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DAB Digitalradio Forum
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DAB+ Sachsen

Startbeitrag von Tesco.live am 22.07.2011 12:43

Zitat
MDR Technik per Mail vom 20.07.2011

[...]
http://www.mdr.de/digitalradio/index.html

- ab 01.08.2011 werden alle MDR Hörfunkprogramme digital ausgestrahlt.

- Das DAB-Sendernetz wird mit folgenden Senderstandorten ab 1.8.2011 in Sachsen betrieben:

Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Schöneck, Freiberg und Oschatz.

Die Sendeleistung beträgt jeweils 1 kW.

Ab dem 4. Quartal 2011 werden die MDR-Radioprogramme von den Senderstandorten Dresden und Leipzig mit 10 kW ausgestrahlt.

Ein weiterer Ausbau des Sendernetzes ist ab Sommer 2014 bis Winter 2015 geplant. Erst dann wird eine ziemlich flächendeckende mobile Versorgung (Autoradio) erreicht sein. Zudem könnten zirka 78 % der Einwohner Deutschlands Digitalradio in der Wohnung mit Stabantenne empfangen. Eine weitere Verdichtung nach der 2. Ausbaustufe, die im Winter 2015 endet, ist angedacht, um die Mobilversorgung weiter zu verbessern und den Versorgungsgrad zu erhöhen.


3) MDR INFO, MDR FIGARO, MDR SPUTNIK und JUMP sowie MDR 1 Radio mit dem jeweiligen MDR 1-Landesprogramm (Standard DAB+). MDR KLASSIK wird zunächst weiter im bisherigen Standard DAB gesendet.

Bisher ebenfalls schon auf Sendung: Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen.

http://www.dradio.de/digitalradio/

Diese drei Programme werden ab 1.8.2011 im deutschlandweiten DAB+ Multiplex von 27 Senderstandorten zusammen mit 10 privaten Programmangeboten übertragen. In Mitteldeutschland sind das die Senderstandorte Dresden, Leipzig, Halle und Weimar mit der Sendeleistung 10 kW.

Bei den Privatprogrammen handelt es sich um: LoungeFM, ERF Plus, Absolut Radio, ENERGY, 90elf - Dein Fußballradio, RemiX, litera, Klassik Radio, Kiss FM, Radio Horeb.

http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/DAB/Deutschland/Sachsen.htm

4) In Sachsen wird demnach der Standort Wilkau-Haßlau (Zwickau) reaktiviert, gleichzeitig wird aber auch der Standort Bautzen abgeschaltet.

Zur Situation der Standorte in Thüringen und Sachsen-Anhalt können Sie sich auch hier informieren: http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/


[...]

Mit freundlichen Grüßen
[...]
Servicetechniker
------------------------------------------
Mitteldeutscher Rundfunk
Technische Hotline
04360 Leipzig

Die 50 interessantesten Antworten:

@ hetietz: Auch ich fände das schade. Also, bitte überlege es Dir noch mal. Ich würde Dich hier vermissen.

@ xamsa: Ja, das stimmt schon. Der Deutsche an sich ist schon sehr konservativ eingestellt und alles Neue wird erst einmal sehr kritisch beäugt. Das ist eben auch beim DAB so. DAB gibt es zwar in D schon seit über zehn Jahren, doch bis jetzt sendete man praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit (die Gründe sind bekannt). Das wird jetzt (hoffentlich) anders. Und das sage ich als einer, der bis jetzt auch nicht viel von DAB gehalten hat. Letztendlich muss DAB, um die Konsumenten zu überzeugen, gegenüber UKW einen Mehrwert bieten. Dabei geht es meiner Meinung nach vor allem um drei Dinge:
1. ein attraktives vielseitiges Programmangebot
2. eine gute Klangqualität (Datenrate)
3. ein guter und flächendeckender Empfang vor allem indoor (Sendeleistung, Sendernetz)

Zu 1.: Der Anfang ist gemacht, im Bundesmux dürfte für fast jeden was dabei sein.
Zu 2.: Hier musste man zugunsten von Punkt 1 erstmal Abstriche machen, eine spätere zweite Netzabdeckung könnte hier Verbesserungen schaffen.
Zu 3.: Mit der Inbetriebnahme vieler 10kW-Sender ist in vielen Regionen erstmals ein guter Empfang innerhalb von Gebäuden möglich. Der weitere zügige Netzausbau ist natürlich zwingend erforderlich.

Ein wenig Geld für die unvermeidliche Promotion dürfte noch nötig sein (die Mehrheit der Deutschen verbindet mit DAB noch immer nur eine westfälische Hopfenkaltschalensorte). Wenn also endlich die DAB+-Geräte bei den Discountern und Elektronikmärkten auftauchen, könnte DAB doch noch zum Selbstläufer werden. Hoffentlich bleibt man nicht wieder auf halbem Wege stehen und verkackt die Sache ein zweites Mal. Bis vor kurzem war auch ich ein großer DAB-Skeptiker und habe immer nach dem Mehrwert von DAB gefragt, ich konnte keinen sehen weil für mich keiner da war, siehe Punkte 1 bis 3. Doch mit dem morgigen Tag sehe ich das etwas anders.

Das in den Medien aufgund mangelnden technischen Sachverstandes falsche Informationen verbreitet werden, ist keine neue Erkenntnis. Warum sollte das jetzt anders sein. Was die vermeintlichen Störungen des analogen Kabel-TV-Empfangs durch die neuen DAB-Sender betrifft, werden wieder mal Ursache und Wirkung verwechselt. Und die "Geiz ist geil"- Mentalität fällt einigen Leuten jetzt auf die Füße. "Mein neuer Plasma braucht kein neues Kabel, das 30 Jahre alte tuts doch noch..." Und kauft man doch ein neues, muss es das billigste sein. "Zwei- oder dreifachgeschimt, wer braucht sonn Quatsch, is doch alles Geldschneiderei." Da ist bessere Aufklärung erforderlich, nur leider ist der Deutsche doch in mancher Hinsicht ziemlich beratungresistent. Nochmal zu DAB, ich freu mich auf morgen.:cheers:

von dlf-fan - am 31.07.2011 12:34
Endlich hetietz, mal wieder eine klare Ansage.
Dieser verdammte Unfug der hier von den Kabelanbietern und ihren Angestellten in den Raum gestellt wird ist kaum noch erträglich.
Jedes Problem im Kabelnetz - und davon gibt es viele - wird heute nun auf DAB+ geschoben, ja auch ein Totalausflall im Kabel UKW von Primacom wurde damit begründet und die Hotline verstieg sich sogar " ich schicke ihnen einen Techniker, aber wenn der feststellt das sie ein zu schwaches Kabel haben ... zahlen Sie"
Ja ich glaube auch wenns bei jemand im Bett nicht mehr klappt ist "Der Neue Sendemast" - wörtlich an der Hotline - daran schuld, als die im PC Shop den ich letzte Woche aufsuchte nicht einmal zwischen DVB-T und DAB unterscheiden konnten hatte sich für mich weiteres Fragen erledigt.
An der Hotline - anderer Ansprechpartner als oben - hieß sogar, das Die (wer auch immer Die sind)da im nächsten Jahr einen neuen Sendemast in Betrieb nehmen und da testen die jetzt Frequenzen durch und das stört halt ... eben auch das UKW und das wird in den nächsten Wochen wohl noch schlimmer ... also Sendemast im nächsten Jahr (laut LVZ gebaut werden soll) der probt schon heute?! ... dümmer gehts nimmer!! und für sowas bezahlt der deutsche Michel und Muttern Möllmer wird in Panik versetzt.
Das einzig ordentliche Gespräch hatte ich gestern bei der "Blauen Woche" von Saturn im Allee Center, dort waren Berater von Deutschlandradio und MDR vor Ort und ich wies darauf hin das man sich endlich mal mit den Kabelgesellschaften in Verbindungsetzten soll um diesen Schwachsinn zu beenden.

von astranase - am 12.08.2011 15:41
Hallo
Ich Stelle hier mal den oben beschriebenen Artikel der eLVauZett ins Forum:


Fernsehempfang

Digitalradio bereitet Probleme

Siegrid Bürger aus Lößnig hat seit einigen Tagen ein Problem: Wenn sie die ARD einschaltet, zeigt ihr Fernseher ein grieseliges Bild. Weil sie nicht weiß warum, fragt sie ihren Kabelnetzbetreiber Primacom. Weil sie aus der Antwort nicht schlau wird, hört sie sich bei ihren Nachbarn um. Vielen geht es ähnlich wie ihr: "Im ganzen Block läuft auf den älteren Fernsehgeräten keine ARD mehr", beschwert sie sich. "Wir wissen alle nicht, woran das liegt". Auch Kunden von anderen Kabelnetzbetreibern wüssten nicht, womit das zusammenhängen könnte.
Der Grund für die Empfangsstörung ist die Einführung des digitalen Antennenradios DAB+ (die LVZ berichtete). Laut Kabelnetzbetreibern würden Sender nun zum Teil auf den gleichen Frequenzen wie analoge Kabelfernsehprogramme ausgestrahlt. Da sich ein Sendemast in der Nähe von Lößnig befindet, sind vor allem Geräte in diesem Gebiet betroffen.
Der Verbraucherzentrale Sachsen ist dieses Problem bekannt. "Es gibt mehrere Ursachenbereiche", erklärt Katja Henschler. "Zunächst sollte das alte Anschlusskabel durch ein neues, doppelt geschirmtes, ersetzt werden. Eigentlich müsste es damit getan sein. Für Kabel außerhalb der Wohnungen im Mietshaus ist der jeweilige Vermieter verantwortlich, für Kabel zum Mietshaus der Kabelnetzbetreiber."
Frau Bürger hätte sich gefreut, wenn sie das eher gewusst hätte: "Dann hätte ich mir die Schwimmweltmeisterschaft anschauen können", ärgert sie sich. Sie hätte sich einen Aushang im Treppenhaus gewünscht.
Auf Nachfrage, warum Primacom die Kunden nicht rechtzeitig informiert hat, antwortet Pressesprecher Mattias Persson: "Wenn uns Kunden anrufen, hätten wir ihnen das Problem sofort erklärt. Allerdings können wir nicht jeden einzelnen Kunden informieren." Auch Kabel Deutschland hat seine Kunden nicht direkt auf das Problem aufmerksam gemacht, "weil es nicht alle betrifft, man würde die Kunden zum Teil verrückt machen. Verantwortlich sind die digitalen Radiosender", so der Pressesprecher. Felix Forberg "

Jetzt kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

von schnappdidudeldey - am 13.08.2011 09:44
Zitat
Mr.KW
Fernempfang

Ich habe heute folgende Programme aus Berlin empfangen !

Zeit: 10.30 MESZ
Gerät : DAB4
Standort: Leipzig Grünau-Ost, 10.Etage , Richtung Norden

MUXX Berlin/ BRBG 12 : BR plus; radio B2
MUXX DR Berlin rbb K7 :FHEuropa, Antenne, WDR2, INFO, Fritz, Radio1, Kultur, BERLIN, Bayern2, BR Test

Die Signalstärke entsprach etwa dem Leipziger MDR-Muxx indoor.

Kann jemand ähnliche Beobachtungen vermelden?

DAB4, Pure One Classic, Morphy Richards



Hallo Mr. KW, haben ja gerade miteinander geklönt :cheers:, leider kann ich bisher in Etage 6 noch keinen Empfang aus Berlin bestätigen.
Aber vielleicht kann hier jemand etwas mit unserer gemeinsamen Beobachtung anfangen.
Wir stellten nämlich unabhängig hier in Grünau fest, das die Programme des MDR (außer MDR 1 Sachsen) im Pegel äußerst schwachbrüstig geworden sind.
In der ersten Woche nach Aufschaltung lag der Pegel bei den "Pure" bei 5-6 Strichen, nun bei 2-3 und innerhalb der Wohnung auch schon mal bei 0.
Das eventuell "nur" Halle empfangen wird, dagegen spricht eindeutig das zumindest ich 50 Programme eingelesen bekomme.
Also kann uns hier jemand mit Aufklärung dienen?

