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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
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Helixuwe, Twiker76, Bernd Schlueter, BdasB

Bonn "bis 2030 alle Busse elektrisch" ...

Startbeitrag von BdasB am 27.01.2016 07:58

[www.general-anzeiger-bonn.de]

Die Stadtwerke führen neue Elektrobusse ins Liniennetz ein. Bis 2030 soll die gesamte Busflotte mit elektrischem Antrieb ausgerüstet sein.



;-)
Bisher sind nur einige Busfahrer der Bonner Stadtwerke eingewiesen, die neuen Fahrzeuge zu steuern. Das soll jedoch jetzt geändert werden. Ralf Steinbrink, einer der geschulten Fahrer, berichtete von seinen ersten Erfahrungen: „Eigentlich merkt man beim Fahren kaum einen Unterschied, aber der Bus zieht viel schneller an.“

Ein besonderes Highlight in den neuen E-Bussen ist wie gemacht für alle Kunden, die Handys und Tablets nutzen: Es gibt zwei USB-Anschlüsse, an denen alle mobilen Kommunikationsgeräte gratis mit Naturstrom aufgeladen werden können. Laut Reining halten die Stadtwerke auch die Einrichtung von WLAN in den Bussen für möglich, allerdings wegen rechtlicher Fragen in der ferner Zukunft und eher auf längeren Strecken. (Charlotte Hages)

Antworten:

Die Stadtbusse schleppen, relativ zur Fahrgastzahl, übermäßig viel Masse mit sich herum, die laufend beschleunigt und abgebremst werden muss. Wenn von 200km Reichweite die Rede ist, sollte man diese auf realistische 100km beschränken, die Verkehrsflüsse ändern sich sehr stark, sodass eine hohe Reserve einzuplanen ist.
Meiner Meinung nach kann ein Elektrobus keine Tagestour durchhalten, an den Endhaltestellen hat unbedingt eine Nachladung zu erfolgen. Sprich, 20km Fahrt für vierzig Minuten, dann wieder 10 Minuten Ladezeit am Induktionslader. Statt 8 Busse im 10-Minutentakt werden so 10 Busse benötigt. Es genügt auch weniger als die halbe Batteriekapazität.
Elektrisches Nachladen kann sehr komfortabel und preiswert erfolgen, wenn die Stadtwerke Strom an der Börse für drei Cent die kWh einkaufen, was meistens der Fall ist. Mit einer größeren Batterie kann man auch sehr effektiv zur Netzstabilisierung beitragen und Photovoltaik besser nutzen.
Die Düsseldorfer Stadtwerke haben mit der gasbetriebenen Linie 834 mit nur nominell 400km Reichweite keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Zu oft blieben die Busse liegen und führten zu erheblichen Ausfällen, weil sie zum zusätzlichen Auftanken ins entfernte Depot geschleppt werden mussten.
Außerdem lag der Verbrauch weit über dem der Dieselbusse.

Das ist bei elektrischen Bussen anders.
Der dann preiswerte Antrieb Marke Elon Modell S Allrad genügt . Also 90kWh Kapazität bei ca 200kW Leistung. Vom Serienmodell.
Auch die Fahrgäste auf den Stehplätzen sollten sich dann anschnallen.

Sinnvoll wären statt zwei Ladestationen an den Endhaltestellen auch eine einzige in der Mitte der Stadt für sämtliche Busse, die durchs Zentrum fahren. Vorteil: Es besteht die Umsteigemöglichkeit für alle Fahrgäste in alle Richtungen, eine einzige Ladestation ist kostengünstiger. In der Schweiz ist diese Struktur sehr verbreitet und hat sich bewährt.

von Bernd Schlueter - am 27.01.2016 08:57
Bei uns gibt es die Zhiel Abbeg die machen schon einige Jahre Radnabenmotoren für Busse. Bisher juckt es Daimler und Co. aber herzlich wenig, so ist bei uns auf der Messe (Wolpertshausen) über 2 Tage ein holländischer Bus mit 30 Sitz und 30 Stehplätzen immer herumgefahren. Durch eine Sabotage wurde nach 2 h landen der Stecker gezogen sodas mit 32% den ganzen Tag trotzdem rumgefahren wurde... alles in allem weit über 200 km 280 KW Antriebsleistung...
Gerade für den Stop an Go verkehr sind Elektrobusse gut geeignet natürlich mit Reku versteht sich...noch besser vom Wirkungsgrad her sind Stadtbusse wie in Wien und Co wenn mit Oberleitungen gearbeitet wird.
Man könne ja über Hybridbusse zu Vollelektrisch gehen mit Gas dann ist die Abgasreinigung rel. leicht machbar und von Abgasen und Effizienz wäre das mal ein erster Schritt...
wissen wir, oder ?
Ich finde: bis 2030 ist noch lange hin, man kann ja mal gackern bevor man ein Ei legt...
Was heißt so eine Ankündigung ? Seht her wir machen was...nennt man das Alibistrategie ?

von Twiker76 - am 27.01.2016 13:43
Also im reinen Stadtbetrieb schafft ein Linienbus selten über 170 km am Tag. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h auch gar nicht mehr machbar da der Tag nur 24 Stunden hat. Mit Überland und Städteverbindung wo es höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu erreichen gibt, 22 km/h, sind es 220 km. Batteriegewicht? Last mal die schweren Motoren, klobigen Getriebe und die 160 Liter Treibstoff aus den Gestellen dann wird ein 12 Meter Bus bestimmt keine 11 Tonnen Leergewicht mehr haben. Allerdings wenn es Regnet oder Frostig ist wird so ein rollender Kleiderschrank zum Problem denn da braucht es eine gute Heizung und Lüftung um die Kleider zu trocknen und dabei die Scheiben frei zu halten. Das ist es was dann mehr Energie benötigt wie der eigentliche Fahrbetrieb. Oberleitungen haben das gleiche Problem wie Schienenfahrzeuge und sogar noch in größerem Maße. Bei jeder kleinen Baustelle im Fahrbereich geht auf der ganzen Line nichts mehr. Aber gepart mit Batterien würden auch Umleitungen kein Problem sein. Auch bräuchte man nur dort wo es Kostengünstig wäre Oberleitungen installieren und nicht auf dem kompletten Linienweg. In Wuppertal müssen die Remscheider ja auch die Leitung verlassen und schleppen darum auch noch ein Dieselagregat mit sich rum.
Ein Akkuwechselsystem um Leitungswege kurz zu halten und die Akkus durch Langsamladung zu schonen oder bei einer Batteriewartung nicht gleich das Fahrzeug still setzen zu müssen wäre dann der Punkt auf dem I.
Gruß Uwe in einem früheren Leben auch Busuwe genannt

von Helixuwe - am 31.01.2016 13:09
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