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DAB-Module: Vor- und Nachteile, Unterschiede, Verbreitung

Startbeitrag von PowerAM am 14.11.2011 13:36

Inzwischen haben wir ja unzaehlige verschiedene DAB-Module auf dem Markt. Von einigen Geraeten wissen wir, welches Modul darin verbaut ist. In anderen sind inzwischen bereits drei verschiedene Module aufgetaucht.

Beispiele: Dual DAB4 mit Venice 5, Venice 7 oder Verona-Modul - erkennbar ausnahmslos an der Software. Die Geraete oder ihre Originalverpackung selbst boten keinerlei Hinweis darauf.

Welche weiteren Feststellungen gibt es darueber hinaus? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Module und welche Eigenschaften haben sie? Wo sind sie verbaut und wie gut spielen die Geraete damit?

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
_Hartmut_
Woran erkenne ich welches DAB Modul verbaut ist ? Gibt es darüber Infos ?


Eventuell sagt es einem schon die Bezeichnung der Firmware-Version.

Das geht so:
Das Menü öffnen und nach dem Menüpunkt Software-Version suchen. Wenn es dort eine Zeichenkette gibt, in der "FS" gefolgt von einer mehrstelligen Zahl vorkommt, dann handelt es sich um eine Platine der Firma Frontier-Silicon. Und die Nummer gibt Auskunft über den Platinentyp. (Eine Liste der Nummern folgt später).

Falls der Menüpunkt "Software-Version" (oder "SW Version") im Menü nicht existiert, dann führt vielleicht langanhaltendes Drücken der Taste Menü dorthin.

Bei Geräten der Firma Sangean taucht allerdings diese Zeichenkette "FS..." auch dann nicht auf, wenn eine Platine von Frontier-Silicon eingebaut ist.
Dann hilft nur ein Vergleich mit den Abbildungen der Platinen ("Modules"): http://www.frontier-silicon.com/audio/index.htm

Verona und Venice 7 ist recht verbreitet in aktuelle DAB-Empfängern. Venice 6.2 und Venice 8 gibt es in Geräten, die zusätzlich Internet-Radio wiedergeben können.
Geräte aus älterer Produktion habe eine Platine Venice 5.1, ähnlich der Platine Venice 7:
Charakteristisch für die Platine Venice 7 sind 2 x 7 unbestückte Löcher für eine 14-polige Stiftleiste neben dem Antennenanschluss. Venice 5.1 hat nur die 30-polige (2x15) Stiftleiste an der anderen Längskante der Platine.
Die Platinen sind an der Unterseite beschriftet und in der Regel so herum eingebaut, dass die Typbezeichnung nicht abgelesen werden kann. Ausnahme: Sangean DPR-69.

von Ingo-GL - am 15.11.2011 18:59
Moin!

Ich wollte gerade schon einen neuen Thread über DAB-Module eröffnen, da fiel mir dieser Thread ein.

Habe nämlich grad nochmal in ein paar Blödmärkten die Empfängermodule überprüft.

Frontier Silicon Venice 7 (FS2027)
- Philips AE9011
- Sangean DPR-65
- Sangean DPR-69
- Sangean DPR-34
- DUAL DAB4 (teilweise)

Frontier Silicon Verona (FS2052)
- DUAL DAB4 (teilweise)
- Grundig Music51 DAB


Noch ne Übersicht:

Venice 9 FS2029 - Slave mode optimised low-power, low-cost WorldDMB Profile 1 digital radio tuner module DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS Kino 3, Apollo 2

Venice 8
FS2028 Colour touch-screen radio solution for Internet radio, network streaming, DAB, DAB+, DMB-Radio and FM-RDS DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS, Wi-Fi, USB 2.0, MP3, WMA, AAC+

Venice 7A
FS2027A Low-power, low-cost WorldDMB Profile 1 automotive digital radio tuner module DAB, DAB+, DMB-Radio

Venice 7
FS2027 Low-power, low-cost WorldDMB Profile 1 digital radio tuner module DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS

Venice 6.2
FS2026-2 Module for Internet radio/network streaming DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS, Wi-Fi, USB 2.0, MP3, WMA, AAC+

Verona 2i FS2052i Low-power, low-cost WorldDMB Profile 1 digital radio tuner module optimised for iPhone/iPod Docking products DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS

Verona
FS2052 Low-power, low-cost WorldDMB Profile 1 digital radio tuner module DAB, DAB+, DMB-Radio, FM-RDS

von Japhi - am 17.12.2011 15:22
Mir ist heute wieder ein merkwürdiger Bug bei den Modulen aufgefallen. Betroffen sind sowohl das Dual-DAB4 als auch die Sony-Holzkiste, mutmaßlich also noch weitere. Und zwar geht es darum, dass einzelne Programme beim Vorwärtsscrollen unterschlagen werden, beim Rückwärtsscrollen aber angezeigt werden.
- Etwa hat mein Dual-DAB4 gerade einen zweiten Eintrag zu SWR4 BW eingespeichert, der auf 8D verweist (während alle anderen SWR-Einträge auf 11B laufen). Der wird aber nur beim Rückwärtsscrollen angezeigt.
- Meine Sony-Holzkiste unterschlägt beim Vorwärtsscrollen im Augenblick die sechs 90elf-Kanäle sowie Absolut Radio. Auf diese Weise kommen die sechs SWR-Einträge direkt hintereinander (SWR1 BW --> SWR2 BW --> SWR3 --> SWR4 BW --> cont.ra --> DASDING). Beim Rückwärtsscrollen sind Absolut Radio und 90elf wieder da.

Ist Euch schon etwas ähnliches aufgefallen?

von freiwild - am 17.12.2011 15:58
Danke fuer die Zusammenstellung, freundlich(st)er Japhi! :spos:


Der Unterschied zwischen Venice7 (im Microspot 319) und Verona (im Dual DAB4) zeigte sich bei meinen Geraeten nur in Grenzsituationen. Die Wohnung meiner Freundin ist ein Stahlbetonbau, sie hat nur Fenster nach Norden. Der DAB-Sender Berliner Fernsehturm steht suedlich von uns in 22 km Entfernung. DAB-Empfang funktioniert hier also nur ueber Reflexionen. Kritisch ist auch nur 12D mit 1 kW, der in der Wohnung nur mit dem Microspot 319 an einem Ort aussetzerfrei mit 4 Balken funktioniert. Das DAB4 bringt dort zwar auch 4 Balken (!), es hat aber gelegentlich Aussetzer oder blubbert vor sich hin.

Insofern ist meine urspruengliche Aussage, die Balkenanzeigen der Dual DAB4 mit Venice 7 und Verona wuerden sich im DAB-Betrieb nicht unterscheiden, durchaus richtig. Im UKW-Bereich zeigt das Venice7 im Microspot etwas frueher RDS an, hier kann aber auch die laengere Anzeige des 319 gegenueber der kuerzeren des DAB4 ausschlaggebend sein. Die Empfangsleistungen und die Trennschaerfe auf UKW sind sonst vergleichbar, hier ist kein Geraet eindeutig besser.

Getestet habe ich beide Geraete uebrigens im Batteriebetrieb. Das interne Netzteil im Microspot brummt zwar akustisch, scheint aber den Empfang keinesfalls zu stoeren. Dagegen war das zum DAB4 mitgelieferte Schaltnetzteil bestens geeignet, dem Radio selbst den Empfang zu versauen. Die Signalstaerkenanzeige tanzte beim DAB-Empfang wie wild, der UKW-Empfang war verprasselt. Und der schwaechere 12D ging im DAB4 mit dem OEM-Netzteil hier bei ihr ueberhaupt nicht. Zum Glueck kann man externe Netzteile leicht austauschen, der Stecker war ja auch kein Exot.

von PowerAM - am 17.12.2011 20:19
Sofern man nichts besseres zur Hand hat: Das Schaltnetzteil zum Verona-DAB4 kann man zumindest etwas mit einem Ferritring zur Ruhe bringen. Der kommt moeglichst nah ans Netzteil und man faedelt das Anschlusskabel dann mehrfach hindurch. Fuenfmal durchfaedeln bringt schon fuehlbare Wirkung, das Optimum scheinen sieben bis neun Windungen zu sein. Leider ist das verbleibende Anschlusskabel dann schon sehr kurz geworden.

Die im DAB-Modus immer etwas unruhig zuckende Signalbalkenanzeige stand danach stabil und ruhig. Bei Grasnabenempfang brachte das mindestens einen, manchmal sogar zwei Balken mehr.

In meiner Bastelkiste fand ich noch ein uraltes unstabilisiertes Steckernetzteil, das ohne Last knapp 8 Volt und mit dem DAB4 im Betrieb zwischen 7,4 und 7,0 Volt liefert. Angegeben sind 6 Volt. Zwar brummt das Netzteil selbst etwas (trotzdem es genug Strom liefern kann), es stoert aber nicht. Der UKW-Empfang gewann die Ruhe wieder, die man aus dem Batteriebetrieb kennt.


Ein Venice7-Modul habe ich im Microspot 319. Er ist wirklich gut, im DAB-Empfang eine Spur besser als das Verona-DAB4 und bei Grasnabenempfang bringt Nummer 319 schon Audio, wenn das Verona-Modul noch stumm bleibt. Beim UKW-Empfang bin ich etwas verwundert, das Venice7 neigt bei passend ausgerichteter Antenne dazu, irgendwelche Mischprodukte wiederzugeben. Der Berliner Fernsehturm mit tonnenweise HF ist 22 km entfernt. Ich habe freie Sicht darauf. Beim 319er reicht allerdings eine leichte Lageveraenderung der Antenne oder das Einschieben von einem oder zwei Elementen der Teleskopantenne. Sie ist dann etwa genauso lang wie die des DAB4, das solche Reaktionen bislang ueberhaupt nicht gezeigt hat. Auch die untereinander getauschten Antennenstaebe brachten das Verona-Modul nicht aus der Ruhe. Von der laengeren Antenne profitierte in Einzelfallen die RDS-Dekodierung.

In besserer Umgebung mit Abschattung Richtung Berlin nehmen sich beide Module bzw. beide Geraete wirklich nicht viel. RDS kommt beim 319er zumeist einen Augenblick frueher. Ich vermute aber, dass das Geraet hier von seiner etwas laengeren Antenne profitiert. Auf gleiche Laenge gebracht war mal das eine und mal das andere Geraet schneller. Bei den "lauten" Polen mit z. T. sehr herzhaftem RDS-Hub war das Verona-Modul in meinem DAB4 offenbar wieder im Vorteil, es zeigt frueher und bei dynamischem RDS-PS auch fehlerfreier an. Hier vertat sich das Venice7 im 319er eher mal bzw. blieb nach mehreren Durchgaengen des dynamischen PS einfach haengen.

von PowerAM - am 28.12.2011 08:44
Gestern konnte ich bei Tropo den Unterschied zwischen Verona und Venice 7 erleben. Das DUAL DAB4 hat bei mir ein Venice 7 verbaut und im Grundig Gerät steckt ein Verona. Der Unterschied war extrem, ob es nur am Modul oder auch am Aufbau des Radios (Antenne, Abschiermung,...) liegt kann ich nicht sagen :eek:

Venice 7 (im DUAL DAB4)
5B: MTV NL - 3-4 Balken - einlesen aber nur bedingte Wiedergabe
6A: NDR DAB - nicht empfangbar!
7B: HR DAB - 1 Balken - kein einlesen, keine Wiedergabe


Verona (im Grundig Musik 51 DAB+)
5B: MTV NL - 2-3 > - Wiedergabe ohne Probleme (15 Fehler)
6A: NDR DAB - 0-1 > - Einlesen und bedingte Wiedergabe (auch noch bei bei 65 Fehlern!)
7B: HR DAB - 0 > - Einlesen und bedingte Wiedergabe

Das interessante am Verona Modul, es liest die Sender teilweise schon ein wenn in der Empfangsübersicht nicht einmals ein > zu sehen ist oder nur kurzzeitig auftaucht.

