kommen. Nach DAB+ ist Endstation, was anderes wird es in Zukunft nicht geben. Genauso wie das Radio als jetziger Form, das wird auch aussterben und mit dem Radio wird sinngemäß DAB+ und Terristrisches Radio Geschichte sein. Auch wird es nach DAB+ kein Internet schaffen Terristrisches Radio abzulösen, es ist einfach überlegen weil es einfach ist. .


letzten endes kann keiner in die Zukuft sehen. Zu DAB alt seiten (2007) hat man uns auch gesagt das es vielleicht mal Programme geben wird in DAB+ Modus aber die ÖR weiterhin an DAB in mp2 senden wird und keiner seine jetzt gekauften DAB Geräte später in die Tonne werfen muß und 4 Jahre später war es dann doch so und der frust war (ist) groß bei die Leuten die schon DAB angeschaft hatten und es toll fanden. Damals waren die Geräte auch noch um einiges teurerer. Das selbe spiel bei DVB-T. Da hat man auch besorgte ältere Bürger weiß gemacht, das das eine einmaige Umstellung sei und sie keine weitern mehr Erleben werden und sie nach der Umstellung nicht mehr kümmern müßen... Lineares TV eh mal austriebt. Tja und jetzt kommt doch noch DVB-T2 schneller als angekündigt und vielleicht in paar Jahren DVB-Txy in 4k später in 8k. Das selbe spiel beim Satelliten.

von Kohlberger91 - am 11.11.2017 09:18
Ja, ich hatte mir damals wegen Rock Antenne im alten 12D Bayern in DAB Alt eine Anlage (war zum Glück nicht recht teuer) zugelegt. Jetzt kann ich sie nur noch für den UKW-Bereich nutzen.
Was mich positiv stimmt ist, dass es mittlerweile FM-Transmitter gibt und man die Radios dann nach Aufgabe des UKW Bereichs nicht wegwerfen muss.

Gehört nicht ganz zum Thema:
Ich habe mir nun ein analoges Radio, das auch den Bereich VHF I und VHF III empfangen kann, besorgt, weil ich wissen wollte, wie sich ein DAB Signal "analog" anhört.
Hierzu hatte ich das Radio auf 178,35 MHz (Kanal 5C) eingestellt.
Stationär hört man zwischen dem normalen Grundrauschen und dem DAB-Signal kaum einen Unterschied. Wenn man nicht wüsste, dass da ein DAB-Signal drauf ist, würde es gar nicht auffallen.Nur wenn man dann im Auto unterwegs ist, dann "flattert" das Rauschen.
Daher steht für mich fest: Auch ein Parallelbetrieb von DAB+ und UKW-Sendern im Bereich 87,5 - 108 MHz wäre nicht möglich, würde zu viele Störungen verursachen.

von 101,4 - am 11.11.2017 19:56
Zitat
101,4

Gehört nicht ganz zum Thema:
Ich habe mir nun ein analoges Radio, das auch den Bereich VHF I und VHF III empfangen kann, besorgt, weil ich wissen wollte, wie sich ein DAB Signal "analog" anhört.
Hierzu hatte ich das Radio auf 178,35 MHz (Kanal 5C) eingestellt.
Stationär hört man zwischen dem normalen Grundrauschen und dem DAB-Signal kaum einen Unterschied. Wenn man nicht wüsste, dass da ein DAB-Signal drauf ist, würde es gar nicht auffallen.Nur wenn man dann im Auto unterwegs ist, dann "flattert" das Rauschen.
Daher steht für mich fest: Auch ein Parallelbetrieb von DAB+ und UKW-Sendern im Bereich 87,5 - 108 MHz wäre nicht möglich, würde zu viele Störungen verursachen.


Kannst du davon eventuell ein kurzes Video Machen?

von UKW vs. DAB+ - am 12.11.2017 19:31
Irgenwie verstehe ich die "Stoßrichtung" dieses Threads nicht. Wieso muß es unbedingt DAB im Band II sein? CBS hat es in sein Beitrag http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1444267,1444426#msg-1444426 ja schon angedeutet, für BII gibt es DRM+.

