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DAB Digitalradio Forum
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DAB in Norddeutschland

Startbeitrag von Wiesbadener am 30.09.2011 10:30

Äh, erst mal, hat es diesen Thread wahrhaftig noch nicht gegeben? Die Suchfunktion sagt dazu zumindest nix aus (ich hab zumuindest nix entdeckt). Wenn doch, führt bitte das Thema dem anderen Thread zusammen.

Die norddeutschen Medienanstalten haben jetzt einen Call-of-Interest für DAB/DAB+ gestartet, bis Mitte November wird sich zeigen, ob es genügend Interessenten gibt um Bouquets für Private auszuschreiben. Einen ersten Dämpfer gab es leider schon: Die Private wollen nicht beim NDR unterkommen. Es seien zu viele Senderstandorte geplant, das wolle man nicht mitfinanzieren. Es hätte aber vereinzelte Interessensbekundungen an Hamburg und Hannover gegeben.

Hier ein Link:

http://www.nlm.de/481.html?&cHash=0aeba063a1&tx_ttnews[backPid]=1&tx_ttnews[tt_news]=407

Die 50 interessantesten Antworten:

Jetzt mal Buddah bei die Fische:
- Dem NDR steht via KEF nur eine bestimmte Summe für DAB(+) zur Verfügung. Der NDR teilt sich diese Finanzmittel nicht selber zu, er beantragt sie nur bei der KEF. Die tatsächlich genehmigte Höhe legt die KEF fest.
Fundsache dazu aus dem DF-Forum:
Zitat
http://forum.digitalfernsehen.de/forum/digital-radio/248955-digitalradio-norddeutschland-3.html#post4795237
Für den Neustart des Digitalradios stehen uns sehr begrenzte Finanzmittel zur Verfügung. Die Mittel wollen wir zielgenau dafür einsetzen, Ihnen ab Herbst ein neues, sehr viel attraktiveres Digitalradioangebot im DAB+-Standard zu machen. (...) Mit freundlichen Grüßen Norddeutscher Rundfunk

- Der NDR betreibt das Sendernetz nicht selbst, das macht die DRN GmbH (an der NDR, MB, DLR, RB beteiligt sind) zumindest war das bei DAB noch der Fall, ob das jetzt immer noch so ist, ist reine Vermutung, die Webseiten der DRN sind in Teilen nicht sehr aktuell!
- In Hannover (6D, Betreiber nicht angegeben/ ex-Kanal 12A, Betreiber DRN) sendet bereits der Bundesmux, daher steht auch eine neue Antenne zur Verfügung
- In Visselhövede (6A, Betreiber nicht angegeben/ ex-Kanal 12A, Betreiber DRN) sendet der Bundesmux noch nicht, der NDR soll aber auf 6A starten, daher steht wohl bereits eine neue Antenne zur Verfügung. Das lässt vermuten, daß der Bundesmux auch kurzfristig von dort starten könnte.
- In Steinkimmen (alt wie neu: Betreiber DRN auf 12A) sendet der Bundesmux noch nicht, vermutlich wird das auch noch dauern, da ja bereits aus Bremen gesendet wird, also muss man die alte Antenne verwenden und auf 12A (vorgesehen eigentlich 12B) mit geringer Leistung weitermachen.
- In Schwerin sendet der Bundesmux noch nicht, also muss man die alte Antenne verwenden und auf 12B mit geringer Leistung weitermachen.
- In HH (7A, Betreiber nicht angegeben / ex-Kanal ??) + Kiel (9C, Betreiber MB - nicht DRN / ex-Kanal 12D - Betreiber DRN) sendet der Bundesmux bereits. Anscheinend stehen entsprechende Antennen zur Verfügung und wurden evtl. im Zusammenhang mit der Bundesmux-Aufschaltung gleich mit installiert

Datenbasis: http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/index.html

Interessant in dem Zusammenhang wäre noch: Was ist eigentlich mit der DRN Digital Radio Nord GmbH? Nach Daten der Sendertabelle betreibt die ab dem 22.11.2011 nur die Sender Steinkimmen und Schwerin! Wer ist der Betreiber der Sender in HH, Visselhövede und Hannover?

Auffällig auch: die Zurückhaltung des NDR bei den Ankündigungen. Anfangs nur auf gezielte Anfrage, jetzt - ganz kurz vor Start - auch auf der Webseite mit einem einschränkenden "voraussichtlich". Und in der lokalen Presse bisher (3 Tage vor geplantem Start) noch überhaupt nichts... Vermutung: der NDR hat darauf keinen wirklichen Einfluss.

Das Forum hat doch auch einige V-Leute beim NDR eingeschleust (leider nicht in der Technik). Vielleicht könnten die ja aus der Technik noch etwas "herauskitzeln", was auch veröffentlicht werden darf?
Daher die Bitte: fünnef-fünnef-sieben-drei-acht sieben-fünnef-zero-drei-neuen .... :D


von iro - am 20.11.2011 15:40
Womit soll man denn diese .aac-Datei abspielen? Damit stimmt doch etwas nicht. RAW-Format?
Quicktime, Winamp, WMP, Nero Showtime, nix will bei mir diese Datei abspielen.
Nach .MP3 wandeln geht auch nicht. Umbenennen nach .m4a reicht auch nicht...

32 kHz... Schon traurig, eigentlich wurde das meiste auf die Samplingfrequenz von 48 kHz (PC, Mediaplayer, DVD, BD...) umgestellt, nur bei der CD sind wir noch bei 44.1 kHz.
Im Studiobereich sind wir natürlich bei 96 kHz und bei 192 kHz.
Menschen können zwar Frequenzen über 20 kHz nicht mehr hören, aber viele nehmen sie trotzdem noch wahr. Das ist auch der Grund, warum viele HiFI-Komponenten/Verstärker nicht mehr zwischen 18 und 22 kHz Filtern, sondern bis 50 oder gar 100 kHz alles durchlassen.
Lautsprecher die über 22 kHz überhaupt spielen sind natürlich rar.

Aber viel wichtiger ist, dass man die Digitaltechnik nicht mit der Analogtechnik vergleichen darf.
Filter ich analog ab 16 kHz raus, klingt das darunter noch sehr gut und natürlich.

Digital:
Die 16 kHz die mir ein Sound mit einer Samplingfrequenz von 32 kHz bieten kann, ist eine Rechteckspannung oder eine zur Sinus geglätte.
Glätte ich nicht, klingt es obenrum verzerrt. Glätte ich stark, klingt es obenrum dumpf und in beiden Fällen entspricht der Oberton des Klangs in keiner Weise mehr der Wirklichkeit.
Der Oberton einer Geige ist weder Sinus, noch Rechteck, digital@32kHz-Sampling wird es je nach Filter aber zu dem Einen oder Anderen.

Ein Viertel der Samplingfrequenz ist die höchste Frequenz, die noch natürlich klingt, wenn sie genau im richtigen Maß gefiltert wird.
Bei 48 kHz wären das 12 kHz, bei 96 kHz wären das 24 kHz.
Bei einem Achtel ist es nur noch für Profis heraushörbar.
Das wären 6 kHz, bzw. 12 kHz.
Deswegen wird im Studiobereich heute häufig 192 kHz verwendet.
Das wären dann bei einem Achtel noch 24 kHz.
Näher dran am Original geht es kaum noch.
Nur die SACD versprach noch natürlicher zu klingen.
Ob sie es jemals schaffte, ich weiß es nicht, das ging selbst mir zu weit, als dass ich es brauchen konnte oder haben musste.

Bei Thema DAB+ meine ich jedoch, gibt es schlimmeres, als 32 kHz.
Kompressionsartefakte sind schlimmer.
Wenn sie diese reduzieren können, indem sie die Samplingrate verringern, lasse ich mich mal auf dieses Experiment ein.
Aber trotzdem meine ich, sind das alles halbe Sachen, halbherzige Kompromisse.

Wenn schon, denn schon.
Das trifft nicht nur auf den Klang zu, sondern natürlich auch auf so Aktionen wie:
- weniger Senderstandorte / zu lückenhaftes Netz
- geringere Sendeleistungen
- keine Zusatzprogramme (verspätet)
- allgemeine Verzögerungen

usw.
Man scheint echt nicht vom letzten Mal (DAB) gelernt zu haben.
Sollte das alles widererwarten doch noch scheitern, dann weiß ich warum...





von Matthias K. - am 23.11.2011 21:35
@Terranusl: Schon klar ;-)

Mir persönlich und für mich ist es sowieso eigentlich egal, was wie im Norden gemacht wird und wie es sich anhört, denn ich selber empfange es nicht und halte mich dort auch nicht auf.
Ich denke da viel mehr an die Allgemeinheit und den lückenlosen Erfolg für DAB+, den ich mir weiterhin wünsche.

DAB+ NDR: Einfache Fakten, einfache Logik:
1.) Gleiche Programme wie über UKW und keines mehr
2.) Empfang überwiegend nur dort, wo es auch UKW ziemlich gut geht (ggf. etwas weiterreichend für N-Joy)
[Einwurf: Wenn Punkt 1 und Punkt 2 gegeben ist, bleibt nur noch ein besserer Klang als Argument pro DAB+]
3.) Schlechterer Klang als über UKW (nicht meine Aussage! Das habe ich hier im Forum gelesen, keine Ahnung ob das dort stimmt)
Bleibt speziell für das NDR-Ensemble 0% Anreiz für alle, in DAB+ zu investieren.
Die ganze Sinnhaftigkeit dieser Ausstrahlung kann so in Frage gestellt werden, zumindest so lange die UKW-Alternative existiert.
Der Tod des Systems wäre bereits klar, gäbe es nicht den guten sowie erfolgreichen Bundesmux und wäre nicht vom NDR versprochen worden, dass die drei NDR-Zusatzprogramme noch folgen werden.

@Mr. DABelina:
Danke für den Tipp mit dem VLC-Mediaplayer, das muss man erst einmal wissen. Ggf. kann ich es heute Abend nochmal probieren.
Über den Rest Deines Postings kann ich nur den Kopf schütteln. Es ist eindeutig erkennbar, dass Du meine Ausführung technisch in keiner Weise verstanden hast.
Von einen digitalen Low-Pass-Filter war nie die Rede...

Man muss doch auch mal über Tatsachen und deren technischen Hintergründe diskutieren können…
Ich habe weder Lust, im Keller jetzt nach meinen alten Lehrbüchern zu suchen, noch die Sache auf zu skizzieren, das dürfte auch überhaupt nicht nötig sein.

Und ich habe beim letzten Posting überhaupt nichts abgespult und selbst wenn es so gewesen wäre:
Es gibt immer Gutes und Schlechtes. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die Augen verschließt oder Maulkörbe verhängt.
Augenklappen haben jedenfalls nie Lösungen gebracht.
Ansonsten - was bringt es, wenn ich schweige. Ich will nicht lästern, ich will bewegen, bevor andere, die es in genügender Zahl gibt, ihr Schweigen brechen und den Erfolg unnötigerweise zum Kippen bringen.
So ein "jemand" kann auch ein Verlag sein.

Wovor hat ein DAB-Fanboy wie Mr. DABelina Angst?
Dass ich ihm den Speck madig mache?
Dass durch meine objektive Beleuchtung gepaart mit meinen subjektiven Höreindrücken der Erfolg von DAB+ geschmälert wird?
Wenn etwas den Erfolg schmälert, dann die Dinge selbst, nicht die Worte darüber.
Hier sind doch überwiegend Fachleute und "Fach-Hobbyisten", wie manche sagen: "Freaks".
Gegenüber Kollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten / "Normalos" sage ich einfach "DAB+ ist toll. Ob und wie gut es Dir gefällt, musst Du selber ausprobieren".
Gerne können Sie sich bei mir mit meinen gekauften Geräten einen Eindruck davon verschaffen.

Ich rede nichts schlecht, sondern gehe die Dinge nüchtern und kritisch an. Kritik ist dazu da, Verbesserungen zu erwirken.
"Radio" ist für alle da, also darf auch jeder Kritik üben.
Habe ich nicht das Recht, an der Verbesserung eines Produktes (Digitalradio) mitzuarbeiten, welches ich zumindest indirekt mitbezahle (via GEZ oder via Werbung, deren Kosten auf die Produkte umgelagert werden)?
Und wenn ein Produkt besser wird, ist es dann nicht auch fast automatisch erfolgreicher?

Wenn sich ein 1diggi mit 80 kbps netto AAC+ viel besser anhört, als ein 1live mit 96 kbps netto AAC, dann sind die Schritte zur Verbesserung gerade einen Steinwurf entfernt und definitiv zügig realisierbar, vor allem generell realisierbar.

Wenn ich auf die Idee komme, bezüglich einer Samplerate (Abtastrate) auf Auswirkungen von Alias-Effekten, der Quantisierung, der Abtastratenkonvertierung oder der Spektralkomponente hinzuweisen, dann möchte ich das tun können, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob ich dabei ein paar Leuten so sehr "auf die Nüsse" gehe, dass sie hier gleich ein "unsachliches Donnerwetter" veranstalten müssen.
Es ist nicht meine Absicht, Wind zu säen und dafür Sturm zu ernten, wirklich nicht.

Es wird dann immer schwerer zu entscheiden, was ich überhaupt noch schreiben kann oder sollte und was nicht.
Große Euphorie kann Blind (und Taub) machen, wie starke Verliebtheit auch.
Diese riesige Euphorie nicht mehr ganz so zu teilen macht einen nicht automatisch zum DAB Gegner.
Die Welt ist halt nicht nur schwarz oder weiß.

Ich bitte diejenigen, die sich an meinen Ausführungen stören, mich einfach zu ignorieren, meine Beiträge zu überspringen.
Wenn in meinen Beiträgen wirklich nur Quatsch stünde, dürfte das doch überhaupt nicht schwer fallen.

Aber meinetwegen schalte ich auch einen Gang zurück und selektiere mehr.
Bitteschön, gern geschehen. ;-)

Und Mr. DABelina, ich meine es gar nicht böse. Natürlich sind es gerade auch Fans wie Du, die einem System wie DAB+ zum Durchbruch verhelfen.

:cheers:

von Matthias K. - am 24.11.2011 11:29
Zitat
Matthias K.
@Mr. DABelina:
Danke für den Tipp mit dem VLC-Mediaplayer, das muss man erst einmal wissen. Ggf. kann ich es heute Abend nochmal probieren.
Über den Rest Deines Postings kann ich nur den Kopf schütteln. Es ist eindeutig erkennbar, dass Du meine Ausführung technisch in keiner Weise verstanden hast.
Von einen digitalen Low-Pass-Filter war nie die Rede...

Man muss doch auch mal über Tatsachen und deren technischen Hintergründe diskutieren können…
Ich habe weder Lust, im Keller jetzt nach meinen alten Lehrbüchern zu suchen, noch die Sache auf zu skizzieren, das dürfte auch überhaupt nicht nötig sein.

Und ich habe beim letzten Posting überhaupt nichts abgespult und selbst wenn es so gewesen wäre:
Es gibt immer Gutes und Schlechtes. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die Augen verschließt oder Maulkörbe verhängt.
Augenklappen haben jedenfalls nie Lösungen gebracht.
Ansonsten - was bringt es, wenn ich schweige. Ich will nicht lästern, ich will bewegen, bevor andere, die es in genügender Zahl gibt, ihr Schweigen brechen und den Erfolg unnötigerweise zum Kippen bringen.
So ein "jemand" kann auch ein Verlag sein.

Wovor hat ein DAB-Fanboy wie Mr. DABelina Angst?
Dass ich ihm den Speck madig mache?
Dass durch meine objektive Beleuchtung gepaart mit meinen subjektiven Höreindrücken der Erfolg von DAB+ geschmälert wird?
Wenn etwas den Erfolg schmälert, dann die Dinge selbst, nicht die Worte darüber.
Hier sind doch überwiegend Fachleute und "Fach-Hobbyisten", wie manche sagen: "Freaks".
Gegenüber Kollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten / "Normalos" sage ich einfach "DAB+ ist toll. Ob und wie gut es Dir gefällt, musst Du selber ausprobieren".
Gerne können Sie sich bei mir mit meinen gekauften Geräten einen Eindruck davon verschaffen.

Ich rede nichts schlecht, sondern gehe die Dinge nüchtern und kritisch an. Kritik ist dazu da, Verbesserungen zu erwirken.
"Radio" ist für alle da, also darf auch jeder Kritik üben.
Habe ich nicht das Recht, an der Verbesserung eines Produktes (Digitalradio) mitzuarbeiten, welches ich zumindest indirekt mitbezahle (via GEZ oder via Werbung, deren Kosten auf die Produkte umgelagert werden)?
Und wenn ein Produkt besser wird, ist es dann nicht auch fast automatisch erfolgreicher?

Wenn sich ein 1diggi mit 80 kbps netto AAC+ viel besser anhört, als ein 1live mit 96 kbps netto AAC, dann sind die Schritte zur Verbesserung gerade einen Steinwurf entfernt und definitiv zügig realisierbar, vor allem generell realisierbar.

Wenn ich auf die Idee komme, bezüglich einer Samplerate (Abtastrate) auf Auswirkungen von Alias-Effekten, der Quantisierung, der Abtastratenkonvertierung oder der Spektralkomponente hinzuweisen, dann möchte ich das tun können, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob ich dabei ein paar Leuten so sehr "auf die Nüsse" gehe, dass sie hier gleich ein "unsachliches Donnerwetter" veranstalten müssen.
Es ist nicht meine Absicht, Wind zu säen und dafür Sturm zu ernten, wirklich nicht.

Es wird dann immer schwerer zu entscheiden, was ich überhaupt noch schreiben kann oder sollte und was nicht.
Große Euphorie kann Blind (und Taub) machen, wie starke Verliebtheit auch.
Diese riesige Euphorie nicht mehr ganz so zu teilen macht einen nicht automatisch zum DAB Gegner.
Die Welt ist halt nicht nur schwarz oder weiß.

Ich bitte diejenigen, die sich an meinen Ausführungen stören, mich einfach zu ignorieren, meine Beiträge zu überspringen.
Wenn in meinen Beiträgen wirklich nur Quatsch stünde, dürfte das doch überhaupt nicht schwer fallen.

Aber meinetwegen schalte ich auch einen Gang zurück und selektiere mehr.
Bitteschön, gern geschehen. ;-)

Und Mr. DABelina, ich meine es gar nicht böse. Natürlich sind es gerade auch Fans wie Du, die einem System wie DAB+ zum Durchbruch verhelfen.

:cheers:

Also wenn schon Kritik darüber nicht angebracht ist daß Du dich über Soundqualität ausläßt die Du laut eigener Aussage selber bisher noch nicht mal gehört hast, dann darf man wohl gar nichts mehr kritisieren? Ansonsten fällt halt auf das Du nur die negativen Punkte siehst und darüber rumheulst, aufgebläht zu einem endlosen Monolog der mit typischen Audiophilen Halbwissen gespickt ist. Wenn man böse wäre könnte man meinen Du wärst ein von der NRW Lokalradio Mafia bezahlter Maulwurf der versucht schlechte Stimmung gegen DAB zu verbreiten ;) Ich habe nichts gegen berechtigte Kritik (und es gibt Punkte die kann man durchaus kritisieren), aber wenn es immer und immer wieder die selbe Leier mit teilweise völlig überzogenen Vorstellungen ist und als Ausgleich nie ein positives Wort kommt, dann kann man dies einfach nicht ignorieren und unkommentiert stehen lassen. Stell dir vor jemand will sich z.B. wegen SSL ein DAB+ Radio kaufen, stolpert über deine ständigen negativen Kommentare und erzält dann im Freundeskreis "Eigentlich wollte ich ja SSL im Auto hören, aber diese Heulsuse im Radioforum meint alles wäre schlecht und keiner hat wiedersprochen. Also laßt lieber die Finger davon". Das kann ja auch nicht deine Intention sein oder? (Außer Du bist der bezahlte Maulwurf ;)) Zumindest wissen wir wer Schuld ist wenn DAB+ auch wieder floppt ;)

:cheers: (bitte den versteckten Sarkasmus nicht persönlich nehmen)

von Mr. DABelina - am 24.11.2011 21:47
Ich würde gern mal das DAB+ Angebot des NDR zur Diskussion stellen und euch um eure Meinung bitten.
Ist das Angebot geeignet, Hörer für DAB+ zu gewinnen?
Das nun alle Programme über DAB+ mit 96 kbit und nun auch in AAC HE V1 übertragen werden, ist wirklich positiv zu bewerten. Das ist vorbildlich vom NDR. Was bei mir Fragen aufwirft, ist der hohe Protection Level 2 ( EEP 2-A). Man verbraucht damit viele CU (96 CU für 96 kbits AAC) und der wirkliche Mehrwert hat sich mir selbst hier in Rostock in 70 km Entfernung zum Sender nicht erschlossen. Eigentlich müsste ja nun bei Protection Level 2 der 12B- 1KW gegenüber dem 5C- 1KW (Protection Level EEP 3-A ) besser zu empfangen sein. Ich stelle da eher das Gegenteil fest, bei mir ist der 5c besser zu empfangen als der 12B und zwar in Pegel und Qualität!(getestet an einer K5-12 VHF Antenne!)
Betrachten wir nun die neuen 3 DAB+ Programme des NDR, die sich im Testbetrieb befinden.
NDR Traffic : ein veraltetes System, dass man in Sachsen Anhalt gerade abgeschafft hat, mit der DAB+ Aufschaltung der MDR Programme +privaten Programme.
Zitat Projektbüro SA:
In Sachsen-Anhalt gibt es ab Anfang 2012 eine Veränderung im Digitalradio. ARVID, der akustische Verkehrsinformationsdienst, ARVID, wird nach über 10 Jahren eingestellt. Auf ARVID konnten Autofahrer gesprochene Verkehrsinformationen hören, die von der Landesmeldestelle von Sachsen-Anhalt, Radio SAW sowie von Radio Brocken kamen. Rund um die Uhr meldete die virtuelle Sprecherin „Tanja“ Staus, Verkehrsbehinderungen und Blitzer. Der Leiter des Projektbüros Digitaler Rundfunk der Medienanstalt Sachsen-Anhalt sagte dazu: „Auf Grund der rasanten Entwicklung von dynamischen Navigationsfunktionen hat unser Projekt "ARVID" seine Aufgabe erfüllt.
Der NDR verbraucht für dieses Angebot 48 CU!
NDR Info Spezial mit tagsüber dem gleichen Programm wie NDR Info und abends Funkhaus Europa. Sollte da der NDR nicht gleich das Funkhaus Europa senden? Dies wäre ein Mehrwert!
Ja und nun NDR Musik plus: aufgezeichnete Sendungen aus dem Nachtprogramm von NDR Info als Wiederholung am Tage. Die Musikrichtungen sind so unterschiedlich, das es nur eine Minderheit von Hören geben wird, die sich für diesen Mehrwert des NDR DAB+ Angebotes einen DAB+ Empfänger kaufen werden.
Mit 8x Programmen hat es der NDR geschafft, von 864 CU auf den NDR MUXen nun 752 CU zu verbrauchen! So blockiert man erfolgreich wertvolle DAB+ Kapazitäten in Norddeutschland und dies nicht etwa in einem gemeinsamen SFN für den NDR in den 4 Bundesländern auf einem einheitlichen NDR Kanal !!! Nein, in jedem Bundesland werden ein oder wie in Niedersachsen sogar gleich 3x Kanäle verbraucht.
Ich denke, die verantwortlichen Mitarbeiter des NDR haben ihren Auftrag, das Radio der Zukunft erfolgreich abzuwehren , sehr gut erfüllt. Der NDR ein Garant für weitere 50 Jahre UKW Empfang. Vielen Dank auch an die norddeutschen Staatskanzleien, die dies genau so sehen und unterstützen!

von jug - am 08.01.2012 10:56
Sag (schreib) das nicht zu laut, sonst kommen ´se :-P

Radio Bremen ist ein echte Nachzügler seitens der ÖR und bezüglich DAB+.
Jedoch frage ich mich wieder, warum sie nicht mit ordentlicher Leistung senden,
wenn sie schon so viel später kommen und dann zunächst viele Wochen Testbetrieb hatten.
Wenigstens jetzt zum offiziellen Start (1.2.) hätten sie doch eine neue Antenne und 10 kW ERP in Betrieb nehmen können.

Der Ein oder Andere im Kerngebiet wird vielleicht DAB (erneut) testen, doch wieder Probleme indoor und outdoor an bestimmten Stellen erleben und dann sagen: "Von wegen Restart, da gibt es doch noch die gleichen Probleme wie früher bei DAB alt".
Die Leute von weiter weg umso mehr.

Schon klar, dass 1 kW total weit reichen kann, gerade stationär in guter Lage und/oder mit Dachantenne.
Ebenso klar, dass man bei 1 kW auch 50 km weiter Stellen erwischen kann, wo es indoor wie outdoor (mobil) ganz vorzüglich funktioniert.
Aber es sollte auch klar sein, dass bei 1 kW es ebenso viele Stellen gibt, wo es auch im Nahbereich hapern kann.

