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DAB Digitalradio Forum
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Neue leistungsstarke DAB+ Ensembles und analoger Kabelanschluss

Startbeitrag von Matthias K. am 04.08.2011 20:12

Hallo zusammen

Bevor es in jedem Thread einzeln immer wieder auftaucht, habe ich mir gedacht, eröffne ich dazu mal einen neuen.

Ich hatte schon das Gefühl, einen Tag nach dem offiziellen Start wäre die Sendeleistung von 5A in NRW schwächer geworden, als einen Tag vor dem offiziellen Start des Bundes-Ensembles, kurz Bundesmux.
Das wurde jedoch dementiert.

Aber egal ob ja oder nein, Unitymedia fordert tatsächlich von Media-Broadcast und Entscheidern, die Sendeleistung der DAB-Ausstrahlungen zu drosseln.
Ich fasse es nicht.
Eigentlich müssten alle Beteiligten genau anders herum reagieren:
Dort wo der Kabelanschluss durch die DAB+ Signal gestört ist, sollte man die DAB+ Sendeleistung von 10 auf 20 kW erhöhen, da dort sonst auch zu erwarten ist, dass die DAB+ Signale durch den analogen Kabelanschluss gestört wird.
Einige DAB+ Hörer berichteten schon von merkwürdig passenden Störungen beim Digitalradio-Genuss.

Entgegen der Leckenergien des Kabels, darf DAB+ mit diesen Pegeln in der Luft liegen.
Der Mensch, der durch die DAB+ Signale ein gestörtes Bild im analogen Kabel hat, verwendet grob fahrlässig ein nicht ausreichendes Kabelsystem.
Wenn es an der Verkabelung der Kabelgesellschaft liegt, muss diese ihr Kabelnetz ausbessern. Wenn es an der Verkabelung des Kabelkunden liegt, muss dieser ausreichend geschirmte, ausreichend qualifizierte Kabel verwenden.
So einfach ist das.

Und sollte das alles nicht reichen, kann die Kabelgesellschaft einfach das analoge Programm von K5 auf einen anderen Kanal verschieben und/oder mit einen anderen Programm tauschen (ggf. auch ein digitales, oder analoges Trash-TV).
Media-Broadcast könnte auch berechtigt und erfolgreich Einfordern, dass die Kabelgesellschaften Kanal 5 vollständig räumen, sollten sie ihre illegalen Kabellecks nicht in den Griff bekommen, das wäre einzig richtig!

Grundlage für meine Bestürzung ist diese News von Wohnort.org:
Zitat
August 3rd The dispute about alleged interference of DAB+ to analogue cable distribution (or possibly vice versa) has extended to Nordrhein-Westfalen, where cable TV viewers are, allegedly, noticing interference on their TV pictures since the new nationwide multiplex began broadcasting. Cable operator Unitymedia sees the national multiplex as being responsible because of the much higher transmission powers it uses than hitherto. (Wohnort: It has been known for a very long time that this would be the case, and the ensemble's frequency and transmission powers have been agreed internationally.) According to a report on the WDR website, Unitymedia denies that its own cable network is affected, saying that the interference is being introduced in the viewers' homes by inadequately screened cable between the cable company's outlet and the television receiver. Nevertheless, according to the article, Unitymedia is trying to get Media Broadcast (operator of the national ensemble) reduce its transmissions power. (Wohnort: The WDR article contains surprising factual inaccuracies for such an important broadcaster. The article states that 9 private stations and one public-service station are transmitted on the national mux. In fact, four services from public-service broadcaster Deutschlandradio are broadcast.)

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Zitat
Matthias K.
Ich hatte schon das Gefühl, einen Tag nach dem offiziellen Start wäre die Sendeleistung von 5A in NRW schwächer geworden, als einen Tag vor dem offiziellen Start des Bundes-Ensembles, kurz Bundesmux.

Den Eindruck hatte ich hier in Eupen ebenfalls.

von Internetradiofan - am 04.08.2011 20:59
Ich versteh sowieso nicht so recht, weshalb man beim Kabel noch so am VHF-Band festhält. mit den S- und UHF-Kanälen sollte doch alles unterzubringen sein. Klar die (außer in Berlin, wos mehr sind) bis zu 6 Kanäle die in unmittelbarer Nähe mit DVB-T-Muxen belegt sind sollten vielleicht nicht unbedingt verwendet werden, aber da bleibt doch trotzdem noch reichlich Alternative übrig.

von Zwölf - am 05.08.2011 09:52
Jahrzehnte lang war der Kabel-Kanal 8 (Vox) hier in Frankfurt durch das analoge ARD/hr von Gr. Feldberg gestört. Hat sich damals jemand beschwert?

von Nordi - am 05.08.2011 10:09
In München wars auf Kanal 10 glaube der KIKA, der durch die analoge Ausstrahlung vom Ersten gestört wurde. Warum die Kabelgesellschaft diesen Kanal überhaupt belegt hat - Platznot und Dummheit. Jeder Gegenwind, der das ach so tolle Kabel stört ist doch gut für uns.

