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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
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Bernd Schlueter, Helixuwe, Twiker76, Manfred aus ObB, Emil, Ralf Wagner, BdasB, Sven Salbach

Stuttgart: Eigene Umweltspur für "saubere" Autos?

Startbeitrag von BdasB am 29.12.2015 21:41

[www.heise.de]
Stuttgart: Eigene Umweltspur für "saubere" Autos?

...auszugsweise ...
In Baden-Württemberg gibt es Überlegungen über eine mögliche Umweltspur für saubere Fahrzeuge. Für bessere Luft in der Landeshauptstadt dürfe es keine Denkverbote geben, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) der dpa am Dienstag. „Auf ihr könnten Elektroautos, Autos, die Euro 6 erfüllen und eventuell Fahrzeuge, die mit mindestens zwei Personen besetzt sind, fahren.“ Kritik kam von der CDU und der örtlichen IHK.

So eine Umweltspur gibt es in Deutschland bislang nicht, wie eine Sprecherin von Hermann ergänzte. Der Verkehrspolitiker beurteilte eine solche Fahrbahn nach dem Vorbild einer Busspur selbst eher skeptisch.

...

Die blaue Plakette gibt es bisher nicht, aber wenn es nach dem Minister geht, könnten künftig nur so gekennzeichnete Autos in der Stuttgarter Innenstadt fahren. Bekommen sollen sie Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6 und Benziner mit Euro 3. Die Plakette wäre ein Innovationsschub vor allem für die Diesel-Fahrzeuge. „Alte Dieselfahrzeuge müssen raus aus den Städten.“ Das Thema blaue Plakette stehe bei den zuständigen Umweltministern im Frühjahr 2016 auf der Tagesordnung.

Antworten:

Der einzige Ort wo ich mir in Stuttgart-City so eine Spur vorstellen könnte, wäre in Stuttgart die Tallängsachse. Andere Straßen in der City haben kaum 4 Spuren. Auf der A8 Morgens mit 6 bzw 8 Spuren wäre so eine Spur schon cool oder vom Remstal rein.

Das Gejammer der IHK dass man sich ein E-Fahrzeug nicht leisten kann, ist in Zeiten von gebrauchten ZOEs und IMiEVs langsam nicht mehr richtig. Gerade Pflegedienste und ähnliche Stadfahrer sind mit E-Fahrzeugen gut beraten in Stuttgart. Noch dazu gibts reichlich Lademöglichkeiten.

von Ralf Wagner - am 30.12.2015 00:26
Ist das nicht vollständig an jeder vernünftigen Überlegung vorbei?
Elektroautos machen weder Lärm noch eine größere Umweltbelastung. Wenn sie stehen, überhaupt keine. Die kann man also problemlos warten lassen. Den Stinkern müssten wir jedoch Vorfahrt einräumen, um die Verpestung der Innenstädte nicht noch weiter zu erhöhen.
Wenn wir den Einsatz von Elektrofahrzeugen steigern wollen, sollten wir an anderer Stelle ansetzen.
Anstatt die Straßen zu verstopfen, sollten wir, ähnlich wie in England, lieber daran denken, zeitweise die Einfahrt in die Städte für einen Teil der Stinker total zu unterbinden. Ich bin ein Gegner all dieser Portalampeln, die unnötig auf Rot geschaltet werden. Deutsche sind zwar uneinsichtig, aber wir können lernen. Englisches understatement könnte uns gut tun.
Wozu sollen wir unsere Städte mit Stinkern im Leerlauf vollstellen?

Das kostenlose Tanken bei den Düsseldorfer Stadtwerken ist nicht teuer, aber hat die Zahl der Elektroautos außerordentlich stark anwachsen lassen. Das merke ich daran, dass häufiger die Stationen von tatsächlich ladenden Fahrzeugen belegt sind. Die Disziplin unter den Düsseldorfer Elektroautofahrern hat sich ganz gehörig gebessert. Dauerparker sind so gut wie nicht mehr anzutreffen!

von Bernd Schlueter - am 30.12.2015 03:42
Zitat
Ralf Wagner
Das Gejammer der IHK dass man sich ein E-Fahrzeug nicht leisten kann, ist in Zeiten von gebrauchten ZOEs und IMiEVs langsam nicht mehr richtig.


