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Emil, Ralf Wagner, Eba_M, Manfred aus ObB, eric1617, wchriss, Buggi

Bund baut die Tank- und Ra­st­an­la­ge der Zukunft in Für­hol­zen West

Startbeitrag von Ralf Wagner am 31.10.2015 00:44

Die Ladestationen auf den Autobahnen gehen in die Umsetzung. Der Bund baut die Tank- und Ra­st­an­la­ge der Zukunft in Für­hol­zen West und hat die Arbeiten dazu EU weit ausgeschrieben.

Auf der A9 Nürnberg - München in Fahrtrichtung München zwischen Str.-km 509,695 und Str.-km 510,978 - ist der Neubau einer Tank- und Rastanlage Fürholzen West vorgesehen. An diesem Standort soll eine„Tank- und Rastanlage der Zukunft“ auf der Basis einer Dienstleistungskonzession für 30 Jahre mit 2-maliger Verlängerungsoption (jeweils 5 Jahre) errichtet, betrieben und erhalten werden.

Vor diesem Hintergrund soll diese Tank- und Rastanlage neben herkömmlichen Otto -Treibstoffen auch innovative, zukunftsorientierte Betankungsarten Flüssiggas, Erdgas, Wasserstoff und AD-Blue sowie Elektroschnellladestationen vorsehen
.
Ferner soll das Gebäude der Tank- und Rastanlage im Energie-Plus-Standard ausgeführt werden, sodass die Vorgaben EnEV 2014 unterschritten werden und in Summe mehr Energie produziert wird als für den Betrieb der Tank- und Rastanlage benötigt wird (ohne vertankte Medien).

Ein übergeordnetes Ziel der Tank- und Rastanlage Fürholzen West liegt in der Erreichung des Energie-Plus-Standards durch ein innovatives Energiekonzept, das Synergieeffekte zwischen
innovativen Betankungsarten (Wasserstoffkreislauf) und dem Einsatz regenerativer Energien (Photovoltaik) nutzt. Die benötigte Energie soll vordringlich aus Photovoltaikanlagen gewonnen werden.

Die Wasserstofftechnologie ist ein Kernbestandteil der Tank-und Rastanlage Fürholzen West. Wasserstoff dient als innovatives Tankmedium, als Speichermedium für Photovoltaik-Strom (Stichwort „Power-to-Gas“) und als Brennstoff für ein Blockheizkraftwerk. Zum einen wird Wasserstoff flüssig (LH2) von extern (Off-Site-Erzeugung) angeliefert und in flüssiger Form gespeichert. Zum anderen soll Wasserstoff On-Site aus dem vor Ort erzeugten Photovoltaik-Strom gewonnen werden und gasförmig (CH2) in einem separaten Tank gelagert werden. Für die On-Site Wasserstoff-Erzeugung wird an der Tankanlage Fürholzen West das Verfahren der Elektrolyse gewählt.
....

Die Ladestation orientiert sich an allen aktuellen und zukünftigen AC und DC Standards. Es sind im Erstausbau 4 x je Typ 2 22kW, CCS 50kW, Chademo vorgesehen. Es wird eine Option auf leistungsstärkere Standards vorgesehen. Die Elektronik soll für alle Ladestationen gemeinsam in einem vorgefertigten Gebäude untergebracht werden, genauso wie die Trafostation für die Ladestation. An den Ladestationen gibt es Satelliten mit den jeweils drei Ladeanschlüssen, Authentifizierung ist über verschiedene Varianten auch Ad hoc möglich.

Teile der Parkplätze und der Freiflächen im Bereich der Ladestation werden mit Photovoltaik belegt. Ziel ist einen möglichst hohen Anteil der Energie auch für die Fahrzeuge lokal zu gewinnen.

...
Gruß Ralf

Antworten:

Wie jetzt erst die Ausschreibung, da wir doch schon seit Monaten gebaggert !
Gruß
Christian

von wchriss - am 31.10.2015 08:23
Ja, ich fahre jeden Tag daran vorbei.

Nur 4 Ladestationen?Tesla hat in Schweitenkirchen schon 8.

