Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
75
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Zwölf, Internetradiofan, Matthias K., Hagen, Winnie2, Martyn136, dxbruelhart, mago, Seltener Besucher, Martyn136 , ... und 22 weitere

DAB+ und die Zukunft des Lokalradios

Startbeitrag von Internetradiofan am 31.07.2011 16:43

Bei allen Vorteilen, die der Start des Bundesmuxx mit sich bringt, wäre es m.E. auch wichtig, darüber zu diskutieren, welche Optionen DAB+ für unabhängige, kleine Lokalsender bietet.

Die Plattformabhängigkeit ist ja schonmal ein gewaltiges Problem, aufgrund der entstehenden höheren Kosten im Vergleich zu UKW.

Wie sieht es zudem mit lokalen DAB+-Muxxen mit nur einem oder zwei Programmen aus?
Ist so etwas überhaupt technisch realisierbar?

Nehmen wir bspw. Sender wie Radio Idar-Oberstein, Radio Erzgebirge oder Antenne Sylt: Hätten diese Stationen eine Chance auf eine lokale Verbreitung via DAB+, sollte UKW tatsächlich einmal abgeschaltet werden?




Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Internetradiofan
Ist so etwas überhaupt technisch realisierbar?







Anders gefragt, wäre es denn so ein großes Problem auch in ferner Zukunft noch Kombiempfänger UKW/DAB+ herzustellen, um so den kleinen Lokalradios das Weitersenden auf lokalen UKW-Funzeln zu ermöglichen ?
Davon mal abgesehn, wird es auch in ferner Zukunft noch UKW Radios geben müssen, denn bisher kann man nur in den wenigsten europäischen Staaten Digitalradio empfangen. Speziell Autoradios müssen noch lange Zeit Dualtuner haben

von xamsa - am 31.07.2011 16:54
Sehe ich ähnlich.
Derzeit ist UKW der Standard und DAB+ die Ergänzung.
Man kann ganz einfach DAB+ zum Standard erklären und UKW zur Ergänzung.
Das ist doch wirklich ganz einfach und mehr als eine Festlegung darauf ist eigentlich nicht nötig.

Der WDR ist so frech, WDR3-5 nicht auf DAB+ zu senden, wohl um das UKW-Geschäft nicht zu gefährden (eigentlich Quatsch). Also müsste die Politik den WDR zwingen, im Gegenzug Einslive und WDR2 nicht mehr über UKW zu senden.
Wenn man von Ergänzung redet...

Informationspflicht etc., man muss den Bürger erreichen - ist ja gegeben.
Der Bürger musste sich in der Vergangenheit ja auch ein UKW-Radio besorgen, um akkustisch an Informationen zu kommen.
Da steht dann halt ab jetzt DAB+ drauf, auf das, was er dazu braucht, nicht mehr UKW, obwohl alle derzeitigen DAB+ Empfänger auch UKW beherrschen.

Noch einen Schritt weiter: Wie wäre es, wenn man per Gesetz einen Termin vorgibt, ab wann ÖR nicht mehr auf UKW senden dürfen (noch vor 12/2012), weil DAB der Standard ist und zwei Wege auf Dauer zu teuer sind?
"Geht ja nicht, weil sich DAB bis dahin durch durchgesetzt hat...", falsch. Genau dadurch würde man genau das erzielen.

Das dürfte vielen zu weit gehen, wieder einen Schritt zurück:
In irgendeinen anderen Thread berichtete ich über andere Alternativen.
z.B. per Gesetz ein ERP-Limit verteilt über alle Senderstandorte setzen.
Ein jedes UKW-Programm wie auch 1LIVE dürfte über UKW zusammengerechnet max. 10 kW verbraten.
Das würde reichen, um gezielt die Lücken zu Stopfen, die im DAB+ Netz vorhanden sind.

Gleichzeitig würde das Platz schaffen, für lokale Zusatzangebote per UKW.
Zusätzlich muss es aber eine Sperre geben, dass kein weiterer/neuer Sender (Programm) das Mantelprogramm und die Planung von Radio NRW mehr übernehmen darf.

Man könnte dann auch Internetradios pauschal erlauben, über mehrere Standorte im Heimatbundesland ihr Programm auf UKW stützend zu senden.
Ein vereinfachtes Zulassungs- und Koordinierungsverfahren könnte dazu geschaffen werden.
Es muss ja nicht gleich 1 kW Sendeleistung sein.
Es würde wohl reichen, wenn im Headquarter und bei den Leitern @home je mit 1W gesendet werden dürfte.
Der (Geschäfts-)Partner wie auch andere Besucher, die das Büro aufsuchen, könnten bei der Anfahrt auf der "letzten Meile" bereits reinhören.
Andere Beteiligte hätten so mehr Kontrollmöglichkeiten (reinhören) übers Programm.
Ggf. auch UKW als Werbetafel.



von Matthias K. - am 31.07.2011 17:28
Zitat
Man könnte auch eine Diktatur einführen und alle unliebsamen Rundfunkpolitiker ins Gefängnis stecken.


Einfach mal mit etwas mehr Tiefgang darüber nachdenken...

In anderen Bereichen wird doch extrem viel reguliert, ja fast schon diktiert.
Beispiele findet man sehr oft im Zusammenhang mit der Telekom.
Aber auch in Sachen EU-Roaminggebühren.
Ich sehe da echt nicht, wo die Unterschiede sein sollen.
Man kann sogar die Telekom (Ex Deutsche Bundespost) mit dem WDR und ggf. sogar den NRW LR vergleichen.

Wir haben hier eine regulierte, soziale Markwirtschaft und keine wilde Marktwirtschaft wie in Amerika.
Darüber bin ich froh, aber auch erschrocken, wie sehr wir in die wilde abdriften.



von Matthias K. - am 31.07.2011 18:15
Zitat

Ich glaube dass man an dieser Stelle nochmal zwischen Regional- und Lokalradios unterscheiden muss.
Für die Regionalradios bietet sich DAB+ an, ja, die Lokalradios sollen zunächst auf UKW bleiben, da die Verbreitung über DAB für diese kaum Vorteile bringen würde, da diese nur von einem Standort aus senden.

Ich hab das bisher immer als das gleich angesehen. Was wären denn jetzt am Beispiel Bayern Lokal- und was Regionalsender?


Grundsätzlich find ich's gut, wenn man bei Lokalsendern weiterhin auf UKW senden wird; aber ich könnte mir im Erfolgsfall von DAB+ auch vorstellen, dass man (v.a. in Grenzgebieten) nach weiteren Frequenzen schreien wird, und dabei wäre das UKW-Band natürlich wesentlich attraktiver als das L-Band.

von Zwölf - am 31.07.2011 18:32
Hatte gerade in diesem Faden etwas dazu geschrieben. Das mit der Belegung von Regional-Muxes wäre der einzige Weg. Alleine, das dürfte schwierig sein, finanziell tragfähig zu bekommen, da da ja dann ein Plattformbetreiber kassieren und mitreden möchte. Das müsste langezeit massiv subventioniert werden. Und dafür ist kaum Bereitschaft da.
Und die Alternative, den Sendebetrieb kostengünstig unabhängig zu organisieren, dürfte hierzulande aussichtslos sein. Da müssten sich Anbieter zusammenfinden, die ganz unterschiedliche Interessen haben...

von Hagen - am 31.07.2011 18:36
Zitat
Zwölf
Man könnte Landesmuxe auf Regionalkanälen laufen lassen; also in allen Regionalmuxen eines Bundeslandes ca. 10 gleiche Programme und dann je nach Region noch 1-5 Lokalprogramme.
Auch das wäre noch nicht das Optimum.