Ich erlebte es immer wieder, auch im Nahbereich, was es für gravierende Unterschiede gibt, ob mit 0.5 - 2 kW oder mit 2.5 - 10 kW gesendet wird.

Wie dermaßen oft gab es im letzten und vorletzen Jahr auf dem ehemaligen WDR-Ensemble "12D" allein in Velbert-Mitte (und Essen) an vielen Stellen zumindest mit Scheibenantenne massive Aussetzer beim Abspielen der 1 (2) kW starken Signale des WDR-Ensembles aus Velbert-Langenberg - wie perfekt im Vergleich 5C mit 10 kW abgespielt wurde und wird!

Nein, diesbezüglich kann ich den RB trotz der Finanzthematik nicht verstehen.
Die Gefahr ist viel zu groß, dass jemand dieses neue Paket perfekt überall in seinem Umfeld empfangen möchte und dann enttäuscht wird. Das betrifft natürlich auch Keller & Garagen.
Mit der zehnfachen Leistung wäre es umgekehrt gewesen, so hätte es durchweg für positive Überraschungen und ggf. Begeisterung sorgen können.

Apropos Begeisterung:
Diese könnte dank 128 kbps bei sehr vielen Leuten doch ausgelöst werden, aber auch von anderen als "BR: Naja, wir wollen gut sein, aber auf keinen Fall perfekt sein" interpretiert werden.
Was tut es für einen Abbruch, wenn sie mit 144 kbps AAC LC senden würden?
Immerhin hört man noch einen deutlichen Unterschied zu 128 kbps AAC LC oder HE, um nicht zu sagen, mit 144 klingt es nach "aller erster Sahne".
In dem Fall würde es sie nicht mehr kosten (ihr Mux, ihre Ausgaben für das Ganze) und Platz dafür sollte im Mux auch vorhanden sein, da der WDR ja seine 112 kbps/Programm vorgibt und die eigenen BR-Programme nicht wirklich viele im breiten Mux sind.
Aber vielleicht ist ja doch nicht genug Platz darin, aufgrund der höheren Fehlerkorrektur, die eigentlich nötig wird, wenn man "so schwach" sendet.
Und der Kreislauf schließt sich...

von Matthias K. - am 03.02.2013 11:57
Das wenige Geld wird wohl erstmal möglichst effektiv eingesetzt. Für die ganzen Hamburger plus noch etliches an Umland reichen 1x4/1x1 kW. In komplett MV wohnen weniger Leute als im Stadtstaat Hamburg...

HH: 1.745.234
(Metropolregion HH: 5.088.745, die ist aber nicht komplett mit DAB abgedeckt)
2.311 Einwohner pro km²

MV: 1,597 Mio.
69 Einwohner pro km²

D.h. Hamburgs Bevölkerungsdichte ist 33 x so groß wie die von MV.

NDS:
166 Einwohner pro km²

SH:
178 Einwohner pro km²

Der NDR scheint nach dieser Karte vorzugehen:
http://www.viewsoftheworld.net/wp-content/uploads/2010/10/germany_density.jpg
und hat außer Flensburg und WHV, evtl. noch Lübeck, alles abgearbeitet, wo mit wenig Aufwand möglichst viele Leute erreicht werden.

Der NDR scheint nach dieser Karte vorzugehen:
http://www.viewsoftheworld.net/wp-content/uploads/2010/10/germany_density.jpg
und hat außer Flensburg und WHV, evtl. noch Lübeck, alles abgearbeitet, wo mit wenig Aufwand möglichst viele Leute erreicht werden.
Visselhövede passt da allerdings nicht rein, aber das geschieht wohl wegen der Autobahn...

(Eine topografische Ausgabe dieser verzerrten Karte: http://www.viewsoftheworld.net/wp-content/uploads/2010/10/germany_topography.jpg
Artikel zu den Karten: http://blog.zeit.de/open-data/2010/11/04/alles-projektion-bevolkerungsverteilung/ )

Folgende Karte ist zwar von 2007, dürfte aber auch noch passen. Nach der müssten eigentlich als nächstes versorgt werden: http://www.mr-kartographie.de/typo3temp/pics/4a9b810b49.jpg
(Bessere Bildauflösung unter: http://www.mr-kartographie.de/karten-fuer-die-schule/thematische-karten-in-schulatlanten/bevoelkerungskarten-sprachkarten.html auf das richtige Bild klicken, ist nicht direkt verlinkbar)
Hildesheim/Göttingen, Emden/Ostfriesland, WHV, Flensburg, Lübeck, Osnabrück, Rostock, Stralsund.

Wenn MV jemals eine richtige DAB+-Versorgung bekommen sollte, dann nur wegen der dort hindurchführenden Autobahn, nicht wegen der dortigen Einwohner.

Ähnliche Karte von 2005, die aber etwas übersichtlicher daherkommt: http://www.golf.de/dgv/karten/karte_04/karte_04.gif

Karte von 1999, aber mit genauerer Auflösung der Bevölkerungsdichte: http://www.deutsche-mittelgebirge.de/Deutschlandkarte_Bevoelkerungsdichte_klein.jpg

Und als letztes eine Karte der erwarteten Bevölkerungsentwicklung bis 2025: http://www.daburna.de/Bilder/Blog/bevoelkerungsentwicklung_deutschland_2006-2025.png

Da auch wieder der Blick nach MV, besonders den Osten und Nordwesten davon: die sowieso schon kleine Bevölkerungszahl dort wird noch weiter und stark abnehmen. Da wird es DAB wohl erst mit der UKW-Abschaltung geben oder wenn der NDR finanziell besser ausgestattet wird in Sachen DAB.

von iro - am 04.01.2014 17:18
KEF

Was die KEF angeht, ist das seit zwei Jahren bekannt; und es ist nie etwas anderes behauptet worden. Die KEF verteilt auch kein Geld, denn das ist schon bei den Anstalten (Beitrags- und sonstige Einnahmen). Die KEF prüft lediglich die Verwendung der Geldmittel der Anstalten auf Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit in Bezug auf den gesetzlichen Auftrag und stellt einen Gesamtfinanzbedarf fest. Dabei ist die Arbeitsweise der KEF durch den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag bestimmt.

Einen gesetzlichen Auftrag zur baldigen FM-Abschaltung und Ersetzung von FM durch DAB+ gibt es nicht. Der wage Hinweis im TKG (mögliche Abschaltung um 2025) ist hier nicht relevant. Hier noch einmal der Text zu DAB aus der Zusatzinformation 4 zur PM vom 17.01.2012 der KEF:

Zitat

Nach einem wenig erfolgreichen Entwicklungsprojekt unter der Überschrift "DAB", für das die KEF einen Mittelbedarf in ihrem 10. Bericht, also im Jahr 1995, anerkannt hatte, wird nun mittels "DAB+" der Relaunch des terrestrischen Digitalen Hörfunks versucht. Die Kommission hat im Frühjahr 2011 für die laufende Gebührenperiode [bis Ende 2012] bis dahin gesperrte Mittel für den Start von DAB+ freigegeben. Voraussetzung dafür waren insbesondere die Entwicklung eines Zukunftskonzepts unter Einbeziehung des Radios über das Internet und die Beteiligung privater Rundfunkanbieter. Die Kommission erkennt in ihrem 18. Bericht für das Entwicklungsprojekt DAB+ für die kommende Beitragsperiode [2013 bis 2016] einen weiteren Mittelbedarf von 69 Mio. € an. Von diesem Betrag entfallen 34 Mio. € auf die ARD und 35 Mio. € auf das Deutschlandradio.

Mittlerweile ist in einigen Regionen Deutschlands ein DAB+-Multiplex mit drei Programmen des Deutschlandradios und diversen Programmen kommerzieller Programmveranstalter gestartet. In einigen Bundesländern gibt es auch DAB+-Angebote von ARD-Anstalten. Die Kommission wird mit den Anmeldungen zum 19. Bericht [erscheint 03/2014], also im Sommer 2013, den Einführungserfolg des Digitalen Hörfunks überprüfen und macht die Freigabe der Mittel für die Jahre ab 2015 von einem nachweisbaren Erfolg der Einführung abhängig.


Man beachte die Höhe der Beträge für ARD und DLR.

MV

Es war eine Entscheidung der Landespolitik, dass MV als viertes Land dem NDR-Staatsvertrag beigetreten ist. Der NDR hatte mit dieser Entscheidung nichts zu tun. Der Entscheidung gingen heftige Diskussionen voraus. Manche Landespolitiker wünschten damals eine größere Ost-Anstalt. Der Druck zugunsten des NDR kam hauptsächlich aus der Bevölkerung und der Lokalpolitik; man verstand sich eben eher als norddeutsch als als ostdeutsch. Animositäten gegenüber Berlin haben sicher auch eine Rolle gespielt.

Es scheint die Politik des NDR zu sein den DAB-Ausbau zu verzögern, solange die Freigabe der DAB-Geldmittel für 2015 und 2016 nicht erteilt ist. Wie sich die von den ARD-Anstalten beantragten Gelder für DAB auf die einzelnen Anstalten verteilen, geht aus dem KEF-Bericht nicht hervor. Im Bericht gibt es immer nur pauschale Angaben für die gesamte ARD, obwohl jede Anstalt eigenständig ist.

von Manfred Z - am 05.01.2014 11:25
Moin in die Runde,

ich hatte am Sonntag eine Mail an der NDR geschrieben:

DAB+ über den Sender Torfhaus (Harz-West) geplant?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ist die Ausstrahlung von DAB+ (Regional Nds & Bundesmuxx) über die Harz-Sender geplant?

Ich fahre täglich die Strecke Wolfenbüttel-Goslar über Salzgitter-Bad (B6 & B248). Nach den Karten auf digitalradio.de könnte der Empfang schwierig werden. Mir geht es hauptsächlich um NDR-Info. Ich befürchte, dass vom Braunschweiger Funkturm nicht mehr viel auf meiner Arbeitsstrecke ankommt und die NDR-Programme werden ja auch nicht vom Brocken gesendet.

Die Anschaffung einer "richtigen" Autoantenne und der Einbau dieser ist mir nicht möglich. Maximal kann ich eine Scheibenantenne realisieren. Daher diese Anfrage.


Hier die Antwort:

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an DAB+.

Der Sendernetzausbau - so auch bei DAB+ - ist von unzähligen Kriterien abhängig. Wir haben uns gemeinsam mit den bundesweiten Programmanbietern entschieden, in den Ballungsräumen und Landeshauptstädten zu starten, um möglichst schnell große Bevölkerungsteile mit dem neuen Rundfunkangebot zu versorgen. Auf diese Weise kann zugleich ein Endgerätebedarf erzeugt werden, der zu einem breiten Angebot an Endgeräten und zu sinkenden Preisen führt.

Ich bitte um Verständnis, dass wir schon allein aufgrund der beschränkten personellen Kapazitäten - für die Planung und den Aufbau von Sendern - nicht alle Regionen zeitgleich in Betrieb nehmen können.

Und für einen verbindlichen Zeitplan sind derzeit noch mindestens zwei Voraussetzungen nicht erfüllt. Erstens warten wir noch auf eine Zusage der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) bezüglich der weiteren Finanzierung von DAB+, zum anderen wird derzeit noch das perspektivische Sendernetz für den Flächenausbau abgestimmt. Hierbei sind bautechnische und statische Fragestellungen an den Standorten, Koordinierungsaspekte mit dem In- und Ausland, Regionalisierungsanforderungen, wirtschaftliche Aspekte und vieles mehr zu berücksichtigen. Erst wenn das Ziel bekannt ist, können die Schritte dahin und deren Reihenfolge festgelegt werden. Ich denke, dieses ist nachvollziehbar.

Derzeit sind wir dabei, alle Regionen zu beplanen, um ein gutes Sendernetzkonzept zu erzielen. Mit einer Realisierung eines DAB Empfangs im Bereich Harz rechne ich, falls alle oben genannten Anforderungen erfüllt sind, jedoch frühestens im Bereich 2016 bis 2017.

Ich muss Sie daher weiterhin um Geduld bitten. Dennoch hoffe ich, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Technische Teilnehmerberatung

Norddeutscher Rundfunk/Sendertechnik
Tel. 08000 637 099
E-Mail technik@ndr.de


Ich hoffe, mit der Veröffentlichung der NDR-Mail gegen keine Forumsregel verstoßen zu haben. Eine Mail ist ja gleichzusetzen mit einem Brief und es gibt ja das Briefgeheimnis. Nach meiner Ansicht ist der NDR allerdings eine öffentliche Institution, weshalb auch die Antwort auf eine private Anfrage von allgemeinem Interesse sein kann.

von Murky - am 14.01.2014 21:47
Zitat
Murky
Nun, Bremen interessiert niemanden 100 km von der Landesgrenze entfernt, aber mit den getrennten Themen Niedersachsen-Bremen, HH/SH und MeckVorPomm wäre zumindest eine besser Regionalisierung erreicht als der jetzige Zustand. Danke für bisherige positive Resonanz auf meinen Vorschlag.


Bislang hat mir "DAB in Norddeutschland" vollkommen ausgereicht. Es passiert hier ja nichts bzw. so gut wie nichts. Daher ist der Thread auch selten mal "oben".
Es geht ja auch ausschließlich um
- Bundesmux
- NDR
- RB.
BuMux und NDR-Ausbau läuft quasi parallel (wenn was läuft), RB "hat fertig".

Bei einer Trennung "Niedersachsen-Bremen, HH/SH und MeckVorPomm" sehe ich zuallererst die Gefahr, daß sich das NDR-Bashing einfach nur verdreifacht. Derzeit macht das für mich noch keinen Sinn.
Sobald aber neben BuMux und NDR-Ausbau private Muxe in einzelnen Bundesländern ins Spiel kommen, wäre der Zeitpunkt gekommen, den Norddeutschland-Thread zu schließen und Länder-Threads aufzumachen.
HH/SH macht dann Sinn, wegen der gemeinsamen LMA.
HB/Nds. in einem Thread dagegen eher nicht. In einem Bremen-Thread wird zwar wohl nicht viel passieren, aber da hätte ich schon gerne dann einen eigenen Thread für, damit die wenigen Bremen-Meldungen nicht komplett im Niedersachsen-Sumpf untergehen!
McPomm könnte man aber vielleicht doch schon jetzt rausnehmen, dafür passte der Begriff "Norddeutschland" sowieso noch nie ganz richtig und aktuell mit dort startendem Ausbau und zu erwartendem Ansteigen an Postings diesbzgl. wäre dafür jetzt der richtige Zeitpunkt.

Vielleicht also erstmal nur 2 Threads?
Dieser hier abgeändert in "DAB in Norddeutschland (ohne MVP)" und einen neuen
"DAB in Mecklenburg-Vorpommern".

Und in einem zweiten Schritt dann später eine weitere Aufteilung von ""DAB in Norddeutschland (ohne MVP)" in Länder-Threads, sobald sich dort private Aktivitäten abzeichnen sollten.

Ganz glücklich wäre ich damit aber auch nicht. Zumal die ganzen "DAB in XY"-Threads ja nur aus der Not geboren wurden, damit das Hauptforum nicht komplett mit DAB-Einzeltreads überschüttet wird. Dieser Grund ist eigentlich seit der Eröffnung des DAB-Forums entfallen. Trotzdem empfinde ich diese Aufteilung aber weiterhin in Teilen durchaus als praktisch und übersichtlich.

Man könnte also auf die Art weitermachen, dann macht eine zukünftige Aufteilung in
DAB in Bremen
DAB in Niedersachsen
DAB in HH/SH
DAB in MVP
durchaus Sinn. Mich stört allerdings, daß die NDR-Aktivitäten dann "auseinandergerissen" werden.

Man könnte aber auch so aufteilen:
DAB in Norddeutschland (NDR+Bundesmux)
DAB in Bremen (RB+Bundesmux, später auch noch Private)
und später dann zusätzlich noch
DAB in Niedersachsen (Private)
DAB in HH/SH (Private)
DAB in MVP (Private)
... wobei ich eher nicht mehr daran glaube, daß die letzten 3 Threads jemals eröffnet werden.

von iro - am 16.08.2014 10:33
Der Drops ist gelutscht: es wird ein Plattformbetrieb über Media Broadcast.

Hier die PM:

Zitat
MA HSH
Erste private Digitalradio-Plattform für Hamburg!
MA HSH weist Frequenzen für DAB+-Plattformbetrieb zu

Norderstedt, den 30. Oktober 2014 – Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Medienrat der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) der Media Broadcast GmbH Übertragungskapazitäten für den Betrieb einer Digitalradio-Plattform im Raum Hamburg zugewiesen. Damit ist bundesweit zum ersten Mal die gesamte Übertragungskapazität eines DAB+-Kanals an einen Hörfunk-Plattformbetreiber vergeben worden. Zugleich ist damit in Norddeutschland der Weg frei für die Verbreitung des ersten regionalen Programmpakets mit privaten Hörfunkangeboten über DAB+.

Als zukünftiger Plattformbetreiber stellt die Media Broadcast das Programmpaket zusammen, wobei die Programme, die verbreitet werden sollen, über eine medienrechtliche Zulassung verfügen müssen. Die Zuweisung an die Media Broadcast GmbH erfolgt für die Dauer von zehn Jahren. Die Plattform soll ihren Sendebetrieb Ende des ersten Quartals 2015 aufnehmen.

„Endlich gibt es damit neben den öffentlich-rechtlichen Programmen auch in Norddeutschland ein privates regionales Angebot über DAB+!“, so Thomas Fuchs, Direktor der MA HSH. „Wir hoffen, DAB+ in Norddeutschland damit weitere Schubkraft verleihen zu können.“
Über die Plattform der Media Broadcast werden zunächst sieben Hörfunkprogramme verbreitet. Es besteht allerdings die Möglichkeit, noch weitere Programme in die Plattform zu integrieren. Neben diesem neuen Angebot sind in Hamburg bereits jetzt acht Programme des NDR sowie der bundesweite Multiplex mit neun privaten Programmen und vier Programmen von Deutschlandradio empfangbar. Zukünftig werden in Hamburg mindestens 28 Radioprogramme über DAB+ on Air sein.

Mit Blick auf die geplante Verbreitung über die DAB+-Plattform hat der Medienrat der MA HSH zudem einer Reihe von Hörfunk-Veranstaltern, deren Programme als Landesprogramme für Hamburg auf der DAB+-Plattform verbreitet werden sollen, Zulassungen erteilt. Folgende Veranstalter erhielten jeweils für die Dauer von zehn Jahren eine Zulassung der MA HSH zur Veranstaltung eines 24-stündigen Hörfunkvollprogramms für das Verbreitungsgebiet Hamburg:
• Alfred Heinrich Krandick: „Radio VHR“
• Evangelischer Presseverband Norddeutschland GmbH: „Radio Paradiso“
• Mega Radio GmbH: „Mega Radio”
• TW-Media GmbH i.Gr.: „Elbe 1“
• Regiocast GmbH & Co. KG: „80s80s”.

Im privaten DAB+-Multiplex sollen außerdem die Programme
• „Hamburger Lokalradio“ sowie
• „Freies Sender Kombinat FSK“
verbreitet werden, die bereits über eine Zulassung der MA HSH verfügen.
Darüber hinaus besteht mit der Hamburger Hochbahn AG eine Vereinbarung über die Verbreitung eines Audiodienstes.


von Boombastic - am 30.10.2014 13:07
Hier die Antwort des Landesrundfunkrates M-V


vielen Dank für Ihre Nachricht vom 28.09.2014, welche ich den Gremienmitgliedern zur Kenntnis gegeben habe.
In der Sitzung des Landesrundfunkrates Mecklenburg-Vorpommern am 10. November 2014 haben wir das
Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern um eine sachliche Klärung gebeten. In diesem Zusammenhang
hat uns der NDR nachfolgende Informationen gegeben:

Der moderne Standard DAB+ bietet gegenüber der alten UKW Hörfunkverbreitung viele Vorteile. Für die ARD ist deshalb
der digitale Verbreitungsweg für den Hörfunk die Zukunft.

Der NDR folgt beim Ausbau von DAB+ in Norddeutschland einer festgelegten Vorgehensweise. Die Kommission
zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hat den ARD-Anstalten in der laufenden Beitragsperiode ein begrenztes
Budget für eine erste Ausbaustufe von DAB+ in Deutschland zur Verfügung gestellt. Der NDR hat den Anspruch,
mit vertretbaren, begrenzten Mitteln möglichst viele Menschen mit DAB+ zu erreichen. Dazu wird im gesamten
Sendegebiet das DAB+ Sendenetz schrittweise ausgebaut, zunächst konzentriert auf die Landeshauptstädte und auf
Teile des Autobahnnetzes, mit dem Ergebnis, dass inzwischen in Norddeutschland über die Hälfte der Bevölkerung und
der Autobahnstrecken erreicht werden. Abhängig von Entwicklung, Akzeptanz und Finanzierung wird der NDR zukünftig
die DAB+ Verbreitung weiter optimieren. Dafür bedarf es zunächst aber einer in der ARD und mit der KEF abgestimmten
Entscheidung über ein Entwicklungsszenario und die längerfristige Finanzausstattung von DAB+.
Bis dahin hält sich der NDR beim konkreten Ausbau weiterer Sender zurück. Das gilt auch für den neuen Sender in
Rostock-Toitenwinkel. Dieser wird von den Firmen Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) und Mediabroadcast betrieben.
Lediglich die DAB+ Sendertechnik für den Mux der NDR Programme wurde als Teilmodul der gesamten Technik aus dem
NDR Bestand beigestellt. Diese einmalige Investition war im Gesamtpaket wirtschaftlich sinnvoll.

Die eigentlichen Kosten entstehen dem NDR erst in der Zeit nach Aufnahme des Sendebetriebs. Da die Verträge mit
den Betreibern langfristig geschlossen werden, ergeben sich über die übliche Vertragslaufzeit von 10 bis 12 Jahren
Kosten im Millionenbereich. Vor dieser Ausgabe steht die oben beschriebene Grundsatzentscheidung.
Nach einem positiven Votum für DAB+ hat die Verbreitung im Raum Rostock für den NDR hohe Priorität.

Es tut uns leid, Ihnen momentan noch keine weitergehenden Aussagen zum DAB+ Ausbau in Mecklenburg-Vorpommern
machen zu können. Auch der Landesrundfunkrat Mecklenburg-Vorpommern sieht in DAB+ den Verbreitungsweg der Zukunft.
Das Gremium wird den weiteren Ausbau daher intensiv verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen .

von dabfrank - am 14.11.2014 18:58
Zitat
dab_4
Wenn ich von Oldenburg nach Braunschweig fahr, muss ich, um durchgehend eines der NDR-Programme auf DAB+ zu hören, zunächst 12A, dann 6A, dann 6D und schliesslich 11B aktivieren - wo ist da der Vorteil gegenüber UKW?


Wenn ich die gleiche Strecke fahre, muss ich nicht umschalten. Mein Radio macht das von alleine... genau wie bei UKW/RDS. Es ist also nur dann ein Nachteil, wenn das Radio zu "billig" ist. Aber: der NDR verschenkt natürlich dadurch die Vorteile eines SFNs.

Zitat
dab_4
Weiterhin: Innerhalb von Niedersachsen gibts u. a. 12A aus Steinkimmen. Warum wird auch auf dem Kanal die NDR-1-Niedersachsen-Sendung namens "Regional für Hannover und das Leinegebiet" (oder ähnlicher Name) ausgestrahlt, und nicht - wie auf UKW aus Steinkimmen - die zu der Region passende Sendung "Regional für Ostfriesland, Oldenburg und die Küste" (oder ähnlicher Name)?

Gibts beim Regional-Wetter auf dem DAB+-NDR-Info (Mo-Sa 6-9 und 16-19 Uhr) eigentlich inzwischen eine Regionalisierung? Lange Zeit wurde (und evtl. wird immer noch) auf allen DAB+-Kanälen, die NDR Info ausstrahlen, nur das Niedersachsen-Wetter gebracht, also auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.


Diese Frage habe ich dem NDR schon vor 3 Jahren gestellt und folgende Antwort bekommen:
Zitat
Norddeutscher Rundfunk/Sendertechnik -
Antwort vom 23.11.2011

Sehr geehrter Herr (iro),

vielen Dank für Ihre Empfangsmeldung. Es freut uns, dass Sie unseren Multiplex so gut empfangen können.

Hier nun die offizielle Stellungnahme des NDR zu den fehlenden Programmen.

Vielen Dank für Ihre Mail und das Interesse am Digitalradio des NDR Hörfunks. Wir haben uns - wie andere Landesrundfunkanstalten auch - aus technisch - organisatorischen Gründen für eine schrittweise Aufschaltung unserer Angebote und Dienste entschieden. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir unser Angebot Digitalradio ergänzen.

Ich hoffe, dass sich in nächster Zeit auf diesem Gebiet etwas tut. Wir sind selbst von der Entscheidung "kalt" erwischt worden.

