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[DAB] Erläuterungen zum Ausbau-Stopp bis 2014

Startbeitrag von Wiesbadener am 17.08.2011 09:23

In fast jedem Posting zu DAB kommt immer wieder der Wunsch auf das Sendernetz des Bundesmuxxes bis 2014 auszubauen oder Fragen warum es erst einmal einen Ausbaustopp gibt.

Hierzu noch einmal klar und deutlich: Es wurde von den Vertragspartnern, also Privatsendern, der Media Broadcast (MB), Deutschlandradio und Herstellern fest gelegt, dass DAB+ bis Ende 2013 "auf Probe" läuft. Bis dahin wird es keinen Ausbau des Bundesmuxxes geben. Begründung: In der Anfangsphase gibt es zu wenig potenzielle Hörer, gleichzeitig würden aber die Kosten bei einem Ausbau immens steigen. Ohne dieses Ausbau-Moratorium wäre es nicht zu den Verträgen gekommen und es hätte gar keinen Bundesmuxx gegeben.

Erst wenn sich heraus stellt, dass es genügend Hörer gibt (sprich genügend Geräte verkauft wurden), wird fest gelegt, ob der Bundesmuxx ab 2014 ausgebaut wird. Dann ist es jedoch eine Verpflichtung gegenüber der Bundesnetzagentur. Ende 2013 heißt es dann also: Alles oder nichts. Entweder Ausbau auf 110 Standorte bis Ende 2015 oder aber die Sender können von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen, was wohl der Einstellung des Bundesmuxxes gleich kommt.

Die MB hatte einmal die Möglichkeit angekündigt das Sendernetz schon vor 2014 im Rahmen der veranschlagten Kosten zu verdichten, aber nur für den Fall, dass sich die Versorgungsprognose der 27 Sender nicht mit der Realität gedeckt hätte (dann hätte es den einen oder anderen zusätzlichen Sender gegeben). So wie es scheint ist dies aber nicht nötig, die tatsächliche Reichweite deckt sich mit den Prognosen, eher wurden die Erwartungen sogar übertroffen.

Obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender keine Einschränkungen durch die KEK haben, passen sich viele öRas den bisherigen Sendegebieten des Bundesmuxxes an und strahlen ihre Programme auf leistungsstärkeren Kanälen exakt von den Anlagen aus wo auch der Bundesmuxx sendet.

Ende August will Digitalradio Deutschland erste Zahlen nennen, ob der Verkauf von DAB-Empfängern angeschlagen hat. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass wie bei jeder neuen Technik zunächst die technisch interessierten "Freaks" zugeschlagen haben. Tatsächlich ausschlaggebend werden die Ergebnisse von Umfragen ab Mitte/Ende 2012 sein.

Verständlicherweise herrscht bei vielen Forenteilnehmern Frust und Enttäuschung darüber dass man den Bundesmuxx nicht oder sogar überhaupt nix auf DAB empfangen kann. Aber man muss halt auch die wirtschaftliche Seite betrachten: DAB+ ist angesichts über 300 Millionen UKW-Radios in den Haushalten und der großen Konkurrenz Internetradio kein Selbstläufer.

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Zitat
MOL_SRB
Es ist sicher richtig Wiesbadener, was Du schreibst. Aber ich kann mich nur wundern über eine solche Vorgehensweise.

Es ist wohl einfach so, das man schaut: Ist eine kritische Masse erreicht, die ein Abschalten unmöglich macht, ohne daß es einen Riesenaufstand gibt. Die Frage, die dann natürlich dazukommt, ist der Level auch bereits ausreichend, daß die Sender dann auch Geld verdienen. Davon wird es sicherlich auch abhängen. Wenn die Geräte allerdings in den Läden verschimmeln... Zudem gibt es noch die große Unbekannte in der Sache, die wirtschaftliche Entwicklung. Und so, wie die schwarzgelbe Gurkentruppe gerade herumlaviert, ist noch nicht 100% sicher, daß wir alle mit 'nem blauen Auge davonkommen.


von Nohab - am 17.08.2011 10:11
@Nordlicht: Ich habe ja auch nicht geschrieben dass sich alle öRas dem Bundesmuxx anpassen. Real machen dies der MDR, der RBB, der hr und bis auf wenige von dir genannte Ausnahmen der NDR.

Es gibt auch eine AG Netzausbau innerhalb der Media Broadcasting. Dort wurde bereits über einen Ausbau vor 2014 über so gennante Brückensender diskutiert, es dürfte aber an den Kosten scheitern. Real geht es um die Standorte Pritzwalk, Osnabrück, Torfhaus/Harz, Inselsberg, Magdeburg-Kapaunberg, Würzburg und Ulm. Wenn du mich nach Quelle fragst: http://www.digitalradio.bund.de/Dokumente/AG2_MediaBroadcast_Waechter_De.pdf, Seite 7. Auf der Seite www.digitalradio.bund.de wirst duch auch über alle anderen Dinge in den Fachbeiträgen informiert, so auch den Ausbaustopp.

von Wiesbadener - am 17.08.2011 10:22
Es wird viel zu wenig Werbung gemacht für DAB+!! Man müßte mit werbung auf allen radiosendern überschüttet werden, Plakate müßte man überall sehen....woher sollen die leute es auch erfahren das es sowas gibt?

Vom ersten versuch DAB habe ich überhaupt nichts gehört, davon habe ich bis vor kurzen nichts gewußt!

Man kann quasi nur auf die jungen leute setzen das die diese geräte kaufen wenn die unterwegs zur schule sind oder so in der stadt, und dann da drüber musik hören, dafür ist NRJ und Kiss schon mal super.

Das man aufs geld achten muß ich klar, man sollte aber doch schon etwas Risiko eingehen, den erst durch besseren Empfang gibt es mehr Hörer, und mehr Leute die sich sowas kaufen würden.

Was will man also in Trier mit so einem Gerät machen? Dort wird man die dinger vermutlich nicht verkaufen, da es keinen Empfang gibt :mad: und bis 2014 auch keinen geben wird

Schon übel für sone große stadt und den umkreis was noch alles zu Trier gehört, da gäbe es sicher genug die sich so ein Radio kaufen würden, zu mal in Trier land der UKW empfang außer beim RTL radio verrauscht ist

Man hätte erstmal die großen metropolen nehmen müssen, was man auch schon mal gemacht hat, und dazu die Landesteile wo man via UKW nur unzureichenden Empfang hat! so wären die Leute gezwungen ein DAB radio zu kaufen!

Ich befürchte allerdings wo es keinen ausreichenden UKW empfang gibt, Neuerburg/Eifel Hat man sich mir Wlan Radios ausgeholfen!

von Rheinländer - am 17.08.2011 10:26
Ich finde das viele hier dem Bundesmux zu viel Bedeutung beimessen. Geschichtlich ist das natürlich eine Revolutuion. Zum ersten mal BUNDESWEITEN Privatfunk. Und das auch noch gleich von mehreren Anbietern. Das interessantere für die breite Masse dürften aber die Landesmuxe sein. Da kommt dann das immer wieder geforderte "UKW Abbild" dessen was Lieschen Müller mit ihrem 08/15 Dudelkasten empfangen kann. Plus noch der ein oder andere Webchannel. Die Landesmuxe sind auch der Hauptteil von DAB+. Der Bundesmux ist nur eine Zugabe. Zumindest wenn man der landläufigen Meinung in Freakforen wie unserem hier glauben darf und der gemeine Hörer wirklich so engstirnig und verbohrt ist das er nur 2 oder 3 Sender auf seiner Skala kennt und auch absolut nichts anderes ausprobieren will.

von Spacelab - am 17.08.2011 10:34
Es muss ein Mix sein zwischen Abbild von UKW und Mehrwertprogrammen. Wir leben im Zeitalter von Sat-Empfang und Internet. Da erwarten die Leute auch größere Auswahl. Warum sollte man auf ein System umsteigen, wenn das alte doch für alle ausreichend ist und eine Abschaltung auf Jahre sowieso nicht geplant.

Der Normalhörer wird sagen: "Da kommt doch Musik, das reicht mir." oder die "Radios nerven eh alle mit dem gleichen Kram, ich höre lieber MP3s." Man sollte da nicht betriebsblind werden. Jeder hat auf seinem Handy mehr Musik als die meisten Stationen. Solange das Angebot die Masse nicht trifft, verkauft man nichts. Außerdem kann doch keiner mehr hören, wie toll sich die Sender selbst finden.

Von den "Normalhörern" bekomme ich meist Kommentare wie "Radio höre ich nicht mehr, das nervt mich immer mit den gleichen Sprüchen und der gleichen Musik. Wenn höre ich DRadio." Gerade das wird in Landesmuxxen ja abgeschaltet. :-)

von Wurfantenne - am 17.08.2011 10:42
Zitat
MOL_SRB
Was wird wohl eine junge Mutti machen, wenn ihr der Saturn Verkäufer sagt: "Das DAB Radio ist ein bischen teurer und es ist noch nicht sicher, ob Sie nach 2013 noch DAB empfangen können. Vielleicht nehmen Sie doch lieber das Internetradio hier" ?

Der Verkäufer könnte es auch anders formulieren: "Was möchten Sie lieber: Ein Gerät mit dem sie 17 oder ein gleich teures, mit dem Sie 17.000 Sender empfangen können?"

Zitat
Rheinländer
Man kann quasi nur auf die jungen leute setzen das die diese geräte kaufen wenn die unterwegs zur schule sind oder so in der stadt, und dann da drüber musik hören, dafür ist NRJ und Kiss schon mal super.

