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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
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Manfred aus ObB, i-MiEV, Emil, E. Vornberger, bm3, Karlfred, Ralf Wagner, schelle63, thegray, BdasB

Gleichstromgespeistes Haus (in USA) spart Energie (?)

Startbeitrag von BdasB am 09.12.2015 14:47

Nun kommt die Gleichstrom-Idee aus den USA ... letztes Jahr noch Forschungsproj. bei den Fraunhofern ...

Gleichstromgespeistes Haus spart Energie ... (?!)

Ein paar Thesen unter: [www.energie-und-technik.de]

Beim NextHome spart das im Vergleich zur durchschnittlichen Energiebilanz eines Einfamilienhauses in Michigan bis zu 54 BTU (British Thermal Unit; 1000 BTU ≈ 293 Wh) an Energie ein, was im Jahr bis zu 700 Dollar ausmachen kann.
Bleibt die Frage: wie sieht ein "durchschnittliches Einfamilienhaus in Michigan" wohl aus ?
Gruebel gruebel ... angenommen ~7% Ersparniss = 700$ ... dann wuerde man in diesem Durchschnittshaus 10000$ im Jahr fuer Energie verballern ?! .... wo liege ich da falsch ?


Es wird angenommen, dass sich allein durch die Gleichstromverteilungsanlage 6,9 % bis 8,28 % Energie einsparen lassen ...
nur ob sich die Kosten fuer zusaetzliche Sicherheitsmassnahmen (gegenueber Wechselstrom) mit dieser (relativ geringen) "Ersparniss" jemals armortisieren ... wird wohl im kommenden "Forschungsprojekt" geklaert ;-)))

Antworten:

Ebenso gut kann man sparen, wenn man alle E-Motor getriebenen Geräte im Haus (Kühl- und Gefrierschrank, Waschmaschine, Dampfabzug, Klimaanlage usw.) durch Inverter gesteuerte Geräte ersetzt und einen Wäschetrockner mit Wärmepumpe einsetzt.
Auch eine Inverter gesteuerte Mikrowelle benötigt viel weniger Energie.

Inverter gesteuerte Geräte benötigen nur ca. 1/3 der Energie gegenüber herkömmlichen 230V-Geräten.

von i-MiEV - am 09.12.2015 15:49
Zitat
i-MiEV
Ebenso gut kann man sparen, wenn man alle E-Motor getriebenen Geräte im Haus (Kühl- und Gefrierschrank, Waschmaschine, Dampfabzug, Klimaanlage usw.) durch Inverter


Zwischenkreislose Inverter :confused:

Ansonsten ist es für Hallowenndingsda feiern als Edisonzombie nicht ein bisserl Spät :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 09.12.2015 16:27
soso,... invertergesteuerte Mikrowelle.. :confused:
Na, da wird sich das Klystron aber freuen. :D

Grundsätzlich sollten alle Effizienzpotentiale genutzt werden und nicht eines nicht mit Verweis auf Andere nutzbare . Gleichstrom im Haus ist gut, aber da braucht es natürlich dann auch die Alltags-Elektrogeräte dafür. So um die 400V sollten es sein, passt dann auch prima zu PV-Anlagen und den neuen E-Autos. Generell sehr gut zu den EE und auch Speicher- und Ladekonzepten.
AC-Netze stammen aus dem letzten Jahrhundert, mit den heutigen Möglichkeiten bei den elektronischen Bauelementen, dem E-Auto als Speicher und den erneuerbaren Energien sollte man wirklich so langsam mal an DC-Hausnetze gehen.

Viele Grüße:

Klaus

von bm3 - am 09.12.2015 16:42
Zitat
bm3
soso,... invertergesteuerte Mikrowelle.. :confused:


Der Drehteller, in der Luxusvariante kann dann wenn das aufwärmen des Fertiggerichts fertig,
darauf dann die alten Platten aufgelegt werden in der paßenden Geschwindigkeit :spos:

Den Tonarm gibts dann als Datensatz zum ruterladen für den 3 D Drucker ;-)

von Manfred aus ObB - am 09.12.2015 17:06
Zitat
bm3
soso,... invertergesteuerte Mikrowelle.. :confused:
Na, da wird sich das Klystron aber freuen. :D


was soll da speziell sein? Es gibt von mehreren Herstellern (Samsung, Panasonic...) solche Inverter gesteuerte Mikrowellengeräte.

