Daimler: Milliarden für Entwicklung neuer Diesel

Startbeitrag von BdasB am 11.02.2016 19:44

[www.heise.de]

Daimler investiert Milliarden in die Entwicklung eines neuen Dieselmotors. Entwicklung und Produktionsumstellung koste ueber mehrere Jahre 2,6 Milliarden Euro, sagte Bernhard Heil, Leiter der Motorenentwicklung bei Daimler, am Donnerstag in Stuttgart.

...Der Motor sei aber auch auf die Erfüllung künftiger Grenzwerte unter realen Fahrbedingungen ausgelegt.


... wieviele Lademoeglichkeiten man wohl fuer 2,6 Milliarden Euro bauen koennte ...

Antworten:

Der typische Dieselfahrer ist aber kein Kanditat für ein Elektroauto sondern wird ein Langstreckenfahrer / Pendler sein.

von Sven Salbach - am 11.02.2016 20:27
Ich bin Langstreckenfahrer. 2010-2013 160km mit dem Tesla Roadster
2013-heute 223.000km mit dem MS

Da braucht es keinen neuen Diesel. Was soll den schon daran neuartig sein? Neuartige Schadstoffe!

von Eba_M - am 12.02.2016 21:25
Aber ein VW E Golf hat nicht diese Reichweite!!
Auch kein I3!
Normale Autos werden die auf absehbare Zeit auch nicht wirtschaftlich haben!

von Sven Salbach - am 12.02.2016 21:40
Hallo Sven,

ich habe deine Bemerkungen einmal zum Anlass genommen, und mir den Konfigurator des Golf angesehen.
Leicht ist es möglich, zusätzliche "wirtschaftliche" Ausstattung für 10T€ nach zu ordern, aber kein einziges KW an Akku-Kapazität ist zu kaufen. Ich finde die ganze Sache eine reine Verarsche. Wir hier im Forum wissen doch mit welchen Kosten eine KWh Akku-Kapazität zu Buche schlägt. Wenn man nur die Hälfte des optionalen Zubehörs in zusätzliche Kapazität stecken würde, dann sind auch heute schon genügend große Reichweiten möglich. Die 24 KWh eines eGolf kosten VW im Einkauf bestimmt nicht einmal 6T€. Was ist an dem eGolf denn eigentlich so teuer?
Da beißt sich die Katze ja wieder in den Schwanz.
Solange man keine marktgerechten Preise aufruft, werden die Absatzzahlen nicht steigen, und solange die Absatzzahlen nicht steigen, werden die Preise nicht angepasst. Warum auch, will man doch wie bei Daimler nun lieber neue Diesel entwickeln, denn damit sind auch heute schon gute Gewinne möglich. Es gibt eigentlich noch kein Geschäftsmodell. Oder zumindest glauben die meisten Entscheider noch nicht daran.
Auch das warten auf die Ladeinfrastruktur ist eine beliebte Ausrede, um die möglichen Kunden abzuschrecken. Alle großen Automarken haben in den größeren Städten ihre Servicepunkte. Wer hat übrigens schon bei VW (oder eine andere Firma außer Nissan) sein Elektroauto aufgeladen. Ich habe dort noch keine öffentlich zugänglichen Ladestationen gesehen. (Aussnahmen bestätigen die Regel)
Statt sich an das von Tesla nun in Entstehung befindliche Ladenetz anzuschließen, und entweder direkt daneben eigene Ladestationen zu installieren (schlechtere Lösung), oder sich dem "Standard" anzuschließen, erfindet man lieber selbst schnell noch einen Standard, und sorgt tunlichst dafür, dass die bereits seit langen Jahren im Markt befindlichen Fahrzeuge dort nicht geladen werden können. Ich bin ja nun schon einige Jahre älter, und kann mich noch sehr gut an die Entwicklungen bei der Videotechnik, und den damaligen Wettstreit der Systeme erinnern. Unabhängig von den unterschiedlichen Abrechnungssystemen. Das geht gar nicht. Hier muss im Vorfeld eine Einigung geschaffen werden, und zwar schnell (in wenigen Monaten). Nur dann haben eventuelle Investoren auch Planungssicherheit. Da ist die nächste "Katze".
Ich plädiere ja sowieso zur Induktionsladung an jedem Parkplatz. Sauber, witterungsunabhängig und Idiotensicher. Keine Ladesäulen, und kostengünstig. Mist geht auch nicht, denn man hat ja noch keine Einigung über ein einheitliches System. Es könnte so einfach sein.

Schade, dass alles so Zäh ist.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 13.02.2016 08:24
Es geht nur zu langsam mit den Fahrzeugen mit mehr Reichweite. Wir hatten es schon diskutiert als der i3 rauskam... den Bauraum des Rex mit einer Batterie gefüllt, d.h. Reichweite verdoppeln, dann wird es. Der Opel kommt, VW muss zwangsweise die Reichweite vergrößern. Tesla Modell 3 ist ab 1.4. bestellbar, der BYD ist jetzt in DE und AT käuflich. Es wird schon...

Ich freu mich an meiner Reichweite vom Tesla, der Mensch braucht eher die Pause als das Auto.... Es muss aber gar nicht 400 km Reichweite sein. Mit 200 - 250 km Autos wird man auch sehr viel machen können.

Wir kommen heute gerade aus dem Urlaub in Tirol zurück, dort gibts diverse Ladestationen und die haben - alle funktioniert! Teils mit Ladenetz (AÜW) und teils mit TNM (Smatrics). Nicht zuletzt konnten wir an der Ferienwohnung laden. Es ist auch kein Tag vergangen an dem man nicht andere Elektrofahrzeuge gesehen hat, vornehmlich ZOE und auch Teslas.

von Ralf Wagner - am 13.02.2016 18:04
@hallootto: :spos::spos::spos:

@sven: wer nicht will, will nicht oder 1000 Ausreden (ohne Abwägung) es nicht zu tun...

@all: wir machen uns in punkto Autoindustrie in D selbst kaputt...
wie läufts denn ? "Sehr geehrter Mitarbeiter von X Auto:
Leider haben wir keine Arbeit mehr für Dich, da die Leute nun keine Verbrenner mehr kaufen. Elektroautos haben wir nicht gebaut deshalb können wir Dich nicht mehr beschäftigen und bezahlen... schuld sind die Leute selbst, vermutlich haben die nun auch kein Geld mehr...
soll es übertrieben wirklich so weit kommen ?

Es sollte die Möglichkeit geben für 200- 300 Euro im Monat E-Auto zu fahren...

Was kost ein Kleinwagen im Monat im Durchschnitt ?
Wenn ich das mal auf nen Fiat (dieses neue Angebot für 50 Euro im Monat über 10 Jahre lang Fiat fahren) umrechne kommste mit Sprit Leasing Steuer usw. doch auch auf um die 200 Euro, Oder ???

Wie schwer es ist im Monat als normal arbeitender einzelner Bürger 1500 Euro netto zu verdienen...ohne Tricks und Hintertürchen sehen wir doch, oder ?

von Twiker76 - am 14.02.2016 10:12
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