Die haben doch alle ihre tragbaren MP3-Player und Handys und laden sich ihre Musik über diverse Filehoster.

Wenn, dann sollte man eher auf die ältere Generation setzen, die noch eine Beziehung zum Medium "Radio" hat.
Mit dem Angebot im Bundesmux geht dies freilich nicht: Nicht ein einziger Schlager-, Volksmusik- und Oldiesender ist dort vertreten, dabei boomen Webradiostationen, die sich diesem Format widmen.

Zitat
Rheinländer
Was will man also in Trier mit so einem Gerät machen? Dort wird man die dinger vermutlich nicht verkaufen, da es keinen Empfang gibt :mad: und bis 2014 auch keinen geben wird

Schon übel für sone große stadt und den umkreis was noch alles zu Trier gehört, da gäbe es sicher genug die sich so ein Radio kaufen würden, zu mal in Trier land der UKW empfang außer beim RTL radio verrauscht ist

Selbst wenn man in Trier den Bundesmux gut empfangen könnte, stellt sich die Frage, wozu man dort einen DAB+-Empfänger benötigt, bzw. ob sich die Anschaffung eines solchen überhaupt lohnt, angesichts der Auswahl auf UKW. In Ortssenderqualität empfängt man in Trier:

- SWR 1, 94,9 MHz
- SWR 2, 89,4 MHz
- SWR 3, 98,2 MHz
- SWR 4, 98,8 MHz
- DasDing auf 91,7 MHz
- Deutschlandfunk, 104,6 MHz
- Deutschlandradio Kultur, 94,3 MHz
- Rockland Radio, 105,8 MHz
- Cityradio Trier, 88,4 MHz
- RPR 1, 102,6 MHz
- Big FM, 106,4 MHz

In vielen Stadtteilen gehen ebenso:

- RTL Radio, 97,0 und 93,3 MHz
- SR 1 Europawelle, 88,0 MHz
- SR 3 Saarlandwelle, 95,5 MHz
- Radio Salü, 101,7 MHz

Wozu also der Kauf eines teuren DAB+-Radios, wenn man mit der Auswahl auf UKW genauso gut bedient ist?

Zitat
Rheinländer
Man hätte erstmal die großen metropolen nehmen müssen, was man auch schon mal gemacht hat, und dazu die Landesteile wo man via UKW nur unzureichenden Empfang hat! so wären die Leute gezwungen ein DAB radio zu kaufen!

Das gilt nur für NRW.
In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg oder München liefert DAB+ kaum einen Mehrwert, da es bereits auf UKW eine breite Auswahl an Sendern und Formaten gibt.

von Internetradiofan - am 17.08.2011 11:40
Dieses ständige Vergleichen mit Internetradio ist einfach Quatsch. Die Mobilfunknetze sind ebenfalls keinesfalls flächendeckend verfügbar und könnten eine große Zahl von Hörern nicht versorgen, die sind jetzt schon überbelastet. Einige wollen einfach die neue Mautstelle Mobilfunkbetreiber auf Teufel komm raus. Dabei schwitzen die jetzt schon wenn sie an die ganzen Smartphones denken, und ihre überbelasteten Netze. Ist ja nicht so, dass die Mobilfunknetze nichts kosten, so wie immer getan wird.

Gerade in Nürnberg bietet DAB einen Mehrwert !!! Sender wie Bayern plus, Fantasy, Pirate, Vilradio, bieten andere Klangfarben, dazu sind mittlerweile viele der "normalen" Sender auch über DAB hörbar.
Die mobile Empfangsqualität ist trotz teilweise niedriger Datenraten der von UKW WEIT überlegen.

Es ist doch klar warum man auch den Bumux in Bayern so großzügig ausgebaut hat - weil hier das meiste Potential liegt, weil der BR voll hinter BR steht und auch die BLM.
Wie schon richtig gesagt wurde: der BuMux wird DAB nicht durchsetzen, er ist nur eine Dreingabe. Die Zugpferde müssen die Landesmuxe sein, hier laufen die beliebten Sender. Und gerade ein Angebot wie bayern plus spricht durchaus potentielle Käufer an, insbesondere wenn man es auch noch mit Inhalten füllt.
Ich habe nichts gegen Internetradio, aber es ist gerade für die Mobilempfang im Auto keine Alternative und wäre auch technischer Blödsinn, eine Zweiwege Punkt zu Punkt Technik für reines Streaming zu verschwenden. Auch im Internet braucht es adequate Datenraten für gute Qualität. Und da stößt man in den Mobilnetzen sehr schnell an Grenzen.
Da wird gejammert, dass DAB noch nicht überall funktioniert, und teilweise zurecht wenn man sich anschaut was für ein Jammerbild eine Anstalt wie der NDR oder SWR abliefern, aber gerade schnelle Datenverbindungen sind in Deutschland mitnichten überall verfügbar. Es gibt ne Menge Gegenden, da quält man sich weiter mit Modem und ISDN, und auch UMTS ist weit. Das ist die Realität.

von Terranus - am 17.08.2011 11:56
@Wurfantenne: du bist halt frustriert weil es bei dir nicht geht. Und weil's bei dir nicht geht ist es doof und muss scheitern. Dass die Lage woanders eine völlig andere ist, und es nicht nur den BuMux gibt, das wird ausgeblendet, weil egal, ist ja nicht bei mir. Das kann man, wenn man sich sein Weltbild nur von der Lage vor eigenen Haustür macht, auch so glauben.

Will man einen objektiven Blick auf die Lage haben, muss man aber von seinem eigenen Egoismus weg und sich das "ganze Bild" (ich weiß, ist geklaut) machen.

Und das ist zB Bayern, wo sich der BR NULL um den BuMux schert und sein eigenes Ding macht. Die haben ausgebaut bevor der BuMux überhaupt beschlossen war und bauen weit vorher weiter aus.
Abschaltung 2014 in Bayern ? Nie und Nimmer. Vielleicht verschwindet der BuMux, aber nicht die Landes und Lokalmuxe. Hier kann man sich also getrost ein DAB Radio kaufen.

von Terranus - am 17.08.2011 12:10
Zitat
Internetradiofan
Selbst wenn man in Trier den Bundesmux gut empfangen könnte, stellt sich die Frage, wozu man dort einen DAB+-Empfänger benötigt, bzw. ob sich die Anschaffung eines solchen überhaupt lohnt, angesichts der Auswahl auf UKW. In Ortssenderqualität empfängt man in Trier:

- SWR 1, 94,9 MHz
- SWR 2, 89,4 MHz
- SWR 3, 98,2 MHz
- SWR 4, 98,8 MHz
- DasDing auf 91,7 MHz
- Deutschlandfunk, 104,6 MHz
- Deutschlandradio Kultur, 94,3 MHz
- Rockland Radio, 105,8 MHz
- Cityradio Trier, 88,4 MHz
- RPR 1, 102,6 MHz
- Big FM, 106,4 MHz

In vielen Stadtteilen gehen ebenso:

- RTL Radio, 97,0 und 93,3 MHz
- SR 1 Europawelle, 88,0 MHz
- SR 3 Saarlandwelle, 95,5 MHz
- Radio Salü, 101,7 MHz

Wozu also der Kauf eines teuren DAB+-Radios, wenn man mit der Auswahl auf UKW genauso gut bedient ist?

Gerade der Großraum Trier ist wirklich gesegnet mit Radiosendern. Ob die nun alle gut oder schlecht sind, ist an der stelle egal. Aber viele Hörer haben die Auswahl, wodurch sich aber auch gerade in einer Region wie Trier der Werbekuchen teilt. Das heißt im Umkehrschluss, dass mehr Programme aus dem Bundesmux nicht zwangsläufig auch hier seine Hörer finden.

Nochwas zu den saarländischen UKW-Sendern: Wenn man in Trier unterwegs ist, kann auch der Sender Oberperl hin und wieder besser zu empfangen sein als Göttelborn oder Schoksberg.

von oli84 - am 17.08.2011 12:19
Ich sach' mal so: Erstmal machen lassen, Pro&Contra-Diskussionen bringen uns hier nun wirklich nicht weiter.
Und was das Marketing anbelangt, ich würde mal die IFA abwarten, die ist vom 2-7 September, da sehen wir dann,
ob das ein laues Lüftchen wird oder doch einen auf 'dicke Hose' gemacht wird.
Arbeitskollege fährt da hin, der kann ja ein wenig die Augen offen halten.

Zitat
Wurfantenne
Die sind einfach weg, weil man unterstellt, dass ja der Bundesmuxx überall geht.

Nein, die sind weg wegen Geldmangel. Grundsätzlich sind die meisten ÖRs finanziell ziemlich angeschlagen,
vorallem die Anstalten in dünnbesiedelten Flächenländern trifft es hart.
Und bei DLF/DRK sieht es auch nicht wirklich besser aus.



von Nohab - am 17.08.2011 12:36
Addendum zur IFA:
Bei der Eventsuche nach "Digitalradio" findet sich noch dies:
""Deutschlandradio

Kategorie:Fun & Action
Datum:2. September 2011 - 7. September 2011
Zeit:täglich ab 14 Uhr
Ort:Halle 2.2

Unter dem Motto „Die Zukunft ist digital“ präsentiert sich das Deutschlandradio. Mit der Platzierung in der ARD-Halle signalisiert der nationale Hörfunk seine Zugehörigkeit zum öffentlich-rechtlichen Senderverbund. Die Besucher können sich über die drei Programme Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen informieren.
Täglich ab 14.00 Uhr steht Christian Bienert, der beliebte Moderator des „Sonntagsrätsels“, den Gästen am Messestand als Gesprächspartner zur Verfügung. Er nimmt sich viel Zeit für Fragen und Plaudereien mit dem Publikum. Im Mittelpunkt der technischen Präsentation wird die Übertragung im neuen bundesweiten Digitalradio stehen. Auch die Applikationen des Deutschlandradios für iPhone und iPad werden demonstriert.""


von Nohab - am 17.08.2011 12:55
Zitat

Wozu also der Kauf eines teuren DAB+-Radios, wenn man mit der Auswahl auf UKW genauso gut bedient ist?


