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vor 3 Jahren, 7 Monaten
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Beteiligte Autoren:
BdasB, p.hase, J. Affeldt, Manfred aus ObB

UPDATE: 4. Fortschrittsbericht 2014 NPE

Startbeitrag von BdasB am 01.12.2014 22:12

[www.verbaende.com]

Pressemitteilung 01.12.2014
[www.bundesregierung.de]

Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)
VDIK: Vorschlag der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) diskriminiert Elektrofahrzeuge der Internationalen Hersteller auf Dauer



(Bad Homburg) - Der Fortschrittsbericht 2014 der Nationalen Plattform Elektromobilität soll am 02.12.2014 an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben werden. Neben wichtigen Hinweisen und Vorschlägen zur Förderung der Elektromobilität weist er aus Sicht des VDIK eine große Schwäche auf.

Er negiert völlig die Realitäten des deutschen Pkw-Marktes, auf dem bereits seit 2010 marktreife Elektrofahrzeuge der internationalen Hersteller bundesweit zugelassen wurden. Neben den inzwischen ab 2013 angebotenen 17 Modellen der deutschen Hersteller werden (dieses verschweigt der Bericht!) 17 weitere Elektrofahrzeuge der VDIK-Mitgliedsfirmen angeboten und vermarktet. Der Fortschrittsbericht lässt völlig außer Acht, dass die internationalen Fahrzeughersteller seit über 60 Jahren fester Bestandteil des deutschen Automobilmarktes sind und bei konventionellen Fahrzeugen einen Marktanteil von aktuell rund 36 Prozent und bei den alternativen Antrieben einen Anteil von über 62 Prozent haben.

VDIK-Präsident Volker Lange: "Der Fortschrittsbericht 2014 der Nationalen Plattform Elektromobilität geht an der Realität des deutschen Kraftfahrzeugmarktes vorbei.

Ein Leitmarkt für die Elektromobilität wird in Deutschland ohne internationale Marken nicht zu etablieren, eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 nicht zu erreichen sein. Auch der von der Elektromobilität erwartete Beitrag zum Klimaschutz ist nur unter Einschluss der Elektrofahrzeuge der VDIK-Mitglieder zu realisieren. Daher verwundert es, dass der Fortschrittsbericht in seiner Bestandsaufnahme bewusst das seit 2010 bestehende Angebot an Elektrofahrzeugen der internationalen Marken verschweigt.

Dies kann nicht zu sachgerechten Vorschlägen führen, denn die Nationale Plattform Elektromobilität rät davon ab, in andere Lösungen außerhalb der Combined Charging Roadmap zu investieren. Damit ruft sie zur Diskriminierung aller Autofahrer auf, die sich bereits frühzeitig für ein Elektrofahrzeug entschieden haben, das über den CHAdeMO-Standard schnell geladen wird. Diese Vorgehensweise ist aus Sicht des VDIK skandalös und schadet dem Thema Elektromobilität insgesamt erheblich."

In Europa gibt es für Fahrzeuge keine technische Vorschrift, die einen bestimmten Steckertyp vorschreibt. Es können also Elektrofahrzeuge sowohl mit Combined Charging System (CCS) als auch mit CHAdeMO-Stecker betrieben werden. Europaweit verfügen ca. 66 Prozent der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge über den CHAdeMO-Standard. Auch die im Fortschrittsbericht leider nicht korrekt zitierte europäische Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe trägt dieser Tatsache Rechnung, indem sie CCS für öffentlich zugängliche Ladepunkte lediglich als Mindeststandard vorgibt, eine bedarfsgerechte Erweiterung um andere Ladestecker jedoch ausdrücklich zulässt.

Die genannte Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität widerspricht auch den Positionen der in der Bundesregierung für Elektromobilität zuständigen Ressorts, die ihre Projekte (z. B. SLAM, BAB A9) unter bestimmten Bedingungen für Multicharger geöffnet haben.

VDIK-Präsident Volker Lange: "Ich fordere daher Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, diesem Ratschlag der Nationalen Plattform Elektromobilität, der letztendlich eine Behinderung des freien Warenverkehrs im europäischen Binnenmarkt darstellt, nicht zu folgen.
Sie sollte im Gegenteil gemeinsam mit den zuständigen Ministern dafür eintreten, dass schnellstmöglich viele Schnellladestationen als Multicharger, an denen alle im Markt befindlichen Elektrofahrzeuge schnell geladen werden können, ausgeführt werden. Deutschland ist keine Insel in Europa, sondern Transitland mit regem kleinen Grenzverkehr der angrenzenden Nachbarstaaten, von denen viele Multicharger sogar mit staatlichen Mitteln fördern. Diese dringende Bitte geht auch an alle potenziellen Investoren vor allem auch an private, die sich darüber im Klaren sein müssen, dass tragfähige Geschäftsmodelle im Bereich Schnellladen aufgrund des aktuellen Fahrzeugbestands an Elektromobilen nur mit Multichargern darstellbar sind. Ich biete der Bundesregierung hier die aktive Mitarbeit und Unterstützung des VDIK und seiner Mitglieder an."

Die VDIK-Mitglieder sowie viele Ladesäulenhersteller und Investoren gehen in der Praxis bereits mit gutem Beispiel voran und sorgen durch Aufbau von Multichargern für die Entstehung eines diskriminierungsfreien Schnellladenetzes.