--------------------------------------
Lieber radiosüchtig als radioaktiv
*astranase*

von astranase - am 26.08.2011 15:04
@ dvb_jens

der Empfang des Sender Dresden K5 10 kW in 75 Km in guter Lage mit Außenantenne sollte kein Problem darstellen.Ich empfange in 70 km Entfernung den Sender Schwerin K 12 1KW mit einer 4 Element Band III Breitbandantenne.Der Empfang mit meinem Pure 2S.funktioniert bei jedem Wetter stabil.6-7 Balken von 15 im Signal und einer Qualität von 95-100%.
Der Antenneneingang des Pure wurde mit einem FStecker-IEC Buchse Adapter umgerüstet.So kann das Koaxialkabel mit IEC Stecker ans Radio oder den DAB Noxon Stick angesteckt werden.
Mit der 4 Elemente Antenne und 10 m Koaxkabel spielt der DAB Stick bei mir nicht! Die Programme(K12) wurden eingelesen, aber nicht abgespielt.Die Anzeige wechselte immer zwischen rot und grün.Hätte eigentlich rot-geld sein müssen.Bei Tropobedingungen spielte mein Pure 2S den Bundes MUX aus Hamburg 130 km mit 8 Balken Signal und 98 % Qualität.Der Noxon DAB Stick hat den MUX nicht eingelesen mit der 094 Software!
In der letzten Woche waren wir in Thüringen 10 Km vom Ettersberg bei Weimar.Mit einer 30 cm Stabantenne(also nicht die zum Stick mitgeliererte Antenne)war mit dem DAB Stick nur der 500 watt K12 vom Ettersberg zu empfangen,der K5 wurde nicht eingelesen! Ich habe dann Software + Treiber auf dem Laptop Win7 deinstalliert und die Software + Treiber der Setup Datei von Noxon mit Software 092 neu installiert.Da ich nicht am INet war hat die Software092 die neue Software 094 nicht angeboten zum Update übers INet.Mit der Software 092 wurde der K5 sofort eingelesen und die Programme spielten perfekt.
Zu Hause waren jetzt die 3x D Radios aus Schwerin mit der Außenantenne nun verblubbert mit dem DAB Stick hörbar! Vor zwei Tagen ist nun mein Vorverstärker für das Band III eingetroffen (T.G.N ULNA 3013-DAB ) Diesen Vorverstärker habe ich nun an der Antenne installiert (es gibt dazu ein passendes Mastgehause)und betreibe ihn mit der 5 Volt Fernspeisung über das Koaxkabel.
Die Spannungserhöhung bewikt nun auch am DAB Stick einen perfekten Empfang.Die Signalanzeige ist grün.
Bitte denke daran,das deine Antenne vertikal polarisiert sein muß für Dresen! 13 Elemente und der Mast vertikal durch die Antenne? Das würde ich nicht empfehlen.Lieber eine 3-5 Elemente Antenne nehmen und die Vormast montieren.
Bei dir ist DAB Empfang aus Dresden möglich bei guter Lage! Der DAB Sick wird nur mit Vorverstärker, so wie oben beschrieben, funktionieren.Mit anderen Empfängern an der Antenne müßte es klappen,auch ohne Verstärker.

von jug - am 23.09.2011 05:54
Zitat
Daniel1
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los,dass sich da in absehbarer Zeit nichts tut und man mit den bestehenden Kanal 12 zufrieden ist.


Wenn man wenigstens zunächst die Anfang 2010 abgeschalteten Sender wieder in Betrieb nehmen würde.
An dem Freien Presse Bericht stimmt soviel, wie an den Münchhausen Geschichten. Von Geyer und Chemnitz Reichenhain werden Digitalradioprogramme abgestrahlt ? Wie bitte ? Eine Woche vorher gab es zum sg. Start von DAB+ auf der Ratgeberseite der FP Bezirksausgabe, der genauso falsch war. Ich hatte daraufhin ein bissel Schriftverkehr mit dem für den Artikel zuständigen Redakteur. Er bedankte sich für die Hinweise, gab auch zu überhaupt nicht recherchiert sondern nur eine Pressemitteilung abgeschrieben zu haben und ein paar Tage später gab es dann eine kurze Richtigstellung in der Zeitung. Just an diesem Tag erschein der og. Artikel in der Regionalausgabe Annaberg. Eine Mail meinerseits an den zuständigen Redakteur in Annaberg wurde nicht beantwortet. Es gab auch keine Richtigstellung. So ist der Artikel auch heute noch so falsch er ist, online abrufbar.

Es war ja vor kurzer Zeit mal die Rede, dass man tw. noch in diesem Jahr weitere Sendeanlagen für den Bundesmux in Betrieb nehmen möchte, vornehmlich um Lücken an den großen Verkehrsschlagadern zu schließen. Da wir ja in unserem Raum auch einige große Autobahnen haben, die nicht gut versorgt sind, wie die A4 Raum Chemnitz/Ostthüringen und die A9 im bayerischen/thüringer Vogtland, habe ich ja immer noch Hoffnungen, dass sich zumindest für die Region da was tut. Wenn ich allerdings sowas lese, bin ich mir nicht mehr so sicher.
http://forum.mysnip.de/read.php?8773,944910

Wenn ich die vielen Erfolgsstories im neuen Digitalradio Meinungsbarometer lese, wird mir schlecht.

von xamsa - am 30.09.2011 13:02
So, habe mal mit meinem neuen Sangean DPR-69 (Venice 7) und eingebauter Teleskopantenne den DAB-Empfang in Coschütz/Vogtland getestet.

Im ersten Stockwerk empfange ich am Fenster indoor
12A: K12 Sachsen, 16 von 16 Balken
12B: K12 Thueringen, 7-8 von 16 Balken
12D: Bayern, 15 von 16 Balken

Outdoor gelingt es an bestimmten Stellen auch den Bundesmux auf 5C sowie den 6C aus Leipzig einzulesen, beide mit 2-3 Balken. Man muss dazu sagen, dass die UKW-Sender aus Wiederau hier nur ziemlich schwach ankommen, da der Ort nach Norden hin etwas vom Berg abgeschirmt ist.

Gehe ich ins dritte Stockwerk eines Neubaus empfange ich am Nordwestfenster zusätzlich
9C: Thueringen (Weimar), 3-4 Balken
11C: S.-Anhalt (Halle), 2-3 Balken
und beim Heraushalten des Radios aus dem Südseite-Fenster sogar
11D: BR Bayern aus Nürnberg, 1-2 Balken.
Außerdem zeigt die Signalanzeige auf 12C einen Ausschlag, aber es konnte kein Sender eingelesen werden. Dabei handelt es sich ja wahrscheinlich um ein Signal aus Sachsen-Anhalt.

Der Bundesmux sowie 6C gehen im dritten Stockwerk natürlich besser, ein Indoor-Empfang ist aber nur an bestimmten Stellen unmittelbar am Fenster möglich.

Kurzes Fazit:
1. Bin ziemlich beeindruckt, wie gut der Ochsenkopf mit dem 1KW auch indoor hier ankommt.
2. Auch die Thüringer Sender gehen trotz der geringen Sendeleistungen (Ronneburg/Sieglitzberg) indoor ganz ordentlich.
3. Der Hammer ist der Empfang aus Halle und ganz besonders aus Nürnberg, hätte ich mit so einem einfachen Radio nicht für möglich gehalten.



von Pronit - am 26.12.2011 23:47
Zitat
Pronit
Kurzes Fazit:
1. Bin ziemlich beeindruckt, wie gut der Ochsenkopf mit dem 1KW auch indoor hier ankommt.
2. Auch die Thüringer Sender gehen trotz der geringen Sendeleistungen (Ronneburg/Sieglitzberg) indoor ganz ordentlich.
3. Der Hammer ist der Empfang aus Halle und ganz besonders aus Nürnberg, hätte ich mit so einem einfachen Radio nicht für möglich gehalten.


Eigentlich ist das hier der falsche Thread. Wäre vielleicht besser bei DAB+ Fernempfang aufgeboben ?

Ich denke mal, dass du den 11D nicht aus Nürnberg, sondern vom Dillberg empfängst. Den 11C kann man übrigens auch ganz gut auf dem Fichtelberg empfangen.
Den 12D hatte ich mal während einer Fahrt durchs Egertal bis Kadan fast störungsfrei. Das sind mal so um die 100 Kilometer.

Mein Fazit. Solche Empfangsmeldungen sind zwar immer ganz interessant aber sie sagen überhaupt nichts über die tatsächliche Situation aus und die ist z.B. so, dass es im fahrenden Auto schon 30 Kilometer hinter Nbg. in nördlicher Richtung überhaupt keinen Spass mehr macht DAB Programme zu hören, zumindest 5c und 11D haben ständige Aussetzer. Will man bspw. die Programme des BR hören, ist man gezwungen auf UKW umzuschalten. In südlichen Sachsen siehts noch viel schlimmer aus. Auf der Autobahn geht zumindest tw. 12A noch aber wenn man ein Stückchen davon weg ist, dann ist Schicht im Schacht.


von xamsa - am 27.12.2011 07:43
Hier die gewohnt schnelle Antwort auf meine Anfrage

Zitat

Sehr geehrter Herr rabbe,

wir freuen uns über Ihr Interesse am Digitalradio DAB+.
Grundsätzlich ist die ARD so organisiert, dass jede einzelne Landesrundfunkanstalt ihr eigenes Sendegebiet mit Programmen versorgt. Dies ist Hauptaufgabe der Mitglieder der ARD. Demzufolge ist die terrestrische Programmversorgung auch nur auf das originäre Sendegebiet fokussiert. Das heißt: Der MDR hat die Aufgabe, die Versorgung in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen sicherzustellen. Der ARD-Anteil der Rundfunkgebühren aus diesen Ländern werden auch dem MDR zur Verfügung gestellt. Eine terrestrische Versorgung eines anderen Sendegebiets ist nicht vorgesehen und auch nicht angedacht. Ein Spezialfall stellt die erste Phase des DAB-Neustarts in Berlin als Bundeshauptstadt dar. Der rbb hat den anderen Landesrundfunkanstalten der ARD angeboten, die dortigen Frequenzressourcen mit zunutzen und somit eine wirtschaftliche Synergie zu erreichen. Neben Programmen des WDR und des BR verbreitet nun seit 2012 der MDR die Hörfunkwelle MDR JUMP auch in Berlin via DAB+. Die Beteiligung im Berliner Multiplex war die Entscheidung des MDR. Die Aufschaltung weiterer MDR Programme außerhalb unseres Sendegebietes ist aus vorgenannten Gründen nicht machbar.

Bei Rückfragen oder für weitere technische Informationen zum MDR FERNSEHEN und MDR HÖRFUNK stehen wir Ihnen unter der E-Mail-Adresse technik(at)mdr.de sowie montags bis freitags 11.00 bis 19.30 Uhr unter der Festnetzrufnummer +49-(0)341-300-9595 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Funkhaus in Leipzig


Ein weiterer Fragenkatalog ;) ging selbstverständlich gleich anschließend auf die Rückreise.

von rabbe - am 09.01.2012 12:35
Die sind wie immer fix.

Zitat

Sehr geehrter Herr rabbe,

wie bereits geschrieben stellt sich die Frage nach der Übertragung von Schwesterprogrammen in unserem Sendegebiet nicht, da dies nicht dem Konzept der ARD entspricht. Jeder versorgt sein Sendegebiet mit eigenen Programmen. Berlin ist als Bundeshauptstadt ein Spezialfall. Es ist ja nicht so, dass im gesamten Sendegebiet des RBB auch Schwesterprogramme verbreitet werden. Dieses Arrangement ist auf Berlin und zwei Sendestandorte begrenzt und hat auch mit wirtschaftlichen Synergien zu tun. Wir nutzen übrigens keinen eigenen Multiplex in unserem Sendegebiet sondern Teilkapazitäten des Media Broadcast Multiplexes. Die freien Kapazitäten dieses Muxes sind privaten Programmanbietern vorbehalten, die sich jedoch derzeit noch nicht für DAB+ entschieden haben.

Bei Rückfragen oder für weitere technische Informationen zum MDR FERNSEHEN und MDR HÖRFUNK stehen wir Ihnen unter der E-Mail-Adresse technik(at)mdr.de sowie montags bis freitags 11.00 bis 19.30 Uhr unter der Festnetzrufnummer +49-(0)341-300-9595 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Funkhaus in Leipzig


Ich habe gleich noch einmal nachgefragt ;).

Zitat

Sehr geehrter Herr MDR-Technik-Mitarbeiter,

recht vielen Dank für ihre Antwort und die umfassenden Erläuterungen.
Allerdings bin ich dann doch etwas verwundert, dass man diesbezüglich mit
dem Konzept der ARD bricht und dieses Angebot des rbb angenommen hat.
Welchen Vorteil hat der MDR bzw. vorallem der MDR-Gebührenzahler von diesen
begrenzten Arrangement in Bezug auf die Verbreitung von MDR Jump über die
beiden Senderstandorte in Berlin? Dieser ist für mich ehrlich gesagt nicht
ersichtlich.

Mit freundlichen Grüßen
rabbe


von rabbe - am 09.01.2012 16:05
Heute gelesen in der "SZ-online" Lokalseite Hoyerswerda:
Zitat
Digitalradio-Empfang lässt weiter auf sich warten

Von Mirko Kolodziej

Gespräche zum Ausbau laufen zwar – doch für die Region bleibt alles offen.

Seit gut einem halben Jahr wird in Deutschland mit dem neuen Digitalradio-Standard DAB+ gefunkt – und noch immer ist die Lausitz als eine von nur wenigen Regionen in Deutschland unversorgt. Noch kann oder will auch niemand sagen, wann sich das ändern wird. Von der Firma Media Broadcast (MB), die das Netz plant und betreibt, ist zu erfahren, dass man mit den ARD-Radios und den Privaten über den Ausbau 2012 spricht: „Die Überlegungen fokussieren sich auf das Schließen von Versorgungslücken zwischen den einzelnen Inseln im Startszenario, wobei gleichzeitig weitere Großstädte versorgt werden sollen. Ob der Standort Hoyerswerda dabei berücksichtigt wird, lässt sich aus dem gegenwärtigen Stand noch nicht absehen“, so ein MB-Sprecher. Susanne Odenthal vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr) sagt, auch die Versorgung von Ostsachsen liege der Anstalt am Herzen. Allerdings sei das nur durch ein Miteinander von öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen machbar. Derzeit zieren sich die Privaten noch etwas.

