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vor 3 Jahren, 7 Monaten
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vor 3 Jahren, 7 Monaten
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microcar, Peter Dambier, buzzi, BdasB, inoculator, i-MiEV-Fan

PwC Studie: 99 Prozent der Autokäufer wollen kein Elektroauto

Startbeitrag von BdasB am 15.10.2014 10:30

PwC Studie: 99 Prozent der Autokäufer wollen kein Elektroauto

[www.deraktionaer.de]
[www.wiwo.de]

"80 Prozent der Neuwagenkäufer sehen es als vorrangige Aufgabe für die Hersteller, umweltfreundliche Motoren zu entwickeln. 99 Prozent würden aber keines der aktuell erhältlichen Elektroautos kaufen. "

Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung PwC unter 1.500 Autofahrern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in den kommenden zwölf Monaten privat einen Neuwagen anschaffen wollen.

Antworten:

Wenn man genau ließt, wird dem Endkunden hier ein katastrophales Zeugnis ausgestellt, was seine Wahrnehmung von Verantwortung angeht.

Kann ich so bestätigen!

von inoculator - am 15.10.2014 10:38

Re: Kommentar

[www.pwc.de]

Ein Kommentar von eAuto.TV: [plus.google.com]

"99% der Autokäufer wollen kein Elektroauto", [1] so titelt es heute überall und immer wieder. Grundlage ist eine aktuelle PwC-Studie [2], dessen Zahlen aber anscheinend selbst der Autor nicht so ganz genau interpretiert hat. Die Fotos sind dem PDF-Download [3] entnommen.

Auf der ersten Folie zur Frage "Mein neues Auto soll angetrieben werden per..." antwortet zwar tatsächlich 1% rein elektrisch, weiteren 16% ist es aber erst einmal egal (wenn andere Faktoren passen) und 21% möchten teilelektrisch mit einem Hybrid fahren. Andersherum wird eigentlich ein Schuh daraus: Nur noch 62% möchten weiter wie bisher mit einem konventionellen Verbrenner fahren.

Die andere Grafik zum "Klimaschutz" ist ebenso unspezifisch. Zur Frage "Wie viel Geld würden Sie höchstens mehr für ein Elektroauto ausgeben?" unterschlägt völlig die deutlichen wirtschaftlichen Vorteile im Betrieb des E-Autos. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass 76% der Befragten maximal 1.000 EUR mehr bezahlen würden, wenn alleine die Ersparnis bei den Verbrauchskosten diesen Betrag schon nach gut einem Jahr Fahrzeit wieder herausgeholt hat (von niedrigeren Wartungskosten und Steuerbefreiung mal abgesehen).

Wieder einmal: traue keiner Umfrage, die Du nicht selbst interpretiert hast. :-(

von BdasB - am 15.10.2014 20:42

Re: Kommentar

Ich rechne schon seit Jahren, aber 1000,- Euro Differenz konnte ich bis jetzt nicht ausmachen:

4,5l Verbrauch bei 1,60/l macht 1080,- Euro auf 15000Km + 20 Euro Steuer = 1100,- Euro /Jahr und 30,- Euro für Öl und Filter bei Selbstwartung, da wird es verdammt eng für ein E-Fahrzeug. Erst recht, wenn man den Kaufpreis von 6500,- Euro für einen Jahreswagen dazunimmt, den ich nun seit 4 Jahren fahre.
Man kann es drehen wie man will: wirtschaftlich reicht da kein Stromer ran, vor allem bei den Einstiegspreisen.
Ich würde liebend gern einen Stromer fahren, brauche aber mindestens 3 Sitze. Falls jemand ein Modell kennt, das mit obigen Daten halbwegs mithalten kann - bitte melden...

von buzzi - am 16.10.2014 05:27
Komisch, neulich habe ich irgendwo gelesen, dass 40% oder so sich gerne ein E-Auto kaufen würden, wenn ich's doch nur noch finden würde ...