Mein Fazit: Das Grundig Gerät wird nun immer für DX-Empfänge genutzt. Das Gerät ist zwar sehr schwer gegenüber anderen DAB Geräten, aber eventuell macht genau dieses den Unterschied.Mit kommt es so vor als ob Grundig das Gerät mit einer dicken Abschiermung versehen hat :spos:

von Funkschatten - am 28.12.2011 09:20
Zitat
Ulrich Hilsinger
Man muß allerdings auch aufpassen bei solchen ad-hoc-Vergleichen. Eine etwas andere Positionierung kann schon das eine fehlende dB zurück bringen. Bei so einer Häufung von Unterschieden wie bei "Funkschatten" scheints aber tatsächlich ein Unterschied zwischen den Geräten zu sein.

Betrieben habe ich die Geräte jeweils auf bzw. aus dem Dachfenster. Dabei gab es wirklich die von dir genannten Empfangsunterschiede, das DUAL Gerät hat nur an wenigen Stellen 1 Balken angezeigt während das Grundig überall Empfang hatte, zumindest wurden Fehler angezeigt und die Programmliste eingelesen. Ich habe deswegen beim DUAL Gerät immer das Maximum genannt was ich mit einigen Verrenkungen aus dem Fenster erreicht habe :) Je höher desto besser wurde das Signal aber dann gleichzeitig auf beiden Geräten.

Bei den hohen Kanälen habe ich hingegen keinen großen Unterschied feststellen können, da liegt das DUAL Gerät sogar leicht vorne. Indoor spielt das etwas früher die Programme aus NL ab. Das könnte aber an der Antenne liegen, die ist bei mir immer komplett ausgefahren. Ich werde das mal bei Gelegenheit testen bei normalen Bedingungen.

@Spacelab:
Ich habe das Gerät auch nur gekauft weil ich schon vorher im Forum gelesen habe dass es einen sehr guten Empfang haben soll. Außerdem spielte das Demogerät im Saturn in Düsseldorf als einzigstes Radio mit eingezogener Stabantenne das Bundesmuxx

von Funkschatten - am 28.12.2011 11:53
So, der Wettlauf mit neuen Chipsets geht weiter:

KeyStone Semiconductor Partners With Amaryllo to Introduce World’s First FM/DAB/DAB+ Receiver IC Featuring TPEG

New KeyStone Tsunami single-chip FM/DAB/DAB+ receiver ICs KSW86GTC/KSW86GTV now support live GPS - TPEG applications targeting automotive, portable, and cellular markets.

Er kann auch DLS/DLS+ (was letzteres auch immer sein mag), ferner SLS / EPG und eben TPEG für die Navigation. Vorgestellt wird das ganze am 30. Januar bei Amaryllo in den Niederlanden. Hoffen wir mal auf eine gute HF-Empfindlichkeit und kleinen Stromverbrauch und sich die Gerätehersteller auch bemühen, Empfänger dafür zu bauen, welche alle Möglichkeiten des Chipsets umsetzen können. Natürlich für höchstens 60 Euro.... Konkurrenz belebt das Geschäft!

http://www.prweb.com/releases/2012/1/prweb9136338.htm

von drahtlos - am 26.01.2012 22:00
Mal was zum Thema welcher DAB Kanal wann ausgewaehlt wird wenn das selbe Programm ueber 2 oder mehr verschiedene Kanaele empfangen wird.

Der Venice7 nimmt solange 2 oder mehr Kanaele empfangbar sind immer den der als letztes im Auto oder im Manuellen Suchlauf abgespeichert wurde. Geht nur noch eine Kanal wird dieser automatisch (nach ein paar Sekunden)genommen.

Der GyroSignal Tuner verhaelt sich anders. Hier wird immer der Kanal ausgewaehlt der zuletzt empfangen wurde. Zum Beispiel wenn NDR 90,3 gehoert wurde wird N-Joy grundsaetzlich nur vom Hamburg Mux 7A genommen. Unabhaengig davon ob auf Preset gespeichert oder nicht.
Habe ich mal NDR1 SH gehoert, wird immer nur der Kiel Mux 9C genommen. Ziehe ich dann die Antenne ab, so das nur noch Hamburg 7A empfangbar ist, bekomme ich N-Joy erst wieder rein nachdem ich mal 90,3 oder NDR2 HH angewaehlt habe, automatisch geht da im Gegensatz zum Venice7 nichts.

Das sollte man wissen bevor man sich ein Geraet kauft, wenn man in einer Gegend wohnt in der 2 Muxe mit teilweise den selben Programmen unterschiedlich stark empfangbar sind.

von Nordlicht2 - am 27.01.2012 09:39
Das mit den Fiimwareupdates ist auch so ein Thema.
Geht das ueberhaupt ohne einen seriellen oder USB Anschluss anzuloeten und werden die Hersteller jemals das entsprechende Software Tool (so denn erforderlich fuer Serielles Update) inklusive der Firmware fuer den PC veroeffentlichen?
Mir ist bisher nur die Philips Kompktanlage bekannt die ueber einen extra USB Port zur Updatemoeglichkeit verfuegt. Bei den anderen mobilen Geraeten koennte ich mir hoechstens vorstellen, dass die Audioausgaenge dafuer intern verbunden sind und man also 'nur' einen Adapter benoetigt.
Adapter ist dann ueberhaupt das Stichwort. Die Pinbelegung scheint zwischen den verschiedenen Modulen teilweise identisch zu sein.
Auch mein Venice7 vom Sangi in den Philips meines Bekannten gesteckt koennte funktionieren und ich braeuchte nur noch die richtige Firmware fuer den Sangi auf nem USB Stick.
Ansonsten, einschicken Zwecks Update duerfte bei 50 Euro Geraeten teurer werden als einfach ein neues zu kaufen.:D

von Nordlicht2 - am 27.01.2012 10:23
Bauteile der Printplatte Venice 7 im Dual DAB4:

Tuner: FS1112 (= "Apollo 2" vermutlich)
Prozessor: Kino3 FS1235-A mit integriertem SDRAM
Flash-Memory: 4 Mbit (Atmel FS041D)
Quarzoszillator: 24,57 MHz (Metallgehäuse)

Verona:
Die Platine Verona hat grundsätzlich dieselbe Bestückung.
Der Flash-Memory-Baustein der Firma Atmel trägt hier die Bezeichnung "45DB041D". Zu diesem Typ gibt es bei Atmel ein öffentliches Datenblatt. Der FS041D der Venice 7 hingegen ist offenbar eine Sonderanfertigung.

Im Vergleich zu Venice 7 fehlen bei Verona Lötpunkte für eine zweite Stiftleiste, und am Antenneneingang kann kein SMA-Stecker angelötet werden. Der Tuner-Teil muss ohne Schirmblechhaube auskommen. Nur der Prozessor-Bereich kann mit einer Schirmkammer versehen werden.


Bauteile der Printplatte Venice 5.1 im Dual DAB4:

Tuner: FS1112 (= "Apollo 2" vermutlich)
Prozessor: Kino2 FS1026G-F
SDRAM: 1M x 16bit: ISSI IS42S16100C1
Flash-Memory: 8 Mbit (Atmel FS081D SU)
Quarzoszillator: 24,57 MHz (Kunststoffgehäuse)

von Ingo-GL - am 10.03.2012 10:15
Zitat
104,5
Welches Modul ist im Philips AE5430 verbaut?
Ich möchte mir diesen zulegen, da mir bei meinem DAB4 (Venice 5) die zappelnde Signalstärkeanzeige, das Rattern, der schlechte Klang und der extrem hohe Stromverbrauch stört. :-(

Zum Vergleich
AE5430 Stromverbrauch laut Datenblatt 2,7 W und 4 Batterien AA, Netzteil 6V
AE5230 Stromverbrauch laut Datenblatt 5 W und 6 Batterien AA, Netzteil 7,5V
AE5250 Stromverbrauch laut Datenblatt 5 W und 6 Batterien AA, Netzteil 7,5V

Beim AE5430 fällt mir der niedrige Stromverbrauch auf --> Venice 7?

Dieses Gerät kenne ich nicht, aber beim Saturn in Hürth steht neuerdings eine schwarze Kiste der Firma Philips, und die hat ein Verona-Modul. Und das bietet erfahrungsgemäß besseren und stabileren Empfang als die Platine Venice 5.
Die Leistungsaufnahme hängt nicht allein vom DAB-Modul ab, sondern auch vom Wiedergabeverstärker und vom Energiemanagement. Das DAB-Modul selbst braucht je eh nur 3,3V- und 1,2 V-Versorgung.

Das Modul Venice 5.1 hat denselben Tuner-Chip wie Venice 7 und Verona. Dennoch ist es merklich weniger empfindlich als die letzteren. Daran sieht man, dass die Eigenschaften des Basisband-Processors (Kino 2 versus Kino 3) wesentlich zu den Empfangseigenschaften des Gesamtsystems beitragen.

von Ingo-GL - am 12.03.2012 11:39
Neues zur Verbreitung:

Gestern abend haben wir bei DigiAndi seinen T-D500 von Yamaha auf "Herz und Nieren" untersucht.

Das Gerät ist für chinesische Verhältnisse (Made in China steht drauf...) recht ordentlich aufgebaut:
http://dl.dropbox.com/u/3146892/yamaha/IMG_1289.JPG
Das "obligatorische" Hartpapier-Single-Layer-Mainboard bekommt man aber wohl aus der Branche nicht mehr raus - Drahtbrücken sind in China einfach billiger als eine große FR4-Leiterplatte mit 2 Layern.