Weil UKW ein völlig veraltetes System ist und gerade mobil technisch begrenzt ist. Wenn ich hier herumfahre, kriegt man keinen UKW dauerhaft in stereo rein, immer wieder Rauscheinbrüche, das RDS muss wegen der Topographie Schwerstarbeit leisten. Selbst die starken BR und ABY Ketten bekommen keine annähernd flächendeckend saubere Versorgung hin.
Die Lokalsender sind wirklich nur im einem engen Radius sauber zu hören.

Ich bin seit über 20 Jahren DXer für UKW und TV - mir macht Rauschen sicher nichts aus. Aber es gibt auch Situationen, wo man im Auto einfach nur normal sauber Radio hören möchte, ohne viel Störungen. Das geht mit UKW hier nicht. Und mit Vielfalt ist über UKW auch nichts. Denn wirklich gut, wirklich brauchbar gehen nur die fünf BR Ketten, Antenne Bayern und je nach Lage gar kein bis ein paar Lokalsender. DLR und DLF haben riesen Löcher, gehen von sehr gut bis fast gar nicht.
Von einer guten UKW Versorgung kann man nicht sprechen, wer auf sowas Neumodisches wie Stereoton wert legt. Das gibts per UKW im Auto nur abschnittsweise.
Daher gibt es gute Argumente UKW mittelfristig mit DAB abzulösen.
und die Internetradio über alles Gemeinde weiß ja auch: ersetzen können wir UKW mit Internetradio nicht, daher muss UKW auf ewig erhalten bleiben, nur kein DAB.
Für eine Grundversorgung sollte UKW noch lange erhalten bleiben, da stimme ich zu. Aber warum Sender wie BR2, BR4, BR5 oder die DLRs auf ewig über UKW senden sollen erschließt sich mir nicht.
Eine Strategie wäre es gerade in Bayern, irgendwann die Abschaltung dieser Programme in Aussicht zu stellen und per Gesetz festzuschreiben, dass die leeren Frequenzen nicht wieder belegt werden dürfen.

von Terranus - am 17.08.2011 14:00
Hier hat jeder ne andere Meinung, was ja auch ok ist. Für mich ist ganz klar wenn man nicht endlich mal für UKW ein Abschaltdatum nennt wird das mit DAB nie was werden! Diese völlig veraltete Technik wo der Klang oft miserabel ist :mad:, muß endlich weg! Was will man im jahre 2011 mit einer Technik die es schon seit mehr als 50 Jahren gibt? man muß auch was Riskieren, es geht nur so wie man es mit DVB-T auch gemacht hat!

Ich habe zwar keine ahnung wie man das den mit den Lokalsendern machen will, irgend wie wirds schon gehen, muß man den wohl zusammen legen einige sender

Ich bin jedenfalls schon mal sehr zufrieden so wie es jetzt ist, wenn der WDR hoffentlich die Restlichen sender aufschaltet sieht die sache schon gut aus

von Rheinländer - am 17.08.2011 14:27
Zitat
TerranusI
@Rheinländer: da alle DAB Radios auch UKW empfangen können, besteht bei Sendern wie den Lokalen keine Eile, die können auch noch weiter auf UKW senden. Wichtig wäre aber eben Sender, die über DAB gut ausgebaut sind, dann auch irgendwann auf UKW zurückzufahren, auch um Geld bei der Doppelausstrahlung zu sparen. Das gilt dann besonders für die ÖR. Die Privaten würden da natürlicherweise irgendwann folgen, wenn die DAB Reichweite entsprechend hoch ist.
Gerade die ÖR, die nicht mit UKW Ketten gesegnet sind wie der SWR oder MDR, aber auch der NDR, müssten eigentlich voll auf DAB setzen. Komischerweise tut das vor allem der BR, der fünf volle Ketten hat.


ich kann mich da auch nur schwer wundern, in der eifel gibts mehrere Löcher wo so gut wie kein SWR empfang möglich ist! Das der SWR sich da so streubt hätte ich nicht gedacht

Der SWR könnte mit dsem BR sogar ein gemeinsames Radio aufmachen das man nur via DAB+ empfangen kann, da kann man sicher mehr als genug machen.



von Rheinländer - am 17.08.2011 15:36
Zitat
TerranusI
Weil UKW ein völlig veraltetes System ist und gerade mobil technisch begrenzt ist.
(...)
Ich bin seit über 20 Jahren DXer für UKW und TV - mir macht Rauschen sicher nichts aus. Aber es gibt auch Situationen, wo man im Auto einfach nur normal sauber Radio hören möchte, ohne viel Störungen. Das geht mit UKW hier nicht. Und mit Vielfalt ist über UKW auch nichts. Denn wirklich gut, wirklich brauchbar gehen nur die fünf BR Ketten, Antenne Bayern und je nach Lage gar kein bis ein paar Lokalsender. DLR und DLF haben riesen Löcher, gehen von sehr gut bis fast gar nicht.

Da wäre die Frage, ob man das Auto als Maßstab nimmt. Gut nimmt man offensichtlich, ansonsten wäre uns so manches Soundprocessing erspart geblieben. Aber es gibt tatsächlich auch andere Menschen. Ich habe zwar ein Auto, bin aber damit die letzten zwei Monate keine 150 km gefahren. Sicher, jetzt meldet sich bestimmt der eine oder andere Bahnfahrer, die es auch hier im Forum gibt, ich selbst nutze ja auch den VGN ;-) , mit dem Hinweis, daß man in den Zügen ebenso schlecht versorgt ist. Da sollte man aber auch fragen: Was kostet diese Vollversorgung und vor allem: Will man das? Es ist kein Problem diese bei einem digitalen SFN wie DAB herzustellen. Bei UKW dürfte jedem klar sein, daß dies einen massiven Funzelteppich nach sich ziehen würde. Aber will man das bei DAB? Da würde man bei mir offene Türen einrennen, ich bin vollkommen für eine 100%-Umsetzung des Infrastrukturauftrages, wie es früher z. B. bei den DBP-Leistungen war. Also alle zahlen das gleiche und bekommen auch das gleiche. Egal ob ein zwei Seelen-Dort oder Nbg-Innenstadt. Gerade Bayern ist bei DAB vorbildlich, hat aber auch noch weiße Flecken auf der Landkarte. Hier hat man leider auch noch nichts gehört, wann diese geschlossen werden. Zugegeben, es ist unfair dies von einem System zu verlangen, was man noch etablieren will.
Was RDS betrifft: Es ist mir doch gleich, ob mein Autoradio Schwerstarbeit verrichtet, solange es noch hinhaut :cheers:

von Thomas (Metal) - am 17.08.2011 16:12
Hier wurde ja auf Seite 1 die UKW-Auswahl in Trier aufgeführt. Ich habe hier in Birkenfeld/Nahe eine ähnliche Auswahl via UKW (statt Cityradio Trier eben Radio Idar-Oberstein, Rockland geht nicht mehr via UKW), aber vom Hocker haut mich diese Auswahl absolut nicht. Ich höre zwar aus dieser Auswahl neben den D-Radios auch mal gerne SR 1 und SWR 1 und auch mal gezielt die beiden Kulturwellen, aber allgemein gesehen bieten abgesehen von den D-Radios alle aufgezählten Sender Standardkost, die es eigentlich so weit überall gibt. Richtig interessant finde ich da beispielsweise die Möglichkeit, RTBF Classic 21 je nach Standort empfangen zu können.

Ich bin froh, dass der Bundesmux hier überhaupt geht, weil er vom Angebot her eine wirkliche Bereicherung ist. Man muss zwar etwas mit dem Standort des Radios spielen, aber einwandfreier Empfang der Sender in DAB+ ist die meiste Zeit gegeben (Bei DLF und DKultur in MP2 gibts wegen des schwachen Signals halt leider schnell geblubbere). Generell bereue ich die Investition in das Infosat-Abo (fürs One Mini) und den Chargepack B1 aber keinesfalls. Ich freue mich schon, z. B. einem Freund in Bonn das Angebot präsentieren zu können. Ich hoffe sehr, dass sich DAB+ und somit auch der Bundesmux durchsetzt. Auch die Aussicht, dank DAB+ wohl bald Classic Rock Radio aus dem Saarland terrestrisch hören zu können freut mich.

von Kreisel - am 17.08.2011 16:53
Ich habe jetzt bei mir daheim DAB Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und den Bundesmux mit derzeit genau 50 Programmen grossteils sogar mobil. Wenn die Landesensembles auch noch auf 10kW bis in den Keller gehen was derzeit nur der Bundesmuxx mit etwa 50km Entfernung und die Landesmuxxe mit teilweise weniger als 10km nicht schaffen kann man den Leuten auch mal was davon erzählen. Mein Woodstock hat nichts mehr davon und das ist sehr sehr traurig. Jetzt kommt zum Microspot, dem Roberts noch ein Pure Highway. Das Microspot mit Position mittig der Frontscheibe hat mich überzeugt, grossflächig jedoch nur mit dem Bundesmuxx. Die Landesmuxxe hatten mit dem Woodstock immer vollkommen durchgehend DAB. Das schafft eine in Auto liegende Antenne nicht, die aussen hatte schon grosse Mühe. Das 2 Zeilen Display ist Pflicht. Meine Bekannten warten ungeduldig auf Ergebnisse. Mit offenem Fenster und Radio in der ausgesteckten Hand will ich niemanden für störfreien Empfang fahren lassen.

von pomnitz26 - am 17.08.2011 16:57
Ich denke auch, dass es beim Bundesmuxx einige "unnötige" weiße Flecken mit nicht zu geringer Bevölkerungsdichte gibt, die mit wenigen zusätzlichen Sendern hätten geschlossen werden können (beispielsweise Region Kassel, südlichens BW), ohne dass die Kosten explodiert wären. (Vor allem wenn man bedenkt, für was sonst Subventionen verschleudert werden...)

Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Festlegung eines (voraussichtlichen) Abschalttermins des FM-Rundfunks der Akzeptanz von DAB helfen würde.
Wenn die großen "Networks" eine gewisse Flächendeckung via DAB erreichen, könnte man UKW allmählich leeren. Dann gäbe es auch Platz zur Einführung von DRM+, dem eigentlichen FM-Nachfolger, der für Lokalprogramme besser als DAB geeignet ist.

Auch in Zukunft wird klassischer, terrestrischer Rundfunk gebraucht, denn Internetradio ist für größere Hörerzahlen unwirtschaftlich, insbesondere in einem definierten Zielgebiet. (Man stelle sich die Netzlast bei den Mobilfunkanbietern vor, wenn 50% der Autofahrer statt über UKW oder DAB über Internet Radio hören würden...) Zudem bleibt Internetradio immer "PayRadio", das insbesondere mobil nicht für umsonst zu haben ist.
Zuhause (stationär) bietet Internetradio aufgrund der Programmauswahl eine gewisse Abwechslung, die ich jedoch nicht sehr häufig nutze. (Quantität heißt bekanntlich nicht automatisch Qualität.) Und um mobil Radio zu hören, werde ich mir persönlich bestimmt kein Smartphone zulegen. (Mit den ganzen "App-Spielereien" kann ich ohnehin wenig anfangen.)

von DigiBC - am 17.08.2011 17:07
Ich wünschte, in allen Bundesländern wäre man so innovationsfreudig wie in Bayern: Dann bräuchte man sich über die Zukunft des Digitalradios keine Sorgen zu machen. ;)

Leider tut sich außerhalb Bayerns und Hessens (dort allerdings auch nur im Rhein-Main-Gebiet, während Nordhessen - mal wieder - ausgesperrt bleibt) in Sachen Landesmuxe fast gar nichts: In Rheinland-Pfalz hat man einen Landesmux ausgeschrieben und es haben gerade mal zwei Anbieter Interesse gezeigt.

In NRW geht es gegenwärtig genau in die umgekehrte Richtung: Dort wird DAB+ auf Landesebene zurückgefahren, obwohl gerade hier die Erfolgsaussichten am allergrößten sind. :rolleyes:

Zitat
Wiesbadener
Endlich mal vernünftiges Radio wenn man z.B. im Schwimmbad liegt.

Sind hr 1-4, hr Info, You FM, Energy Rhein-Main, Radio BoB, Big FM, Rockland Radio, Planet Radio, Harmony FM, RPR 1, Radio Rheinwelle, DasDing, SWR 1-4, Deutschlandfunk und AFN nicht vernünftig? - Gerade in Wiesbaden ist die Auswahl doch wohl traumhaft!
Ich frage mich, wie viele Leute dort einen Drang verspüren, sich ein DAB+-Radio zuzulegen.

Das ist ja das Dumme beim Bundesmux: Man kann ihn vorallem dort empfangen, wo es auch eine vernünftige Auswahl auf UKW gibt.
In den ländlichen Gebieten ist nicht nur die Anzahl an UKW-Sendern geringer, auch ist dort der Bundesmux vielfach nicht oder nur schlecht zu empfangen.

von Internetradiofan - am 17.08.2011 18:17
Man sollte sich vielleicht mal die Frage stellen: Angenommen DAB+ wird wirklich 2013 oder 2014 eingestellt. Wie geht es denn dann weiter?

UKW forever?
Oder Einstellung jeglichen Rundfunks und Verbreitung nur noch über das Internet?

Für weitere 10 bis 20 Jahre ist UKW vielleicht noch gut. Aber danach? Irgendwann wird man auch das letzte Relikt aus analogen Zeiten, zumindest für landesweite Ketten, einstampfen wollen. Wird dann das mobile Internet UKW tatsächlich komplett ersetzen können? Aus den schon von DigiBC genannten Gründen glaube ich auch längerfristig nicht daran.

Früher oder später müsste also ein erneuter Anlauf unternommen werden, digitalen Hörfunk zu etablieren, mit welcher Technologie auch immer. Wäre es da nicht besser, noch etwas mehr Ehrgeiz (und Geld) in die Etablierung von DAB+ in den nächsten 2 Jahren zu stecken? Wäre das langfristig gesehen nicht die günstigere Variante und DAB+ so gesehen zum Erfolg verdammt?

So betrachtet, müssten für den Fall, dass DAB+ auch nach IFA und Weihnachten nur schleppend anläuft, zusätzliche Anreize, z.B. in Form besseren Empfangs entlang der Autobahnen und/oder Schließen der größten Empfangslücken, geschaffen werden oder die Rahmenbedingungen von der Politik zugunsten von DAB+ geändert werden, z.B. indem tatsächlich ein konkreter Abschalttermin für UKW angekündigt wird. Eine "schleichende" Verschlechterung der Versorgung über UKW wurde ja auch hier im Forum als Möglichkeit schon diskutiert.

Sollte DAB+ tatsächlich eingestellt werden, ist das Thema Digitalisierung des Hörfunks aus meiner Sicht jedenfalls nicht abgeschlossen.







von Funkohr - am 17.08.2011 19:15
Zitat
Funkohr
Man sollte sich vielleicht mal die Frage stellen: Angenommen DAB+ wird wirklich 2013 oder 2014 eingestellt. Wie geht es denn dann weiter?

UKW forever?
Oder Einstellung jeglichen Rundfunks und Verbreitung nur noch über das Internet?


Das ist - lt. Dehnmedia - in Österreich so vorgesehen, dort heißt es:
Zitat
http://www.dehnmedia.de/?page=update&subpage=arch1108
12.8.2011 • Digitalradio: In Österreich „maximal ein Übergangsmedium“

Das am 1. August in Deutschland gestartete DAB+-Radio hat für Karl Amon keine herausragende Zukunftsbedeutung. Selbst nach möglicher erfolgreicher Einführung in Deutschland und einem späteren Start in Österreich „glaube ich, dass es maximal ein Übergangsmedium ist, weil einfach das Internet die Vorteile der Digitalisierung in viel besserem und preisgünstigerem Umfang bietet“. Das erklärte der Radiodirektor des ORF gegenüber der Nachrichtenagentur APA.
Ein Pilotbetrieb mit DAB+ könnte in der Alpenrepublik noch 2011 beginnen. Für die fünf Ensembles á 15 Programme werden „Interessensbekundungen bis Mitte 2012 erwartet. Für einen Regelbetrieb soll jedoch die Entwicklung in anderen Ländern, insbesondere beim Nachbarn Deutschland, abgewartet werden. Da auch in Österrreich bisher von einer UKW-Abschaltung nicht die Rede ist, stehen viele Veranstalter den doppelten Verbreitungskosten ablehnend gegenüber. Sendungen mit DAB (alt) wurden bereits 2008 eingestellt.


Fragt sich, wieso dennoch DAB+ - Testsendungen dort geplant sind.

von Analog-Freak - am 17.08.2011 19:42
Mich würde nur mal interessieren, wie man sich bei den Privaten im Bundesmux eigentlich die Zukunft vorstellt. Möglichst wenig Sender in Betrieb nehmen und hauptsächlich die Festplatte dudeln lassen. So erreicht man doch technisch und inhaltich keine neuen Hörer, geschweigedenn dass sich der Normalo dafür ein zusätzliches Gerät anschafft.

Müssten nicht gerade die Privaten (die Geld mit Radio verdienen müssen/wollen) JETZT den schnellen Ausbau fordern?!? Man muss doch kein Wirtschaftsweiser sein, um festzustellen, dass wenn man JETZT nicht investiert, auch SPÄTER keinen Gewinn einfahren kann. Wem der Senderausbau im Moment zu teuer ist, der kann sich auch gleich die 400.000¤/Jahr sparen, wird dann später eh nix mit Gewinn.

Wer von NRJ, Absolut und Co wirklich glaubt, dass man mit dem jetzigen Stand (Programm + techn. Reichweite) bis 2014 noch irgnendeinen Blumentopf gewinnt, muss ein echter Optimist sein.



von Philipp77 - am 17.08.2011 21:02
Zitat
Analog-Freak
Zitat
Funkohr
Man sollte sich vielleicht mal die Frage stellen: Angenommen DAB+ wird wirklich 2013 oder 2014 eingestellt. Wie geht es denn dann weiter?

UKW forever?
Oder Einstellung jeglichen Rundfunks und Verbreitung nur noch über das Internet?