Unter DAB (Digital Audio Broadcasting) versteht man die im Gegensatz zur analogen UKW-Technik digitale Verbreitung von Hörfunksignalen über Antenne. Möglich ist hier die Übertragung von programmbegleitenden Zusatzinformationen wie Verkehrsdaten, Wetterkarten oder aktuellen Nachrichtenschlagzeilen. Im August vorigen Jahres war DAB+ mit deutschlandweit 27 Senderstandorten gestartet. Derzeit gibt es Lücken vor allem in Hessen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und eben in der Lausitz. Bis 2015 sollen mehr als 100 Senderstandorte Deutschland nahezu flächendeckend versorgen. UKW soll langfristig abgelöst werden. Allerdings gibt es auch Skeptiker, die am Sinn dieser Umstellung zweifeln.

www.digitalradio.de



von JürgenG - am 28.01.2012 19:11
Vor etwa zehn Tagen fragte ich per E-Mail bei R.SA nach Plänen für das Digitalradio, schließlich läuft die DAB- Werbung dort schon seit Monaten und wie auch meine Vorschreiber schon feststellten, ist zum Beispiel der DAB-Kanal 6C in Leipzig noch gar nicht voll belegt. Die Antwort kam recht schnell:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für Ihre Email. Wir verstehen Ihre Frage und die sich damit anschließende Problematik. R.SA - Mit Böttcher und Fischer verfügt über eine Vielzahl von Frequenzen. In der Tat lässt sich wahrscheinlich ohne Untertreibung sagen, dass R.SA zu den Sendern in Deutschland zählt, die über die meisten lokalen Frequenzen verfügen.

Und genau da wären wir beim Kern des "Problems". Jede Rundfunkanstalt in Deutschland bekommt Ihre Frequenzen zugewiesen. Wir als Radiomacher können uns leider nicht aussuchen, welche Frequenz wir nehmen und welche nicht. Ziel ist es, so viel Raum in Sachsen wie nur irgend möglich abzudecken. Manchmal - und insbesondere im Fall von R.SA - gelingt das nur mit Unmengen an Frequenzen.

Wir sind ständig bemüht, unserer Frequenzen und damit die Erreichbarkeit zu verbessern. Jede neue Frequenz, die in Sachsen erhältlich ist, ist natürlich heiß begehrt. Auch bei uns. Und so haben wir im ersten Schritt nur die Möglichkeit, uns für eine dieser Frequenzen zu bewerben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns ab und an die Hände gebunden sind und wir hier an die Grenzen des Möglichen stoßen, gerade wenn es um den Empfang in anderen Bundesländern geht, wo wir keinerlei Sendelizenz besitzen.

Über Satellit sind wir nicht zu empfangen, eine derartige Ausstrahlung ist auch nicht geplant, da sich der Aufwand vor allem in finanzieller Hinsicht leider nicht mit dem Nutzen deckt.

Sämtliche Hörer, die uns über Satellit hören, werden nämlich nicht bei der Hörerzählung erfasst, so dass sie nicht mit in unsere Hörerzahlen einfließen, die wiederum unsere Werbepreise und damit unser Fortbestehen als Sender bestimmen und sichern. Bitte haben Sie deshalb dafür Verständnis, dass das Ganze für uns derzeit noch ein "Fass ohne Boden" wäre. Wie es in Zukunft mit dem digitalen Rundfunk aussieht wird sich ja aber noch zeigen.

Wir nehmen Ihr Anliegen ernst - und geben unser Bestes, auch in diesem Bereich bestmöglich zu agieren. Wir hoffen, dass Sie uns trotzdem die Treue halten und - auch wenn der Empfang ab und an etwas schwerer wird - bei uns bleiben.

Alles Gute und natürlich weiterhin gute Unterhaltung mit R.SA - Mit Böttcher und Fischer.



Nun, also nach dem Satellitenradio hatte ich eigentlich gar nicht gefragt, also präzisierte ich meine Fragestellung noch einmal bezüglich DAB+ und bemerkte, dass man sich ja überhaupt erst mal für entsprechende Kapazitäten bewerben müsste. Am nächsten Tag hatte ich Post:

Lieber Herr XXX,

R.SA sendet erst mal nicht auf DAB plus. Wir haben keine Lizenz und es wird erstmal von einigen Sendern in Deutschland ausgetestet. Aber irgendwann wird das sicher Thema werden und da wollen wir dabei sein.
Wir hoffen, dass Sie uns trotzdem die Treue halten.

Das gesamte Team wünscht Ihnen einen guten Start in die Woche und weiterhin gute Unterhaltung mit R.SA - Mit Böttcher & Fischer.


Auch wenn die Antwort nicht ganz in meinem Sinne ausfiel, so war ich doch sehr angetan davon, dass man keine pauschale Mail verschickte sondern mir mit sehr ausführlich und persönlich geantwortet hat. Hut ab!

von dlf-fan - am 07.08.2012 23:08
Hallo liebe DAB+ Freunde aus Sachsen,

hier nun ein erster kurzer Test.

Ort:

Weinböhla Elbhangkante (ganz oben)

Testzeit:

17.10. - 13:00 bis 15:00 Uhr

Equipment:

Sangean WFR-1D Plus DAB+ Radio
7- Elemente Yagi FUBA DAT 307
Holzmast 4 Meter
Baumhaus
Staxe

Ergebnis:

Kanal 5C Bundesmuxx - Dresden-Wachwitz 10kW - Vollausschlag
Kanal 7B hr Hessen ??? - Feldberg ??? 10kW - 0-2 Balken nicht einlesbar :eek:
Kanal 9C MDR Sachsen - Dresden-Wachwitz 10kW - Vollausschlag
Kanal 11D BR Bayern - Ochsenkopf - 10kW - 0-6 Balken (von 10) größere Pausen
Kanal 12A Sachsen (alt) - Freiberg / Oschatz - 1kW - Vollausschlag

Vom Kanal 12D Bayern (Antenne Bayern) leider keine Spur???!!! :-(
Zitat
Harald Z
Der Ochsenkopf sendet nun auch mit 10 kW - auf den Höhen ...

Wird der nun schon, wie Harald Z schreibt, mit 10 kW vom Ochsenkopf gesendet?
Wenn ja, warum kommt dann hier nichts davon an?

Die Empfangsbedingungen waren eher schlecht.
Vom Ochsenkopf lief nur noch DVB-T Kanal 23 mit größeren Pausen
und auf UKW hatte selbst BR3 99.40 leichten Schwund - Kenwood KT-6040: 2-5 Balken
HR1 99.00 + HR3 89.30 + 89.50 kamen in guter Qualität - Kenwood KT-6040: 4-5 Balken

Werde weiter testen und Euch berichten.
Liebe Grüße.

von Staxe - am 17.10.2012 14:24
Nachdem im BuMux Thread ja schon kräftig über Geyer spekuliert wurde, habe ich mal beim MDR zum Thema DAB+ nachgefragt und habe sehr schnell und freundlich Auskunft bekommen.

Nach dem unspektakulären Jahr 2012 mit nur der Aufschaltung am Kapaunberg, tut sich 2013 mehr in Mitteldeutschland. Nach aktuellen Planungen sollen nächstes Jahr in Sachsen 2 Sender neu aufgeschaltet werden und ein Sender bekommt eine Leistungserhöhung.

Unverbindlich und je nachdem wie der Winter verläuft soll im 2. Quartal (April/Mai) Geyer als 10KW Sender starten. Auch nach dem Start von Geyer bleibt das Altnetz in Chemnitz und Zwickau aufgeschaltet, um den laufenden Prozess "Pro Digitalradio" zu unterstützen.

Zweiter neuer Sender der 2013 onair geht ist Löbau. Einen genauen Termin wann der startet habe ich nicht, da ich nach dem Erzgebirge gefragt habe.

Und 3. wird es 2013 eine Leistungserhöhung am Sender Collm geben.

Ich hatte zwar nur nach Sachsen gefragt, aber zusätzlich habe ich noch die Auskunft bekommen, das auch der Inselsberg 2013 eine neue Antenne bekommt und auch eine Leistungserhöhung.

Somit ist Sachsen 2013 eigentlich sehr gut versorgt - ich bin ja mal gespannt wie gut der 8D des MDR aus Geyer in die Täler des Erzgebirges kommt. Könnte mal jemand dafür eine Karte mit 10 KW ND rechnen?
Danke!

von XRayNights - am 02.12.2012 22:18
Zitat
Matty06
Die Kommentare bei LVZ Online unter dem Artikel zeigen wie DAB+ bei der normalen Bevölkerung ankommt


Ich gebe da nicht viel drum.
Mit der Tonqualität haben sie ja oft recht, natürlich nicht immer, je nach DAB+ Programm und je nach UKW-Programm.
Dann gibt es die Leute, für die sich niemals etwas ändern sollte. Hätten sie sich schon immer durchgesetzt, gäbe es heute nur SW-TV auf einer kleinen Röhre und AM-Rundfunk.
Hinzu kommen diese Leute: Erst vorsätzlich nicht darauf achten, dass ihre Radios auch DAB+ abspielen können und wenn sie dann was davon lesen, dass es zum Standard werden könnte, ja vielleicht sogar einige Programme über UKW irgendwann abgeschaltet werden könnten, kommt der Aufschrei, man würde sie enteignen, ihre Geräte verschrotten.
Man kann seit 2008 DAB+ fähige Geräte kaufen.
Mit dem großen Plus-Start 2011 wurde die Auswahl groß und bezahlbarer.
Also selbst wenn es bei 2015 geblieben wäre, hätte keiner mehr als 1 Euro Restwert eines Radios verloren, wenn er rechtzeitig aufgehört hätte, sich der Zukunft zu versperren.
Man liest auch oft die Dummheit der Leute heraus, z.B. wo einer schreibt, Digital-TV hätte mehr Nachteile als Vorteile, so könnte man bei Regen kein Digital-Sat mehr schauen, analog-Sat jedoch schon. Dass es sogar umgekehrt sein kann, bei anständiger und korrekt eingestellter Anlage, würde man dieser Person wohl nie beibringen können, ich schaue jedenfalls auch bei den meisten Schneestürmen, wie neulich noch, ungestört DVB-S und DVB-S2, bzw. digitales SD- und HDTV. Gleichzeitig erfreue ich mich daran, dass es mehr Programme sind UND mehr Qualität geboten wird. Endlich hat die Geld- und Kapazitätsverschwendung für Analog-Sat aufgehört und beides wird nun sinnvoller genutzt.
So etwas kann (und sollte) uns beim Radio auch passieren. ;)

Unabhängig davon haben wir immer noch Henne-Ei-Probleme.
Nicht nur da, wo wir sie immer sahen, bei Programmen vs. Hörern.
BMW gab an, DAB+ Tuner noch nicht serienmäßig zu verbauen, weil eindeutige Signale aus der Politik und verbindliche UKW-Abschaltdaten fehlen würden. Gerade so eine Verschiebung von 2015 auf 2026 ist genau das Gegenteil von dem, was BMW gebraucht und erwartet hätte.

Wir sagen also, wir können erst DAB+ zum Standard Nr. 1 erheben und damit das UKW-Band kurz- bis mittelfristig aufräumen, wenn DAB+ Tuner serienmäßig in vielen Neufahrzeugen verbaut sind und die Fahrzeughersteller sagen, dass sie dies erst machen werden, wenn das Ende von UKW beschlossen ist und in greifbare Nähe rückt.

Alles was die Politik nun also mit Zurückhaltung beim Thema pro-DAB+ und mit Entscheidungen wie dieser bewirkt, ist die Simulcast-Phase stark zu verlängern, den Übergang deutlich zu verzögern oder zu erschweren (für alle) und damit Investoren zu verunsichern sowie eine Doppelbelastung für die Anbieter zu erzeugen bzw. diese zu halten.

von Matthias K. - am 21.12.2012 09:04
Zitat
Karl 3
Guten Abend,
das es weder dem BR, dem RBB noch dem NDR seine Aufgabe ist Mitteldeutschland mit zu versorgen ist mir durchaus bekannt. Aber leider tun diese Anstalten dies zur Zeit über UKW unfreiwillig mit. Das ist Fakt! Leider nutzen einige Menschen diesen "Service" auch und hören Fritz vom RBB oder Bayern 3. Genau diese Personen, und es sing gewiss nicht wenige, werden sich als erste beschweren wenn ihnen mit der Einstellung der analogen Rundfunkes ihr Stammprogramm unwiederuflich genommen wird.


Machts mal nicht so dramatisch. Sollte der analoge Rundfunk eines Tages vielleicht mal eingestellt werden, dann sind die genannten Programme genausogut noch über Kabel, Sat und notfalls übers Internet zu empfangen. Mit ordentlicher Leistung sind auch DAB+ Programme mit heutzutage relativ einfachem Aufwand schon noch ziemlich weit zu empfangen. Ich denke da nur an den BR vom Ochsenkopf.

Zitat
Karl 3
Wo bitte bietet hier also DAB+ einen Mehrwert? In den 19 zusätzlichen Programmen auf 5C oder den nun komplett zu empfangenden Regionalprogrammen von MDR Thüringen ? Um diesen zu erreichen muss man allerdings genau den Geschmack der Zuhörer mit eben jenen 19 Programmen treffen, schafft man dies nicht so verliert man genau diese Hörer.