von elchris - am 05.08.2011 10:46
Zur Beseitigung der im sog. analogen Kabel auftreten Störungen kann es nicht damit getan sein, einen bestimmten Kanal ( z.B. K5 ) nicht zu belegen. Wenn es mit DAB[+] gut läuft, dann dürften früher oder später alle Band III-Kanäle immer irgendwo belegt sein.
Besser würde es m.E. sein, eine Kabelnetz-Belegung des gesamten VHF-Bandes III zu vermeiden und den Netzkunden auch einen FAIREN Umstieg in die Digitaltechnik zu ermöglichen.
Nachdem in nahezu jedem Netz aber zumindest ein kostenloser Digital-Empfang aller öffentlich rechtlichen TV-Sender möglich ist, sollte man sich überlegen, ob sich die Anschaffung eines DVB-C-Empfängers nicht doch lohnt. Interessant war in diesem Zusammenhang aber auch, dass z.B. mein örtlicher "Blöd-Markt" solche Geräte überhaupt nicht separat im Angebot hatte und zum Umstieg auf Digitalbetrieb stattdessen einen Vertragsabschluss über einem im Markt anwesenden Vertreter des ortsüblichen Kabelnetzbetreibers favorisierte. Glücklicherweise gibt es aber auch noch das Internet mit seinen Produktangeboten.

Klaus




von klausklaus - am 05.08.2011 11:32
In jedem ausgebauten oder modernen Kabelnetz sollte die Hausinstallation so weit geschirmt sein, dass keine Störungen auftreten. Wenn das nicht der Fall ist, ist schließlich der Betreiber der Anlage in der Pflicht und nicht MediaBroadcast mit DAB+.
Ich habe eine Wohnung in Sichtweite (4,8 km) zum DAB+-Sender und es gibt bei mir keine einzige Störung auf dem Kanal 5 bzw. Kanal 12. Ich verwende dazu ganz einfach Klasse-A-Kabel. Das reicht vollkommen aus!
Testweise habe ich das mitgelieferte Antennenkabel des Digitalreceivers eingesteckt, das Programm war sofort massiv gestört - diese Kabel gehören nicht an die Antennendose, sondern in die Mülltonne!!

von Schlesier - am 05.08.2011 11:49
Aus der Freitagsausgabe der SZ (bei mir in gedruckter Form auf dem Tisch ;-) ): http://www.sueddeutsche.de/muenchen/probleme-bei-ard-empfang-dazwischengefunkt-1.1128136

von Thomas (Metal) - am 05.08.2011 14:42
bei nem freunnd der in venusbergnähe wohnt, kann man via kabel analog auch mit einem gut geschirmten Antennenkabel, die es Kostenlos! von Unitymedia gibt(online) teils nur ein S/w Bild sehen, oft reicht es nicht mal für Farbe. Nun ist ihm das egal, er guckt meist eh nur noch via sat, will das auslaufen lassen zum Monatsende.

Wer da drauf angewiesen ist hat mal richtig verloren!

Lustig wars noch wo das bild sogar*lief* :joke: Man wird wohl nicht drum rum kommen, entweder den 5er von DAB auf ner anderen Frequenz zu setzen oder halt die ARD

bei DAB ist man ja auf vernünftigen Empfang angewiesen, wenn das überhaupt was werden sollte, muß erst mal überall empfang gewährleistet sein, später kann man immer noch mehr Sender aufschalten

von Rheinländer - am 05.08.2011 15:48
Eigentlich sollte man auf allen Kabelkanälen terrestrisch mal Testsendungen mit 100kW machen. Und diese erst einstellen, wenn die letzte Hausverteilung dichtgemacht worden ist. Zu Analogzeiten wurde ebenfalls im Band III gesendet, mit wesentlich höheren Leistungen! Also mal wieder reines Schwachsinnsgerede...


von Peter Schwarz - am 05.08.2011 16:30
Ich habe das Thema ja schon im "anderen Forum" angesprochen (unter anderem auch, dass manche Kabelanbieter jetzt Anschlusskabel "verschenken").
Daher halte ich mich hier jetzt zurück.

Zitat

Zu Analogzeiten wurde ebenfalls im Band III gesendet, mit wesentlich höheren Leistungen! Also mal wieder reines Schwachsinnsgerede...


Das kann man nicht vergleichen. Zwar machte das natürlich auch Störungen, aber die wirkten sich ganz anders aus als DAB(+)-
Das sah dann so ähnlich aus, wie wenn man bei terresrtsichen Analogempfang eine Gleichkanalstörung hatte. Klar war das Bild dadurch schlecht, aber nicht unbedingt so, dass man nichts mehr erkennen konnte (viele gaben sich mit so einem leicht gestörtem Bild zufrieden, oftmals wurde das auch auf die abelanbieter geschoben, in der Regel zu unrecht).

DAB verursacht ganz andere Störungsbilder, weil es sich dabei um ganz andere Signalformen handelt.
Dazu gab es auch Versuche, mit DAB+ schafft man es leichter, das Bild komplett unbrauchbar zu machen :D.

von WiehengeBIERge - am 06.08.2011 08:44
Aber es bohrt sich doch auch keiner Löcher in seine Außenwände beim Schlafzimmer und fordert anschließend, die Straße zu verlegen, weil der Straßenlärm plötzlich größer geworden ist.
Da würde jeder erstmal fragen: "Wozu sind die 10 Löcher in der Wand, wo neben Lärm auch Mief eindringt? Stopf die erstmal zu!"

[...gegen löchrige Kabel...]

von Matthias K. - am 06.08.2011 08:56
Im Sinne der Kundenzufriedenheit werden die Kabelnetzbetreiber in den Gebieten, in denen sich die Einfluesse durch DAB+ so abzeichnen, dass der entsprechende Kanal im Kabelnetz unbrauchbar geworden ist, bewegen muessen. Wenn das "Verschenken" von Anschlusskabeln nichts bringt und das auf dem gleichen Kanal befindliche Programm ungeniessbar ist, dann wird man diesen Kanal raeumen muessen und fuer das betroffene Programm einen anderen Kanal zuweisen.