Eine Regionalversion könnte es erst dann geben, wenn das Netz soweit ausgebaut wurde, so dass sich für den NDR die Anschaffung eines regionalen Multiplexers lohnen würde. Wann das sein könnte, kann ich Ihnen allerdings nicht sagen.
Derzeit werden auf allen digitalen Verbreitungswegen lediglich die Regionalnachrichten aus der Landeshauptstadt verbreitet.

Ich hoffe dennoch, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Anscheinend lohnt sich die Anschaffung eines regionalen Multiplexers immer noch nicht... Nun gut, es hat sich ja auch noch nichts weiter getan.

von iro - am 07.02.2015 12:20
War heute am Sender Moorfleet. Mit Aves Air Pocketradio an Auxkabel ohne echte Antenne nirgends in Hamburg Aussetzer, auch nicht unterm Sender Moorfleet. Mit Dual UDR an passiver Fensterklemmantenne genauso alles in Ordnung. Unterm Sender Moorfleet habe ich dann als erstes die Fensterklemmantenne gegen einen UKW Dipol getauscht. Und siehe da, vor allem der BMux auf 5C konnte ich so bei bestimmter Ausrichtung zum Schweigen bringen. 7A und 11C auch aber deutlich weniger.

Nun das Extrem, den 18dB Verstaerker an den UKW Dipol. Der 5C ging damit fast gar nicht mehr, 7A auch sehr schlecht und 11C so wie 5C vorher ohne Verstaerker.
Die UKW Pegel dabei, mit Fensterklemmantenne ca. 70dBuV und mit dem UKW Dipol 80dBuV. Da gehen mit Verstaerker also ca. 100dBuV an den DAB Tuner und das schafft er nicht. Zumal nicht nur Mischprodukte sondern die direkte 1. Oberwelle der 89,5 MHz im BMux liegt.
Mit 20dB UKW Sperre mit UKW Dipol und Verstaerker war auf allen 3 Muxen Audio bei instabiler Balkenanzeige.
Der 18dB Verstaerker an der VHF Fensterklemmantenne bewirkte unterm Sender, dass BMux und 11C von 16 auf 12 Balken abfiel.

Damit ich was zum Beobachten und nicht immer nur langweiligen Vollausschlag hatte, lies ich den Verstaerker einfach an der Fensterklemmantenne dran.
Auf 2km Entfernung war der 11C auch mit Verstaerker wieder stabil auf Vollausschlag. Der 5C aber ging weiterhin gerne mal auf 6/16 Balken zurueck und war erst nach 4km Abstand zu Moorfleet stabil bei Vollausschlag. Wohl nicht, weil UKW so schnell schwaecher wurde, sondern weil die Pegel der DAB Muxe durch den naeherkommenden HH Turm deutlich staerker wurden. Der ist dann auch nur noch 6km entfernt.

Zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof hatten alle Muxe Vollausschlag und auch am Aves Air und Auxkabel nur ab und zu mal Bewegung an der Pegelanzeige. Hab dann ne 2. Runde gedreht mit Pegelmesser an der Fensterklammantenne und die DAB Muxe haben dort beim Fahren immer so zwischen 50dB und 70dBuV angezeigt. Dort Aussetzer zu bekommen geht nur, wenn am Empfaenger etwas nicht stimmt. Wie gesagt, ich hatte den 18dB Verstaerker davor und trotzdem keine Stoerungen.
Im Tunnel am Hauptbahnhof der 11C mit Aves Air kurze Aussetzer, mit Fensterklemmantenne nie weniger als 8/16 Balken.

Eine Erkenntnis ist nun, die 1kW des BMux aus Moorfleet sind absolut notwendig, sonst wuerden so einige Leute im 2,5km entfernten Stadtteil Billstedt Probleme haben und auf der nur wenige Hundert Meter am Sender vorbeifuehrenden Autobahn sowieso.
Die hier im Forum oefters mal angesprochene Variante fuer den BMux, Billstedt nach Luebeck existierte also nie als sinnvolle Moeglichkeit.

Die Zweite wichtige Erkenntnis, Finger weg von aktiven Antennen und Splittern fuer DAB+. Besser passiv mit vernuenftigem daempfungsarmen Antennenkabel nehmen.

Bin dann noch die A7 hochgefahren. 11C am Auxkabel fehlerfrei bis Kaltenkirchen und an wieder passiver Fensterklemmantenne bis hinter das Dreieck Kiel. Damit ging der 11C sogar in Neumuenster zu 90%.
Bei dieser enormen Reichweite ueber das Hamburger Stadtgebiet hinaus, wuerde es mich wundern, wenn nicht schon bald HH Zwei und Energy HH im 11C aufschalten. Deren 100W Funzeln kommen kaum weit raus.
Zurueck dann wegen Stau ueber Kaltenkirchen und Norderstedt. Mit Auxkabel in Kaltenkirchen leichte Aussetzer, ab Hennstedt-Ulzburg und in Norderstedt aber alle Muxe ohne Antenne voellig fehlerfrei.

In Neumuenster schwankte die Pegelanzeige beim 5C bedenklich weit runter. Als ich den Richtfunkturm mit seinen UKW Sendeantennen sah, schnell UKW Filter davor und schon war's wieder ok. Anders als unterm Sender Moorfleet ist dort der 5C natuerlich schwaecher und auch mit passiver Antenne anfaellig gegen stoerende UKW Sender.

von Nordlicht2 - am 27.06.2015 16:32
Nun kann ich auch noch was zum BuMu aus Aurich beitragen, da ich gestern über die A31 nach Oberhausen gefahren bin und abends wieder zurück, aber dann über die A1. Vor allem die Rücktour war ein empfangstechnisches Desaster, siehe Beitrag von Sarstedter - aber de Reihe nach...

Früh morgens um kurz nach 7 gings los, quer durch Ostfriesland Richtung Leer. Unnötig zu erwähnen, das noch Hammertropo herrschte. Aber ich blieb auf 5c.
Der ging soweit auch recht gut. Bei Reede gesellten sich dann die ersten zaghaften Aussetzer hinzu, ab Haren (Ems) war dann Feierabend mit 5c. Erst südlich von Meppen kehrte der 5c, nun wohl aus Westfalen, wieder zurück.

In Westfalen selbst, bis Oberhausen und von dort abends wieder zurück hatte der 5c überall Vollausschlag, keinerlei Unterbrechungen bis kurz vorm Autobahndreieck Ahlhorn... Wohlgemerkt, es gab null Tropo, es wurden keinerlei andere Muxxe als üblich eingelesen, dann hätte ichs vllt. noch verstanden:

War ich es bislang gewohnt, bis Varel problemlos 5c zu hören, funktionierte das mit dem BuMu ab der A29 plötzlich und drastisch immer schlechter. Was war mit Bremen los? Selbst ganz oben auf der Huntetalbrücke praktisch in Sichtweite zum Bremer Fernsehturm - Aussetzer ohne Ende, es kamen nur noch Audiofetzen durch - wenn überhaupt. Feldstärke unterirdisch schlecht, im Schnitt stark schwankend 0 bis 2 Balken. Praktisch gar kein Audio mehr so etwa ab Jaderberg, je weiter ich nach Norden kam. Verglichen mit anderen Programmen im Paket - das gleiche Bild. Allerdings, der Radio Bremen Muxx kam, trotz nur 1kW, soweit so gut wie immer auf dieser Strecke, also meinen Tuner oder die Antenne kanns nicht zerrissen haben.
Ab Varel Bockhorn, wo sonst das Signal aus Bremen abreisst, übernahm wohl nun Aurich die Versorgung, die Feldstärke erholte sich flott auf 100% und es gab auch keine Aussetzer mehr.

Mein (trauriger) Verdacht: Aurich und Bremen stören sich gegenseitig und zwar ganz gewaltig. Sollten sich die Sender eigentlich ergänzen, nehmen sie sich gegenseitig die Versorgung. Das finde ich auch bestätigt an Stellen in der Stadt, wo bisher Bremen unterbrechungsfrei lief - nämlich genau die Strasse um mein Haus herum, da lief der 5c immer ausreichend stark. Jetzt habe ich auf diesem Stück laufend Aussetzer. Im Gegensatz dazu, auf Strassen, von denen ich praktisch Null Empfang aus Bremen hatte, liegt Aurich störungsfrei an.
Das würde auch die vielen Aussetzer in der Südstadt erklären, auch hier ging Bremen streckenweise recht gut.

Woran zur Hölle kann das liegen? Ist das ein Timingproblem? Was NRW und Südniedersachsen hinkriegt, schafft man hier oben wieder nicht?
Jedenfalls bin ich darüber stinksauer. Null Testbetrieb fahren, und dann alles vermurksen :mad:

von HAL9000 - am 04.10.2015 13:50
Zitat
HAL9000
Kann dann ja nicht wirklich soooo eine große Tat gewesen sein, wenngleich die Auswirkungen doch recht heftig gewesen sind.
Mich würde da auch mal der technische Hintergrund sehr interessieren.


Ich stelle mir das ja ganz banal als einen Delay-Wert vor, den man am Sender einstellen kann, und der per Default auf 0 us steht. Wenn man das nun vergisst einzustellen, die benachbarten Sender aber ein Delay haben, dann fuehrt das zwangsweise zu solchen Stoerungen. Wenn nun - wie in Sachsen-Anhalt - ein Standort alle Nase lang aus dem Tritt kommt, dann stelle ich mir das so vor, dass der Sender, aus welchem Grund auch immer, diesen eingestellten Wert vergisst und auf Default (0 us) zurueckgesetzt wird. Oder dass die GPS-Uhrzeit-Synchronisierung dort eine Macke hat.

Man koennte nun sagen, in Norddeutschland an der Kueste braucht es keine Delays, weil es dort ja keine Berge gibt und das Netz relativ homogen ist. Man muss aber bedenken, dass der Bundesmux ja bundesweit funktionieren muss.

Da muss man nicht mal in den Sueden Richtung Wendelstein schielen. Es reicht ja schon der Brocken, der einfach aufgrund der exponierten Lage Potenzial hat, das Gleichwellennetz aus dem Takt zu bringen, weil er eine recht hohe Reichweite hat. Ihr koennt euch ja eh noch an die Empfangsprobleme vor einiger Zeit erinnern, als man den 5C am Brocken auf Rundstrahlung umgestellt hat.

Wenn man da irgendwo im suedoestlichen Niedersachsen ist, kann es gut sein, dass der weit entfernte Brocken und ein lokaler Standort gleich stark eintreffen. Spaetestens ab 250us zeitlichem Unterschied ist dann aber das Guard Intervall verletzt, d.h. >=75km Entfernungsunterschied zwischen Brocken und lokalem Sender fuehren dazu, dass das Signal komplett kaputt ist.

Also muesste man dafuer sorgen, dass das Signal vom Brocken nicht so viel spaeter als das des anderen Standorts eintrifft, was letztendlich bedeutet, dass man alle tiefer gelegenen umliegenden Standorte gegenueber dem Brocken verzoegern muss.

Nehmen wir an, der Brocken sendet das Signal ohne Verzoegerung aus. Stellt man dann z.B. in Hannover ein Delay von 100us gegenueber dem Brocken ein, dann wuerde sich in obiger Situation der Unterschied von 250us auf 150us verringern, das Guard Intervall waere nicht mehr verletzt.

Damit hat man aber gleichzeitig die Situation zwischen Bremen und Hannover verschaerft. Man denke sich nun einen Punkt, wo Hannover und Bremen gleichzeitig empfangbar sind und der Sender Hannover 50km weiter entfernt ist als der Sender Bremen. Ohne die Delays noch kein Problem, aber weil man Hannover nun um 100us verzoegert hat, sind nur noch 45km Entfernungsunterschied moeglich. Zack, gibt es nun hier Empfangsprobleme. Also muss man in Folge auch Bremen verzoegern, vielleicht nicht gleich um 100us, aber doch auch um einen ordentlichen Wert.

Verzoegert man nun Bremen, hat man zwischen Bremen und Aurich wieder das naechste Problem, usw...

Es gab mal eine Karte mit den Delays der Standorte im BR-Netz 11D. Da waren bis zu 150us verzeichnet. Wenn ein benachbarter Standort so einen Wert eingestellt hat, dann verringert sich der erlaubte Entfernungsunterschied auf ca. 30km. Rund um Wilhelmshaven z.B. ist Aurich 42km entfernt, Bremen 64km, das sind 22km Unterschied, das ginge so noch. Wer weiss aber, ob im Bundesmux nicht noch hoehere Werte zum Einsatz kommen. Und es muss nicht unbedingt das Guard Intervall verletzt werden, damit es schon zu Empfangsproblemen kommen kann.

Ich stelle mir das schon ziemlich komplex vor, da die richtigen Werte zu finden. Zumal sich die Situation mit jeder Inbetriebnahme oder Leistungsveraenderung wieder aendern kann.

von Habakukk - am 07.10.2015 09:48
@Nordlicht2:
Ich habe Dich bisher als DAB-Befürworter kennengelernt. Unter diesem Aspekt verstehe ich Deine Argumentation nicht so ganz.

Wenn DAB+ irgendwann mal UKW ablösen soll, sollten möglichst viele Marktteilnehmer dabei mitgenommen werden. Alle Anbieter, die auf lokale Versorgung setzen, haben generell erstmal ein Problem mit den großen SFNs, die in DAB eigentlich angedacht sind. Das betrifft nicht nur Radio 21. Aus Sicht eines Befürworters von DAB+ finde ich es deshalb begrüssenswert, dass eine Landesmedienanstalt sich jetzt Gedanken macht und untersuchen lässt, wie sich solche auf lokaler Versorgung basierende Geschäftsmodelle in DAB+ abbilden lassen.

Es geht ja nicht darum was Du oder wir hier im Forum meinen, wie Radio 21 auch Geld verdienen könnte. Radio 21 hat offenbar ein funktionierendes Geschäftsmodell gefunden und möchte dies beibehalten. Das müssen wir erstmal so akzeptieren. Wenn man so will, wird nun versucht, Radio 21 und ähnlichen Anbietern den Wechsel zu DAB+ unter Beibehaltung des Geschäftmodells zu ermöglichen. Ansonsten werden Anbieter wie Radio 21 halt Gegner von DAB+ bleiben.

Zitat
Nordlicht2
Eine identische Abdeckung seiner reichweitenschwachen kleinen UKW Funzeln koennte Radio21 auch ohne weiteres ueber aehnlich schwache DAB+ Frequenzen realisieren ohne das sich Frequenzen stoeren wuerden.

Das ist erstmal eine Behauptung, die im Raum steht. Vielleicht wird diese Möglichkeit ja auch mit untersucht.

Zitat
Nordlicht2
Welche Ansaetze da nun verfolgt werden, haette man in dem Artikel erwaehnen koennen. Kann doch nicht sein, dass da was gefoerdert wird ohne das ueberhaupt jemand schon eine Idee hat was getestet werden soll. Ansonsten haette man auch mal die Geraete und DAB Entwickler fragen koennen was moeglich ist und was nicht. Warten wir dann mal auf das Ergebnisse und die neuen Erkenntnisse ab, die uns in 2 Jahren praesentiert werden.

Ich kann mich nur wiederholen: Die Ideen sollen aufgrund einer klar definierten Fragestellung erst entwickelt und ausformuliert werden. Was theoretisch möglich ist und wie sich dies in der Praxis auswirkt, sind ja immer noch zwei Paar Schuhe.

Aber selbst wenn es nur darum ginge, die "Geräte und DAB Entwickler" zu fragen was möglich ist, wäre dies eine Aufgabe, die erst noch angegangen werden muss.

Ich stelle mir als Ergebnis eine Art "Praxisfibel" vor, der man für verschiedene Anwendungsfälle sozusagen Rezepte entnehmen kann, wie man diese in DAB+ umsetzen kann. Und so etwas gibt es für Regionaliserung und lokale Angebote nach meinem Wissensstand derzeit noch nicht.

von Funkohr - am 23.10.2015 19:40
Stand: 23.11.2015 09:42 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
NDR Radioprogramme in der Region Ostfriesland ab 24. November auch über Digitalradio DAB+ zu empfangen
von Julia Erdmann
Termin: Dienstag, 24. November I ab 8.00 Uhr

Radiohörer in Ostfriesland bekommen ihre NDR Programme künftig in noch besserer Qualität. Am Dienstag, 24. November, um 8.00 Uhr, wird am Standort Aurich ein neuer Sender für DAB+ in Betrieb genommen. Damit sind die NDR Hörfunkprogramme über Antenne auch im modernen Digitalradio (DAB+) zu empfangen.

Zum Programmangebot des DAB+ Senders gehören die über UKW ausgestrahlten NDR Angebote wie NDR 1 Niedersachsen, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info und N-JOY.

Zusätzlich sind exklusiv im Digitalradio NDR Blue, NDR Traffic und NDR Info Spezial zu hören. NDR Blue bietet Musik abseits der Charts mit journalistischen Sendungen, die Hintergründe und aktuelle Informationen zu Rock, Pop und Jazzmusik liefern. NDR Traffic informiert rund um die Uhr über die Verkehrslage in Norddeutschland. Außerdem wird über DAB+ das Programm NDR Info Spezial mit dem Nachrichtenangebot für Flüchtlinge "Refugee Radio" sowie den Bundestagsdebatten- und Fußball-Live-Übertragungen verbreitet.

Mit dem terrestrischen Digitalradio DAB+ sind die NDR Radioprogramme in erstklassiger Audioqualität zu hören. Ferner werden Zusatzinformationen auf dem kleinen Bildschirm der Empfangsgeräte als Slideshows dargestellt: Bilder der Moderatorinnen und Moderatoren, Musiktitel, CD-Cover und Programminformationen, dazu die Schlagzeilen der aktuellen NDR Nachrichten sowie das Wetter. Voraussetzung ist lediglich ein Digitalradiogerät mit entsprechendem Display.

Mit der Inbetriebnahme des Senders in Aurich werden dann insgesamt ca. 3,7 Millionen Menschen in Niedersachsen mit den Digitalradioangeboten des NDR versorgt. Ein weiterer Ausbau des DAB+ Empfangs in Niedersachsen ist für 2016 geplant.

Die Bedienung ist für die Hörerinnen und Hörer denkbar einfach: Das digitale Empfangsgerät sucht automatisch nach Digitalradio-Programmen und listet diese auf. Man wählt lediglich den Namen des gewünschten Programms aus. Mit Hilfe einfacher Menüs können die begleitenden Informationen zum laufenden Programm angezeigt werden, sofern das digitale Radiogerät über ein Display verfügt.

DAB+ wird in Aurich auf Kanal 12 A (223,936 MHz) mit einer Sendeleistung von 4 KW ausgestrahlt.

Bereits heute gibt es eine Vielzahl an Empfangsgeräten, die neben UKW auch die Digitalradioprogramme empfangen können (mehr zu Digitalradios unter digitalradio.de/geraete).

Für individuelle Fragen erreichen Sie den NDR per Mail, technik@ndr.de, sowie über eine Service-Hotline. Unter 0800/637099 beantworten Fachleute täglich von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr alle Fragen rund um den digitalen Empfang.
Detaillierte Informationen zu den Empfangsmöglichkeiten sowie zu den Zusatzangeboten im Digitalradio (DAB) bietet der NDR zudem im Internet unter ndr.de.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das NDR Landesfunkaus Niedersachsen | Zentrale Programmaufgaben | Karin Abenhausen | Telefon 0511 / 988-2007.
23. November 2015

von Harald Z - am 23.11.2015 12:33
Der Radiator schubbte bei Facebook einen Beitrag:
"Der NDR bleibt sich seiner Linie treu und schaltet für jeden Sendestandort einen eigenen Kanal ein, anstatt wie andere öffentlich-rechtliche Sender auf ein Gleichwellennetz zu setzen. Selbst der Füllstandort Marlow erhält einen eigenen Kanal (8B - 5 kW), ebenso Neubrandenburg (10C - 2 kW). Der NDR begründet dies damit, dass Gleichwellennetze auf dem platten Land angeblich nicht funktionieren."

Ich habe die NDR-Technik mal angeschrieben und dabei auch den Murks aus obigem Posting mit den "Gleichwellennetze(n, die) auf dem platten Land angeblich nicht funktionieren" erwähnt. Darauf wurde allerdings nicht eingegangen. Ansonsten war die

Frage an den NDR: WAS IST EUER PLAN? WARUM DIESER NETZAUFBAU?

Die Antwort kam nach 2 Tagen von "Ihre Technische Teilnehmerberatung" (ohne Namensnennung). Ich zitiere mal:

"Sie haben Recht, wir betreiben bisher nur zwei SFNs: in Hamburg und Steinkimmen - Aurich. Das liegt daran, dass sich unser Hörfunkprogramm auch innerhalb der Bundesländer noch unterscheidet.
Im nördlichen Niedersachsen haben wir beispielsweise Studio Lüneburg, im Süden Studio Göttingen. Das Programm unterschiedet sich also zu gewissen Zeiten (meist Wetter, Verkehr, Veranstaltungstipps etc.). Im SFN kann nur komplett identisches Programm gesendet werden. Um alle Studios zeitgleich überall zu senden, gibt es im DAB+ Multiplex nicht genug Platz. Momentan wird zwar noch aus Kapazitätsgründen im gesamten Bundesland dasselbe Studio gesendet, wir möchten uns aber vorbehalten in Zukunft die einzelnen Studios regionsrichtig ausstrahlen zu können.
Auf den SFN-Gewinn müssen wir daher leider verzichten. "


Daneben erwähnte ich noch meine Empfangsprobleme mit der Scheibenklebeantennne(!) zwischen den unten genannte Orten, worauf auch eingegangen wurde:

"Nach unseren Versorgungsprognosen sollten Sie zwischen Oldenburg und Bad Zwischenahn mobilen Empfang haben. Sehen Sie sich gerne die Versorgungskarte an: http://www.ndr.de/der_ndr/technik/dabnds102.pdf
Hier spielt aber sicher die Qualität und Position der Empfangsantenne ebenfalls eine große Rolle.

Die Entscheidungen über die Sendeleistungen werden sowohl nach Wirtschaftlichkeit, als auch nach Zuteilung getroffen. Ihre Wünsche bezüglich der Leistungserhöhungen sollten Sie an die Bundesnetzagentur richten, da diese die Frequenzen koordiniert. Eine Leistungserhöhung ist - wenn gewünscht - für uns daher nicht ohne weiteres möglich. "

(hier ging es um eine eventuelle Leistungserhöhung für Steinkimmen - neuer Mast)

von iro - am 28.04.2016 13:11
Hier mal die aktuelle Hamburger K11C Konfiguration:

Ensemble 0x1108, Label: 'Hamburg K11C', ShortLabel: 'Hamburg', LTO: +120 min, ECC: 0xE0, NumServices: 7
Audio-Service 0x1056, Label: 'HLRdigital', ShortLabel: 'HLRdigi', PTY: Jazz Music (dynamic), NumComponents: 1 (Audio: 1, Data: 0)
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von Nordlicht2 - am 02.09.2016 15:53
Zitat
stefsch
Was ist eigentlich mit Helgoland? Welche(r) Kanal/Sendeleistung ist vorgesehen?
stefsch

Da würde ich in diesem Leben nicht mehr unbedingt drauf warten...

Und wenn er denn kommt, sind wahrscheinlich alle vorgesehenen Kanäle bereits wieder Makulatur.
So wie dieser Beitrag aus Mai 2010 (gefunden im DF-Forum by Manfred Z), an dem kaum noch irgend etwas passt:

Plan GE06 Plan07 Plan09
------------------------------------------------
Bundesweit - 5C* 5C*
------------------------------------------------
Mecklenburg-Vorp. 1 5B 8D 8D
Mecklenburg-Vorp. 2 11B 8C 8C
Regionale Bedeckung 3
- Schwerin 12B 11B -
- Rostock 5C 12D -
- Greifswald 5D 11B -
- Neubrandenburg 9D 9D -
------------------------------------------------
Schleswig-Holstein 1 12D 11D 9A
Schleswig-Holstein 2 11D 9A 9C
Regionale Bedeckung 3
- Helgoland 8C 5D -
- Heide 8A 8A -
- Niebüll 11B 11B -
- Flensburg 5B 5B -
- Kiel 5C 12D -
- Lübeck 5A 5A -
- Neumünster 5D 5D -
------------------------------------------------
Hamburg 1 12C 11C 7A
Hamburg 2 11C 7A 7C
Hamburg 3 7A 7C 6B
------------------------------------------------
Bremen 1 7B 7B 7B
Bremen 2 7D 7D 7D
Bremen 3 5B 8C 8C
------------------------------------------------
Niedersachsen 1 12A 10D 10A
Niedersachsen 2 11A 10A 10D
Regionale Bedeckung 3
- Cuxhaven 8D 8D -
- Aurich 5D 8D -
- Steinkimmen 12B 12B -
- Lingen 5C 10C -
- Osnabrück 7A 10C -
- Hannover 11B 11B -
- Göttingen 5B 5B -
- Braunschweig 5A 12D -
- Lüneburg 5C 6A -
- Stade 7C 6A -
- Neuwerk (HH) 5C 5C -
------------------------------------------------
* in Greifswald 11B (Plan07: 5D)



von iro - am 21.09.2016 09:29
Guten Morgen zusammen,

die zeitlichen Angaben auf der Homepage von digitalradio.de zur Aufschaltung am 25.10.2016 in Marlow und Neubrandenburg-Süd wurden angepasst. Aufschaltung nunmehr um 14.00 Uhr und nicht bereits um 08.00 Uhr.

http://www.digitalradio.de/index.php/de/newsfeed/item/ndr-radioprogramme-in-region-nordvorpommern-und-neubrandenburg-ab-25-oktober-auch-ueber-digitalradio-dab-zu-empfangen

10 Oktober 2016

NDR Radioprogramme in Region Nordvorpommern und Neubrandenburg ab 25. Oktober auch über Digitalradio DAB+ zu empfangen




Radiohörer in Nordvorpommern und Neubrandenburg bekommen ihre NDR Programme künftig in noch besserer Qualität. Am Dienstag, 25.Oktober um 14.00 Uhr, wird am Senderstandort Marlow und Neubrandenburg-Süd jeweils ein neuer Sender für DAB+ in Betrieb genommen. Damit sind die NDR-Hörfunkprogramme über Antenne auch im modernen Digitalradio (DAB+) zu empfangen.