Denn die Regionalsender haben oft unterschiedliche Verbreitungsgebiete die sich überlappen. Dann müsste DAB+ schon sehr kleinzellig aufgebaut werden.

von Martyn136 - am 31.07.2011 18:41
Zitat

Hatte gerade in diesem Faden etwas dazu geschrieben. Das mit der Belegung von Regional-Muxes wäre der einzige Weg. Alleine, das dürfte schwierig sein, finanziell tragfähig zu bekommen, da da ja dann ein Plattformbetreiber kassieren und mitreden möchte. Das müsste langezeit massiv subventioniert werden. Und dafür ist kaum Bereitschaft da.
Aber wenn man nun (zumindest im ländlichen Raum) nicht auf irgendwelche gewinngierigen privaten Plattformbetreiber hofft, sondern diese von den öffentlich-rechtlichen (die ja auch eigenen regionale Programme haben) betreiben ließe, könnte man kleineren Regionalsendern so auch eine finanzielle Perspektive bieten ohne gleich große Subventionierungsprogramme lostreten zu müssen.

von Zwölf - am 31.07.2011 18:44
In der Schweiz werden derzeit 7 lokale DAB+ Ensembles projektiert. Ziel ist, den Programm-Anbietern für eine Jahresgebühr von etwa höchstens 50'000 ¤ einen Programmplatz zu ermöglichen (alles inklusive, wie Strom- / Standort- und Leitungskosten. Pro Lokal-Ensemble sind etwa 3-7 Sendestandorte vorgesehen, vermutlich werden die Anzahl Standorte den Preis leicht verändern.

In diesen Lokal-Ensembles wird auch unser Nationales Radio SRG Regionalprogramme verbreiten, welche bisher nur über UKW realisiert werden konnten. Die restlichen Programmplätze werden den kleinen Radios angeboten.

von drahtlos - am 31.07.2011 18:44
Ein Besipiel:
Warum sollte man nicht einen Mux schaffen, der in Wuppertal, Essen, Velbert, Solingen und Remscheid ausgesendet wird.
Die Sender Radio Neandertal, Wuppertal, Essen und RSG bilden eine Interessens- und Zweckgemeinschaft.
Sie betreiben selber diesen Mux und können so Kosten sparen.
Ihre Programme kommen alle in den Mux und die Kosten werden wieder geteilt.
Freie Kapazitäten werden vermietet, für andere interessierte Programmanbieter und dem WDR2 für die Lokalfenster.
Kann das dann teurer sein, als auf UKW? Dafür bräuchten wir mal hier einen Experten.

Natürlich haben dann wieder alte Platzhirsche die Hand drauf, aber das war auch nur ein Beispiel.
Es muss ja nicht exakt so laufen.


von Matthias K. - am 31.07.2011 18:47
Zitat
Zwölf
Was wären denn jetzt am Beispiel Bayern Lokal- und was Regionalsender?

Ok, Beispiele für Lokalsender in Bayern sind
- Radio Galaxy Bayreuth
- Radio Galaxy Passau
- Radio Galaxy Landshut
- Radio Galaxy Rosenheim
- Radio Plassenburg
- Energy Nürnberg
- Energy München
- Radio 2Day
- vilradio premium musik

Regionalsender in Bayern sind z.B.
- hitradio.rt1 nordschwaben
- hitradio.rt1 südschwaben
- Radio 8
- Radio Oberland
- Radio Alpenwelle
- Bayernwelle Südost

(Quelle: fmlist.org)

Zitat
Zwölf
...aber ich könnte mir im Erfolgsfall von DAB+ auch vorstellen, dass man (v.a. in Grenzgebieten) nach weiteren Frequenzen schreien wird, und dabei wäre das UKW-Band natürlich wesentlich attraktiver als das L-Band.

Das UKW-Band wäre auf jeden Fall preisgünstiger was die verwendete Technik betrifft und auch die Funk-Ausbreitungsbedingungen sind besser als beim L-Band.


von Winnie2 - am 31.07.2011 18:55
Zitat
Winnie2
Zitat
Zwölf
Was wären denn jetzt am Beispiel Bayern Lokal- und was Regionalsender?

Ok, Beispiele für Lokalsender in Bayern sind
- Radio Galaxy Bayreuth
- Radio Galaxy Passau
- Radio Galaxy Landshut
- Radio Galaxy Rosenheim
- Radio Plassenburg
- Energy Nürnberg
- Energy München
- Radio 2Day
- vilradio premium musik

Regionalsender in Bayern sind z.B.
- hitradio.rt1 nordschwaben
- hitradio.rt1 südschwaben
- Radio 8
- Radio Oberland
- Radio Alpenwelle
- Bayernwelle Südost

(Quelle: fmlist.org)


Dann machen sich die meisten dieser Lokalprogramme aber überflüssig, wenn sie nur noch über UKW und nicht über DAB zu empfangen sind (unter der Annahme, DAB+ wäre der gägnige Empfangsstandard). Denn z.B. Energy ist bereits im Bundesmux und Galaxy im Landesmux - ist der Lokalbezug den Leuten wichtig genug, um darauf zu achten auch ja ein Radio mit UKW-Empfang zu haben? Teilweise fragen die sich ja jetzt schon, inwiefern die Lokalsendungen noch wirtschaftlich sind. Und was Energy angeht haben sie ja in Nürnberg auch kein Problem über DAB zu senden. Was Galaxy angeht, wäre so ein Landesmuxmodell mit vielen regionalen Kanälen wie von mir vorgeschlagen nicht schlecht - vorrausgesetzt, sie wollen an den Lokalsendungen festhalten.

von Zwölf - am 31.07.2011 19:04
Ich würde grundsätzlich sagen das Regionalsendungen (ausser für Senionren) immer ein schlechter Kompromiss sind.

Entweder sendet man lokal (dann hat man den Vorteil, das man die Hörer z.B. über lokale Veranstaltungen informieren kann, oder auch live von lokalen Veranstaltungen übertragen kann) oder man sendet gleich bundesweit um eine möglichst grosse Zielgruppe zu erreichen.

von Martyn136 - am 31.07.2011 19:13
Die Galaxy Lokalsender sind nur entstanden, weil man damals nicht einfach ein DAB Programm auf UKW-Lokalstandorte bringen konnte. Wäre DAB schon im 1. Versuch erfolgreich gäbe es von Galaxy auf UKW wohl keine Lokalableger.

Natürlich muss, wenn DAB(+) nun ein Erfolg werden soll, das UKW-Angebot erst mal abgebildet werden - und dazu zählen in Bayern nun mal die Lokalsender.

Für die Regionensender in Bayern, die über mehrere Landkreise gehen müsst auch noch ne Lösung her - also Regionalmuxe, gefördert von der BLM, da könnte auf DAB sogar ein Markt entstehen, so ist man im Rottal nämlich nicht wirklich damit gesättigt, dass neben dem BR und Antenne Bayern das für uns bestimmte Regionale Privatsenderchen aus dem über 50 Kilometer entfernten Landshut kommt...

von elchris - am 31.07.2011 19:21
Zitat
Martyn136
Ich würde grundsätzlich sagen das Regionalsendungen (ausser für Senionren) immer ein schlechter Kompromiss sind.