Für DAB wird offenbar ein Venice 7A Modul benutzt:
http://dl.dropbox.com/u/3146892/yamaha/IMG_1286.JPG

Das bedeutet auch, daß UKW und MW über einen getrennten Tuner kommen - in dem Fall ein älteres Modell von KSE:
http://dl.dropbox.com/u/3146892/yamaha/IMG_1288.JPG
Die relativ vielen Abgleichpunkte könnten auf einen "herkömmlichen" Tuner, keine Single-Chip-Lösung, hinweisen.

von DH0GHU - am 22.05.2012 21:11
ALPS jetzt auch mit Digitalradio-Kombichips:

Zitat
http://www.presseagentur.com/alps/detail.php?pr_id=3113&lang=de

ALPS bietet mit TDGW9-Serie DAB/DAB+/DMB-A-Tuner-Module für Automobilanwendungen
Industrieweit kleinste Module unterstützen digitale Radiostan-dards, die in Europa und vielen anderen Ländern populär sind
Düsseldorf, 13. Juni 2012 – Die ALPS ELECTRIC EUROPE GmbH bietet mit der TDGW9-Serie die industrieweit kleinsten Tuner-Module mit integriertem DAB*1/DAB+*2/DMB-A*3-Audio-Decoder. Typische Anwendungsbeiche für die neuen Produkte sind Kfz-Navigationsgeräte, -Audiosysteme und andere Automobilanwendungen. Die vertikal und horizontal einzusetzenden Module haben Abmessungen von 45,0 mm x 30,0 mm x 9,0 mm (B x T x H). Sie decken Eingangsfrequenzbereiche von 163 MHz bis 1240 MHz (Band III) und 1452 MHz bis 1492 MHz (L-Band) ab. Die Module zeichnen sich durch hohe Empfindlichkeit von –102 dBm in Band III und –100 dBm im L-Band sowie geringes Rauschen aus. Die Ansteuerung erfolgt über den I2C-Bus, die Audio-Ausgabe über I2C und die Datenausgabe über SPI. Zur Versorgung benötigen die Tuner eine Spannung von 3,3 V. Die Massenproduktion ist bereits angelaufen.

Radio macht eine Autofahrt so viel angenehmer. Wie beim Fernsehen kommen auch beim Radio immer mehr Digitaltechnologien zum Einsatz, die eine digitale Audioübertragung erlauben. Digitalradio verbreitet sich auf der ganzen Welt. Die Spezifikationen unterscheiden sich jedoch von Land zu Land. Zum Beispiel wird ISDB-Tsb in Japan verwendet, HD-Radio in den Vereinigten Staaten und DAB in Europa. Das Interesse an Digitalradio ist insbesondere in Europa sehr groß. Hier machen die Verwendung von mehreren Standards zur Erweiterung der Dienste und Rechtsvorschriften über die Installation von digitalen Radioempfängern große Fortschritte.

ALPS reagiert schnell auf Trends im europäischen Markt. Das Unternehmen entwickelte die DAB/DAB+/DMB-A-Tuner-Module der TDGW9-Serie für Automobilanwendungen und startete bereits deren Massenproduktion. Trotz ihrer geringen Abmessungen, die Module zählen zu den kleinsten der Industrie, unterstützen sie drei Rundfunkübertragungsstandards – DAB, DAB+ und DMB-A. Die neuen Module sind sogenannte „All-in-one“-Typen, die auch Firmware zur Anpassung an individuelle Anwenderanforderungen enthalten. Gerätehersteller können dadurch die Zeit verkürzen, die sie für die Entwicklung von Software benötigten.

ALPS verwendete seine im Laufe der Jahre erworbenen HF-Schaltungstechnologien und sein umfassendes Design-Know-how, um das Schaltungsdesign der TDGW9-Serie zu optimieren. So konnte das Unternehmen nicht nur kompakte Abmessungen erreichen, sondern auch die Interferenzen zwischen den Schaltungsteilen reduzieren und sowohl geringes Rauschen als auch eine hohe Empfindlichkeit realisieren. Zudem sorgt der für die installierte Firmware angebotene Tuning-Support für Kompatibilität mit einer Vielzahl von Empfangsumgebungen.

ALPS arbeitet ständig daran, seine Design- und Entwicklungsfähigkeiten zu verbessern. Das Unternehmen hat im Juli 2011 in seiner Furukawa Fabrikanlage (Osaki City, Miyagi Prefecture) ein neues EMC Evaluation Center eröffnet, um HF-Charakteristiken unter tatsächlichen Einsatzbedingungen zu evaluieren.

*1 DAB (Digital Audio Broadcasting): Eine Spezifikation für Digitalradio, die von EUREKA (einer europäischen Initiative für moderne Technologien) für die EU entwickelt wurde. DAB wird hauptsächlich in Europa verwendet.

*2 DAB+: Eine Erweiterung des DAB-Standards. Die Spezifikation erweitert die Art der Empfangsdaten unter anderem um Textdaten und bessere Klangqualität.

*3 DMB-A (Digital Multimedia Broadcasting – Audio): Eine digitale Rundfunkspezifikation für mobile Geräte, die 2005 in Korea ins Leben gerufen wurde.

Weitere Informationen über das neue Produkt
ALPS Electric Co., Ltd.
ALPS Electric (Tokyo: 6770) ist ein weltweit führender Hersteller qualitativ hochwertiger Elektronikkomponenten für Mobilgeräte, Heimelektronik, Fahrzeuge und industrielle Geräte. Gemäß der Philosophie „Perfecting the Art of Electronics” liefert ALPS Electric über 40.000 verschiedene Komponenten an ca. 2.000 Unternehmen weltweit. Weitere Informationen gibt es unter:www.alps.com.

ALPS ELECTRIC EUROPE GmbH, Tochterunternehmen der ALPS Electric Co., Ltd., wurde 1979 gegründet. Seit 1989 hat das europäische Head Office seinen Sitz in Düsseldorf. Hier arbeitet ein Team von Spezialisten aus Verkauf, Marketing und Produktingenieurwesen. Von Düsseldorf aus werden die Aktivitäten der Niederlassungen in München, Paris, Milton Keynes, Göteborg und des Vertriebsbüros in Mailand koordiniert.



von Matthias K. - am 13.06.2012 17:33
Quantek kündigt Massensendungen von Q8 DAB-Modulen und die Einleitung von Q8 BT Bluetooth-Audio-Plattform an
Press Release : Quantek Inc. - Fr, 22 Juni 2012 01.09 Uhr CEST....
Taipei, Taiwan - (BUSINESS WIRE) -


Q8 ist das neueste Modul des DAB DAB Quantek Produktfamilie. Optimiert für den Mainstream-Audio-Anwendungen ist die leistungsstarke Quantek Q8 DAB / DAB + / DMB-Radio/FM Modul ein ultra-niedrigen powered voll WorldDMB Profil 1 konformes Modul mit hoher Leistung bei geringem Platzbedarf, einen Empfänger mit hervorragender Empfindlichkeit, zuverlässigen Betrieb und überlegene Audio- .

Basierend auf neuesten QD3000 Quantek-Chipsatz, bietet Q8 Low-Cost-, Feature-reiche Anwendungen, die Audio-Produkte "Funktionen und Fähigkeiten zu maximieren und Herstellern Vorteile verbessern. Q8 funktioniert sowohl im Master-und Slave-Modi unterstützt mehrere Alarme, Voreinstellungen, verschiedene Display-Typen, Batterie Grenzstanderfassung sowie EPG, Diashow.

Als Reaktion auf die zunehmende Nutzung von Multi-Media-Funktionen von der Digitalradio-Plattform, Q8 integriert auch Bluetooth Audio-Streaming DAB / DAB + Radios. Bluetooth-Audio wird immer mehr ein Merkmal der digitalen Audio-Anwendungen, die Radio-Hersteller bieten mit einer signifikanten Möglichkeit, ihre Produkte zu differenzieren. Q8-BT Bluetooth-Audio-Plattform können Marken und Hersteller schnell einführen fortschrittlichen Multimedia-Radios um die Vorteile dieser Erweiterung zu ergreifen, um Radio-Märkte übertragen und liefern eine reiche Erfahrung Funk an die Verbraucher. Quantek hat mittlerweile mehr als 500 Tausend Stück seiner neuesten Q8 DAB-Modul seit seiner ersten Markteinführung Anfang 2012 ausgeliefert.

"Wir sehen einen weiteren Ausbau der DAB / DAB + / DMB-Radio auf dem globalen Markt. Quantek begeht und weiter zu entwickeln und zu unterstützen Technologien, die differenzieren und verbessern den digitalen Rundfunk Anwendungen ", sagte Quantek VP Marketing und Sales, Jeff Lin. "Bluetooth-Audio wird immer ein wichtiges Merkmal in der Audio-Markt als der Wireless-Konnektivität mit neuen Audio-Quellen wie Smartphones und Tablet-PCs. Die Q8-BT-Plattform wird unseren Kunden helfen, diese Geschäftsmöglichkeit zu erfassen."

Q8-Funktionen sind wie folgt:

Die Q8/Q8 + integriert alle notwendigen Schnittstellen, damit Radio-Hersteller einfach und effektiv an Radios oder embedded Audio-Systeme zu implementieren. Die Hersteller müssen nur ein Netzteil, Display, Tastatur, Audioverstärker und Lautsprecher, um eine voll funktionsfähige DAB + / DAB / FM / RDS-Radio oder über Q8/Q8 + als Radio-Block von einem Audio-System zu implementieren.

Q8/Q8 + arbeitet im Master-Mode-oder Slave-Modus mit dem von einem externen Mikrocontroller.

Die vollständige Suite von kundenspezifischen Anwendungen einschließlich: RDS, Multiple Alarme, Presets, Drehgeber, verschiedene LCDs, Fernbedienung Decoder, EPG, Journaline und Diashow ...

http://finance.yahoo.com/news/quantek-announced-mass-shipments-q8-050900274.html

Anmerkung: Interessant wäre es, wenn man wüsste, wem die 500'000 Module geliefert wurden.

von drahtlos - am 27.06.2012 22:25
Habe mir ungefähr vor nem Monat den Roberts Vintage gegönnt. Fast wäre er zurückgegangen. Da wo der Microspot mit FS-Venice 7 fast Vollausschlag auf 12C (NL) zeigte, war (und ist) auf dem Vintage nichts zu hören bzw. zu sehen. Mit der Teleskopantenne gibts im EG nicht mal Bundesmux und 12D NRW durchgängig zu hören, von UKW ganz zu schweigen.
Weshalb er aber trotzdem bleiben durfte: An der 7-Element bringt er mir zwar immer noch keinen 12C, dafür aber 12A und 12B Belgien deutlich blubberfreier als der Microspot.

Aufgeschraubt und nachgeschaut: Es werkelt ein Gyrosmodul™ darin, genauer gesagt ein Gyro-1137 von GyroSignal. Was genau jetzt das Problem mit den Griechendönern ist, weiß ich nicht. Ich vermute aber mal, dass eine zu geringe Trennschärfe den 12C neben dem 12D vom Sender Langenberg in Sichtweite verschwinden lässt.

Also an einer Außenantenne brauchbar bis sehr gut, an der Teleskopantenne völlige Kacke, UKW sowieso. Dabei wäre es so ein schönes Radio, Kunstleder und Holzoptik-Plasteseiten, dazu Antennenanschluß serienmäßig, einen guten Klang und lange Batterielaufzeit. Für 179€ UVP aber eindeutig zu teuer für das, was darin steckt. Von Roberts hätte ich mir mehr erwartet, die machen ja einen auf Edel-Hersteller mit ihrem Royal-Queen-Gedöns. Dabei auch von der Verarbeitung nicht wirklich gut.

Mehr On-Topic: Scheinbar sind alle Module, außer die von Frontier Silicon, nicht so besonders gut.

