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DAB+-Hören seitens Unter-18-Jährigen

Startbeitrag von dab_4 am 18.11.2017 10:24

Aus einem Beitrag zu einem anderen Forumsbereich:
Zitat
Lungaharing
Ich vermute stark, dass Rundfunk uns noch mindestens für um die 30 Jahre erhalten bleibt. Streaming hat zwar auch Vorteile, nur muss man bedenken, dass Rundfunk eben ein System ist, dass vor Zusammenbrüchen geschützt ist und ein flächendeckendes, für Dauerstreaming ausgelegtes Handynetz für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte schlicht und ergreifend eine Utopie ist. Man braucht sich nur mal die verwendeten Frequenzen anzuschauen: 20 GHz und noch mehr sind für die Fläche einfach ungeeignet. Will man denn an jede Straßenlaterne eine Mobilfunkantenne hängen? DAB+ wird jetzt erstmal UKW ablösen und was danach kommt, wird sich zeigen.

Von wie vielen unter 18-Jährigen wisst ihr "aus eigener Beobachtung" oder Rückmeldung, dass sie zumindest gelegentlich etwas über DAB+ hören, und zwar nicht ausschließlich passiv*)?

*) Mit "passivem Hören" meine ich in diesem Zusammenhang eine Situation, dass ein DAB+-Sender aus einem DAB+-Radio gehört wird, das der unter 18-Jährige nicht aus eigenem Antrieb eingeschaltet hat, also z. B. dass er die Oma besucht, die den ganzen Tag Radio Schlagerparadies oder NDR Plus oder etwas Ähnliches aus dem DAB+-Empfänger am Dudeln hat, den ihr ihr Sohn geschenkt und entsprechend eingestellt hat.

Um den Anfang in meinem Fall zu machen: Von null.

Antworten:

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat

Um den Anfang in meinem Fall zu machen: Von null.

Man sollte aber auch dazuschreiben mit wie vielen U18-Leuten man über das Thema Radio überhaupt gesprochen hat.

von Zwölf - am 18.11.2017 10:30

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Probleme gibt es mit der Generation im Alter von 20-40 Jahren. Sehr positive Reaktionen gibt es bei sehr jungen Menschen, deren Musikgeschmack noch nicht geprägt ist vom Mainstream und z. B. die Musik aus den 60+70 Jahren voll cool finden, die der Opa hört und nun unbedingt ein DAB+ Radio zu Weihnachten haben wollen, weil ihre Eltern keins haben!!!!!
Also Leute nur Mut und ermöglicht euren Kindern und Enkeln den DAB+ Zugang zu Programmen, die Ihr nicht hören würdet!!!!.
Last die Kinder selbst entscheiden, was sie hören wollen.

von jug - am 18.11.2017 10:39

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Also, 18-jährige haben alle Smartphones und nutzen darauf Apps wie Spotify, Deezer, oder Amazon Music.
Dagegen ist alles, was dab+ an Festplattenduddlern zu bieten hat, uninteressant.

von vossi68 - am 18.11.2017 11:05

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
vossi68
Also, 18-jährige haben alle Smartphones und nutzen darauf Apps wie Spotify, Deezer, oder Amazon Music.

Ja.
Zitat
vossi68
Dagegen ist alles, was dab+ an Festplattenduddlern zu bieten hat, uninteressant.

Ist das deine Einschätzung? Oder ist es etwas, das du von mindestens einem Unter-18-Jährigen (oder meinetwegen auch einem 18-Jährigen) erfahren hast?

von dab_4 - am 18.11.2017 11:39

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
vossi68
Also, 18-jährige haben alle Smartphones und nutzen darauf Apps wie Spotify, Deezer, oder Amazon Music.
Dagegen ist alles, was dab+ an Festplattenduddlern zu bieten hat, uninteressant.

Deine genannten Quellen sind gute Zuspieler besonders für Musikfreunde, die nicht nur MP3 mit 128 kbits hören wollen. Content in FLAC Qualität ist cool, man braucht dann aber auch die Lautsprecher, die diese Formate abspielen können!
Was ich sagen will, Musikhören über das Smartphone geht nicht. man braucht dazu ordentliche Stereolautsprecher und deine drei Quellen kosten auch noch monatlich zusätzlich Geld!

Ich empfehle ein gut klingendes DAB+ Radio mit dem unsere Kinder und oder Enkel Radio über klassischen Broadcast hören können. Ohne zusätzliche Kosten, die über das Netz mobil anfallen!
Und wenn ich ab 2018 in Deutschland über DAB+ 35 Programme ohne Kosten empfangen kann, sollte dies für die Kids erst mal reichen. Spotify und Co können sie hören, wenn sie selbst Geld verdienen!

von jug - am 18.11.2017 11:41

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
jug
Sehr positive Reaktionen gibt es bei sehr jungen Menschen ...

