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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 7 Monaten
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BdasB

HEISE: Das Elend mit der Elektroförderung, Teil 2

Startbeitrag von BdasB am 15.07.2015 09:32

[www.heise.de]

Das Elend mit der Elektroförderung, Teil 2
Warten auf den Sinn ...


Aufgrund der Länge des Textes haben wir diesen Artikel in zwei Teile geteilt.

AUSZUGSWEISE:
Die andere Form der Elektroförderung besteht in der einfachsten aller Förderungen: Der Staat teilt schlicht Geld aus. Natürlich sitzt da jemand und bewertet die Projekte, die Geld wollen, aber wenn man sich die Projekte der Vergangenheit anschaut, fragt man sich schon: warum eigentlich? Es wurde doch sowieso alles bewilligt. Dieser in kurzer Zeit umgebaute BMW-Mini kriegte Kohle, dabei hatten BMWs Ingenieure dessen Antrieb nebst Batterie einfach statt eines Kofferraums ins Heck gespaxt.
Das hatte NICHTS mit einem Elektroauto in der Serie, in der Stadtpraxis zu tun. Und bis heute fährt in Stuttgart eine alte, elektrische A-Klasse mit Aufklebern herum, die Daimler damals mit wahrscheinlich vergleichbar kleinem Aufwand konstruierte und die seitdem in jedem dieser "Schaufenster" für Elektro stand, und von denen gab es in jedem Kaff eins.
Die EnBW verteilte hunderte Exemplare des elektrischen Kleinkraftrads Elmoto, um "Erfahrungen zu sammeln". Ich habe die EnBW einmal gefragt, welche Erfahrungen sie denn nun gesammelt hätten. Antwort: Dass die meisten Leute daheim laden. Welch Erkenntnis! Es gab damals fast keine Ladestationen und die Elmoto hat keinen Schnelllader. Die wenigen EnBW-Ladesäulen funktionierten schon damals nicht. Also luden die Leute daheim, damit sie das Kabel nicht zu Freunden mitschleppen mussten. Ist ja egal, Hauptsache, man kriegte Kohle. Die KTM Freeride E kriegte Kohle. VW kriegte Kohle. Opel kriegte Kohle. Ach, machen wir's doch kurz: Jeder kriegte Kohle.

Nächste Woche teste ich Renaults ZOE. Das wollte ich vor Jahren schon tun, aber es war einfach viel zu blöd mit dem Laden. Spoiler: Es ist nicht besser geworden, sondern schlimmer.
Ich verfolge heimlich die Weblogs von ZOE-Besitzern in der Umgebung, und wenn ich lese, dass laden an einer EnBW-Säule ein oder zwei Mal von vier klappt, rupfe ich mir die Haare aus. ... sagt der Benzin-im-Blut-CGL ... (nur weil EnBw nicht DER BURNER ist ... wird hier wieder VERALLGEMEINERT ...)

Letztendlich könnte man außer blind kopflos herumzuagieren auch einfach in Ruhe warten.
Die Gesellschaft hat sich in sehr kurzer Zeit sehr stark dahin entwickelt, dass wichtig wurde, woher Essen in welcher Güte stammt, und dass man Dinge vielleicht nicht nur zwei Generationen lang machen kann, sondern ein paar hundert. Das Elektroauto wird seinen Markt finden, schon allein, weil es besser fährt als jedes Verbrennerauto.
Herr Benz erfand den Verbrenner, um das Reichweitenproblem zu lösen. Andere Probleme gab es nicht beim Elektromotor.
Auch die Akkupreise sind in den letzten Jahren von rund 1000 Euro pro kWh auf gut 250 Euro pro kWh gefallen. (aha wo kauft man die?)
Das wird schon, und da kommt es nicht auf ein paar Jahre hin oder her an, auch wenn das jetzt die Fraktion, die seit den Siebzigern "Der Untergang ist nah!" singt, nicht gern hört.

Auch dieser Panamera rechtfertigt seine Funktion eigentlich selbst. Am Flughafen sieht man erstaunlich viele Panameras, die Leute an die Abflughalle bringen. Für diese Art Fahrten eignet sich gar nicht der Diesel am besten, sondern wirklich der E-Motor. (wie z.B. in der S-Bahn ;-)

Was ist denn mit rein elektrischen Porsches? "Wir fahren ja schon lange mit Prototypen wie dem elektrischen Boxster-Umbau", sagt Porsche. "Nur muss man mit einem Porsche eben eine richtige, zügige Landstraßenrunde fahren können, das war immer unsere Vorgabe. Es wird einen rein elektrischen Porsche geben, wenn die Technik für so ein Produkt stimmt." Der genaue Zeitpunkt ist bei der gegenwärtigen Entwicklung der Akkutechnik noch ungewiss. Aber so ein Porsche wird kommen. Und die, die ihn sich dann leisten können, haben ihr Geld vorher am sinnvollsten selbst in eine eigene Ladeinfrastruktur daheim gesteckt. Solarcarport. Starkstrom-Leistungselektronik. Puffer. Sowas. Auf Sinnvolles aus Richtung Regierung würde ich nämlich auch mittelfristig nicht warten.

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