Das ist - lt. Dehnmedia - in Österreich so vorgesehen, dort heißt es:
Zitat
http://www.dehnmedia.de/?page=update&subpage=arch1108
12.8.2011 • Digitalradio: In Österreich „maximal ein Übergangsmedium“

Das am 1. August in Deutschland gestartete DAB+-Radio hat für Karl Amon keine herausragende Zukunftsbedeutung. Selbst nach möglicher erfolgreicher Einführung in Deutschland und einem späteren Start in Österreich „glaube ich, dass es maximal ein Übergangsmedium ist, weil einfach das Internet die Vorteile der Digitalisierung in viel besserem und preisgünstigerem Umfang bietet“. Das erklärte der Radiodirektor des ORF gegenüber der Nachrichtenagentur APA.
Ein Pilotbetrieb mit DAB+ könnte in der Alpenrepublik noch 2011 beginnen. Für die fünf Ensembles á 15 Programme werden „Interessensbekundungen bis Mitte 2012 erwartet. Für einen Regelbetrieb soll jedoch die Entwicklung in anderen Ländern, insbesondere beim Nachbarn Deutschland, abgewartet werden. Da auch in Österrreich bisher von einer UKW-Abschaltung nicht die Rede ist, stehen viele Veranstalter den doppelten Verbreitungskosten ablehnend gegenüber. Sendungen mit DAB (alt) wurden bereits 2008 eingestellt.

-

DIe ORS verheimlicht auch Informationen zu diesem geplanten Test und gibt sie z.B nur auf Anfrage raus. Wieso, ist mir schleierhaft. Man will wohl gleich wie 2008 verfahren und unter Auschluss der Öffentlichkeit den Test durchführen.

Der ORF will Zitat" Seine marktmacht halten" und ist nicht an DAB+ interessiert.

von RTL 102.5 Fan - am 17.08.2011 21:19
@Philip77

Angeblich erreicht man in Deutschland mit dem derzeitigen Ausbau 40% und mehr potentielle Hörer. Wenn man diese Zahl mit der Bevölkerung multipliziert, dann hat DAB+ ein ziemlich grosses Hörerpotential, keine Frage. Also, DAB+ braucht - wenn keine andere Werbung gemacht wird - eine Mund zu Mund Propaganda und das kann schon ein Jahr dauern. Ferner müssten jetzt noch die Autohersteller für ihre Neuwagen, aber auch für die älteren Modelle Geräte zur Nachrüstung anbieten, dann wäre man schon aus dem "Schneider". Diese Geräte sollten dann inkl. Antenne ab etwa 300 ¤ (eingebaut!) zu haben sein (Notfalls auch nur ein Zusatztuner zum bestehenden Radio). So würde ich mir keine DAB-Sorgen machen. Ein USB-Stick mit Player für ein normales Radio könnte noch ganz andere Dimensionen erreichen. Natürlich müsste dieser noch ein "klein" wenig besser als der derzeitige Noxon funktionieren.;-)

von drahtlos - am 17.08.2011 21:46
@RTL 102.5 Fan: Interessant, dass man in Österreich in Sachen DAB+ erst einmal die Entwicklung in Deutschland abwarten möchte.
Innovationsfreudigkeit sieht anders aus!

Zitat
Philipp77
Mich würde nur mal interessieren, wie man sich bei den Privaten im Bundesmux eigentlich die Zukunft vorstellt. Möglichst wenig Sender in Betrieb nehmen und hauptsächlich die Festplatte dudeln lassen.

Ich hatte mal eine hohe Meinung von MagicStar: Nachdem ich die zwei Tage lang morgens vor der Arbeit via Webstream gehört habe, ist mir das Interesse an dem Sender vergangen: So gut ist die Musikauswahl nun auch nicht, vorallem jedoch: Es fehlt jegliche Moderation und zwischen allen zwei, drei Titeln läuft Werbung. :sneg:

Da bleibe ich doch lieber beim reinen Webradio: Dort moderiert zwar auch niemand, aber man wird wenigstens nicht ständig durch die immer gleichen Werbeeinblendungen genervt. ;)

Entweder man bringt in mehreren Multiplexen 30 bis 40 musikalische Spartensender via DAB+ on air und verzichtet dabei aus Kostengründen auf eine Moderation, oder man entscheidet sich für 15 bis 20 Sender, dann aber richtige Programme, die von einem Menschen, der hinter einem Mikro sitzt, gestaltet werden und nicht von einer toten Maschine, die die Titel nach dem Zufallsprinzip auswählt.

von Internetradiofan - am 17.08.2011 21:48
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit DAB+ eine zufrieden stellende (Flächen-) Versorgung erreichen wird. Schon garnicht für mobile Nutzung (Auto).
Ich denke da nur an den erforderlichen Antennenaufwand, den man hier früher hatte, um einen ordentlichen Enpfang im Band 3 zu erzielen. Wenn ich die damalige Senderdichte (inkl. Füllsender) und die gefahrenen Sendeleistungen zu Grunde lege, wird DAB+ wohl nur etwas fürs Flachland und die Ballungsgebiete.
Wenn man nicht gerade einen Sender in seiner Nähe hat, wird sich der mobile DAB-Spaß sehr in Grenzen halten.
Hier in unserer bergigen Region (Pampa) bleibt also alles beim Alten: Kein schnelles Internet, kein Handyempfang, kein DAB+, ...aber UKW. :cool:


von Radio-DX - am 17.08.2011 22:33
@Radio-DX:
Das entspricht nicht im Geringsten meinen Erfahrungen mit DAB.
Drei Sender (München, Gelbelsee, Nürnberg) reichen, um das hügelige Bayern von Wolfratshausen bis Bamberg an einer Scheibenenantenne im Auto zu versorgen. Ich rede hierbei von weitestgehend aussetzerfreiem Empfang (ca. 2-3 Sekunden Signalverlust auf >250 km Autobahnfahrt).
Mit einer richtigen Antenne gehts noch besser.

Die damalige Senderdichte darfst Du eh nicht zugrunde legen, "damals" war vermutlich die Zeit mit 1 kW maximaler Sendeleistung.

Anderer Vergleich: Das fast schon flächendeckende Netz auf 12D in Bayern hat eine Summen-ERP (alle Sender zusammen) von nichtmal 70 kW. Mit ca. 320 kW Summen-ERP erreicht beispielsweise der DLF nicht einmal ansatzweise eine ähnliche Versorgung in der Fläche. Der BR pustet pro Programm ca. 800 kW ERP in die Luft.

Und noch ein Beispiel: Ich empfange hier in der Wohnung den SWR-Multiplex aus ca. 120 km Entfernung nicht ganz aussetzerfrei - er sendet derzeit nur mit 1 kW. Mit 10 kW wären > 6 dB Reserve vorhanden, der Empfang in der Wohnung wäre "felsenfest".

von DH0GHU - am 17.08.2011 22:49
Ja, für Mobilempfang reichen bei DAB wirklich geringe Sendeleistungen aus, das 12D Netz versorgt Bayern damit nahezu flächendeckend. Trotz Ausblendung geht zB der Kreuzberg bereits 50km vor der Grenze in Hessen.
Aber das Problem ist sicher die inhaus Versorgung. Hier macht sich die höhere Dämpfung gegenüber UKW deutlich bemerkbar.
Ich hab hier am Fenster 4 Muxe einwandfrei stabil drin mit Stabantenne im Erdgeschoß. Sobald man vom Fenster weggeht, brechen die Muxe weg. Nur 12D geht noch etwas besser, aber im Hausinneren ist damit auch Ende. Kein Empfang mehr möglich.
Bei UKW gehen dort allerdings auch nur die starken Sender plus die R. Bamberg Funzel in Sichtweite gut. Und natürlich kann von sauberem Stereoempfang keine Rede sein...

von Terranus - am 17.08.2011 22:55
Zitat
Internetradiofan
Wozu also der Kauf eines teuren DAB+-Radios, wenn man mit der Auswahl auf UKW genauso gut bedient ist?

Wenn du danach gehst brauch man auch kein Internetradio. Und ist es nicht gerade das was du so gerne willst?
Zitat
Internetradiofan
In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg oder München liefert DAB+ kaum einen Mehrwert, da es bereits auf UKW eine breite Auswahl an Sendern und Formaten gibt.


Hast du in Nürnberg schon mal die Funkhaussender angehört? Das ist Langeweile pur. Da ist die breite Auswahl die es über DAB/DAB+ gibt eine Wohltat.



Was DAB+ generell angeht, ich denke zur IFA wird man richtig mit der Werbung beginnen. Ich selbst bin jetzt schon begeistert, liegt Amberg was die Empfangsprognose angeht eher im Grenzbereich, trotz allem empfange ich den Bundesmux indoor. Laut "Digitalradio.de" dürfte es hier aber nur outdoor gehen. Damit übertrifft es meine Erwartungen.

von Winterkönig - am 18.08.2011 07:02
Zitat
TerranusI
Dieses ständige Vergleichen mit Internetradio ist einfach Quatsch. Die Mobilfunknetze sind ebenfalls keinesfalls flächendeckend verfügbar und könnten eine große Zahl von Hörern nicht versorgen, die sind jetzt schon überbelastet. Einige wollen einfach die neue Mautstelle Mobilfunkbetreiber auf Teufel komm raus. Dabei schwitzen die jetzt schon wenn sie an die ganzen Smartphones denken, und ihre überbelasteten Netze. Ist ja nicht so, dass die Mobilfunknetze nichts kosten, so wie immer getan wird.


Sehe ich genauso, war am Montag erst in Nürnberg und bin dann später nach Pleinfeld zum Brombachsee gefahren (mit dem Zug). Bis fast nach Pleinfeld war sogar der Lokalmux aus Nürnberg zu empfangen. Direkt am See auf eine Bank gesetzt und dort Kiss FM gehört. Von Ramsberg aus bin ich wieder nach Nürnberg, in Ramsberg am Bahnhof empfing ich auch den Lokalmux aus Ingolstadt. Internet übers Handy war aber dort kaum möglich.