Und von wie vielen sehr jungen Menschen hast du solche sehr positiven Reaktionen unmittelbar oder mittelbar wahrgenommen?

von dab_4 - am 18.11.2017 11:42

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
dab_4
Zitat
vossi68
Dagegen ist alles, was dab+ an Festplattenduddlern zu bieten hat, uninteressant.

Ist das deine Einschätzung? Oder ist es etwas, das du von mindestens einem Unter-18-Jährigen (oder meinetwegen auch einem 18-Jährigen) erfahren hast?


Tägliches erleben, bei den Azubis in unserem etwas größerem Unternehmen. Smartphone mit Headset.
Heute kosten 3GB Traffic keine 10€ mehr...dann gibt es sowas wie "StreamOn" bei der Telekom da ist Spotify mit dabei....also ist wieder der Akku das Limit beim Musikgenuss...wie früher auch ;)

Audiostreaming nutze ich sogar selbst in Auto, habe es erst testweise probiert und weil es besser klappt als erwartet, habe ich auf die Nachrüstung von dab+ verzichtet.

Das Mediennutzungsverhalten der unter 29-jährigen kann man in der ARD/ZDF Onlinestudie nachlesen....das wurde nämlich längst untersucht.

von vossi68 - am 18.11.2017 11:53

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Musik im Kinder- und Jugendalter kam aber schon vor 20 Jahren zumeist von der Kassette oder CD - Radio höchstens noch um die Musik passend auf MC aufzunehmen.

Damit DAB+ längerfristig überlebt muss geschaut werden, dass Radio im Erwachsenenalter genutzt wird - das kommt dann im Büro oder Auto.

von elchris - am 18.11.2017 12:00

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
vossi68
Zitat
dab_4
Zitat
vossi68
Dagegen ist alles, was dab+ an Festplattenduddlern zu bieten hat, uninteressant.

Ist das deine Einschätzung? Oder ist es etwas, das du von mindestens einem Unter-18-Jährigen (oder meinetwegen auch einem 18-Jährigen) erfahren hast?


Tägliches erleben, bei den Azubis in unserem etwas größerem Unternehmen. Smartphone mit Headset.


Das deute ich mal so, dass deine Antwort auf meine Ausgangsfrage "null" lautet.

von dab_4 - am 18.11.2017 12:17

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
elchris
Musik im Kinder- und Jugendalter kam aber schon vor 20 Jahren zumeist von der Kassette oder CD - Radio höchstens noch um die Musik passend auf MC aufzunehmen.


Das heißt: Deine Antwort auf meine Ausgangsfrage lautet "null". Bitte erforderlichenfalls richtigstellen.

von dab_4 - am 18.11.2017 12:20

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Ich hoffe, daß man die Chance nutzt und im 2. Bundesmux 1-2 Kanäle speziell nur für Kinder mit aufschaltet.

von MarkusMPe - am 18.11.2017 13:06

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Nur 1 Beispiel:
Bis 13j. begeisterte Radiohörerin, erst Hörspiele, dann abrutschen in N-Joy-Junkfood. Und ganz plötzlich komplett vorbei mit dem Radio. Die Musik wurde dann bei YT gerippt und gehört. Erst ebenfalls gängiges alteradäquates banales Junkfood-Musik-Zeug, danach folgend, dank Internet, umschwenken auf K-Pop (mittlerweile: Expertin!). Da kann das Radio dann überhaupt nicht mehr mithalten, diese Musik kommt dort nicht vor! Smartphone ist vorhanden, wurde aber noch NIE zum Radiohören verwendet. Für spotify u.ä. aber auch NIE. Es läuft immer die eigene zusammengesaugte mp3-Playlist. Sonst nichts. Jetzt: 18 Jahre alt. Radio kommt nicht mehr vor, weder UKW, noch DAB, noch Webradio.Genutzt werden nur noch besagte Playlist und Musikvideoabspielkanäle im Internet.
In diesem Fall hat das Radio keine Chance mehr, obwohl die Öffentlich-Rechtlichen zu bestimmten prägenden Lebensabschnitten schon ganz passende Inhalte angeboten haben und in der Hinsicht bis zum 13. Lebensjahr alles richtig gemacht hatten, um junge Menschen ans Radio heranzuführen.