Nun, für den Einen oder Anderen bietet speziell der Empfang der deutschlandweiten Programme im Bundesmux schon einen gewissen Mehrwert, sind darin doch Programme enthalten, die sonst nirgends über UKW oder nur an einigen Standorten über UKW zu empfangen sind.


Zitat
Karl 3
Fazit: Man benötigt also wirklich eine höhere Vielfalt an Sendern (>50) und vorallem ein ausgebautes Sendernetz, ohne dies sehe ich keine Chance für DAB+!



Ich persönlich würde mir Anstelle einer höheren Vielfalt an Programmen, eine höherer Vielfalt an Programminhalten wünschen. Was will ich mit 50 Programmen, bei denen überall das selbe kommt ?
Was den Ausbau des Sendernetzes betrifft. Hallo ! In welcher Welt lebt ihr ? Der Ausbau der DAB+ Netze wird seit Mitte 2011 forciert und hat schon große Fortschritte gemacht aber gut Ding will Weile haben und vor allem kostet das alles ja auch ne Menge Geld und da gibts momentan andere Prioritäten...

von xamsa - am 03.02.2013 07:26
Heute kam die Antwort vom MDR auf meine Fragen, zwecks Leerträger


Sehr geehrte Frau.....,
wir freuen uns über Ihr Interesse am digital-terrestrischen Hörfunk DAB+. Die Sendeanlage Geyer ist noch gar nicht auf Sendung. Diese soll erst im April in den Regelbetrieb übernommen werden. Möglich ist aber, dass aus Testgründen die eine oder andere Ausstrahlung bereits vorgenommen wurde. Die offizielle Inbetriebnahme wird aber erst im April stattfinden. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.

Bei Rückfragen oder für weitere technische Informationen zum MDR FERNSEHEN und MDR HÖRFUNK stehen wir Ihnen unter der E-Mail-Adresse technik(at)mdr.de sowie montags bis freitags 11.00 bis 19.30 Uhr unter der Festnetzrufnummer +49-(0)341-300-9595 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Funkhaus in Leipzig
________________________________

Daniel Pabst
Technische Hotline

MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Anstalt des öffentlichen Rechts
Betriebsdirektion
Kantstraße 71 - 73, 04275 Leipzig
Postanschrift: 04360 Leipzig

Kontakt:
Tel.: (0341) 3 00 95 95
Fax: (0341) 3 00 29 95 95
E-Mail: technik@mdr.de
www.mdr.de/technik

Gesetzliche Vertreterin des MDR ist die Intendantin. Der MDR kann auch durch von der Intendantin Bevollmächtigte vertreten werden. Auskünfte über den Kreis der Bevollmächtigten und den Umfang der Vollmachten erteilt die Juristische Direktion des MDR.

von Sandy N - am 22.03.2013 09:26
Zitat
Matty06
Was ist denn MDR Extra, kenne ich garnicht.


Dazu gibt es in der Online-Ausgabe der Infosat ein paar Infos

Zitat
Infosat
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) setzt verstärkt auf die digitale Verbreitung seiner Hörfunkprogramme: Ab April 2013 ist mit den Senderstandorten Löbau und Chemnitz (Sachsen) und Inselsberg (Thüringen) die Erweiterung des Digitalradio-Sendernetzes geplant. Dies teilte eine MDR-Sprecherin auf Anfrage von Digitalmagazin mit. Damit werden 80 Prozent der Fläche Mitteldeutschlands mobil versorgt sein und 60 Prozent der Einwohner können zu Hause Digitalradio empfangen.

Weitere Standorte in Planung

Für 2014/2015 sind weitere Standorte in Planung, die in Betrieb gehen sollen. Der Mitteldeutsche Rundfunk verbreitet seine Hörfunkprogramme (MDR Jump, MDR Figaro, MDR Info, MDR Klassik, MDR Sputnik) im Digitalradio. Zudem werden im jeweiligen Bundesland die Programme „MDR Sachsen-Anhalt“, „MDR 1 Radio Sachsen“ und „MDR Thüringen“ inklusive der Berichterstattung aus den Regionalstudios ausgestrahlt.

MDR 1 Radio Sachsen mit mehr regionalen Informationen

Mit Ausweitung des Digitalradiosendegebietes in Sachsen erhöht sich ab April auch die Auswahl der regionalen Informationen. Für MDR 1 Radio Sachsen kann dann neben den Studios Leipzig und Dresden zusätzlich die Berichterstattung aus Chemnitz und Bautzen sowie die sorbische Programmfassung ausgewählt werden.

Regionalvariante „MDR Sachsen Extra“ in Planung

In Planung ist derzeit eine weitere Regionalvariante von „MDR 1 Radio Sachsen“ mit dem Titel „MDR Sachsen Extra“, die die Plenardebatten aus dem Sächsischen Landtag übertragen wird.


von xamsa - am 23.03.2013 13:07
Zitat
timichen
Komisch ist aber dass für Thüringen und sachsen Anhalt ein einzelner Kanal für DAB+ vorgesehen ist und hier in sachsen sind es 3 Kanäle, sodass mann ständig hinundherschalten muss und das ist auf die dauer schon lässtig. Wann wird sich Sachsen mal für einen einheitlichen Kanal entscheiden können.


Das wird noch dauern - theoretisch sind in Sachsen 2 landesweite Kanäle vorgesehen, die werden aber noch nicht benutzt!

Warum?

Die SLM hat 2011 entschieden, das in Sachsen die erste "Bedeckung" regionalisierbar ausgeschrieben wird und davon die Hälfte der Kapazität dem MDR und die andere Hälfte den Privaten zusteht. Das sollte den Zugang der Privaten in jeweils der richtigen Lokalversion ermöglichen.

Somit gibt es in Sachsen 3 Regionen (1. Leipzig & Nordsachsen, 2. Dresden und Ostsachsen, 3. Chemnitz/Vogtland/Erzgebirge) und für genau diese Regionen gibt es jeweils eigene Versionen von PSR, Hitradio RTL, R.SA, Energy und Lokalradios.

Leider konnte man die privaten Programme noch nicht in die "1. Bedeckung" locken. Da aber rechtsgültige Verträge zwischen SLM, Media Broadcast und MDR laufen, kann man das bis zum Ende der Laufzeit da nichts ändern !!! Auch den Kanal nicht.

Wenigstens konnte der MDR vorübergehend mehr Kapazität im Mux bekommen, damit alle Regionalversionen von MDR 1 Radio Sachsen und MDR Extra in den Mux passen.

Sollten sich wider Erwartens die privaten entschließen in den Mux zu kommen, dann müsste der MDR die zusätzlichen Kapazitäten zurückgeben und es wären dann nur noch 6 Programme des MDR pro Region zu hören.

Jump
MDR Info
Figaro
Sputnik
MDR Klassik
Jeweilige Regional Version von MDR 1
Mit etwas gequetschte an den Datenraten würde sicher auch noch MDR Extra mit in die halbe Kapazität des Muxes passen.

von XRayNights - am 10.04.2013 22:50
Zitat
xamsa
Zitat
Funker1

Was passiert denn nun, wenn die privaten plötzlich aufwachen und dann händeringend um Zugang zum DAB+ betteln...


Man weiß zwar nie aber irgendwie glaube ich nicht, dass dies in den nächsten 5 Jahren passieren wird. ;)

Zitat
Funker1
weil der MDR dann unter jedem Gullydeckel funktioniert und niemand mehr analoges Privatradio hören will?


Und auch das scheint reichlich blauäugig formuliert zu sein. Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

Wieso hat man nicht dem MDR für seine überregionalen Programme in allen 3 Ländern einen einzigen Kanal zugeordnet und die Regionalvarianten auf den bisherigen Kanälen gelassen. Hier hätten sich u.a. auch die landesweiten oder die regionalen Privaten einnisten können.
Ich befürchte, dass das Problem, dass sich manche Empfänger prinzipiell den schwächsten Mux suchen immer noch nicht behoben ist, da die jeweiligen Kanäle weit in die angrenzenden MDR-Länder einstrahlen aber dort eben nicht optimal zu empfangen sind.


1. Wenn alle Standorte im SFN laufen, und der Collmberg damit sein Potential vollkommen ausschöpft, dann klappt es auch mit dem Nachbarn ;-)
d.h. Der Overspill allein nach Brandenburg wird schon irgendwann den RBB fuchsen...da bin ich mir sicher.

2. Weil der MDR für jedes Bundesland einen eigenen Multiplex liefert incl seinen Regionalversionen... und das sind in Sachsen die meisten.

3. Die Empfänger können nichts dafür, die sind genauso blöd wie Ihre Software-Entwickler.

von Funker1 - am 26.11.2014 17:32
Da Sachsen das bevölkerungsreichste Land im MDR-Gebiet ist, poste ich es hier:

Nachdem der MDR vor ein paar Tagen seine Digitalradio-Seite neu gestaltet hat, gibt es seit heute Nachmittag eine neue Spitzenmeldung:

Zitat

Nächste MDR-Ausbaustufe des Sendernetzes in 2014/2015

Der MDR wechselt in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt im Dezember 2014 bzw. im Januar 2015 jeweils landesweit im Digitalradio auf eine einheitliche Frequenz. Das bedeutet einen besseren Empfang im gesamten Netz. {mehr}


http://www.mdr.de/digitalradio/index.html

Auf der unter [Mehr] verlinkten Seite steht es dann ausführlich. Auszüge:

Zitat

Ab dem 11. Dezember 2014 greift diese Ausbaustufe in Sachsen und Thüringen. Sachsen-Anhalt folgt Ende Januar 2015 (zwischen 26. und 30.01.). Mit dem Wechsel in den eigenen Digitalradio-Multiplex werden die acht Standorte Freiberg, Oschatz, Wittenberg, Brocken, Kulpenberg, Jena, Stieglitzberg und Suhl aus dem Altnetz durch leistungsstärkerer neue Sendeanlagen ersetzt und die Standorte Saalfeld/Remda und Pettstädt neu aufgebaut.

Im Gegenzug können die Standorte Naumburg, Zeitz, Chemnitz-Totenstein, Zwickau und Ilmenau-Kickelhahn abgeschaltet werden. Damit löst der MDR das Altnetz komplett ab und erreicht mit weniger Standorten durch höhere Leistung eine noch bessere Empfangbarkeit seiner Hörfunkprogramme.
Zitat

MDR-Betriebsdirektor Dr. Ulrich Liebenow: "Wir sind seit langem von der Attraktivität von Digitalradio (DAB+) überzeugt, investieren und arbeiten kontinuierlich am Sendernetzausbau. Auch die ARD will den Umstieg konsequent vorantreiben. In unserem Sendegebiet steigern wir durch die jetzigen Maßnahmen den Empfang innerhalb von Gebäuden bereits auf 79 Prozent (vorher 66 Prozent) und außerhalb bereits auf 90 Prozent (vorher 83 Prozent)."


von Manfred Z - am 05.12.2014 16:01
Nachdem gestern ja nun in Geyer der 9A zugeschaltet wurde, möchte ich nun einen Bericht über meine Beobachtung geben.

Der Empfang indoor ist nur bedingt besser geworden. Es gibt immer noch Stellen in der Wohnung wo der 9A Aussetzer hat oder aber gar nicht geht. Der 5C mit der identischen Sendeleistung von 10 kw geht an viel mehr Stellen. Ich dachte ja, dass es dann der 9A zu den gleichen Empfang schafft wie der 5C. Aber das ist bei weitem nicht so.

Ich hoffe nun auf die Zuschaltung von Leipzig und vom Colm auf 9A. Denn die UKW-Sender dieser beiden Standorte bekomme ich hier ja auch rein. Mal sehen was heute Abend da so passiert. (Ps.: Leipzig und der Colm sind ja nun On Air. Empfang hat sich nicht verbessert)

Die Aussage, welche ja gern benutzt wird, dass ein 10 kw DAB+-Sender einen 100 kw UKW-Sender entspricht kann also nicht 100% korrekt sein, denn die UKW-Sender vom Geyer kommen viel stärker ran als die DAB+-Sender. Über UKW gehen hier ja auch noch die Ronneburger Frequenzen indoor. DAB+ aus Gera dagegen ist hier indoor nicht mehr zu empfangen, trotz diesen angeblich guten 10 kw. Also kommt MDR Thüringen hier weiterhin nur über die 97.80 Mhz. Aber das nur so nebenbei.

Mein Fazit: Wenn der MDR hier mitliest, könnte er sich evtl. überlegen für den 9A noch einen Füllsender auf die Augustusburg zu installieren. Damit würde dann auf alle Fälle noch ein erheblich großer Teil des Erzgebirges indoor voll versorgt werden. Die Mobilfunknetzbetreiber haben ihre Antennen ja schon auf der Augustusburg drauf. Da könnte der MDR doch eine Antenne für den 9A noch dazu bauen.

von Scanner100 - am 10.12.2014 15:37
So, ich bin die A13 nun auch zweimal gefahren und habe mit Werksradio von Ford (Dachantenne) folgende Erfahrung gemacht: Der Empfang hat sich verbessert, ist aber noch nicht ganz lückenlos. Unmittelbar (wenige Kilometer) um das Dreieck Spreewald gibt es noch Aussetzer: Südlich davon lediglich einige Aussetzer von Sekundenbruchteilen, nördlich des Dreiecks gibt es längere Aussetzer (wenige Sekunden). Dann gab es in Richtung Berlin-Dresden noch einen kurzen Aussetzer in der Nähe der Ausfahrt Staakow, danach immer wenn ich einen Bus überholt habe, was zweigt, wie schwach das Signal ist. Insgesamt ist der Bundesmux aber bereits, wenn man mit den kurzen Aussetzern leben kann, auf der gesamten Strecke durchhörbar. Vor der Aufschaltung von Oschatz war der Bereich, in dem es Aussetzer gab, deutlich größer und die Aussetzer deutlich länger, was mich immer dazu bewegt hat, auf UKW umzuschalten. Meine Hoffnung ist, dass die wenigen Lücken mit der Aufschaltung von Wittenberg auch noch geschlossen werden.

