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Beteiligte Autoren:
Emil, R.M, Martin Heinrich, Sven Salbach, Dineu, Bernd Schlueter, BdasB

HySolarKit - Forscher entwickeln Hybrid-Umruestkit :-)))

Startbeitrag von BdasB am 08.02.2016 22:05

[www.emobilitaetonline.de]

Forscher entwickeln Hybrid-Umruestkit fuer 3000 Euro
Italienische Forscher vom eProLab der Universität Salerno haben dieses innovative System entwickelt und patentieren lassen und sind nun auf der Suche nach Investoren. Das HySolarKit besteht u.a. aus 2 Elektromotoren, die in die Hinterräder integriert werden, einer Lithium-Ionen-Batterie und dünnen, flexiblen Solarkollektoren, die auf das Fahrzeugdach sowie die Motorhaube geklebt werden, wie in dem, schon etwas älteren, Video schön zu sehen ist. Die Solarpanels könnten an sonnigen Tagen bis zu 30 oder gar 40 Prozent der benötigten Antriebsenergie beisteuern, so die Forscher. Mehr Informationen zum HySolarKit gibt es hier.
HySolarKit [www.hysolarkit.com]

PDF [www.hysolarkit.com]

Video [www.youtube.com]

... hmmm ... mir bleiben da vieleeee Fragen (nicht nur die - welche der TUEV stellen wird )

Antworten:

Kein Problem. Man stellt das Auto einfach schräg, mit einem größeren Wagenheber und führt es schräg auf der Straße der Sonne nach, achte darauf, dass keine Bäume, Häuser oder gar Wolken Schatten werfen und freue sich darüber, wenn man abends eine kWh gesammelt hat. Macht 6km an dem sonnigen Tag. Nach spätestens 8000 solchen sonnigen Tage, an denen man von morgens bis abends mit dem Umstellen beschäftigt ist, hat man seine Ausgabe wieder hereingeholt. Man spart zusätzlich die monatlichen 30 Euro für das Fitnessstudio. Damit dauert es sogar weniger als 5 Jahre, bis man beginnt, eine reiche Frau zu werden.

Kaum jemand ahnt, wie viel man mit solchen Ausfällen sparen kann...

von Bernd Schlueter - am 09.02.2016 02:04
Globalstrahlung in Palermo, Sizilien: ~ 1800 kWh/(m2*a)
Flexible Solarpaneele mit 16,5% Zell- und 12,6% Modulwirkungsgrad
25% Verluste (Temperatur, Reflexion, Kabel, Wechselrichter)
=> 170 kWh pro Quadratmeter und Jahr
=> 24 € Ersparnis bei Wien Energie Optima Float (3100 kWh/a statt 3270 kWh/a)

Durchschnittsverbrauch ab Steckdose (also Ladeverluste inklusive) geschätzt: 17 kWh/100km
=> 1000 km pro Jahr bei 1 m2 (Maximum, also wenn Akku immer geladen werden kann!)

Ersparnis Benzin bei rein elektrischer Fahrweise (Annahme: 7 l/100km * 1,1 €/l): 0,077 €/km
=> 77 € pro Jahr

Abschreibung bei 1,5 m2 Modulfläche (Benzinauto, geschätzte 40 Wp pro Modul ergibt bei 5 Modulen 200 Wp):
=> 3000 / 77 / 1,5 = 26 Jahre (ohne Ersparnis durch Rekuperation)

Ich hoffe, meine Annahmen sind nicht all zu weit gefehlt, aber wer weiß, vielleicht gibt es Fälle, wo dieses System Sinn macht. Es kann auch niemand sagen, wieviel Benzin im Einzelfall durch Rekuperation gespart wird. Und für ein vernünftig dimensioniertes System dieser Art ist der Preis doch sehr niedrig.

Hat jemand Daten über den Radnabenmotor gefunden, den die Italiener eingesetzt haben?

Weiß jemand etwas über den Akkus?

VG, Dineu

von Dineu - am 09.02.2016 09:37
" 30 oder gar 40 Prozent"
hahahah, klar in Afrika vielleicht ;-)

von Sven Salbach - am 09.02.2016 10:04
Wahrscheinlich der Anteil von der elektrischen Unterstützung.
Wenn der Akku nur klein genug ist passt das schon:-)


So was ähnliches gabs doch schon mal mit einem Ausleger zum Hinterrad...

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 09.02.2016 12:57
Das ganze gab es auch bereits ür einen Golf zwei und einem PERM PMG132 über den Zahnriemen..