Rein wirtschaftlich betrachtet koennen sich die Kabelnetzbetreiber naemlich laengerfristig nicht erlauben, den nur gestoert oder ueberhaupt nicht mehr empfangbaren Programmveranstalter vor den Kopf zu stossen und auch die Kabelkunden werden im uebelsten Fall reihenweise kuendigen, wenn sie selbst Vertragspartner sind. Sind sie es nicht so ist ihr Ansprechpartner der Vermieter/Eigentuemer und die Gelegenheit denkbar guenstig, eine Modernisierung der Hausverteilanlage durchdruecken zu koennen. Ein nicht oder nur stark eingeschraenkt nutzbarer Kabelanschluss, der ueber die Nebenkosten bezahlt wird und damit Teil des Mietvertrags ist, bietet durchaus Ansatzpunkte fuer eine Mietminderung oder bei gaenzlicher Unbrauchbarkeit sogar fuer einen "Austritt" aus dem Zwangsanschluss. Die Mietervereine reiben sich die Haende...

von PowerAM - am 06.08.2011 09:23
Gibt es für die Kabelnetze eine allgemein gültige Frequenzaufteilung, was die Verteilung analoger, digitaler TV- und Radfiokanäle und des Internet-Streams betrifft?

Für die analoge TV-Signalübertragung benutzt KD z.B. hier im "Mainzer Kabel" die Kanäle 5-12, K21-23, S6-S23 und S35.

Klaus




von klausklaus - am 06.08.2011 12:23
Im Prinzip ist das jedem Kabelanbieter selbst überlassen, abgesehen davon, dass bestimmte Kanäle generell nicht genutzt werden dürfen (z.B. wegen Flugfunkstörungen), und das DOCSIS nur mit Downstream-Kanälen von 300 MHz bis 865 MHz bei Rückkanal im Bereich 25-65 MHz (bzw. eigentlich 5-65 MHz, was aber nirgendwo genutzt wird, da die Störeinstrahlung in dem Bereich selbst bei gut geschirmten Netzen kritisch sein können) funktioniert, weil das halt im Standard so festgelegt wurde.

von WiehengeBIERge - am 06.08.2011 13:23
Zitat
WiehengeBIERge
Im Prinzip ist das jedem Kabelanbieter selbst überlassen, abgesehen davon, dass bestimmte Kanäle generell nicht genutzt werden dürfen (z.B. wegen Flugfunkstörungen), und das DOCSIS nur mit Downstream-Kanälen von 300 MHz bis 865 MHz bei Rückkanal im Bereich 25-65 MHz (bzw. eigentlich 5-65 MHz, was aber nirgendwo genutzt wird, da die Störeinstrahlung in dem Bereich selbst bei gut geschirmten Netzen kritisch sein können) funktioniert, weil das halt im Standard so festgelegt wurde.


Danke für die Info.
Habe inzwischen auch noch etwas recherchiert. Danach benutzt KD bei uns die Kanäle S2-S4, S24-S34, S36-S41, E27-E29 und E38-E40 für die digitale Hörfunk- und TV-Übertragung.
Damit vermute ich, dass die Mittenfrequenz für den DOCSIS-Downstream irgendwo im ansonsten freigelassenen Bereich zwischen den Kanälen E29 ( 538MHz ) und E38 ( 610 MHz ) liegt.

Sorry, aber nachdem das Ganze schon etwas OFFTOPIC ist und alle meine Unklarheiten inzwischen auch beseitigt sind, werde ich mich zu allem, was nicht unmittelbar mit Band III-Störungen zwischen DAB und TV zu tun hat, hier nicht mehr melden.

Klaus


von klausklaus - am 06.08.2011 15:46
Der DOCSIS-Downstream befindet sich bei KDG in der Regel tatsächlich in diesem Bereich, genauer gesagt auf den Kanälen E30 bis E37. De facto hat KDG also in 630 MHz-Ausbaugebieten noch 3 Kanäle frei (E24 bis E26). In 862 MHz-Ausbaugebieten entsprechend mehr, bis ca. Anfang 2013 werden sämtliche KDG-Ausbaugebiete 862 MHz-fähig sein. Der DOCSIS 3.0-Ausbau hat den Ausbau auf 862 MHz als eine Voraussetzung, wie mir gesagt wurde.

von htw89 - am 06.08.2011 15:52
Zitat
Heiner.
Der DOCSIS-Downstream befindet sich bei KDG in der Regel tatsächlich in diesem Bereich, genauer gesagt auf den Kanälen E30 bis E37. De facto hat KDG also in 630 MHz-Ausbaugebieten noch 3 Kanäle frei (E24 bis E26). In 862 MHz-Ausbaugebieten entsprechend mehr, bis ca. Anfang 2013 werden sämtliche KDG-Ausbaugebiete 862 MHz-fähig sein. Der DOCSIS 3.0-Ausbau hat den Ausbau auf 862 MHz als eine Voraussetzung, wie mir gesagt wurde.


Toll, jetzt dürften wir die Belegung des gesamten Kabelfrequenzbereiches lückenlos erfasst haben.

