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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, schachtelhalm, BdasB

Forscher fragen "Wie kann das Laden attraktiver werden?"

Startbeitrag von BdasB am 17.03.2016 19:18

... wieder mal von diesem seltsamen Forschungsportal ....
[www.emobilisten.de]

Ideenaufruf: Wie kann das Laden attraktiver werden?
Liebe eMobilisten,
unser nächster Ideenaufruf dreht sich rund um die Ladesäule. Eure Ideen sind gefragt: Wie kann das Laden attraktiver werden? In Diskussionen mit Interessenten kommt immer wieder die Frage auf, was man während der Ladezeit eigentlich Sinnvolles tun kann? Gerade wenn man nicht zu Hause über Nacht laden kann, sondern z.B. auf einer längeren Strecke unterwegs ist, besteht die Befürchtung, dass man durch einen Ladestop unangemessen viel Zeit verliert.

In den nächsten zwei Monaten würden wir dieses Problem gerne mit euch diskutieren und Ideen dazu sammeln, mit welchen Angebote und Services wir es schaffen, dass die Ladezeit selbst einen Mehrwert darstellt.

Antworten:

Wir laden fast immer auf dem Caravanstellplatz. Kleingeld ist immer da, die passende Karte und der richtige Stecker nie.

Sobald wir rückwärts in die Nähle der blauen CEE Säule rollen schauen alle Augen auf uns, weil PKW will man da verständlicherweise erst mal nicht. Dann rollen wir das Fenster runter und packen die Kabel aus. Beim Einstecken und Bezahlen kommen dann anerkennende Blicke, die machen das öfter.

Danach werden wir garantiert an irgendeinen Tisch zum Plaudern eingeladen. Camper sind hilfsbereit und neugierig. Wenn wir danach zum Cafe oder Einkaufen gehen, wissen wir, die Camper passen auf unser Schneewittchen auf und freuen sich wenn wir wiederkommen.

Da wo wir öfter hinkommen wissen die Leute, Elektroautos bleiben nicht lange. Dann sind Steckdose und Parkplatz frei für den nächsten.

Attraktiver machen? Die Caravanstellplätze liegen meist an genau der richtigen Stelle. Da ist alles was man braucht gerade um die Ecke.

Strom für 50 Cent mag auf den ersten Blick teuer sein, aber ich muss schon lange laden, um auf den Einstandspreis der üblichen Räuber zu kommen.

von schachtelhalm - am 18.03.2016 09:36
Seit drei Jahren erreiche ich meine wichtigsten Bestimmungsorte nicht mehr elektrisch ohne Zwischenladen. Das hat sich erst jetzt wieder geändert. Bestimmungsort heißt, genügend Zeit zum Laden und keine Umwege. Das heißt für mich auch, gekühlter Schukostecker. Diesen billigen Komfort sollte man sich gönnen und auch eine Ersatzsteckdose plus notwendiges Werkzeug dabei haben.
Ein paar Dosen habe ich schon ausgewechselt. Meine Gastgeber waren nicht traurig deswegen.
In Düsseldorf haben die meisten Säulen auch noch zwei Schukostecker. Finde ich Spitze, in Köln auch noch etliche. Ich kann den gesamten Rhein-Ruhrbereich wieder elektrisch direkt erreichen. Bundesgrenze zu Belgien und Niederlande von Aachen bis Emmerich, das gesamte Ruhrgebiet, weit ins bergische Land, und Bonn. Meinen Saxo kann ich auch in einer halben Stunde auf 70km Reichweite aufladen.
Den Tesla lasse ich erst mal noch im Laden stehen, es geht doch schon auf Langstercken wertvolle Zeit verloren, die man nicht sinnvoll verbringt. Die Tests mit den Teslas auf 1000km haben schließlich jedes Mal 14 Stunden verballert, mein Diesel würde das bei 80 Liter Dieselverbrauch in 8 Stunden stressfreier können. Dazu meist eine Übernachtung weniger. Die Cityel-Fahrer störts nicht, die haben Ihr Schlafzimmer immer dabei. MacDonald, Ikea und andere haben oft Wlan freigeschaltet, das finde ich ausgesprochen angenehm.
Thenewmotion ist per Vodafone-Netz mit Amsterdam verbunden.
Die Hausstationen (Lolos) könnten eigentlich auch für die Ladezeit das meist im Haus vorhandene Internet freigeben, das wäre einer meiner Vorschläge zur Erhöhung der Attraktivität. Einfach mit Kontrolle wegen Missbrauch, über die Lolo und die Ladekarte.
plugsurfing hat das schon im Namen drin, kommt sicherlich bald.
Nein, die Campingplätze liegen nicht immer am Nabel der Welt.

