UPDATE: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Startbeitrag von BdasB am 24.01.2015 20:01

Das E-Auto wird zum Regulierungsfall


NUN AUCH EIN ARTIKEL BEI: [www.heise.de]
Um das Laden von E-Autos nicht zum Risiko für das Stromnetz werden zu lassen, sei es dringlich notwendig, steuernd einzugreifen. Nach diesem Ergebnis des Forschungsprojekts wurden die etwa vierzig beteiligten Testfahrzeuge im Raum Hannover, Nienburg und Salzgitter am häufigsten dann ans Stromnetz gekoppelt, wenn ohnehin die größten Energiemengen an den Steckdosen abgerufen wurden.
Vorgeschlagen wurden definierte Ladezeiten in den nachfragearmen Zeiten von 11 Uhr bis 15 Uhr und von 22 Uhr bis 6 Uhr. Zudem sollte versucht werden, mit einer speziell entwickelten Ladebox den gewünschten Ladezeitraum innerhalb der lastarmen Zeiten vorzuwählen und automatisch beginnen zu lassen. Außerdem könnten dann Phasen zum Laden genutzt werden, in denen große Mengen Strom aus Wind- oder Solareinspeisung zur Verfügung steht. Im Testbetrieb reagierten die Projekteilnehmer bereits positiv auf einen kleinen finanziellen Anreiz zur Nutzung bestimmter Ladezeiten.



Der komplette Text unter:
[auto-presse.de]

Auszugsweise ....

Elektroautos könnten durch frei gewählte Ladezeiten in Zukunft tatsächlich die Stabilität der Stromnetze gefährden. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass bei einer größeren Menge von E-Autos bestimmte Ladezeiten vorgegeben werden und einzuhalten sind. Bisher darf jeder mit seinem E-Auto ohne Beschränkung ans Netz.

Um das Laden von E-Autos nicht zum Risiko für das Stromnetz werden zu lassen, ist es dringlich notwendig, steuernd einzugreifen.
Nach diesem Ergebnis der zweiten Phase des enercity-Forschungsprojekts wurden die etwa vierzig beteiligten Testfahrzeuge im Raum Hannover, Nienburg und Salzgitter am häufigsten dann ans Stromnetz gekoppelt, wenn ohnehin die größten Energiemengen an den Steckdosen abgerufen wurden.

In der klassischen Primetime für die Stromnachfrage zwischen 18 und 20 Uhr wurde stark vermehrt geladen und die Strom-Lastkurve stieg an. Daraus schließt enercity-Projektleiter Matthias Röhrig: Das Laden von zukünftig massenhaft eingesetzten E-Fahrzeugen darf nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen werden.
... na das ist ja mal ein "Forschungsergebnis" ....


Nachtstromtarif (z.B. -50% ;-) ) und eine Zeitschaltuhr (respektive programmierbare Fahrzeuge) ... FERTIG IST DER KAESE ...

Antworten:

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Ist ja klasse,

dann wird uns demnächst auch vorgeschrieben, wann wir unseren Elektroherd und Backofen einschalten dürfen.
Weiß man doch, dass am Vormittag die Küchen auf Hochtouren laufen, nun weiß man dann eben, dass die Elektroautos am Abend laden.
Na und!

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 24.01.2015 21:52

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Zitat
BdasB

Nachtstromtarif (z.B. -50% ;-) ) und eine Zeitschaltuhr (respektive programmierbare Fahrzeuge) ... FERTIG IST DER KAESE ...


Nachtstrom ist aber dem Zustand geschuldet, daß alte Dampfkraftwerke nicht wirklich Regelbar,
nur die sollen ja Weg und wo kommt dann der Nachtstrom her :confused:

Oder sollen die etwa am Netz bleiben um doch billigen Eautostrom zu haben,
der Garantiert mehr CO2 verursacht als jedes 15 Liter SUV :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 24.01.2015 23:48

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Den billigen Strom kanns auch in der Mittagszeit geben oder in der Nacht wenn der Wind weht. Der Marktwirtschaft im Strommarkt seinen Lauf geben, mal sehen ob sich die Lasten bewegen wenn der Preishub stimmt.

Ralf

von Ralf Wagner - am 24.01.2015 23:54

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Das ist denke ich mal wieder ein Beispiel wo andere in anderen Ländern einerseits den Kopf schütteln und andererseits mit dem Finger zeigen "Typisch Deutsch".