Klaus


von klausklaus - am 06.08.2011 16:11
Zitat

Ich habe eine Wohnung in Sichtweite (4,8 km) zum DAB+-Sender und es gibt bei mir keine einzige Störung auf dem Kanal 5 bzw. Kanal 12. Ich verwende dazu ganz einfach Klasse-A-Kabel. Das reicht vollkommen aus!

dito !

von Radiopirat - am 06.08.2011 17:48
Im übrigen: Bis zur Abschaltung des analogen Fernsehens und Aufschaltung von DVB-T in Köln wurde mitten in der Stadt seit den 50ern vom Hansahochhaus, später vom Colonius der VHF-Kanal 11 (ARD) mit 10kW abgestrahlt und strahlte dann vielerorts im Kabel ein, obwohl die DBP seinerzeit anfangs sehr genau auf die Eignung der Hausnetze achtete. Blieb der Kanal 11 zuerst im Kabel unbelegt, wurde mit Einspeisung der ersten SAT-Programme dann der von Politik und Verlegern ungeliebte "Schmuddel-Auslandskanal" RTLplus auf den ungeliebten Kanal 11 gelegt...



von teucom - am 06.08.2011 21:17
Ganz am Anfang war hier auch Kanal 9 (Langenberg) nicht belegt, aber das hat sich schnell geändert. Man konnte aber mit vernünftiger Verkabelung das Kabel "dicht" bekommen, so dass später kein Einfluss mehr zu sehen war.

Wenn das Signal stärker ist, kann die entsprechende Abschirmung zu gering sein. "Schwachpunkte" sind immer auch die normalen Koaxstecker (IEC). Mit F-Steckern ist alles absolut dicht.

Da aber alle Geräte Normgerecht zumindest Geräteseitig einen Koaxstecker haben, wird es also ein Loch geben, das schwer zu stopfen ist.

Ansonsten aber gilt: Kabelfernsehen -- viele Millionen Kunden. DAB -- ein paar 100 Kunden.

Warum sollen die Kabelnetzbetreiber also wegen einer Technik, deren Scheitern schon absehbar ist, irgendwas tun?

von Alqaszar - am 06.08.2011 21:57
weil sie eine ortssenderfrequenz belegen. Und jot.

von Japhi - am 07.08.2011 06:54
Ach, das ist doch ne Kette ohne Ende, jetzt ist es der böse K5, dann wird hier der 12c demnächst auf 10kW laufen, dann ist es der K12 dann auch noch. In Bayern zusätzlich dann noch der K11.....
Das hört doch nie auf, weg mit den Klingelleitungsstrippen in der Hausverteilung und weg mit der Reanalogisierung im Kabelnetz, alles Andere ist einfach nur Mumpitz.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 07.08.2011 07:27
Zitat
alqaszar
Warum sollen die Kabelnetzbetreiber also wegen einer Technik, deren Scheitern schon absehbar ist, irgendwas tun?


Ob DAB[+] scheitern wird, ist zumindest offen. Wenn viele Kabelnetzkunden sich jetzt aber nicht nur aufgrund der Störungen, sondern auch wegen der eindeutig besseren und zukunftträchtigeren technischen Performances zum Wechsel auf Digital-Empfang entschliessen, dann kann das den Netzbetreibern doch garnicht so unrecht sein. Dazu sollten sie den Wechselwilligen allerdings auch FAIRE Angebote unterbreiten. Wenn ich aber etwas von Euro 2.95 pro Monat lese, von dort über Sternchenverweis ins ( extrem ) Kleingedruckte komme und dort dann aber Euro 12.95 nach dem 60.Tag verlangt werden, dann fühle ich mich veraxxxxx und verzichte erst einmal.

Klaus


von klausklaus - am 07.08.2011 09:26
Zitat
Rheinländer
bei nem freunnd der in venusbergnähe wohnt, kann man via kabel analog auch mit einem gut geschirmten Antennenkabel, die es Kostenlos! von Unitymedia gibt(online) teils nur ein S/w Bild sehen, oft reicht es nicht mal für Farbe.

Ich gehe mal davon aus, daß die Hausverkabelung Murks ist. Hier ist der Vermieter an der Reihe.

Zitat
Rheinländer
Wer da drauf angewiesen ist hat mal richtig verloren!

Es sei denn, der Vermieter war schlau und hat in Zusammenarbeit mit dem Kabelnetzbetreiber die Hausverteilung renoviert.
So hat es mein Vermieter -eine Wohnungsgesellschaft- mit UnityMedia gemacht. Ergebnis: Selbst mit 1 Watt auf 145 oder 430MHz gibt es keine Einstrahlprobleme.
Und das Upgrade auf 64MBit ging sowas von problemlos: Einstöpseln am vereinbarten Termin,
nach 10 Minuten hatten sich Modem und Gegenstelle auf die endgültigen Parameter geeinigt,
jetzt reichen 20 Sekunden nach dem Einschalten und ich bin 'drin'

Zitat
Rheinländer
Man wird wohl nicht drum rum kommen, entweder den 5er von DAB auf ner anderen Frequenz zu setzen oder halt die ARD

Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder die Hausverteilungen werden renoviert oder der Kanal muß im Kabel geräumt werden.
Die terrestrische Übertragung hat ein absolutes Vorrecht vor installationsintern verwendeten Signalen.
Und der Betreiber der terrestrischen Frequenzzuweisung hat ein Anrecht darauf, diese so zu verwenden, wie es ihm genehmigt wurde.
Egal, ob da ein Kabelnetzbetreiber im Dreieck hüpft.


von Nohab - am 07.08.2011 10:47
Zitat
Nohab
Die terrestrische Übertragung hat ein absolutes Vorrecht vor installationsintern verwendeten Signalen.
Und der Betreiber der terrestrischen Frequenzzuweisung hat ein Anrecht darauf, diese so zu verwenden, wie es ihm genehmigt wurde.
Egal, ob da ein Kabelnetzbetreiber im Dreieck hüpft.