Entweder sendet man lokal (dann hat man den Vorteil, das man die Hörer z.B. über lokale Veranstaltungen informieren kann, oder auch live von lokalen Veranstaltungen übertragen kann) oder man sendet gleich bundesweit um eine möglichst grosse Zielgruppe zu erreichen.

Ist jetzt zwar OT: aber ich finde, dass sich ein lokales/regionales Programm durch mehr als Auszeichnet, als durch Lokalnachrichten. z.B. Sprache, Mentalität, regionale Identität, es kann besser auf die Wünsche der Zuhörer eingegangen werden; und irgendwie finde ich es auch persönlicher, wenn ich weiß, das die Radiomacher welche "von uns/der Region" sind die ein paar Kilometer weiter Programm machen und nicht irgendwelche anonyme Personen, die irgendwo in Berlin sitzen und ellenlange Listen mit Verkehrsnachrichten verkünden, die einen ohnehin nicht betreffen.

von Zwölf - am 31.07.2011 19:25
Wiinies Unterscheidung zwischen Lokal- und Regionalsendern in Bayern würd ich mal so nicht mittragen bzw. halte ich nicht für relevant. das eine sind eher Programme für den ländlichen Bereich, wo's auch nur ein oder zwei Anbieter in der Region gibt, das andere wärs eher für die Städte.

Was eher Akzeptanz beim Publikum finden könnte, wären regionale Mischpackete, die von den kommerziellen lokalen vor Ort und den Medienanstalten finanziert werden, aber eben auch Nichtkommerziellen Lokalsendern und Anbieter aus der Nachbarregion mit verbreiten. In München müsste dann z.B. auch alles aus Augsburg, Rosenheim, Ingolstadt, Landshut und dem Oberland hinein, also alles, was irgendwo in München auf UKW reinkommt, aber bei DAB+ noch nicht dabei ist, in Rosenheim dann vom Oberland (Alpenwelle), Münchner Sender, Niederbayern und Südostbayern usw,
Gibt schließlich genug Pendler, die sich für die Region interessieren, wo sie gerade außerhalb des Sendegebietes sind... Und Galaxy z.B. könnte in einem Landesmux alle Regionaversionen rein stopfen, so wie's der BR mit BR1 tut...

Aber das wird wohl Illusion bleiben, weil das finanziell nicht aufgeht (insbesondere bei der abnehmenden Bereitschaft dafür Steuern o.Gebühren für auszugeben...) - UKW ist und bleibt für lokale und regionale Angebote günstiger - selbst wenn DAB+ nun der große Renner werden würde!

von Hagen - am 31.07.2011 19:46
Wie wir sehen, werfen die Multiplexe eine ganze Reihe von Problemen auf.

Es ist einfach nicht konsequent, auf der einen Seite eine Digitalisierung des Rundfunks zu fordern, gleichzeitig aber analoges FM für Lokalsender beizubehalten!
Ein digitales Übertragungsverfahren muss so konzipiert sein, dass dieses auch von lokalen Radiosendern ohne übermäßigen Mehraufwand und damit verbundene Kosten genutzt werden kann.

Wäre es nicht viel einfacher gewesen, man hätte den digitalen Rundfunk analog zu UKW, also im Einzelträgerverfahren, aufgebaut; in der Form, dass bspw. das UKW-Band zwischen 68 und 87,5 MHz für Programme reserviert ist, die dann nicht mehr analog in FM, sondern digital in AAC+ senden?

In vielen europäischen Ländern (in Deutschland freilich nicht) sieht ein Lokalsender so aus, dass sich auf dem Dach des Funkhauses ein Mast mit Dipolen befindet, die das Programm abstrahlen, d.h. die Sendeanlage wird selbstverständlich in Eigenregie betrieben.

Dieses schlichte und kostengünstige Verfahren wird aufgrund der bei DAB+ üblichen Multiplexe nicht möglich sein.
Da der Multiplex so konzipiert ist, dass in ihm stets mehrere Programme übertragen werden, wird der Hörfunkanbieter gezwungen sein, Fremdfirmen für die drahtlose Verbreitung zu nutzen, wodurch seine Autonomie beschräkt wird; - ein gravierender Nachteil von DAB+!

Vor diesem Hintergrund ist es auch gar nicht verwunderlich, dass in den USA DAB bzw. DAB+ nach wie vor abgelehnt wird.

von Internetradiofan - am 31.07.2011 19:57
Zitat

Was eher Akzeptanz beim Publikum finden könnte, wären regionale Mischpackete, die von den kommerziellen lokalen vor Ort und den Medienanstalten finanziert werden, aber eben auch Nichtkommerziellen Lokalsendern und Anbieter aus der Nachbarregion mit verbreiten. In München müsste dann z.B. auch alles aus Augsburg, Rosenheim, Ingolstadt, Landshut und dem Oberland hinein, also alles, was irgendwo in München auf UKW reinkommt, aber bei DAB+ noch nicht dabei ist, in Rosenheim dann vom Oberland (Alpenwelle), Münchner Sender, Niederbayern und Südostbayern usw,
Gibt schließlich genug Pendler, die sich für die Region interessieren, wo sie gerade außerhalb des Sendegebietes sind... Und Galaxy z.B. könnte in einem Landesmux alle Regionaversionen rein stopfen, so wie's der BR mit BR1 tut...


So toll fände ich das auch wieder nicht - Lokal/regional sollte lokal/regional bleiben und nur im Notfall in anderen Regionen auch auf Sendung gehen. Interessant wär auch die Frage, wenn der BR oder BLM Plattformbetreiber sind, ob es möglich wäre nicht kommerzielle Angebote (unter bestimmten Auflagen) kostenlos senden zu lassen - Radio des Radiosmachens wegen und nicht des Geldes/Quoten wegen. Wär auch mal schön.

OT:
Mal rein theoretisch: Dürfte der BR eigentlich zur BLM gehen und einen eigenen Privatsender anmelden? (ich schätze mal eher nicht, aber weiß es jemand genau?)

von Zwölf - am 31.07.2011 19:59
Zitat

Ich finde nur das die "großen" landesweiten Sender den kleinen auf UKW Platz machen könnten. Einfach rüberwechseln zu DAB, dann auch bundes-o. landesweit verfügbar sein und nicht nur soweit wie der UKW-Flickenteppich es zulässt und dann die ganzen lokalen und nichtkommerziellen auf UKW. Das wäre für jeden die perfekte Lösung.

Dem stimme ich zu!
Und genauso ist es in GB geplant.

von Max1 - am 31.07.2011 19:59
Ob man jetzt im Einzelträgerverfahren Digital oder analog sendet ist ja eigentlich völlig egal. Dann kann man auch einfach bei UKW-FM bleiben. Obs nun rauscht oder das Signal einfach verschwindet ist egal. Und für den Lokalsender wäre es sogar einfacher nen UKW-Sender aufzustellen als da noch sinnfrei irgendwas digital zu kodieren.
Man muss ja auch nicht übertreiben mit der Digitalitis. Überregional oder National lohnt sich das, da mehrere Programme auf einer Frequenz von mehreren Standorten, aber wenn ein Lokalsender sowieso nur eine Frequenz von einem Standort belegt, dann kann das auch ruhig analog weiterlaufen, ohne das es ineffizienter ist.