Rangordnung bisher von absolute Scheiße bis richtige DX-Maschine.

Quantek Q7
Quantek Q8
Frontier Silicon Venice 5
GyroSignal 1137
Frontier Silicon Verona
Frontier Silicon Venice 7


An meiner 7-Element-Yagi auf dem Balkon getestet:

Venice 5 (Pure Highway): 5C+12D
Gyro-1137: 5C, 11A, 12A, 12B, 12D
Verona (nur Teleskopantenne): 5C, 12A, 12C, 12D
Venice 7: 5C, 11A, 12A, 12B, 12C, 12D

von Japhi - am 07.08.2012 12:05
Laut technischen Daten der Frontierdokumentation

Venice7 Sensitivity -99dBm, ACR 30dB und FOC 60dB
Verona Sensitifity -97dBm, ACR 40dB und FOC 55dB

Alle Werte als [typ] angegeben, etwas Serienstreuung wird es sicher geben.

Demnach ist der Venice7 also 2 dB empfindlicher, 10dB schlechter in der Nachbarkanaltrennung und 5dB besser in der Grossignalfestigkeit im Vergleich zum Verona.

In Zukunft scheint, so denn immer mehr Muxe kommen werden, eine gute Nachbarkanaltrennung die wichtigste Eigenschaft zu werden, gefolgt von Grossignalfestigkeit.
Mein UDR mit Verona im Vergleich zum Albrecht mit Gyros parallel an externer Antenne, MP2 am Gyros blubbert noch stark wenns am Verona schon blubberfrei ist. Klingt dramatisch, ist es aber nur in Grenzsituationen. Empfindlichkeit ist fuer den Nicht DXer irgendwann vernachlaessigbar. Wenn er aber in der Grossstadt neben dem Fernsehturm die eigentlich mit ausreichendem Pegel ankommenden Muxe aus der Nachbarschaft nicht bekommt, koennte es auch den 'Normalo' stoeren.

Ach so, hab nen Verstaerker an der externen Antenne. Der Gyros koennte also noch tauber sein, hab ich noch nicht ohne Verstaerker verglichen. Wer wirklich schwache Muxe empfangen moechte sollte wohl auf Frontier Wert legen.

Der Venice9 falls den mal einer bekommt, hat -99dBm, ACR 37dB und FOS 60dB. Scheint also der Beste zu sein. Den gibts aber wenn dann wohl nur in groesseren Geraeten da so wie ich das verstehe, nur ueber externen Controller ansteuerbar.

von Nordlicht2 - am 07.08.2012 22:29
Ich habe irgendwas im einstelligen (S+N)/N-Bereich als Mindest-Störabstand in Erinnerung. Hängt natürlich vom Fehlerschutzverfahren ab...
Nehmen wir mal an, 10 dB sind erforderlich - dann sind maximal -102 dBm Grenzempfindlichkeit drin.

Überhaupt: Entscheidend ist auch, woher eine geringe Empfindlichkeit kommt. Ein nicht so guter Empfindlichkeitswert und eine hohe Intermodulationsfestigkeit können darauf hinweisen, dass das HF-Frontend nicht auf maximale Empfindlichkeit getrimmt ist, sondern eben auf Großsignalfestigkeit. Dann kann ein Vorverstärker in schwierigen Empfangssituationen helfen.
Ist das HF-Frontend schon sehr empfindlich, kann eine geringe Empfindlichkeit durch die Demodulationsalgorithmen bedingt sein - dann hilft der beste Vorverstärker nicht mehr weiter.

Und klar: Datenblattwerte müssen nur "zum schlechteren hin abgrenzend" eingehalten werden - besser als im Datenblatt darf man immer sein, so kann ein schlechter Datenblattwert auch einfach zu viel Sicherheitsreserve beinhalten. Oder ein Hersteller gibt nur den Wert unter Standardbedingungen an, der andere z.B. bei einer Kombination aus minimaler Betriebsspannung, maximalen externen Störeinflüssen (z.B. auf der Stromversorgung) und höchstzulässiger Betriebstemperatur.

von DH0GHU - am 08.08.2012 12:43
Wer es noch nicht gesehen haben sollte:

With the new ATD8ZP family, Panasonic Industrial Devices Europe GmbH has developed the
world's smallest* DAB/DAB+/DMB modules.

The SMT-compatible components are intended for digital in-car radio reception using entertainment
solutions (head units) or navigation devices. As well as original equipment, Panasonic also has its
sights on retrofits (after market) for the up-and-coming DAB technology.

Thanks to many years of high-frequency experience in conjunction with comprehensive SMD
expertise, the engineers at the Panasonic factory in Lüneburg (Lower Saxony/Germany) have
developed a module with dimensions of only 29 x 15 x 4 mm. It lends itself particularly well for
integration into current product designs and can be efficiently processed on printed circuit
boards in manufacture. Input frequency ranges from 163 MHz to 240 MHz (Band III) and from
1452 MHz to 1492 (L-Band) are covered. The modules are distinguished by high sensitivities
of -101 dBm in Band III and -100dBm in the L-Band, and outstanding selectivity. Activation is
by UART, audio output via I2S and data transmission via SPI. The modules require a supply
voltage of 3.3 V. Current consumption is 180 mA.
Many years of experience obtained from previous models is also called upon for the software
of the new product family. The command interface provides direct tuner access as well as
versatile parameterisable convenience functions such as search, automatic DAB-DAB linking,
database handling with receivable stations and the storage of different configurations.
Serial production of the ATD8ZP will begin in the Stara Lubovna (Slovakia) factory in the
summer of 2012. From 2013, the ATD8ZP family will be expanded by the addition of modules
which also support seamless DAB-FM linking and data services, and have a double tuner.


DAB/DAB+/DMB-Modul
ATD8ZP
Smallest modul on the market:
29 x 15 x 4 mm
Input frequency:
163 MHz bis 240 MHz (Band III)
1452 MHz bis 1492 (L-Band)
High sensitivities:
–101 dBm in Band III
–100 dBm im L-Band
Activation by UART
Audio output via I2S
Data transmission via SPI
Voltage: 3,3 V
Current consumption: 180 mA

near: 37° 10' 45"N / 113° 00' 24"W

von drahtlos - am 26.08.2012 05:22
unter http://www.frontier-silicon.com/audio/index.htm sind zu den Modulen Text, Fotos und pdf-Dateien ersichtlich, dazu eine Auswahl:
Module:
Milan FS2060 Module for connected audio systems with DAB/DAB+/FM and iPod (Chorus3; 9/2011)
Venice 9 FS2029 Low-power, low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM tuner slave module (Kino3; 3/2011)
Venice 8 FS2028 Colour touch radio module for connected audio systems with Internet radio/DAB/DAB+/DMB-R/FM (Chorus3; 8/2011)
Venice 7A FS2027A Low-power DAB/DAB+/DMB-Radio tuner module (Kino3; 245mW; 3/2011)
Venice 7 FS2027 Low-power, low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM tuner module (Kino3; 317mW; 2x16; 4/2011)
Venice 6.2 FS2026-2 Module for connected audio systems with Internet radio/DAB/DAB+/DMB-Radio/FM (Chorus2; 4/2010)
Venice 5.1 FS2025-1 Low-power, low cost DAB/DAB+/FM tuner module (Kino2; 500mW; 12/2008)
Verona FS2052 Low-power, low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM tuner module (Kino3; 317mW; 2x16 Display; 4/2010)
Platform:
Jupiter 7 FS4027 Platform for low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM Profile 1 digital radio (Venice7; 2x16 Display; 4/2010)
Jupiter 6.2 FS4026-2 Connected audio platform for Internet radio/DAB/DAB+/DMB-R/FM/iPod (Venice6.2; 128x64 STN; 9V; 1,2-1,8A; 4/2010)
Mars FS4060 Network audio platform for wireless speakers and docking systems (Venice 6.5, 1x8 Display; 12V; 1,5A; 9/2011)
Mercury 4i FS4034i Platform for low-cost CD systems with DAB/DAB+/DMB-R/FM/iPod dock (Verona2i; 2x16 +Time; 3/2011)
Venus-H FS4054 DAB/DAB+/DMB radio/FM digital radio solution for portable products (Verona; 9/2011)
Venus 2i FS4053 Platform for low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM and iPod dock (Verona; 8/2011)
Venus FS4052 Platform for low-cost DAB/DAB+/DMB-Radio/FM Profile 1 digital radio (Verona; 4/2010)
- jetzt fehlt noch eine Sterne-Wertung und die zugehörige Gerätetabelle.

von SpaßmitRadio - am 26.08.2012 16:21
New Products

DAB+/ DAB software receiver for multicore Linux also supports TPEG

September 18, 2012 | Julien Happich | 222903184

EtherWaves announced the new multicore Linux version of its ClearSignal software based DAB/DAB+/DMB solution, to add support for the novel TPEG, DL+, EPM and other advanced decoding services.
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With the imminent use on DAB+ as a platform for these services, the new version bring the fastest and most cost-effective path to sophisticated driving traffic data for digital radio manufacturers. And because of its multicore architecture, the new ClearSignal version provides enhanced processing power and resource utilization by taking advantage of the parallel processing found in the new media processors, with the result being reduced constraints of the ports and busses of today advanced DAB+/DMB receivers.

The first integration is available on a standard ARM core, such as those used in NVIDIA's Tegra, running a Linux-based OS, and using an off-the-shelf digital tuner from Maxim. Porting the same capability to different processors and tuners is a straightforward task, due to ClearSignal toolbox design approach. The new TPEG version implements all the Digital Radio broadcasting standards supported by ClearSignal - DAB, DAB+, T DMB and DRM, while exhibiting its proved and renown stability and high performance.


TPEG (Transport Protocol Experts Group) is one of technologies of the new generation of traffic and travel information services that are distributed via digital channels such as the internet, cell phones, and recently digital radio.

The DAB+/DMB stack has evolved in recent years beyond audio receiver as a data bearer for automotive data applications that integrate with other GPS, cell-phone and other infotainment sub-systems. Data applications have diverse requirements from the SDR platform and functions that used discrete hardware components, and now need to coexist as software components over the modern multi-core processors. The new ClearSignal multicore Linux version fits exactly this evolution of the automotive and SoC markets, with software rather than hardware-defined infotainment systems for a flexible, future proof, and user-friendly experience. The ClearSignal multicore Linux version is available for licensing from EtherWaves, who also provides Digital Radio integration services for fast and cost effective implementation.

------------------------------------------------------------------------------------------------------
Erstaunlich - diese Firma gibt es immer noch. Dabei hatten die mal ein
Zusatzteil für PDA's angeboten mit GSM und DAB für etwa 3000 Euronen.
Habe bisher noch nicht die verwendete SDR Hardware herausgefunden,
da im Text noch DRM erwähnt wird.

von drahtlos - am 22.09.2012 19:09
Hallo Zusammen,

ihr diskutiert hier im Forum recht viel über die Venice Module. Ich habe derzeit folgende Idee und wollte mal nach Eurer Einschätzung fragen.