Deutsche würden wohl Diesel betriebene Mikrowellen bevorzugen. Da kann man bei alter Technik bleiben ;-)

von i-MiEV - am 09.12.2015 17:11
Zitat
BdasB
.
Bleibt die Frage: wie sieht ein "durchschnittliches Einfamilienhaus in Michigan" wohl aus ?
Gruebel gruebel ... angenommen ~7% Ersparniss = 700$ ... dann wuerde man in diesem Durchschnittshaus 10000$ im Jahr fuer Energie verballern ?! .... wo liege ich da falsch ?




Du liegst darin Falsch das Du wohl vergißt das es da um Amis dreht, die Ticken meist anders

Aus dem Text. den Du Verlinkst

Zitat
Andrea Gillhuber
Das Heiz- und Kühlsystem besteht aus einer 24-V-DC-Fußbodenheizung und 24-V-DC-Deckenlüftern,
mit einer bedarfsgesteuerten Warmwasseranlage mit DC-Steuerung. Das ganze System wird direkt durch die PV-Module,
die in der Hausbatterie gespeicherte Energie oder die Netzversorgung mit Gleichstrom gespeist. Fußbodenheizung
und bedarfsgesteuerte Warmwasseraufbereitung sind bis zu 60 % effizienter als ihre Vorgängeräquivalente und
kommen bei der Herstellung auch mit weniger Bauteilen aus. Beim NextHome spart das im Vergleich zur
durchschnittlichen Energiebilanz eines Einfamilienhauses in Michigan bis zu 54 BTU (British Thermal Unit; 1000 BTU ≈ 293 Wh)
an Energie ein, was im Jahr bis zu 700 Dollar ausmachen kann.


Was die Gillhuber Andrea wohl am meisten erstaunte, war die bedarfsgerechte Warmwasserversorgung
den in old Germany machen wir für einen Zahnputzbecher 100 Liter Warm und schütten den Rest weg :hot:

von Manfred aus ObB - am 09.12.2015 17:28
Zitat
i-MiEV
Inverter gesteuerte Geräte benötigen nur ca. 1/3 der Energie gegenüber herkömmlichen 230V-Geräten.


Das kann ja aber wohl nicht sein. Zum einen hat ein Inverter selbst ja noch einem Umwandlungswirkungsgrad

von E. Vornberger - am 09.12.2015 18:05
Nun ja zumindest ist es auch heute noch üblich in den USA, Warmwasser aus Strom zu machen - hierzulande macht das bei modernen 1Fam. Haus schon mal 50% des Wärmebedarf auf.
Weiter ist es üblich für viele Zimmer Klimaanlage zu haben natürlich auch Elektro.

Isolierglas ist zwar mittlerweile nicht mehr unbekannt aber das es die Mehrheit ist/wird das dauert noch sehr lange - ich denke etwa so lange wie es dauert, das in Grönland Erdberen wachsen. ups tut es ja schon - na den eben Bananen und es wieder Grünland geschrieben wird weil kein Eis mehr vorhanden.

von thegray - am 09.12.2015 19:33
Zitat
E. Vornberger
Zitat
i-MiEV
Inverter gesteuerte Geräte benötigen nur ca. 1/3 der Energie gegenüber herkömmlichen 230V-Geräten.


Das kann ja aber wohl nicht sein. Zum einen hat ein Inverter selbst ja noch einem Umwandlungswirkungsgrad


von i-MiEV - am 09.12.2015 20:08
Hallo zusammen,
der hier

[www.dasgleichstromhaus.de]

macht das schon etwas länger.
Viel Spaß beim Lesen, da geht ganz schnell mal ein Abend drauf. Oder 2.
MfG
Markus

von schelle63 - am 09.12.2015 21:45
Zitat
schelle63
Hallo zusammen,
der hier

[www.dasgleichstromhaus.de]

macht das schon etwas länger.