Da diese Beobachtungen aber immer vom verwendeten Equipment abhängen (siehe voriger Post), sind diese sowieso fast wertlos. Mit einem noch besseren Autoradio (Kenwood DAB41U) hatte ich früher bereits manchmal (je nach Witterung) lückenlosen Empfang.

Dann habe ich noch eine interessante Beobachtung auf der A4 gemacht: Bei Chemnitz gab es seit der Aufschaltung von Geyer immer einige ganz kurze Aussetzer zwischen Limbach-Oberfrohna und Wüstenbrand. Vor der Aufschaltung von Geyer gab es diese nicht, da reichten Leipzig und Halle aus. Jetzt mit der Aufschaltung von Oschatz sind die Aussetzer auch wieder weg. Laut Abdeckungskarte ist Geyer dort auch stellenweise abgeschattet. Das Autoradio konnte sich anscheinend nicht so schnell an das schwächere Signal von Leipzig und Halle anpassen. Das Signal vom Collmberg ist anscheinend stark genug, sodass dies jetzt nicht mehr passiert.

von fn1107 - am 29.12.2014 13:12
Hi jug, mit meinen Empfangserfahrungen auf der Basis einer nicht optimalen Antennenlage waagerecht an der Frontscheibe (es kann also nur besser sein) ging es mir nur um eine Empfehlung für die vielen tausend Urlauber am SFB-See ab Mai aus DD.
Eine allgemeine Empfangsbestätigung in der Ortslage Großkoschen und im Ferienpark kann ich geben, nur für (Ferien-)Häuser speziell am Nordhang des Koschenberges (er hatte mal 176 m NHN) kann es zu Empfangsausetzern kommen. An einzelnen Tagen oder im Verlaufe eines Tages kann es auch zu Empfangsschwankungen kommen.

Selbst Fach-Verkäufer wussten nichts von den Empfangsverbesserungen im Bereich Senftenberg ab dem 8.12.2014.
Ähnliches gilt sicherlich auch für Autohäuser. So kamen im Nov. 2 Mitarbeiter eine Autohauses ratsuchend zu mir. In dem Auto war vom Besitzer ein ALBRECHT DR 56 mit Scheibenantenne selbst eingebaut worden, zur damaligen Zeit ohne Empfang in unserem Bereich, nun Autohaus hilf.
Mein DAB14 brachte aber auf dem Autodach guten Empfang. Ich habe die entsprechenden Unterlagen rausgesucht und wenn diese Tipps nicht helfen eine Magnetfußantenne empfohlen. So ein Autohaus hat auch nicht die verschiedensten Antennen zum ausprobieren rumliegen und mir fehlte ein entsprechender Adapter.

Die höchste Erhebung der Kesselberg mit 161 m NHN im Zentrum der "Plinsdörfer in der Calauer Schweiz" liegt südlich von Calau. Der Ort Calau selbst liegt tief auf 93 m NHN. Ein DAB+ Empfang wird dort nicht überall gegeben sein. Nicht umsonst ist der Sendeturm Calau 190 m hoch, um auch die Hügel und Täler des Lausitzer Grenzwall aus der Saaleeiszeit zu überstreichen.
Die A13 verläuft westl. der Calauer Schweiz in einem relativ geglättetem Profil und profitiert sicherlich durch Oschatz und erst recht mit Dachantenne.
Bronkow liegt südlich der beiden Berge Kesselberg und Brautberg (157 m NHN westl. gleich neben der Autobahn Ortslage Gollmitz). Schön das es aus Süden bis dahin einen DAB+ Empfang gibt.

von SpaßmitRadio - am 26.01.2015 09:35
Zitat
SpaßmitRadio

Der Empfang hat sich verbessert, die SFB-See-Urlauber aus Sachsen müssen also auf ihre gewohnten DAB+ Sender nicht verzichten und können ihr DAB+ Radio mitbringen.


Das Letzte, was ich von hier mitnehmen wollte, sind die hiesigen Sender! Das war vor 30 Jahren so und ist so geblieben. Ab Freienhufen wurde und wird auf die Berliner (UKW-)Sender geschalten. Leider hat man es dort nicht mehr so mit dem Sendungsbewusstsein in Richtung ostdeutsche Provinz und behält sein DAB+ -Signal lieber für sich. DAB(alt) ging ja schonmal von Calau aus. Ich war sehr erstaunt beim ersten Austesten eines DAB+ Radios letztes Jahr, dass aus Richtung Norden reinweg gar nichts mehr kommt. Zu Hause spielt DAB+ für mich also keine Rolle, UKW für´s Bad und Internet für den Rest. Ich hatte mal gehofft, mit DAB wuerden auch zumindest die Sender der Nachbarbundesländer ausgestrahlt (in Berlin ist da ja sogar Bayern3, SWF3 und sonstwas mit im Mux). So, wie es jetzt ist, hält sich der Mehrwert in engen Grenzen. Ich kann die DAB-Skeptiker gut verstehen. Wenn ich ich in meinem 10 Jahre alten A6 mit RNS-E-Navi unterwegs bin, muss ich weder klanglich noch von der Bedienung her irgendwelche Abstriche zu aktuellen DAB-Radios machen. Im Gegenteil. Ich habe Sound, der gefühlt nicht besser werden kann und in meiner Senderliste sind ohne ständiges manuelles Suchen IMMER alle aktuell verfügbaren Sender im Klartext zu sehen. Dieses Radio ist wirklich perfekt ausgereift! Bei den heutigen DAB-Radios muss man entweder ständig neu suchen oder man hat die Liste voller Senderleichen, die von allein nicht verschwinden. Da sind scheinbar Entwickler am Werk, die selber ihre Produkte nicht verwenden.

von Ochsenkopf - am 01.02.2015 11:52
Zitat
fn1107
So, ich bin die A13 nun auch zweimal gefahren und habe mit Werksradio von Ford (Dachantenne) folgende Erfahrung gemacht: Der Empfang hat sich verbessert, ist aber noch nicht ganz lückenlos. Unmittelbar (wenige Kilometer) um das Dreieck Spreewald gibt es noch Aussetzer: Südlich davon lediglich einige Aussetzer von Sekundenbruchteilen, nördlich des Dreiecks gibt es längere Aussetzer (wenige Sekunden). Dann gab es in Richtung Berlin-Dresden noch einen kurzen Aussetzer in der Nähe der Ausfahrt Staakow, danach immer wenn ich einen Bus überholt habe, was zweigt, wie schwach das Signal ist. Insgesamt ist der Bundesmux aber bereits, wenn man mit den kurzen Aussetzern leben kann, auf der gesamten Strecke durchhörbar. Vor der Aufschaltung von Oschatz war der Bereich, in dem es Aussetzer gab, deutlich größer und die Aussetzer deutlich länger, was mich immer dazu bewegt hat, auf UKW umzuschalten. Meine Hoffnung ist, dass die wenigen Lücken mit der Aufschaltung von Wittenberg auch noch geschlossen werden.


Ich bin die Strecke Dresden-Berlin und zurück nun erneut gefahren, erstmals seit der Bundesmux in Wittenberg in Betrieb ist. Das Ergebnis ist enttäuschend: Der Empfang rund um das Dreieck Spreewald hat sich verschlechtert. Zwischen den Anschlussstellen Calau und Duben herrscht nun fast komplett Funkstille. Aus Richtung Dresden läuft der Bundesmux bis Calau ohne eine einzige Unterbrechung, dann bricht der Empfang abrupt ab. Nördlich von Duben fängt sich der Bundesmux dann so langsam wieder. Wittenberg scheint also eher zu stören als zu unterstützen.

von fn1107 - am 01.03.2015 18:26
Zitat
Karl 3
Das Video zeigt dabei den Grenzübergang Tschechien - Polen ca. 500 m von der deutschen Grenze entfernt.
Man hört deutlich die Aussetzer in der Audiowidergabe. Und das bei einer vertikalen Dachantenne mit passender Länge !! Empfänger war ein Noxon DAB Stick.
Entfernung zum Sender Löbau sind ca. 24 km Luftlinie. Restempfang von Dresden schließe ich mal aus, denn selbst auf Anhöhen geht der Bundesmuxx nicht im Ansatz.

Für mich steht fest, damit holt man garantiert keinen von UKW weg.


Sag ich ja, Zittau braucht noch einen Füllsender, egal wie stark aus Löbau gesendet wird.

Zitat
Karl 3
Noch dazu bei dieser Programmauswahl - Bundesmuxx geht nicht - also bleibt in dieser Ecke nur das MDR Ensemble mit allen Programmen, die ich über den Füller Zittau oder GNS Löbau auch über UKW rauschfrei hören kann.


Genau so ist es. Es fehlt bisher jegliche Alternative/Mehrwert zu UKW.

Zitat
Renault
Mal sehen wenn Sie starten wollen. Es gibt ja noch keinen Kanal in Sachsen der für die Privatsender koordiniert ist.


Nach dem der MDR einheitlich auf 9A gewechselt sind, hab ich irgendwo gelesen, dass die bisher genutzen Kanäle für die Privatsender genutzt werden könnten.
Und dann wäre auch noch der Kanal 9B in ganz Sachsen koordiniert.
Dresden hat sogar noch 11A und 12A koordiniert. :eek:

von Cha - am 14.04.2015 15:41
Aus dem aktuellen Sächsischen Amtsblatt:



Sächsisches Amtsblatt

Nr. 51/2015 17. Dezember 2015



Bekanntmachung

der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien

zur Erprobung einer flächendeckenden Verbreitung von Rundfunk

im DAB+-Standard

Vom 31. August 2015

Ankündigung eines zeitlich befristeten Versuchs für die

Erprobung der flächendeckenden Verbreitung von digitalen terrestrischen

Rundfunkdiensten im DAB+-Standard.

I. Rechtsgrundlagen

Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und

neue Medien gibt gemäß § 26 des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes

in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Januar

2001 (SächsGVBl. S. 69, 684), das zuletzt durch Artikel 24

des Gesetzes vom 29. April 2015 (SächsGVBl. S. 349, 684)

geändert worden ist, bekannt:

II. Technische Übertragungskapazität

Bis zu 54 CU der folgenden Übertragungskapazität werden

– vorbehaltlich der Zurverfügungstellung durch den Mitteldeutschen

Rundfunk – der LFS Landesfunk Sachsen GmbH

zeitlich befristet zur Erprobung der sachsenweiten digital-terrestrischen

Verbreitung des Programms R.SA – Mit Böttcher &

Fischer zugewiesen:

D_SN_DAB_00209 (Block 9A)

III. Inhalt der Erprobung

1. Die LFS Landesfunk Sachsen GmbH ist der dritte landesweite

Hörfunksender. Allerdings ist er als einziger über

UKW-Übertragungskapazitäten nicht flächendeckend zu

empfangen (§ 3 Absatz 3 Satz 1 des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes).

Durch die digital-terrestrische Verbreitung

soll die flächendeckende Versorgung sichergestellt

werden. Ob dieses Ziel erreicht wird und wie sich

die Nutzerakzeptanz der neuen Darbietungsform darstellt,

soll durch dieses Projekt ermittelt werden. Dabei ist

insbesondere zu untersuchen, ob terrestrische Versorgungslücken

im UKW-Band durch DAB+-Kapazitäten in

wirtschaftlich sinnvoller Weise geschlossen werden

können und ob sich die DAB+-Nutzung insgesamt erhöht,

wenn ein bekanntes Radioangebot erstmals in einem bislang

nicht versorgten Gebiet verbreitet wird.

2. Nach § 26 Absatz 2 des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes

kann die Nutzung befristet zu Zwecken der Erprobung

oder für Dauer nach § 11 Absatz 2 des Sächsischen

Privatrundfunkgesetzes zugelassen werden. Die

Nutzungsdauer ist auf 18 Monate befristet. Eine Verlängerung

im Rahmen der Erprobung um weitere sechs Monate

ist möglich.

3. Nach Beendigung des Projektes hat die LFS Landesfunk

Sachsen GmbH einen Projektbericht vorzulegen.

Leipzig, den 31. August 2015

Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien

Sagurna

Präsident des Medienrates

von ts01 - am 22.12.2015 17:06
Das ist eine PM des mdr von heute:

Zitat

Jenseits der Marktkonkurrenz: MDR und R.SA kooperieren bei der Verbreitung über DAB+

Der Mitteldeutsche Rundfunk stellt in seinem sächsischen Digitalradiomultiplex Übertragungskapazität für das private Hörfunkprogramm R.SA zur Verfügung.

