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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
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Ralf Wagner, Bernd Schlüter, schachtelhalm, Manfred aus ObB, omitreligion, Bernd Schlueter

Chademo 150 kW

Startbeitrag von Ralf Wagner am 03.06.2016 08:28

Nachdem der CCS Stecker als HPC 150 mit 150 kW spezifiziert ist, gibt es auch für den internationalen Chademo Standard eine 150 kW Spezifikation
[www.chademo.com]
rw

Antworten:

Diese billigen Blechfederkontakte, die ich beim Blick in den CCS-Stecker an der fetten VW-Ladesäule in der Düsseldorfer Automeile erblickt habe, können nie und nimmer für 150 Ampere zugelassen sein. Bei 1000 Volt und 150 Ampere könnte ich in einer Minute 10 km tanken. Das entspräche schon bald Schallgeschwindigkeit. Ich bin schon überrascht, was es da für Pläne gibt. Meinen Induktionskoffer kann ich dann ja wohl zuklappen?

von Bernd Schlueter - am 03.06.2016 16:50
Hallo Bernd, mache Dir keinen Kopf um die Kontaktsysteme und das was Du meinst zu sehen. Bei 150 kW sind die Systeme gekühlt, in der Mäulesmühle haben wir einen Vortrag dazu gesehen.

von Ralf Wagner - am 03.06.2016 20:26
Was auch bedacht werden sollte: Bei dramatischer Verkürzung der Ladezeit braucht man auch Akkus die das abkönnen.

Die wenigsten Zellen können so hohe Ströme verkraften.

Beim Tesla z.B. schadet das Supercharging die Zellen, dass ist vielen Tesla-Fahrern anscheinend nicht ganz klar. Man sollte nur ausnahmsweise wenn man Reichweitenfahrten macht da dran.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 03.06.2016 21:19
Was ich da bei VW gesehen habe, war ungekühlt und offensichtlich ein ausgestanztes Blech, was demm zusammengebogen wurde zu vier Kontaktstreifen. Ich habe nicht gefragt, womöglich war es nur eine Atrrappe, der ich allenfalls 16 Ampere zugetraut hätte. Die mitte des zusammengbogenen Kontaktfahnensterns war ein einfache zentraleSchraube, Nein, da war nichts gekühlt.
Gekühlt und maßgenau gefräste Kontakte - das ist in Ordnung und genau das, was ich für Schukostecker zum Fahrzeugladen fordere.

Kühlung, das heißt ja wohl Kühung mit Peltier-Elementen. Das heißt, mit einem höheren Wirkungsgrad als normal, weil hier Temperaturdifferenzen gerade vermieden werden. Unmittelbar damit verbunden ist zwangsweise eine Temperaturüberwachung, sodass Fehler sofort detektiert werden, die Ladung entsprechend angepasst und eine Fehlerbenachrichtigung ausgesandt wird.

Ich behaupte, das ist der entscheidende Schritt für die massenhafte Einführung der Elektromobilität, bei der es auf schnelles Laden ankommt.
Natrium als leichter Energiespeicherstoff sollte zudem die benötigten Reichweiten möglich machen.
Die 3,3 fache Atommasse ist kein wesentlicher Nachteil.
Der Zeitaufwand zum Tanken, der heute noch ca 50 mal so hoch wie beim Tanken fossilen Brennstoffs ist, dürfte mit diesem vergleichbar werden. Warteschlangen dürften bald völlig wegfallen.

Die Brandgefahr dürfte uns trotzdem erhalten bleiben.

Wesentlich wird sein, dass man nicht völlig gedankenlos die Geldverteilungsmaschine anwirft, die uns einen weiteren Wirrwarr von unzähligen unkompatiblen Tanksystemen beschert.

