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vor 1 Jahr, 11 Monaten
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vor 1 Jahr, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Twiker76, DH@SoKa, Ralf Wagner, wotan,der ältere, Bernd Schlueter, BdasB

EmoG "Fördergesetz" II ? (Laden am Arbeitsplatz)

Startbeitrag von BdasB am 10.03.2016 10:40

[www.stuttgarter-zeitung.de]

Das Verkehrsministerium bereitet ein zweites Fördergesetz für die Elektromobilität vor. So soll es Steueranreize für Berufspendler mit E-Autos geben.

Die Bundesregierung bereitet ein zweites Gesetz zur Förderung der Elektromobilität vor. Wie die Stuttgarter Zeitung aus Regierungskreisen erfahren hat, sollen mit einer Reihe von Maßnahmen im Steuer-, Bau- und Verkehrsrecht Elektroautos attraktiver gemacht werden.

Erleichterungen für Berufspendler

Dem Vernehmen nach will die Regierung die Nutzung von E-Autos für Berufspendler erleichtern. So soll es eine Ausnahmeregelung geben, die dazu führt, dass der Arbeitgeber seinen Beschäftigten Strom an Zapfsäulen unentgeltlich zur Verfügung stellen kann. Der Gratisstrom soll steuerrechtlich nicht als geldwerter Vorteil eingestuft werden. Nach den Steuerregeln müssen Arbeitnehmer den kostenlosen Strom als Einkommensbestandteil versteuern. Geprüft wird in der Regierung auch, ob Elektroautos bei der Entfernungspauschale für Arbeitnehmer besonders berücksichtigt werden können.

Private Ladestationen sollen einfacher möglich sein

Außerdem soll der Absatz von Elektroautos durch Erleichterungen im Bau-, Miet- und Wohnungseigentumsrecht gefördert werden. Mieter von Stellplätzen und Wohnungseigentümer, zu deren Immobilie ein Stellplatz gehört, benötigen zur Einrichtung eines privaten Netzanschlusses in der Regel die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft. Um diese Hindernisse zu beseitigen, soll es in Zukunft Privilegien zur Installation privater Ladepunkte geben. Die Regierung denkt auch daran, elektrische Anschlüsse für Elektrofahrzeuge bei Neubauten generell vorzuschreiben.

... weiter bei stuttgarter-zeitung.de

Antworten:

Hallo allerseits,

sollte da tatsächlich - endlich! - jemand geblickt haben, wie man mit wenig Förder- und Steuergeldern viel erreichen kann? Und große Stolpersteine im Alltag des Elektrofahrzeugfahrers beseitigt? Wer hat ihnen denn plötzlich diese "Tricks" verraten? Oder wo kommt plötzlich der gute Wille her? Ich kann's noch gar nicht glauben. Ist denn schon wieder Weihnachten?

Mit sonnigen Grüßen aus Karlsruhe,
Dirk
(Citroen AX Electrique, SAM I)

von DH@SoKa - am 10.03.2016 16:33
Wie lang das dauert...
da werde ich 50 (in 10 Jahren) und kann vermutlich immer noch bis an die nächste Ladestation, ca. 700 m von meinem Arbeitsplatz entfernt, hin...
Bin gespannt wann ich im öffentlichen Dienst in der Nähe eine Ladestation bekomme... wenn Kollegen sagen das ist aber ganz schön aufwändig (wenn die Kälte da ist mal warmfahren um zu laden) bzw. das wäre Denen zu blöd...oder wie blöd muss man eigentlich sein ?
Gleichzeitig bekommt ein neuer Mitarbeiter einen Dienstwagen als Mini für Außendienste (solche Konditionen seien traumhaft) Hoffentlich hat der Wagen eine "Offroad-Ausstattung" weil man ab und an auch mal ins Gelände muss... Bitte behandeln Sie den Wagen pfleglich damit man in einem Jahr diesen dann werterhaltend wieder zurückgeben kann und nicht soviel Geld entwertet wurde, dann gibts einen .... .

Da weißte gleich wo Du stehst (dr Maier halt)

ist mir doch egal... am Sonntag ist Landtagswahl und da ändert es sich eh wieder alles....

Traumhaft ! Dann bekam ich noch einen Rentenbescheid: Wie soll ich das schaffen ?
Ich glaub dann ist meine Asche schon unter Euch...
Ich hab echt "keinen Bock" mehr...

von Twiker76 - am 10.03.2016 19:53
Die Themen sind schon länger auf der Agenda. Über das Thema Änderung Mietrecht hat man schon vor zwei Jahren diskutiert, ich hoffe dass sie jetzt den Bogen bekommen. Unsere Regierung hat kein Geld für eine direkte Förderung, andere Dinge die genannt wurden lassen sich eher realisieren. Erwartet wird der ganze Katalog von Insidern bis April.

