Shell Power-to-Gas und dann BZ ...

Startbeitrag von BdasB am 14.06.2015 16:23

[www.heise.de]

Power-to-Gas als klare Chance fürs Brennstoffzellenauto Speicherkapazität ?

Es kann doch nicht sein dass, genau wie beim Benzin, alle Augen nur auf die Vor-Ort verbrauchte Energie gerichtet werden und die Erzeugung komplett ausgeblendet wird.

Das Zeitfenster für die Weichenstellung der Zukunftsmobilität ist offen. Wie lange, ist unbekannt. Vielleicht sind es zehn Jahre, also bis 2025, in denen sich eine Antriebsart entweder etabliert oder als Fehlgriff erwiesen hat. Spätestens dann, so schätzen Wissenschaftler, wird sich zeigen, ob die übernächste Batteriegeneration den Sprung vom Labor in die Serienproduktion schafft.

Und auch für die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle kommt die Stunde der Wahrheit – versandet die Technik, kommt sie in Fahrt, oder wird sie der Elektromobilität gar zum ersehnten Durchbruch verhelfen? Klar ist, dass die Energiewirtschaft den Wasserstoff äußerst interessant findet. Er bietet nämlich anders als die Batterien heutiger Bauart die Möglichkeit, immense Energiemengen über lange Zeiträume zu speichern. Power-to-Gas ist das Stichwort, die Umwandlung von Strom über Elektrolyse zu Gas.

Attraktiv ist Wasserstoff zudem für die klassischen Mineralölkonzerne.
Hier ist man seit Jahrzehnten vertraut mit dem Industriegas. Und irgendwie ist es ja schöner als der unsichtbare Strom, wenn man etwas hat, das man abfüllen und in Tanklastzügen transportieren kann. Das Ideal der neuen Energiewelt streicht aber selbst diesen Weg und produziert vor Ort. Shell praktiziert das seit März in Hamburg an der Schnackenburgallee.

... und irgendwie ist es schoener "auch den Wasserstoff-Tanker zur Ferienzeit an der Tanke abzuzocken" ...


Billige Elektrolyse mit günstiger Regelenergie ...

An der Shell Station wird Wasserstoff per Elektrolyse direkt hergestellt. Der Strom dafür stammt zur einen Hälfte aus erneuerbaren Quellen, die andere Hälfte ist so genannte Regelenergie. Dahinter steckt die Idee, möglichst preisgünstig genau dann Strom zu kaufen, wenn besonders viel davon im Netz ist.
Bis zu 65 Kilogramm können mit dieser Anlage pro Tag hergestellt werden; das reicht ungefähr aus, um 13 Toyota Mirai komplett zu betanken, die damit insgesamt circa 6500 Kilometer weit fahren können. ... LACH ... direkt in den AKKU ... waere es viiiieeeellll mehr ....
Entscheidend für die perspektivische Konkurrenzfähigkeit ist der Einkaufs- oder Gestehungspreis des Stroms. Der liegt meistens im einstelligen Cent-Bereich pro Kilowattstunde. Im Extremfall kann er an der Börse sogar negativ gehandelt werden.
Shell verweist beim Elektrolyseur auf den Hersteller, der angibt, für ein Kilogramm (und ungefähr so viel braucht ein H-Auto für 100 Kilometer) Wasserstoff 64,5 Kilowattstunden zu benötigen. Ein Wert, der bald auf 50 kWh sinken soll.
DAZU KOMMT ABER NOCH WEITERE ENERGIE ... 750Bar-Komprimierung ... Verluste bei Lagerung ... Wirkungsgrad der BZ usw. ...

Das ist LAECHERLICHE ENERGIEVERSCHWENDUNG !!!
MEHR ALS 64,5 Kilowattstunden FUER 100 km !

. im AKKU-EV kommt man damit mehr als VIER-MAL-SOWEIT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


... und Wasserstoff als "Speicher" ... ?

Der in Relation zu Batterien scheinbar grenzenlosen Speicherkapazität steht nach unseren Recherchen aber noch kein wirklicher Bedarf gegenüber. Wir haben bei diversen Organisationen nachgefragt. Repräsentativ für die Antworten stehen die Auswertungen des Fraunhofer IWES in Kassel. Dort wird Wasser in den Wein der Speicherfreunde gegossen: Bevor mindestens 60 Prozent des Stroms, so heißt es da, aus fluktuierenden Quellen wie Photovoltaik oder Windkraft kommen, sei der Ausbau von Stromspeichern „keine Voraussetzung“.
Selbst bei einem Anteil der Renewables von über 90 Prozent wären neue Speicher nicht notwendig – allerdings nur dann, wenn „Erzeugung und Nachfrage“ flexibilisiert würden und man hinnimmt, das circa ein Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien weggeschmissen wird.

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