Und btw.: 10kW DAB(+) reichen genauso weit wie 10kW UKW. Soll mir mal keiner was erzählen ;-)

von Japhi - am 31.07.2011 20:12
Was macht denn ein Lokalsender aus einem mittelgroßen Ort, der für sich den Anspruch erhebt, auf terrestrischem Wege ausschließlich dort und nicht anderswo gehört zu werden? :confused:
Die Betreiber haben doch überhaupt kein Interesse daran, wenn ihr Programm im Regionalmuxx auch noch 50 km entfernt empfangen werden kann, nur weil es sich technisch aufgrund der Multiplexe nicht anders umsetzen lässt.

Wer immer sich DAB+ als Übertragungsstandard ausgedacht hat, wird nur die Interessen der großen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten im Blick gehabt haben. Für kleine und unabhängige Lokalsender ist DAB+ einfach ungeeignet!

Es müsste also noch ein zweiter digitaler Übertragungsweg im Einzelträgerverfahren her, bevor analoges Radio komplett durch digitales ersetzt werden kann; - oder man opfert die kleinen, unabhängigen Lokalradios. :-(



von Internetradiofan - am 31.07.2011 20:16
@Japhi: Natürlich könnte man das so machen, es wäre jedoch nicht konsequent.

Ziel ist es doch, den analogen Rundfunk vollständig durch digitalen zu ersetzen. ;)

Wenn ich mir überlege, dass es bereits in den 40er Jahren FM-Übertragungen gegeben hat...irgendwie scheint analoges UKW unverwüstlich zu sein! :D

Alles ist heute digital; - bis auf Rundfunkübertragungen.

von Internetradiofan - am 31.07.2011 20:51
Ein Schritt nach dem anderen. Gleich zwei neue (digitale) Standards für Hörfunk auf einmal halte ich für zuviel.
UKW analog ist gar nicht so ineffizient solange das Verbreitungsgebiet relativ klein und die Sendeleistung gering bleibt.
UKW analog ist allerdings ineffizient für die Versorgung ganzer Bundesländer, da so mehrere Frequenzen benötigt werden und recht hohe Sendeleistungen, und genau da setzt DAB an.


von Winnie2 - am 31.07.2011 20:59
Zitat
Zwölf
Interessant wär auch die Frage, wenn der BR oder BLM Plattformbetreiber sind, ob es möglich wäre nicht kommerzielle Angebote (unter bestimmten Auflagen) kostenlos senden zu lassen - Radio des Radiosmachens wegen und nicht des Geldes/Quoten wegen. Wär auch mal schön.

Genau dafür böte mein Vorschlag ja Raum: für unterschiedlichste Formen Nichtkommerzieller Angebote für Minderheiten, Communities, ethnische Gruppen oder anderweitig engagierte Enthusiasten, die sich den "Spaß" der DAB(+)-Plattformen nie und nimmer leisten können, eben einen Raum zu geben.

Zitat
Zwölf
Mal rein theoretisch: Dürfte der BR eigentlich zur BLM gehen und einen eigenen Privatsender anmelden? (ich schätze mal eher nicht, aber weiß es jemand genau?)
Das medienrechtliche Wirrwar in Bayern ist kompliziert und teilweise widersprüchlich. Das "Dürfen" wird vermutlich niemand sauber beantworten können. Wenn BLM und BR einen entsprechenden Deal aushandeln täten und die Staatskanzlei das durchwinkt, kommt vielleicht irgendein anderer Anbieter und klagt gegen irgendein Detail...

von Hagen - am 31.07.2011 21:13
Zitat
Internetradiofan
Was macht denn ein Lokalsender aus einem mittelgroßen Ort, der für sich den Anspruch erhebt, auf terrestrischem Wege ausschließlich dort und nicht anderswo gehört zu werden? :confused:
Die Betreiber haben doch überhaupt kein Interesse daran, wenn ihr Programm im Regionalmuxx auch noch 50 km entfernt empfangen werden kann, nur weil es sich technisch aufgrund der Multiplexe nicht anders umsetzen lässt.
Genau dieses Argument hab ich vor wenigen Monaten mal bei einem Vortrages eines Vertreters der britischen Offcom gehört, der sich dort jahrelang für lokale/regionale Angebote einsetzte. Dass die Betreiber kein Interesse habe, nur an einem bestimmten Ort gehört zu werden und an anderen auf keinen Fall kann ich nicht nachvollziehen. Es ist doch höchstens so, dass der Anbieter lediglich die Mehrkosten nicht tragen möchte. Einziges Argument wären die geringeren Kosten bei kleinzelligeren Urheberrechsgebieten für die Zahlungen an die Verwertungsrechtemaffia.
Zitat
Internetradiofan
Wer immer sich DAB+ als Übertragungsstandard ausgedacht hat, wird nur die Interessen der großen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten im Blick gehabt haben. Für kleine und unabhängige Lokalsender ist DAB+ einfach ungeeignet!

Bin ich grundsätzlich erst mal Deiner Meinung, was das Design des DAB-Systems an sich betrifft.
Allerdings:
Zitat
Internetradiofan
Es müsste also noch ein zweiter digitaler Übertragungsweg im Einzelträgerverfahren her, bevor analoges Radio komplett durch digitales ersetzt werden kann; - oder man opfert die kleinen, unabhängigen Lokalradios. :-(
muss das nicht die Konsequenz sein. Ein zweiter digitale Übertragungsweg im Einzelträgerverfahren wäre ja dieses DRM gewesen, das ist scheinbar leider völlig weg vom Fenster, von Kleinst-Tests mit DRM+ mal abgesehen.
Eine Chance neben dem Weiterbetrieb auf UKW wäre, einen Sender zu betreiben, bei dem die vorgelagerte digitale Aufbereitung des DAB-Multiplexes durch Opensourcesoftware umgesetzt wird, wie opendigitalradio.org schon erfolgreich demonstriert hat. Für Einzelfrequenzen scheint das praxistauglich zu sein, lediglich Gelichwellennetze gehen nicht. Für einen lokalen Anbieter wäre das dann schon praktikabel, ein spezielles Einzelträgerverfahren würde keine wesentlichen Vorteile bringen. Weitere Kanäle im Kleinstmultiplex könnten nach Bedarf mit Wiederholungen oder anderweitig bespielt werden.
Allerdings sehe ich auch dafür hierzulande kaum realistische Chancen. Oder wer mag sich erst mal so zum spielen/experimentieren für 'n Tausender die Box fürs Softwaredefined Radio aus Übersee kommen lassen um dann festzustellen, dass die Medienbürokratie hierzulande den Betrieb in Eigenregie gar nicht mag.

von Hagen - am 31.07.2011 21:51
Zitat
Japhi
Und btw.: 10kW DAB(+) reichen genauso weit wie 10kW UKW. Soll mir mal keiner was erzählen ;-)


Oder sogar noch viel weiter. Erstmal abwarten was die Technik in Zukunft bringt. Vielleicht schimpfen wir in 2 Jahren Geräte wie den DAB 4 oder den Microspot, die jetzt als sehr empfindlich gelten, als "taube Nuss" :D

von DX OberTShausen - am 31.07.2011 23:44
Zitat
Zwölf
Zitat
Martyn136
Ich würde grundsätzlich sagen das Regionalsendungen (ausser für Senionren) immer ein schlechter Kompromiss sind.

Entweder sendet man lokal (dann hat man den Vorteil, das man die Hörer z.B. über lokale Veranstaltungen informieren kann, oder auch live von lokalen Veranstaltungen übertragen kann) oder man sendet gleich bundesweit um eine möglichst grosse Zielgruppe zu erreichen.

