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vor 2 Jahren, 8 Monaten
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BdasB

DIFU-Staedteumfrage zur Elektromobilitaet

Startbeitrag von BdasB am 15.06.2015 06:59

[www.difu.de]

Difu-Berichte 2/2015 - Städteumfrage zur Elektromobilität
Difu-Umfrage zeigt, dass Elektromobilität in der kommunalen Realität angekommen ist


Auch wenn das Ziel der Bundesregierung, in fünf Jahren eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren zu sehen, noch lange nicht erreicht ist – 78 Prozent der deutschen Kommunen setzen sich mit dem Thema Elektromobilität auseinander. Dies ist ein Ergebnis der Difu-Städtebefragung "Elektromobilität in Kommunen". Dabei unterscheiden sich die Kommunen sowohl in Art und Umfang der Aktivitäten als auch hinsichtlich ihrer Motive, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Für manche Kommunen ist Elektromobilität Bestandteil einer umweltfreundlichen Mobilität, die für sie zu den Kernzielen einer strategischen Stadt und Verkehrsentwicklung gehört. Andere betrachten das Thema eher aus dem Blickwinkel der Wirtschaftsförderung oder versprechen sich dadurch einen Imagegewinn sowie positive Auswirkungen auf ihren städtischen Standort.
Abbau von Barrieren

Elektromobilität ist für Kommunen ein Innovationsthema. Wesentliches Kennzeichen von Innovationen ist, dass sie sich meist nicht von Beginn an ungeteilter Zustimmung erfreuen. Anfängliche Barrieren – bestehend aus Unsicherheit, fehlenden Informationen, mangelnden Erfahrungen etc. – bauen sich erst im zeitlichen Verlauf ab. Die Befragungsergebnisse bestätigen dies. Mit zunehmenden Erfahrungen und Aktivitäten in den Städten wird kritischen Aussagen der Elektromobilität gegenüber seltener zugestimmt.

Nicht verwunderlich ist der positive Zusammenhang zwischen dem politischen Stellenwert des Themas und den Aktivitäten vor Ort: Je größer der politische Wille, desto umfangreicher die Aktivitäten. Dies legt den Schluss nahe, dass die Politik entscheidender Treiber für die Einführung ist. So eindeutig bestätigt die Umfrage dies jedoch nicht.
Akteursübergreifende Allianzen erforderlich

Die Umfrage zeigt zwar, dass insbesondere Kommunalverwaltungen und kommunale Unternehmen treibende Kräfte sind. Kommunen, die besonders aktiv die Einführung der Elektromobilität in ihrer Gemeinde vorantreiben, haben dabei aber oft akteursübergreifende Allianzen gebildet und gehen das Thema gemeinsam an. Das legt den Schluss nahe, dass ein abgestimmtes gemeinsames Handeln engagierter Kommunalverwaltungen sowie der Politik im Schulterschluss mit kommunalen und privaten Unternehmen eine dynamische Entwicklung fördert. Die Kommune ist ein zentraler Akteur, aber auf die Zusammenarbeit mit anderen angewiesen. Es wird aber auch deutlich, dass ohne engagierte Kommunalverwaltungen wenig passiert. Die wichtigsten Treiber innerhalb der Verwaltung sind die Stadtspitze, speziell eingerichtete Lenkungskreise oder entsprechende Stabsstellen sowie die Wirtschaftsförderung. In besonders "aktiven Städten" kommt insbesondere dem Lenkungskreis oder der Stabsstelle eine herausragende Bedeutung zu. Derartige Organisationsformen deuten auf eine starke strategische Behandlung sowie Bedeutung des Themas hin. Solche Strukturen entwickeln mitunter eine gewisse "Schubkraft", die hilfreich bei der Verankerung in Kommunalverwaltungen ist, da das Thema noch nicht in städtischen Routinen verankert ist.

Das Difu führte die Befragung im Rahmen der Begleitforschung "Modellregionen Elektromobilität" – gefördert durch das BMVI und koordiniert durch die NOW GmbH – des Themenfeldes Stadtentwicklung und Verkehr durch. Die ausführlichen Ergebnisse sind in der kostenfreien Broschüre "Difu-Städtebefragung – Elektromobilität in Kommunen" nachzulesen, die im Juni – auch online – erscheint.

Weitere Informationen:
Dipl.-Geogr. Anne Klein-Hitpaß
Telefon: 030/39001-204

E-Mail: klein-hitpass@difu.de

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