Da wird der Schwachpunkt der Elektroautos mit geringer Reichweite deutlich. Wer nimmt es wohl auf sich immer eine halbe Stunde zu Laden um dann knapp 100 km weit zu kommen. Solche Ladestationen werden wohl nur für den Notfall benutzt werden.

von Emil - am 01.11.2015 08:18
Ich plane meine Reisen jetzt schon mit 43kw Ladepunkten... Und in nächster Zukunft wird sogar das altbacken aussehen...

von eric1617 - am 01.11.2015 22:43
Das sieht im Vergleich zu Tesla schon heute altbacken aus. :rolleyes:

von Emil - am 02.11.2015 07:13
Oh Gott, und die setzen jetzt tatsächlich auf das tote Pferd Wasserstoff, was für ein Schwachsinn!

von Buggi - am 03.11.2015 06:54
Zitat
Buggi
Oh Gott, und die setzen jetzt tatsächlich auf das tote Pferd Wasserstoff, was für ein Schwachsinn!


Das ist Lobbyarbeit, Politiker die es nicht mehr ins Parlament schaffen können auch Kohle gebrauchen

Der Schröder hat den Putin
Der Fischer Joschka die alte Amitante Albright
und der H.J. Fell den Wasserstoff siehe [www.ludwig-boelkow-stiftung.org]
da steht unter laufenden Projekten Energy watch group und wer ist selbiges :D

genau der Fell H.J. wers nicht Glaubt ein kleiner Link und man sehe auf die Unterschrift :o

[energywatchgroup.org]

es ist aber schon rührend wie sich der Fell um die armen Ölfirmen sorgt ;-)

von Manfred aus ObB - am 03.11.2015 07:41
Hallo Emil, mehr als 43 kW ist Stand 2015/11 nicht normiert. Die Bieter in dieser Ausschreibung müssen was anbieten was heute verfügbar ist. Es gibt Herstellergespräche und die Vorzeichen neuerer Standards zeigen sich, aber die Eckdaten sind noch nicht fix. Das Konzeot der Raststätte ist so, dass genügend Leistung vorgehalten ist um sobald verfügbar auf höhere Standards gegangen werden kann.

@Manfred, H.J. Fell hat viel gutes für die Emobilität getan, also meinem Weg :-). Mit dem Wasserstoff wirds schwierig, das werden noch eingie merken.

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 03.11.2015 19:30
Dass es nicht normiert ist, ist letztlich verursacht durch die Widerstände in der Automobilindustrie. Wenn man Autos verkauft die im Schnitt nur 20kWh Batterie haben, macht ja auch eine höhere Ladeleistung praktisch keinen Sinn.

Eigentlich könnten Sie erst Mal ja auch den Tesla Anschluss als Standard übernehmen und CCS in den Müll schmeißen. Der würde mindestens 5 Jahre reichen, denn so lange wird man wohl von den anderen Herstellern keine großen Stückzahlen mit Fahrzeugen sehen, die mit der Tesla Ladeleistung unterfordert wären.

Wenn man dann noch sieht wie einige Autohersteller die Schnellladung als Option verkaufen anstatt dass die beste Ladeleistung bei DC und AC als Serienausstattung geliefert wird, bleiben Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Elektromobilitätsstrategie.

von Emil - am 04.11.2015 07:41
Wir werden auf jeden Fall einen neuen DC-Ladestandard brauchen. Es wird sicherlich weder der auf Typ2 basierende Tesla noch der auf CCS2 basierende Standard sein.
Die neuen Ladesysteme werden per Roboterarm automatisch gesteckt. Dann sind auch Dinge wie Anpressdruck etc. möglich, heute, bei Stecksystemen geht das nur per Federdruck, bzw. auch noch per Magnet.

Der größte Nachteil von CCS2 ist der große Bauraum und die verschleißanfälligen Kontakte.

Allerdings brauchts noch die Rückwärtskompatibilität zu Typ2 AC oder es wird nur 1-phasiges AC. Amerika läßt grüßen. Denkbar wäre aber auch ungeregeltes DC.

von Eba_M - am 10.11.2015 08:44
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