Fazit: was sollen solche Umfragen?

von i-MiEV-Fan - am 16.10.2014 06:54
Auto? Ich kenne viel Städter, die brauchen keins - und wenn doch, dann leihen sie sich eins, das kommt billiger.

Auf dem Dorf geht es nicht ohne. Selbst mit Taxi kämen wir nicht aus, es wäre zu teuer. Mit unserem elektrischen Stadtauto kommen wir auf dem Land überall hin und finden auch überall Steckdosen. Nur in die Stadt getraue ich mich mit unserem Stadtauto nicht hin. Dort ist der Weg zur Steckdose weiter, als bei uns auf dem Dorf und dann noch Parkplatz ... nein Danke.

Wenn ich auf Weltreise gehe, dann langt mir die Reichweite nicht. So eine DC3 hat 2500 Kilometer Reichweite, da kommt Diesel und Benzin nicht mit - und die unberechenbare Maut kann ich nur mit einem Flugzeug vermeiden. Ich muss mir ja keins kaufen, auch die kann man mieten, samt Pilot und notfalls nehmen die auch Anhalter mit oder verkaufen Tickets, billiger als die Bahn.

Aber soviel Denken, wo es doch für alles eine Vorschrift gibt, das ist schon hart an der Grenze zum Terroristmus.

Volkswirtschaft haben wir abgeschafft. Heute wird Betriebswirt gedacht und weil dem die Sache über den Kopf gewachsen ist haben wir ISO 9000 eingeführt.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 16.10.2014 12:40

Re: Kommentar

Zitat
buzzi
Ich rechne schon seit Jahren, aber 1000,- Euro Differenz konnte ich bis jetzt nicht ausmachen:

4,5l Verbrauch bei 1,60/l macht 1080,- Euro auf 15000Km + 20 Euro Steuer = 1100,- Euro /Jahr und 30,- Euro für Öl und Filter bei Selbstwartung, da wird es verdammt eng für ein E-Fahrzeug. Erst recht, wenn man den Kaufpreis von 6500,- Euro für einen Jahreswagen dazunimmt, den ich nun seit 4 Jahren fahre.
Man kann es drehen wie man will: wirtschaftlich reicht da kein Stromer ran, vor allem bei den Einstiegspreisen.
Ich würde liebend gern einen Stromer fahren, brauche aber mindestens 3 Sitze. Falls jemand ein Modell kennt, das mit obigen Daten halbwegs mithalten kann - bitte melden...

Ich rechne auch schon seit Jahren aber 1000.-€ Differenz lässt sich unter gewissen Umständen mindestens ausmachen:
Bisher tägl.40km mit Vw-Transporter als Alltagsfahrzeug da immer mal wieder geschäftlich wegen viel Platzbedarf benötigt!
8l Verbrauch bei 1,40/L macht bei 15000km=1680.-allein für Sprit!
Gut gebrauchtes Elektroauto für 3000.-zusätzlich gekauft um damit 10000km dem Transporter abzunehmen, weil meistens der üppige Platzbedarf nicht benötigt wird.......
10000km x 15Kw/100km=1500kw x 0,20€/Kw(da meistens PV-Strom zum Laden der ohnehin nur mit 0,15 vergütet wird wenn überschüssig ins Netz gespeist)
=300€ /Jahr direkt zurechenbare Kosten.
Akkukosten wären mit max.50/Jahr zu veranschlagen,da veraltete Technik u.gut gebraucht sehr günstig zu bekommen.
Transporter fährt nur noch 5tkm/Jahr u.hat somit nur noch 560.-€ Spritkosten im Jahr.
Da das E-FZG bekannterweise weniger anfällige Bauteile hat als der
"Stinker" komme ich dadurch auf über 1000.-€ Einsparung jährlich!

Wäre der Spritpreis so gestiegen wie er in der letzten Monaten gefallen ist,
wäre das Umfrageergebnis bestimmt ein anderes...........

von microcar - am 16.10.2014 20:08

Re: Kommentar

Zitat
microcar

Transporter fährt nur noch 5tkm/Jahr u.hat somit nur noch 560.-€ Spritkosten im Jahr.