Wenn jeder auf Gebrauchtfahrzeuge umsteigt dann sind die paar die es gibt ganz schnell weg.

Und warum gibt es wohl derzeit so günstige Gebrauchtfahrzeuge?

Entweder haben die Fahrzeuge die Anforderungen der Nutzer nicht erfüllt, oder aber den Nutzern ist die Batteriemiete zu teuer geworden.

Der Verweis auf die Gebrauchtfahrzeuge hilft da nicht weiter. Gebrauchtfahrzeuge gibt es nur wenn jemand auch Neufahrzeuge kauft, und da sieht es immer noch schlecht aus.

von Emil - am 30.12.2015 08:24
welche Drogen außer Kokain und Kanabis sind eigentlich noch so gängig? :-)

von Sven Salbach - am 30.12.2015 12:32
Zitat
Sven Salbach
welche Drogen außer Kokain und Kanabis sind eigentlich noch so gängig? :-)


Teetassen mit Nebenwirkungen :confused:

von Manfred aus ObB - am 30.12.2015 13:11
Warum die Straßen mit im Leerlauf qualmenden Stinkern verstopfen?
Wir sollten den Verkehr flüssiger gestalten. Das ist eine nationale Aufgabe. Wer in der Rasch-Auer durch die Stadt will, kann Fahrgemeinschaften gründen oder sich von der anderen Hälfte Autofahrern mitnehmen lassen:
Machen wir es wie in London: ungerade Kennzeichen dürfen, die anderen nicht, wechselnd. Jeder wird dann gerne mitgenommen und nimmt auch gerne mit. In meinen Saxo passen vier Personen, auch im XXL-Format, 400kg Zuladung sind zusätzlich zum Fahrer noch erlaubt. Klar, Elektrofahrzeuge dürfen immer und sind sehr begehrt. Die Geschichte mit gerade und ungerade hat den unschätzbaren Vorteil, dass man immer ein Fahrzeug findet, welches "darf". Die Nummern sind völlig zufällig verteilt.
Aber lasst den Unsinn mit den Verkehrsblockaden!
Übrigens, der öffentliche Nahverkehr ist ungemütlich und teuer. Ich wäre außer dem E-Kennzeichen dafür, dass man signalisiert, dass man unentgeltlich mitnimmt. Ich bin immer per Anhalter gefahren. So, jetzt aber nichts wie los und die E-Kennzeichen vor Jahresende beantragen!
Setz schon mal den Tee auf, Sven!
...und schaff Dir mal ein vernünftiges Elektroauto an, damit Du auch mal jemanden mitnehmen kannst!

von Bernd Schlueter - am 30.12.2015 13:38
Zitat
Bernd Schlueter

Setz schon mal den Tee auf, Sven!
...und schaff Dir mal ein vernünftiges Elektroauto an, damit Du auch mal jemanden mitnehmen kannst!


Mal mitnehmen?
Also doch zu 98% allein ein zu schweres Fahrzeug bewegen!!!
Und mehr wie den eigenen A... zu bewegen können doch die "vernünftigen Evs" auch nicht wirklich. Zoe und Rollstuhl?
Und ein El hat doch schon eine eigene Spur, den Gehweg!!! Kein Witz, gerade was Hannover angeht muß man mit erinem 50er El schon mal quer durch einen Park fahren oder Rad/Gehwege nutzen da man ja auf eine Kraftfahrstraße nicht darf. Wenn alles in der dampfenden Schlange steht dann bin ich jedenfalls Froh diese Möglichkeit zu haben. Denn nur wer in einem emmissionsfreien Fahrzeug unterwegs ist der merkt sofort das es irgendwo stinkt.
Gruß Uwe