:spos::spos::spos:

von Schwabinger - am 07.08.2011 11:20
Interessanterweise gibts diese Meldung bereits ab dem frühen Morgen der DAB+ Aufschaltung... :)



NetCologne geht hier den richtigen Weg und informiert recht gut.

http://www.netcologne.de/privatkunden/bildstoerung-auf-ard/

Man beachte, dass NC aufgrund seiner Struktur als "kommunaler Versorger" mit der Hauptkundschaft Wohnungsbaugenossenschaften und Siedlungen in den überwiegenden Fällen im Vollservice bereits "bis zur Dose" zuständig ist und bei Anschluss das Hausnetz modernisiert. Für den Rest ist NC wie man hört gar nicht böse, im Falle mieser Hausnetze nun die Gelegenheit (und Argumente) zu haben, diese Dienstleistung verstärkt an die Hausverwaltungen zu bringen, also den Auftrag diese Altlasten zu modernisieren :cool:.




von teucom - am 07.08.2011 12:42
Ist ist Fakt, dass DAB+ als Einstrahler stärkere Störungen als ein analoger TV Sender verursacht. Auf der anderen Seite sollte man Kabelnetze abdichten. Aber wie kann man dem Endkunden schnell helfen und DAB+ nicht zu sehr in Ungunst der Kabelkunden bringen?

- ARD sofort vom Kanal 5 räumen und durch weniger "wichtige" Programme belegen.
- Wenn man einmal umpflügt. Dann gleich allen Trash auf VHF-III schieben, da die Ausbreitung von DAB begrüßenswert ist.

Für West-NRW beispielsweise:
ARD K5 HSE 24 K-22
ZDF K6 VIVA S-12
WDR K7 Center TV S-18
VOX K8 NED 2 S-10
kika K9 EuroNews K-23
3sar K10 NRW TV S-06
Phoenix K11 CNN S-14
n-tv K12 QVC S-09

So würde den meisten sofort geholfen, denn wenn QVC oder HSE gestört werden, dann ist kein Zuschauer sauer. Die Sonderkanäle bis S-20 sollte inzwischen jeder noch so alte Röhren TV reinbekommen. Lediglich die Anbieter würde es nicht gerne sehen - man hätte den Wechsel schon eher vollziehen sollen, dann dann würde gelten: Wo keiner Kläger, da kein Richter...

von TobiAC - am 07.08.2011 20:29
"So würde den meisten sofort geholfen" - Hast du schon mal mitbekommen, was für eine sagenhafte Welle an Ärger eine Kanalumbelegung im KabelTV noch Wochen nach sich zieht? :)

von teucom - am 07.08.2011 22:22
Lokale Fernsehhändler/Rundfunkfirmen freuen sich und machen danach erst mal nen Monat Betriebsurlaub :D

von elchris - am 07.08.2011 23:27

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von Seltener Besucher - am 07.08.2011 23:59
Zitat
Seltener Besucher
Welche Argumente sprechen eigentlich dafür den analogen Schmu weiter in der breiten Vielfalt im Kabelnetz zu belassen?

1. Die Forderungen der Kunden - das sind weniger du und ich, als vielmehr die lukrativen Großabnehmer wie Wohnbaugesellschaften etc., die für ihre Mieter eine unkomplizierte In-der-Miete-enthaltene-Grundversorgung wünschen, siehe nächster Punkt...

2. Die Angst vor der Einbusse des "Komfortvorteils" vor Satellit und DVB-T, das Settopboxlose Fernsehen - Kabel einstecken und geht (siehe die momentane Kampagne "Analog SAT endet - bei uns bleibts unkompliziert" von Kabel Deutschland

3. Analoge Kanäle sind speziell bei Shoppingsendern (Zielpublikum!) heiss begehrt und werden entsprechend gut bezahlt

von teucom - am 08.08.2011 00:09
Es wird viel reguliert, zB die Abschaltung von terrestrischen analog-TV, Sat analog Abschalttermin, Pflichtprogramme im analogen Kabel und und und

Dann gibt es hitzige Diskussionen, ob und wann Kabel analog abgeschaltet wird.
Warum so kompliziert und kontrovers?
Warum einen Termin finden, zur Abschaltung?
Warum plötzlich?

Vorschlag:
Wie wäre es, wenn Deutschlandweit fürs Kabel vorgeschrieben wird, ab dem 1.1.2012 dürfen es nur noch 28 analoge TV-Kanäle im Kabel sein.
Anschließend wird dieses Maximum jährlich um 2 verringert.
Also 2013 - 26, 2014 - 24 usw.
Sanft würden es analog immer weniger werden und genauso sanft würden die Kapazitäten für digitale Programme, HDTV und Internet immer weiter steigen.
2020 wären es noch 12 analoge Programme, die wichtigsten wären immer noch dabei, für die Konservativen und Nostalgischen.

Es muss ja nicht immer ein harter Umstieg sein.
Man schiebt die Nutzer langsam und behutsam rüber zu Digital.

Das mit dem "kompliziert" und "Zustellgerät" muss ja heute auch nicht mehr sein.
Ist die Set Top Box notwendig, ist schlicht der falsche Tuner im TV.
Heute ist doch fast in jedem Gerät neben DVB-T auch DVB-C schon "drin".


von Matthias K. - am 08.08.2011 04:09
Zitat
Twobeers
- Wenn man einmal umpflügt. Dann gleich allen Trash auf VHF-III schieben, da die Ausbreitung von DAB begrüßenswert ist.