Die Ladestationen bei uns in der Firma sind auch noch auf "Standby", bis die steuerliche Regelung kommt.


Nur Mut, es kommen spannende Zeiten!

von Ralf Wagner - am 10.03.2016 22:32
Deutschland!
Jetzt haben wir dem Ausland unsere überhöhten Strompreise aufgedrückt, damit das einheitliche Abrechnungssystem (ca 35 Cent/kWh) funktioniert. Jetzt erst kommt man auf die Idee, bürokratische, schädliche Hürden abzubauen.

Es war eigentlich eine Idee der Grünen, Strom so teuer und unattraktiv wie möglich zu machen, weil man immer davon ausging, dass Strom nur umweltschädigend oder radioaktiv verseuchend hergestellt werden kann.

Das bedeutete aber auch für Deutschland heute das Abwürgen der Energiewende.
Strom kann heute preiswert und extrem umweltschonend aus Heizenergie, sozusagen als Beigabe, hergestellt werden. Dass das nur im verschwindend geringen Maße geschieht, liegt an den Hindernissen, die man im Stromsektor aufgebaut hat.

Eine andere Seite der Medaille: Sollte Strom nun günstiger werden,müssen wir dafür sorgen, dass er nicht mehr, wie bisher, zum Zwecke von Direktheizung missbraucht wird. Strom ist eben auch sehr bequem zu handhaben und verführt zur Verschwendung.
Der bisherige Weg, dies zu verhindern, war falsch.

Bei unseren Elektrofahrzeugen besteht diese Gefahr nicht: man ist wegen der Ladezeiten und manchmal besetzten Ladestationen schneller, wenn man seine Geschwindigkeit im ökologisch sinnvollen Bereich einstellt. Zudem muss man bei einer gemäßigten Geschwindigkeit nicht so viele teure Akkus mit sich herumschleppen.

von Bernd Schlueter - am 11.03.2016 06:25
Hallo Bernd,
was Du den Grünen unterstellst ist falsch! Es war nicht Sinn Strom teuer zu machen, sondern die drei "E" zu leben.

Einsparung
Effizienz
Eigenerzeugung

Letzteres aus regenerativen Energien. Die Direktverheizung ist eine Möglichkeit unsere volatile Erzeugung besser zu nutzen. Es spricht nichts dagegen in windreichen Winternächten optionale Heizstäbe Wärme erzeugen zu lassen, anstatt dei Windräder aus dem Wind zu drehen.

Auch bei Elektrofahrzeugen haben nicht alle die langen Ladezeiten, und sie sind ein Baustein in der Energiewende. Lass Dich überraschen was an Ladestationen auf unseren Autobahnen stehen wird.

von Ralf Wagner - am 11.03.2016 12:37
Da liege ich doch mit der steuerlich absetzbaren Pendlerpauschale mit 30ct/km halbe Entfernung von Fahrrad bis SUV günstiger als mit alternativer kostenloser Ladung für mein E-Fahrzeug.
woti
Oder habe ich da was nicht geschnallt?
Geht etwa beides?

von wotan,der ältere - am 11.03.2016 17:34
so denke ich auch...

wird dann die Pendlerpauschale für E Fahrzeugfahrer gestrichen ?

von Twiker76 - am 11.03.2016 19:35
Hallo allerseits,

ob wir am Arbeitsplatz den Strom kostenlos bekommen oder nicht, ist ja überhaupt nicht der springende Punkt. Es geht doch um etwas ganz anderes: Ein Mitarbeiter fragt den Chef, ob er sein Elektrofahrzeug laden darf. Je nach dem wird der Chef einem den Strom sogar schenken, weil's so am einfachsten ist und es nur um lächerliche Beträge geht. Dann aber kommt auf einmal die Personalabteilung ins Spiel: "Das müssen wir als geldwerten Vorteil veranschlagen". Hilfe - Verwaltungsaufwand. Dann kommt der Facility-Manager: "Für die Anschlüsse müssen wir aber die und die Vorschriften einhalten". Am Ende kommt noch die Gebäudeversicherung: "Wenn am Gebäude Steckdosen vorhandend sind, können wir Ihr Gebäude nicht mehr gegen Einbruch versichern". Und schon ist die Lademöglichkeit gestorben. Nicht am Geld, sondern einfach nur am großen Umstand. Das will sich einfach niemand antun.