Zitat
TerranusI
Gerade in Nürnberg bietet DAB einen Mehrwert !!! Sender wie Bayern plus, Fantasy, Pirate, Vilradio, bieten andere Klangfarben, dazu sind mittlerweile viele der "normalen" Sender auch über DAB hörbar.
Die mobile Empfangsqualität ist trotz teilweise niedriger Datenraten der von UKW WEIT überlegen.


Dazu brauche ich nichts mehr schreiben, kann ich bestätigen.



von Winterkönig - am 18.08.2011 07:21
Zitat
TerranusI
Eine Strategie wäre es gerade in Bayern, irgendwann die Abschaltung dieser Programme in Aussicht zu stellen und per Gesetz festzuschreiben, dass die leeren Frequenzen nicht wieder belegt werden dürfen.

Oder für Lokal- und Sublokalfunk reservieren.
Ab 2015 dürfen die Programmanbieter ihren Senderbetreiber selbst wählen oder es, wenn die Fähigkeiten vorhanden sind, selber machen. Damit wird es kostengünstig.
Ich kann mir gut vorstellen, daß es gerade in religiös geprägten Gebieten einen recht großen Bedarf an Kirchenfunk gibt, auf diese Weise würde man dafür Platz schaffen.
Wenn man sieht, wie ein solches Angebot in den Niederlanden angenommen wird (> 480 Gemeinden), dann kann ich mir ähnliches auch sehr gut in DL vorstellen.


von Nohab - am 18.08.2011 07:29
Zitat
Spacelab
Mal davon abgesehen das dann der Datenschutz mit Füßen getreten wird wäre das auch der Startschuss für Pay-Radio. Und damit meine ich jetzt nicht die Grundgebühr die ich meinem Mobilfunkprovider abdrücken muss. Sondern echtes Pay-Radio. "Wenn Sie hier drücken ziehen wir ihnen 1,99Euro pro gehörter Stunde von ihrer Mobilfunkrechnung ab."


Aber vom Grundsatz her wäre das bei DAB doch auch möglich verschlüsselte Angebote für einen bestimmten Nutzerkreis zu übertragen, oder? Soweit ich gelesen habe wäre das bei "Litera" ja der Fall gewesen. Über die Hintergrunde warum das nicht möglich ist lässt sich ja spekulieren, ich nehme mal an, dass es auf der Empfängerseite keine entsprechende Hardware gibt.

von mysputnik - am 18.08.2011 08:27
Zitat
mysputnik
Aber vom Grundsatz her wäre das bei DAB doch auch möglich verschlüsselte Angebote für einen bestimmten Nutzerkreis zu übertragen, oder? Soweit ich gelesen habe wäre das bei "Litera" ja der Fall gewesen. Über die Hintergrunde warum das nicht möglich ist lässt sich ja spekulieren, ich nehme mal an, dass es auf der Empfängerseite keine entsprechende Hardware gibt.

Doch, Hardware gibt es, allerdings nur in begrenzter Stückzahl und nur altes DAB.
In Singapur gibt es eine Firma namens 'Rediffusion', die betreiben dort eine Art drahtloses Kabelradio. http://www.rediffusion.com.sg/
Wer lauschen will, muß monatlich Geld abdrücken, das Ganze ist verschlüsselt.
Mittlerweile auch ein Programm FTA.

Letztendlich wäre es aber nur eine Softwarefrage.


von Nohab - am 18.08.2011 08:38
Ich muss es hier auch nochmals bringen:
Tragisch an diesem geplanten Ausbaustop bis 2014 ist eben, dass die Deutschlandradios sich nun fast von der Hälfte Ihrer Hörer verabschiedet haben. Ich schätze die Situation so ein, dass bei den Deutschlandradios überdurchschnittlich viele Menschen via DAB hören. Der DLF ist wohl in vielen Regionen problemlos noch per UKW und MW/LW zu hören, im Osten und in grösseren Städten ist auch DLR Kultur weitgehend auf UKW verfügbar, aber DLR Wissen steht nun ganz blöd da - da gibts jetzt viel weniger terrestrische Verbreitung als noch im Juli 2011. Gerade im Süden von Deutschland (B-àW, Bayern) ist DAB doch in den Haushalten wesentlich verbreiteter, als das manche hier denken (eine siebenstellige Zahl von Empfängern ist in diesen beiden Bundesländern wohl sicher vorhanden). Wer ausserhalb der Ballungszentren wohnt und keine Super-DAB (bzw.TV-Band III)-Antenne auf dem Dach hat, schaut jetzt in die Röhre bzw. ist auf die Webstreams oder Kabel- und Sat-Empfang angewiesen, also ists so ziemlich aus mit dem mobilen Empfang.
Deshalb ist es im Interesse von Deutschlandradio, aber auch von den privaten Sendern, dass jetzt der Vollausbau möglichst rasch aufgenommen wird (und nicht erst 2015); denn die privaten Sender die auf dem Bundemux sind, wollen ja eben auch Geld verdienen, das können sie nur dann wirklich, wenn sie auch quasi flächendeckend empfangbar sind.

von dxbruelhart - am 18.08.2011 08:39
Klar wäre auch über DAB+ eine Verschlüsselung möglich. Über Worldspace wurde das damals ja auch gemacht. Allerdings könnte man Pay-Radio über Internet den Leuten besser verkaufen. So nach dem Motto: "Sie bezahlen nur das was sie hören". Also Abrechnung pro Minute oder Stunde. Und das sehr einfache Bezahlen über die Mobilfunkrechnung könnte ebenfalls die Hemmschwelle senken mal ein kostenpflichtiges Radioprogramm zu hören. Man muss ja auch nicht gleich komplett verschlüsseln. Es wäre ja auch möglich nur die Sahnestücke im Programm kostenpflichtig zu machen. "Weiterhören? Drücken Sie hier und für nur 2,99Euro gibts den kompletten Trancemix." Ich habe da vollstes vertrauen in die Marketingfuzzies das die sich da schon was ausknobeln werden. :rolleyes:

von Spacelab - am 18.08.2011 08:51
Zitat
dxbruelhart
Ich muss es hier auch nochmals bringen:
Tragisch an diesem geplanten Ausbaustop bis 2014 ist eben, dass die Deutschlandradios sich nun fast von der Hälfte Ihrer Hörer verabschiedet haben. Ich schätze die Situation so ein, dass bei den Deutschlandradios überdurchschnittlich viele Menschen via DAB hören. Der DLF ist wohl in vielen Regionen problemlos noch per UKW und MW/LW zu hören, im Osten und in grösseren Städten ist auch DLR Kultur weitgehend auf UKW verfügbar, aber DLR Wissen steht nun ganz blöd da - da gibts jetzt viel weniger terrestrische Verbreitung als noch im Juli 2011. Gerade im Süden von Deutschland (B-àW, Bayern) ist DAB doch in den Haushalten wesentlich verbreiteter, als das manche hier denken (eine siebenstellige Zahl von Empfängern ist in diesen beiden Bundesländern wohl sicher vorhanden). Wer ausserhalb der Ballungszentren wohnt und keine Super-DAB (bzw.TV-Band III)-Antenne auf dem Dach hat, schaut jetzt in die Röhre bzw. ist auf die Webstreams oder Kabel- und Sat-Empfang angewiesen, also ists so ziemlich aus mit dem mobilen Empfang.
Deshalb ist es im Interesse von Deutschlandradio, aber auch von den privaten Sendern, dass jetzt der Vollausbau möglichst rasch aufgenommen wird (und nicht erst 2015); denn die privaten Sender die auf dem Bundemux sind, wollen ja eben auch Geld verdienen, das können sie nur dann wirklich, wenn sie auch quasi flächendeckend empfangbar sind.


Was DLF und DLR angeht waren diese Sender in Bayern über DAB sowieso nur in den Ballungsgebieten zu hören, in Ländlichen Raum waren beide Sender sowieso nicht vertreten. Dank den Bundesmux sind diese Sender aber nun nicht mehr nur in Nürnberg oder München digital zu hören, sondern auch hier in Amberg. Ich denke das sich gerade hier die Reichweite sogar erhöht hat.

von Winterkönig - am 18.08.2011 09:26
Zitat
Wiesbadener
Es ist unstrittig ,dass DAB UKW in allen Belangen überlegen ist.

Aber es bleibt die Frage, was man daraus macht :sneg: . Betrachten wir es mal für mich nüchtern: Ein Metal-Programm ist nicht dabei und AFK MAX gibt es nicht via DAB/DAB+. mdr, SWR und hr sind hier via UKW stationär stabil empfangbar. Bei DAB/DAB+ habe ich allenfalls Sonneberg für einen Yagi-Empfang im Verdacht. Von Aalen wird hier selbst DVB-T mit einer 91-Elemente-Yagi nur kurz eingelesen, obwohl die Prognosekarten einen Dachantennenempfang ausweisen. Vermutlich würde der Heidelstein wie bei DVB-T auch für eine Überraschung sorgen ;-) . Aber: Man könnte das DAB-Angebot auch wie bei DVB-T mit den Nachbarn bereichern. Macht man aber nicht und will man zukünftig auch nicht :sneg: .
Zitat
Ulrich Hilsinger
Und noch ein Beispiel: Ich empfange hier in der Wohnung den SWR-Multiplex aus ca. 120 km Entfernung nicht ganz aussetzerfrei - er sendet derzeit nur mit 1 kW. Mit 10 kW wären > 6 dB Reserve vorhanden, der Empfang in der Wohnung wäre "felsenfest".