Für West-NRW beispielsweise:
ARD K5 HSE 24 K-22
ZDF K6 VIVA S-12
WDR K7 Center TV S-18
VOX K8 NED 2 S-10
kika K9 EuroNews K-23
3sar K10 NRW TV S-06
Phoenix K11 CNN S-14
n-tv K12 QVC S-09


Das geht nicht, denn es gibt eine gesetzliche Pflicht, ARD, ZDF und den zuständigen Dritten im VHF-Band einzuspeisen.

von RheinMain701 - am 08.08.2011 04:13
Das Gesetz könnte man inzwischen aufheben.
Ich hatte schon vor 15 Jahren Fernseher mit Kabeltuner.
Ein Freund von mir vor 20 Jahren.


von Matthias K. - am 08.08.2011 04:28
Zitat
Seltener Besucher
Wo sollen die ganzen HD-Fernsehprogramme untergebracht werden? Oder sorgt DVB-C2 dafür, dass genauso viele HD-Programme in einen Kanal passen, wie jetzt SD-Programme bei DVB-C?

Warten die Kabelnetzbetreiber nur auf DVB-C2 und beenden dann das analoge Zeitalter? Ohne die analogen Kanäle abzuschalten wird es nie 1.000 Mbit/s in Deutschland geben.


Da kann ich mir schon eher vorstellen, daß bei den großen Kabelanbietern in einigen Jahren DVB-C vollständig durch DOCSIS ersetzt würde. DVB-C und IP-TV würden dann faktisch miteinander vereinigt. Man könnte sonst auf Dauer ernsthafte Kapazitätsprobleme bekommen, wenn mehr HDTV-Sender hinzukommen. Der Nachteil wären dann allerdings Zwangsreceiver für alle.

von Lahnwelle - am 08.08.2011 08:22
Dass es immer noch Leute mit Empfängern ohne Kabeltuner gibt, kann heutzutage wirklich kein Argument gegen eine Umverteilung oder gar Räumung des Bandes III sein. Analog dazu könnte man dann auch keinen Lang- oder Mittelwellensender abschalten.

Nachdem die analogen Angebote immer weiter ausgedünnt und damit unattraktiver gemacht werden, vollziehen die Kabelnetzbetreiber auch schon jetzt einen stufenweisen Abschied vom sog. Analogkabel. Als Kabelkunde kann ich allerdings nicht stufenweise auf Digitalbetrieb umsteigen.

Klaus



von klausklaus - am 08.08.2011 08:49

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von Seltener Besucher - am 08.08.2011 09:28
Zitat
RheinMain701
Das geht nicht, denn es gibt eine gesetzliche Pflicht, ARD, ZDF und den zuständigen Dritten im VHF-Band einzuspeisen.
Nö, das Gesetz gibt es meines Wissens schon lange nicht mehr. Die Kabelnetzbereiber dürften genausogut Band IV (K21-K29) oder das Sonderband (S7-S20) benutzen, und machen das teilweise auch schon. Nur das Hyperband (ab S21 aufwärts) ist für priviligierte Programme tabu, weil es hierfür noch viele Geräte gibt, die das nicht wiedergeben können.

von freiwild - am 08.08.2011 09:37
Zitat
Lahnwelle
Da kann ich mir schon eher vorstellen, daß bei den großen Kabelanbietern in einigen Jahren DVB-C vollständig durch DOCSIS ersetzt würde. DVB-C und IP-TV würden dann faktisch miteinander vereinigt. Man könnte sonst auf Dauer ernsthafte Kapazitätsprobleme bekommen, wenn mehr HDTV-Sender hinzukommen. Der Nachteil wären dann allerdings Zwangsreceiver für alle.

Das würde die Kapazitätsprobleme nur verschärfen und nicht verringern, denn es steckt ein Denkfehler drinne. Ob du Daten jetzt in DVB-C/C2 oder per IP verbreitest, ändert nichts am Volumen.
Also könnte man die Programme per IP...
...als Broadcast vertreiben, dann wäre nur das Protiokoll ausgetauscht, der Platzbedarf gleich; Nichts gewonnen, nicht einmal Fehlerkorrekturmöglichkeiten durch Rerequest.
...jedem Zuschauer sein eigener Stream, das Programmangebot wäre zwar unbegrenzt möglich, die nötigen Übetragungsvolumen auf Netzebene würden aber explodieren. Wir reden von Baumstrukturnetzen...

von teucom - am 08.08.2011 10:28
Es ist schon Klasse, wenn man die DAB-Sonderseite von Unitymedia aufsucht und dort mal Testweise die PLZ von Velbert-Mitte, aber auch mal die von Velbert-Langenberg "42555" eingibt.
Den Witz an der Auto-Antwort habe ich mal fett markiert:

Ihre Adresse liegt nicht im Nahbereich des DAB+ Senders. Sollten Sie dennoch nur auf analog ARD (NRW) oder nur auf analog ZDF (Hessen) eine Störung haben, kann ein neues doppelt abgeschirmtes Antennenkabel (Klasse A / Class A, Schirmungsmaß mindestens 85 dB) Ihr Empfangsproblem beheben. Dieses können Sie im Radio- und Fernsehfachhandel auf eigene Kosten erwerben.