Ich habe einen Roberts Radio MP23 DAB. Leider nur DAB aber super Sound. Meiner Meinung besser als z.B. der MP53, der kann leider auch nur DAB, kein DAB+. Wie die neueren Modelle sind, weiß ich leider nicht. Der MP23 ist mir eigentlich zu schade um Ihn gegen ein Neues Gerät auszutauschen. Billig war er ja damals wirklich nicht...
In dem Gerät ist ein Venice 4.2 Modul (FS0021 V2)drin. Ich finde dazu keinerlei Infos im Netz. Ist das Ding schon so alt? Jetzt auf jedenfall meine Idee... Könnte es evtl. möglich sein, daß man dieses Modul gegen ein neueres DAB+ Modul austauscht? Vielleicht könnte ja die Programmierung über die I2C oder SPI Schnittstellen kompatibel sein? Ich weiß leider recht wenig über diese Module... Pinkompatiblität könnte ich durchaus anpassen. Ich weiß, es ist wahrscheinlich nur Wunschdenken, aber ich hab mir gedacht, ich könnte mich ja mal ein bißchen damit befassen und vielleicht ist es ja möglich.

Hier hat bestimmt jemand das Wissen über die Module, ob das evtl. gehen könnte oder nicht.

Vielen Dank schon mal für Eure Info...

VG

Bernhard

von neblb - am 17.12.2012 22:00
Der Dual 1A ist schon ausreichend und SWR 3 scheint jetzt in Berlin ja kein AAC LC mehr zu haben.:D
Mit der Wurfantenne sollte auch mit der etwas schlechteren Empfindlichkeit alles was im Versorgungsgebiet ist gehen.
Ich hab ja noch den Albrecht DR 50 mit dem Antennenanschluss Fehler (Kurzschluss Innenleiter gegen Masse) wenn man den Adapter und externe Yagi Antenne verwendet.
Weiterhin hat er den Bug, dass er wenn er Strom bekommt kurz tuned um die Uhrzeit einzulesen um spaeter nach verzoegertem Anschalten erstmal nichts zu finden bevor man entweder auf einen anderen Mux oder auf FM und zurueck gewechselt hat. Das ist auch so wenn er laenger im Standby war. Ob die 2 Fehler bei aktuellen Versionen auch noch vorhanden sind weiss ich nicht, meiner ist schon 1 Jahr alt und wartet jetzt vom 2A abgeloest zu werden. Um das Stromkabel hab ich an beiden Enden Ferritkerne gewickelt, an der Yagi ist es aber egal.

von Nordlicht2 - am 18.12.2012 19:17
Zum Thema Störungen durch Schaltnetzteile habe ich etwas Interessantes festgestellt:

Mein Sayva piccolo hängt im Auto normalerweise an diesem Schaltnetzteil. Wenn im Gerät volle Batterien oder Akkus eingelegt sind, ist der Empfang stets einwandfrei, egal ob die Stromversorgung letztlich von den Batterien oder vom Netzteil kommen. Wenn die Batterien fast leer (oder keine Batterien eingelegt) sind, ändert sich das: Wenn die Stromversorgung vom Netzteil kommt, ist der Empfang merklich (zirka 1 - 4 von 16 Balken) schlechter als wenn die (fast leeren) Batterien den Strom liefern.

Anders ausgedrückt: Ich habe den Eindruck, dass volle Batterien den Störnebel vom Netzteil "schlucken". Anfangs habe ich mich immer gewundert, dass das Netzteil mal stört und mal nicht. Aber inzwischen kann ich das Phänomen bei jedem Satz Batterien reproduzieren.

Hat jemand eine Erklärung für dieses Verhalten? Oder kann es sein, dass die Spannung von den Batterien kommt, auch wenn der Netzstecker gesteckt ist (und die Displaybeleuchtung daher permanent an ist)?

von LXS - am 21.12.2012 22:31
Zitat
LXS
Die Umschaltung muss allerdings elektronisch erfolgen, denn wenn auf dem eingesteckten Niedervoltstecker keine Spannung ist, läuft das Gerät trotzdem per Batterie.

Das ist normal. Viele Geräte schalten elektronisch von Netzanschluss auf Batterie um. Immer weniger Geräte haben einen Schaltkontakt in der Strombuchse.

Zitat
LXS
Es wäre vielleicht auch denkbar, dass trotz Netzanschluss die vollen Batterien den Strom liefern und das Netzteil erst dann vom Gerät "verwendet" wird, wenn die Batterien leer werden?

Na das würde ja den Sinn einer Netzbuchse ad absurdum führen. :D Außerdem müsstest du das merken. Dann wären ja früher oder später trotz verwendetem Netzteil die Batterien leer.

Das Schaltnetzteile je nach Belastung unterschiedlich stark stören ist bekannt und fakt. Die interessante frage ist nun aber wo der Strom anfangs bei dir hingeht. Ich mein das Sayva ist ja kein Röhrenradio bei dem die Röhren noch vorgeheizt werden. :D Nimm doch mal die Batterien aus dem Gerät heraus und teste wie sich dann die Störungen des Schaltnetzteils verhalten.

Mal noch nebenbei bemerkt ist ein Schaltnetzteil bei einem Radio, egal für welchen Wellenbereich, immer Grütze hoch 3. Allerdings bleibt einem im Auto wohl nix anderes übrig als ein solches zu benutzen. :-(

von Spacelab - am 23.12.2012 23:06
Die meisten SNTs sind einfach falsch dimensioniert. Da laufen die DC/DC-Wandler im lückenden Betrieb und erzeugen neben hohem Ripple für die Elkos auch massig Störungen nach außen. Wenn man sich außerdem mal die Schaltungen anschaut, wundert man sich bei den teilweise abenteuerlichen Layouts, dass es überhaupt VDE-gerecht ist, weil kaum sichtbare Abstände zw. der "heißen" Netzseite und der Sekundärseite erkennbar.
Die altmodischen Trafonetzteile mit den sehr geringen Wirkungsgraden mögen heute verteufelt werden, aber Störungen waren dort kein Thema und auch die galvanische Trennung bei ordentlicher Zweikammerwicklung sofort erkennbar.
Neben den externen DC/DC-Wandlern der Netzteile haben die Empfänger allerdings oft auch eigene Schaltregler zur Erzeugung der verschiedenen Spannungen bzw. die Anzeige zur Speisung der Beleuchtung. Diese stören in unmittelbarer Nähe zum Tuner umso stärker.

von Radio_DDR - am 24.12.2012 21:43
Wieder ein Hersteller mit einem Digital-Radio Chipset:

Zitat

Doug Lung / 04.26.2013 01:26 PM

Silicon Labs Unveils Complete ‘Radio-On-A-Chip’

New I.C. converts RF input to baseband audio output
The announcement by Silicon Labs of a complex radio receiver in a single chip that could—depending on model—provide an audio output from AM, FM or digital signals in the various broadcast and shortwave bands had me looking back on how far radio receivers have come since I once worked on AM car radios that used low-voltage tubes, tuned RF stages and a mechanical pushbutton system for storing station frequencies.

The Silicon Labs announcement revealed the new monolithic Si468x receiver I.C.s use software-defined-radio technology to provide an antenna input-to-audio output digital radio system capable of receiving FM, HD Radio, and DAB/DAB+ broadcasts for a wide range of audio applications ranging from inexpensive tabletop/clock radios to radios in mobile phones, tablets and personal navigation devices. The Si468x data page has details.

While it notes that: “The family offers all-in-one, ultra-low power, multi-band digital broadcast receivers to support global analog and digital radio standards including AM, SW, LW, FM, FM RDS, HD, DAB, DAB+, DMB, and DRM(30),” I only saw VHF inputs on the block diagram, and AM was not mentioned in the Si468x specifications. (AM/SW reception is available in the Si477x line of ICs.)

Samples and production quantities of the Si468x digital radio receivers are available, beginning at $5.62 in 10,000 unit quantities. An evaluation kit is available for $550.

Based on the evaluation kit’s manual, it appears it could be useful as a way to monitor radio reception parameters that are not available on conventional receivers. Distributors include DigiKey and Arrow Electronics.



Details: http://www.silabs.com/products/audiovideo/amfmreceivers/Pages/si468x.aspx

oder hier etwas kompakter.....

Zitat

Chip maker Silicon Labs has released an RF receiver chip designed for analog and digital radio reception.

The Si468x family has several versions. The Si4682 is an HD Radio and FM receiver chip. The Si4684 is a DAB/DAB+ and FM chip, while the Si4688 combines all three in a single chip.

The Si4682 can handle frequencies from 76–108 MHz for foreign duties. In addition, it decodes and is compatible with multicasting, PSD, iTunes Tagging, bookmarking, traffic and Artist Experience.

The Si4688 is a Band III receiver, 168–240 MHz, that decodes MPEG Layer II for DAB and HE-AAC v2 for DAB+. All chips have onboard DSP. The chips are aimed at the portable device market.

NAB Lab’s Radio TechCheck said, “This represents the industry’s first single-die antenna-input-to-audio-output digital radio IC developed for the global portable and consumer electronics markets.”

It concluded, “… digital radio is on the upswing, both in the U.S. and abroad. As a result, we are likely to see more announcements for highly integrated and cost effective IC solutions such as the recent product offering by Silicon Labs.”


http://www.radioworld.com/article/silicon-labs-releases-digital-radio-chip/219149

Folgender Satz irritiert mich etwas:

Zitat

The Si468x receivers support worldwide analog FM radio reception and incorporate an integrated decoder for the European Radio Data System (RDS) and North American Radio Broadcast Data System (RBDS) standards including required symbol decoding, block synchronization, error detection and error correction functions.


Haben die Amerikaner wirklich einen anderen RDS Standard?

Hier gefunden: http://www.azosensors.com/news.aspx?newsID=5859

von drahtlos - am 01.05.2013 10:54
Der Test ist nur teilweise richtig. Das DAB 1A verfuegt ebenfalls ueber RDS auf UKW. Der UKW-Empfang ist okay, dann sollte man aber eine andere als die Wurfantenne verwenden. Ohne Tropounterstuetzung ist bei mir etwas anderes als Berlin nicht bzw. nur mit immensem Aufwand empfangbar. Berlin geht mit dem sprichwoertlichen nassen Schnuersenkel, die Wurfantenne wurde irgendwo hingeworfen. Sie sollte etwas Abstand zum Steckernetzteil haben, dann spielt es auch. Klanglich ist meins mit GyrosmodulTM bei einigen DAB-Sendern aber nicht ueberzeugend, die dafuer auf einem Venice- oder Verona-Modul deutlich besser klingen.