von Bernd Schlueter - am 18.03.2016 10:14
Gestern war ich in Den Haag. Wirklich überall Ladestationen. Aber an den unmöglichsten Stellen, meist am dichtesten Verkehr, fast mitten auf der Straße. Das wäre eine nationale Aufgabe, diese möglichst an allen Bestimmungsorten anzuordnen, weshalb ich meist noch den Schukostecker bevorzuge, obwohl ich jetzt ein höchst unkomfortables Faltrad mit 16 Zoll - Rädern verwende, wenn ich doch mal zur ferneren Ladesäule muss. In den Niederlanden konkurrieren Elektroautoladeplätze mit den sonstigen Parkplätzen, die arge und teure Mangelware sind. Insofern, Elektrofahrzeuge sind bei weitem nicht so verbreitet wie Ladesäulen mit kostenlosem Stellplatz, sind die Niederlande noch ein Elektroautofahrerparadies.
Wichtig:
Ladet, ehe Ihr ins europäische Ausland fahrt, die meist sehr kostengünstigen Auslandskarten im Navi hinzu. Sonst passiert Euch das, was uns gestern passierte: beide Navis zeigten vor der Fahrt, ohne WLAN und Netzverbindung ganz Europa mit allen Einzelheiten auch auf den kleinsten Straßen an, aber kurz vor Utrecht wurden plötzlich alle Straßen, Namen und wichtige Dinge im Umkreis von 50km um den jeweiligen Aufenthaltsort ausgeblendet, wir mussten trotz zwei Navi-Smartphones, Telekom und Vodafone, im Blindflug weiter und überall fragen, wo es weitergeht. Nein, auch da besteht noch ein Chaos und die Niederlande sind alles andere als gut ausgeschildert.
Man hat gefälligst km-weit vorher zu wissen, in welcher der fünf Spuren man sich einzuordnen hat, sonst geht ein unerwartet lautes Hupkonzert los. Jemanden die Spur wechseln lassen? Neuerdings doch in den Niederlanden nicht mehr! Es ist noch viel zu tun. Wlan fürs Navi- in den Niederlanden- ein Muss!
Faltrad: kauft bitte keine zu kleinen Raddurchmesser und pumpt möglichst auf 5 bar auf, sonst trampelt Ihr Euch zu sehr ab! Eine Federung vorne und hinten ist ein Muss, sonst aua. Statt Trampeln im Regen warte ich sonst doch lieber meine Stunde am Müllentladeplatz ab, oder halte mir, in den Niederlanden, die Ohren zu.
Wenn der Ort ruhig ist, bereichert ein zeitgesteuerter Wlan-Zugang den Zwangsauenthalt ungemein. Die Kinder sind damit noch nicht zufrieden gestellt. Teddy nicht vergessen.

von Bernd Schlueter - am 20.03.2016 09:03
Groß forschen muss man nicht für eine Ideensammlung. Wer Elektroauto fährt, freut sich auch schon, wenn er nicht nur auf dem Papier norwegischen Wasserstrom kredenzt bekommt, sondern wenn er die Möglichkeit hat, seine Ladegeschwindigkeit an die tatsächlich gerade bereitstehnde alternative Energie anzupassen und ganz besonders, wenn er seinen Strom direkt aus einem Blockheizkraftwerk bekommt, aus dem der CO2-Ausstoß unter 100 Gramm pro kWh beträgt.
Aber gerade da hat unser Staat große Hürden gesetzlicher und finanzbürokratischer Art aufgestellt.
Ich bin gegen jede Art staatlicher Subventionierung. Es genügt, wenn die Hindernisse für den Verkauf elektrischen Stroms beseitigt werden und wir uns den europäischen Verhältnissen anpassen. Wenn schon Umlagen auf den Strom, dann bei den dazu verbrannten fossilen Brennstoffen, Kohle, Öl und auch Gas. Das schlägt sich auch im Strompreis nieder, aber nicht in der bisherigen, umweltschädlichen und die Energiewende behindernden Art. Energiewende, das bedeutet dezentrale Netze ohne Monopole. Das Einzige, wo der Staat regulierend eingreifen muss, ist das Verbot elektrischer Direktheizungen und bei allem, was Energie unnütz verschwendet.

Unsere Router haben meist vier Ausgänge. Über ein zusätzliches Relais in der Ladebox können wir einen buetooth- oder Wlan-Zugang mit eigener Mac schalten, der für die Ladezeit eine Internetverbindung freigibt.
In Luxemburg-Stadt habe ich entdeckt, dass im gesamten Innenstadtgebiet ein offenes Wlan zur Verfügung steht. Während das Auto geladen wird, kann man für 4 Euro nicht nur die Stadt, sondern das ganze Land Luxemburg einen ganzen Tag lang bereisen, mit allen Verkehrsmitteln oder zu Fuß.
Da lohnt es sich sogar, das E-Auto stehen zu lassen. Ganz Belgien gibt es bis zum 26. und ab dem 65ten Lebensjahr für 6 Euro, an jedem Bahnhof oder an jeder Verkaufsstelle, gleich, wie weit, hin und zurück. Mit der Einheitlichkeit der E-Tankstellen ist man noch zurück. Auch dort hat man durch zu viel Subvention nur Unheil angerichtet. Deshalb empfehle ich noch die elektrischen Züge, allenfalls Adapterstecker und umständliche RFID-Bestellung.
Von Krefeld aus kann ich mit 80km Reichweite meines Saxo die gesamte Atlantikküste vom französischen, über das belgische Flandern, bis nach Nordholland und Ostfriesland elektrisch bereisen.
In den Niederlanden muss man die Ladesäulen demnächst mitten auf die Straße setzen, weil auf dem Bürgersteig kein Platz mehr ist.


Elektrische Küsten-Straßenbahn, die längste der Welt, kostet extra. Ist das teuer?

von Bernd Schlueter - am 21.03.2016 13:14
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