Sollte nach Anschluss des neuen Antennenkabels weiterhin ein Störung bestehen, liegt das Problem in Ihrer Hausverteileranlage. Für einen kostenpflichtigen Techniker-Einsatz wenden Sie sich bitte an unsere Service-Hotline unter:

01805 / 663 100
14 Cent/Min. aus dem
dt. Festnetz/ max. 42. Cent/Min.
aus Mobilfunknetzen


Es ist schön, dass hier nicht nur der 10 kW Sender im Ort kräftig rumfunkt, sondern auch andere Standorte als Ortssender reinkommen.

Vielleicht hat sich auch einfach nur keiner aus 425... beschwert, weil man hier aus der Vergangenheit schon schlimmere Einstrahlungen gewohnt war.


Gibt man eine PLZ aus Düsseldorf ein, gibt es folgende Meldung:

Ihr Adresse liegt innerhalb des betroffenen Gebietes.
Sollen wir Ihnen das neue Antennenkabel zusenden?




von Matthias K. - am 12.08.2011 09:43
Die Regelung die drei wichtigsten Sender (für die ältere Bevölkerung...) im VHF Bereich einzuspeisen ist doch blödsinn.

Schon in den 60ern wurde das ZDF über UHF ausgestrahlt, also haben die Fernseher mindestens seit diesem Zeitpunkt einen UHF Tuner drin...

von elchris - am 12.08.2011 10:14
Ich halte das für eine künstliche Hysterie. In vielen Gebieten waren der Kanal 5 durch Roermond ohnehin gestört, woanders war es der Kanal 9 durch Langenberg oder der Kanal 10, bzw. 12 durch Essen. In diesen Fällen wurde schon vor 25 Jahren das Kabel erneuert. Wenn nach 25 Jahren das Kabel nicht mehr richtig "schließ", muss es halt erneuert werden. Wer einen großen Flachbildfernseher hat, und damit analog fernsieht, kann man wohl unterstellen, dass ihm die Störungen ohnehin nicht mehr auffallen, das Bild muss ja vorher schon grausig ausgehen haben. Gerade im Raum Düsseldorf verstehe ich ohnehin nicht den Sinn von analogem Kabel, wo man dort doch auch alle Sender via DVB-T kostenfrei bekommen kann. (Im Gegenteil, das DVB-T Angebot ist dort sogar attraktiver als das analoge Kabel.)

Was mich aber erstaunt hat war die Meldung, dass 2/3 aller Kabelkunden nach wie vor analog fernsehen. Sind das alles Rentner, oder Leute, die ohnehin niemals fernsehen, und das Kabel nur für Internet nutzen? Oder, was wahrscheinlicher ist, einfach nur Karteileichen, die einen Kabelanschluss über die Miete haben, aber in Wirklichkeit aber über Satellit fernsehen? Das dürfte zum Beispiel für 97 % aller ausländischen Mitbürger zutreffen.

von Bolivar diGriz - am 12.08.2011 10:19
Natürlich ist die Regelung Blödsinn. Früher gab es nur die Kanäle VHF I 2-4; VHF III 5-12 und UHF IV&V 21-69 im Äther. ARD war meist auf VHF und ZDF und das Dritte auf UHF im Äther.

Kabelanlagen waren aber nur im VHF Bereich ausgebaut, da die Kabeldämpfung mit höheren Kanälen steigt. Resultat: Nur 11 Kanäle, nämlich 2-12 (VHF I und III) konnten mit den TV Geräten empfangen werden. Aus diesem Dilemma entwickelten sich erst die Sonderkanäle und dann die Hyperbandkanäle, die auch auf niedrigen Frequenzen arbeiten, jedoch im Äther anderweitig belegt sind. TV Geräte mussten nachgerüstet oder ersetzt werden.

Heute arbeiten die meisten Kabelanlagen zumindest auch im unteren UHF Band, der wirklich mit jeder Glotze zu empfangen ist. Es macht also wirklich Sinn, die alten VHF I & III Regeln für wichtige TV Sender auf den UHF Bereich zu erweitern.




von TobiAC - am 12.08.2011 10:24
In sehr vielen Häusern werkelt noch ein Hausanschlussverstärker, der - im besten Falle - bis 450MHz geht. Damals von der DBP installiert und nie mehr was dran gemacht.

Das Bild sieht selbst auf UHF Kanal 21 grausig aus.

Deshalb pochen die Sender weiterhin auf ihren angestammten Platz im VHF-Band.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 12.08.2011 13:19
Zitat
Wolfgang R
In sehr vielen Häusern werkelt noch ein Hausanschlussverstärker, der - im besten Falle - bis 450MHz geht. Damals von der DBP installiert und nie mehr was dran gemacht.

Das Bild sieht selbst auf UHF Kanal 21 grausig aus.

Deshalb pochen die Sender weiterhin auf ihren angestammten Platz im VHF-Band.

Die Post hat HAV gesetzt? Das wäre mir aber neu. Bei uns wurde der Hausübergabepunkt (HÜP) gesetzt, der Rest war unsere Angelegenheit. Auf unserem HÜP steht auch 450 MHz drauf, aber man kann alles bis ganz oben auf der Skala reinbekommen.
Besitzstände wahren nennt man das, wenn die Programme, die seit Ewigkeiten auf demunddem Kanal sind, darauf bestehen, dort auch bis in alle Ewigkeiten da zu bleiben.
Gruß
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 12.08.2011 13:52
Auch hier kann man solche Sätze in Zeitungsberichten lesen wie:
"Im ganzen Block läuft auf den älteren Fernsehgeräten keine ARD mehr ... Wir wissen alle nicht, woran das liegt." (Leipziger Volkszeitung von heute).
Der Tenor der Artikel ist dann zu allem Überfluss auch noch so gehalten, dass dem Digitalradio DAB+ die Schuld gegeben wird.