Ziel der Kooperation ist es, die Marktentwicklung von Digitalradio zu fördern und so die Digitalisierung des letzten analogen Verbreitungswegs im Rundfunk voranzutreiben. In dem auf 18 Monate angelegten Pilotprojekt werden zudem die notwendigen Voraussetzungen für eineneigenständigen privaten Digitalradiomultiplex in Sachsen untersucht.

Dr. Ulrich Liebenow, MDR-Betriebsdirektor und Leiter der ARD-Arbeitsgruppe Digitalradio: „Bei aller Konkurrenz als Programmanbieter im Radiomarkt sehen wir hier eine gemeinsame Herausforderung: MDR und R.SA eint das Bestreben, der Gattung Radio aus der heute überwiegend analogen UKW-Verbreitung einen Weg in die digitale Zukunft zu ebnen. Das wollen wir auf der technischen Ebene gemeinsam angehen.“

Die ARD hat in ihrer Digitalradiostrategie betont, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen aller Marktbeteiligten für den Erfolg von DAB+ ist. Für Liebenow ist die Kooperation mit R.SA dafür der praktische Beweis. „Wie andere Landesrundfunkanstalten hat der MDR seine Netze in den letzten Jahren konsequent ausgebaut. Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn sich nun auch in Sachsen private Veranstalter regional engagieren.“

Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung REGIOCAST GmbH & Co.KG.: „Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Pilotprojektes der Sächsischen Landesmedienanstalt die Chance bekommen, zu überprüfen, ob wir mit DAB+ die UKW-Versorgungslücken von R.SA in Sachsen schließen können. Dabei gilt unser besonderer Dank den Verantwortlichen des MDR, die uns Sendekapazitäten auf ihrem regionalen DAB+ Multiplex für dieses Projekt zur Verfügung stellen. Dies ist ein Novum und zeigt, dass hier ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen entsteht. Wir haben immer gesagt, dass es gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten braucht, um DAB+ zum Erfolg zu führen.“

Die Digitalradioausstrahlung von R.SA wird am 15. Februar 2016 starten.

Grundlage für die Kooperation ist ein durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) begleitetes Pilotprojekt. In den kommenden anderthalb Jahren soll durch eine langfristige Studie evaluiert werden, ob DAB+ Versorgungslücken im UKW-Bereich schließen kann. R.SA ist als einziger landesweiter sächsischer Sender in einigen Teilen des Freistaats über UKW nicht empfangbar. Die Sendernetzbetreiberin Media Broadcast GmbH unterstützt das Vorhaben und begleitet die Partner mit eigenen Ressourcen.


von Manfred Z - am 11.01.2016 11:16

Ensemble Name Ensemble IChannelFrequencySub channel Service Name Service ID Service CountShort Label ECC Type CodecBitrate CU Protection levelUser application
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 1 MDR KLASSIK D3D6 Germany MDR KLAS E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 112 84 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 2 MDR FIGARO D3C3 Germany FIGARO E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 3 MDR INFO D3D5 Germany MDR INFO E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 4 MDR JUMP D3C2 Germany MDR JUMP E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 5 MDR SPUTNIK D3D4 Germany SPUTNIK E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 7 MDR SACHSEN DD D4C1 Germany MDR SN D E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 11 MDR SACHSEN SORB D7C4 Germany MDR SORB E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 13 MDRSACHSEN EXTRA D9C1 Germany MDREXTRA E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 14 R.SA 14C2 Germany R.SA E01 Audio Stream DAB+ AAC+ 56 42 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 15 MDR TPEG E0D11135 Germany MDR TPEG E0D Packet Data Data 16 12 EEP 3-A TPEG
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 16 MDR EPG E0D210D1 Germany MDR EPG E0D Packet Data Data 24 18 EEP 3-A EPG
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 A MDR SACHSEN L D6C1 Germany MDR SN L E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 C MDR SACHSEN C D5C1 Germany MDR SN C E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow
MDR SACHSEN 10D1 9A 202928 D MDR SACHSEN BZ D7C1 Germany MDR SN B E0D Audio Stream DAB+ AAC+ 88 66 EEP 3-A MOT Slideshow


*.csv ===> *. xls ===> *.prn ==> copy&paste

roger

von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.02.2016 11:47
Auswertung von R.SA heute Mittag: (Aufnahmen enstanden auf den Kulpenberg.)




DAB Aircheck Video:
https://youtu.be/QryaGBL5-z8


Ensamble Daten:

Ensemble 0x10D1, Label: 'MDR SACHSEN', ShortLabel: 'MDR SN', LTO: +60 min, ECC: 0xE0, NumServices: 14

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von Tesco.live - am 15.02.2016 20:00
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von dvb_jens - am 29.08.2016 14:21
zitat satnews :



Erste lokale DAB+-Komplett-Multiplexe in Deutschland sollen in Sachsen starten
Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat den Weg frei gemacht für die ersten vollständigen Lokalradio-Multiplexe im Standard DAB+. Damit soll Digitalradio für Lokalradios attraktiver gemacht, aber natürlich auch das Angebot für die Hörer signifikant vergrößert werden. Das Entscheidungsgremium der SLM gab grünes Licht für eine medienrechtliche Ausschreibung in Leipzig und in Freiberg. Die Ausschreibung wird voraussichtlich am 6. April 2017 im Sächsischen Amtsblatt erscheinen. Sofern für Leipzig bzw. Freiberg mindestens fünf Bewerbungen eingehen, erfolgt anschließend der Aufbau von DAB+-Senderanlagen, basierend auf der Small Scale-DAB-Technologie. Für deren Realisierung holt die Medienanstalt bei potenziellen Netzbetreibern parallel Angebote ein, die konkrete Angaben über Standort, Investitions- und Betriebskosten enthalten müssen. Die Multiplexe sollen nach Möglichkeit noch in diesem Sommer auf Sendung gehen.

"Ziel ist es, sächsische kommerzielle und nichtkommerzielle Hörfunkveranstalter bzw. Internetradioanbieter unter wirtschaftlich vertretbaren Voraussetzungen für einen vorzeitigen Einstieg in die digital-terrestrische Radiotechnologie zu motivieren", sagte Michael Sagurna, Präsident des Medienrates der SLM. "Programme mit lokaler Reichweite generieren nicht so hohe Einnahmen, dass sich ein Programmplatz in einem überregionalen oder gar landesweiten DAB-Netz bezahlen ließe. Hier setzt Small Scale DAB an", so Sagurna weiter. "Es geht nicht um die Neuerfindung der digitalen Hörfunkübertragung, sondern um den Aufbau lokaler DAB-Versorgungsstrukturen mit möglichst geringen Investitions­kosten. Das bekannte Rundfunkkonzept 'High Tower' – 'High Power' will die SLM für die lokale Versorgung abwandeln in 'Not so high Tower' – 'Not so high Power'."

Die bereits jetzt vorliegenden Interessensbekundungen stimmen die SLM optimistisch, dass es ein vielfältiges Angebot geben wird.

Begleitend zur Einführung des lokalen DAB+-Netzes soll eine evaluierenden Studie durchgeführt werden. Dabei wird der Status Quo der DAB+-Marktdurchdringung, -Nutzung und -Akzeptanz gemessen und mit Wiederholungsmessungen Veränderungen, Entwicklungen und Tendenzen aufgezeigt.

Über die Beauftragung dieser Studie wird der Medienrat auf seiner kommenden Sitzung im April beraten.

Auf Basis einer Open-Source Software, die die Encodierung, das Multiplexing und die abschließende Modulation umsetzt, können sogenannte DAB-Inseln, auch "Small Scale DAB" genannt, im Kleinleistungsbereich geschaffen werden. Durch den Verzicht auf herkömmliche Hardware zur Ausstrahlung von Radiodiensten werden die Anschaffungskosten beachtlich reduziert, so dass vergleichsweise geringe Kosten es finanziell schwächer gestellten Lokalradios erlauben, ihre Programme über DAB+ zu verbreiten. www.slm-online.de


Tue, 07. Mar 2017

von Renault - am 07.03.2017 12:39
Zitat
Nordlicht2
Was nuetzen 120kbps, wenn es dann klingt wie beim hr auf UKW, duenn, klirrend, ohne Dynamik, lustlos. Dann tun es auch 64kbps und dafuer mehr Programme, von denen zumindest einige akzeptabel klingen, wie z.B. lulu.fm.


Ja, die 64 kbps HE-AAC (ohne Slideshow) beim DAB-test von Radio BeO waren auch besser hörbar als die 144 kbps LC-AAC (soweit ich mich jetzt erinnere auch ohne Slideshow, die hatte man separat laufen). Die besagte 64er Versionw ar ausm Pult, die 144er war ausm Omnia. Nur topfig-nasales Gewummer, schauderhaft.

Aber langzeiterträglich waren beide nicht, denn bei der 64er hörte man natürlich die Kratzigkeit von HE-AAC massiv.

So wie man Rundfunk künftig zu veranstalten gedenkt, wendet man sich ausdrücklich von Menschen ab, deren akustisches Wahrnehmungsvermögen noch nicht völlig ruiniert ist. Bei den meisten Programmen tut das ja nichts zu Sache, weil die schon inhaltlich Dreck sind. Das betrifft aber nicht alle Programme und damit wirds dann schon eklig und für mich zu einer Grundlagen-Frage. Dürfen Menschen wegen ihrer gesunden Sinneswahrnehmung aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden? Ok, auf anderen Gebieten (Dauerbeschallung öffentlicher Räume, ...) passiert das ja auch. Eine für mich sehr bedenkliche Entwicklung, die einer weiteren Alltagsverrohung Tür und Tor öffnet. Die, die mäßigend einwirken könnten, sind von vornherein "raus".

von Chris_BLN - am 18.05.2017 21:38
Zitat
SLM


2) Große Nachfrage privater Rundfunk- und Internetanbieter für lokale DAB+-komplett-Multiplexe in Sachsen/Insgesamt beteiligten sich dreizehn Veranstalter für Leipzig und zehn Veranstalter für Freiberg an der Ausschreibung zum Small Scale DAB-Projekt der Sächsischen Landesmedienanstalt

Der Medienrat der SLM befasste sich in seiner Sitzung am 22. Mai 2017 mit den Ergebnissen der Ausschreibung (Antragsfrist 04.05.2017) von Übertragungs-kapazitäten zur Durchführung einer zeitlich befristeten Erprobung mit Rundfunk und Telemedien im DAB+‒Standard in den Stadtgebieten Leipzig und Freiberg. Demnach reichten folgende kommerzielle und nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter bzw. Internetanbieter für Leipzig (mit insgesamt 15 Programmen) und Freiberg (mit insgesamt 13 Programmen) Bewerbungen ein:

Standorte:

Veranstalter/Programme:


Leipzig


Freiberg

BEBE Medien GmbH mit dem Programm "detektor.fm Wort"


X


X

lulu Media GmbH mit dem Programm "lulu.fm"


X


MEGA Radio GmbH mit den Programmen "MEGA News" und "MEGA 80's"


X


X

Angelika Pörsch als Inhaberin der Firma SecondRadio mit dem Programm "SecondRadio"


X


X

REGIOCAST GmbH & Co. KG mit den Programmen "1/Deutsch" und "90s90s Radio"


X


X

VMG Verlags- und Mediengesellschaft mbH & Co. KG mit dem Programm "ROCKLAND"


X


Universität Leipzig - Zentrum für Medien und Kommunikation mit dem Programm "mephisto 97.6"


X


Netzwerk Programmanbietergesellschaft mbH Sachsen & Co. Betriebs KG zusammen mit der 7010 Radio Leipzig GmbH & Co. Betriebs KG mit dem Programm "ENERGY Sachsen"


X


X

BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG mit dem Programm "LEIPZIG 2"


X


Sächsisches Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co. KG mit dem Programm "apollo radio)))"


X


X

RADIO NEXT GENERATION GmbH & Co. KG mit dem Programm "egoFM"


X


X

Die Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG mit dem Programm "Absolut HOT"


X


X

Fernsehen in Sachsen GmbH mit dem Programm "LEIPZIG EINS - 100% von hier"


X


Robert Liebscher als Inhaber der Firma InPulz mit dem Programm "InPulz Dein Stadtradio für Freiberg"


X

BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG mit dem Programm "Radio Erzgebirge" und "ERZGEBIRGE 2"


X

"Für die Sächsische Landesmedienanstalt ist dieses enorme Interesse an der Ausschreibung eine sehr positive Überraschung und ein herausragender Erfolg", sagte Michael Sagurna, Präsident des Medienrates der SLM. "Dies zeigt uns, dass wir auf den richtigen Weg sind und es uns gelungen ist, unter wirtschaftlich vertretbaren Voraussetzungen eine große Anzahl von privaten Rundfunk- und Internetanbietern für einen vorzeitigen Einstieg in die digital-terrestrische Radiotechnologie zu motivieren. Mit diesem attraktiven Programmportfolio können wird das Angebot für die Hörer signifikant vergrößern und vielfältiger machen."

Die SLM prüft derzeit die Zulassungsvoraussetzungen der eingegangen Bewerbungen. Da kein Auswahlverfahren erforderlich ist, erfolgt die Entscheidung zur Erteilung der Zulassungen in Kürze.


von Renault - am 23.05.2017 12:56
OT:
Zitat
DH0GHU
Das mit den Schutzabständen wird wohl überbewertet.