Also so oder so nichts neues..also sind die bald auch wieder weg vom MArkt

von Sven Salbach - am 09.02.2016 13:12
Hallo

Auf die einfachste Lösung sind die noch gar nicht gekommen, Lichtmaschine raus und dafür dicken Akku mit 4 kwh rein und schon spart man ca. 1l auf 100km.

Alternative wäre eine abtrennbare Lichtmaschine mit hohem Wirkungsgrad.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.02.2016 18:06
"Alternative wäre eine abtrennbare Lichtmaschine mit hohem Wirkungsgrad."

meinst Du das bringt heute noch was?
Durch die Keilrippenriemen denke ich nicht das das abtrennen der Lichtmaschine sich sonderlich bemerkbar machen wird.
Damals die alten Keilriemen, haben sicher mehr Leistung verheizt.

Und ob die damals beim Golf 2 Umrüstkit den perm auch als Generator verwendet haben weiß ich leider nicht

von Sven Salbach - am 09.02.2016 20:24
Hallo

Eine luftgekühlte Lichtmaschine hat einen Wirkungsgrad von gerade mal 20 % der Rest geht zum großen teil auf das Konto des Lüfters.

Wassergekühlte sind besser aber mehr als 70% sind selten.

Bei meinem Mercedes hat der Austausch der Luftgekühlten gegen eine Wassergekühlte 0,5 l/100km weniger Verbrauch gebracht.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.02.2016 21:02
Zitat
Dineu
25% Verluste (Temperatur, Reflexion, Kabel, Wechselrichter)


Die 25 % reichen garantiert nicht. Alleine wegen der Leistungsdegradation bei hohen Temperaturen wird man mehr als deutlich mehr als 30 % Verlust haben. Aufgeklebte Module werden ohne jegliche Hinterlüftung Temperaturen von mehr als 100° C erreichen. Was nicht nur auf die Leistung sondern auch auf die Lebensdauer geht.

Bei einem Temperaturkoeffizient von etwa -0,45 %/K hat man bei 80 K Differenz eine Leistungseinbuße von etwa 36 %, durch die Fehlausrichtung hat man nochmal weitere 10-20 %, und der Rest sind nochmal 10-20 %.

Man holt mit den Modulen nicht mal so viel Energie heraus dass man damit die Klimaanlage damit betreiben kann, die wegen der starken Aufheizung der Karosserie nötig ist.

von Emil - am 10.02.2016 06:07
Zitat
R.M
Eine luftgekühlte Lichtmaschine hat einen Wirkungsgrad von gerade mal 20 % der Rest geht zum großen teil auf das Konto des Lüfters.


Etwas mehr haben typische luftgekühlte Drehstromlichtmaschinen schon.

Nur bei sehr hoher Drehzahl bricht er wegen des Lüfters deutlich ein.

Bosch gibt für seine luftgekühlten Lichtmaschinen Wirkungsgrade von 70 - 77 % an (Seite 7).

von Emil - am 10.02.2016 06:38
Hallo,

wenn man mal nicht an den Wirkunsgrad denkt, der ist beim Bremsen von einem Stinker der die kinetische Energie eh bloß in Wärme umwandelt (die keiner braucht, ebenso den Verschleiß) eh unterirdisch.

Hatte schon mal überlegt die LM nur beim Bremsen anzukoppeln, ähnlich wie bei den magnetgekoppelten Klimakompressoren.
Dann kann die Verzögerungsenergie in einen Akku fließen der für die weitere Fahrt den Strom für die el. Verbraucher bringt.
Natürlich mit Unterspannungsschutz und Zwangskopplung für die Dauerautobahnfahrer.
ist aber eher was für die die auf dem Berg wohnen...


Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 10.02.2016 07:22
70 - 77 % klingen tatsächlich viel für einen Synchronmotor? diesen Segemnts. Zum Vergleich: IE3-Motoren (Asynchronmaschinen) in dieser Leistungsklasse müssen effizienter (je nach Polanzahl und Größe 80 - 90 %) sein! Kennt vielleicht jemand die VDA-Richtlinie zur Bestimmung des Wirkungsgrades bei Lichtmaschinen (sind da Gleichrichtung und Riemenantrieb dabei?)???