Mit DRM+ könnte man mehrere Probleme von DAB lösen: DRM+ ist Simulcastfähig zu UKW ( https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Radio_Mondiale#Simulcast_im_UKW-Bereich ) und kann so langfristig coexistieren, zB. in Ländern/Regionen die nicht volständig umstellen wollen oder können. Der Multiplexzwang entfällt. Die ARD könnte Regionalfenster von DAB auf DRM verlagern und so die 5-6-7-fach Ausstrahlung (und Kapazitätsverschwendung) vermeiden. Radio21 könnte problemlos seine Werbefenster weiter austrahlen, wahlweise in UKW oder DRM+.
An der UNI-Hannover gab es eine Testaustrahlung auf 95,2 Mhz, das schwache Signal 95,5 (HR2) wurde nicht gestört obwohl der DRM-Sender im Öffnungswinkel der Antenne lag.
Auch wenn wenn einige Bestandsgeräte USB-Schnittstellen haben, heißt das nicht das die Geräte updatefähig sind (oder auch B II empfangen können). Die meiste Verkäufer könnten wahrscheinlich nicht mal mehr den Hersteller ihrer Geräte in Asien ausfindig machen :xcool:

stefsch

von stefsch - am 14.11.2017 10:55
Zitat
stefsch
Irgenwie verstehe ich die "Stoßrichtung" dieses Threads nicht. Wieso muß es unbedingt DAB im Band II sein? CBS hat es in sein Beitrag http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1444267,1444426#msg-1444426 ja schon angedeutet, für BII gibt es DRM+.

Mit DRM+ könnte man mehrere Probleme von DAB lösen: DRM+ ist Simulcastfähig zu UKW ( https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Radio_Mondiale#Simulcast_im_UKW-Bereich ) und kann so langfristig coexistieren, zB. in Ländern/Regionen die nicht volständig umstellen wollen oder können. Der Multiplexzwang entfällt. Die ARD könnte Regionalfenster von DAB auf DRM verlagern und so die 5-6-7-fach Ausstrahlung (und Kapazitätsverschwendung) vermeiden. Radio21 könnte problemlos seine Werbefenster weiter austrahlen, wahlweise in UKW oder DRM+.
An der UNI-Hannover gab es eine Testaustrahlung auf 95,2 Mhz, das schwache Signal 95,5 (HR2) wurde nicht gestört obwohl der DRM-Sender im Öffnungswinkel der Antenne lag.
Auch wenn wenn einige Bestandsgeräte USB-Schnittstellen haben, heißt das nicht das die Geräte updatefähig sind (oder auch B II empfangen können). Die meiste Verkäufer könnten wahrscheinlich nicht mal mehr den Hersteller ihrer Geräte in Asien ausfindig machen :xcool:

stefsch

Lieber stefsch,
der Zug mit den Empfängern mit DAB+ und DRM+ ist abgefahren. DRM+ hätte man spätestens mit dem Start vom 1.Bundesmux 2011 einführen müssen, so das die Geräte neben UKW und DAB+ auch DRM+ eingebaut hätten. Heute ist es für dieses Thema zu spät!

von jug - am 14.11.2017 12:17
@jug

Eben. Genau so ist es.

von PEQsche - am 14.11.2017 12:30
Im Sinne der Nachnutzung vom BII ist es aber wurscht (im Bezug auf die Bestandsgeräte), ob sie kein DRM+ oder BII-DAB haben. Sie werden es Beides nachträglich nie bekommen. Somit ist der BII-DAB-Zug zeitgleich auf dem Nebengleis abgefahren....:rolleyes:
Die Nutzung von DRM+ hätte aber Vorteile, die DAB+ nie haben kann. Nur mit DRM+ könnte es eine weltweiten "Soft-Switch-Over" im Band II geben. Wäre doch schade wenn eine der wenigen sich fast weltweit durchgesetzt habenden Technologien von der Bildfläche verabschieden müsste. Das Band könnte dann "beihnahe" "technologieneutral" weitergenutzt werden. Die landes-/bundesweiten Ketten würden dann Zwangsmigriert auf BIII. Stationen die nur einen Standort bespielen bleiben im BII und könnten sich in einem leereren Band dann für UKW, DRM+ oder "DRM-FM Combined Mode" entscheiden...

stefsch

von stefsch - am 14.11.2017 12:40
Und mal wieder: Was spricht gegen eine weitere Nutzung des Band II in FM? Das können alle DAB-Radios und es funktioniert gut. Ist günstiger für Lokalradios und Kunden und weltweit etabliert. Einziges Feature, was den aktuellen Radios dann fehlt ist eine gemeinsame Programmliste.

von Japhi - am 14.11.2017 13:08
...gar nichts. Es wird wohl noch Jahrzehnte Realität bleiben. In fast allen Ländern wird zwischen 88-108 Mhz diese Technik genutzt. Auch wenn es unterschiedliche Frequenzraster, Zusatzdienste und "Sendequalitäten" (Bandbreiten, Hub, Lautstärke, Frequenzstabilität usw.) kann man immer etwas hören. Welche Nachfolgetechnologie sollte das bieten können. Und UKW-Radios sind ungelogen Milliardenfach vorhanden!
Aber es gibt ja einige wenige Länder, die keine anderen Probleme haben (Norwegen, Schweiz,..), als alles zu digitalisieren :xcool:

stefsch

von stefsch - am 14.11.2017 13:57
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