Ich hab bis dato auch keine negativen Erfahrungen mit benachbarten Kanälen gemacht. Seit der Abschaltung des 10D Bayern (2 Ortssender in Sichtweite) geht der 11A (Fernempfang auf Grasnarbenniveau) keinen Deut besser, weder mobil im Auto, noch daheim am Portabelradio. Beim Microspot fällt aber auf, dass die Balkenanzeige nun schon ab 4 Balken Audio liefert (vorher 6 Balken), dafür scheinen mir generell auch 2 Balken weniger angezeigt zu werden als vorher. Dieser Anzeige darf man also auch nicht trauen, die scheint auch ein Stück weit Pegel des Nachbarkanals mitzunehmen.

Als mal 5C nur mit Olympiaturm lief, war der auch nicht gravierend besser zu empfangen als der 11C, der direkt neben dem starken 11D liegt.

Ich denke mal, es hängt aber auch von der konkreten Empfangsanlage und Empfangssituation ab. Wer mit Dachantennen und Verstärkern arbeitet, und wirklich in direkter Sendernähe wohnt, scheint mir davon stärker betroffen zu sein.

Außerdem sind nicht alle Kanäle gleich weit auseinander. Die Abstände innerhalb eines TV-Kanals sind geringer als zwischen den TV-Kanälen.

6C und 6D sind 1,712 MHz auseinander, 6D und 7A dagegen wären 1,856 MHz auseinander. Da es einen leichten Versatz zwischen geraden/ungeraden Kanälen gibt, sind 7D und 8A wiederum sogar 1,872 Mhz auseinander. Bei 1,536 MHz Bandbreite macht das also durchaus einen Unterschied:

336 kHz zwischen 7D und 8A
320 kHz zwischen 6D und 7A
176 kHz zwischen 6C und 6D

von Habakukk - am 06.11.2017 09:26
es geht auf jeden Fall weiter mit R.SA ...

Zitat

DAB+-Projekt von LFS Landesfunk Sachsen GmbH (Radio R.SA) verlängert
Das DAB+-Pilotprojekt der LFS Landesfunk Sachsen GmbH (Radio R.SA) auf dem MDR-Multiplex Sachsen wird über den 14. Februar 2018 hinaus verlängert. Das hat der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) im Rahmen seiner Sitzung am 15. Januar 2018 beschlossen. Der Entscheidung vorausgegangen war der Wunsch der Radioveranstalterin, das erfolgreich verlaufende Projekt fortzusetzen. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) sei hierzu bereit, hieß es.

Die LFS Landesfunk Sachsen GmbH ist der dritte landesweite Hörfunksender im Freistaat. Allerdings ist die Veranstalterin als einzige über UKW-Übertragungskapazitäten nicht in allen Gebieten Sachsens mit ihrem Programm R.SA zu empfangen.

Flächendeckende Versorgung soll durch DAB+ sichergestellt werden
Durch die digital-terrestrische Verbreitung soll die flächendeckende Versorgung sichergestellt werden. Die Verlängerung der Erprobung dient dem Ziel, diese Versorgung bis zu einer sachsenweiten Einführung von DAB+ weiter aufrecht zu erhalten. Nach § 26 Abs. 2 i.V.m. § 11 Abs. 2 Sächsisches Privatrundfunkgesetz (SächsPRG) ist der Versuch höchstens auf zehn Jahre befristet. Der Sachverhalt der Verlängerung wird im Sächsischen Amtsblatt veröffentlicht.


> infosat.de/radio/dab-projekt-von-lfs-landesfunk-sachsen-gmbh-radio-rsa-verl-ngert

von 0815xxl - am 16.01.2018 16:11
Leipziger Volkszeitung vom 23.Januar 2018:

Mit zwei Kilowatt in Leipzigs Radio-Zukunft

Am 31. Januar startet Sachsens Landesmedienanstalt 15 neue Programme für das DAB+-Digitalradio – von Wortwelle bis Schlagerfunk

Von Norbert Wehrstedt



Der 191 Meter hohe Funkmast im Messegrund an der Zwickauer Straße – von hier aus werden jetzt 15 neue Programme in der DAB+-
Digitalradio-Technologie ausgestrahlt. Foto: André Kempner


Die Radio-Zukunft kommt langsam, aber stetig. Am 31. Januar gibt es in Leipzig allerdings einen längeren Schritt ins digitale Zeitalter DAB+. Dann nämlich starten auf einen Schlag 15 neue Programme in jenen Übertragungsweg, der UKW ablösen soll. DAB+, das via Antenne verbreitet wird, sendet nicht nur glasklar und rauscharm, sondern bietet auch Texte und Bilder an. In Sachsen besitzen es trotzdem bisher nur 17 Prozent der Haushalte. Was deutschlandweit gar nicht so wenig ist. Der Schnitt liegt bei nur 15,1.

Das Paket, das ab 31. Januar sendet, wurde von der in Leipzig ansässigen Landesmedienanstalt Sachsen geschnürt, um den zögerlichen DAB+-Umstieg attraktiver zu machen, die lokale Radiovielfalt hoch zu halten und zu beweisen, dass auch für kleine Gebiete DAB+ die richtige Technologie ist. Was dann heißt: Die Landesmedienanstalt finanziert das ehrgeizige Projekt für die nächsten zwei Jahre.

Die Leipziger Divicon als Sendernetzbetreiber hat dafür eine Antenne am Funkturm im Messegrund installiert. In 150 Metern Höhe strahlt sie mit einer Leistung von zwei Kilowatt ab. „Damit sind wir weit übers Stadtgebiet hinaus zu hören“, sagt Mike Lehmann, der Divicon-Sprecher. Bis Grimma und Halle, glaubt er, sind die 15 Sender künftig zu empfangen.

In Leipzig sind ab 31. Januar dann
37 Programme in DAB+ verfügbar: 15 im neuen Paket, 13 aus dem bundesweiten und neun aus dem MDR-Angebot (zu dem auch R.SA gehört). Einzige Bedingungen für den Empfang: ein DAB+-Gerät, die in den letzten Jahren auch optisch sehenswerter wurden, und, wenn man bereits einen Apparat hat, ein Sendersuchlauf. Carsten Zorger vom Digitalradio Büro ist sich ziemlich sicher: „Es liegt an den Programmen, ob die DAB+-Geräte gekauft werden.“ Also ruhen einige Hoffnungen auf dem sächsischen Durchstarten (in Freiberg gib es ein zweites Paket mit elf Programmen), dass der Freistaat nun in die erste Liga der Digitalradiovielfalt aufsteigt, betont Michael Sagurna, Präsident des sächsischen Medienrates.

Die 15 neuen Programme reichen von detektor.fm mit einem Wortradio über dem kultigen Rockland und dem SecondRadio (seit acht Jahren aus Markkleeberg im Internet, der Gothic-Szene verbunden) bis zum Uniradio mephisto 97,6, das in DAB+ 168 Stunden in der Woche sendet (bisher vier werktäglich), oder der Schlagerwelle SchlagerPlanet Radio. Nur Deutsches (Ostrock, NDW, heutiger Rock) gibt es bei Leipzig Eins. Gleich mit drei Programmen (Radio Leipzig 2, Leipzig Beatzz, apollo radio-Partner) beteiligt sich die BCS Broadcast Sachsen aus Dresden an der DAB+-Offensive. „Wir sehen sie als Erprobungskanäle, ob das wirtschaftlich funktionieren kann“, sagt Geschäftsführer Tino Utassy. Denn nach den ersten 24 Monaten, in denen die Medienanstalt die Ausstrahlung zahlt, müssen das dann die Sender selbst übernehmen. Mit 300 Euro im Monat, so Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der Medienanstalt, sei das aber weitaus günstiger als über UKW.

Einer der DAB+-Sender startet live in Leipzig. lulu.fm, die Kölner schwul-lesbische Welle, ist am 31. Januar von 16 bis 20 Uhr live im „Sol y Mar“, Gottschedstrasse, und verlost dazu DAB+-Geräte. Die Aktion startet heute – noch im Internet.

von Studio Leipzig - am 23.01.2018 06:36
Und sie lügen weiterhin wie gedruckt: "glasklar und rauscharm". Was ist bei 15 Programmen in einem Mux "glasklar"? Mehr als 72 kbps werden dabei kaum bei einem Programm rausspringen, wenn in EEP 3-A gesendet werden sollte. Also kratzig-verklirrte Diktiergerätequalität. "Glasklar" wären 144 kbps LC-AAC mit Slideshow bzw. eventuell noch leicht eingeschränkt 128 kbps LC-AAC ohne Slideshow. Jeder, der fachlich damit zu tun hat, weiß das. Warum lügen sie sich dann gegenseitig die Taschen voll? Warum kann man nicht einfach zutreffend schreiben, dass man einen Sack voll klanglich minderwertiger Streams, die als Dutzendgesichter im Internet ganz gut aufgehoben waren, nun einfach mit viel Aufwand und Trara auf DAB gibt, weil man sich als Aufsichtsbehörde und "Gestalter" der Medienlandschaft ein wenig wichtig fühlen will?

Da es sich um einen Mux der SLM handelt, ist Relevanz ohnehin kaum gegeben (bei detektor.fm Wort und Mephisto dürfte dahingehend ja Hoffnung bestehen, ein wenig natürlich auch bei egoFM, aber sonst?). Die ganzen möchtegern-Radio-Simulationen, die sich bislang nur im Internet austoben durften oder jetzt extra als billige Programmplatzbesafter von den Medienutnernehmen erfunden werden, finde ich auf DAB immer besonders witzig. Radio ist was völlig anderes. Radio hat journalistische Substanz. Journalistische Substanz kostet Geld. Geld bekommt man nur über Gebühren- oder Abomodelle rein ("Werbefunk" und "journalistische Substanz" schließen sich aus). Damit schließt sich der Kreis: solche Angebote wie das von der SLM haben mit "Radio" fast nie etwas zu tun. Das ist nur Elektrosmog.

von Chris_BLN - am 23.01.2018 12:28
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von Harald Z - am 31.01.2018 13:08
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von Harald Z - am 31.01.2018 14:33
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
An einer Stelle im Wohnzimmer am Fenster, bei mir zu Hause, Dual DAB 5.1, hoch in der Hand gehalten, hats den 6c gerade so eingelesen. Der Kanal 9 ist aber viel stärker und spielt im gleichen Zimmer noch auf dem Couchtisch. Da der Petersberg bei mir voll reinknallt, direkte optische Sicht in 12km Entfernung, ist garantiert eine Beeinflussung bei 6c vom 10kW starken 6b aus der Nähe vorhanden.


Bedeutet also "gerade so eingelesen": Nur Programm-Einträge ohne Audio?


Hier südlich vom 6B-Petersberg, in 5 km Entfernung, mit einer Doppel-Quad für VHFIII-Kanal 9 auf dem Dachboden:
- DigitRadio120: 9A RSA 1% Signalfehler, guter Empfang 6C dagegen wird im Suchlauf nicht gefunden
- NOXON-DAB-Stick mit DAB-Player-Software an gleicher Antenne:
MUX 6B mit 29-30 dB, MUX 9A, z.B. RSA mit 17 dB, alles im grünen Bereich
MUX 6C wird nicht eingelesen, auch nicht beim 5-minütigen Einzel-Kanal-Suchlauf

Einziger Empfänger, der diese Nonsens-Koordination meistert: SONY XDR-P1DBP. Das funktioniert indoor, 1. Etage, an Stellen mit destruktiven Interferenzen für 6B.
Als Maximum habe ich da schon "50" von "100" auf 6C gesehen, also vom HF-Pegel anscheinend ganz ok hier. Vergleich 9A, RSA, hier mit ca. "68"/100 beim SONY.
Freiraum-Empfang wird hier vor Ort vermutlich nur mit einer Gruppe aus 2 Richtantennen nach Leipzig funktionieren (45 km), um mit einen definierten Antennenabstand (Phasing) eine "Nullstelle" für 6B zu erzeugen.
Man hat in den letzten 20 Jahren schon reichlich "DAB-Bockmist" gesehen, was Koordinationen, Marketing und Frequenzbereiche betraf. Da wundert einen dann nix mehr. :rolleyes:

roger

von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 02.02.2018 08:29
Zitat
UKW-Fan Sachsen-Anhalt


Hier südlich vom 6B-Petersberg, in 5 km Entfernung, mit einer Doppel-Quad für VHFIII-Kanal 9 auf dem Dachboden:
- DigitRadio120: 9A RSA 1% Signalfehler, guter Empfang 6C dagegen wird im Suchlauf nicht gefunden
- NOXON-DAB-Stick mit DAB-Player-Software an gleicher Antenne:
MUX 6B mit 29-30 dB, MUX 9A, z.B. RSA mit 17 dB, alles im grünen Bereich
MUX 6C wird nicht eingelesen, auch nicht beim 5-minütigen Einzel-Kanal-Suchlauf




Bei der Doppel-Quad auf dem Dachboden gab es noch ein gewisses Optimierungspotential. Nun steht sie komplett quer zu 6B vom Petersberg (Norden). Hauptempfangsrichtung ist nun Ost/West.
Der große Öffnungswinkel ist noch ausreichend für 6C aus Südost (Leipzig).