Da können wir mal gespannt sein, wer zuerst seines bekommt: Du die Leistungserhöhrung für den SWR oder Aufschaltung auf dem Grünten oder ich das ursprünglich koordinierte Antennendiagramm der 106,2 am Heidelstein. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, fürchte aber, das unsere beiden Wünsche nicht umgesetzt werden.
Und genau das wäre eines unstrittigen der Vorteile für DAB: SWR vom Grünten und Augsburg-Welden als zusätzliche Standorte könnte man einfach ein ein SFN einbinden...

von Thomas (Metal) - am 18.08.2011 10:41
Zitat
Thomas (Metal)
Bei DAB/DAB+ habe ich allenfalls Sonneberg für einen Yagi-Empfang im Verdacht. Von Aalen wird hier selbst DVB-T mit einer 91-Elemente-Yagi nur kurz eingelesen, obwohl die Prognosekarten einen Dachantennenempfang ausweisen.


Laut Sender-Tabelle ist der Sonneberg gar nicht in Betrieb. Aber selbst wenn, würde er (wie auch die anderen Sender in Thüringen) noch nicht mit "normaler" Sendeleistung laufen, sondern mit 1 kW oder niederiger vor sich hinfunzeln. Du vergleichst da Äpfel mit Birnen.

Zitat
Thomas (Metal)
Aber: Man könnte das DAB-Angebot auch wie bei DVB-T mit den Nachbarn bereichern. Macht man aber nicht und will man zukünftig auch nicht :sneg: .


Welchen Sinn macht das? Wir sprechen hier von terrestrischer Verbreitung. Wenn ich Programme von woanders hören will, greife ich zu DVB-S (oder Internet). Und wenn ich im Grenzgebiet wohne, bekomme ich sowieso die Programme von "drüben" - auch per DAB.
Ich bin auch der Meinung, dass "fremde" Dritte Programme auf DVB-T nichts zu suchen haben. Weg damit - früher konnte man in Passau über Antenne auch kein SWR Fernsehen sehen! Mit einem bundesweiten Programm wie z.B. Einsfestival wäre man besser dran und es wäre auch logisch.
(Keine Ahnung, wie oft ich das schon geschrieben habe)

von DigiAndi - am 18.08.2011 10:49
@ DigiAndi:
Schon klar, daß aus Sonneberg derzeit nicht kommen kann. Dennoch sollte man einen Vergleich anstellen können. (Fernsehen) Analog hatte sehr hohe Leistungen. Trotz der relativ geringen ERP bei DVB-T kann ich ohne Aussetzer empfangen und das obwohl gerade dieser Standort hier im Forum für seine geringe DVB-T-Reichweite angezählt wurde. So sollten sich durchaus Überlegungen lohnen was passiert wenn man im Hörfung in ein digitales System überwechselt.
Ich halte es durchaus für sinnvoll die Programme der Nachbarbundesländer mitzuverbreiten! Vielleicht argumentiertst du so, falls du aus dem Raum Passau kommst, also weit weit von einem Nachbarbundesland und damit kein Nachbarbundesland empfangbar war. Du konntest daran also nie teilhaben und es ist für dich nicht nachvollziehbar. Da frag dann doch mal bitte im Rhein-Main-Gebiet wie das damals mit SWF3 war oder im Raum Köln, oder, oder, oder. Bei den ganzen privaten Programmen die dann diese von dir angedachten Plätze einnehmen könnten frage ich mich eines: Wie soll sich das auf Dauer rechnen? Vor allem dann, wenn die Ausstrahlung bundesweit sein soll! Es gibt dagegen das Programm aus dem Nachbarbundesland bereits. Zudem nehmen die keinen Platz weg, sondern das SFN würde einfach in seiner Fläche erweitert werden. Das wir ein Qualitätsproblem in den Programmen haben ist ein Thema, was anderweitig zu diskutieren ist. Und nochwas: DAB ist doch auch für den mobilen Empfang konzipiert worden :rolleyes: . Wo geht denn mobil DVB-S oder durchgehend Internet und letzteres mit ordentlicher Datenrate? Und das im Grenzgebiet die Programme via DAB von drüben gehen sollen ist eine Legende. Ein Eintrag zuvor hieß es, daß der Kreuzberg nur 50km nach Norden ins hessische reicht. Per UKW kann man bereits ab der Landesgrenze NRW - Hessen (BAB 44) stabil empfangen. Und UKW ist das doch abzulösende System :rolleyes: ...

von Thomas (Metal) - am 18.08.2011 11:25
Hat sich das also mittlerweile geklärt, dass das Problem vom Woody auf einem Fireware-Bug beruht und dass dies mit den Datendiensten zusammenhängt? Wenn ja, wieso sind die Datendienste schuld? Sorry, falls ich's überlesen habe, aber wenn man mal einen Tag nicht ins Forum kann, verpasst man mittlerweile so einiges... ;-)

Allerdings: Mein Technics ST-GT1000 hat auch ein Problem mit 5C. Der zeigt zwar sowieso nur die MP2-Programme an, aber auf 5C hat er von Anfang an nur DKultur eingelesen. Und seit ein paar Tagen liest er gar kein Programm mehr auf 5C ein (der Mux an sich geht aber natürlich).

So oder so bin ich aber auch der Meinung, dass man den Deutschlandfunk und das Deutschlandradio Kultur jetzt gleich auf AAC bei gleicher Bitrate umstellen sollte. Da hätten alle was davon...

von DigiAndi - am 18.08.2011 12:36
Wenn wir schon OT sind, der Vollständigkeit halber:

Wenn ich hier die BR-Dubletten und die Programme, bei denen es ggf. mal kurz blubbert und für die eine Antennenausrichtung nötig ist, dazu zähle, gehen hier 40 Programme, die IRT-Testensembles, den BR-Surroundtest und die vielen Livespiele von 90elf NICHT mitgerechnet. Mit etwas Antennenaufwand würden auch noch die immer einlesbaren 5 SWR-Programme gehen.

Zumindest hier im tiefsten Oberbayern ist der Status Quo vollkommen akzeptabel. Bis auf 12D (Sicht zu Hohenpeißenberg und Laber) sind alle beteiligten Sender 60km oder weiter weg.

Auf UKW gehen am gleichen Platz nur 14 Programme, davon einige nicht in Stereo-Qualität und nur mit genauer Antennenausrichtung.

Wird langsam Zeit, sämtliche Empfangsgeräte durch DAB+-taugliches Equipment zu ersetzen und der UKW-Tristesse zu entfliehen :)


von DH0GHU - am 18.08.2011 18:08
Zitat

Ich halte es durchaus für sinnvoll die Programme der Nachbarbundesländer mitzuverbreiten! Vielleicht argumentiertst du so, falls du aus dem Raum Passau kommst, also weit weit von einem Nachbarbundesland und damit kein Nachbarbundesland empfangbar war. Du konntest daran also nie teilhaben und es ist für dich nicht nachvollziehbar. Da frag dann doch mal bitte im Rhein-Main-Gebiet wie das damals mit SWF3 war oder im Raum Köln, oder, oder, oder.

SWF3 auch analog mit Zimmerantenne? Ich würde einfach mal schätzen dass in Rhein-Main und in Köln der SWR auch über DVB-T mittels Dachantenne immernoch aus BW/RP möglich wäre. Aber selbst wenn wir da beide Augen zudrücken, bleibt immer noch die Frage, was der WDR im BW-Mux zu suchen hat und der BR im NDR-Mux.

Zitat

Bei den ganzen privaten Programmen die dann diese von dir angedachten Plätze einnehmen könnten frage ich mich eines: Wie soll sich das auf Dauer rechnen? Vor allem dann, wenn die Ausstrahlung bundesweit sein soll! Es gibt dagegen das Programm aus dem Nachbarbundesland bereits. Zudem nehmen die keinen Platz weg, sondern das SFN würde einfach in seiner Fläche erweitert werden.

1. Warum sollten die Anbieter aus dem Nachbarbundesland ein Interesse daran haben Sender im "Ausland" zu betreiben, die nicht zur Inlandversorgung beitragen? (oder warum sollte ein Inlandsender sich die eigene Konkurenz finanzieren?)
2. Wie weit denn ausdehnen? (wo soll denn da noch die Grenze festgesteckt werden)
3. Programme, die bundesweit senden wollen und keinen Platz im Bundesmux bekommen haben können sich immernoch auf die Landes- und Lokalmuxe bewerben.
4. Wie viel programmlichen Mehrwert bieten überhaupt die Programme aus den Nachbarbundesländern?

von Zwölf - am 19.08.2011 08:18
BR2 und WDR5 sind auch einmalig gute Programme; Radio 1 vom RBB ist auch etwas ganz eigenes und sehr gutes; diese und die vorgenannten ( Funkhaus Europa, Kiraka, ON3Radio und Bayern Plus) sowie wohl noch weitere einzigartige öffentlich-rechtliche Programme könnten in ein zweites Bundesmux; ansonten wäre eine Idee von mir, dass in jedem Bundesland auch die Bundesländer-Muxe der Nachbarbundesländer automatisch verbreitet würden (also z.B. in Hessen werden auch Ba-Wü, Bayern, Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen unverändert verbreitet).
Heuzutage hören immer noch sehr viele Radiohörer mit Vorliebe Sender aus Nachbarregionen, hier z.B. Sender aus Frankreich, Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg.

von dxbruelhart - am 19.08.2011 09:35
Zitat
Wiesbadener
(...)Aber ihr habt recht: Der hr würde doch nie zulassen z.B. SWR 3 in den eigenen Muxx aufzunehmen.
.