Das bei Nichtbedienung des Geraetes viel zu weit gedimmte Display sehe ich auch als Nachteil, das Geraet will wohl unter keinen Umstaenden auffallen. Warum eigentlich, das Design ist zeitlos und sieht selbst auf meinem Roehrenradio stehend nicht unmoeglich aus.

von PowerAM - am 05.11.2013 08:28
Da ich beide Geraete habe kann ich den Empfangstest bestaetigen. Da liegen Welten zwischen den beiden, auf UKW noch mehr als auf DAB.
Das beschriebene Netzbrummen ist aber kein Netzbrummen, sondern das kommt vom Frontiermodul selber und auch nur im DAB+ Modus. Bei UKW und DAB alt ist es nicht vorhanden, auch nicht wenn man Mute drueckt. Mich stoert es nicht, da ich den Adapter sowieso immer auf voller Lautstaerke betreibe. Es ist eigentlich kein Brummen sondern so eine Art sehr tieffrequentes Wabern / Bubbern. Beschrieben wurde das schon bei vielen Geraten mit Verona Modul welche wie beim Dual DAB 2A aus Kostengruenden, die im Modul verbaute Analogverstaerkung nutzen und keine externe Analogstufe verbaut haben. Mein Dual Autoadapter hat es nicht, wahrscheinlich, weil der keine Software Lautstaerkeregelung des Verona nutzt. Duerfte also damit zusammenhaengen.
Bei einem Klangvergleich von DAB alt (WDR2) oder AAC LC und niedriger Datenrate, haette der Dual 2A auch da haushoch gewonnen. Letzteres kann das Gyrosignal Modul im 1A nicht richtig verarbeiten.

Das Beste am 2A sind die 20 DAB Speicherplaetze auf der Fernbedienung, die es sonst nirgends fuer so wenig Geld gibt. Vergleichbare Geraete haben nur 10.

von Nordlicht2 - am 05.11.2013 09:27
So, nun hat auch SIANO ein Universal-Chipset vorgestellt: (PM)

Zitat

Siano, der Lieferant von mobilen Broadcast DTV-Lösungen hat den Start eines neuen Empfänger-Chips, der ausschließlich für automotive und mobile Consumer-Elektronik-Anwendungen verwendet werden kann, angekündigt. Ähnlich wie bei früheren Siano-Chip-Lösungen, der SMS4470 hat einen RF-Tuner mit einem Dekodierung Prozessor, der für automotive und mobile Geräte optimiert wurde. Neben der DVB-T2-Technologie, unterstützt der Chip auch das ältere DVB-T-Format, welches in Europa, dem Nahen Osten und ausgewählten Regionen in Südostasien verwendet wird, sowie ISDB-T, welches in Lateinamerika und Japan eingesetzt wird. Darüber hinaus unterstützt das SMS4470 eine Reihe von Digital Radio-Formate, einschließlich DAB +, DRM + und das alte UKW-Radio.


Da bin ich mal gespannt, ob der SMS4470 besser wird, als die früheren Produkte von SIANO. Bei meinen beiden ehemaligen DAB(alt)-Handys war die Empfindlichkeit relativ schlecht. Ich vermute auch, dass es mit dem Energieverbrauch auch nicht zum besten steht, da hier das Hauptaugenmerk auf Fernsehen gelegt wird. Wie es mit DAB/UKW-Zusatzdienste aussieht, d.h.. TPEG/TA/RDS/EON/MOT/SLS und wie sie alle in Zukunft noch heissen mögen, werden vielleicht fehlen. Ein Datenblatt habe auf die schnelle noch nicht gefunden. Gemäss PM wird u.a. auch Hirschmann Car Communication diesen Chip einsetzen. AM scheint aber zu fehlen, was in Ländern wie Indien/Australien, ferner Afrika/Südamerika und Asien allgemein sicherlich bedauert wird.

Edit: über HD-Radio wird auch nichts geschrieben, was dann doch wieder nicht ganz so universal wäre, wie angekündigt.

EDIT2: es gibt eine Version für ATSC-TV SMS4570, es könnte sein, dass dort HD-Radio integriert wird.

SIANO Website:
http://www.siano-ms.com/images/PDFS/siano_sms4470.pdf

Was mich noch erstaunt hat:
Bei einer Grösse von 10x10mm hat es 140pins
Form factor:
 10mm x 10mm x 1.1mm BGA
 0.8mm pitch
 140 pins


von drahtlos - am 19.12.2013 11:02
Zitat
Spacelab
Ich hab mich immer schon gefragt wovon das abhängt mit dem Prozessorprasseln. Ich hab ein Sangean DPR-34+ mit Venice7 und das Teil prasselt wie sau.


Dann koennte es auch vom Display kommen. Ist bei vielen Handys mit FM Tuner zu beobachten. Display schaltet aus, FM Empfang ploetzlich deutlch besser. Auf alle Faelle gibt es scheinbar die Moeglichkeit nachtraeglich zu optimieren, wenn das Prasseln vielleicht doch nicht aus dem Modul selber kommen sollte. Eine Serienstreuung wuerde ich zumindest ausschliessen wollen.

Zitat
Seegi
Ich hab bei meinem TechniSat DigitRadio 100 zwar weder Blubbern noch Prasseln, aber eine ziemliche Anfassempfindlichkeit und das darf bei einem externen Koaxialantennenanschluss (und es gibt nur diesen) eigentlich nicht sein.


Das liegt daran, weil intern nur ein einfacher unabgeschirmter Draht von Koaxbuchse zum Tunermodul geht (wurde mir von jemandem gesagt, der einen 100er hat). Wenn du den Draht durch ein abgeschirmtes Kabel ersetzt, geht es auch insgesamt deutlich besser an unverstaerkter externer Antenne. Die Hardware ist scheinbar baugleich mit Dual DAB 2A und bei dem musste ich auch den Draht ersetzen, um optimalen Empfang an meiner Dachboden Yagi zu haben.

von Nordlicht2 - am 16.01.2014 14:05
Neue Chips für AM / FM / DAB von SiliconLabs
Si47901 / Si47902

Si4790x HIGH-PERFORMANCE AUTOMOTIVE AM/FM RADIO RECEIVER AND HD RADIO™/DAB/DAB+/DMB/DRM TUNER

Kurzdatenblatt: Si4790x-short.pdf

Features
- Worldwide FM band support (64–108 MHz)
- Worldwide AM band support (520-1710 kHz)
- LW band support (144–288 kHz)
- SW band support (2.3–30 MHz)
- DAB/DAB+/DMB support (170–240 MHz, 1452–1492 MHz) (Si47902 only)
- NOAA Weather Band support
- On-chip soft-decision RDS/RDBS demodulator/decoder
- Low-IF architecture eliminates expensive 10.7 MHz IF ceramic filter
- AM/FM:
- Comprehensive AM/FM signal processing fimware
- Integrated active AM/FM buffers for background/data tunes
- Analog FM phase diversity
- Fully integrated AGC for AM and FM inputs
- HD Radio:
- Digital I/Q interface to HD Radio Processor
- AM/FM HD Radio IBOC blend
- DAB/DAB+/DMB (Si47902 only);
- Digital I/Q Interface to DAB/DAB+/DMB processor
- Integrated active Band III/L-band buffers for background/data tuners
- Fully integrated AGC for Band III and L-Band inputs
- Analog and digital (I2S) audio outputs
- Frequency synthesizer with fully integrated PLL-VCO
- Integrated clock oscillator
- 1.8 V and 3.3 V power supplies
- QFN 84-pin, 12x12x0.85 mm
- Pb-free/ROHS compliant
- AEC-Q100 qualified

Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 26.08.2014 19:52
Bei Silabs hat sich wieder mal einiges getan bei den DAB-Empfängerchips.

1) Neue Short Data Sheets für die Si4790x-Chips:
Si47901/02 Data Short
Si47903/04/05/06 Data Short


2) Neue Automotive Tunerchips Si4791x und Si4792x:
Si47911 und Si47912: "High-performance Automotive AM/FM Radio Receiver and HD Radio™/DAB/DAB+/DMB/DRM Tuner with Audio System, automotive qualified AEC-Q100"
Short Data Sheet: Si47911-12-short.pdf

Si47920 und Si47921: "High-performance Automotive AM/FM Radio Reciever and HD Radio™ Tuner with Audio System, automotive qualified AEC-Q100"
Si47920/21 Data Short: Si47920-21-short.pdf


3) Die zu den Si479xx passenden Baseband-Prozessoren für DAB/DAB+ und HD-Radio: "Si461x Low Power, High-performance Digital Radio Processors"
- Si4613 Low Power, High Performance AM/FM HD Radio Baseband Processor
- Si4614 Low Power, High Performance DAB/DAB+ Baseband Processor


Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 30.03.2015 09:48
Also fuer Frontier Venice und Verona Module trifft das nicht zu. Da ist selbst bei nur 96kbps LC nix matschig. Ich erinner mich, als der NDR in Kiel mal versehentlich auf LC ging und es nicht mehr zu gebrauchen war. Da meinte dann jemand aus Kiel, wieso is doch alles ok. Dann mit Frontier gecheckt und tatsächlich alles ok. Danach auch mal Gyros mit nach Hessen genommen und... You FM damit unbrauchbar da matschig. 72kbps HE dagegen ein Genuß. Und mit Frontier You FM kein Unterschied zu UKW. Erst seitdem weiss ich ueberhaupt, wie einige Klangbeurteilungen hier so zustandekommen aus dem Sueden, wo HR und SWR meinen schon bei 112kbps LC senden zu muessen. Am PC ist übrigens auch bei 96kbps und LC alles ok. Daher denke ich ja, bei Gyrosignal bat das was mit der Stromsparsamkeit zu tun. Der spuckt Audio auch so 0,3s frueher aus als es Verona und Venice machen. Stromsparendere Frontier Module wie sie in neueren Pockets verbaut sind, haben das Problem dann vielleicht auch?

von Nordlicht2 - am 31.03.2015 10:25
Zitat
Nordlicht2
Wie kommen die denn so mit 96kbps AAC LC klar ...

Zitat
Nordlicht2
Sorry ich meinte auch eher allgemein Chips von dem Hersteller.


Im Bundesmux (5C) gibt es jetzt ein Programm in AAC-LC mit niedriger Datenrate:
DRadio DokuDeb mit den Parametern: AAC-LC 48 kbit/s, Mono, Samplerate: 32 kHz

Ich habe mal zum Vergleich das dekodierte Audio als .wav aufgenommen mit:
a) Si4689 mit DAB-Firmware 4.0.3
b) DAB Player 1.0.2.95 mit ffdshow Audiodecoder (ffdshow.ax v1.3.4533.0 / ff_libfaad2.dll v2.7.0.0)

Wer die Audiodateien zwecks Vergleich haben will, kann sich bei mir per PN melden.


Interessant wären sicher auch noch Programme in AAC-LC mit niedriger Datenrate und 48 kHz Samplerate - aber in den 3 Ensembles, die ich empfangen kann, gibt es die leider nicht.


Viele Grüße,
Andi

von Andi_Bayern - am 02.05.2015 09:13
Ich hatte mich schon gewundert das da Dolby verwendet werden sollte. :D

Aber MPEG Surround dürfte es doch auch nicht sein. Oder doch? Ich tippe eher auf AAC Surround. Dafür gibt es keine externen Decoder. Es soll aber DAB+ Empfänger geben die das ganze als 5.1 PCM Signal ausgeben. Das könnte hingegen von jedem Surroundverstärker verarbeitet werden. Wenn es tatsächlich MPEG Surround sein sollte gibt es noch ein paar ur-alte Surroundverstärker die das decodieren können. Ich hab noch so eine alte Möhre von Philips im Keller stehen. Man darf nicht vergessen das in Europa neben Dolby Digital auch MPEG Surround zum DVD Standard gemacht wurde. DTS hingegen war immer nur optional. Das heißt es musste zusätzlich entweder Dolby Digital, PCM oder MPEG Surround mit auf der DVD sein. Auf der SVCD gehörte MPEG Surround ebenfalls schon zum Standard. Allerdings spielte diese ja, mal von ein paar Raubkopierern abgesehen, nur in den Asiatischen Ländern eine nennenswerte Rolle.

von Spacelab - am 05.05.2015 19:12
Zitat
Spacelab
Aber MPEG Surround dürfte es doch auch nicht sein. Oder doch? Ich tippe eher auf AAC Surround.