Die VDIK-Übersicht mit 17 "marktreifen Elektrofahrzeugen" finden Sie im Internet mit dem Link marktreife Elektrofahrzeuge der internationalen Kraftfahrzeughersteller. :confused:

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)
Thomas Böhm, Leiter, Presse und Public Relations
Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg
Telefon: (06172) 98750, Fax: (06172) 987520
E-Mail: boehm@vdik.de
Internet: [www.vdik.de]
(dvf, sy)

Antworten:

3.Fortschrittsbericht 2014 (PDF)

[www.bmbf.de]

Nationale Plattform Elektromobilität übergibt der Bundesregierung Fortschrittsbericht 2014

PDF: [www.bmbf.de]


Der Vorsitzende des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), Prof. Henning Kagermann, hat heute der Bundeskanzlerin den Fortschrittsbericht 2014 der NPE übergeben. Mit diesem Bericht schließt die NPE die Marktvorbereitungsphase (2010-2014) ab und zeigt den aktuellen Stand auf. Zugleich unterbreitet sie für die kommende Phase des Markthochlaufs (2015-2017) Vorschläge, wie Deutschland die gesteckten Ziele bis 2020 erreichen kann, um internationaler Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu werden. Die Bundesregierung wird die Empfehlungen der NPE prüfen, die Marktentwicklung beobachten und mit weiteren politischen Rahmenbedingungen flankieren. Das Kabinett hat am 24. September 2014 bereits das Elektromobilitätsgesetz verabschiedet. Damit können Kommunen künftig entscheiden, wie sie Elektroautos vor Ort begünstigen wollen. Zum Beispiel durch kostenfreies Parken oder spezielle Zufahrtsrechte.
...

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka: „Deutschland soll Leitanbieter für Elektromobilität werden. Wollen wir nicht Wertschöpfung verlieren, muss dies die Produktion von Batteriezellen in Deutschland einschließen. In der Forschung haben wir bereits einen guten Stand erreicht und mit der Versuchsanlage in Ulm, unter breiter Unternehmensbeteiligung, eine gute Basis geschaffen. Jetzt geht es um die Produktion im industriellen Maßstab. Dafür setze ich mich ein.“

Die NPE wird ihre Arbeit fortsetzen. Im Sommer 2015 wird die Bundesregierung eine Nationale Konferenz zur Elektromobilität in Berlin veranstalten.

Der Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität finden Sie unter: www.bmwi.de; www.bmvi.de; www.bmub.de; www.bmbf.de

Informationen zu den Förderprogrammen zur Elektromobilität der Ministerien sind im Internet unter www.foerderinfo.bund.de/elektromobilitaet zu finden.

Weitere Informationen zur Nationalen Plattform Elektromobilität finden Sie unter www.nationale-plattform-elektromobilitaet.de


Herausgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin



[www.presseportal.de]

RWE begrüßt Fortschrittsbericht der NPE
Gemeinschaftliche Anstrengung zum Infrastrukturaufbau notwendig - Einfach laden durch IT-Vernetzung

Der Fortschrittsbericht des Expertengremiums "Nationale Plattform Elektromobilität" (NPE) wurde heute an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. "Wir begrüßen ausdrücklich die Empfehlungen des aktuellen NPE-Berichts", sagt Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH. "Das Tanken von Strom muss ganz einfach sein. Dafür müssen wir zusammen auf europaweite IT-Lösungen und nicht auf lokale Kartensysteme setzen. Unser Ziel ist, dass der Autofahrer nur den Stecker einsteckt und lädt. Den Rest erledigt die Software im Hintergrund." Dazu seien Smartphone-Apps zur Suche nach Ladepunkten oder zur Freischaltung und Bezahlung des Ladevogangs wichtige Erleichterungen.

Verweyen unterstreicht: "Damit Elektromobilität auf Erfolgskurs bleibt, brauchen wir neben der Ladeinfrastruktur im privaten und gewerblichen Bereich natürlich auch öffentliche Stromtankstellen. Beides gehört zusammen." Der Bericht mache transparent, dass für einen bedarfsgerechten Aufbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur ein partnerschaftliches Investitionsprogramm von Industrie und der öffentlichen Hand dringend benötigt werde. Wer heute investiere, müsse im Blick haben, dass nur Ladepunkte sinnvoll seien, die angesteuert, vernetzt und abgerechnet werden können.


+++

von BdasB - am 02.12.2014 21:18

Re: 3.Fortschrittsbericht 2014 (PDF)

Das ist mal wieder ein starkes Stück deutscher Interessenvertretung. Bei allem Respekt, aber so kann das nicht gehen.

Ich kann nur jeden einzelnen ePiloten in Deutschland auffordern, an das Bundeskanzleramt zu schreiben und gegen die Empfehlungen der NPE zu protesitieren. Letztlich kommt es auf uns an, hier der Link zum Kontaktformular:

[www.bundeskanzlerin.de]

von J. Affeldt - am 03.12.2014 05:59

Re: 3.Fortschrittsbericht 2014 (PDF)

Zitat
J. Affeldt

Letztlich kommt es auf uns an, hier der Link zum Kontaktformular:

[www.bundeskanzlerin.de]


Bevor Sie selbiges ließt

[www.welt.de]

von Manfred aus ObB - am 03.12.2014 06:25
jetzt wirds zünftig: Klick

von p.hase - am 04.12.2014 09:24
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