Zum Programmangebot des DAB+ Senders gehören die über UKW ausgestrahlten NDR Angebote wie NDR 1 Radio MV, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info und N-JOY. Zusätzlich sind exklusiv im Digitalradio NDR Blue, NDR Plus und NDR Info Spezial zu hören.

NDR Plus, das norddeutsche Schlagerradio, sendet rund um die Uhr das Beste aus 50 Jahren Schlagergeschichte. Auf dem Programm stehen vornehmlich deutschsprachige Musiktitel ergänzt durch einen Mix aus internationalen Schlagern, Evergreens und instrumentaler Musik. 
NDR Blue bietet Musik abseits der Charts mit journalistischen Sendungen, die Hintergründe und aktuelle Informationen zu Rock, Pop und Jazzmusik liefern. NDR Info Spezial sendet über DAB+ die ARD Infonacht und werktäglich sechs Stunden Funkhaus Europa – das europäische Kulturradio. Außerdem werden in diesem Programm einzelne Bundestagsdebatten und Fußballspiele live übertragen sowie dreimal täglich der Seewetterbericht ausgestrahlt.


Mit dem terrestrischen Digitalradio DAB+ sind die NDR Radioprogramme in erstklassiger Audioqualität zu hören. Ferner werden Zusatzinformationen der Radioprogramme auf dem kleinen Bildschirm der Empfangsgeräte als Slideshow dargestellt: Bilder der Moderatorinnen und Moderatoren, Musiktitel, CD-Cover und Programminformationen, dazu die Schlagzeilen der aktuellen NDR Nachrichten sowie das Wetter. Voraussetzung ist lediglich ein Digitalradiogerät mit entsprechendem Display.

Mit der Inbetriebnahme der Sender in Marlow und Neubrandenburg werden dann bereits mehr als 600.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit den Digitalradioangeboten des NDR versorgt. Mit einem weiteren Ausbau in 2017 wird der NDR dann mehr als 700.000 
Menschen erreichen. DAB+ wird in Marlow auf Kanal 8 B (197,648 MHz) mit einer Sendeleistung von 5 kW und in Neubrandenburg auf dem Kanal 10 C (213,360 MHz) mit einer Sendeleistung von 2 kW ausgestrahlt.

von Radiofritze - am 20.10.2016 04:43
Zitat
Radiofritze
Guten Morgen zusammen,

die zeitlichen Angaben auf der Homepage von digitalradio.de zur Aufschaltung am 25.10.2016 in Marlow und Neubrandenburg-Süd wurden angepasst. Aufschaltung nunmehr um 14.00 Uhr und nicht bereits um 08.00 Uhr.

http://www.digitalradio.de/index.php/de/newsfeed/item/ndr-radioprogramme-in-region-nordvorpommern-und-neubrandenburg-ab-25-oktober-auch-ueber-digitalradio-dab-zu-empfangen

10 Oktober 2016

NDR Radioprogramme in Region Nordvorpommern und Neubrandenburg ab 25. Oktober auch über Digitalradio DAB+ zu empfangen

Radiohörer in Nordvorpommern und Neubrandenburg bekommen ihre NDR Programme künftig in noch besserer Qualität. Am Dienstag, 25.Oktober um 14.00 Uhr, wird am Senderstandort Marlow und Neubrandenburg-Süd jeweils ein neuer Sender für DAB+ in Betrieb genommen. Damit sind die NDR-Hörfunkprogramme über Antenne auch im modernen Digitalradio (DAB+) zu empfangen.

Zum Programmangebot des DAB+ Senders gehören die über UKW ausgestrahlten NDR Angebote wie NDR 1 Radio MV, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info und N-JOY. Zusätzlich sind exklusiv im Digitalradio NDR Blue, NDR Plus und NDR Info Spezial zu hören.

NDR Plus, das norddeutsche Schlagerradio, sendet rund um die Uhr das Beste aus 50 Jahren Schlagergeschichte. Auf dem Programm stehen vornehmlich deutschsprachige Musiktitel ergänzt durch einen Mix aus internationalen Schlagern, Evergreens und instrumentaler Musik. 
NDR Blue bietet Musik abseits der Charts mit journalistischen Sendungen, die Hintergründe und aktuelle Informationen zu Rock, Pop und Jazzmusik liefern. NDR Info Spezial sendet über DAB+ die ARD Infonacht und werktäglich sechs Stunden Funkhaus Europa – das europäische Kulturradio. Außerdem werden in diesem Programm einzelne Bundestagsdebatten und Fußballspiele live übertragen sowie dreimal täglich der Seewetterbericht ausgestrahlt.


Mit dem terrestrischen Digitalradio DAB+ sind die NDR Radioprogramme in erstklassiger Audioqualität zu hören. Ferner werden Zusatzinformationen der Radioprogramme auf dem kleinen Bildschirm der Empfangsgeräte als Slideshow dargestellt: Bilder der Moderatorinnen und Moderatoren, Musiktitel, CD-Cover und Programminformationen, dazu die Schlagzeilen der aktuellen NDR Nachrichten sowie das Wetter. Voraussetzung ist lediglich ein Digitalradiogerät mit entsprechendem Display.

Mit der Inbetriebnahme der Sender in Marlow und Neubrandenburg werden dann bereits mehr als 600.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit den Digitalradioangeboten des NDR versorgt. Mit einem weiteren Ausbau in 2017 wird der NDR dann mehr als 700.000 
Menschen erreichen. DAB+ wird in Marlow auf Kanal 8 B (197,648 MHz) mit einer Sendeleistung von 5 kW und in Neubrandenburg auf dem Kanal 10 C (213,360 MHz) mit einer Sendeleistung von 2 kW ausgestrahlt.


Wäre denkbar, dass die Aufschaltzeit deshalb von 8.00 Uhr auf 14.00 Uhr gesetzt wurde, da der gleiche Techniker sich um zwei Senderanlagen zu kümmern hat. Bin ja mal gespannt, ob "dabfrank" und "PowerAM" den NDR-Muxx aus Neubrandenburg-Süd empfangen.

von Dabler - am 23.10.2016 16:40
Zitat
NDR Pressemitteilung vom 16.11.2016
Radiohörer in der Region Flensburg bekommen ihre NDR-Programme künftig in noch besserer Qualität. Am Dienstag, 22. November wird am Senderstandort Flensburg-Engelsby ein neuer Sender für DAB+ in Betrieb genommen. Damit sind die NDR-Hörfunkprogramme über Antenne auch im modernen Digitalradio (DAB+) zu empfangen.

Zum Programmangebot des DAB+ Senders gehören die über UKW ausgestrahlten NDR Angebote wie NDR 1 Welle Nord, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info und N-JOY. Zusätzlich sind exklusiv im Digitalradio NDR Blue, NDR Plus und NDR Info Spezial zu hören.

NDR Plus, das norddeutsche Schlagerradio, sendet rund um die Uhr das Beste aus 50 Jahren Schlagergeschichte. Auf dem Programm stehen vornehmlich deutschsprachige Musiktitel ergänzt durch einen Mix aus internationalen Schlagern, Evergreens und instrumentaler Musik. NDR Blue bietet Musik abseits der Charts mit journalistischen Sendungen, die Hintergründe und aktuelle Informationen zu Rock, Pop und Jazzmusik liefern. NDR Info Spezial sendet über DAB+ die ARD Infonacht und werktäglich sechs Stunden Funkhaus Europa - das europäische Kulturradio. Außerdem werden in diesem Programm einzelne Bundestagsdebatten und Fußballspiele live übertragen sowie dreimal täglich der Seewetterbericht ausgestrahlt.

Mit dem terrestrischen Digitalradio DAB+ sind die NDR Radioprogramme in erstklassiger Audioqualität zu hören. Ferner werden Zusatzinformationen der Radioprogramme auf dem kleinen Bildschirm der Empfangsgeräte als Slideshow dargestellt: Bilder der Moderatorinnen und Moderatoren, Musiktitel, CD-Cover und Programminformationen, dazu die Schlagzeilen der aktuellen NDR Nachrichten sowie das Wetter. Voraussetzung ist lediglich ein Digitalradiogerät mit entsprechendem Display.

Mit der Inbetriebnahme des Senders Flensburg-Engelsby werden dann insgesamt ca. 1,6 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein mit den Digitalradioangeboten des NDR versorgt. DAB+ wird in Flensburg-Engelsby auf Kanal 12 B (225,648 MHz) mit einer Sendeleistung von 5 kW ausgestrahlt.

Die Bedienung ist für die Hörerinnen und Hörer denkbar einfach: Das digitale Empfangsgerät sucht automatisch nach Digitalradio-Programmen und listet diese auf. Man wählt lediglich den Namen des gewünschten Programms aus. Mit Hilfe einfacher Menüs können die begleitenden Informationen zum laufenden Programm angezeigt werden, sofern das digitale Radiogerät über ein Display verfügt.
Bereits heute gibt es eine Vielzahl an Empfangsgeräten, die neben UKW auch die Digitalradioprogramme empfangen können (mehr zu Digitalradios unter digitalradio.de/geraete).

Für individuelle Fragen erreichen Interessierte den NDR unter www.ndr.de/technik sowie über eine kostenlose Service-Hotline. Unter 08000/637099 beantworten Fachleute täglich von 6.30 Uhr bis 23.30 Uhr alle Fragen rund um den digitalen Empfang. Detaillierte Informationen zu den Empfangsmöglichkeiten sowie zu den Zusatzangeboten im Digitalradio (DAB+) bietet der NDR zudem im Internet unter www.ndr.de/digitalradio.

Informationen zu weiteren technischen Themen erhalten Sie unter www.ndr.de/technik.


von BadestadtFM - am 16.11.2016 12:00
Zitat
Mc Jack
Zitat

Bin mal gespannt, wie der NDR sich den Ausbau zwischen Hannover und Göttingen so vorstellt.


Ja, ich auch. :-)
Alfeld muss kommen, anders ist der Ort nicht mit indoortauglichen Signalen im Band III zu versorgen. Nörten-Hardenberg wird spannend, Seesen, was in einer schönen Senke liegt, ebenso.
Der gesamte Weserbereich mit Hameln wird auch noch lustig, Hann-Münden und der Südharz sowieso und bei Süntel, Ith und Hils darf man auch gespannt sein. :) Der südliche Kreis Hildesheim, allem voran Lamspringe, Bad Salzdetfurth und Freden/L. möchten auch gerne mit ausreichendem Indoor-Pegel versorgt sein. Bei fast allen aufgezählten Gebieten und Ortschaften wird der Brocken relativ wenig, meistens sogar gar nichts ausrichten. Dann hau mal rein, lieber NDR!
Südniedersachsen ist halt nicht Hamburg, Kiel oder Rostock und besteht nicht nur aus der A7. ;)


Das wird wirklich spannend. Aber ich glaube, dass hier Stadthagen schon einige Lücken schließen kann. Vor allem auch Hameln.
Ich finde immer noch, dass man eventuell den Köterberg auch nehmen könnte. Dort sind ja keine UKW oder TV Antennen vorhanden, allerdings ist seine Position sehr interessant.

Zitat
Mc Jack
Geht der NDR-Muxx in Hameln auch indoor?
Bei mir im Südkreis HI ist das ein einziges Trauerspiel. Indoor nur an einer einzigen Stelle am ausgestrecktem Arm fast ohne Aussetzer, auf der Terrasse praktisch genauso nur ohne Aussetzer.
Hannover geht gar nicht, Drachenberg wie beschrieben. Mobil nicht getestet, mein Kenwood 73DAB läuft ohne DAB-Antenne. Ich habe sie bisher nicht vermisst.


Der NDR ist in Hameln wirklich beschämend! Outdoor mit dem 73DAB und Magnetfußantenne nur Aussetzer und hin und her schalten verschiedener Frequenzen (Hannover, Braunschweig) .
Der WDR geht doch an einigen Ecken schon ganz gut, wobei ich nicht glaube, dass Indoor so viel zu machen ist. Doch hier kann man ja mit Vorfreude auf eine eventuelle Erhöhung vom Bielstein warten ;)
Übrigens: Oben auf dem Klüth lässt sich auch wunderbar DX-en. Ich hab es mal auf die schnelle mit DAB+ gemacht. Es gingen HR, WDR, NDR, MDR, Private aus S-A und KPN hatte ich aus Holland noch dabei.
So langsam wird es auch im Norden spannend, vor allem auch im Weserbergland, meine Heimat ;) Ich glaube, dass sich hier in den nächsten 2 Jahren doch wirklich etwas verändern wird vom Empfang und dass der NDR jetzt auch willig ist.


Zitat
Flaschengeist
Zitat
hessenpeter
....Bundesmuxx hingegen läuft gut .


Wenn der Bundesmuxx bei dir gut läuft, nehme ich an, dass es Sibbese ist, der bei dir reinkommt. Der würde die ja sicherlich als Standort gut helfen, wenn der NDR dort aufschalten würde.


Das finde ich nicht. Es ist maximal akzeptabel, aber ein relativ taubes Radio macht in dem meisten Fällen indoor in Hameln gar nichts.

von Jasst - am 31.01.2017 17:17
Ich empfehle das sehr nützliche und überaus leicht zu bedienende Online Tool "DABSCAN"

Dieses sieht für den Standort Bremen bei Überreichweiten der Stufe 5 folgendes vor:

Zitat
DAB SCAN
MHz channel p ctry bouquet location dist. azim pwr
⇒rcvr power dB ⓘ
190.64 7B h D Radio Bremen Bremen-Walle (bre) 1km 339° 1 1 89dB ⓘ
190.64 v Schiffdorf [nds] (Bremerhaven) (bre) 50km 348° 0.79 0.8 48dB ⓘ
190.64 7B h D Berlin/BRBG 7B Berlin/Alexanderplatz (brb) 316km 100° 10 10 27fdB ⓘ
190.64 7B v D hr Radio Frankfurt (Main) Europaturm (hes) 328km 182° 10 10 27fdB ⓘ
190.64 v Mainz-Kastel [hes] (rlp) 342km 186° 10 10 26fdB ⓘ
190.64 v Rimberg (hes) 258km 170° 2.5 5 24fdB ⓘ
190.64 v Hardberg (hes) 394km 180° 10 10 24fdB ⓘ
190.64 v Großer Feldberg (Taunus)/hr (hes) 318km 184° 3.5 5 23fdB ⓘ


Der hier genannte Standort Habichtswald spielt keine Rolle.
Simuliert man Überreichweiten der Stufe 6 bis 9 dann taucht er auf

Zitat
DAB SCAN
MHz channel p ctry bouquet location dist. azim pwr
⇒rcvr power dB ⓘ
190.64 7B h D Radio Bremen Bremen-Walle (bre) 1km 339° 1 1 90dB ⓘ
190.64 v Schiffdorf [nds] (Bremerhaven) (bre) 50km 348° 0.79 0.8 51dB ⓘ
190.64 7B h D Berlin/BRBG 7B Berlin/Alexanderplatz (brb) 316km 100° 10 10 35fdB ⓘ
190.64 7B v D hr Radio Frankfurt (Main) Europaturm (hes) 328km 182° 10 10 34fdB ⓘ
190.64 v Mainz-Kastel [hes] (rlp) 342km 186° 10 10 33fdB ⓘ
190.64 v Hardberg (hes) 394km 180° 10 10 32fdB ⓘ
190.64 v Rimberg (hes) 258km 170° 2.5 5 31fdB ⓘ
190.64 v Großer Feldberg (Taunus)/hr (hes) 318km 184° 3.5 5 30fdB ⓘ
190.64 v Habichtswald (hes) 200km 169° 0.32 5 25fdB ⓘ


Man darf also bei sagenhaften 320 Watt laut Physik-Unterricht der 10. Klasse Volksschule (Wellenausbreitung) davon ausgehen dass diese Leistung zu vernachlässigen ist.

Eher spielt laut dieser Berechnung noch "mein " Berliner DAB eine Rolle, aber auch das dürfte auf die Entfernung nicht so massiv stören. Der Bremer Kanal 7 ist im Übrigen der einzige aus 300 Kilometern Umkreis den ich in Perleberg mit einer Dachantenne noch nicht hören konnte. Auf UKW geht Bremen mit der selben Anlage / Ausrichtung dauerhaft mit Pegeln zwischen 12 und 26 DB. Der schlechte Empfang dieses Standorts bei gleicher sehr guter UKW Abdeckung hat also andere Ursachen. Entweder wurde da minderwärtige Technik verbraten oder die Antennenausrichtung ist Murks.

Im Übrigen ist es verwunderlich, warum Radio Bremen es bis heute nicht geschafft hat, sein Programm "NEXT" auch über Satellit zu verbreiten. Der Internetstream hat 128 kb und hört sich ziemlich leise und dünnbandig an. Nicht dass ich diesen Lärm hören würde, aber rein interessehalber dürfte dies das einzige ARD Programm sein das nicht über Satellit sendet!

Für die "jungen Hüpfer" heißt es also, warten bis zum Sommer. Dann gibt es das Programm "NEXT" (mit Werbung!) wohl über die stärkere 88,3 während man das Kulturradio vermutlich auf die 96,7 verbannen wird. Man darf gespannt sein, was die Herrschaften an der Diepenau diesbezüglich im Hintergrund tüfteln. Derartige Paukenschläge wurden meist heimlich still und leise und ohne großartige Ankündigung auf die Menschheit losgelassen.

Gruß aus der Prignitz

M. Kraus

von MICHAELKRAUS - am 27.03.2017 13:23
Alster hat früher nur mit 32 Kilowatt (DB-Werte gemessen) gesendet statt der zugelassenen 40 Kilowatt. Die Erhöhung der Leistung auf die vollen 40 Kilowatt (gemessen) erfolgte erst vor einiger Zeit nach dem Neubau des Turms und dem kürzlich durchgeführten Betreiberwechsel / Antennenumschaltung (dazu war der Sender 2 Nächte über geraume Zeit nicht empfangbar).

Zum Thema Fernsehturm: Ich meine mich dunkel erinnern zu können Mitte der 80er als AR noch Radio 107 hieß dass damals nur mit geringer Leistung vom Fernsehturm gesendet wurde. Das Programm war damals nur ein oder zweimal hier zu empfangen in der Prignitz. Später dominierte immer SFB 4 / Multikulti. Aber als dann der Wechsel zum Gitterturm kam war AR (damals noch mit Schlagern) häufiger zu hören. Und auch ein "Mainstrem" Format hatten sie mal, zwischen 1999 und 2001 oder 2002 müsste das gewesen sein. Damals erfolgte ein radikaler Bruch mit den Schlagern, genau wie hier bei unserem Spreeradio (das aber erst 94 als Radio50+ gestartet ist und 95 in Spree umbenannt wurde). Seit 2004 (?) gibt es das mehr oder weniger alternative Rockprogramm, das es aber eben wie angesprochen wegen Delta Radio auf 107,4 schwer hat. Zudem hat man Deltaradio als Fremdsender auch noch "dankenswerterweise" gleich mehrere (3 oder 4) Stadtfrequenzen für Hamburg geschenkt, damit gehen die (als SH Sender) besser als das eigentlich zuständige AR das von draußen einstrahlt und zwischen den Häusern teilw. Probleme hat.

Man muss bedenken: AR erreicht mit diesen 40 KW (= 40.000 Watt , Physik 7. Klasse Volksschule) ein Millionenpublikum bis Ahrensburg, Lübeck, Lauenburg, Wedel, Stade, Hennstedt-Ulzburg usw.. Von Daher wäre eine DAB Abstrahlung wenig sinnvoll, damit würde man eher weniger Leute erreichen, auf keinen Fall aber mehr!

Der Sender von AR reicht auf dem flachen Land gut und gerne 150 Kilomter weit, geht im Auto im Norden bis kurz vor Kiel, im Süden bis kurz vor Hannover, im Westen bis kurz vor Bremen und im Osten bis kurz vor Schwerin. Ausserdem gehen die Hamburger Sender gut im Raum Ost / Nordfriesland.

Mit guter Technik kommt der Sender 180 Kilometer weit und damit ebenso weit wie Radio Hamburg und der NDR bei doppelter Leistung , was ja auch klar ist da die DB Werte proportional zur Sendeleistung nur gering ansteigen.

Hier im Raum Perleberg bekomme ich die Hamburger Sender an einer Dachantenne noch mit RDS. Wenn das Jazzradio aus Berlin schweigt, kommt Alsterradio störungsfrei und mit RDS Titelanzeige durch, wenn mandie Antenne nach West dreht!

Da wäre man ja aus wirtschaftlicher Sicht dumm Geld (immerhin eine 5 stellige Summe) für eine zusätzliche DAB Abdeckung zu verbrennen, die exakt der UKW Versorgung entspricht und von weniger Menschen gehört wird. Geld, das man offenbar auch nicht hat oder dafür nicht hernehmen möchte.

Also aus betriebswirtschatlichen Gesichtspunkten kann man AR keinen Vorwurf machen das sie beiu ihrer starken UKW Frequenz bleiben. Anders sieht es natürlich für Energy, die Freien Radios / Offenen Kanäle oder Hamburg Zwei aus. Diese würden ihre reichweite deutlich erhöhen weil sie auf UKW mit nur geringer Leistung senden und selbst im Stadtgebiet nur schlecht empfangbar sind.

Auch für den AR-Ableger Xfm wäre das eine Option, die mehr techn. Reichweite und dadurch mehr Hörer, in Folge mehr Werbekunden bringen würde.Aber wie gesagt, das Geld ist offenbar nicht so üppig und wenn man es lieber an anderer Stelle einsetzen will, ist das zu akzeptieren-

Eine Bereicherung für DAB gerade im Hamburger Umland ("Speckgürtel" ) wären Energy, Xfm und die Freien Radios ganz sicher. Aber ob es sich finanziell lohnt? Andersherum wäre Alster auf DAB keine Bereicherung denn überall dort wo DAB aus Hamburg empfangbar ist geht AR auf UKW ohne größeren Aufwand ohnehin.

Das ist wie bei uns in Berlin, wo die großen Sender (RTL, RS2, Berliner Rundfunk,Spree) DAB total verweigern. Die sind mit ihren starken UKW Frequenzen vom Fernsehturm fast in ganz Brandenburg mit Ausnahme von Spreewald / Lausitz und teilw. Oderbruch hörbar. Als Spree noch ein Schlagersender war, waren die sogar auf Satellit (Hotbird). Auch das wurde irgendwann aufgebenen. Zu gering dürfte das Interesse ausserhalb der Stadt sein.

Gruß Kraus.

von MICHAELKRAUS - am 26.04.2017 07:58
Zitat
MICHAELKRAUS
Alster hat früher nur mit 32 Kilowatt (DB-Werte gemessen) gesendet statt der zugelassenen 40 Kilowatt. Die Erhöhung der Leistung auf die vollen 40 Kilowatt (gemessen) erfolgte erst vor einiger Zeit nach dem Neubau des Turms und dem kürzlich durchgeführten Betreiberwechsel / Antennenumschaltung (dazu war der Sender 2 Nächte über geraume Zeit nicht empfangbar).