Eigentlich müsste die Frage lauten "DAB+-Hören seitens unter 14-Jährigen".

von iro - am 18.11.2017 13:16

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Ich kann aus meiner eigener Erfahrung und Sicht sagen das Radio bis zum 18ten Lebensjahr nicht wirklich gehört wird. Zu der Zeit als ich 14 war gab es Lieder nur vom Handy. Die wurden über Bluetooth gegenseitig verschickt, klar hatten die Teile früher noch ALLE ein FM Tuner verbaut aber der wurde selten benutzt, meistens beim Radfahren, Zeitungausteilen usw. So habe ich es gamacht, das aber zu der Zeit wo mich Radio empfang und alles was dazugehört nicht im geringsten interessierte. Der erste Kontakt mit Radio waren für mich die Handys. Mal draufgegangen und : Oho, es kommt Musik!

Später dann so mit 16 - 17 Jahren hab ich dann ne Micro Anlage geschenkt bekommen. Total schlecht das Teil aber für den Ortssender N-Joy reichten die Empfangseigenschaften aus, das Gerät hatte nämlich keinen Filter und schaltete auch nicht auf Mono. Also alles was schwächer war, war am Rauschen.

Die Mikro Anlage hatte ich auch zuhause hin und wieder mal laufen beim PC Zocken oder Hausaufgaben machen.

Aber erst richtig los ging es mit dem Führerschein und letztendlich meinem ersten eigenen Auto mit Kasettenradio!

Da wurde dann auch richtig durchs Band gedreht, Kasetten für Musik hatte ich ja nicht also Radio. Ich merkte schnell wie toll Radio eigentlich ist. Bequem, kein wildes Lieder auf'm Handy laden, einfach an und läuft und der nette Moderator erzählt noch was interessantes am morgen auf dem Weg zur Arbeit in der Ausbildung.


Fazit :
Ich habe damals das Gefühl gehabt als wüssten viele nicht das es Radio gibt. Man bekam Handys und damit auch Möglichkeiten Musik zu speichern. Da wurde dann nicht weiter nach Möglichkeiten gesucht an Musik zu kommen.

So richtig in Berührung kommt man mit dem Radio wirklich erst mit dem Lappen und dem eigenen Auto in dem ein Autoradio ist.

Wie das heute ist (Technik und Lebensweise ändert sich ja) kann ich nicht einschätzen. Aber es wird ähnlich sein wobei mobiles Internet, Spotify usw wohl zu Veränderungen führen werden. Die Kiddies bekommen von Mutti und Vati schon ihr erstes Smartphone mit 10! Das fängt mit dem Internet als schon sehr früh an. Bei mit erst mit 13 und das war mit dem PC...

von UKW vs. DAB+ - am 18.11.2017 13:16

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
MarkusMPe
Ich hoffe, daß man die Chance nutzt und im 2. Bundesmux 1-2 Kanäle speziell nur für Kinder mit aufschaltet.


In diesem Themenfaden geht es nicht um Strategien zur Förderung dieses oder jenen Verbreitungswegs und auch nicht darum zu spekulieren, was wünschenswert wäre, sondern um das tatsächlich Wahrgenommene.

Im RAS-Mux von Südtirol sowie in den Landesmuxen von Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Bremen gibt's ja KiRaKa über DAB+. Aber von wie vielen Unter-18-Jährigen wisst ihr aus der eigenen Wahrnehmung, dass sie KiRaKa oder auch einen anderen Sender über DAB+ hören?

von dab_4 - am 18.11.2017 13:25

Re: DAB+-Hören seitens unter 18-Jährigen

Zitat
UKW vs. DAB+
So richtig in Berührung kommt man mit dem Radio wirklich erst mit dem Lappen und dem eigenen Auto in dem ein Autoradio ist.


Das Gefühl hatte ich auch schon. Ich war erstaunt. dass ein paar meiner Artgenossen sogar den tschechischen Sender Evropa 2 kennen, der über UKW reinkommt. In Sachen DAB+ wird das aber schwieriger, da viele Jugendliche aus Geldmangel als erstes Auto mit einem älteren Modell Vorlieb nehmen müssen. Und selbst wenn es ein eher neueres Auto ist, haben ja noch längst nicht alle Modelle DAB+ integriert.

Und was Musikhören mit dem Smartphone angeht: Klar, das FM Radio wird sicherlich von vielen ignoriert, aber die App TuneIn hab ich schon auf einigen Smartphones gesehen.

von Cha - am 18.11.2017 14:10
Also die ganz jungen nutzen hier den KiRaKa oder DKultur (Kakadu und diverse Hörspiele). Ich kenne 4 unter 10 Jahren die das genau so machen.