Ist jetzt zwar OT: aber ich finde, dass sich ein lokales/regionales Programm durch mehr als Auszeichnet, als durch Lokalnachrichten. z.B. Sprache, Mentalität, regionale Identität, es kann besser auf die Wünsche der Zuhörer eingegangen werden; und irgendwie finde ich es auch persönlicher, wenn ich weiß, das die Radiomacher welche "von uns/der Region" sind die ein paar Kilometer weiter Programm machen und nicht irgendwelche anonyme Personen, die irgendwo in Berlin sitzen und ellenlange Listen mit Verkehrsnachrichten verkünden, die einen ohnehin nicht betreffen.
Moderationssprache in Deutschland ist ja genrell hochdeutsch, und ob der Moderator jetzt einen leichten Akzent des eigenen Dialekts hat oder einer anderen Region ist ja ziehmlich egal.

Regionale Identität spielt imho bei Hörern unter 50 jetzt keine entscheidene Rolle mehr. Jedenfalls sind da z.B. die genrelle Orientierung und musikalischen Vorlieben deutlich wichtiger als eine regionale Identität. Und da diese Generationen bundesweiten bis globalen Medien aufgewachsen sind, ist die Mentalität jetzt auch nicht mehr regional abhängig, sondern eher individuell.

Was die Moderatoren betrifft, sind gerade die Moderatoren der regionalen Sender am anonymsten.

Die Moderatoren der lokalen Sender kennt man hingegen zum teil von lokalen Veranstaltungen, und die der bundesweiten Sender kennt man auch, weil sie eben, wenn sie gut sind durchaus eine bundesweite Bekanntheit erlangen können.

Ansonsten zum Verbreitungswunsch der Sender: Ich denke das prinzipiell kein Sender etwas dagegen hat wenn er ausserhalb des Verbreitungsgebiets gehört wird ... solange es nichts kostet. Aber wenn man wegen höherer Verbreitungskosten und dann nochmal wegen der GEMA deutlich höhere Kosten hat, dann fängt die Ablehnung an.

Bei DAB hat man da zudem Problem, da die Kosten wegen wegen einer viel grösseren, technischen Reichweite massiv ansteigen. Effektiv aber kaum jemand DAB nutzt, und deswegen man die tasächliche Hörerschaft kaum erweitern kann.

von Martyn136 - am 01.08.2011 00:00
Zitat
Martyn136
Zitat
Zwölf
Zitat
Martyn136
Ich würde grundsätzlich sagen das Regionalsendungen (ausser für Senionren) immer ein schlechter Kompromiss sind.

Entweder sendet man lokal (dann hat man den Vorteil, das man die Hörer z.B. über lokale Veranstaltungen informieren kann, oder auch live von lokalen Veranstaltungen übertragen kann) oder man sendet gleich bundesweit um eine möglichst grosse Zielgruppe zu erreichen.

Ist jetzt zwar OT: aber ich finde, dass sich ein lokales/regionales Programm durch mehr als Auszeichnet, als durch Lokalnachrichten. z.B. Sprache, Mentalität, regionale Identität, es kann besser auf die Wünsche der Zuhörer eingegangen werden; und irgendwie finde ich es auch persönlicher, wenn ich weiß, das die Radiomacher welche "von uns/der Region" sind die ein paar Kilometer weiter Programm machen und nicht irgendwelche anonyme Personen, die irgendwo in Berlin sitzen und ellenlange Listen mit Verkehrsnachrichten verkünden, die einen ohnehin nicht betreffen.


Moderationssprache in Deutschland ist ja genrell hochdeutsch, und ob der Moderator jetzt einen leichten Akzent des eigenen Dialekts hat oder einer anderen Region ist ja ziehmlich egal.

Regionale Identität spielt imho bei Hörern unter 50 jetzt keine entscheidene Rolle mehr. Jedenfalls sind da z.B. die genrelle Orientierung und musikalischen Vorlieben deutlich wichtiger als eine regionale Identität. Und da diese Generationen bundesweiten bis globalen Medien aufgewachsen sind, ist die Mentalität jetzt auch nicht mehr regional abhängig, sondern eher individuell.


Wobei es ja nicht pauschal so ist, dass immer nur noch Hochdeutsch gesprochen wird; bei RSA wird die Volksmusiksendung beispielsweise meines Wissens noch in Mundart moderiert, auch wenn ich zugegebener Maßen, diese Sendung nur äußerest selten höre.
Dass die Regionale Identiät (dazu kann ja auch eine bestimmte Musikauswahl gehören oder ein Stand bei einem regionalen/lokalen Ereignis) nicht mehr erwänscht ist, weil "alle" in einer globalen Welt aufwachsen denk ich so nicht. Aber die Inhalte die die entsprechenden Personen interessant finden müssen halt von Regionalen/Lokalen Programmmachern auch angeboten werden. Wer z.B. Hip-hop-Fan ist, diese Musikrichtung aber auf UKW in seiner Region nicht findet wird wohl eher dazu geneigt sein, sich notgedrungen im Internet nach Alternativen umzuschauen (die dann in der Regel überregional sind) und diese einfach hinzunehmen, was aber nicht heißt, dass er eine regionale Version dieses Angebotes nicht vielleicht doch bevorzugen würde. (Wer sich mit den 80ern, 90ern und dem besten von heute bestens bedient fühlt, hat dieses Problem wahrscheinlich nicht so.) D.h. wir müssten das regionale System eigentlich eher stärken statt immer weiter zu schwächen. Ich fänds jedenfalls sehr schade, wenn unser förderales Rundfunksystem zu Gunsten eines Zentralsystems abgeschafft würde, und das nicht nur wegen der Arbeitsplätze.

von Zwölf - am 01.08.2011 04:33
Ich sag das schon lange, DAB/DAB+ ist was für die Fläche, also für überregionale Sender.
Eignet sich nicht erst mal für die Regionalisierten ÖR wie MDR1 da die ja zum Beispiel in Sachsen 4 Regionen plus Sorbisch haben. Die Privaten regional Radiokette wie Radio Dresden, - Lausitz und und und, sind noch kleinzelliger regionalisiert oder Elsterwelle b.z.w. Radio WSW.
Für die Lokalen und Regionalisierten Radios gibt es nur ein kostengünstiges Digitalsystem, das ist DRM+!
Das müsste aber als Konsekvens haben das man gleich unter Digitalradio in Deutschland Empfänger definiert die DAB+ und DRM+ Empfangen können!
Wenn man später zu dieser Erkenntnis kommt, hat man eine Grundstock an Geräten etablierst die Die DRM+ Kunden ausschließt.
Eigentlich ist die einseitige Einführung von DAB/DAB+ ein Digitalkartell zur langfristigen entledigung der kleinen Privaten Lokalradios.

von dvb_jens - am 01.08.2011 10:20
@dvb_jens:
Auch wenn ich mich wiederhole, schau mal nach England!
Lokalradios auf UKW (jeder DAB empfänger kann UKW) und durch vereinfachte Frequenz-/ Lizenzvergabe auf lokaler bene (hauptsächlich an Bürgerfunk, Veranstaltungsfunk etc.) mehr Vielfalt auf lokaler UKW-Ebene.
Die fächendeckenden Programme jedoch kommen alle auf DAB und entlasten das UKW Band.

von Max1 - am 01.08.2011 10:25
Warum eigentlich? Ich kann doch ohne Probleme in München vom Oly mit 1kW auf einem Kanal was abstrahlen - und etwas anderes auf demselben Kanal mit ebensolcher Funzelleistung in Nürnberg? In den jeweiligen Zielgebieten gehts gut - und im überlappenden Gebiet dann eben ein Mischprodukt wie schon von UKW bekannt...