Zum Thema Fernsehturm: Ich meine mich dunkel erinnern zu können Mitte der 80er als AR noch Radio 107 hieß dass damals nur mit geringer Leistung vom Fernsehturm gesendet wurde. Das Programm war damals nur ein oder zweimal hier zu empfangen in der Prignitz. Später dominierte immer SFB 4 / Multikulti. Aber als dann der Wechsel zum Gitterturm kam war AR (damals noch mit Schlagern) häufiger zu hören. Und auch ein "Mainstrem" Format hatten sie mal, zwischen 1999 und 2001 oder 2002 müsste das gewesen sein. Damals erfolgte ein radikaler Bruch mit den Schlagern, genau wie hier bei unserem Spreeradio (das aber erst 94 als Radio50+ gestartet ist und 95 in Spree umbenannt wurde). Seit 2004 (?) gibt es das mehr oder weniger alternative Rockprogramm, das es aber eben wie angesprochen wegen Delta Radio auf 107,4 schwer hat. Zudem hat man Deltaradio als Fremdsender auch noch "dankenswerterweise" gleich mehrere (3 oder 4) Stadtfrequenzen für Hamburg geschenkt, damit gehen die (als SH Sender) besser als das eigentlich zuständige AR das von draußen einstrahlt und zwischen den Häusern teilw. Probleme hat.

Man muss bedenken: AR erreicht mit diesen 40 KW (= 40.000 Watt , Physik 7. Klasse Volksschule) ein Millionenpublikum bis Ahrensburg, Lübeck, Lauenburg, Wedel, Stade, Hennstedt-Ulzburg usw.. Von Daher wäre eine DAB Abstrahlung wenig sinnvoll, damit würde man eher weniger Leute erreichen, auf keinen Fall aber mehr!

Der Sender von AR reicht auf dem flachen Land gut und gerne 150 Kilomter weit, geht im Auto im Norden bis kurz vor Kiel, im Süden bis kurz vor Hannover, im Westen bis kurz vor Bremen und im Osten bis kurz vor Schwerin. Ausserdem gehen die Hamburger Sender gut im Raum Ost / Nordfriesland.

Mit guter Technik kommt der Sender 180 Kilometer weit und damit ebenso weit wie Radio Hamburg und der NDR bei doppelter Leistung , was ja auch klar ist da die DB Werte proportional zur Sendeleistung nur gering ansteigen.

Hier im Raum Perleberg bekomme ich die Hamburger Sender an einer Dachantenne noch mit RDS. Wenn das Jazzradio aus Berlin schweigt, kommt Alsterradio störungsfrei und mit RDS Titelanzeige durch, wenn mandie Antenne nach West dreht!

Da wäre man ja aus wirtschaftlicher Sicht dumm Geld (immerhin eine 5 stellige Summe) für eine zusätzliche DAB Abdeckung zu verbrennen, die exakt der UKW Versorgung entspricht und von weniger Menschen gehört wird. Geld, das man offenbar auch nicht hat oder dafür nicht hernehmen möchte.

Also aus betriebswirtschatlichen Gesichtspunkten kann man AR keinen Vorwurf machen das sie beiu ihrer starken UKW Frequenz bleiben. Anders sieht es natürlich für Energy, die Freien Radios / Offenen Kanäle oder Hamburg Zwei aus. Diese würden ihre reichweite deutlich erhöhen weil sie auf UKW mit nur geringer Leistung senden und selbst im Stadtgebiet nur schlecht empfangbar sind.

Auch für den AR-Ableger Xfm wäre das eine Option, die mehr techn. Reichweite und dadurch mehr Hörer, in Folge mehr Werbekunden bringen würde.Aber wie gesagt, das Geld ist offenbar nicht so üppig und wenn man es lieber an anderer Stelle einsetzen will, ist das zu akzeptieren-

Eine Bereicherung für DAB gerade im Hamburger Umland ("Speckgürtel" ) wären Energy, Xfm und die Freien Radios ganz sicher. Aber ob es sich finanziell lohnt? Andersherum wäre Alster auf DAB keine Bereicherung denn überall dort wo DAB aus Hamburg empfangbar ist geht AR auf UKW ohne größeren Aufwand ohnehin.

Das ist wie bei uns in Berlin, wo die großen Sender (RTL, RS2, Berliner Rundfunk,Spree) DAB total verweigern. Die sind mit ihren starken UKW Frequenzen vom Fernsehturm fast in ganz Brandenburg mit Ausnahme von Spreewald / Lausitz und teilw. Oderbruch hörbar. Als Spree noch ein Schlagersender war, waren die sogar auf Satellit (Hotbird). Auch das wurde irgendwann aufgebenen. Zu gering dürfte das Interesse ausserhalb der Stadt sein.

Gruß Kraus.



Viel Text, wenig sinnvoller Inhalt.
Richtung Süden wird Alsterradio allerspätestens am Dreieck Walsrode von Antenne NDS auf 106,9 in die Zange genommen. Mal abgesehen davon, dass dem Signal schon weiter nördlich die Puste ausgeht..Selbst mit trennscharfen und richtig guten Autoradios ist am Autohof Mellendorf kein brauchbares Signal zu bekommen (edit: mobil, nicht im Stand!), die morgendlichen Inversionslagen in den wärmeren Monaten einmal ausgenommen. Die können aber nicht der Maßstab sein.
Vielleicht wäre es eine gute Idee, nicht bei jedem Thread seinen Senf dazuzugeben...

von Mc Jack - am 26.04.2017 09:16
Welche Arbeitgeber? Wenn man der TAZ glauben darf, steht hinter dem „Rundblick“ der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall. Welch ein Wunder, Dr. Volker Schmidt ist Geschäftsführung der Drei Quellen-Mediengruppe GmbH die den Rundblick Niedersachsen verlegt und Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Niedersachsenmetall.

Ihr könnt es prüfen unter:
https://niedersachsenmetall.de/kontakt
https://www.rundblick-niedersachsen.de/ (ganz unten auf der Seite)

Es scheint die Hauspostille von rund 300 Betrieben zu sein, die sich in Niedersachsenmetall zusammengeschlossen haben.

Wie kommt man auf so schlaue Sätze wie …
„DAB das ist digitales Radio mit Antenne“. Funktioniert etwas Radio über UKW, WLAN, 3G, 4G, oder 5G ohne Antenne? Oder haben die beiden Redakteure von Niedersachsenmetall grundsätzlich den Physik-Unterricht geschwänzt?

Wenn man auf die Details achtet, spricht der Autor ganze Zeit von „DAB“ ohne Plus. So kann man so schlaue Sätze von sich geben, dass in die Technologie bis zu 1 Milliarde Euro gesteckt wurde. Eine ähnliche Rechnung hat vor 2 Jahren in Polen die rechts-konservative PiS aufgestellt und ließ den DAB+-Ausbau stoppen. Als die Daten vorgelegt wurden, machte die Ausstrahlung und der Netzaufbau nur einen kleinen Teil der Kosten aus. Der größte Teil wurde für Programme ausgegeben, einige gab es sogar schon vorher ohne DAB+, nur jetzt konnte man diese einer neuen Kostenstelle zuschreiben.

Im Podcast von „vor 1 Jahr“ auf Soundcloud ist die Sprache davon, dass sich der Rechnungshof mit DAB in Niedersachsen und weiteren Ländern befassen will.

Tatsächlich ist der Bericht vom 9. November 2016 und erschien in der Ausgabe 204/2016.

Das Ergebnis sollte im Frühjahr 2017 veröffentlicht werden.

Es werden so Totschlag-Argumente gegen DAB+ aufgeführt, wie …
„Nun bekommt der Konsument beim Kauf eines DAB plus-Radios in Niedersachsen allerdings auch ein eingeschränktes Angebot, dass den Kauf eines solchen Geräts nicht unbedingt befördert. Er kann zum Beispiel nicht die niedersächsischen Privatsender wie Radio ffn, Antenne Niedersachsen oder Radio 21 empfangen.“

das Stimmt zwar, aber die Rechnung sieht doch anders aus:
1. Radio ffn
2. Antenne Niedersachsen
3. Radio 21

gegen …
1. Dlf Nova
2. ERF Plus
3. Absolut relax
4. ENERGY DIGITAL
5. SCHLAGERPARADIES
6. Schwarzwaldradio
7. sunshine live
8. RADIO BOB!
9. KLASSIK RADIO
10. Radio Horeb
11. NDR Blue
12. NDR Plus

Wow, 4 mal mehr Programme über DAB+ als über UKW? So würde ein ehrlicher Vergleich aussehen.

Programme lassen sich nicht auseinander schalten?
Warum hat das Flächenland Niedersachen auf der Wellenkonferenz GE06 nur 7 Gebiete und Bayern je nach vorgestellten Plan bis zu 19 Regionen? Politisches Versagen der niedersächsischen Staatskanzlei soll hier vertuscht werden? Bayern kam zu dem Entschluss keine 19 regionalen Multiplexe aufbauen zu müssen. Den Niedersachen reichen die 7 regionalen Layer nicht aus.

Anfrage der FDP zum Thema DAB+ vom 19.10.2016:
http://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F17%5F7500/6501-7000/17-6705.pdf

Und die Antwort der Regierung vom28.10.2016:
http://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F17%5F7500/6501-7000/17-6785.pdf

Im Jahres Bericht 2017 des Niedersächsischer Landesrechnungshof steht nicht über DAB+, vielleicht ein Jahr später?
https://www.lrh.niedersachsen.de/themen/jahresberichte/jahresbericht-aktuell-154345.html

von Seltener Besucher - am 19.05.2018 02:42
Zitat
Seltener Besucher
Zitat
DH0GHU
Der NDR blockt mit seiner Taktik einfach nur unglaublich viele Frequenzen bei geringem Mehrwert (Blue, Plus) und das bei einer unattraktiver Netzabdeckung.


Gott, gib den Menschen Hirn, damit sie keine Fake News verbreiten können. Es wird auch in Niedersachsen nicht anders sein, als im übrigen Deutschland, dass die Staatskanzlei die Frequenzen durch die BnetzA koordinieren lässt und nicht der NDR selbst.

Eine Blockadetaktik dem NDR vorzuwerfen und nicht den Bundesländern ist eine Unverschämtheit.
Die SPD hat im niedersächsischen Landtag die meisten Sitze (55) und stellt mit der CDU die Regierung.

Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG) ist eine 100 % Tochter der SPD.
Über die „Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG“ ist die SPD-Tochter „DDVG“ an den vielen Privatradios in Niedersachsen beteiligt:
- Antenne Niedersachsen mit allen digitalen Ablegern und
- Radio 38.

Die KEK führt aber auch eine „Radio Madsack Niedersachsen GmbH & Co. KG“ auf, die an „Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG“ beteiligt, also an „ffn“. Der Privatfunk in Niedersachsen ist fest in der Hand der SPD und die Medienpolitik wird daran ausgerichtet.

die gesamte Liste:
https://www.kek-online.de/medienkonzentration/mediendatenbank/#/profile/shareholder/dl-667

Das einfachste wäre, man würde dem NDR einen Multiplex für das gesamte Land Niedersachsen geben und 1/3 des regionalen Multiplexes für seine Programme NDR 1 NDS und NDR 2. Alle anderen Programme werden nicht auseinander geschaltet. In Bayern funktioniert es, in Niedersachen nicht.

Im letzten Jahr haben die Sender mit SPD-Beteiligung „ffn“ und „Antenne Niedersachsen“ ihre UKW-Antenne gekauft und sind nicht an DAB+ interessiert. Die SPD-Regierung will natürlich ihre Gewinne aus dem Verlagsgeschäft nicht in DAB+ investieren. Wenn hier irgendjemand andere Regionen schützt, dann ist es die SPD, die auch u.a. in Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen an Radiosendern beteiligt ist. Da sollen die Hörer gefälligst die Parteiwerbung und -Propaganda hören, die die SPD für sie vorbereitet hat und keine Sender aus der Nachbarregion.


Danke, Seltener Besucher, endlich sagt mal jemand, wer den DAB+ Ausbau in einigen Bundesländern behindert. Die SPD/CDU will ihre Botschaften über UKW Programme zu den Bürgern transportieren!
Da stört DAB+ Vielfalt total. Es sollen weiterhin nur die Platzhirsche gehört werden, die diese Botschaften transportieren. Zu diesen Programmen gehört übrigens in Norddeutschland auch der NDR.
Änderung: SPD/CDU

von jug - am 10.07.2018 11:33
Zitat
RF_NWD
ARD Senderübergreifende Zusammenarbeit bei DAB Netzen
https://www.teltarif.de/radio-empfang-dab-plus-ukw/news/73294.html


Zitat

Was in der Theorie wunderbar und einfach klingt, erweist sich jedoch in der Praxis häufig als nicht erwünscht. Denn die Nutzung von Fremdstandorten würde auch bedeuten, dass benachbarte ARD-Anstalten viel weitflächiger als bisher im "Feindesland" wildern könnten. Einigen ARD-Anstalten ist es sogar ganz recht, dass die Überstrahlung (technisch: "Overspill") bei DAB+ geringer ist.

So hat der Norddeutsche Rundfunk (NDR) dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) die Verbreitung über eine Rundstrahlantenne auf dem Brocken im Harz, die auch Teile Niedersachsens mitversorgt hätte, untersagt. Damit reduziert sich auch der von UKW bekannte Overspill massiv. Über UKW ist der MDR mit seinen Programmen in Hannover perfekt hörbar, auf DAB+ dagegen überhaupt nicht mehr.


Wenn Unsinn auf Fake News trifft, dann kommt nur Desinformation zustande. Frequenzen sind nun mal Ländersache. Warum sollte der WDR auf Osnabrück/Grafensundern ausweichen und nur nach NRW einstrahlen, wenn es sich von Ibbenbüren rundstrahlen lässt. Durch die Sender im eigenen Bundesland kann man besser in die Nachbarbundesländer einstrahlen. Und bei UKW gibt es auch nicht unbegrenzt einen Overspill, bei Holzminden und Ibbenbüren wird das UKW-Signal in bestimmte Richtungen gedämpft. Auch im Fall von Eifel/Bärbelkreuz werden einige Frequenzen nach Süden gedämpft. Der Sender Bonn strahlt nach Süden auch schwächer auf einigen Frequenzen ab.

In grader Linie vom Brocken nach Westen sind es gerade mal 2,1 km bis zur Ländergrenzen nach Niedersachsen. Es ist komplett bewaldetes Gebiet. Nach Norden sind es 7,4 km und bis zur Landesgrenze gibt es auch keine Siedlungen. Nach Süden sind es 4,2 km bis zur Landesgrenze zu Niedersachsen und 24 km bis zur Grenze zu Thüringen. Der MDR soll mal brav in seinem Sendegebiet sein Sendernetz verdichten, im Westen Niedersachsens freut man sich über Niederländer auf dem Kanal 6B.

Zitat
iro
Zitat
Terranus
Warum ist Niedersachsen denn so extrem restriktiv ? Ist ja noch schlimmer als das enge Korsett in NRW.

Hat das Land leider nicht kundgetan... Man kann nur vermuten, daß NDS so viele Kanäle wie möglich innerhalb des Landes freihalten (bunkern) möchte, damit Radio 21 später für jedes Kaff eine eigene Regionalversion aufschalten kann... :D


Der niedersächsischere Rechnungshof möchte DAB+ am liebsten abschalten. Ein Telefonbuchverlag aus Bayern könnte ein zu großer Wettbewerber für die Hörfunkprogramme der SPD-Tochter DDVG werden. Die wollen in DAB+ nicht investieren, aber auch keine Konkurrenz haben. Radio 21 wird sich den Regionalmultiplex mit dem NDR teilen und dort jeweils 10 Programmversionen hineinquetschen.

von Seltener Besucher - am 17.07.2018 12:17
Zitat
Holdudieladio
Zitat
Seltener Besucher
Wenn Unsinn auf Fake News trifft, dann kommt nur Desinformation zustande. Frequenzen sind nun mal Ländersache.

Was genau sind hier "Fake News", "Unsinn" und "Desinformation" ? Statt mit hässlichen Begriffen um sich zu werfen, könnte man ja, sofern man es überhaupt besser weiss, richtig stellen, was genau falsch war.
Frequenzen sind nicht reine Ländersache, schon gar nicht, sobald sie nur annähernd eine Grenze eines Nachbarlandes berühren. Sie müssen durch die Bundesnetzagentur und Nachbarländer genehmigt werden.


Egal wie man es dreht oder interpretiert. Frequenzen – vor allem die Rundfunkfrequenzen – gehören den Bundesländern (TKG § 57). Alle Bundesländer haben im Fall der GE06-Koordinierung die gleiche Anzahl an Übertragungskapazitäten zugewiesen bekommen. Ein Anspruch eines Bundeslandes über die Grenze eines anderen Bundeslandes einzustrahlen besteht nicht. Meistens lässt sich das nicht verhindern. Die Gebiete für die Nutzung einer Frequenz sind klar abgesteckt worden, dafür wird gerne das Wort Allotment verwendet – dt. zugewiesene Fläche / Parzelle.

Das Gegenteil von Ländersache ist Bundessache. Wenn Frequenzen nicht „reine Ländersache“ sind – wie Du behauptest – dann wären sie Bundessache. Im Fall von Rundfunkfrequenzen müsstest Du das belegen. Anders sieht es natürlich mit den vom Militär oder dem Flugdienst genutzten Frequenzen aus.

Staatliche Aufgaben sind grundsätzlich Ländersache
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2014/47689345_kw02_grundgesetz_30/213968

Ich stimme Dir zu, die BnetzA fragt bei dem zweistufigen Verfahren erst bei den Bundesländern nach, ob Einwände gegen die Nutzung einer Frequenz bestehen und dann erst in den Nachbarländern.

Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Warum sollte Niedersachsen erlauben einen für das Bundesland Sachsen-Anhalt bestimmten Kanal auf das eigene Territorium einstrahlen zu lassen? Vielleicht gelingt es Niedersachsen den Kanal irgendwo in Niedersachsen für eine Stadtmux zu koordinieren. Man kann davon ausgehen, dass eine Verdichtung des Sendernetzes erfolgen wird. Wenn alle Frequenzen vergeben sein werden, wird man – wie bei UKW – nach weiteren freien Frequenzen suchen. Warum sollte man den Fehler wiederholen, den man mit den UKW-Frequenzen auf dem Brocken vor Jahrzehnten machte?

Zitat
Holdudieladio
Es geht beim Sender Brocken nicht um ein paar Kilometer bewaldetes Gebiet, aber muss man das wirklich erklären ? Man wählte früher für UKW extra den höchsten Standort, um die weitflächige Versorgung des Umlandes zu gewährleisten. Auch nach Niedersachsen hinein.


Der erste Sender auf dem Brocken wurde bereits vor der UKW-Nutzung in Deutschland errichtet. Egal ob bei der Inbetriebnahme 1937 oder später in der DDR es gab nur ein Ziel: die Weiterverbreitung der staatlichen Propaganda. Radio DDR 1 wird auf 89,0 MHz nicht mehr verbreitet und warum ausgerechnet hier für die Stimme der Verlegerinnen aus Gütersloh gekämpft wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Beteilung der Verlegerinnen – und somit die Einflussnahme – auf die Programme in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt unterscheidet sich um nur wenige Prozentpunkte. In beiden Bundesländern sind die Damen an mindestens zwei Hörfunkprogrammen beteiligt.

Zitat
Holdudieladio
Nur bei DAB+ wird das plötzlich "untersagt", so dass man die Reichweite vom höchsten Harz-Berg nun extra künstlich einschränken muss, was schon einer "Kastrierung" ähnelt.


Das Wort „plötzlich“ ist in dem Zusammenhang mehr als lächerlich. Die Allotments wurden bereits 1995 an den Landesgrenzen der Bundesländer gezogen. Da kommt dein Protest 23 Jahre zu spät. Aber Du behauptest, dass Rundfunk keine Ländersache ist. Schaut man sich die Allotments von WI95 und GE06 an, gewinnt man einen ganz anderen Eindruck. Alle Allotments orientieren sich an den Länder- und Bundesländergrenzen.

Zitat
Holdudieladio
Durch einen rundstrahlenden Brocken würde man sicher keine Niederländer stören, weil viel zu weit weg.


Würde Niedersachsen zustimmen, könnte es den Kanal nicht auf dem eigenen Territorium nutzen. Wenn Du behauptest, es würde nicht die Niederlande stören, könnte man den Kanal an einem Ort erneut verwenden. Schaut man sich die Pläne z.B. in Polen an, wo ein TV-Kanal, drei DAB+-Regionalnetze und zusätzlich noch 34 Lokalmuxe in das VHF-III-Frequenzband hineingestopft wurden, weiß man was uns noch erwartet. Genau die gleichen Pläne gab es in Deutschland auch. Momentan hofft man die 7 geplanten Netze realisieren zu können.

Zitat
Holdudieladio
Dass "man" sich im Westen auf Kanal 6B über Niederländer freut, trifft höchstens auf ganz wenige Nerds zu, die Mehrheit der Deutschen hört deutsche Programme, schon allein wegen der Sprache.


Die Deutschen haben unter Strafe deutsche Programme zu hören und sonst gar nichts. Wenn ihre Kinder in der Schule das falsche Pausenzeichen summen oder die falsche Uhr zeichnen, kommen ihre Eltern nach Bautzen. Sowie Du das schreibst, klingt es so, als hättest Du die Geisteshaltung eines ehemaligen Staates auf dem deutschen Boden tief verinnerlicht.

Deine Logik erschließt sich mir gar nicht, weil Du behauptest der Overspill aus einem Nachbarland soll geringgehalten werden, während des bei den Bundesländern alle wild in die Gebiete der anderen einstrahlen sollen. Erinnert ein bisschen an Störsender oder Strafen für das Hören der BBC.

Plötzlich wird die Mehrheitsgesellschaft als Beweis herangezogen. Klar hört die Mehrheitsgesellschaft keine Programme aus dem Ausland. Die meisten hören Radio auf UKW und können keine Programme aus einem Nachbarland empfangen. Die Sprache spricht da gar keine Rolle. Oder meinst tatsächlich die sunshine live Hörer schalten den Sender wegen der bedeutungsschwangeren Diskussionen im Programm ein?

Fakt ist, dass die Zahlen welche Sender tatsächlich gehört werden, der breiten Öffentlichkeit nicht präsentiert werden. Wer die Zeche zahlt, präsentiert seine Zahlen. Ich habe noch nie eine MA gesehen mit Hörerzahlen von BFBS Radio 1, obwohl das Programm von Millionen von Hörern in NRW empfangen werden konnte und alle jüngeren Menschen in der Schule Englisch gelernt haben. Das Argument der mangelnden Sprachkenntnisse entfällt, wenn sich die gleichen Leute Filme auf Englisch anschauen und -hören.

Schaut man sich Zahlen aus internen Untersuchungen einiger Sender an, schalten in der Grenzregion zw. 1/5 und 1/4 der Hörer auch ein Programm ein, dass für ein anderes Bundesland bestimmt ist. Genau dafür kämpfst Du. Vielleicht fehlt Dir das Wissen, dass die Schüler in der Grenzregion die Sprache des Nachbarlandes lernen können und an einigen Schulen auch in einer Fremdsprache in einigen Fächern unterrichtet werden.

von Seltener Besucher - am 17.07.2018 23:36
Zitat
planetradio
Saw ist nicht besser als Antenne Bayern oder ffn und wie sie alle heißen


Die Entscheidung kann man doch den Hörern überlassen. Aber davor haben der NDR und die privaten Platzhirsche Sorge.
FFN und Antenne NDS haben ja auf UKW schon ein paar Prozente der Hörer an SAW, Jump oder RTL 89.0 "verloren".
Und da jetzt auf DAB+ im Sachsen-Anhalt-Privat-Mux auch noch Rockland drinne ist, würde das auch noch Konkurrenz für Radio 21 bedeuten.
Zumal Rockland deutlich rockiger ist, würden echte Rock-Fans gerne dorthin umschalten.
1A Deutsche Hits würden sicher auch nicht wenige einschalten.
Der MDR hat neben Jump auch noch Sputnik im Gepäck, was auch noch mal Konkurrenz für N-Joy bedeuten würde.
Wäre Empfang bis nach Hannover/Minden möglich, wäre das also nicht bloss eine reine Nachbildung dessen, was es bisher auf UKW gibt, sondern schon etwas mehr.

@Seltener Besucher:
1995 wusste ich von DAB+ noch überhaupt gar nichts, wogegen hätte ich denn da protestieren sollen ? Hieran zeigt sich, wessen Aussagen "lächerlich" sind. Damals hatte noch niemand von einem Digitalradiostandard namens DAB+ gehört, UKW war das Nonplusultra und man ahnte nicht mal, dass das 30 Jahre später mal durch dieses DAB+ ersetzt werden soll.
Am allerwenigsten konnte man ahnen, dass dann der Sender Brocken nicht mehr nach Niedersachsen würde hineinstrahlen dürfen.

Zitat
Seltener Besucher
"Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Warum sollte Niedersachsen erlauben einen für das Bundesland Sachsen-Anhalt bestimmten Kanal auf das eigene Territorium einstrahlen zu lassen?"

Warum wird zweierlei Mass gemessen ? Der Brocken soll möglichst gar nicht nach Niedersachen einstrahlen dürfen, die Niederländer aber bitte schön weit.
Weil es Dir dabei um Dein persönliches Interesse geht.
Die Niederländer interessieren Dich, aber Sachsen-Anhalt interessiert Dich halt nicht.