Ich kann mich der Kritik meiner Vorredner im Forum nur anschließen.


von hetietz - am 12.08.2011 14:13
@ WiehengeBIERge

Zitat

DAB verursacht ganz andere Störungsbilder, weil es sich dabei um ganz andere Signalformen handelt.
Dazu gab es auch Versuche, mit DAB+ schafft man es leichter, das Bild komplett unbrauchbar zu machen :D.


Wieso schafft man es mit DAB+ leichter als mit DAB das Bild komplett unbrauchbar zu machen? Oder meinst du DAB bzw. DAB+ gegenüber Analog-TV?



@ Twobeers

Zitat

- Wenn man einmal umpflügt. Dann gleich allen Trash auf VHF-III schieben, da die Ausbreitung von DAB begrüßenswert ist.
(...)
So würde den meisten sofort geholfen, denn wenn QVC oder HSE gestört werden, dann ist kein Zuschauer sauer.


Diese ganzen Trash-TV- und Shoppingsender sind aber die Goldesel für die Kabelgesellschaften. Denn diese bezahlen horrende Einspeisegebühren.



@ Exidor

Zitat

Was mich aber erstaunt hat war die Meldung, dass 2/3 aller Kabelkunden nach wie vor analog fernsehen. Sind das alles Rentner, oder Leute, die ohnehin niemals fernsehen, und das Kabel nur für Internet nutzen?


Da sind sicherlich viele Rentner dabei, die mit einer Umstellung auf DVB-C und dem Umgang mit einer zweiten Fernbedienung überfordert wären.

Einen großen Teil werden aber auch jene Kabelkunden ausmachen, die skeptisch gegenüber der intransparenten Preisstruktur von Kabel Digital sind und es nicht einsehen, daß der Empfang der Privatsender im digitalen Kabel zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Wäre ich zwangsverkabelt würde ich den Kabelanschluß auch nur ausschließlich analog nutzen. Denn ich hätte echt keinen Bock, für eine Technik, die heutzutage als selbstverständlich anzusehen ist, zusätzlich etwas zu bezahlen und dann womöglich noch irgendwelche Knebelverträge einzugehen.


von Kay B - am 12.08.2011 14:56
Zitat
Kay B
Denn ich hätte echt keinen Bock, für eine Technik, die heutzutage als selbstverständlich anzusehen ist, zusätzlich etwas zu bezahlen und dann womöglich noch irgendwelche Knebelverträge einzugehen.


Das ist wirklich ein Hauptproblem, gut bei den ÖR geht das noch eher, aber es soll ja auch Leute geben die Privat TV sehen wollen und das man hier für "Free TV" noch eine Karte zur Entschlüsselung und eventuell auch ein Modul braucht was dann ab und an mal noch getauscht wird und hin und wieder "geweckt" werden muss .. geht selbst mir auf den berühmten S... , obwohl ich Privat nicht nutze und die Sache nur betrachte.
Oft kriege ich Rückmeldung von Bekannten und Verwandten "mein RTL, mein VOX ging wieder nicht" ... das sind die Dinge welche die Kabelhaie endlich vereinfachen sollen, FREE .. also oder und nicht UND (verschlüsselt)
Bei vielen Fragen sind sogar Fachhändler einfach überfordert und ich hörte da mal sogar das ein "Kabelfachmann" den TV eines Kunden entschärfte weil der das Modul verkehrt reinsteckte ... noch Fragen?:D

von astranase - am 12.08.2011 16:09
Zitat
Reinhold Heeg
Die Post hat HAV gesetzt? Das wäre mir aber neu. Bei uns wurde der Hausübergabepunkt (HÜP) gesetzt, der Rest war unsere Angelegenheit. Auf unserem HÜP steht auch 450 MHz drauf, aber man kann alles bis ganz oben auf der Skala reinbekommen.
Besitzstände wahren nennt man das, wenn die Programme, die seit Ewigkeiten auf demunddem Kanal sind, darauf bestehen, dort auch bis in alle Ewigkeiten da zu bleiben.
Gruß
Reinhold


Wo die Post die NE4 betrieben hat, hat sie auch Verstärker verbaut. Und soweit ich weiß gegen Entgelt auch in privaten Anlagen.
Was auf dem HÜP drauf steht ist übrigens völlig egal. Im ÜP sind keine Bauteile, die irgendwas am Frequenzgang verändern können, im Prinzip ist ein HüP nicht viel mehr als ein "Verbinder" (Abgesehen von den Möglichkeiten, auf Messen und Abschluss zu schalten und dem 25 bzw. bei neueren 65 MHz Filtern ;-)).

Zitat
Kay B
Wieso schafft man es mit DAB+ leichter als mit DAB das Bild komplett unbrauchbar zu machen? Oder meinst du DAB bzw. DAB+ gegenüber Analog-TV?

Ich meinte das im Vergleich zu analog-TV, nicht zu DAB.

von WiehengeBIERge - am 12.08.2011 16:44
Diese Störungen mit DAB kenne ich noch von Früher wo hier noch Sat1 Analog auf E12 Verbreitet wurde.(Terrestrisch)
Da war das Bild Grobkörnig Verrauscht mit so ein Tackern.

Wie sieht das bei DAB+ aus ?
Ist da auch das Bild genauso wie bei "DAB Alt"?

von _Yoshi_ - am 12.08.2011 18:48
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