Natürlich nicht in den eigenen Mux ;-) . Sondern, um beim Beispiel SWR3 im Rhein-Main-Gebiet zu bleiben, was man auch schon via Hohe Wurzel und Donnersberg auf 12A verbreitet mindestens noch auf dem Gr. Feldberg aufzuschalten, ggf. noch zusätzlich Angelburg, GI-Dünsberg und Krehberg.
Sicherlich gäbe es irgendwo Probleme mit den Nachbarländern, wie 12B Thüringen vs 12B Baden-Württemberg: Wie will man die gleichzeitig in Würzburg betreiben? Dennoch sollte man feststellen, daß damals nur Kanal12 mit geringer Leistung zur Verfügung hatte und jetzt das ganze VHF-Band-III. Es sollte da doch möglich sein DAB mindestens so abzubilden wie der Status-Quo auf UKW ist. Ansonsten entscheidet irgendwann der Teilnehmer und der wollte DAB bisher offenbar nicht so zwingend :rolleyes: . Sicherlich sind die Nachbar-Hörer, wenn man der rms-Tabelle ( http://www.media-analyse.rms.de/ , Vorfilter/Gebiet entsprechend setzen)glaubt nicht so groß, aber es gibt sie definitv auch in der MA in meßbarer Anzahl. Glaubt man diesen durchaus umstrittenen Zahlen, so sind es in Hessen 52.000 Hörer in der durchschnittlichen Stunde für SWR3. Um dann die Größenordnung einzuschätzen, schaue man bitte mal auf YOUFM (53.000) oder BOB (59.000).

von Thomas (Metal) - am 19.08.2011 10:40
In der Freien Presse Chemnitz - Regionalteil Annaberg gab es letzte Woche den folgenden irreführenden Bericht zum Thema

Zitat
Freie Presse Annaberg
Geyer: Digital-Radio strahlt frühestens 2014 aus

Geyer. Bevor Hörer in den 100-prozentigen Genuss des neuen digitalen Radios DAB plus kommen, wird es im Erzgebirge noch etwas dauern. Zwar sind seit dem Sendestart am 1.August die sechs Programme des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), vier Angebote des Deutschlandfunks und das Bundesliga-Radio "90elf" mit speziell ausgerüsteten Empfangsgeräten zu hören. Acht bundesweit ausgestrahlte Privatsender fehlen jedoch. "Ein vollständiger Ausbau am Funkturm Geyer ist frühestens für 2014 vorgesehen", erklärt Harald Crump, Sprecher beim Unternehmen Media Broadcast, das sich um den Ausbau des Digitalradio-Netzes kümmert. Die Empfangsmöglichkeiten sind an den Stationen in Geyer und Chemnitz-Reichenhain auf zehn öffentlich-rechtliche Sender und das Bundesliga-Radio beschränkt.


erschienen am 11.08.2011


von xamsa - am 21.08.2011 06:36
Ich frage mich bei solchen Presseartikeln immer: "Wenn das schon nicht stimmt, worüber du Bescheid weißt, wie sollst du dann andere Dinge glauben, über die du nicht Bescheid weißt ?"

Schon eine Woche eher gab es in der FP auf der Ratgeberseite einen Artikel zum Sendestart von DAB+, mit ebensolchem Schmarrn. Ich habe daraufhin den verantwortlichen Redakteur kontaktiert und er hat eine Woche später eine Berichtigung abgedruckt. Just am selben Tag kommt dieser Artikel auf der Regionalseite. Der Redakteur schrieb mir damals, dass er überhaupt nicht weiter recherchiert hat, sondern auf die Richtigkeit der herausgegebenen Pressemitteilung vertraut hat. Dabei wäre es so einfach sich übers Netz richtige Infos zu holen. Ein Blick auf's Portal Digitalradio.de würde für's Erste schon reichen.

von xamsa - am 21.08.2011 07:23
Zitat
Thomas (Metal)
Ein Eintrag zuvor hieß es, daß der Kreuzberg nur 50km nach Norden ins hessische reicht. Per UKW kann man bereits ab der Landesgrenze NRW - Hessen (BAB 44) stabil empfangen. Und UKW ist das doch abzulösende System :rolleyes: ...


Auf Anhöhen vielleicht... Ich empfehle mal jedem, der das behauptet, die B279 Neustadt/Saale -> Fulda zu fahren. Man sieht kilometerweit den Kreuzi, fährt direkt an ihm vorbei und dann, 200m hinter der Grenze in Hessen bricht der Empfang ein und es geht nur mit kilometerlangen Aussetzern beifahreruntauglich bis nach Fulda hinein. Auf der A7 nordwärts bricht der Empfang kurz hinter der Landesgrenze weg.

Das ist genau das von Thomas angesprochene Problem. Wir brauchen Kreuzberg 10kW rund. Wir hier in Osthessen sind daran gewöhnt, Sender aus Hessen und Thüringen zu empfangen, ja selbst WDR2 & WDR3 gehen hier noch recht gut auf UKW.

So ziemlich jedes Gebiet hat Overspill aus dem Nachbarbundesland, dies sollte man bei der Planung der Muxe berücksichtigen. Man benötigt NDS und SH in Hamburg, RLP im Rheinland, SAA in Südniedersachsen und HE im Thüringer Becken. Vielleicht war das (aus Unternehmersicht) damals bei der UKW-Planung ein Fehler mit dem riesigen Overspill, aber gerade wenn man eine neue Technik einführen möchte, sollte diese Vorteile und keine Nachteile für Kunden bringen.

Antenne Bayern feuert mit 100kW von einem keine 500m von Hessen entfernten Standort nach Hessen,
WDR 2 sendet von einem Grundnetzsender in Hessen, während hessische Privatsender von Funzeln in der Gegend senden müssen,
Hessen befeuern vom Feldberg aus die Rheinebene nach Süden weit nach RLP und BaWü hinein,
Schleswig-Hostein senden Ihr Programm vom Nachbarbundesland Hamburg aus.

Man hat überall in Deutschland starke, rundstrahlende UKW-Sender direkt an die Grenzen oder gar ins Nachbarbundesland gebaut und jetzt soll man dem DAB-Interessenten klarmachen, dass der Empfang keine 500m über die Grenze reicht?

von m83 - am 21.08.2011 10:01
Zitat

Der Redakteur schrieb mir damals, dass er überhaupt nicht weiter recherchiert hat, sondern auf die Richtigkeit der herausgegebenen Pressemitteilung vertraut hat.
In meiner ehemaligen Ausbildung bei einem Energieverband wurde ich auch an das Verfassen von PMs herangeführt. Dazu gab es auch Fachliteratur zu lesen die einem Tipps geben sollte. Mit Hilfe dessen und den Erfahrungen der Kollegen bildete sich die Kerninfo: "Schreibe die Pressemeldung am besten so, dass der verantwortliche Redakteur im Prinzip nur noch Copy & Paste machen muss. Redakteure sind bequem und haben am liebsten alles schon druckfertig". Wenn man dann die vielfach falschen oder unvollständigen Texte zu DAB+ in Zeitungen etc. liest, ist es kein Wunder, woher das rührt. Dass das System funktionierte, kann ich selber nur bestätigen, das meiste was ich tippte, ging bei Fachmagazinen oder anderen Zeitungen beinahe unverändert in den Druck.

von Dr. Antenne - am 21.08.2011 10:58
Zitat
Nordlicht2
Weil die uebewiegende Mehrheit der Journalisten heut gar nicht mehr recherchiert


Auch wenn es vielleicht naiv klingt, von einer Zeitung, die sich selbst als die "Größte Tageszeitung Sachsens" betitelt erwarte ich schon ein gewisses Maß an Seriosität und dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man Pressemittelungen und Meldungen anderer Agenturen einfach mal auf Richtigkeit hinterfragt. Das, finde ich, müsste man seinen Lesern, die im Großen und Ganzen den Aussagen dieser Zeitung vertrauen, schuldig sein und nicht nur die jährliche Erhöhung der Abogebühren, um "die Qualität erhalten und verbessern "zu können.

Um beim Thema hier zu bleiben, Grundtenor der Aussage des MB Mannes auch hier, "Weiterausbau nicht vor 2014". Bin nur gespannt, ob das auch die Ländermuxe betrifft.



von xamsa - am 21.08.2011 13:14
Ich hab zwar auch nen DAB(+) Empfänger. Aber ne Alternative ist er im Prümer Land leider noch nicht.
Inddor geht bei mir nur das SWR Packet halbwegs blubberfrei...
Auf UKW bekomme ich hingegen SWR1-4, RPR1, bigFM, 1Live, WDR2-5, DLF, D-Radio, RTL 97.0, RTL Lux, BRF2, Class21, Musiq3 und VIVACITE rauschfrei rein. Wenn ich dann auf das Störungsniveau von indoor DAB gehe kann ich noch BRF1, Radio Euskirchen, Radio CONTACT Wallonie, WDR Funkhaus Europa dazu zählen.
Den WDR bekomm ich per DAB im Haus nur an der Nähe vom Fenster halbwegs sauber rein... per UKW würden abermals mehr Sender dazu kommen u.a. SR1 oder AFN eifel...
Outdoor im Garten kommt dann noch der RTBF dazu.. UKW wieder mehr sender wie der HR... Und wenn ich auf höhere Lagen geh, dann gesellen sich per DAB(+) erst ser SR und das Bundesmux dazu.
SWR und RTBF sind da dann blubberfei, der WDR auch fast, der rest ist aber störbelastet...

Werde aber die Sache immer beobachten und auch mal rundreisen.
Find ich einfach schade, das man die wenigen Standorte bzw. die Funzeln bisher nur nutzt...
DAB(+) könnte so ne feine Sache sein/ werden...

von maadien - am 21.08.2011 22:11
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