Und wer solche witzlosen, hohlen Phrasen wie diese ablässt
Zitat
Seltener Besucher
"Die Deutschen haben unter Strafe deutsche Programme zu hören und sonst gar nichts. Wenn ihre Kinder in der Schule das falsche Pausenzeichen summen oder die falsche Uhr zeichnen, kommen ihre Eltern nach Bautzen.

und dabei jemand anderem eine dementsprechende "Geisteshaltung" unterstellt, macht sich wohl selbst mehr als "lächerlich".

Zitat
Seltener Besucher
"Fakt ist, dass die Zahlen welche Sender tatsächlich gehört werden, der breiten Öffentlichkeit nicht präsentiert werden."


Da hast Du natürlich Recht. Man fragt sich, woher die veröffentlichten Zahlen überhaupt kommen, und inwiefern die überhaupt repräsentativ sind.
Ich selbst wurde dazu noch nie befragt und kenne auch niemanden, der je befragt wurde.

Zitat
Seltener Besucher
"Ich habe noch nie eine MA gesehen mit Hörerzahlen von BFBS Radio 1, obwohl das Programm von Millionen von Hörern in NRW empfangen werden konnte und alle jüngeren Menschen in der Schule Englisch gelernt haben. Das Argument der mangelnden Sprachkenntnisse entfällt, wenn sich die gleichen Leute Filme auf Englisch anschauen und -hören.


Ich selbst habe als Jugendlicher in Hannover viel BFBS Radio 1 gehört und dabei mein Englisch stark verbessert. Allerdings war ich in meiner Schulklasse der einzige, der den Sender gehört hat.
Doch alle wunderten sich, wie gut ich in Englisch war.

Zitat
Seltener Besucher
"Schaut man sich Zahlen aus internen Untersuchungen einiger Sender an, schalten in der Grenzregion zw. 1/5 und 1/4 der Hörer auch ein Programm ein, dass für ein anderes Bundesland bestimmt ist. Genau dafür kämpfst Du."


Ja, genau, und das gilt eben auch für MDR, WDR, HR, Radio SAW, 89.0 RTL und FFH in Südost-Niedersachsen.
Und da bist Du ja scheinbar nicht mit einverstanden.

Zitat
Seltener Besucher
"Würde Niedersachsen zustimmen, könnte es den Kanal nicht auf dem eigenen Territorium nutzen. Wenn Du behauptest, es würde nicht die Niederlande stören, könnte man den Kanal an einem Ort erneut verwenden."


Die meisten Kanäle "frisst" sowieso nur der NDR auf, statt ein Gleichwellennetz aufzubauen, wo man grossflächig den gleichen Kanal benutzen könnte, benutzt man für jede kleine Funzel eine andere Frequenz, so als wäre es UKW. Das ist doch völlig unsinnig.
Es scheint, als ob sie beim NDR das System DAB+ und die Möglichkeit von Gleichwellennetzen noch nicht wirklich verstanden hätten.
Klar, wenn die Privaten dieses Spiel dann irgendwann genauso spielen wollen, und jeder Landkreis dann für eine Handvoll Privat-Programme einen eigenen Mux auf eigenen eigenen Frequenz "braucht".

von Holdudieladio - am 18.07.2018 11:53
Zitat
Holdudieladio
Und in Südost-Niedersachsen hat man wohl "unter Strafe" nur den NDR, ffn, Antenne NDS und Radio 21 zu hören und sonst nichts.


Und wo steht es, dass Du einen Anspruch auf dem Empfang eines Programms aus einem Nachbarbundesland hast? Du kannst dich frei informieren, ein Anspruch auf Versorgung erwächst daraus nicht. Wenn es anders ist, dann zitiere bitte das entsprechende Gesetz.

Zitat
Holdudieladio
Was ist das denn für eine Geisteshaltung ??


Wenn Dir etwas nicht passt, dann zitiere bitte das Gesetz aus dem Dir der Anspruch auf etwas erwächst. Es reicht nicht sich auf Gewohnheit zu beziehen.

Zitat
Holdudieladio
Der SWR muss mindestens nach Köln und Siegen einstrahlen,


Der SWR sendet vom Sender Linz mit 7 kW bis Köln, allerdings liegt Köln von Linz nur 45 km entfernt. Die Entfernung Brocken – Braunschweig ist schon 51 km und Hannover 87 km. Der Vergleich hinkt.

Siegen liegt gerade mal 5 km von der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und NRW entfernt. Auch der Vergleich hinkt, weil dort natürlich der Empfang gegeben sein muss. Von der Landesgrenze Hessen nach Siegen sind es auch gerade mal 11 km. Auch dieser Vergleich hinkt.

Zitat
Holdudieladio
die Niederländer bis nach Wuppertal,


Die Niederländer strahlen nicht absichtlich nach Wuppertal hinein.
Kanal 12C: Kein Sender hat eine Strahlungsleistung von mehr als 8 kW.
Kanal 11C: Nur ein Sender strahlt mit 10 kW mitten im Land.
Kanal 6B in Arnhem: in Richtung Deutschland Ausblendung bis auf 50 Watt.

Es sind wahrscheinlich die niederländischen Sender im Landesinneren, die nach Deutschland soweit einstrahlen. Es steht dem Land Sachsen-Anhalt und dem MDR frei aus Magdeburg oder Dequede in ihr Bundesland so stark einzustrahlen, dass das Signal auch außerhalb der Landesgrenze zu empfangen ist. Die Niederländer machen es vor.

Zitat
Holdudieladio
aber wenn der MDR nach Hannover strahlt, wo er auf UKW auch immer schon zu hören war,


Es steht dem Bundesland Sachsen-Anhalt nicht zu einen Sender 2 km vom der Landesgrenze auf einem dem höchsten Punkte der Region aufzustellen und ein fremdes Bundesland mit dem Signal zu beglücken.

Du lügst, wenn Du schreibst, dass der MDR „schon immer“ in Hannover zu empfangen war. Es war nicht der MDR, sondern DDR 1 und DDR 2.

Der Vergleich hinkt auch, weil keiner mehr UKW-Frequenzen so koordinieren würde, wie es zu Zeiten des kalten Krieges war. Es gab wenige Programme, die waren staatlich oder öffentlich-rechtlich und man hat am Anfang nur für 2-3 Programme die UKW-Netze koordiniert. Deshalb ist die Koordinierung 89,0 MHz am Standort Brocken eine Fehlentscheidung.

Wenn die Niedersachsen mit dem Programmangebot in ihrem Bundesland nicht zufrieden sind, können sie es ändern.

Zitat
Holdudieladio
dann ist das auf einmal nicht in Ordnung, weil das "Frequenzen verknappt" und man aus deiner Sicht dort lieber auf der gleichen Frequenz, wo der MDR sendet, einen Regionalmux aufmachen soll.


Der Kanal 6B gehört dem MDR in Sachsen-Anhalt und nicht in Niedersachsen. Das Land Niedersachsen kann einen freien Kanal auf seinem Territorium nutzen, wenn es kein anderes Bundesland stört. Du willst uns davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, dass ein anderes Bundesland die Nutzung verhindert. Das einzige Argument, dass Du vorträgst ist, dass es schon immer so war. Man könnte auch argumentieren, dass man früher auch ohne Anschnallpflicht Auto fahren konnte oder das Recht des stärkeren galt und Auge ums Auge, Zahn um Zahn eine wahre Revolution ist, weil man mit dem gleichen vergelten darf.

Zitat
Holdudieladio
Wo ist da die Logik ?


Es geht nicht um Logik, sondern um territoriale Selbstverwaltung.

Zitat
Holdudieladio
Warum sollen die einen dürfen und die anderen nicht ?


Das Signal aus Sachsen-Anhalt reißt nicht direkt in Helmstedt ab, es ist bis kurz vor Hannover offiziell zu hören. Alle deine Beispiele sind nicht vergleichbar. Lass Dir doch mal etwas Neues einfallen, um uns zu überzeugen. Ich würde vielleicht mit der Gesetzeslage versuchen.

Zitat
Holdudieladio
Vielleicht ist unser seltener Besucher Ossi-feindlich gesinnt und wünscht sich, dass diese mit ihren Sendern aus dem Westen fern bleiben ?


Den Privatfunkern auch Sachsen-Anhalt steht es frei sich in Niedersachsen um Frequenzen zu bemühen. Ein Anspruch auf den Empfang des MDRs in Niedersachsen besteht nicht.

Wenn Du dich so gerne auf die Niederlande berufst, die hat mit der Zerobase die UKW-Strahlungsleistung in Richtung Deutschland stark reduziert.

von Seltener Besucher - am 20.07.2018 13:09
Zitat
jug
(...) das "Neue" kein (vollwertiger) Ersatz für das "Alte"

Und kann ganz schnell in einem Akzeptanzproblem enden. Es wird vermutlich auch darin enden. Alles andere ist ein Vorgehen wie man es aus einer Dikatur kennt. Man nehme Begrifflichkeiten wie Rundfunkbeitrag, ich finde ich bekanntermaßen gut und richtig, schon wird klar wie schmal der Grat sein kann. Es wird auch klar daß zwischen ö. r. und Privatfunk nicht unterschieden wird auch wenn die daran gar nicht partizipieren.
Ich, definitiv kein DAB-Gegner, konnte oft genug feststellen daß die Gleichung 100kW UKW = 10kW DAB nicht stimmt. Warum sollte sie auch? Band II -vs- Band III und dann gewinnt der Kurzwelligere? "Wenn man anders durch das SFN auffüllt". Ja genau. Das dürfte aber gerade bei den überstrahlenden Standorten nicht der Fall sein.
Beziehen wir das mal hier auf die Region Nürnberg. Da gibt es den Bleßberg, etwa 100km entfernt, mit wahlweise 100kW ND, bzw. 20kW D, wobei hierhin etwa 10kW rausgehen dürften. Es gibt dann auch noch DAB mit 10kW und sogar einem höheren Antennenschwerpunkt. Ein SFN-Gewinn durch den Inselsberg oder Suhl ist nicht auszumachen. Ich bin fair und gehe nicht in den Osten von Nürnberg wie die fränkische Schweiz/Alb zusätzlich abschirmt. Dort wo im östlichen Kreis FÜ die 96,9 oder 95,2, also die 10kW ERP, in Mono outdoor einwandfrei ankommt reicht das nicht für DAB. Es muß schon ein nur wenig verrauschtes Stereo-Signal sein.
Oder man nehme den Ochsenkopf: Er war der erste Sender im Regionalmux Oberfranken und so ohne SFN gut zu beobachten. Da mußte schon eines der 100kW-UKW-Programme fast einwandfrei in Stereo ankommen damit DAB ging.
Oder man nehme Aalen: Wo man den SWR in Mono sauber hören kann geht DAB noch lange nicht. Und das liegt nicht an Störungen durch Nachbarkanalbelegungen.
Oder von mir aus auch die Unterfranken auf 10A: Die habe ich mit normaler Outdoor-Ausrüstung, die Yagi auf dem Autodach wird eher selten beobachtet, noch nicht gesehen sofern man von der Alten Feste (Zirndorf) und da oben auf dem Turm absieht. UKW? Da ist der Kreuzberg schon lange voll da. Ergänzend sei noch gesagt daß sogar durch Würzburg das SFN noch unterstützt wird.

Dann wird vom Seltenen Besucher Peine genannt. Ich hoffe es ist bekannt daß hierhin gar nicht der Haupteinzug geht. Da geht durchaus schon zählbare ERP raus. Auch sind das ganz sicher nicht einige hundert Kilometer wo man blockiert. Mehrer, also mindestens zwei, wird man bereits nicht schaffen. Ansonsten wie groß ist bitte das Bundesland oder gar die ganze Republik?

Ich würde mal prognostizieren daß bei 10kW ND vom Brocken DAB dort geht wo auch die 107,8 per Teleskopantenne fast rauschfrei in Stereo empfangbar ist.
Und nochmals für einen imaginären MUX Nienburg/Weser: Einfach aufschalten wenn er denn jemals gebraucht werden würde. Der Pegel sollte deutlich über dem dann störenden Brocken liegen und man schiebt ihn einfach zur Seite. Bitte aufwachen: Wir sind nicht bei UKW das man dann noch ein Säuseln hätte. Hier kann man tatsächlich Italien wagen :-) .
Und noch was zum gefürchteten Tropo: Man nehme hier westlich von Nbg den 10A wo ich mit der 16er LPDA Unterfanken empfangen. Liegt starkes Tropo an, kann ich mit einer Teleskopantenne Oberbayern empfangen (vermutlich Pfaffenhofen). Die 16er LPDA empfängt weiterhin ohne jede Störung Unterfranken! Da ist das DAB-Signal sehr erfreulich robust.

von Thomas (Metal) - am 20.07.2018 14:54
Zitat
Seltener Besucher
Wenn Dir etwas nicht passt, dann zitiere bitte das Gesetz aus dem Dir der Anspruch auf etwas erwächst. Es reicht nicht sich auf Gewohnheit zu beziehen.


Doch, es gibt auch ein Gewohnheitsrecht, auf das man sich sehr wohl beziehen kann :-P

Zitat
Seltener Besucher
Der SWR sendet vom Sender Linz mit 7 kW bis Köln, allerdings liegt Köln von Linz nur 45 km entfernt. Die Entfernung Brocken – Braunschweig ist schon 51 km und Hannover 87 km. Der Vergleich hinkt.


Nein, der hinkt nicht, denn auch der Kölner, und wahrscheinlich auch noch der Düsseldorfer und der Mönchengladbacher berufen sich auf ihre Gewohnheit, den SWR zu hören.
Der Hannoveraner ist an den MDR aber genauso gewohnt. Und zwar bereits von Anfang an, seit es den MDR gibt, seit dem 1. Januar 1992.

Zitat
Holdudieladio
Die Niederländer strahlen nicht absichtlich nach Wuppertal hinein.


Was macht dich da denn so sicher ?

Zitat
Seltener Besucher
Es sind wahrscheinlich die niederländischen Sender im Landesinneren, die nach Deutschland soweit einstrahlen. Es steht dem Land Sachsen-Anhalt und dem MDR frei aus Magdeburg oder Dequede in ihr Bundesland so stark einzustrahlen, dass das Signal auch außerhalb der Landesgrenze zu empfangen ist. Die Niederländer machen es vor.


Das wäre ganz grosser Käse, weil sie ja auch vom Brocken viel besser einstrahlen können.
Warum sollten sie dann extra Sendeanlagen aufbauen, nur um weiter von der niedersächsischen Grenze weg zu sei, aber dann doch dort heimlich hinein strahlen zu wollen ?

Zitat
Seltener Besucher
Es steht dem Bundesland Sachsen-Anhalt nicht zu einen Sender 2 km vom der Landesgrenze auf einem dem höchsten Punkte der Region aufzustellen und ein fremdes Bundesland mit dem Signal zu beglücken.


Dann zeig' mal ein Gesetz, dass das klar verbietet.
Warum hat man den Sender dann nicht gleich nach der Wende schon verboten und abgeschaltet ?
Und warum durfte man all die Jahre auf UKW mit 100 Kilowatt nach Niedersachsen hinein strahlen ?

Zitat
Seltener Besucher
Du lügst, wenn Du schreibst, dass der MDR „schon immer“ in Hannover zu empfangen war. Es war nicht der MDR, sondern DDR 1 und DDR 2.


Nun reicht's aber langsam ! Die ganze Zeit suchst du nur Streit mit mir !
Ich lüge nicht !
Der MDR war schon immer in Hannover zu hören, seit es ihn gibt !
Das ist ein FAKT, den du nicht widerlegen kannst ! Die DDR war davor !
Wenn du darüber nicht richtig informiert bist, brauchst du nicht andere als
Lügner zu beschimpfen, OK.

Zitat
Seltener Besucher
Deshalb ist die Koordinierung 89,0 MHz am Standort Brocken eine Fehlentscheidung.


Das steht dir überhaupt nicht zu, darüber zu entscheiden. Wer bist du denn, ein Richter ?

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Seltener Besucher
Wenn die Niedersachsen mit dem Programmangebot in ihrem Bundesland nicht zufrieden sind, können sie es ändern.


Das darf man freilich eine Lüge nennen. "Die Niedersachsen" können gar nichts ändern, wenn sie mit dem Programmangebot nicht zufrieden sind. Das kann höchstens die Niedersächsische Landesmedienanstalt und nur die Landesregierung darf sich einmischen.
Der Hörer hat gar nicht mitzureden.

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Seltener Besucher
Der Kanal 6B gehört dem MDR in Sachsen-Anhalt und nicht in Niedersachsen. Das Land Niedersachsen kann einen freien Kanal auf seinem Territorium nutzen, wenn es kein anderes Bundesland stört.


Der 6B ist aber dank Brocken aber kein wirklich freier Kanal in Südost-Niedersachsen, und damit ist er halt dort nicht zu verwenden. Wo ist das Problem ? Es gibt genug andere Kanäle. Soll man erstmal ein gescheites Angebot vorlegen, wovon der Hörer was hat. Bisher gibt es in Niedersachsen auf DAB+ nur die NDR-Muxe und den Bundesmux (den man notgedrungen duldet). Es gibt wirklich keine Gründe, dass ausgerechnet dieses Land über "Frequenzknappheit" jammern müsste.
Dass der NDR Frequenzen unnötig belegt, ist ein Missmanagement, wovon kein Hörer einen Mehrwert hat.

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Seltener Besucher
Es geht nicht um Logik, sondern um territoriale Selbstverwaltung.


HaHaHah, wohl eher um territoriale Selbstverteidigung.

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Seltener Besucher
Das Signal aus Sachsen-Anhalt reißt nicht direkt in Helmstedt ab, es ist bis kurz vor Hannover offiziell zu hören.


Na, wenn das so ist, dann wäre es auch kein Problem, wenn es auch noch IN Hannover zu hören wäre.

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Seltener Besucher
Den Privatfunkern auch Sachsen-Anhalt steht es frei sich in Niedersachsen um Frequenzen zu bemühen.


Toll, wenn es keine Ausschreibungen dafür gibt, wo man sich bemühen kann.
Bisher ist noch kein Privatmux in Niedersachsen ausgeschrieben worden, wo
man sich bewerben konnte. Oder habe ich da was verpasst ?

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Seltener Besucher
Ein Anspruch auf den Empfang des MDRs in Niedersachsen besteht nicht.


So wenig wie ein Anspruch auf SWR in Köln oder NPO in Wuppertal besteht. Und trotzdem wollen viele diese Sender dort weiterhin hören. Aber da drehen wir uns im Kreis.

von Holdudieladio - am 20.07.2018 15:03
Auch wenn Thomas (Metal) hier einiges schon angesprochen hat. Ich versuchs auch nochmal in der zunehmnd hitzigen Diskussion:

-Ich bin dem System DAB + bekanntermassen freundlich gesinnt. Warum sollte ich es ablehnen, da es mir mehr Auswahl liefert. Aber ich wäre bestimmt nicht so zufrieden, wenn es bei mir nur Butter und Brot in Form von Bundesmux + NDR gäbe. Das Sahnehäubchen sind die Bremer Kanäle und der WDR ( hier aber nur wegen der besseren Empfangsqualität ) Die NDR Kanalverstopfung hat null Mehrwert für mich. Eine Fata Morgana aus 5-7 Regionalversionen des NDR ,von FFN/Antenne und Radio 21 in der digitalen Wüste NDS ist kein Trost.

-Der DAB+ Empfang aus dem 90 km entfernten Bremen ist hier an den Rändern der Mittelgebirgsschwelle eigentlich nichts Besonderes, wenn man unterm Dach die 1kw UKW Frequenzen auch empfangen kann und 3km weiter südlich und 70 m höher sogar Roland und Metropol FM gehen. Die 3dB Unterschied auf dem 7D machen sich hier aber deutlich bemerkbar.
Wenn tatsächlich Einsprüche aus Niedersachsen beim 7B eine sachgerechte Erhöhung auf 2KW verhindern, ist das m.E bedenklich , da hier eine Wettbewerbsverzerrung vorliegt und auch der Empfang im Stadtgebiet Bremen diese Erhöhung gut gebrauchen könnte.

-Ebenso fragwürdig sind die Einzüge am Brocken. 10 KW von der Höhe sind eine unrealistische Erwartung. Aber warum nicht 2,5 bis 3 KW Rundstrahlung ? Wer würde dadurch ernsthaft gestört ?
Klar ist aber auch, dass DAB+ selbst mit 10 KW vom Brocken, Meißner und Bielstein nicht auf die gleiche Reichweite wie auf UKW mit 100 KW kommt. . Gar nicht mal, was die äußeren Grenzen des stationären Empfangs angeht, sondern in Bezug auf Mobilempfang im Auto, hinter Bergen und beim Indoor Empfang.

-Brauchbare mobile Nutzung und Indoor Empfang der 4 bekannten Overspill -Gebiete im Stadtgebiet Hannover ? Ich fürchte: Das wird nichts. Der Brocken hätte da noch die höchste Wahrscheinlichkeit.

-Dazu noch die ärgerlichen Koordinierungen von 7B 6A und 11 C. Dies ist allerdings kein neues Phänomen bei DAB , sondern hier tatsächlich eine Reproduktion alter Verhältnisse auf UKW und TV. Selbst bei extremem Tropo bleiben bei mir noch genügend Kanäle frei, die in der Nähe nicht verwendet werden und Alternativen wären. Da könnte noch einiges nachjustiert werden, wofür es im UKW Band zu spät ist.

-Einen völiig gleichwertigen Ersatz des UKW Overspills wird es m.E aus technischen und topograhischen Gründen auf DAB+ aber nicht geben. Gerade deshalb habe ich für diese unsinnige, überflüssige und bevormundene Blockierungspolitik kein Verständnis mehr. Akzeptanz erhält das System DAB nur durch Vielfalt und Einbezug der Nachbarregionen. Wenn das durch Einstrahlung von außen nicht komplett realisierbar ist, dann eben von innen:

Was bei DVB-T möglich ist, sollte durch guten Willen und Kooperation auch beim digitalen Radio (Für ÖR und Private ) möglich sein. Warum nicht für die Region Hannover einen Mux mit den Info und Kultur Kanälen aus den 4 Ländern bilden?
Wenn die NDR Hotline den DVB-T-Nutzer im Schaumburger Land auf das Angebot aus dem Nachbarland NRW verweist und dazu sogar Informationen beim WDR einholt und die Kontaktadresse nennt, ist das ein freundlicher Service. Schließlich hat der NDR 3 Sender eingespart. Kooperation statt Verhinderung. In diesem Sinne hatte ich den Artikel auf teltarif.de verstanden.

-Utopie? Gegen die Mediengesetze?
Mediengesetze sind nicht auf ewige Zeiten in Stein gemeißelt , sondern änderbar. Das Problem ist nur: Die Hörerinteressen haben keine Lobby. Medienkonzerne , der ÖR und viele andere Beteiligte an der Diskussion um DAB+ schon.

von RF_NWD - am 20.07.2018 16:39
Ich muss auch nochmal nachhaken:

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Seltener Besucher
Man könnte auch argumentieren, dass man früher auch ohne Anschnallpflicht Auto fahren konnte oder das Recht des stärkeren galt und Auge ums Auge, Zahn um Zahn eine wahre Revolution ist, weil man mit dem gleichen vergelten darf.

Sagt ausgerechnet derjenige, der anderen ständig vorwirft, dass ihre Vergleiche hinken! :D

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Seltener Besucher
Und wo steht es, dass Du einen Anspruch auf dem Empfang eines Programms aus einem Nachbarbundesland hast? Du kannst dich frei informieren, ein Anspruch auf Versorgung erwächst daraus nicht. Wenn es anders ist, dann zitiere bitte das entsprechende Gesetz.

Man sollte sich in seiner Argumentation nicht immer nur rein auf Gesetzestexte berufen, das langweilt irgendwann. Würde in diesem Land immer nur das passieren, was das Gesetz minimal hergibt, würde es in vielen Bereichen düster aussehen. Es gibt Firmen, die zahlen mehr als den gesetzlichen Mindestlohn! Komisch, oder? Gibt doch gar keinen Anspruch drauf, woher das nur kommt!

Es war doch schon bei der UKW-Frequenzkoordinierung so: es gibt Beteiligte, die beharren nur auf dem, was das Gesetz erlaubt, da kommt halt dann nur übles Gefunzel heraus, und es gibt andere, die treffen über diese Regelung hinaus Abkommen, die für beide Seiten nützlich sind, v.a. zugunsten der Hörer.

Es geht nicht darum, ob die Leute in Südostniedersachsen Anspruch auf irgend etwas haben. Den haben sie beim MDR nicht, und bei keinem der Privatsender (auch keinem aus Niedersachsen)!

Es geht aber schon darum, dass eine Umstellung von einem gewohnten alten System UKW auf ein neues System DAB+ für Unmut sorgen dürfte, wenn damit gewohnte Programme wegfallen (den Leuten dürfte in der Regel gar nicht bewusst sein, ob ein Programm nun vom Torfhaus oder Brocken kommt und wo da genau welches Programm lizensiert ist), da hilft die ganze neue Programmvielfalt nichts.