von Helixuwe - am 01.01.2016 10:56
Da muss ich Dir völlig recht geben, Manfred!
Ich interessiere mich schon gar nicht mehr so sehr für Elektroautos, sondern besuche jedes Fahrradgeschäft, das mir elektrisch über den Weg fährt, um mich nach möglichen Konstruktionen für leichte Elektro-Dreiräder umzusehen.
Ihr wisst ja, das ist mein Traum: leichte, schmale Elektrofahrzeuge, die nur eine geringe Geschwindigkeit erreichen, stapelbar sind, sodass sie in Massen in Züge und Busse, bitte nicht von der Deutschen Bahn, passen.
Passende Wege dafür gibt es auch schon, die ganze Landschaft ist von landwirtschaftlichen Wegen durchzogen und kreuzungsfrei ist auch leicht möglich. Laden? Jeder Schukostecker ist eine Schnelladestation und 200km/h ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auf längeren Strecken. Stau? Was ist das?
Alles wird zur Überholspur.
Fossil beheizbar müssten die Kisten allerdings sein. Dafür gibt es Lösungen. Katalytisch oder Natriumacetat-Wärmekissen, damit das Regenverdeck nicht beschlägt.

von Bernd Schlueter - am 02.01.2016 07:42

Spurklau

Ich komme gerade völlig entnervt aus Köln zurück. Um meinem Saxo 6km Umweg zu ersparen, durchquerte ich, ein großer Fehler, Köln der Länge nach, von Köln Stammheim bis Köln Weiß. Wirklich jede der 100 Ampeln Rot. Im meist 200 m Abstand. Laaangsam anfahren, Hupen hinter mir, so kam ich dann, leider nur selten, gerade mit Grün bei der nächsten Ampel an, mit wachsender Sicherheit, wieder Rot zu erhalten, wenn ich nur halbwegs manierlich anfuhr. Die Augen starr auf die Kapazitätsanzeige geheftet, kam ich trotzdem nur mit gelb leuchtender Leistungsreduzierungslampe mit zum Schluss 10km/h Maximalgeschwindigkeit an den rettenden Schukostecker. Autobahn hätte problemlos geklappt und es gibt normalerweise grüne Welle, nur Sonn- und Feiertags nicht.
Selbst die sonntags völlig überflüssigen Portalampeln waren nicht abgestellt. Ich war vor 25 Jahren noch bei den Grünenbeschlüssen im Stadtrat dabei, als diese beschlossen wurden. 5 Minuten zusätzlich Rot, wenn sich hinter mir eine Bahn näherte, dann steigen alle Straßenbahnfahrgäste aus, und ich begeistere mich an deren Überschreiten der Straße, bis es bis vor die nächste Straßenbahnhaltestelle weitergeht, das Ganze vier mal zwischen Ubierring und Rodenkirchen. Nun ja, im Stand konnte ich dann wenigstens Servopumpe, Scheibenwischer und Vakuumpumpe abstellen. Heizung aus, um wenigstens eine Chance zu haben, noch anzukommen. Denkste! Ein Bus. Es ist längst umgesetzt, was unter grüner Mitwirkung beschlossen wurde: Die Bushaltestellen wurden genau in die Kurven verlegt, wo das Überholen durch eine zusätzliche Insel mit Fahrbahnverengung unmöglich gemacht und überdies in Köln verboten ist. Zum Glück musste der Trauerzug für die Begleitung der drei Fahrgäste nicht an jeder Haltestelle halten.
...und so etwas findet Ihr gut, die Leute im Stau schmoren zu lassen? Schämt Euch!
Rückfahrt Autobahn, 40 Minuten statt 1 3/4 Stunden, problemlos, 20% noch Reserve.
Denkt Euch etwas anderes aus, wie wir die Elektromobilität fördern können!

von Bernd Schlueter - am 03.01.2016 10:37
Immer diese Alibibeschlüsse oder Versuche was zu verbessern im Sinn "wir machen doch was" und wenn es nur in den meisten Fällen Dummheit ist und offensichtlich an der Praxis total vorbei geht...
Sparen, sparen koste es, was es wolle... ist auch beliebt.

Es gibt auch gute Ansätze wie das E-Car Sharing Projekt in Füßbach (E-Füßle) im Hohenlohekreis, wo für eine Ortsgemeinschaft (ca. 100 Einwohner) 2 E up angeschafft wurden die man für eine feste Gebühr und ab 4 Euro die Stunde örtlich nutzen kann...wissenschaftlich begleitet von der Uni Würzburg...

Warum nicht sowas ???

von Twiker76 - am 03.01.2016 19:29
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