An Standorten mit mehreren Lokalradios ergeben sich somit kostensenkende Synergieefekte (ein Multiplex für alle, es ist sogar Platz für neue Angebote). An Standorten mit bisher nur einem Lokalsender müsste dieser halt in den Regionalen Mux aufgenommen werden.

Ich fordere da seitens der Medienbehörden einen gesicherten Platzanspruch für den Lokalfunk in einem Mux, der sein bisheriges Zielgebiet versorgt. Wenn ein UKW Nachfolger, dann einer, der das UKW Angebot mindestens abbildet - und wie DAB+ das kann - Platz für neue Angebote bietet. Warum sollte ich für lokale Angebote ein SFN bauen wollen, auch DAB+ kann nur von einem Standort kommen, 30km weit gehen und dann in 150km auf selber Frequenz wieder anders verwendet werden...

von elchris - am 01.08.2011 10:30
Zitat
elchris
Warum eigentlich? Ich kann doch ohne Probleme in München vom Oly mit 1kW auf einem Kanal was abstrahlen - und etwas anderes auf demselben Kanal mit ebensolcher Funzelleistung in Nürnberg? In den jeweiligen Zielgebieten gehts gut - und im überlappenden Gebiet dann eben ein Mischprodukt wie schon von UKW bekannt...

An Standorten mit mehreren Lokalradios ergeben sich somit kostensenkende Synergieefekte (ein Multiplex für alle, es ist sogar Platz für neue Angebote). An Standorten mit bisher nur einem Lokalsender müsste dieser halt in den Regionalen Mux aufgenommen werden.


Genau das hab ich mir auch gedacht. Ich verstehe das Problem nicht.

von DX OberTShausen - am 01.08.2011 11:10
Technisch sicher kein Problem, aber medienbürokratisch und wirtschaftlich...

Am Oly bist Du auf den Sendernetz- und auf den Multiplex-Betreiber angewiesen. Wenn die BLM so ein Multiplex organisiert, alle derzeitigen 100W & 300W Sender dort reinpackt und das ganze dann dauerhaft subventioniert - wunderbar. Die Sendeleistung müßte dann wenigstens so sein, dass das bisher von 300W versorgte Gebiet abgedeckt werden kann. Und in anderen Ballungsräumen ginge sicherlich ähnliches. SFN braucht man da sicher nicht. Technisch wäre das alles also -theoretisch- machbar, den Multiplex selbst zusammenzustellen. Nur die Subventionierung dürfte, auch wenn die Kosten dann günstiger, als bei politisch schwer durchsetzbar sein...

Für die Region, wo's bislang ein oder zwei Stationen gibt, wird's schwieriger.
Von exponierten Standorten kommt man da vielleicht auch ohne SFN klar. An benachbarten Standorten müßte man dann unterschiedliche Frequenzen belegen, und dann die Sender über mehrere benachbarte Multiplexe abstrahlen. Der Vorteil von SFN ist halt so bei Lokaradios nicht nutzbar.



von Hagen - am 01.08.2011 11:48
Für digitalen Lokalfunk gibt es eigentlich nur ein Argument: Man will alles in einem Band haben, wenn der Hörer wieder wie früher zwischen verschiedenen Bändern oder Systemen wählen muss, ist er intellektuell überfordert. Zappen oder den Sendersuchlauf betätigen kann er ja noch. Aber Umschalten zwischen DAB und UKW ist zuviel verlangt. Ein anderer digitaler Standard für Einzelfrequenzen auf UKW macht keinen Sinn! Bei KW oder MW hatte man gehofft, durch DRM annähernd UKW-Qualität zu erreichen, ohne Fading, ohne Uiuiuiuiuiui und ohne krschschshcschsch. Lokalfunk auf UKW hat aber - man glaubt es kaum - UKW-Qualität! Was soll man da verbessern? Digital ist anders, aber nicht besser. Radio Kleinkleckersdorf wird ja jetzt wohl keine zwei oder drei Programme anbieten wollen oder können, nur weil diese digital auf einen Kanal passen. Weder dem Hörer, noch dem Veranstalter leuchtet ein, welchen Mehrwert er durch die Digitalisierung erhält. Bei DAB(+) wäre ja die Quantität der Programme ein Argument, gerade in NRW wäre ein interessantes Kontrastangebot zum WDR und Radio Oberhausen geradezu zum Erfolg verdammt. Aber davon profitiert der Lokalsender nicht.

von Bolivar diGriz - am 01.08.2011 12:06
Zitat

Für digitalen Lokalfunk gibt es eigentlich nur ein Argument: Man will alles in einem Band haben, wenn der Hörer wieder wie früher zwischen verschiedenen Bändern oder Systemen wählen muss, ist er intellektuell überfordert. Zappen oder den Sendersuchlauf betätigen kann er ja noch.


Die einfache Alternative: Geräte bauen, die beim Sendersuchlauf gleich beide Bänder durchsuchen und auch eine gemeinsamme Programmliste haben. Es soll ja glaub ich sogar einige wenige DAB-Empfänger geben, die sowas können. (zumindest zweiteres)

von Zwölf - am 01.08.2011 12:13
Zitat
Zwölf
wir müssten das regionale System eigentlich eher stärken statt immer weiter zu schwächen. Ich fänds jedenfalls sehr schade, wenn unser förderales Rundfunksystem zu Gunsten eines Zentralsystems abgeschafft würde, und das nicht nur wegen der Arbeitsplätze.

Das föderale System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann ruhig erhalten bleiben, zumal es mehr Arbeitspläte schafft, als ein nationales Network.

Wichtig ist jedoch, dass endlich einheitliche Zugangsbedingungen zum Markt für Privatsender geschaffen werden.
Es kann einfach nicht sein, dass bspw. in Bayern, Sachsen oder Rheinland-Pfalz private Lokalsender eine Zulassung erhalten können, in Hessen und Nordrhein-Westfalen dagegen nicht.
Wenn also bspw. die Radio Group oder sonst ein Anbieter nicht nur in Trier, sondern bspw. auch in Marburg oder Paderborn einen Lokalsender eröffnen möchte, muss dies rechtlich möglich sein.

Der Bundesmuxx ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

von Internetradiofan - am 02.08.2011 10:46
Sammelantwort in Stichworten:
Stichwort Sender selbst betreiben: Aufgrund der hier im Forum bereits diskutierten Änderung der entsprechenden Gesetze soll es den Programmanbietern ab 2015 möglich sein, sich den Senderbetreiber selbst auszusuchen oder das Ganze selbst zu betreiben, wenn die entsprechende Fachkenntnis vorhanden ist.