Der Name MPEG Surround stimmt schon, das ist lediglich eine Erweiterung, salopp ausgedrückt der "große Bruder" von Parametric Stereo.
MPEG Surround kann mit den Audiocodecs MP2, MP3 und AAC (LC-AAC & HE-AACv1) kombiniert verwendet werden.

Zitat
Spacelab
Dafür gibt es keine externen Decoder. Es soll aber DAB+ Empfänger geben die das ganze als 5.1 PCM Signal ausgeben. Das könnte hingegen von jedem Surroundverstärker verarbeitet werden.


Richtig.

Zitat
Spacelab
Wenn es tatsächlich MPEG Surround sein sollte gibt es noch ein paar ur-alte Surroundverstärker die das decodieren können.


Nein, leider nicht. Denn das Surroundsignal steckt nicht im analogen Audiosignal sondern ist eine Erweiterung in digitaler Form, was leider nur ein MPEG Surround Decoder ausgeben kann.
Was du meinst ist das (alte) analoge Dolby Surround, das hat allerdings mit MPEG Surround technisch betrachtet nix zu tun.

Zitat
Spacelab
Man darf nicht vergessen das in Europa neben Dolby Digital auch MPEG Surround zum DVD Standard gemacht wurde.


An dieser Stelle verwechselst du MP2 (MPEG Audio Layer 2) mit MPEG Surround.

von Winnie2 - am 05.05.2015 21:55
Zitat
Spacelab
Ich hatte mich schon gewundert das da Dolby verwendet werden sollte. :D

Aber MPEG Surround dürfte es doch auch nicht sein. Oder doch? Ich tippe eher auf AAC Surround. Dafür gibt es keine externen Decoder. Es soll aber DAB+ Empfänger geben die das ganze als 5.1 PCM Signal ausgeben. Das könnte hingegen von jedem Surroundverstärker verarbeitet werden. Wenn es tatsächlich MPEG Surround sein sollte gibt es noch ein paar ur-alte Surroundverstärker die das decodieren können. Ich hab noch so eine alte Möhre von Philips im Keller stehen. Man darf nicht vergessen das in Europa neben Dolby Digital auch MPEG Surround zum DVD Standard gemacht wurde. DTS hingegen war immer nur optional. Das heißt es musste zusätzlich entweder Dolby Digital, PCM oder MPEG Surround mit auf der DVD sein. Auf der SVCD gehörte MPEG Surround ebenfalls schon zum Standard. Allerdings spielte diese ja, mal von ein paar Raubkopierern abgesehen, nur in den Asiatischen Ländern eine nennenswerte Rolle.


Man könnte sich fragen, ob Du mit Deinem Win8.1 Tablet über die (vorhandene?) HDMI Schnittstelle Surroundsound abspielen könntest (Fraunhofer/Noxon-Software). Ich habe nun mein WIN8.1 8" Tablet im Auto fix installiert. DAB läuft bestens, natürlich auch mit Slideshow. Am HDMI werde ich wohl noch herumbasteln müssen, bis das Deutschlandradio mit 5.1 Audio in meiner Gegend zu empfangen ist. Irgend einen Adapter muss ich auch noch finden, der mir aus dem HDMI Signal die Kanäle trennt. Vielleicht mache ich mir auch zuviele Hoffnungen....

von drahtlos - am 05.05.2015 23:33
Zitat
Spacelab
Was ist in diesem Fall mit "MPEG Surround" gemeint?


Gemeint ist in diesem Fall bei DAB+ AAC mit der Surround-Erweiterung die auch als Spatial Audio Coding bezeichnet wird, und nicht MPEG-2 Multichannel

Zitat
Spacelab
Denn auf den alten DVDs oder den wenigen SVCDs die es hier zu kaufen gab stand auch nie "MPEG Multichannel" obwohl das richtig gewesen wäre. Darauf stand immer nur "MPEG Surround". Gemeint war aber "MPEG Multichannel" mit diskreten 5.1 Kanälen.


Dieses relativ neue MPEG Surroundverfahren gab es damals noch nicht. Die Kombination AAC mit MPEG Surround arbeitet nicht mit diskreten 5.1 Kanälen. Deshalb können Empfangsgeräte ohne MPEG Surrounddecoder das Audiosignal problemlos in Stereo empfangen. Geräte ohne diesen Decoder verwerfen die Surroundzusatzdaten einfach als Datenmüll.
Die Surroundzusatzendaten liegen im Bereich 10 bis 15 kbit/s, zusätzlich zur AAC Datenrate.

von Winnie2 - am 06.05.2015 21:19
FS2026 = Venice 6.5
FS2026-2 = Venice 6.2

Das PEAQ Teil habe ich schon seit längerem. Der Empfang ist recht gut und der Stromverbrauch niedrig. Wobei das natürlich alles relativ ist. Bereits eine Lautstärkestufe mehr oder weniger entscheidet gleich über 30 Minuten Spielzeit. Der Akku ist eh sehr empfindlich da er wohl etwas klein geraten ist. Dreht man auch nur kurz lauter geht der Akku gleich mächtig in die Knie. Sogar das Display fängt dann an im Bassrhythmus zu flackern. Empfangsmäßig ist es klar besser als das Sangean WFR 29C. Aber dieser Vergleich hinkt ein bisschen da das Sangi ein grafisches Display hat und dieses Störungen verursachen soll.

Super ist natürlich der Micro-USB Anschluss zum aufladen. Heute sind passende Ladegeräte an jeder Ecke zu finden (Auto, Zuhause gleich mehrere, bei Freunden...) und überall kann das Radio aufgeladen werden. Und wenn man zusätzlich Power benötigt kann man einfach eine Powerbank anschließen. :spos: Was mir aber noch viel wichtiger ist: auch wenn das Radio eingeschaltet ist wird der Akku aufgeladen! :spos: Und nicht wie bei der Sangean Möhre die nur lädt wenn das Gerät ausgeschaltet ist. :rolleyes:

Und einen weiteren großen Vorteil hat das PEAQ Gerät gegenüber dem Sangean WFR 29C: es klingt besser! Der Bass ist viel voller und dröhnt nicht wie eine Kuh wie beim Sangi. Wenn man viel wortlastige Programme oder Hörbücher hört kommt einem auch der wesentlich ausgewogenere Mittenbereich sehr entgegen. Die Höhen sind beim PEAQ nicht so extrem richtungsgebunden wie beim Sangi.

Ach so das habe ich ganz vergessen: der Li-Ion Akku beim PEAQ ist austauschbar. Die 4 Plastikstifte auf der Rückseite heraushebeln, die Rückwand seitlich wegschieben und unter der kleinen Klappe die mit einer Kreuzschraube gesichert ist liegt der Akku.

von Spacelab - am 20.07.2015 08:02
Zitat
Spacelab
Ich finde es erschreckend wie lange es dauert bis eine fehlerkorrigierte Version eines DAB+ Moduls im Umlauf ist. Die "Revision B", und damit die Version ohne Störgeräusche, des Gyrosignal DAB+ Moduls findet man jetzt erst in den ersten Radios. Laut Platinenaufdruck ist das Modul von 01/15. Das Radio, ein Albrecht DR850, wurde 12/15 gefertigt. :rolleyes:


Na ja - wenn man mind. 1000 Chipsets kaufen muss um einen einigermassen vernünftigen Preis zu bekommen, kann das schon eine Zeit dauern, bis eine neue Chipset-Bestellung gemacht werden kann. DAB-Radios selbst gehen ja nicht in gleicher Menge über den Ladentisch weg wie Handy's.

Auch den Verona 2 Chipsatz habe ich noch in keinem Empfänger entdeckt, zumindest nicht in einem mit Slideshow-Anzeige, obwohl er dies könnte. Da sehe ich immer noch die alten Frontier Silicon Chipsätze. Ich hoffe da schon lange auf eine verbesserte Empfindlichkeit gegenüber den alten FS-Chipsets.

von drahtlos - am 19.01.2016 13:16
z.B. Verona Module haben grundsätzlich keine Abschirmung, sind aber dafür vorbereitet.
Mein Sangean DPR 39 hat ein Verona Modul mit Abschirmung, die vermutlich vom Sangean nachträglich angebracht wurde. D.h. eine Abschirmung bedeutet nicht unbedingt, dass es ein Venice Modul ist. Entscheidend ist die aufgedruckte Bezeichnung auf dem Modul.

Verona Modul (FS0129-5) mit und ohne Abschirmung:





Ist die Abschirmung eigentlich der einzige Unterschied zwischen Verona und Venice 7? Ist sonst exakt die gleiche Hardware auf den Modulen?

Kann man bei einem Radio Verona einfach durch Venice 7 ersetzen? D.h. sind die Module kompatibel bezüglich ihrer Anschlüsse?

von Unbekannter_DAB_Fan - am 20.01.2016 08:18
Die Anschlüsse sind höchstwahrscheinlich kompatibel. Aber die Firmware auf den beiden Modulen muss auch absolut identisch sein. Denn das Modul muss wissen welches Display es ansteuern soll, welche Knöpfe vorhanden sind und so weiter... Du kannst also noch nicht mal Verona gegen Verona, oder Venice 7 gegen Venice 7 tauschen wenn diese nicht aus exakt dem gleichen Radio sind.

Zitat
DAB_Fan
Ist die Abschirmung eigentlich der einzige Unterschied zwischen Verona und Venice 7? Ist sonst exakt die gleiche Hardware auf den Modulen?

Nein. Das Verona ist das modernere Modul. Es verbraucht merklich weniger Strom bei nur minimalst schlechterem Empfang. Das anders legen des Antennenkabels im Radio bringt zig mal mehr unterschied. Und dabei hat es auch noch den schnelleren Prozessor was man an geringerer Verzögerung beim Scrollen in der Senderliste und beim Umschalten von einem zum anderen Ensemble merkt. Von der DAB+ Hardware her sind lediglich das Verona und das Tuscany Modul baugleich. Das Tuscany hat aber noch einen Bluetoothempfänger direkt auf dem Modul verbaut.

von Spacelab - am 20.01.2016 09:41
Zitat
Spacelab
Rauch die Datenblätter von FS in der Pfeife. Wir hatten hier mal irgendwo in den Untiefen des Forums PDFs wo das Venice 7 und das Verona richtig vermessen wurden ohne Werbemanager von FS im Hintergrund. Ein Gyrosignal hat ja angeblich laut (Werbe-)Datenblatt auch die gleiche Empfindlichkeit wie ein Verona. :joke: Kurz gesagt: trau keinem öffentlichen Datenblatt irgendeines Herstellers.


