32C3: Bei Stromtankstellen "ist vieles schon kaputt"

Startbeitrag von BdasB am 30.12.2015 19:07

32C3: Bei Stromtankstellen "ist vieles schon kaputt"

Der Energietechniker Gunnar Thöle hat auf dem Hackerkongress auf Probleme rund um die Ladeinfrastruktur für Elektroautos wie zu teure Stecker, einen Wildwuchs bei der Abrechnung oder geheime Datenprotokolle hingewiesen.


Die entstehende Infrastruktur "öffentlicher Stromtankstellen" biete zwar viel Potenzial für "kreative Nutzungen", erklärte der Energietechniker Gunnar Thöle am Dienstag auf dem 32. Chaos Communication Congress (32C3) in Hamburg. "Vieles ist aber heute schon kaputt."

Schon zu Beginn seines Vortrags hatte der Techniker an die Hackergemeinde appelliert, Stromtankstellen durchaus als Experimentierfeld zu sehen, es dabei aber nicht zu übertreiben: "Nehmt den Leuten nicht die Mobilität", betonte er. Diese sei zumindest genauso wichtig wie das Internet.

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Antworten:

Ich bin nicht ganz so pessimistisch. Die neuen Bedingungen von Thenewmotion hat der Autor offensichtlich nicht studiert. 30 Cent pro kWh ohne weitere Kosten sehe ich als günstig an, gegenüber dem, was Stromversorger und Staat dabei abschöpfen.
Klar, es werden Daten gesammelt. Das stört mich aber allenfalls, wenn ich mal wieder electromobil eine Bank überfallen habe und beim Zählen der Beute nicht gestört werden will .
Aber, was da in Belgien läuft, oh Graus. Thenewmotion musste dort Vieles wieder herauswerfen.
Private Anbieter erkennen aber inzwischen, dass es sinnvoll ist, sich den deutschen Gepflogenheiten anzupassen.
Ich bin ja noch für ein einheitliches prepaid-System. Abhängigkeit von einzelnen Betreibern wie RWE und Banken sollte unbedingt vermieden werden.

Was die Holländer (oder waren das Westfriesen?) damals auf die Beine stellten und jetzt Thenewmotion fortentwickelt, gefällt mir ausgesprochen gut. Total anpassungsfähig an jedes Konzept. RWE-Säulen sind auch damit offen zum bekannt horrenden Preis. Also, nur für den absoluten Notfall.
Die schöne Lolo (thenewmotionstation) hab ich mal abgeklopft. Einbruchs- und zerstörsicher ist die nicht. Ich bin aber zuversichtlich, dass Wandalismus keine Rolle spielen wird.

von Bernd Schlueter - am 31.12.2015 10:14
Es gibt noch ein paar andere Vorträge. Nur wenige davon gehört und dann siehst Du das anders.

Beispiel Du hast häufig Netzpolitik gekuckt und Charlie Hebdo abboniert, dann kommst Du garantiert in den Verdacht, ein Landesverräter zu sein. Wenn der Durchschnittsbeträg auf Deinem Konto ziemlich unten liegt, bist Du warscheinlich ein Linker und kriegst keine Wohnung. Oder die versuchen Dich anzuheuern, dann sind Deine Finanzprobleme gelösst.

von schachtelhalm - am 31.12.2015 18:39
Zumindest in den Ballungsgebieten und Großstädten scheint die größte "Gefahr" für die Stromtankstellen die Car Sharing Unternehmen (DriveNow und Co) zu werden.

Diese mieten sich bei den Tankstellenbetreiber ein und belegen mehr oder weniger den ganzen Tag die Tankstellenparkplätze, obwohl nicht geladen wird.

Da nützen dann auch funktionierende Tankstellen nichts für die privaten Fahrer von Elektroautos.

von Emil - am 04.01.2016 08:26
Und in der Vorweihnachtszeit standen die Fahrzeuge mit 400 und mehr Kilometer Reichweite 15 km von der Heimat in den Städten und nutzen die Ladesäulen um kostenlos parken zu können.
Gruß Uwe

von Helixuwe - am 07.01.2016 16:51
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