Natürlich werden wir das alles überleben, gerade weil beim Medium Radio ohnehin mittlerweile vieles ziemlich egal geworden ist. Ob nun aus Project 89.0 ein 89.0 RTL wird, ob aus DDR2 ein MDR-Programm wird, oder ein Programm einfach generell durch den Umstieg von UKW auf DAB+ für bestimmte Bevölkerungsteile wegfällt, das werden die Leute alles überleben, dafür ist das Hörfunkgedudel heutzutage ohnehin zu belanglos.

Aber man macht sich halt einigermaßen lächerlich, wenn man jemandem das tolle neue DAB+ anpreisen möchte, und dann nicht mal die gewohnten örtlichen Programme zu hören sind, nur weil sie aus dem bösen Nachbar(bund)land kommen und das plötzlich eine größere Rolle spielt als bisher.

Und es gibt wie gesagt Gegenbeispiele, die ganz klar belegen, dass man - wenn sich zwei Parteien gegenseitig entgegen kommen - auch über die gesetzlichen Mindestvorgaben, auf die du so pochst, hinaus was machen kann. Anspruch darauf gibt es keinen, aber man erweist den Leuten in Niedersachsen und v.a. dem System DAB+ einen Bärendienst, wenn man bekannte Programme so deutlich aussperrt.

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Seltener Besucher
Ich sehe schon die wie die Mitarbeiter der NLM oder LfM vor Lachen von ihren Stühlen fallen.

Das ist schön für die! Ob sie dann immer noch lachen, wenn die Leute in 20 Jahren alle ins Internet abgewandert sind, wo einen abgesehen von IP-Blocking niemand gängelt und dran hindert, genau das Programm zu hören, das man möchte, und wenn es aus Australien kommt?

von Habakukk - am 20.07.2018 19:02
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B.Zwo

In Südniedersachsen ist der MDR überhaupt kein Problem. Selbst der hr funktioniert besser als der NDR über DAB+. Soviel mal nur dazu! Natürlich weiß doch kaum einer woher die Programme abgestrahlt werden. Auf 89.0RTL ist es zum Beispiel gar nicht erkennbar. Da werden Veranstaltungstipps auch zu vielen Events im Westen gegeben. Auch gibt es viele Werbetreibenden die aus dem Westen dort werben. Die werden bei einer geringeren Reichweite in einem künftigen Radiosystem sicher nicht mehr dort werben wenn man sie nicht mehr empfangen kann. Allein deshalb ist alles völlig praxisfremd was dieser seltsame Besucher uns hier erklären will.


Versucht euch doch einmal in die Zeit der Planung der aktuellen starken UKW Frequenzen zurück zu versetzen. Wir haben zwei politische Blöcke, die sich gegenüberstehen. Deutschland ist in zwei Staaten geteilt. An der Grenze werden oder sind schon auf exponierten Standorten UKW Sender geplant. Ich beziehe mich als Beispiel auf die zu errichtenden DLF Standorte. Diese Sender wurden ausschließlich nur für die sehr weite Einstrahlung in die DDR errichtet. In der gleichen Zeit sind dann auch von der DDR auf exponierten Standorten an der Grenze ebenfalls Hochleistungssender geplant worden, die nicht nur in die DDR strahlten, sondern mittels Rundstrahlung auch weit in die damalige BRD. Gleichzeitig hat man auch bei den ARD Anstalten, bei den UKW Sendern, die an die DDR grenzten begonnen, die Sendeleistungen nach oben zu schrauben. Hier im Norden wurde nach Fertigstellung des neuen Sendeturms auf dem Bungsberg für den UKW Sender des DLF mit über 90 KW Mitte der 80 Jahre, auch die Leistung der NDR Programme von 15 KW auf 50 KW auf dem Gittermast des NDR erhöht. Im Gegenzug sendete Schwerin auch mit mehreren Frequenzen mit 100 KW nach Westen.
So sind diese weitreichenden übergreifenden Frequenzen für die heutigen leistungsstarken UKW Frequenzen entstanden.
Daraus kann man aber nun für eine aktuelle länderweite geforderte Versorgung für Radio über DAB+ nicht ableiten, das die nun immer noch vorhandene Einstrahlung/ Versorgung der alten UKW Frequenzen in andere Bundesländer, bei DAB+ fortgeschrieben werden muß!
Jeder Radioveranstalter (privat oder öffentlich) hat vom seinem Betreiber einen Versorgungsauftrag bekommen. Dafür wird Geld bereit gestellt, Sender geplant und aufgebaut und betrieben. Bei den ARD Anstalten kommt das Geld dafür logischerweise aus unseren Rundfunkgebühren. Ein MDR, NDR, BR,HR wird deshalb natürlich seine neuen DAB Sender nur so aufbauen, das sein Versorgungsgebiet, für das er Geld von seinen Bürgern aus diesem Versorgungsgebiet bekommt, optimal mit DAB versorgen kann. Für mehr ist und darf kein Geld da sein und dies wird sorgfältig durch die KEF überwacht. Bei den privaten Anbietern passiert das Gleiche. Der Werbemarkt ist regional aufgeteilt und jeder versorgt nur sein Werbegebiet, für das die Werbekunden Geld bezahlen. Das ist die neue Radiowelt, Versorgungsgebiete für die Geld bezahlt wird. Und nur die werden dann auch mit dem normgerechten DAB Pegel versorgt!
Politische Sendegebiete, die in Zeiten des kalten Krieges entstanden sind, gibt es nicht mehr! Beginnt endlich die Realitäten wahrzunehmen. Bei DAB wird kein Polen, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich oder die Schweiz absichtlich weit nach Deutschland mehr einstrahlen. das gleiche trifft für unsere Bundesländer aus gesagten Gründen zu.

von jug - am 21.07.2018 10:30
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B.Zwo

In Südniedersachsen ist der MDR überhaupt kein Problem. Selbst der hr funktioniert besser als der NDR über DAB+. Soviel mal nur dazu! Natürlich weiß doch kaum einer woher die Programme abgestrahlt werden. Auf 89.0RTL ist es zum Beispiel gar nicht erkennbar. Da werden Veranstaltungstipps auch zu vielen Events im Westen gegeben. Auch gibt es viele Werbetreibenden die aus dem Westen dort werben. Die werden bei einer geringeren Reichweite in einem künftigen Radiosystem sicher nicht mehr dort werben wenn man sie nicht mehr empfangen kann. Allein deshalb ist alles völlig praxisfremd was dieser seltsame Besucher uns hier erklären will.


Versucht euch doch einmal in die Zeit der Planung der aktuellen starken UKW Frequenzen zurück zu versetzen. Wir haben zwei politische Blöcke, die sich gegenüberstehen. Deutschland ist in zwei Staaten geteilt. An der Grenze werden oder sind schon auf exponierten Standorten UKW Sender geplant / gebaut.
Ich beziehe mich nun auf das Beispiel der neu zu errichtenden DLF UKW Hochleistungsstandorte. Diese Sender wurden ausschließlich nur für die sehr weite Einstrahlung in die DDR errichtet. In der gleichen Zeit sind dann auch von der DDR auf exponierten Standorten an der Grenze ebenfalls Hochleistungssender geplant worden, die nicht nur in die DDR strahlten, sondern mittels Rundstrahlung auch weit in die damalige BRD. Gleichzeitig hat man auch bei den ARD Anstalten, bei den UKW Sendern, die an die DDR grenzten begonnen, die Sendeleistungen nach oben zu schrauben. Hier im Norden wurde nach Fertigstellung des neuen Sendeturms auf dem Bungsberg für den UKW Sender des DLF mit über 90 KW Mitte der 80 Jahre, auch die Leistung der NDR Programme von 15 KW auf 50 KW auf dem Gittermast des NDR erhöht. Im Gegenzug sendete Schwerin auch mit mehreren Frequenzen mit 100 KW nach Westen.
So sind diese weitreichenden übergreifenden Frequenzen für die heutigen leistungsstarken UKW Frequenzen entstanden.
Daraus kann man aber nun für eine aktuelle länderweite geforderte Versorgung für Radio über DAB+ nicht ableiten, das die nun immer noch vorhandene Einstrahlung/ Versorgung der alten UKW Frequenzen in andere Bundesländer, bei DAB+ fortgeschrieben werden muß!
Jeder Radioveranstalter (privat oder öffentlich) hat vom seinem Betreiber einen Versorgungsauftrag bekommen. Dafür wird Geld bereit gestellt, Sender geplant und aufgebaut und betrieben. Bei den ARD Anstalten kommt das Geld dafür logischerweise aus unseren Rundfunkgebühren. Ein MDR, NDR, BR,HR wird deshalb natürlich seine neuen DAB Sender nur so aufbauen, das sein Versorgungsgebiet, für das er Geld von seinen Bürgern aus diesem Versorgungsgebiet bekommt, optimal mit DAB versorgen kann. Für mehr ist kein Geld da und darf es auch nicht sein. Das dies auch so bleibt, wird sorgfältig durch die KEF überwacht. Bei den privaten Anbietern passiert das Gleiche. Der Werbemarkt ist regional aufgeteilt und jeder versorgt nur sein Werbegebiet, für das die Werbekunden Geld bezahlen. Das ist die neue Radiowelt, Versorgungsgebiete für die Geld bezahlt wird. Und nur die werden dann auch mit dem normgerechten DAB Pegel versorgt.
Politische Sendegebiete, die in Zeiten des kalten Krieges entstanden sind, gibt es nicht mehr! Beginnt endlich die Realitäten wahrzunehmen, die neu entstanden sind. Bei DAB wird in Zukunft auch kein DAB Sender aus Polen, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich oder die Schweiz absichtlich weit nach Deutschland mehr einstrahlen. Das gleiche trifft auch für unsere Bundesländer aus gesagten Gründen zu. Auch deutsche DAB Sender werden nicht mehr absichtlich weit bei unseren Nachbarn einstrahlen.

von jug - am 21.07.2018 10:46
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Seltener Besucher
Wir argumentieren rational, der Rest emotional. Da spielen Argumente keine Rolle.

Nein, ihr reduziert die Argumentation nur einseitig auf die planerische Sicht und auf sich hinter gesetzlichen Minimalstandards versteckender Kleinstaaterei, und verliert völlig die Hörer aus dem Blick. DAB+ Kapazitäten werden doch nicht geplant, damit sich dann auf dem Reißbrett die Allotmentgrenzen schön an irgendwelchen Grenzen orientieren. Die werden für die Hörer geplant. Ich dachte halt immer, wir sind hier ein Forum von Radiohörern und nicht von Mitarbeitern von Landesmedienanstalten?

Zitat
Manfred Z
Man muss aber nicht so dick auftragen wie der seltene Besucher - auch wenn sich einige als belehrungsresistent erweisen.

Es gibt auch keinen Grund, warum die einen die anderen "belehren" müssten. Ihr könnt eure (richtigen!!!) Argumente noch tausend mal vortragen, das ändert nichts daran, dass man die Dinge auch anders sehen kann. Wenn ich z.B. bei einer Diskussion über Lohnzahlungen immer nur auf die Gesetze bez. Mindestlohn verweise, mag das formal ein richtiges Argument sein, und trotzdem darf in der Diskussion auch der Wunsch nach mehr Lohn geäußert werden.
Und hier wird immer so getan, als wäre der Wunsch nach etwas mehr Overspill so weltfremd, dabei würde man ja noch nicht mal mit 3kW rund ansatzweise das erreichen, was wir heute auf UKW haben.

Zitat
Manfred Z
Des Weiteren ist es sinnlos, den heute noch unvollständigen Ausbau der ersten DAB-Landesbedeckung mit FM zu vergleichen und zu beurtelen. Da sollte doch bis Ende 2020 gewartet werden.

Das sehe ich zwar grundsätzlich auch so, nichtsdestotrotz werden schon jetzt womöglich Fakten geschaffen, die sich später nicht mehr ändern lassen.

Zitat
jug
Im Beitrag sollte nur dargestellt werden, das wir auch heute nicht bei, "Wünsch dir was", sind, sondern, das alles, was sich hier so einige Forenschreiber noch so gern wünschen, bezahlt werden muß.

Es geht hier auch nicht um "Wünsch dir was". Es geht darum, dass DAB+ angetreten ist, dereinst UKW abzulösen, und dass es sich deshalb auch an dem messen lassen muss, was aktuell auf UKW vorhanden ist. Ob das die Klangqualität betrifft, oder die Reichweiten vorhandener Programme, das ist doch der Maßstab!

Was glaubt ihr denn, warum DAB+ hier im Süden schon fast als Erfolg zu sehen ist, während es bei euch oben niemanden interessiert? Es liegt daran, dass wir hier ein ordentliches Angebot haben, bei dem bereits von UKW bekannte Programme tendenziell sogar eine höhere Reichweite haben (was z.B. gerade bei Pendlern, die zwischen Regierungsbezirken/Bundesländern wechseln, eine feine Sache ist).

Zitat
Chief Wiggum
Es bringt ja nichts, hier stundenlang rumzuzicken und zu diskutieren, ändern kann es doch keiner hie rim Forum, sondern nur die Politik.

Wozu ist denn ein Forum da, wenn nicht zum diskutieren?

Zitat
Chief Wiggum
Wenn euch der fehlende Overspill in Richtung Niedersachsen stört, fragt doch mal bei den zuständigen Politikern nach, warum das so ist und wie man das ändern könnte.

Die Argumente, warum das so ist, wurden ja vom Seltenen Besucher mehr als ausreichend dargelegt. Gut finden muss man das aber doch trotzdem nicht!

von Habakukk - am 21.07.2018 13:18
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Habakukk
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Seltener Besucher
Wir argumentieren rational, der Rest emotional. Da spielen Argumente keine Rolle.

Nein, ihr reduziert die Argumentation nur einseitig auf die planerische Sicht und auf sich hinter gesetzlichen Minimalstandards versteckender Kleinstaaterei, und verliert völlig die Hörer aus dem Blick. DAB+ Kapazitäten werden doch nicht geplant, damit sich dann auf dem Reißbrett die Allotmentgrenzen schön an irgendwelchen Grenzen orientieren. Die werden für die Hörer geplant. Ich dachte halt immer, wir sind hier ein Forum von Radiohörern und nicht von Mitarbeitern von Landesmedienanstalten?


Meinst Du ein Bashing der Verwaltung und ihrer Mitarbeiter hilft hier tatsächlich? Weder die BnetzA noch der NDR sind an der Ziehung der Bundeslandgrenzen beteiligt gewesen. Es tauchten hier Beschuldigungen gegen alle möglichen Organisationen auf. Wir haben 16 administrative Allotments – auch Bundesländer genannt. Man kann die Bundesländergrenzen ändern oder einfach in das Bundesland umziehen, für das das Lieblingsprogramm bestimmt ist. Das ist sicherlich wesentlich einfacher und geht schneller.

Die Mitarbeiter der Landesmedienanstalten führen nur Aufgaben aus, gemäß der Gesetzgebung die Politiker zusammengeschustert haben. Es gibt auch demokratische Parteien, denen die Verknüpfung Partei = Verleger stinkt. Leider gibt es diese nicht bei den beiden großen „Volksparteien“, die SPD ist selbst Verleger, in einigen Landtagen sitzen Politiker der CDU die gleichzeitig Verleger sind.

Bedeutet für Dich, dass wenn hier Radiohörer diskutieren, sie weltfremde Forderungen aufstellen sollen und alle Gesetze missachten, um ihren persönlichen Vorteil zu erreichen? Der Weg sieht anders aus. Wir haben in Deutschland Demokratie. Jeder kann sowohl bei seinen Politikern vorsprechen und seine Interessen darlegen, als auch sich bei der nächsten Wahl aufstellen lassen. Es gibt schon andere Parteien, die partikular Interessen vertreten. Jetzt kommt noch eine Radiohörerpartei dazu.

Zitat
Habakukk
Ihr könnt eure (richtigen!!!) Argumente noch tausend mal vortragen, das ändert nichts daran, dass man die Dinge auch anders sehen kann.


Kommt man mit diesem Anliegen zu den Politikern und der Verwaltung, stufen sie es ein als CAVE – „Citizens against virtually everything“ (dt. Bürger gegen eigentlich alles). Also sollte man sich mehr einfallen zu lassen, als nur „das war schon immer so“.

Zitat
Habakukk
Und hier wird immer so getan, als wäre der Wunsch nach etwas mehr Overspill so weltfremd, dabei würde man ja noch nicht mal mit 3kW rund ansatzweise das erreichen, was wir heute auf UKW haben.


Anfang der 90er Jahre wurde die Diskussion um die Einspeisung von Programmen geführt, die in Teilen der Stadt empfangbar waren, aber nicht weiterverbreitet wurden. Wer etwas erreichen will, muss mehr leisten als nur sich paar Postings in einem Forum zu schreiben. Als erstes muss man gleichgesinnte finden und belegbare Argumente suchen. Es reicht nicht auf Facebook etwas zu liken oder auf Twitter zu retweeten. Auch ein paar nette Fotos auf Instagram helfen nicht. Es hilft nicht Menschen auf Foren zu beschimpfen, die eine andere Meinung haben. Man muss mehrere Argumente finden, die auch Leute überzeugen, die Themenfremd sind. Das einzige Argument bis jetzt war „es war schon immer so“. Das reicht definitiv nicht aus.

Zitat
Habakukk
Es geht darum, dass DAB+ angetreten ist, dereinst UKW abzulösen, und dass es sich deshalb auch an dem messen lassen muss, was aktuell auf UKW vorhanden ist.


Nein, in den 1980er Jahre ist keiner davon ausgegangen, dass „DAB“ „UKW“ ablöst, weil man nicht wusste, dass das ganze VHF III-Band für DAB+ in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Es war eine Ergänzung von UKW.

Zitat
Habakukk
Ob das die Klangqualität betrifft, oder die Reichweiten vorhandener Programme, das ist doch der Maßstab!


Bei der Reichweite sind mit DAB+ neue Maßstäbe gesetzt worden. Es gab bis jetzt keine bundesweiten Programme mit nur einer Lizenz aus einem Bundesland. Programme wie Klassik Radio mussten in jedem Bundesland eine neue Lizenz zum Senden beantragen und hatten in jedem Bundesland andere Auflagen.

iM Fall von DAB+ stand jedem Programmveranstalter frei sich um einen bundesweiten Sendeplatz zu bewerben. RTL ist z.B. nicht dabei gewesen.

In den Bundesländern standen bei UKW zwischen 2 und 4 Programmplätze für überregionale Programme zur Verfügung. In Berlin sind schon 21 kommerzielle Programme über DAB+ zu empfangen, weitere folgen. In Hamburg sind es 25 kommerzielle Programme, auf UKW sind es gerade mal 8 zzgl. 2 aus Niedersachen und 2-3 aus Schleswig-Holstein. Wenn das keine neuen Maßstäbe setzt, dann weiß ich nicht was.

In Bremen senden die kommerziellen Programme mit 144 kbps. Ist es immer noch zu wenig?

Zitat
Habakukk
Was glaubt ihr denn, warum DAB+ hier im Süden schon fast als Erfolg zu sehen ist, während es bei euch oben niemanden interessiert? Es liegt daran, dass wir hier ein ordentliches Angebot haben, bei dem bereits von UKW bekannte Programme tendenziell sogar eine höhere Reichweite haben (was z.B. gerade bei Pendlern, die zwischen Regierungsbezirken/Bundesländern wechseln, eine feine Sache ist).


Ich hoffe Du meinst nicht Bayern, wo es gar keinen Privatfunk gibt?

von Seltener Besucher - am 21.07.2018 16:16
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Seltener Besucher
Die Mitarbeiter der Landesmedienanstalten führen nur Aufgaben aus, gemäß der Gesetzgebung die Politiker zusammengeschustert haben. Es gibt auch demokratische Parteien, denen die Verknüpfung Partei = Verleger stinkt. Leider gibt es diese nicht bei den beiden großen „Volksparteien“, die SPD ist selbst Verleger, in einigen Landtagen sitzen Politiker der CDU die gleichzeitig Verleger sind.

Bedeutet für Dich, dass wenn hier Radiohörer diskutieren, sie weltfremde Forderungen aufstellen sollen und alle Gesetze missachten, um ihren persönlichen Vorteil zu erreichen? Der Weg sieht anders aus. Wir haben in Deutschland Demokratie. Jeder kann sowohl bei seinen Politikern vorsprechen und seine Interessen darlegen, als auch sich bei der nächsten Wahl aufstellen lassen. Es gibt schon andere Parteien, die partikular Interessen vertreten. Jetzt kommt noch eine Radiohörerpartei dazu.

Zitat
Habakukk
Ihr könnt eure (richtigen!!!) Argumente noch tausend mal vortragen, das ändert nichts daran, dass man die Dinge auch anders sehen kann.


Kommt man mit diesem Anliegen zu den Politikern und der Verwaltung, stufen sie es ein als CAVE – „Citizens against virtually everything“ (dt. Bürger gegen eigentlich alles). Also sollte man sich mehr einfallen zu lassen, als nur „das war schon immer so“.

Dann doch nochmal was: Endlich weiß ich wie Protestparteien entstehen :D . Wie sie die politische Landschaft zerspittern. Wie sie dann doch eher wenig erreichen.
Und wenn heute im Focus online ein Bericht zu Kerpen-Manheim und der angeordneten Zerstörung des Dorfes zu lesen ist kann man erkennen daß bei DAB, in der Priorität möglicherweise sehr viel niedriger aufgehängt, ebenso nach Gutherrenart verfahren wird. In der Demokratie darf man natürlich den Gutsherr bestimmen. Und man darf sich dann wohl der Lächerlichkeit preisgeben wenn man auf Fehlentwicklungen hinweist. Das ist bei der Braunkohle, 75% der geplanten Mengen dürfen nicht verbrannt werden damit man noch eine Chance hat die Klimaziele zu erreichen, nicht anders als bei DAB wo die bühlenden MUXe doch mindestens noch sehr lange dahindörren werden wie so manches Gewächs im norddeutschen Sommer 2018. Halt man darf doch was: Ein eine Partei eintreten und Plakate kleben :bruell: . Man darf sich um Jobs bewerben: Baggerfahren um im Braunkohleabbaugebiet die Heimat anderer einzuebnen oder auch Mitarbeiter in den Landesmedienanstalten. "Einer muß es ja machen". Auch eine Art von Tradition in der Repulbik :bloed:

von Thomas (Metal) - am 22.07.2018 10:40
[OT]
@ Seltener Besucher

Wie duch weißt komme ich zu 50% aus Nordrhein-Westfalen. Rheinland, gerade noch, aber da wird drauf Wert gelegt ;-) . In der Familie waren Berufstätigkeiten im Bergbau (Steinkohle) vorhanden. Einblicke sollte es durchausgegeben sein, natürlich verstehe ich das nicht als umfassendes Bild. Der Niedergang des Ruhrgebietes ist mir in den späten 70ern und 80ern bei sehr zahlreichen Besuchen nicht entgangen. Ob man hier etwas ableiten kann? Vielleicht soviel daß dort der Ausstieg aus der Steinkohle unausweichlich war, es war jedem klar, das Handeln von diesen Tatsachen weit entfernt. Bei der Braunkohle wird ein Betriebsende Mitte des Jahrhunderts gesehen. Auch hier begeht man nach meiner Einsicht unnötige Grausamkeiten und macht weiter ganze Dörfer platt. Diese Energieversorgung ist ein nationales Interesse. Die paar können weg :eek: wie man schon durch die höchsten Gerichte festgestellt haben.
Alternativen, ich muß bei "Nimby" lachen wenn da auf erneuerbare Energien die Sprache kommt, gibt es durchaus. Hier zeigt sich dann auch Bayern von seiner ganz schlechten Seite, man nehme die Stichworte Höchstspannungstrassen und Abstände von Windkraftanlagen. Man könnte auch sagen daß es _denen_ worscht ist. So kann sich sogar für eine Abschaltung von Grafenrheinfeld noch feiern lassen. Das verstrahlt dann im Falle X schon mal nicht Bayern...

Es ist eben die Ohnmacht die der Bürger spührt. Ohnmacht für das Schaffen von Tatsachen. Bei der Braunkohle durfte es in der (NRW) CDU schon mal keine andere Meinung geben, bei der SPD wurde zumindest noch geduldet daß einige es anders gesehen haben. Relevanz hatte das natürlich keine. Und nach dem Ende von Rot-Grün in NRW dürfte die letzte Hoffnung dahingeschwunden sein.