20.000 zu 40 Millionen. (Da sind ja noch die Pegidianner in der Überzahl...:joke:)
Lassen wir mal die 20.000 mal 100KWh am Tag ziehen. (also ein sehr langer Tag)
Oder unrealistische 100.000 EV in Deutschland im Jahr 2020 - 20KWh

2.000.000.000Wh
Installierte Kraftwerksleistung: 180.000.000.000.000Wh

Demgegenüber:
Überschuß Energie Schnitt heruntergebrochen auf den Tag. 87.000.000.000Wh
p.a. 32.000.000.000.000Wh



Export von Strom im Jahr 2013 72.000.000.000.000Wh
Import 40.000.000.000.000Wh


Also der reinen und sehr stark vereinfachten Zahlenjonglierrei nach stehen im Schnitt pro Tag bei 20KW/h Verbrauch je Fahrzeug Energie für ~4.300.000 Fahrzeuge zu Verfügung da muß sich doch die Universalenergie irgend wie sinnvoll verteilen lassen bis das zu einem Problem wird. Natürlich machen Hochstromlader nur bedingt Sinn aber wieviele würden schon ihrer Akkus so malträtieren wollen....


Probleme Machen wo auf absehbare ZEIT keine sind und nach Lösungen suchen die sich von selbst regeln wenn wir mal in 20 Jahren mal an der 500.000 Fahrzeug Grenze kratzen......


Oder:
Mich hat Verbrenner die werden - Pardon sind viele so leise (selbst Diesel der Oberklasse), das man selbst zu Fuß bewegt im allgemeinen "Lärmteppich" von hinten kommende Fahrzeug nicht mehr hört.
SCHREIT da jemand nach einen LÄRM Modul für Verbrenner ? Mich hat zumindest in der Zeit in der ich EV besitze, zu Fuß gehend schon 2 mal ein PKW so überrascht, das es zweimal grade so noch mit einem "Hechtsprung" ausging. (der eine träumte und glaubte sich zudem im Recht, die andere Telefonierte )

von thegray - am 25.01.2015 09:07

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Zitat
thegray

Probleme Machen wo auf absehbare ZEIT keine sind und nach Lösungen suchen
die sich von selbst regeln wenn wir mal in 20 Jahren mal an der 500.000 Fahrzeug Grenze kratzen......



Und wieviele Grundlastkraftwerke gibt es in 20 Jahren :eek:

Dazu steht in den Thread bereits etwas

Zitat
Ralf Wagner
Der Marktwirtschaft im Strommarkt seinen Lauf geben, mal sehen ob sich die Lasten bewegen wenn der Preishub stimmt.


und so kann man dazu eine recht Klare aussage treffen Null

Hatt sich durch das vermaldpiiieep EEG die Destabilisierung der Versorgungssicherheit
in 15 Jahren noch relativ beschaulich Vollzogen ( es ist noch so lange her, da Rechtfertigten PVhardcorjünger die
hohe EEG Vergütung, da ja grad Mittags der Strom teuer, nur hör ich jetzt nigs von Mittagsverschenken.

Wie Ralf schreibt, ist für mache Vordenker ( im Grünbuch kann man bei Interesse gern selber nachlesen )
der absolute Turbokapitalismus angesagt, aussage in einer politischen Veranstaltung im Herbst 2014

* Wenn der Strom dann mal knapp wird kann halt die kWh schon mal 150 Euro kosten *

der Aussage bekamm dabei etwas leuchtende Augen, so daß man die € Zeichen sehen konnte.

Nur da geh ich mit Ralf nicht ganz konform, wenn ich das gehörte weiter denke, daß sich das jemals so
( die vermurkensen das genauso wie das Stromeinspeisungsgesetz zum EEG ) für den Verbraucher rechnet,
der wird wieder nur die Arschkarte ziehen.

Derzeit sieht es fast so aus ( der Kapazitätsmarkt ist derzeit nicht der Favorit sondern die Marktwirtschaft als Mogelpackung )
das solche hohen Vergütungen denkbar, auf Anforderung der Netzagentur, diese sammelt dann die Kosten (ähnlich dem EEG )
und legt es dann auf den Netzentgelt um, auf diese Weise steigt dann für den Kunden nicht das EEG
sondern das Netzentgelt, ich kann mich vor Begeisterung kaum halten :mad:

Ralf geht in Seinen Text davon aus, das der Strom z.B. Mittags ( wenn mal alle PVler die jetzt
im EEG ihren Strom verschenken ) der Strom nix kost und so für Lau in den Akku strömt :joke:

Nur die Umlagen ( wenn auch das EEG bis dahin weniger ausmacht ) und andere Abgaben
fallen trotzdem an und ich fürchte das wird der größere Teil sein.