Hier ein Zahlenspiel (alles nur reine Annahmen!):
Wirkungsgrad sinkt bei 20% Last um 13%, bei 10% Last um 29% =>
 P_nenn = 2 kW, eta = 77%
  20% Last => 400W Arbeit, 200W Verlust
  10% Last => 200W Arbeit, 170W Verlust
 P_nenn = 1 kW, eta = 70%
  20% Last => 200W Arbeit, 130W Verlust
  10% Last => 100W Arbeit, 100W Verlust


Zurück zum eigentlichen Thema (Lima oder Akku statt Lima hat ja gar nichts damit zu tun!), dem HySolarKit:
Ist euch aufgefallen, dass die flexiblen Solarzellen sowohl auf der Motorhaube als auch am Dach Falten werfen? Den Grund dafür brauche ich wohl nicht erklären und die Konsequenzen daraus auch nicht!
Und noch was: Die Globalstralung von 1800 W/(m2*a) bezieht sich auf eine horizontale Fläche - bei 30% Neigung wäre der Ertrag in Palermo natürlich größer!
Außerdem: Wenn ich mich recht erinnere, dann hat sich Webasto vor gut 10 Jahren damit beschäftigt, hocheffiziente Solarzellen zu finden, die im Dach von Luxusautos eingebaut im Sommer kleine Ventilatoren im halboffenen Schiebedach anteiben, um die Temperatur im Innenraum während der Standzeiten zu senken - das könnte beim HySolarKit neben der Rekuperationsmöglichkeit noch ergänzt werden ;-)

Den "Erfindern" wünsche ich noch viel Freude und weitere, gute Ideen!
Dineu

von Dineu - am 10.02.2016 09:52
Zitat
Martin Heinrich
Hatte schon mal überlegt die LM nur beim Bremsen anzukoppeln, ähnlich wie bei den magnetgekoppelten Klimakompressoren.
Dann kann die Verzögerungsenergie in einen Akku fließen der für die weitere Fahrt den Strom für die el. Verbraucher bringt.


Das wird schon länger auch bei konventionellen Autos zum Energiesparen genutzt.

Ich habe mir das auch schon mal mit meiner 4 kW Lichtmaschine überlegt, das Feld der LM nur dann einzuschalten wenn gebremst wird oder wenn Schubbetrieb herrscht. Allerdings kommt im Verhältnis zu 18 t Masse wenig dabei heraus. :D

von Emil - am 10.02.2016 14:16
Da schau an,

kost auch nur zwischen 1000 und 2000€, Schnäppchen!

Allein das Erregerfeld abschalten ist halt bei den einfachen LM zu wenig da das Lüfterrad ja sonst weiter bremst.


Gruß
Martin

@ Emil
Apropo schauen, gestern war im TV irgendwo ein Bericht über einen als Camper umgebauten LKW, das warst nicht Du, oder?

von Martin Heinrich - am 11.02.2016 08:13
Ne, war ich nicht. Gott bewahre! :sneg:

Ein zusätzliches Lüfterrad an der LM braucht man nur wenn die LM nicht ausreichend durch einen sowieso laufenden vorhandenen Lüfter gekühlt wird.

Da bei meinem Fahrzeug der Motor luft gekühlt ist, und die Standardlichtmaschine sogar besonders geschützt ist, wird einfach Luft vom Luftstrom abgezweigt und direkt in die Lichtmaschine geleitet. Ich habe die Lichtmaschine gegen eine stärkere mit angebautem Lüfterrad getauscht, könnte aber die Luft ebenfalls durchleiten und das Lüfterrad entfernen.

Vielleicht probiere ich es doch mal aus. Ich brauche nur eine Spannungsüberwachung die dafür sorgt dass die Batterien einen gewissen Mindestladestand hat.

Oder ich verbinde/trenne immer nur die große Batteriebank mit 900Ah/24V mit zwei 120A SSRs auch über die vorhandene Kapazitätsüberwachung. Wenn die Batteriebank nicht voll ist dann kann sie problemlos die volle Leistung der LM aufnehmen.

Aber so viel Einsparung erwarte ich mir nicht, da die Batterie mittlerweile sowieso von PV meistens voll und deshalb die LM meist arbeitslos ist. Immerhin habe ich rund 2 kWp auf etwa 12 qm Fläche. Und bei einem Fahrzeug praktisch ohne Elektronik hat man keinen hohen Stromverbrauch. Der Motor läuft auch völlig ohne Strom. :p

von Emil - am 11.02.2016 11:39
Hallo

Wenn ich an meinem LM Prüfstand bei 6000 U/min 1,5 kw rausholen will brauch ich 5kw Antriebsleistung und das finde ich heftig, die 70% sind wohl die LM ohne lüfter.

Immer bedenken die Kühlung muß dafür ausgelegt sein daß bei minimaler Drehzahl und voller Last bei hohen Temperaturen genug Kühlung da ist und die LM dreht immer schneller als der Motor.

Gruß

Roman

von R.M - am 11.02.2016 17:43
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