Klar kann man sich alles schön rechnen, und auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Man kann auch mit dem Fahrrad fahren, kostet noch weniger...
Fakt ist: im direkten Vergleich ist es momentan, leider, wirtschaftlich nicht tragbar. Von Einzelschicksalen mal abgesehen.

Gruß
buzzi

von buzzi - am 17.10.2014 05:00

Re: Kommentar

Zitat
buzzi
Zitat
microcar

Transporter fährt nur noch 5tkm/Jahr u.hat somit nur noch 560.-€ Spritkosten im Jahr.


Klar kann man sich alles schön rechnen, und auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Man kann auch mit dem Fahrrad fahren, kostet noch weniger...
Fakt ist: im direkten Vergleich ist es momentan, leider, wirtschaftlich nicht tragbar. Von Einzelschicksalen mal abgesehen.

Gruß
buzzi


Das ist kein Vergleich von Äpfel mit Birnen sondern meine "war" u."ist"- Situation u.da ist nix schöngerechnet....da schon über Jahre erfahren...;-)

Klar ist Radfahren billiger aber langsamer u. dem Wetter ausgesetzt....nein Danke!!......-zum Sporttreiben bei gutem Wetter aber ja gerne!!!!

von microcar - am 17.10.2014 05:49
Schon gerechnet - nicht schöngerechnet?

Schland ist Radfahrerland. Man merkt es am Arbeitsplatz, auf Behörden, einfach überall. Nur logisch, das die Ellenbogenschwinger nicht nur am Arbeitsplatz Radfahren, sondern auch in ihrer Freizeit.

Wir waren Samstag mal wieder auf Weltreise, über die Kreidacher Höhe, runter nach Hirschhorn und weiter nach Eberbach. Dort auf dem Caravanstellplatz nachgeladen und zwischendurch die Stadt unsicher gemacht. Vor dem Kaffee mit Neckarblick Fahräder gezählt, deren Fahrer auch im Kaffee pausierten. Da standen an der Mauer zwei echte Fahrräder und fünf elektrische. Die Fahrerinnen sind früher mal Motorrad gefahren, aber eigentlich nie besonders weit und im Winter macht es eh keinen Spass und der Zirkus immer mit TÜV und Saisonkennzeichen und ausserdem ist garantiert das Wetter genau dann schön, wenn gerade das Kennzeichen abgelaufen ist oder noch nicht gilt.

Anschliessend ging es rauf auf den Katzenbuckel, den wirklich höchsten Berg im Odenwald (der Melibokus ist der vermeintlich höchste Berg im Odenwald, aber das ist eine andere Geschichte). Auf dem Katzenbuckel haben wir nur noch Elektrische Fahrräder gesehen. Den anderen ging unterwegs die Puste aus.

Den dicksten Gestank im Neckartal machen die Frachtschiffe, mit Abstand gefolgt von den Omnibussen. Danach kommen die Wohnmobile. Anders als die Wohnmobile wurden uns keine bösen Blicke nachgeworfen, als wir etwas rangieren mussten, weil unsere Kordel etwas kurz war. Da wo wir standen hätte eh kein Wohnmobil mehr hin gepasst.

"Du Ellies, der Kleine da, der passt doch glatt in unseren Kofferraum. Das wäre doch was anderes, im Winter, als die Pedelecs."

"Ach, Otto, isch hab auch schon gedacht, zum Einkaufen ist der ideal. Da muss ich mich beim Einladen nicht so bücken und brauche nicht mehr zu betteln, dass jemand zur Tankstelle fährt."

Rechnet sich ein Wohnmobil? Ich habe nicht nachgefragt, aber die beiden sahen nicht aus, als ob sie rechnen täten. Das Schlachtschiff hatte genug Solarzellen auf dem Dach, um unseren i-MiEV zu laden und er hätte tatsächlich quer in den Kofferraum gepasst.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 19.10.2014 16:53
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