Stichwort Analog-UKW für Lokalfunk: Hier wurde mal ein 'Digital-UK'-Papier diskutiert, welches exakt dieses Szenario beschrieb.
Da DAB am besten in einem SFN funktioniert, ist es tatsächlich am sinnvollsten, alles, was einen größeren Bereich versorgt, auf DAB zu schieben und nur den Lokalfunk auf UKW zu lassen. So würden beide profitieren, die Lokalfunker von den niedrigen Kosten eines UKW-Einzelsenders, die Überregionalen von den niedrigen DAB-Sendekosten. UKW wird nämlich dann teuer, wenn eine größere Anzahl Sender notwendig wird.


von Nohab - am 02.08.2011 18:20
Bei der Digitalisierung macht es Sinn, wenn mehrere/einige Lokalsender in einem DAB-Ensemble senden, so kommt das auch viel günstiger als auf UKW zu senden.
Für Baden-Württemberg sind 4 Regional-Regionen geplant (also grob gesagt Südwest, Südost, Nordwest, Nordost).
Im Südwest-Ensemble könnten/sollten dann z.B. folgende Programme drin sein:
SWR4 BW Hochrhein
SWR4 BW Breisgau
SWR4 BW Schwarzwald-Barr
SWR4 BW Tübingen
SWR4 BW Ortenau
Radio Regenbogen
Seefunk-Radio
baden.fm
Radio Dreyeckland
Radio Kanalratte
Radio Neckarburg
Schwarzwald-Radio
Hitradio Ohr
Freies R. Freudenstadt
echo FM/PH 88.4

So also 15 Programme in einem DAB+ Ensemble, das geht gut, wir haben im Swissmediacast-Ensemble auf 7D 18 Programme (bei sehr gutem Klang bei guten Encodern).

von dxbruelhart - am 03.08.2011 06:07
Ich zitiere mich nochmal selbst:

Zitat
Ein Besipiel: Warum sollte man nicht einen Mux schaffen, der in Wuppertal, Essen, Velbert, Solingen und Remscheid ausgesendet wird. Die Sender Radio Neandertal, Wuppertal, Essen und RSG bilden eine Interessens- und Zweckgemeinschaft. Sie betreiben selber diesen Mux und können so Kosten sparen. Ihre Programme kommen alle in den Mux und die Kosten werden wieder geteilt. Freie Kapazitäten werden vermietet, für andere interessierte Programmanbieter und dem WDR2 für die Lokalfenster. Kann das dann teurer sein, als auf UKW? Dafür bräuchten wir mal hier einen Experten. Natürlich haben dann wieder alte Platzhirsche die Hand drauf, aber das war auch nur ein Beispiel. Es muss ja nicht exakt so laufen.


von Matthias K. - am 03.08.2011 10:25
Wenn DAB erfolgreich wird, wird irgendwann die UKW-Versorgung zurückgefahren.

Zunächst bringt das mehr Platz für lokale und sublokale Sender.

Dann stellt sich die Frage, was danach mit dem Bereich des UKW-Bandes passiert. Als digitale Dividende könnte es auch dem Mobilfunk dienen, so dass es dann nicht mehr für Rundfunk zu Verfügung steht.

Andererseits könnte man diese "digitale Dividende" auch in den Bereichen realisieren, die DAB nach seinem (wahrscheinlichen) Scheitern übrig läst: VHF III, L-Band...

von Alqaszar - am 04.08.2011 01:08
Ich glaube, für UKW wird es keine digitale Dividende geben, zumindest nicht in den nächsten 10 Jahren.
Der Lokalfunk würde gehörig davon profitieren, wenn Regio-, Landes- und Bundesfunk exklusiv im DAB-Netz senden würden.
UKW sollte erhalten bleiben, aber nur für den kleinen Lokalfunk.

Das wäre der Gewinn-Gewinn ;)
..Für alle :D

von Matthias K. - am 04.08.2011 05:42
Ich fürchte, wenn es nicht gelingt, das Bedürfnis nach Regional- und Lokalradioangeboten auch im Digitalradiozeitalter unterzubringen und zu bedienen, dass sich da schon in einer frühen Phase ein gewichtiges Akzeptanz-Argument gegen die Etablierung von DAB+ als Digitalradiostandard herauskristallisiert. Es ist nicht zu erwarten, dass deshalb Regional- und Lokalradios verschwinden, wie es sich in diesem Thread einige wenige unüberlegte Stimmen wünschen.

In der (noch ohne Plus) DAB-Steinzeit wollte man den Lokalfunk im gesonderten L-Band verbreiten, was allerdings daran gescheitert ist, weil es sich um schwache "Infrarotfernbedienungs"-Wellen handelt, die schon durch die Fenstergardinen abgeblockt wurden. DAB+ ist höchstwahrscheinlich keine geeignete Rundfunktechnik für Regional- und Lokalfunk weil es auf dem Prinzip von Gleichwellennetzen und mehr als einem Dutzend zusammengebündelten Programm-Muxen basiert.

Wenn man dennoch DAB+ von regionalisierten / lokalisierten Einzelsendern oder wenigen zusammen geschalteten Kleinsendern ausstrahlt, endet das in einem ähnlichen Chaos in dem der UKW-Funk heute angekommen ist, d. h. es wird zwar viel gesendet aber wenig ungestört empfangen, im Falle von DAB+ bleibt der Empfänger dann sogar ganz stumm.

Nicht erst, wenn Digitalradio einmal die vorherrschende, sondern bereits wenn es eine verbreitete Radioempfangsart geworden sein wird ist es unsinnig und unattraktiv Lokalfunk auf UKW abzuschieben. Selbst wenn in Zukunft die Radiogeräte noch eine UKW-Taste hätten, würde die dort genauso unbenutzt einstauben, wie es heute bei der MW-Taste der Fall ist, abgesehen davon, dass rein technisch betrachtet UKW schon heute eine Strom fressende und Frequenzraum vergeudende Technik ist.

DRM+ wäre eine geeignete Digitalradiotechnik, weil man Einzelprogramme damit ausstrahlen könnte, Empfänger gibt es allerdings dafür keine.

von brouillage - am 28.01.2012 17:35
@brühli: Radio Neckarburg im DAB? Ha, mo denksch au no!! Der felsenfeste Verweigerer von "allem, was bloss Geld koscht" wie Stereo, RDS oder Kabeleinspeisung wird doch nicht "en des nuimodische Digitalglomp" Geld inverstieren? Das kommt erst, wenn 80% der Küchenradios DAB empfangen. ;)
Und die nichtkommerziellen wüsten Kanalratten im Dreyeckland tun es auch erst, wenn die LfK es ihnen subventioniert

von Peter Schwarz - am 28.01.2012 17:50
Für Lokal- oder Regionalsender ist DAB bzw. DAB+ geradezu ein optimales Medium, weil die Kosten immens günstiger sind, als wenn man per UKW sendet. Dank USRP und mit geschicktem Senderstandort-Management (eigene Antennen aufbauen) lässt sich so ein Senderstandort für 1000 Euro einmalige Kosten verwirklichen. Dann kommen nur noch Stromkosten hinzu. Dazu können ca. 20 Programme in ein DAB+ Ensemble, d.h. es entstehen pro Programm und Senderstandort nur gerade Kosten von rund 50 Euro(!!!). Dazu kommen dann nur noch die Stromkosten für die Sender, und die üblichen Kosten wie Lohnkosten und Urheberrechtsgebühren. Wer sich das nicht leisten kann..
In Baden-Württemberg wird es ja 4 Regionen geben, in jeder Region senden heute schon etwa 8 private Programme (gewinnorintierte und nichtkommerzielle) , diese könnten so sehr gut in ein Regionalensemble rein und zusätzlich noch ambitionierte Webradioprogramme mit hereinnehmen.

