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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
BdasB, Hotzi-47, Eba_M, Bernd Schlueter

ABB Chef im Interview

Startbeitrag von BdasB am 04.07.2016 08:28

[wirtschaftsblatt.at]


... ein Auszug ...
"Für ein Auto mit 400 Kilometern Reichweite reicht für 99,9 Prozent des Betriebs die Steckdose daheim – da brauchen Sie keine Schnellladestation", meint ABB-Chef Ulrich Spiesshofer...

Antworten:

Für 99,9% aller Autofahrer würde auch ein Dacia Logan reichen.
Aber einige wollen immer mehr haben, sicher gehört auch ABB Chefs und viele andere Chefs dazu. Und wie kommt er auf die 99,9 %, einfach mal so aus dem Ärmel geschüttelt oder vermutet? Nach den langjährigen Erfahrungen von Park&Charge sind es 85 bis 90 % aller Ladevorgänge zu Hause, der Rest unterwegs.

Ganz ohne Ernst: Für jede weitere Tour braucht man Schnelllader unterwegs. Ging jedenfalls mir bei meinen Touren so. Klar, wenn man nur "ums Haus" fährt, reicht die Dose zu Hause. Und zum Thema "Touren" und unterwegs: Der Appetit kommt beim Essen. Wenn Langstrecke möglich ist, wird sie auch elektrisch gefahren, den höheren Reichweiten und den Schnellladern sei dank. Dahin wird die Entwicklung mit 99,9% Sicherheit gehen. Wenn jede Tankstelle, jeder Supermarkt, jeder Sportplatz, jedes Fittnesszentrum, jede Sauna, jedes Schwimmbad und jedes Restaurant und Hotel entsprechende Ladesäulen hat, fährt jeder problemlos elektrisch. Wir sollten hier mal einen Formbrief entwerfen, den wir Fahrer dann an unsere jeweiligen bevorzugten neu zu errichtenden Plätze für Ladestationen senden. Also dorthin, wo wir hinfahren wollen und uns eine halbe Stunde oder mehr aufhalten werden.

Ach so, warum dann baut ABB die Schnellladesäulen, wenn man sie so wenig braucht. Und ich kenne einige Leute, die die Schnelllader zu Hause haben wollen. Wie das und warum?

Z.B. eigene Erfahrung: Anruf: "Kommt ihr mit Essen heute abend?" "Nö, geht nicht, E-Auto ist leer, und in einer Stunde nicht genug geladen." Dann ein min. 20 kW DC Lader wäre schon schön. Man braucht ihn sicher nur dreimal im Jahr oder so, aber man gönnt sich ja sonst auch alles. Allerdings: eine Ladestation unterwegs, nahe beim Ziel, wäre auch eine Lösung. Muss nicht extrem sein, aber 20 kW wären schon gut.

Nicht das, was man wirklich braucht, sondern das was man haben will und bezahlen kann, zählt. Vor allem bei Autos. Kenn schon Leute, die einen Tesla Roadster noch so zusätzlich in Reserve behalten und für den Leaf noch eine E8 Chademo Station in der Garage haben.

Gruss, Roland
... und außerdem hat die Industrie schon immer das geliefert, was die Leute haben wollen, nicht das, was sie brauchen./size]

von Hotzi-47 - am 04.07.2016 09:43

Re: ABB Chef ....

Hallo Roland

Evtw. ist er ja nur auf Tesla sauer ... weil die SC's nicht bei ABB bestellt wurden ??? (Er spricht ja von einem 400km Reichweite-EV ;-) )

von BdasB - am 04.07.2016 10:04

Re: ABB Chef ....

Zu 99,9% habe ich in 400km Entfernung keine heimische Steckdose. Nur Düsseldorf ist voll davon und außerdem habe ich seit gestern Vorfahrt auf der Taxi- und Busspur zu meinen Düsseldorfer Steckdosen. Ich winke den im Stau steckenden Autofahrern freundlich zu, wenn ich um eine Stunde Stau im Vorteil bin. Dafür muss ich am Schukostecker etwas länger laden.
Irgendwann leiste ich mir noch einen Benzinkanister, in den ich noch etwas Strom laden kann. Als Reserve.

von Bernd Schlueter - am 09.07.2016 21:44

Re: ABB Chef ....

Der Vorstand von ABB fährt Tesla.

Da hat er wohl eigene Erfahrungen und festgestellt, das Laden in der eigenen Garage reicht aus.

Ich habe die gleichen Erfahrungen mit meinem Roadster und dem Model S gemacht. Obwohl ein SuC zwischen meinem Wohnort und Würzburg (70km) liegt, lade ich nur selten dort, da meine Batterie auf der Rückfahrt immer noch >60% SOC hat.

von Eba_M - am 12.07.2016 06:53

Re: ABB Chef ....

Zitat
Bernd Schlueter
Irgendwann leiste ich mir noch einen Benzinkanister, in den ich noch etwas Strom laden kann. Als Reserve.

Oh Bernd, vielen Dank für diese Super Idee. Ein alter (oder neuer) Benzinkanister ins E-Auto. Ein prima Gehäuse für unsere hp-mini u.a. Ich probier gleich mal, ob sie reingehen. Dann am Auslassstutzen die Ladesteckdose, CEErot oder Typ2. Mit sauberem Deckel drauf.
Geniale Idee, also Reserve, wie Du ja schriebst. Mitnehmbar und auswechselbar, von Fahrzeug zu Fahrzeug, und mit bequemen Tragegriff oben.

Das beste: 20 Liter Blechkanister für 22 kW Lader, kleinere Lader dann in kleinere Gehäuse, also die 5 oder 10 Liter Kunststoffkanister einbauen. Natürlich mit den bewährten verlängerten Lüftern für hohe Luftleistung. Billigere Gehäuse habe ich noch nicht gefunden, und sauber dazu. Oder gleich eine Sammelbestellung, bei drei Stück wirds noch billiger.

Danke, Roland
P.S. Ich freu mich schon auf die erstaunten Gesichter, wenn so eine Ladebox neben dem Auto steht, mit Kabel zur Ladesäule und Kabel ins Auto.

von Hotzi-47 - am 12.07.2016 09:29
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