Stimmt, es sind eher weniger als 2dB Unterschied zwischen Venice7 und Verona. Und zum Gyros sind es deutlich mehr als 2 dB, wenn man ohne Antennenverstaerker vergleicht. Das Venice zeigt gerne mal einen Balken mehr an als das Verona, Audio kommt aber trotzdem fast genau gleich. Einzig auf UKW ist mein Venice etwas empfindlicher aber das scheint mir eher Serienstreuung zu sein, denn ein anderes geborgtes Venice war da schlechter als meines. Die HF Beschaltung muss unterschiedlich sein, denn UKW Leertraeger gibt es beim Verona weniger haeufig als beim Venice. Die Abschirmung kann folglich nur gegen Stoerungen von aussen helfen, aber nicht gegen interne Stoerungen der Modulplatine. Deshalb vielleicht hat Sangean dem Pocketradio ein Schirmblech spendiert. Das koennte man ja durchaus mal in die selbe Tasche wie das Smartphone stecken.

von Nordlicht2 - am 06.02.2016 10:54
Ich habe seit zwei Wochen ein "Technisat Digitradio 300 C" in welchem solch ein Verona 2 (FS2445) verbaut ist. Das Gerät kostet genauso viel wie das alte "Digitradio 300" mit normalem Display - offensichtlich werden die neuen Verona-Module mitsamt Farb-TFT wirklich sehr günstig angeboten.
Die Rechenleistung des Moduls scheint gegenüber den Vorgängermodulen deutlich gesteigert worden zu sein, denn die Bedienung (scrollen durch die Programmliste, Reaktion auf Tastendrücke, etc...) läuft nämlich absolut flüssig.

Im neuen Unterbauradio "Digitradio 20" mit einem weißen OLED-Punktmatrixdisplay ist das gleiche Modul eingebaut. Bei diesem Gerät ist mir aufgefallen daß die neue Software sehr auskunftsfreudig ist: In den Informationen wird nicht nur die Bitrate angezeigt sondern auch ob SBR verwendet wird und die Samplefrequenz, also z.B. "+SBR 48KHz".

von Loger - am 03.09.2016 08:05
Zitat
PowerAM
Wie bist du sonst mit dem Ding zufrieden?


Sehr. Vorher hatte ich in meiner Küche als Unterbauradio ein "Grundig Sonoclock 691 DAB+", was ansich ein sehr gutes Radio ist. Guter Empfang, guter Klang, sehr gute Verarbeitung - aber die Bedienung... Außerdem störte mich das Display welches im ausgeschalteten Zustand fast garnicht ablesbar ist und im eingeschalteten Zustand keine Uhrzeit mehr anzeigt. Außerdem finde ich daß so eine simple 8-stellige 14-Segment-Anzeige wirklich nicht mehr zeitgemäß ist. Das Ding kann ja nicht mal Satzzeichen oder Sonderzeichen wie die deutschen Umlaute anzeigen.

Alternativen gab es lange Zeit keine - meine Küche ist ganz in weiß und hat außerdem unter den Hängeschränken auch noch eine weiße Blende. Da wird es dann schon schwierig irgend etwas zu finden was wenigstens halbwegs optisch passt. Außerdem haben die meisten Unterbauradios welche es z.B. von Soundmaster, AEG, oder Blaupunkt noch gibt, entweder abgerundete oder trapezförmige Gehäuse, was dann aufgrund der Blende an den Schränken überhaupt nicht geht. Tja, einfach nur rechteckig ist heutzutage wohl out.

Das neue Technisat passt aber optisch sehr gut.

Die Bedienbarkeit ist durch die beiden großen Drehregler für Lautstärke und Senderliste bedeutend besser als beim Grundig, vor allem wenn man in einer Region wohnt wo sich schon mehr als 50 Einträge in der Programmliste befinden. Nur eins hätte ich als Entwickler anders gemacht: Durch drücken des großen Lautstärkereglers kann umgeschaltet werden was das Gerät in der unteren Zeile des Displays anzeigt (Lauftext, Empfangspegel, Bitrate, Samplefrequenz, etc...), ein/ausgeschaltet wird das Radio dagegen mit einer der winzigen Tasten neben dem Display... Da wurde wohl nicht ganz zu Ende gedacht. Aber gut, das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau, ansonsten gibt es nichts auszusetzen.
Das große hellgrau selbstleuchtende Punktmatrix-OLED-Display ist ausreichend hell um es auch am anderen Ende der Küche abzulesen, die Helligkeit lässt sich getrennt für Ein und Standby im Menü einstellen. Wie hoch die Lebensdauer eines solchen OLED-Displays im 24-Stunden-Dauerbetrieb (Uhrzeitanzeige!) ist wird sich zeigen, da bin ich gespannt.
Nettes Detail: Durch drücken der Taste "Timer" kann ein Kurzzeittimer (Eieruhr) gestartet werden. Die Zeit läßt sich einfach mit dem Drehregler in Minutenschritten einstellen und auch während des laufenden Countdowns noch ändern.

Das Gerät hat nur einen Lautsprecher, kann also im Lautsprecherbetrieb den Ton nur in Mono wiedergeben. Alles andere hätte bei solch einem kleinen Gehäuse wohl auch keinen Sinn. Über den Kopfhörerausgang kann das Gerät aber auch in Stereo. Über eine 3,5mm Klinkenbuchse kann ein externes Signal wiedergegeben werden, z.B. vom MP3-Player.

Die Tonqualität ist in der Grundeinstellung sehr höhenbetont, ja fast schon kreischend hell, was bei der Montage unter dem Schrank aber durchaus Sinn macht, denn dabei strahlt der Lautsprecher nämlich nach Unten wodurch einiges am Hochtonanteil verloren geht. Über die getrennte Höhen- und Basseinstellung im Menü lässt sich das aber ändern. Ich finde in der Einstellung "Höhen -1" und "Bass +1" klingt das Radio ganz ordentlich.

Empfangsmässig gibt es auch nichts zu bemängeln, weder auf DAB+ noch auf UKW, und durch den Antennenanschluß hat man die Möglichkeit das auch noch zu optimieren.

Also ich würde das Teil wieder kaufen.

von Loger - am 04.09.2016 16:17
An meinem Technisat Digitradio mit Verona 2-Modul (dab-mmi-FS-2445-...) sind keinerlei Klicks bei AAC-v1 und AAC-v2 (rbb-Inforadio) wahrnembar. AAC-LC (hier in Potsdam bei Bayern plus) ist auch sauber. Die Empfindlichkeit ist leider nur mit der externen Antenne Axing TZA 6-00 gut - sehr gut (nur Indoor).

Eine Yagi kann ich nicht verwenden. Die Lage des Balkons ist top, aber das Mietrecht...

Zum Vergleich der Empfindlichkeiten:
Digitradio 80 mit originaler Teleskopantenne und externem Netzteil ist eher unempfindlicher als mein Technisat Digitradio 300 mit Verona-Modul (dab-mmi-FS2052-...), internem 230V-Netzteil und Teleskopantenne.
Diese hier nur auf knapp 40cm ausgezogen und Indoor geht der 6B aus Wittenberg sehr stabil, neben den Berlinern 5C, 7B & 7D.
Schon bei kleinen Überreichweiten indoor auch der 9A aus Oschatz oder Leipzig sowie 11C vom Kapaunberg.
Ich schätze daher das Verona-Modul als empfindlicher ein. Jedenfalls mit gutem internen Netzteil, wie beim Digitradio 300.

von sonido digital - am 22.09.2016 11:12
Zitat

Eine Yagi kann ich nicht verwenden. Die Lage des Balkons ist top, aber das Mietrecht...


Man nehme einen Sonnenschirmstaender, ein passendes Rohr aus Metall oder Kunststoff und befestige die Antenne so, dass sie gerade ueber die Balkonbruestung schauen kann. Mit einem gerade so empfangbaren Fernsender wirst du bemerken, dass oftmals schon wenige Zentimeter oberhalb der Balkonbruestung Empfang moeglich ist. Sollte das Balkongelaender nicht aus metallischen Werkstoffen bestehen, so koennte die Antenne sogar noch tiefer angebracht werden. Einfach ausprobieren! Etwas edler waere die Verwendung eines Stativs aus dem Foto- oder Videobereich oder ein Boxentraeger fuer Beschallungslautsprecher. Kostet zwar mehr oder weniger viel Geld, man hat sowas aber i. d. R. ein Leben lang.

Eine Yagi fuer DAB+ im Band III ist eigentlich recht kompakt und bereits mit einer 5- oder 7-Elemente umfassenden Yagi sind deutlich weitere Empfaenge moeglich als mit einer Teleskopantenne. Eine Yagi fuer unser UKW-Band ist da doch deutlich sperriger, wobei man eine mit 3-Elementen u. U. noch auf dem Balkon unterbringen kann.

Wenn die Sachen nicht zu schwer sind, dann taugt sowas sogar als Waeschetrockner! :bruell: Ansonsten mit einem einfachen Tuch abhaengen - schon ist die Antenne nicht mehr als solche erkennbar. Das Aufstellen eines Waeschetrockners oder von Balkonmoebeln gehoert zur bestimmungsgemaessen Nutzung eines Balkons, auch wenn diese von der Strasse aus sichtbar sind.

Fuer die Kabeldurchfuehrung wuerde ich auf die zumeist fuer SAT-Anlagen verwendeten Flachkabel verzichten, da sie eine recht hohe Daempfung verursachen. Angesichts der gewoehnlich eher kurzen Kabellaengen wuerde ich lieber das duennste verfuegbare Koaxkabel nehmen und es in grosszuegigen Boegen von oben nach unten (von innen gesehen) durch ein nicht taeglich zu oeffnendes Fenster ins Freie fuehren. Vermeide dabei 90 Grad-Knicke.

von PowerAM - am 22.09.2016 12:36
Mir ist gerade etwas ganz komisches aufgefallen.
Ich spiele gerade ein bißchen mit meinem neuen Sony XDR-V20D herum und habe dabei festgestellt daß die beiden Programme "Megaradio Bayern" und "Mega 80's" in der Programmliste fehlen. Selbst ein manueller Suchlauf ändert das nicht, die beiden Programme sind nicht vorhanden. An der Empfangsqualität kann es nicht liegen da der 9C Augsburg hier selbst mit komplett eingezogener Antenne 100% Empfangsqualität bringt. Die anderen Programme in diesem Multiplex (Radio Augsburg, Hitradio RT1, Fantasy...) gehen alle einwandfrei.

Es wird sogar noch besser: Seitdem ich bei meinem etwas älteren Sony XDR-V1BTD einen Suchlauf gemacht habe sind die beiden Programme auch bei diesem Gerät verschwunden. Ein noch älterer Sony XDR-S60DBP zeigt das Problem nicht, hier gehen alle Programme wie gewohnt. Ebenso bei diversen Geräten anderer Hersteller mit anderen Chipsätzen.

Hat sich an der Konfiguration des 9C irgendetwas geändert mit welchem neuere Quantek-Chipsätze nicht klar kommen?

von Loger - am 04.06.2017 07:26
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