Zum Vergleich zu USA ist da unter Heizung selbiges zu finden


Bildquelle: [www.dasgleichstromhaus.de]

von Manfred aus ObB - am 09.12.2015 22:14
Auch wenns nicht alle verstehen, aber mit DC Netzen lässt sich Energie sparen, Umwandlungsverluste sparen. Ein ganz praktisches Beispiel sind Rechenzentren, in denen man DC Schienen für Server baut um die Anzahl der Netzteile zu reduzieren. Große Netzteile lassen sich mit besseren Wirkungsgraden bauen, als viele kleine Netzteile.

Auch in großen Gebäuden führen wir bipolare DC Netze ein mit hohen Spannungsebenen etwas unter 1000 Volt. An solche DC Netze werden Batteriespeicher, PV und z.B. Aufzüge gehängt, Klimaanlagen. Man spart jeweils eine Umwandlungsebene. Durch die LED Beleuchtung fängt man an die Versorgung zu zentralisieren und Leuchten per DC zu versorgen, interessanterweise auch per Power over Ethernet (PoE).

Ein Entwicklungsthema sind die Schnellladestationen für E-Fahrzeuge. Eine hohe Spannungsebene DC parallel zu Speicherbatteerien. PV arbeitet per MPPT ebenfalls auf die Schiene, wie auch die Schnelladung von Fahrzeugen per DC/DC von der Schiene gespeist wird.

Gleichströme schalten sich durch den fehlenden Nulldurchgang sehr viel undankbarer, aber es wird im Moment einiges in das Thema gesteckt.

Viele Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 09.12.2015 22:31
Zitat
i-MiEV
Dadurch lässt sich die erwähnte Energieeinsparung erzielen.

Ja aber doch mit Sicherheit keine 2/3. Und eine Leistungsregelung 0-100% kann ich auch mit AC-Motoren durchführen (siehe Elektroauto). Es gibt auch keine "Gleichstrom gesteuerten Inverter". Da herrscht immer noch Begriffsverwirrung die offenbar von Herstellerwerbung in die Welt gesetzt wird.
Richtig ist natürlich, dass eine konsequente Gleichstromkette vom E-Werk bis zum Endgerät effizienter wäre, aber in der ganzen Diskussion werden wieder mal viele Dinge durcheinandergebracht.

von E. Vornberger - am 10.12.2015 06:43
Bei der Mikrowelle sind es keine 2/3 die man einspart, sondern eher etwa 1/3. Statt 50-60 % Wirkungsgrad erreicht man etwa 80 % Wirkungsgrad.

Ich selbst habe in meinem alten Wohnmobil eine Siemens Inverter Mikrowelle betrieben. Die brauchte übrigens keinen Drehteller sondern hat eine sich drehende Antenne. Die Energieersparnis gegenüber einen konventionellen Mikrowelle war deutlich merkbar. Als zusätzlicher Vorteil stellte sich die viel gleichmäßigere Erwärmung heraus. Da fängt es an bestimmten Stellen eben nicht zu kochen an, trotzdem man eine niedrigere Leistung eingestellt hat.

Bei Kühlgeräten/Wärmepumpen kann man bei Teillast mit Inverter durchaus eine Verbesserung des EER/COP um den Faktor zwei erreichen.

Dies liegt aber nicht so sehr daran, dass der Motor effizienter betrieben wird, sondern daran, dass die durchschnittliche Temperaturdifferenz zwischen Kondensator und Verdampfer viel gleichmäßiger und kleiner ist. Beim Ein/Aus-Betrieb steigt bei Kühlgeräten die Temperatur am Kondensator stark an weil die Wärme nicht abgegeben kann. Im Wärmepumpen ist es genau umgekehrt, da sinkt die Temperatur sehr tief, weil nicht genug Wärme zugeführt werden kann.

Letztlich ist es wie beim Treibstoffverbrauch eines Autos. Bei gleicher Fahrzeit verbraucht derjenige der die Strecke mit gleichmäßigem Tempo fährt weniger als derjenige der ständig beschleunigt und bremst.