Nun sieht das so aus:
- DigitRadio120: 9A RSA 3% Signalfehler, guter Empfang obwohl Richtung nun nicht mehr optimal
6C wird im Suchlauf gefunden, Signalfehler bei 20% - aber Audio völlig frei von Aussetzern.
- NOXON-DAB-Stick mit DAB-Player-Software an gleicher Antenne:
MUX 6B mit 25-27 dB, MUX 9A, z.B. RSA schwankend zwischen 12-16 dB, aber alles im grünen Bereich
MUX 6C wird nun eingelesen, SNR bei 4-5 dB, ab und zu ein paar Audio-Fetzen.

Der Empfangsunterschied zwischen NOXON-Stick und DIGITRADIO120 :spos: ist nun mehr als deutlich.
Mit einer noch besseren Antenne könnte das Technisat-Gerät ( "Fischbüchse" ) auch den SONY übertrumpfen, der ja keine Antennenbuchse besitzt.

Die 6B/6C - Koordination ist trotz alledem:bloed:
roger


von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 02.02.2018 19:00
Hallo,
nach bisher erfolglosen Empfangsversuchen gaben mir heute morgen sehr gute Empfangsbedingungen Hoffnung, den 6C zu empfangen (klares Wetter, minus 9,5°C, gute Empfangswerte auf 9A aus Sachsen). Das normale Sachsen-Paket auf 9A aus Leipzig geht hier mit der folgenden Empfangsausrüstung immer, aber oftmals nicht aussetzerfrei. Ich wohne am Nordwestrand des Thüringer Beckens, nutze eine Richtung Leipzig ausgerichtete 7-Element-VHF-Antenne (ca. 5m über Grund). Diese mündet nach etwa 5m Leitung in einem Mehrbereichsverstärker aus DDR-Produktion. Danach folgen etwa 20m Koaxialleitung, ein 4-fach-Verteiler und noch einmal ca. 15m Leitung bis zur Anschlussdose, an der ein altes Pure- Highway werkelt. Heute Morgen konnte, sicherlich mit Unterstützung des Morgentropos, der Kanal 6C eingelesen werden, aber leider nur einige Audiofetzen decodiert werden. Die Signalqualität lag/liegt so um 30%, während bei 9A zwischen 75 und 80% angezeigt werden. Immerhin gibt mir dieser Erstempfang Hoffnung, dass mit einem guten Vorverstärker zumindest unter guten Bedingungen Empfang des SmallScale-Projektes aus Leipzig möglich ist. Also werde ich einmal schauen, welcher VV wohl geeignet ist.
EDIT: Gerade mal auf der Karte gemessen, es sind immerhin gut 100km Luftlinie.
nochmal Edit: Habe gerade den 4-fach-Verteiler herausgenommen, jetzt habe ich auch Audio mit nur wenigen Aussetzern :)
Viele Grüße aus Thüringen
Ingo

von IngoR - am 06.02.2018 08:04

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DAB+ Leipzig D123 6C 185360 ROCKLAND 10C6 none Germany Rock Music ROCKLAND E01 ROCKLAND none Audio Stream DAB+ 3 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 mephisto 97.6 10C9 none Germany Culture mephisto E01 mephisto 97.6 none Audio Stream DAB+ 4 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 lulu.fm 1A2B none Germany Pop Music lulu.fm E01 lulu.fm none Audio Stream DAB+ 5 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 detektor.fm Wort 1E01 none Germany Informatio detektor E01 detektor.fm Wort none Audio Stream DAB+ 1 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 SecondRadio 1E02 none Germany Pop Music SR E01 SecondRadio none Audio Stream DAB+ 2 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 SchlagerPlanet 1E03 none Germany Pop Music Schlager E01 SchlagerPlanet none Audio Stream DAB+ 6 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 90s90s Radio 1E04 none Germany Pop Music 90s90s E01 90s90s Radio none Audio Stream DAB+ 7 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 RADIO LEIPZIG 2 1E06 none Germany Pop Music LEIPZIG2 E01 RADIO LEIPZIG 2 none Audio Stream DAB+ D AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 LEIPZIG BEATZZ 1E07 none Germany Pop Music BEATZZ E01 LEIPZIG BEATZZ none Audio Stream DAB+ E AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 LEIPZIG 1 1E0A none Germany Pop Music LEIPZIG1 E01 LEIPZIG 1 none Audio Stream DAB+ B AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 MEGA 80s 1E0B none Germany Pop Music MEGA 80s E01 MEGA 80s none Audio Stream DAB+ C AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 ENERGY Sachsen D3CE none Germany Pop Music ENERGY E0D ENERGY Sachsen none Audio Stream DAB+ 9 AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow
DAB+ Leipzig D123 6C 185360 Absolut HOT DC1A none Germany Pop Music Abs HOT E0D Absolut HOT none Audio Stream DAB+ A AAC+ 72 54 EEP 3-A MOT Slideshow

http://www.rhci-online.net/html/DVBT-DAB.htm#Leipzig

von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 23.02.2018 12:12
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von Harald Z - am 01.03.2018 06:28
http://satnews.de/pda/mlesen.php?id=853321a5e5212a19906312037167161b

Zitat
www.satnews.de
SLM bereitet neue DAB+ Ausschreibung vor
Die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) will in Kürze weitere Kapazitäten für das digital-terrestrische Radio DAB+ ausschreiben. Das kündigte Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der SLM, auf der Veranstaltung "DAB+ im Dialog" in Berlin an. Laut Deitenbeck hätten weitere Veranstalter Interesse an einem Sendeplatz im Small Scale-Ensemble Freiberg angemeldet. Hier sind noch drei freie Sendeplätze vorhanden, die man ausschreiben wolle.

Laut Deitenbeck gebe es auch den Wunsch vieler Interessenten für ein drittes Small Scale-Projekt in Dresden. Hierfür stünden der SLM aber momentan keine finanziellen Mittel zur Verfügung, somit bleibt es zunächst bei den Multiplexen in Leipzig und Freiberg.

Auch die landesweiten und regionalen UKW-Privatradios hätten Interesse an einem Simulcast auf DAB+. Der SLM stehen laut Deitenbeck hierfür drei regionale Kanäle zur Verfügung, die in Gesamtheit eine landesweite Abdeckung ermöglichen. Derzeit sei man jedoch noch in der Findungsphase, wie man die bestehende Regionalisierung der landesweiten Programme PSR und Hitradio RTL hier abbilden kann. Außerdem müsse vor einer Ausschreibung geklärt werden, ob man die Kapazitäten einzeln ausschreibt oder einen Plasttformbetrieb ermöglicht.


von Habakukk - am 15.03.2018 07:18
Zitat
Habakukk
Zitat
www.satnews.de
Laut Deitenbeck gebe es auch den Wunsch vieler Interessenten für ein drittes Small Scale-Projekt in Dresden. Hierfür stünden der SLM aber momentan keine finanziellen Mittel zur Verfügung, somit bleibt es zunächst bei den Multiplexen in Leipzig und Freiberg.


Das ist mal wieder typisch SLM! Diese Dresden-Feindlichkeit geht einen auf die Nerven! Nach der ihrer Auffassung besteht Sachsen nur aus Leipzig, der Rest existiert bei denen nicht! Ich empfinde diese Aussage eher als Ausrede!

Zitat
Habakukk
Auch die landesweiten und regionalen UKW-Privatradios hätten Interesse an einem Simulcast auf DAB+. Der SLM stehen laut Deitenbeck hierfür drei regionale Kanäle zur Verfügung, die in Gesamtheit eine landesweite Abdeckung ermöglichen. Derzeit sei man jedoch noch in der Findungsphase, wie man die bestehende Regionalisierung der landesweiten Programme PSR und Hitradio RTL hier abbilden kann. Außerdem müsse vor einer Ausschreibung geklärt werden, ob man die Kapazitäten einzeln ausschreibt oder einen Plasttformbetrieb ermöglicht.


Welche Regionalisierungen???? Nur wegen der lokal geschalteten Werbung oder was?? Wie schwachsinnig ist das denn? So kann man auch Frequenzen blockieren, anstatt diese 3 Kanäle landesweit auszustrahlen, es seidem ich liege komplett falsch, dann müsste mal einer die BNetzA-Daten hier bekanntgeben. Also wird man in den 3 Regierungsbezirken Dresden, Leipzig und Chemnitz diese Regionalmultiplexe ausstrahlen. Ich kann mir das anhand des Beispiels von Dresden/Lausitz so vorstellen:
Radio PSR - Dresden
Radio PSR - Lausitz
Hitradio RTL Sachsen - Dresden
Hitradio RTL Sachsen - Lausitz
R.SA - Dresden/Lausitz
Energy Sachsen - Dresden
Energy Sachsen - Bautzen
Radio Dresden
Radio Lausitz
apollo radio

Tja, da bleiben bei entsprechend technischer Voraussetzung noch gut 5 Programmplätze frei, die man evtl. mit weiteren Spartenprogrammen der landesweiten Privaten besetzen könnte, oder besser noch mit weiteren bundesweiten Anbietern füllen könnte, was ich allerdings bei der SLM und den Privaten nicht vorstellen könnte, zwecks der Konkurrenz.

Für die Elsterwelle und Radio WSW würde sich aus finanziellen Gründen eine Aufschaltung in diesem Mux nicht lohnen, hier würde SmallScale die bessere Lösung sein.

Aus meiner persönlichen Sicht als ehem. Bewohner dieses Bundeslandes hoffe ich eher auf den 2.BuMux und den lokalen SmallScale-Projekten für eine bessere und größere Programmvielfalt!

von UKW-Fanatiker - am 26.03.2018 19:09
Zitat
Mausipappa
Naja, das "Stück vom Kuchen" ist ganz klar InPulz Radio zu verdanken. Die hatten ja Antrag auf eine UKW-Frequenz gestellt, was die SLM ablehnte und auf DAB+ verwies.


Ja, ich erinnere mich. Vor einiger Zeit ging das durch die Presse. Damals war "small scale" noch kein gängiger Begriff und man wunderte sich, wie so ein unbedeutender Internet-Sender allen Ernstes zu einem DAB-Sendeplatz kommen wollte. R.SA war zwar gerade testweise beim MDR untergekommen, aber das war ja als etabliertes Privatradio ein ganz anderes Kaliber.

Theoretisch könnte man diese SmallScale Projekte wohl mit relativ geringem Aufwand überall in mittelgrossen Städten etablieren. Wird darauf ankommen, wie sich die Nachfrage und das Wohlwollen der medienpolitischen Entscheidungsträger entwickeln.

Erstaunlich finde ich die realisierte/koordinierte Sendeleistung von 500/1000W . Anfangs wurde da über 100..150W diskutiert. Das wäre dann wirklich nur Ortsversorgung gewesen. Hier wurden mal richtig vernüntige Entscheidungen gefällt.

Bei InPulz selber habe ich mal reingehört, fand das nicht so aussergewöhnlich prickelnd (bin wohl eher nicht die Zielgruppe). Detector.fm, Secondradio, Mega80s und Apollo sind für mich die grössere Bereicherung. Trotzdem ist natürlich die Existenz des Senders in Freiberg den InPulz-Leuten hoch anzurechnen. Merkwürdig nur, dass auf deren Website unter "Empfang" bisher kein Wort über DAB+ zu lesen ist!

von Ochsenkopf - am 01.04.2018 11:19
Gut, mindestens 92 CU. Können also auch mehr sein. Aber warum mindestens 92 und nicht mindestens 90 oder mindestens 94 oder....?


Auf der Suche nach "Was sind Telemedien?" auf https://www.lfd.niedersachsen.de/themen/internet/telemedien/telemedien-im-internet-94379.html gefunden:

Telemedien sind zum Beispiel:

-- Online-Angebote von Waren/Dienstleistungen mit unmittelbarer Bestellmöglichkeit (z. B. Angebot von Verkehrs-, Wetter-, Umwelt- oder Börsendaten, Newsgroups, Chatrooms, elektronische Presse, Fernseh-/ Radiotext, Teleshopping),
-- Video auf Abruf, soweit es sich nicht nach Form und Inhalt um einen Fernsehdienst im Sinne der Richtlinie 89/552/EWG (Richtlinie Fernsehen ohne Grenzen) handelt, der also zum Empfang durch die Allgemeinheit bestimmt ist und nicht auf individuellen Abruf eines Dienstleistungsempfängers erbracht wird. Solche Dienste unterliegen der Rundfunkregulierung durch die Länder. Hierbei orientiert sich die Einordnung an den europarechtlichen Vorgaben, die inzwischen durch die Rechtsprechung des EuGH (Mediakabel-Entscheidung, Rechtssache C 89/04 vom 2. Juni 2005, Abl. C 182/16 vom 23. Juli 2005) konkretisiert wurden,
-- Online-Dienste, die Instrumente zur Datensuche, zum Zugang zu Daten oder zur Datenabfrage bereitstellen (z. B. Internet-Suchmaschinen) sowie alle Online-Angebote, die über das Internet abrufbar sind (insbesondere Online-Angebote von Waren/Dienstleistungen mit unmittelbarer Bestellmöglichkeit, Teleshopping, Angebote von Verkehrs-, Wetter-, Umwelt- oder Börsendaten, Newsgroups, Chatrooms, elektronische Presse, Foren, Video auf Abruf und alle sonstigen WWW-Angebote),
-- die kommerzielle Verbreitung von Informationen über Waren-/Dienstleistungsangebote mit elektronischer Post (z. B. Werbe-Mails).
-- weitere Individualkommunikation wie Telebanking und Datendienste.

von Harald Z - am 09.05.2018 12:50
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