Was Technik betrifft, hier also DAB, so muß ich an DVB-T denken. Da mußte der Sender Rhön-Heidelstein auf Richtstrahlung umgebaut werden damit die Kanäle 35 und 43 nicht nach Bayern einstrahlen. Die BNetzA wollte das so. Leider wurden diese Kanäle in Bayern im relevanten Bereich nicht belegt, es wurde dann mit der Umstellung auf DVB-T2 sowieso hinfällig. Der Umbau war für die Katz'.
Und hier kriegt man es also nicht gebacken die Überstrahlung am Brocken zumindest vorläufig zuzulassen wenn das sowieso schon in der BNetzA-Datanbank steht? DAB vielleicht sogar auf diese Weise zu pushen "geht wieder alles was man kennt"? Eine Antennenanlage wie am Kreuzberg lehrt wie sowas gehen könnte. Dann ist die eben in 2x2 je nach Zuführung Richtungen teilbar, bzw. wenn man alles belegt hat man ND.
Vielleicht war ich vorhin zu hart gegenüber dem ausführenden Organ. Es ist dann weiter oben in der Größenordnung Staatssekretär. Als Dank die "selbstverständlich von allen legitimierte Handlung auf Basis eines demokratischen Prozesses" :bruell: durchzudrücken bekommt der dann eben einen entsprechenden Posten...früher oder später.

von Thomas (Metal) - am 22.07.2018 13:31
Ist DAB+ noch die Zukunft?

28.10.2016 Drucksache 17/6785

Abgeordnete Christian Dürr, Sylvia Bruns, Almuth von Below-Neufeldt und Björn Försterling (FDP)

Antwort der Niedersächsischen Staatskanzlei namens der Landesregierung
Vorbemerkung der Abgeordneten


DAB steht für „Audio Broadcasting“, die digitale Verbreitung von Audiosignalen über Antenne. Das „+“ steht für die Tonqualität der Übertragung, die zudem Platz lässt für programmbegleitende Zusatzinformationen wie Verkehrsdaten, Wetterkarten, Titel und Interpret, Albumcover oder die aktuellen Nachrichtenschlagzeilen.

Unter Experten ist allerdings umstritten, ob digitale Betriebssysteme den analogen tatsächlich über-legen sind. Einige vertreten sogar die Auffassung, dass sie in mehrfacher Hinsicht unterlegen sei-en, weil es beispielsweise kaum einen Übergangsbereich zwischen Versorgung und Nichtversor-gung gibt. Ein analoges System hat damit keine Probleme. DAB+-Empfänger haben zudem einen viel höheren Stromverbrauch als Analoggeräte, darüber hinaus hat ein DAB+-Sender unter Ver-gleichsbedingungen eine geringere Reichweite als ein UKW-Sender gleicher Leistung. Auch die Klangqualität soll bei einer analogen Übertragung besser sein (zu diesen Punkten u. a. http://www.radioszene.de/89153/ukw-vs-dab-digitalradio-hornsteiner.html).

Auch wird bezweifelt, dass das digitale Antennenradio mit dem Internet konkurrieren kann. „Heute ist gerade einmal in 10 % der Haushalte mindestens ein DAB+-Empfänger vorhanden. Warum soll-ten es deutlich mehr werden angesichts der UKW-Programme und des wachsenden Angebots im Internet? Bietet DAB+ einen Mehrwert, der es ermöglicht, diesen Standard auf allen Ebenen durch-zusetzen? Wir meinen: Nein.“ (http://www.lfm-nrw.de/service/positionen/direktor/wir-muessen-offen-ueber-die-zukunft-des-digitalen-radios-reden.html)

Angesichts dieser Argumente scheint DAB+ eher eine Übergangstechnologie zu sein.
Vorbemerkung der Landesregierung

In der Tat gibt es unterschiedliche Bewertungen des Systems DAB+ im Vergleich zu anderen Ver-breitungstechnologien, insbesondere UKW als der derzeitigen Hauptverbreitungstechnik für Hör-funk. Die unterschiedlichen Merkmale der Systeme bedürfen aber immer einer genauen Betrach-tung im Detail, um sie annähernd miteinander vergleichen zu können. So ist beispielsweise die Klangqualität bei DAB+ nicht grundsätzlich schlechter oder besser. Diese hängt wesentlich von der Datenrate ab, die für das Audiosignal eines Programms verwendet wird.
Die genannte Zahl von DAB+-Haushalten ist nicht mehr aktuell. Sie ist inzwischen weiter gewach-sen. Der Digitalisierungsbericht 2016 der Medienanstalten weist jetzt 13,8 % aus.

  1. Welchen Standpunkt nimmt die Landesregierung in der gegenwärtigen Debatte über die Zukunft von DAB+ ein?
    Die Zukunft von DAB+ hängt in allererster Linie vom weiteren Markterfolg dieser Übertragungs-technik ab. Dabei muss der Betrieb dieses Verbreitungsweges in unserem dualen Rundfunksystem aus öffentlich-rechtlichen und privaten Programmanbietern für beide Seiten wirtschaftlich darstell-bar sein.

  2. Wie beurteilt die Landesregierung die Position von Fachleuten, die DAB+ für „zu kurz gesprungen“ halten, weil es als digitale Variante des analogen Systems weit hinter den Möglichkeiten des Internet zurückbleibe?
    Wie UKW sichert DAB+ dem Hörfunk einen eigenständigen Verbreitungsweg. DAB+ und Internet-radio haben ganz unterschiedliche Eigenschaften, die nur bedingt vergleichbar sind. Radioveran-stalter, die sich bei DAB+ engagieren, sehen die digital-terrestrische Übertragung als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu Internetradio an.

  3. Welchen Zeitplan verfolgt die Landesregierung für die anstehende Entscheidung über die Zukunft von DAB+?
    Für Aussagen über die Zukunft von DAB+ ist ganz wichtig, ob die privaten Radioveranstalter diesen Verbreitungsweg wirtschaftlich nutzen können. Hier spielt die lokale Werbung eine große Rolle, die für viele Hörfunkanbieter die zentrale Einnahmequelle ist. Noch ist aber gar nicht klar, ob DAB+ für die lokale Verbreitung von Werbung überhaupt eingesetzt werden kann. Dies untersucht daher die Niedersächsische Landesmedienanstalt zusammen mit dem Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig in einem mehrjährigen Modellversuch auf der Grundlage einer entsprechenden Ver-ordnung der Staatskanzlei. Mit Ergebnissen ist im nächsten Jahr zu rechnen. Dieses Verfahren entspricht der grundsätzlichen Position der Landesregierung, medienpolitische Entscheidungen auf Grundlage möglichst gut abgesicherter Fakten zu treffen.

Quelle: http://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F17%5F7500/6501-7000/17-6785.pdf?page=54

Noch Fragen?
https://www.stk.niedersachsen.de/wir_ueber_uns/organisationsplan/organisationsplan-der-niedersaechsischen-staatskanzlei-2546.html

von Seltener Besucher - am 23.07.2018 11:17
Hallo Leute,
die Aufschaltung eines neuen Klein-Senders für den NDR bei Hildesheim hat sich ja hier zu einem Schlagabtausch zwischen DAB-Befürworten und -Gegnern entwickwelt. Deswegen möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

DAB ist eine Entwicklung aus den 80er Jahren. Ziel war die Entwicklung eines neuen digitalen Rundfunksystems für Autofahrer. Es sollte:
- auch bei hohen Geschwindigkeiten noch funktionieren
- unempfindlich gegen Reflexionen aus dem Nah- und Fernbereich sein
- große Gleichwellennnetze ermöglichen
- Zusatzdaten in Form von Texten und Bildern übertragen
Um unempfindlich gegen Reflexionen aus dem Nahbereich zu sein, wurde eine sehr große Bandbreite von 1,75 MHz festgelegt, was aber einen Multiplex aus vielen Programmen erfordert. Grund: Die Reflexion erzeugt eine Nullstelle, die nur einen Bruchteil dieser Bandbreite dämpft. Das kann man durch Redundanz in den Sendedaten kompensieren.

Dadurch wird aber Lokalfunk so gut wie unmöglich. Im portablen oder stationären Betrieb wäre diese Nullstelle überhaupt kein Problem. Man dreht die Antenne einfach ein bisschen oder schiebt das Radio einen halben Meter weiter, schon ist es aus der Nullstelle heraus.

Für Lokalfunk gibt es bei DAB nur 2 Möglichkeiten:
1. Der Lokalsender belegt einen kompletten Multiplex allein. Obwohl der DAB-Bereich von 174-230 MHz fast 3 mal so groß wie der UKW-Bereich ist, wird das für alle Lokalsender nicht reichen.
2. Der Lokalsender schaltet sich auf einen regionalen Multiplex auf, der ein viel größeres Gebiet versorgt. Das wird sehr teuer für den Lokalsender.

Die Weigerung der Privatsender wie z.B. ffn, auf DAB zu senden, hat nicht nur mit Lobbyismus zu tun, sondern auch mit deren Geschäftsmodell. Sie haben regionale Werbung, die nur über einen einzigen UKW-Sender ausgestrahlt wird. Mit DAB geht das so nicht. Sie würden also Werbeeinnahmen verlieren.

Ein weiterer Nachteil von DAB ist, dass es eine sehr hohe SNR erfordert. In einer Dokumentation über DAB+ habe ich gelesen, dass es ungefähr 9 dB braucht, abhängig von der FEC. Es wird bei DAB+ meistens eine FEC um 1/2 benutzt. Nach dem Shannon-Theorem (das was theoretisch erreichbar wäre) reicht bei FEC 1/2 0dB SNR für einen Empfang. Die modernere DVB-Norm DVB-S braucht bei QPSK und FEC 1/2 nur 3 dB SNR. DVB-S2 braucht bei QPSK und FEC 1/2 sogar nur 1 dB SNR und ist damit nur noch 1 dB vom Shannon-Theorem entfernt. Dies bedeutet: Bei einem zeitgemäßen System könnte man die Sendeleistung der DAB-Sender auf 1/9 reduzieren, bei gleicher Reichweite. Oder man könnte bei der jetzigen Sendeleistung die Reichweite gewaltig steigern!

DAB ist eine schöne Ergänzung zu UKW, kann es aber nicht vollständig ersetzen. UKW und DAB werden für lange Zeit parallel laufen müssen. UKW und MW sind 60 Jahre parallel gelaufen! Ich denke mir, DLF und andere Sender im Bundesmux werden bald tatsächlich auf UKW abschalten Für sie ist DAB ideal. Die Lokalsender werden auf ein echtes digitales Nachfolgesystem für UKW warten müssen. Das könnte z.B. DRM+ sein.

von oldenburger - am 24.07.2018 13:15
Wie gesagt, bei ffn und Antenne und bei den meisten Lokalradios erschließt sich mir nicht, warum das nicht auf DAB+ abbildbar sein sollte.

xx Hamburg/Rosengarten
ffn - Reg Hamburg
Antenne - Reg Hamburg
Radio 21 - Reg. Buxtehude
Radio 21 - Reg. Stade

xx Lüneburg/Dannenberg
ffn - Reg. Heide
Antenne - Reg Hamburg
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Radio 21 - Reg. Lüneburg
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xx Visselhövede
ffn - Reg. Heide
Antenne - Reg Hannover
Radio 21 - Reg. Heide
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xx Barsinghausen/Hannover/Hameln
ffn - Reg. Hannover
Antenne - Reg. Hannover
Radio Hannover
Meer Radio
Radio Aktiv
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Radio Mittelweser
Radio 21 - Reg. Hannover
Radio 21 - Reg. Mittelweser

xx Hildesheim
ffn Hannover
Antenne - Reg. Hannover
Radio Tonkuhle
Radio 21 - Reg. Hildesheim

xx Braunschweig/Seesen/Torfhaus
ffn - Reg Braunschweig
Antenne - Reg Braunschweig
Radio 38
bascheFM
Radio Okerwelle
Radio 21 - Reg. Braunschweig
Radio 21 - Reg. Helmstedt
Radio 21 - Reg. Wolfsburg
Radio 21 - Reg. Goslar

xx Göttingen/Hann Münden/Holzminden
ffn - Reg. Göttingen
Antenne - Reg. Göttingen
Stadtradio Göttingen
Radio 21 - Reg. Göttingen
Radio 21 - Reg. Holzminden

xx Cuxhaven
ffn - Reg.Cuxhaven
Antenne - Reg. Oldenburg
Radio 21 - Reg. Cuxhaven

xx Aurich/Wilhelmshaven
ffn - Reg. Meer
Antenne - Reg. Oldenburg
Radio Nordseewelle
Radio Ostfriesland
Radio Jade
Radio 21 - Reg. Wilhelmshaven
Radio 21 - Reg. Aurich
Radio 21 - Reg. Leer

xx Steinkimmen
ffn - Reg.Oldenburg
Antenne- Reg. Oldenburg
oldenburg eins
Energy Bremen
Radio 90,vier
Radio 21 - Reg. Oldenburg
Radio 21 - Reg. Bremen

xx Lingen/Molbergen
ffn - Reg. Emsland
Antenne - Reg Osnabrück
Ems-Vechte-Welle
Radio 21 - Reg. Emsland

xx Osnabrück
ffn - Reg Osnabrück
Antenne - Reg Osnabrück
osradio 104,8
Radio Osnabrück
Radio 21 - Reg. Osnabrück

Mit Radio 21 wird es in der Tat schwierig, wenn man z.B. auch noch Buxtehude und Stade trennen möchte. Man wird manchmal zwei Programmplätze benötigen, wenn man nicht zu viele Kanäle für diese Regionalisierung verschleudern möchte.

von Habakukk - am 25.07.2018 09:58
Zitat
jug
Zitat
B.Zwo

In Südniedersachsen ist der MDR überhaupt kein Problem. Selbst der hr funktioniert besser als der NDR über DAB+. Soviel mal nur dazu! Natürlich weiß doch kaum einer woher die Programme abgestrahlt werden. Auf 89.0RTL ist es zum Beispiel gar nicht erkennbar. Da werden Veranstaltungstipps auch zu vielen Events im Westen gegeben. Auch gibt es viele Werbetreibenden die aus dem Westen dort werben. Die werden bei einer geringeren Reichweite in einem künftigen Radiosystem sicher nicht mehr dort werben wenn man sie nicht mehr empfangen kann. Allein deshalb ist alles völlig praxisfremd was dieser seltsame Besucher uns hier erklären will.


Versucht euch doch einmal in die Zeit der Planung der aktuellen starken UKW Frequenzen zurück zu versetzen. Wir haben zwei politische Blöcke, die sich gegenüberstehen. Deutschland ist in zwei Staaten geteilt. An der Grenze werden oder sind schon auf exponierten Standorten UKW Sender geplant. Ich beziehe mich als Beispiel auf die zu errichtenden DLF Standorte. Diese Sender wurden ausschließlich nur für die sehr weite Einstrahlung in die DDR errichtet. In der gleichen Zeit sind dann auch von der DDR auf exponierten Standorten an der Grenze ebenfalls Hochleistungssender geplant worden, die nicht nur in die DDR strahlten, sondern mittels Rundstrahlung auch weit in die damalige BRD. Gleichzeitig hat man auch bei den ARD Anstalten, bei den UKW Sendern, die an die DDR grenzten begonnen, die Sendeleistungen nach oben zu schrauben. Hier im Norden wurde nach Fertigstellung des neuen Sendeturms auf dem Bungsberg für den UKW Sender des DLF mit über 90 KW Mitte der 80 Jahre, auch die Leistung der NDR Programme von 15 KW auf 50 KW auf dem Gittermast des NDR erhöht. Im Gegenzug sendete Schwerin auch mit mehreren Frequenzen mit 100 KW nach Westen.
So sind diese weitreichenden übergreifenden Frequenzen für die heutigen leistungsstarken UKW Frequenzen entstanden.
Daraus kann man aber nun für eine aktuelle länderweite geforderte Versorgung für Radio über DAB+ nicht ableiten, das die nun immer noch vorhandene Einstrahlung/ Versorgung der alten UKW Frequenzen in andere Bundesländer, bei DAB+ fortgeschrieben werden muß!
Jeder Radioveranstalter (privat oder öffentlich) hat vom seinem Betreiber einen Versorgungsauftrag bekommen. Dafür wird Geld bereit gestellt, Sender geplant und aufgebaut und betrieben. Bei den ARD Anstalten kommt das Geld dafür logischerweise aus unseren Rundfunkgebühren. Ein MDR, NDR, BR,HR wird deshalb natürlich seine neuen DAB Sender nur so aufbauen, das sein Versorgungsgebiet, für das er Geld von seinen Bürgern aus diesem Versorgungsgebiet bekommt, optimal mit DAB versorgen kann. Für mehr ist und darf kein Geld da sein und dies wird sorgfältig durch die KEF überwacht. Bei den privaten Anbietern passiert das Gleiche. Der Werbemarkt ist regional aufgeteilt und jeder versorgt nur sein Werbegebiet, für das die Werbekunden Geld bezahlen. Das ist die neue Radiowelt, Versorgungsgebiete für die Geld bezahlt wird. Und nur die werden dann auch mit dem normgerechten DAB Pegel versorgt!
Politische Sendegebiete, die in Zeiten des kalten Krieges entstanden sind, gibt es nicht mehr! Beginnt endlich die Realitäten wahrzunehmen. Bei DAB wird kein Polen, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich oder die Schweiz absichtlich weit nach Deutschland mehr einstrahlen. das gleiche trifft für unsere Bundesländer aus gesagten Gründen zu.


Und warum hat man deiner Meinung nach das dann alles so gelassen? Der Overspill ist ja nicht "bezahlt" und daher nicht notwendig. Der Gerechtigkeit wegen müsste FM dann auch an den Stellen weniger Leistung bekommen so das nur das eigene Pflaster versorgt wird.

von UKW vs. DAB+ - am 07.08.2018 18:58
Zitat
Habakukk
Wie gesagt, bei ffn und Antenne und bei den meisten Lokalradios erschließt sich mir nicht, warum das nicht auf DAB+ abbildbar sein sollte.

xx Hamburg/Rosengarten
ffn - Reg Hamburg
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xx Göttingen/Hann Münden/Holzminden
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xx Cuxhaven
ffn - Reg.Cuxhaven
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Radio 21 - Reg. Cuxhaven

xx Aurich/Wilhelmshaven
ffn - Reg. Meer
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Radio Nordseewelle
Radio Ostfriesland
Radio Jade
Radio 21 - Reg. Wilhelmshaven
Radio 21 - Reg. Aurich
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xx Steinkimmen
ffn - Reg.Oldenburg
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Energy Bremen
Radio 90,vier
Radio 21 - Reg. Oldenburg
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xx Lingen/Molbergen
ffn - Reg. Emsland
Antenne - Reg Osnabrück
Ems-Vechte-Welle
Radio 21 - Reg. Emsland

xx Osnabrück
ffn - Reg Osnabrück
Antenne - Reg Osnabrück
osradio 104,8
Radio Osnabrück
Radio 21 - Reg. Osnabrück

Mit Radio 21 wird es in der Tat schwierig, wenn man z.B. auch noch Buxtehude und Stade trennen möchte. Man wird manchmal zwei Programmplätze benötigen, wenn man nicht zu viele Kanäle für diese Regionalisierung verschleudern möchte.


Sehr schöne Mux Vorstellungen. Aber Radio 21 will das der Hörer zu 100% die Regionalversion nutzt die für ihn zutrifft. D.h. Wenn der Hörer in Leer die Auricher Version hört weil es weiter oben in der Programm Liste ist ist dies nicht gewollt. Der Hörer soll nur das hören was für seine Region bestimmt ist. Funktioniert auf FM dank Funzel Teppich ausgezeichnet da sich Größtenteils die Sender nicht ansatzweise ergänzen da zu weit auseinander. Es ist auf FM also vollkommen ausgeschlossen das der Auricher das Leeraner Programm hört selbst wenn er das will geht's nicht da kein Empfang.

von UKW vs. DAB+ - am 07.08.2018 20:34
Zitat
UKW vs. DAB+
Zitat
RF_NWD

-Ebenso fragwürdig sind die Einzüge am Brocken. 10 KW von der Höhe sind eine unrealistische Erwartung. Aber warum nicht 2,5 bis 3 KW Rundstrahlung ? Wer würde dadurch ernsthaft gestört ?
Klar ist aber auch, dass DAB+ selbst mit 10 KW vom Brocken, Meißner und Bielstein nicht auf die gleiche Reichweite wie auf UKW mit 100 KW kommt. . Gar nicht mal, was die äußeren Grenzen des stationären Empfangs angeht, sondern in Bezug auf Mobilempfang im Auto, hinter Bergen und beim Indoor Empfang.


Was müsste deiner Meinung nach passieren damit der DAB+ Empfang das selbe Gebiet abdeckt wie der FM Empfang?


Die Frage ist, finde ich, wirklich nicht leicht zu beantworten.

Ein Grundproblem eines Reichweitenvergleichs der Systeme besteht darin, dass es auf UKW einen gleitenden Übergang von Voll- über bedingte zur Nichtversorgung gibt. Bei DAB+ wird die klare Grenze durch einen harten Ausstieg durch zu schlechten SNR gesetzt. Bei UKW fließt immer der subjektive Faktor der Akzeptanz von Rauschen und leichten Störungen mit ein. Wer Radio nebenbei im Küchenradio mit Mono Lautsprecher hört , nebenbei noch Hintergundgeräusche im Raum hat, bewertet den Empfang anders, als jemand, der über Kopfhörer rauschfreies Stereo-Erlebnis haben möchte.
Leichter wird es auch dadurch nicht, dass der Versorgungsgrad über UKW anders definiert war, als heute bei DAB+. Vollversorgung über UKW bedeutete, dass ein Mindestpegel von 54 dB(μV/m in 10 m Höhe an einer Dachantenne erreicht wurde. Bedingte Versorgung bei etwa 48 ? dB(μV/m.

Für DAB+ heissen die Ziele : Mobiler Empfang: 60 dB(μV/m) und guter Empfang in Gebäuden mit portablen Geräten. : 65 dB(μV/m).
Ein Empfangsgebiet für den Dachantennenempfang wird nicht mehr gesondert ausgewiesen.

Nehmen wir das Beispiel Sender Bremen Walle. Für UKW wird ein Sendegebiet (Vollversorgung) mit diesem Radius angegeben:

Im Norden: Wilhelmshaven, Bremerhaven, Hemmoor und Stade;
Im Osten: Tostedt, Soltau, Fallingbostel und Schwarmstedt;
Im Süden: Nienburg, Espelkamp, Damme und Quakenbrück und
Im Westen: Cloppenburg, Friesoythe, Barßel und Wiesmoor.

Früher gab es auf den Seiten des Nordwestradios auch noch eine Karte für den bedingten Empfang : bis Ostfriesland, Heide( SH) Hamburg, Hannover und Osnabrück.
Mit den aktuellen Sendeleistungen auf 7B und 7D ist man davon meilenweit entfernt für mobilen und Indoor-Empfang.

Mit einer Dachantenne könnte allerdings fast in dem gesamten Bereich mit Ausnahme von Hannover und Osnabrück Empfang möglich sein, wenn man 30dBμV in FMSCAN als Grundlage für den Radius nimmt und keinen DAB+ Großsender um die Ecke hat.

Nimmt man den Radius von Walle auf dem 5C mit 10 KW und 50 dBμV könnte mobil in etwa das Gebiet der UKW Vollversorgung erreicht werden. Indoor entsprechend kleiner gezogen.

Die Wirklichkeit vor Ort kann davon im Einzelfall aber ganz weit entfernt sein.

Worst Case: Tauber Empfänger im Parterre mit hohem Man Made Noise, Pegel z,B in Büros oder Elektronik-Märkten.
Anderes Extrem bei mir zuhause : Angehobene Lage über Flachland -Normal
Geringe Gebäudedämpfung , geringe Störquellen. Da gehen dann auch noch 1KW aus 90 Km im 1.Stock in der Küche.
Dazwischen sind alle möglichen Szenarien denkbar. Allein schon die unterschiedliche Berichte über den Empfang im Auto. Wovon das alles abhängen kann : Empfänger Bordelektronik, Antennentyp usw. Und dies ist nur ein Szenario fürs Flachland. In anderen Fällen wie HR aus Hessen sind auch noch massiv die Berge im Weg, über die UKW Wellen einfach besser drüber weg kommen.

Das meinte ich mit meiner These, dass auch 10 KW oft nicht ausreichen werden, um den Radius eines UKW Senders mit 100 KW zu ersetzen. Und mehr wird ein Mux aus Bremen niemals bekommen. Wahrscheinlich auch keine 5KW.
Klingt alles irgendwie unbefriedigend und sehr kompliziert . Wer es anders sieht und Lösungen am Horizont sieht . Gerne her damit !
Ich stelle mich seelisch aber schon mal darauf ein, demnächst zuhause auf Alternativen wie Radio über SAT umzusteigen. Unterwegs bleibt es dann eben beim UKW Empfang, solange es ihn noch gibt.

PS:
Programme aus Bremen höre ich hier seit über 50 Jahren. War bei uns Ende der Sechziger auch der Sender mit dem besten Empfang. Auf der Radiomobile-Karte von Thomas ( Metal) lagen wir im gelben Bereich. Der aktuelle Wohnort liegt etwa 30 m tiefer, aber das reicht gerde noch so für DAB+ aus.

von RF_NWD - am 11.08.2018 19:41
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