Was mir stink und deshalb ist hier die Phrase Marktwirtschaft fast schon Betrug, das die Gewinne
aus der Bereitstellung Strom für die Netzsicherheit, sozialisiert werden ( da soll wieder Oma Käthe ran,
eventuell ihre Tochter, auch Oma Käthe lebt nicht ewig ) die möglichen Einsparungen aber
wieder nur für höhere Einkommen einsackbar :rolleyes:

Versorgt man sich selber, so hilft das wenig, denn dann gibt's halt eine Beteiligung für
selbstgenutzten Strom fürs Netzentgeld, also von wegen Marktwirtschaft, nur mit dem Wörtchen
das ist fürs Klima ist es vorbei mit Geldbeutel aufmachen, in Zukunft geschieht das über das Wort Versorgungssicherheit.

In diesen Sinne geniest die Gegewart die Zukunft ist ( vorauseilend Zensiert ) :-(

von Manfred aus ObB - am 25.01.2015 10:38

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Deswegen sind auch die Kochzeiten für das Mittagsmahl streng nach Bundesländern gestaffelt...

von eric1617 - am 25.01.2015 13:53

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Die Sach wird langsam sooo kompliziert, dass sich plötzlich Solardächer rentieren.

CHAdeMO hat, wie früher die Bundesbahn, ein eigenes Netz und eigene Kraftwerke. Tesla macht den Strom selber, per Solardach.

Die Technik bleibt nicht stehen, auch der Explosionsmotor hat den Weg aus der Apotheke zu einem eigenen Treibstoffnetz gefunden.

Nur BMW und VW humpeln gerade der abgefahrenen Strassenbahn nach. Weniger als halb soviele Ladestationen, bei weniger als halb so viel Reichweite macht so viel Sinn wie ein Regenschirm ohne Bezug. Oh nicht vergessen, Bezahlsystem. Bei Tesla reicht vorfahren im Tesla. Bei Mitsubishi in Rüsselsheim reicht Auto mit CHAdeMO Steckdose fahren.

Wirklich Gedanken müssen die Energieversorger sich machen. Wenn ich mit dem i-MiEV beim Stromoutlet vorbei fahre und den Strom für Kühlschrank und Elektroherd abhole, dann brauchen die sich keine Sorgen über den Stromnetzausbau machen. Utopie?

1984 haben schlaue Köpfe sich heiss geredet, ob Datenübertragung mit 1GBit theoretisch machbar wäre. Heute steckt das in jedem Heimrouter.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 25.01.2015 17:00

Re: Das E-Auto(AUFLADEN) wird zum Regulierungsfall ?!?!?!?!

Zitat
Peter Dambier

Tesla macht den Strom selber, per Solardach.




von Manfred aus ObB - am 25.01.2015 18:10
Ob die Regelung zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist sei mal dahin gestellt, aber wenn ich von 11 bis 15 Uhr laden soll muss erstmal jemand meinen Arbeitgeber davon überzeugen, eine Lademöglichkeit zu installieren.

Mein Herd zieht im Extremfall die vierfache Leistung vom Auto. Kochen und backen nur noch nachts um 2 Uhr? Rund-um-die-Uhr-Strom für Autos nur noch an Schnellladern, bei Verstoß gibt es Bußgeld?

Ich bin durchaus für die Stabilisierung der Netze und effiziente Nutzung erneuerbarer Energien durch Elektroautos (ob man den Bau neuer Stromtrassen in den Süden vermeiden kann, wenn im Norden 10 Millionen Stromer herum fahren?), aber doch bitte nicht mit "du musst" und "du darfst nicht", sondern höchstens als Empfehlung oder eben Anreize dafür schaffen mit Vergütung oder stündlich angepasstem Strompreis.

Gruß
Micha

von PowerTower - am 25.01.2015 21:49
Den alten Akku her und gut ist.

Keinen Strom zählen, kann kann auch nichts abgerechnet werden.

Und blos nicht vernetzen.

von Peter Dambier - am 27.01.2015 10:10
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