Bezüglich Gleichstromnetz im Haus stellt sich die Frage welches Spannungsniveau das Richtige ist, denn mehr Wandlungsstufen hintereinander sind nicht unbedingt effizienter als die direkte Wandlung. Und man sollte auch nicht vergessen, dass eine Gleichstrominstallation wesentlich mehr Aufwand (Installationskosten, Querschnitte, Sicherungen, Schalter, ...) bedeutet. Dass man diesen Mehraufwand durch Einsparungen wieder herein holt halt ich für fraglich. Denn dazu ist im Normalen Haus einfach zu wenig Verbrauch vorhanden.

von Emil - am 10.12.2015 07:18
Sehe ich auch so: Ein Inverter steuert nichts !!!
Können es auch gesteuerter-Inverter-Apparate sein ?
Also Apparate, die von einem Inverter gespeist (versorgt) werden,
der gesteuert, geregelt oder was auch immer aber nicht mehr
nur geschaltet wird?
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 10.12.2015 08:17
Der Begriff Inverter steht bei der Mikrowelle für eine variable Steuerung der Leistung.

Bei den Kühlgeräten/Wärmepumpen steht Inverter die Wandlung der Netzspannung und Netzfrequenz in DC und danach einer Wandlung auf die Betriebsspannung und eine variable Frequenz zur Drehzahlsteuerung der Motoren.

Diese laufen nicht mehr mit einer festen Drehzahl in Abhängigkeit von der Netzfrequenz, sondern über ein in der Frequenz variables Drehfeld, und damit variabler Drehzahl.

von Emil - am 10.12.2015 08:28
Zitat
Emil
Bei den Kühlgeräten/Wärmepumpen steht Inverter die Wandlung der Netzspannung und Netzfrequenz in DC und danach einer Wandlung auf die Betriebsspannung und eine variable Frequenz zur Drehzahlsteuerung der Motoren.



Wie in meinen ersten Beitrag

[67183441.foren.mysnip.de]

zu diesen Thema hier ausgeführt ( und in der Schweiz bei einen Leser ignoriert ) ist
wenn ein E-Motor eine variable Drehzahl ausführt und ein * Inverter ( soweit der
Begriff technisch und nicht Werbetechnisch korekt verwandt ) * ein Gleichstromkreis
zwischen der festen 50 Hz Frequenz und der variablen Frequen, dies aber nicht Zwangsweise
es gibt sogar Geräte für Anwendungen die hier verschieden Optionen erlauben,
z.B. für einen Lift, wär sogar denkbar für eine Waschmaschine, diese können Bremsenergie
im Zwischenkreis zwischenspeichern, die Entwicklung ( in Bayern, ob in der Schweiz )
geht dahin das der Speicher zum Zwischenspeichern größer wird und eventuell
wenn genug Gleichstrom vorhanden ( PV liefert mal weil die Sonne scheint Strom )
diesen verwendet.

Wie Ralf geschrieben DC ist sehr wohl eine Überlegung wert, nur die pauschale
Behauptung nur das Eine oder Andere wäre besser, weil mir das ideologisch näher
steht, zeugt von einem beschränkten Weltbild :rolleyes:

Noch ein paar Beispiele für Zwischenkreisbemühungen die das miteinander von
Wechselstrom und Gleichstrom erleichtern sollen,

[forschung-energiespeicher.info]

in diesen Beispiel soll der Akku auf Zwischenkreisspannung arbeiten ( für 230 V )

[www.kollmorgen.com]

in diesen Beispiel soll der Zwischenkreis bei Netzausfällen helfen, es würde auch
zwischenmenschlich helfen über den Tellerrand zu schauen, geht aber bei vielen nicht
weil der Tellerrand zu hoch ;-)

Um einen Elektroniker aus der Schweiz der hier mitschreibt und so kurz vor der Jahreswende
meist über die Vorsätze fürs nächste Jahr nachdenkt, es verständlich zu machen
eine Fachbuchempfehlung [books.google.de]

Seite 130/131 Tabelle 6.10

Schad das der Schlüter Bernd nicht mehr schreibt, Der war ein Fan der Invertertechnik

von Manfred aus ObB - am 10.12.2015 09:11
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