Die Teenager blasen sich die Ohren mit gerippten YouTube Videos weg die selbst über die billigen Handy-Ohrstöpsel schon klingen als seien sie 5 mal zwischen unterschiedlichen Formaten hin und her gewandelt wurden. Dagegen ist der Bundesmux mit seinen 72kbps Programmen die reinste Wohltat. :rolleyes: Die Rotation ist dabei noch wesentlich kleiner als beim örtlichen Dummfunker. Aber das stört absolut nicht. Wenn man bei den Kids mal nachfragt warum sie sich so etwas anhören und kein Radio benutzen wird man angeschaut wie ein Außerirdischer. "Hier kann ich doch die Lieder hören wann ich will und so oft ich will. Radio...! *angewidertes Gesicht zieh* Da kommt viel zu viel was mich nicht interessiert. Und dann auch noch die blöde Werbung und die Nachrichten..." An der Stelle klinke ich mich dann aus dem Gespräch aus weil hier Grimassen gezogen werden als würden sie ständig in Zitronen beißen und Radio sei das muffigste und staubigste Ding das es gibt.

Wenn ich mir dann mal hier die Azubis anschaue geht man irgendwann dazu über wenigstens halbwegs ordentliche Rips von diversen mp3 Downloadseiten zu ziehen. Kommt dann das erste Auto hört man morgens auf dem Weg zur Arbeit Radio. Aber egal wen man fragt, man tut das nicht besonders gerne sondern nur um halbwegs auf dem Laufenden zu bleiben. Da sind die 4 Minuten Nachrichtenhäppchen der Privatfunker gerade richtig. Dann noch hören wo die Blitzer stehen und gut iss. Zunehmend öfters sehe ich aber Jugendliche die Spotify und CO nutzen. Meistens wird sich da aber im WLAN die bevorzugte Musik heruntergeladen um das mobile High Speed Volumen zu sparen.

Die etwas älteren nutzen noch Radio. Aber auch hier kaum noch um tatsächlich zuzuhören sondern viel mehr um im Büro ein Hintergrundgeräusch zu haben. Höchstens bei den Regionalnachrichten oder wenn wirklich mal etwas schlimmes passiert ist (Terroranschlag, Großbrand...) auf dem laufenden zu bleiben. Hier in der Firma steht dazu in fast jedem Büro ein DAB+ Radio weil UKW Radios wegen des tierischen Störnebels nervig Rauschen und man ständig an der Teleskopantenne drehen muss. Privat geht der Trend hier aber auch sehr sehr stark in Richtung Streamingdienste da die gewünschte Musik nicht im Radio gespielt wird.

Fazit: unter 10 Jahren wird noch Kinderradio gehört. Bei den Kids darüber wird man angeschaut als erzähle Opa vom Krieg wenn ich denen mit Radio komme.

von Spacelab - am 18.11.2017 18:38
Zitat
Spacelab
Also die ganz jungen nutzen hier den KiRaKa oder DKultur (Kakadu und diverse Hörspiele). Ich kenne 4 unter 10 Jahren die das genau so machen.


Und die 4 hören das via DAB+, oder?

Zitat
Spacelab
Die Teenager blasen sich die Ohren mit gerippten YouTube Videos weg die selbst über die billigen Handy-Ohrstöpsel schon klingen als seien sie 5 mal zwischen unterschiedlichen Formaten hin und her gewandelt wurden. Dagegen ist der Bundesmux mit seinen 72kbps Programmen die reinste Wohltat. :rolleyes: Die Rotation ist dabei noch wesentlich kleiner als beim örtlichen Dummfunker. Aber das stört absolut nicht. Wenn man bei den Kids mal nachfragt warum sie sich so etwas anhören und kein Radio benutzen wird man angeschaut wie ein Außerirdischer. "Hier kann ich doch die Lieder hören wann ich will und so oft ich will. Radio...! *angewidertes Gesicht zieh* Da kommt viel zu viel was mich nicht interessiert. Und dann auch noch die blöde Werbung und die Nachrichten..." An der Stelle klinke ich mich dann aus dem Gespräch aus weil hier Grimassen gezogen werden als würden sie ständig in Zitronen beißen und Radio sei das muffigste und staubigste Ding das es gibt.


Dazu vergleiche man diese Aussage aus dem Interview hier:
Zitat
Markus Kuehn (Chef von FluxFM)
Die Vorstellung, dass ein heute 14-Jähriger, der es gewohnt ist, die ganze Welt in seinem Smartphone zu haben, in Zukunft ein Gerät kaufen wird, mit dem er 20 Programme, die er sich nicht selbst ausgesucht hat, hören kann, fällt mir zugegebenermaßen schwer. Für private Sender ist DAB+ auch kostentechnisch kaum darstellbar.