von dxbruelhart - am 28.01.2012 18:26
Ich nehme mal an die 1000€ sind pro Programmanbieter gemeint? Da sehe ich schon noch andere Zahlen. Ich denke man will nicht 5km Sende-Radius haben. Also müssten es mal etwa 3 Sendestandorte sein. Ferner müsste der Sendemast bereits bestehen. Wenn ja, kommen Standortmiete und Datenleitungen dazu. 20 Programme sind nicht gerade im Sinne einer guten Audioqualität. Es wird in den meisten Fällen nicht einfach in kleinräumigen Zellen 10 Programmanbieter zu finden, wenn man die Städte ausklammert. Bin gespannt, wann es in Deutschland soweit ist.

von drahtlos - am 28.01.2012 18:56
@ drahtlos: Nein, die 1000 Euro sind einmalige Kosten für ein Ensemble mit einem Senderstandort; also wenn ein privates Netzwerk auf dem Feldberg (auf einem separaten selbstinstallierten Mast, dessen Land ihm zur Verfügung stehe, damit er keine Standortmiete bezahlen muss) installieren würde, so würden man also sagen wir mir 10 Programmen in einem DAB+ Ensemble nur 100 Euro einmalige Aufbaukosten pro Radioprogramm entstehen, und so könnte man doch etwa 5-7 Millionen Menschen mit diesen Programmen versorgen.
Das ist unter der Bedingung, dass man dies mit einem USRP aufbaut. Die Programme sollten auch via Funkverbindung oder allenfalls via Internet zugeführt werden, damit das sehr kostengünstig bleibt. So käme jedes Programm mit 100 Euro aus.

von dxbruelhart - am 28.01.2012 19:10
Ich kann mir vorstellen, dass insbesondere kleine Lokalradios und NKLs weitaus kreativer darin wären, einen Lokal-DAB-Multiplex neben ihrem Hauptprogramm mit ein zwei Dutzend weiteren Programmen zu befüllen -- im Gegensatz zu in Monopol-Denkstrukturen erstarrten größeren Privatsendern sowie im Gegensatz zu den meisten unserer behördenartig unflexibel-ineffizienten ÖRs. Auch bei den kleinen Sendern gibt es keine analogen Bandmaschinen. Sie würden dann Endlosschleifen ihrer Lokalmagazine oder -Nachrichten von der Festplatte spielen oder aus dem Internet zusammengestellte Inhalte in diversen Sprachen. Dafür gäbe es dann möglicherweise auch EU-Gelder. Nur in Norwegen habe ich gesehen, dass der ÖR mangels ausreichend eigener Angebote den BBC WS mit ins DAB-Boot nimmt.

Ich überlege gerade ob eine preisgünstige Zuführung des DAB-Multiplexes vom Funkhaus in einer üblicherweise am Flusstal tiefer gelegenen Stadt zum eigentlichen Sender auf dem Berg / der Anhöhe vor der Stadt bzw. zu mehreren lokal / regional gelegenen Senderstandorten auch schon per DAB, im selben DAB-SFN erfolgen könnte. Oder sind da an den Sendern nochmals Zeit verzögernde Bearbeitungen des Multiplexes nötig?

von brouillage - am 28.01.2012 19:43
Ein Problem ist das die Zielgebiete der ganzen Regionalsender nicht unbedingt deckungsgleich sind, z.B. den bislang geplanten DAB Regionalboquets entsprechen.

Wenn dann müsste man echt fast jedem Sender ein eigenes Boquet zuweisen, das er dann mit Spartenkanälen füllen könnte. Vorallem wenn dann zwei oder drei der Spartenkanäle nicht nur reine Festplattendudler wären, sondern enbenfalls moderiert wären, dann würde auch für den Hörer ein echter Mehrwert entstehen.

von Martyn136 - am 28.01.2012 20:06
Naja, ich meinte man muss sich schon an der Situation in Deutschland orientieren. Die Referenz ist jetzt erstmal das was die Lokalsender wie z.B. Arabella, Energy, Charivari, N1, Ramasuri, ... für ein Verbreitungsgebiet haben.

In einigen Fällen wird wohl 1 Stadort ausreichen, in anderen Fällen wird man aber wohl 3-5 Standorte brauchen. Natürlich kommt aber nur das Band III in Frage.

Für z.B. Nürnberg könnte ich mir z.B. folgende drei Lokalboquets vorstellen:

1. Funkhaus Nürnberg / BLR:
Hitradio N1 80 KBit/s
Radio Gong 80 KBit/s
Pirate Gong 80 Kbit/s
Charivari 80 KBit/s
Radio F 80 KBit/s
Charivari Regensburg 80 KBit/s
Radio 8 80 KBit/s
Radio Bamberg 80 KBit/s
Radio Ramasuri 80 KBit/s
neu: BLR Black 64 KBit/s
neu: BLR Dance 64 KBit/s
neu: BLR Info 64 KBit/s
neu: BLR Klassik & Jazz 64 KBit/s
neu: BLR Oldies & Evergreens 64 KBit/s
neu: BLR Volksmusik 64 KBit/s

2. Energy:
Energy Nürnberg 80 KBit/s
Energy München 80 KBit/s
Energy Rhein-Main 80 KBit/s
Energy Stuttgart 80 Kbit/s
Energy Sachsen 80 KBit/s
Energy Dance 64 KBit/s
Energy HipHop 64 KBit/s
Energy Hot 64 KBit/s
Energy Live 64 KBit/s
Energy Lounge 64 KBit/s
Energy Love 64 KBit/s
Energy Mastermix 64 KBit/s
Energy Pop 64 KBit/s
Energy RnB 64 KBit/s
Energy Rock 64 KBit/s
Energy Special 64 KBit/s

3. Gemischtes Boquet:
Radio Z
Radio AREF / Radio Camillo / Radio Meilensteine / Radio Pray
ego FM
vilradio
Magicstar
egoFM

von Martyn136 - am 29.01.2012 04:34
Der L-Band-Kanal in Frankfurt mit seinen 1 Kw ist definitiv nicht ausreichend für die ganze Stadt.
Selbst wenn man in der Nähe des Funkturms steht, aber ein Gebäude dazwischen ist, bricht der Empfangspegel ein. In Sachsenhausen mit seinen engen Strassen ist auch keine aussetzungsfreier Empfang möglich.
Aber was schreibe ich das alles. Das L-Band ist ohnehin Geschichte -zu Recht.

von Nordi - am 29.01.2012 08:36
Da es egal ist ob man 100W UKW oder 20W DAB sendet liegt das Problem sicher nicht bei den Kosten, sondern wenn dann nur in einer Verschwendung von Frequenzbandbreite. DAB Sendeantennen fuer kleine Leistungen sind absolut billig, ein einfacher senkrechter Stab reicht schon. Bei so kleinen Leistungen die gar nur fuer einen Haeuserblock reichen sollen (Autokino) kann man die selbe Frequenz aber schon nach paar Kilometern erneut verwenden. Das DAB System ist zum Glueck weit mehr immun gegen Stoerungen, da es mit einem deutlich geringeren 'Singnal/Stoerabstand' zurecht kommt als UKW. Deswegen kann mit weit weniger Leistung gesendet werden als bei bisherigen UKW Funzeln und die selbe Frequenz eben schon sehr dicht nocheinmal verwendet werden.
Man sollte sowieso dazu uebergehen so kleine nur Ortsender von den jeweiligen Gemeinden genehmigen zu lassen. Dann koennen die auch bestimmen welche weiteren Programme in so ein Ortsensemble kommen duerfen und so die Programmvielfalt, aehnlich wie kleine Kabelbetreiber, selbst bestimmen.

von Nordlicht2 - am 29.01.2012 12:20
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.