Chademo - warum nicht japanisch?Teetrinken ist schließlich gesund. Tee wird außerdem so heiß serviert, dass man ihn erst abkühlen lassen muss, womit ein guter Teil der lästigen Ladezeit schon überbrückt ist.

von Bernd Schlüter - am 03.06.2016 22:49
Für CCS gibts sowohl Versuche mit Luft wie mit Wasserkühlung. Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung war auch die äußere Hülle des Steckers nciht zu heiß werden zu lassen, schließlich muss man den Stecker noch anfassen können.

von Ralf Wagner - am 04.06.2016 08:14
Meine Versuche mit Luftkühlung an Schukosteckern und Dosen verliefen alle äußerst zufriedenstellend. Dort sind es nur Bruchteile eines Watts, die abgeführt werden müssen. Da genügt ein leicher Luftzug über die beiden Gehäuse von außen.
Bei 150 Ampere ist eine aktive Kühlung per Temperaturdifferenzüberwachung aber unverzichtbar. Es entstehen dann erst überhaupt keine Oxydschichten.
Eine Innenkühlung der Stifte per Luft ist nicht ausreichend. Flüssigkeitsverdampfung in Wärmeroheren wie bei besseren Prozessorkühlkörpern ist angebracht, aber bitte auch da mit laufender Temperaturüberwachung und im Bedarfsfall Abregeln des Laders.
Wenn dies schon einmal vorhanden ist, sollte auch eine Temperaturmessung an mehreren Stellen über der Batterie nicht fehlen, die an den Lader den Befehl gibt, zu reduzieren.
Die schnelle Ladung., die dann möglich ist und der Zeittarif ermöglichen dann, jeden dazu zu bewegen, bei der Ladung anwesend zu bleiben. Das dient auch der Sicherheit.
Dragan, es ist kein Problem, die Elektroden großflächiger, aber mit weniger Energiegehalt auszulegen. Diese werden dadurch zwar schwerer, aber auch sicherer und schnellladefähiger.. Es muss ja auch nicht immer die gesamte Batterie geladen zu werden...20% der Batterie schnelladefähig mit 5C, 80%mit 2C. Das bringt auch in 12 Minuten etwas.
Besser wäre noch ein Lademanagement, das die 80% anfangs mit ca 4C ,lädt und dann die Stromstärke zurücknimmt und erst zum Schluss die Schnellladebatterie auffüllt. Dieses management müsste dann natürlich im Fahrzeug untergebracht sein, was aber kein Problem darstellt.
Diese Aufteilung der Batterie schont diese ungemein und hält Reserven bereit.

Ich erinnere an die Priusbatterie, die nur 1,8 kWh speichern kann, aber auch 100kW bereitstellt und ca 30 kg Masse hat.

Bei Lithium ist das nicht anders. Helipiloten kaufen Kokams, die 20C vertragen, allerdings dann nur für eine beschränkte Zyklenzahl. Ich glaube, die Spezifikation liegt bei 40 Zyklen.
Meine Flugakkus von nur 23 Ah bei 1,2 Volt haben 1.05kg Masse, werden aber beim Start des Airbus für einige Sekunden mit 1700 Ampere belastet, wobei die Spannung auf 1 Volt absinken darf. Eine ideale Ergänzung. 100 Saftzellen und 95 Airbuszellen, die sind auch von SAFT. Geladen getrennt. Entladen parallel.
Mir fehlen noch einige Zellen...Alles Nasszellen, die dürfen , aber nur bei der Entladung, auch direkt (über eine Sicherung) parallel geschaltet werden.

von Bernd Schlüter - am 04.06.2016 10:16
Zitat
Bernd Schlüter


Ich erinnere an die Priusbatterie, die nur 1,8 kWh speichern kann, aber auch 100kW bereitstellt und ca 30 kg Masse hat.


Bernd Toyota is da lediglich dem Rat von Karl Valentin gefolgt, der da Lautete

* Kenna da ma scho, nur Traut ham uns Net *

Der Priusakku könnt 50% mehr speichern, würd aber dan schneller Perdü sein
und so mit nur 50% Ladehub konnte Toyota 8 Jahre Garantie geben, keine Frage
der Technik sondern des Marketings

Nur des mit die 100 kW Bereitstellen des solltes Du nochmal nachschauen ;-)

von Manfred aus ObB - am 04.06.2016 11:20
In Sinsheim, der Mirai, die haben auch eine idiotische Zahl von kW genannt. Der Trick, die nehmen NiMH statt Lithium und nutzen nur einen Bruchteil der Kapazität.

Riversimple in Wales (Vereinigtes Königreich) geht noch einen Schritt weiter und nimmt Kondensatoren, statt Batterien.

von schachtelhalm - am 04.06.2016 22:05
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