Zitat
Spacelab
Zunehmend öfters sehe ich aber Jugendliche die Spotify und CO nutzen. Meistens wird sich da aber im WLAN die bevorzugte Musik heruntergeladen um das mobile High Speed Volumen zu sparen.


Ja, so etwas hörte ich auch schon mal aus meinem Umfeld.

Zitat
Spacelab
Bei den Kids darüber wird man angeschaut als erzähle Opa vom Krieg wenn ich denen mit Radio komme.


Das stimmt mit meiner Erfahrung überein. Um die Ausgangsfrage zu beantworten: von 0.

von pro_dabby - am 18.11.2017 18:50
Zitat

Und die 4 hören das via DAB+, oder?

Ja. Über UKW gibt es hier nur DKultur. Also hat man DAB+ Radios angeschafft weil die beim örtlichen Discounter oder Elektronikmarkt sehr günstig zu haben waren (wenn das Kind sie kaputt macht ist nicht so viel verloren) und im Sommer auch im Garten problemlos über Batterien spielen.

von Spacelab - am 18.11.2017 19:03
Ich habe kürzlich eine 12 Jährige auf DAB+ gebracht. War in Riedlingen, ist die Cousine meiner Freundin. Ich hab durch‘s Radio gezappt und kam auf „DASDING“ und sie meinte „was war das? das ist Deutschrap, sowas spielt doch kein Radiosender“ und ich hab sie aufgeklärt was DAB+ ist und das „DASDING“ erst wieder um Ulm via UKW empfangbar ist.

Sie nervt jetzt alle Leute mit denen sie oft unterwegs ist (Oma, opa, Tante, Onkel, Eltern) sie müssten unbedingt umrüsten und das normale Radio wär sicher bald Geschichte usw. die ist da echt kreativ in ihren Argumenten :‘-D

von Chris4981 - am 18.11.2017 20:13
Mein Sohn (6) hört immer BR Heimat auf seinem Zimmer.
Da das terrestrisch indoor nicht geht, bin ich froh dass jedes Zimmer eine Antennendose hat, wo auch das Signal der VHF Yagi und dem Vorverstärker etc. zur Verfügung steht.
Wehe ich verstelle das Radio...

von RainerZ - am 18.11.2017 21:19
Dass Radio bei den Jungen nicht mehr jene Bedeutung hat wie früher, stimmt schon. Mir ist aber auch aufgefallen, dass der Wandel auch darin begründet ist, weil Radio einfach für diese Zielgruppe nicht viel zu bieten hat. Freilich kommt es darauf an, wo man wohnt und welche Sender wie gut empfangbar sind. Da haben die Privaten wegen schlechter Frequenzen und geringer Sendeleistungen oft schlechte Karten. Außerdem spielen bei uns zu viele Sender dasselbe. Webradio ist vielleicht deshalb nicht der Brüller, weil man darin erst mal finden muss, was einem gefallen würde.
Wenn aus dem Radio etwas kommt, was andere Inhalte bietet, als von ortsüblichen Sendern gewohnt, kann es durchaus interessant werden.

von delfi - am 19.11.2017 10:14
Und genau da käme DAB+ ins Spiel (Stichwort Empfangbarkeit und Programmvielfalt). Aber da man ja mit Radio nur nch dann was zu tun hat, wenn man im Auto sitzt und es zum Beispiel bei VW weniger kostet, das Radio mit einer Bluetooth-Anbindung auszustatten als es mit einem DAB+-Chip aufzurüsten und zum Beispiel der neue Polo statt eines CD-Laufwerks nur noch einen SD-Kartenslot hat, macht man sich doch eher eine Art Spotify (etweder online oder offline) und verichtet aufs Radio. Mir ist meine Bastellösung mit DAB pure move an Klinke und FM-Transmitter zu gefährlich und zu aufwendig, um das bei jeder Fahrt zu machen. Also läuft bei mir entweder die CD oder B5 aktuell oder der Deutschlandfunk. Alles andere spricht mich nicht an. Und mobiles Streaming müllt nur die Netze zu. Internet kills radio - eine selbsterfüllende Prophezeiung. Radiohören ist nicht mehr so attraktiv, aber wenn die Sender auf den Verbreitungsweg Internet als Heilsbringer setzen, stellen sie sich auch ins Abseits. Da bietet Spotify mehr, und DAB+ hat in dieser Form kaum Alleinstellungsmerkmale.

von rolling_stone - am 19.11.2017 10:42
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