Und diesen Mist kann man gerne mal ändern.

Oder hat schon mal jemand von Euch im Bereich einer Großstadt nach einer Garage mit Stromanschluß gesucht? Ich hab's probiert. Gefunden habe ich sie letztlich 15km außerhalb. Warum?

Ich hatte mehrere (!) Mietangebote für Stellplätze in Tiefgaragen von Häusern mit Eigentumswohnungen. Die Kosten für das Setzen einer Dose hatte ich ausdrücklich angeboten zu übernehmen. Wie ging das Spiel aus?
Fall 1: Man hat sich die Mühe gemacht, mit den anderen Eigentümern zu sprechen, hat mit dem zuständigen Elektriker gesprochen und war zu dem Ergebnis gekommen, daß der Umstand einfach zu groß ist und sich die Garage viel einfacher an jemanden vermieten läßt, der keine Steckdose braucht. Wie gesagt - daß ich die Kosten übernehmen würde, war ausgemacht. Trotzdem...
Fall 2: Man hat sich die Mühe gemacht, mit der Hausverwaltung und den anderen Mieteigentümern zu sprechen und war hierbei ganz offensichtlich guten Willens. Jedoch: Ein Teil der anderen Mieteigentümer war am Ende dagegen, weil ihnen das Ganze "irgendwie suspekt" war. Damit war's gestorben.
Fall 3: Beim Erstgespräch war die Aussage extrem positiv, Dose setzen sei überhaupt kein Problem, geeignete Leitungen wären nicht weit weg, man meldet sich wieder. Ist aber nicht passiert. Beim Rückruf von meiner Seite hat sich dann herausgestellt, daß man nun "ganz aus Versehen" gerade eben einen Vertrag mit einer netten jungen Frau abgeschlossen habe, das könne man ja nun nicht mehr rückgängig machen.
Usw., usf. Stellplätze von Baugenossenschaften - auch wenn die Garagenanlagen nagelneu sind - sind übrigens nach meiner Erfahrung auch alle ausnahmslos immer noch ohne Stromanschlüsse. An den paar Kabeln kann's nicht liegen, Licht gibt es ja schließlich auch.

Sowas läßt sich doch durch geeignete Ausgestaltung im Miet- und Baurecht relativ einfach und ohne große Kosten regeln, wenn man es denn möchte.

Mit sonnigen Grüßen aus Karlsruhe,
Dirk
(Citroen AX Electrique, SAM I)

von DH@SoKa - am 12.03.2016 16:04
Also ist es wieder das wollen !

Das andere ist der Neid der "Benzin im Blut-Fraktion" ich kann mein Auto ja auch nicht am Arbeitsplatz mit Benzin oder Diesel durch eine Infusionsleitung füllen...
das wäre aber von der Energiemenge der Vergleich...

Unverständlich: Warum soll die Einbruchswahrscheinlichkeit steigen wenn es Außensteckdosen gibt ?
Damit man Einbruchswerkzeuge (Flex, Bohrhammer) mit Strom versorgen kann ?
Das ganze gibt es mal abgesehen auch als Akkuversionen.
Lärm und auffallen tuts immer...

Wir haben durch die Politik vor allem im BW einen "klaren Regierungsauftrag" ich befürchte nur das die meisten Grünwähler eigentlich sich gar nicht so grün sind und damit schließt sich der Kreis wieder zur "Benzin im Blut Fraktion"

Heute habe ich an einer P.u.C Station solch eine Aussage von einem Audifahrer bekommen: "Wegen deinem E Fahrzeug müssen nun wieder Windräder angeworfen werden (und damit auch neu gebaut) werden und: Ich bringe das Stromnetz mit den Frequenzen durcheinander"
Da haste keinen Bock mehr was zu sagen...

Die andere Fraktion scheint eine "dumme, bildungsstarke Sonderschulfraktion" oder einfach (und das ist das größte Problem)
eine Fraktion zu sein die vermutlich zu faul und zu bequem ist, sich einfach mal Gedanken zu machen... und es soll alles so bleiben wie es war... geht aber offensichtlich auch mit einer AFD nicht...
Diese Zwiespältigkeit: Es soll so bleiben wie es ist und ich will nicht zurück in die Steinzeit...

Das alles steht in dieser Diskussion um Ladesäulen am Arbeitsplatz als mein vermuteter Grund...
und das ist Egoismus pur und leider kein so immer wieder "gepriesenes Miteinander"

von Twiker76 - am 13.03.2016 19:14
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