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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb news
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, BdasB, Sven Salbach, Bee

EV-Absatzentwicklung stagniert

Startbeitrag von BdasB am 19.07.2016 06:08

[www.welt.de]
[www.kfz-betrieb.vogel.de]
E-Auto-Neuzulassungen
Deutschland verliert Anschluss an Elektro-Leitmärkte
Absatzentwicklung stagniert in Deutschland



Antworten:

Zitat
BdasB
Absatzentwicklung stagniert in Deutschland


Naja, falsche Zahlen wurden angeben, um in der Überschrift eine Unterstellung behaupten zu können.

Tatsächlich:

1. Halbjahr 2016: 9.643 Neuzulassungen EV + PHEV
1. Halbjahr 2016: 10.481 Neuzulassungen EV + PHEV

Quelle: KBA.

Gründe für den geringen Ansteig von 8,7%:
- in 2015 gab es ca. 3500 Stück Tageszulassungen Kia Soul EV, die fast alle nach Norwegen exportiert wurden; dieses Jahr fast keine.
- Abwarten der erst seit 01.07. beantragbaren EV-Prämie (2.000 bzw 1.500 €) seitens der Kunden

(ok, dieses Forum ist nicht an Sachinfos weniger interessiert).

von Bee - am 19.07.2016 06:27
REKLAMATIONEN bitte an die STUDIENERSTELLER ...

von BdasB - am 19.07.2016 06:58
Ich fahre meist etwas weiter, als dass ich mit der Ladung hin und zurück fahren kann. Das bedeutet, ich nehme mein Einrad mit oder, was meistens der Fall ist, lasse mich von der 2 bis 5 km entfernten Ladestation von einem sportlichen Verbrennerfahrer abholen und wieder hinbringen. Bei schönem Wetter gehe ich die 2km zu Fuß,bei 5km extrem selten. Einradfahren in der Großstadt ist nicht einfach, obwohl man beide Hände für den Regenschirm frei hat, um sich gegen den Sturm zu stemmen. Bei Unwettern, ohne Regenschirm, zum Schwimmen. Kurz, die Ladestation ist nicht immer da, wo man sie gerne hätte. Meine Freunde, die ich zu besuchen, bereit bin, haben alle Schuko.
Das ist super. Parkhäuser mit Tanke? Immer öfter besetzt und 4,5 Stunden Ladezeit kosten 4,50 Euro und sind am falschen Ort. Also, ohne Nahverkehrsdauerticket für 80 Euro alles ziemlich lästig.

Mein anvisierter Partner oder Berliner vom Zitronenhändler hat die 1,5 fache Reichweite, benötigt aber 8 1/2 Stunden zum Vollladen , immerhin am überall vorhandenen Schukostecker. Der eingebaute Chademostecker nutzt in Düsseldorf und Umgebung nichts, hier unbekannt. Selbst Nissan dieselt hier.
Also warte ich noch mit meiner Bestellung.

Ich sage allen Leuten ehrlich, wie es ist und empfehle nur Leuten mit Garage, die ein Zweitauto für die Kinder benötigen, 100%ig ein Elektroauto.
Außerdem denen, deren Arbeitsstelle in passender Entfernung liegt und gut erreichbar ist.

Zur Zeit suche ich für genau solche Bekannte zwei Gebrauchte, weil die Neuen zu teuer sind. Da ist aber noch nicht viel Zuverlässiges auf dem Markt. Ich selbst hätte die Zeit, auch für Reparaturen. Aber Nicadgepansche mit Batterien unzuverlässiger Herkunft, das tue ich meinen Freunden nicht mehr an.

Kurz, meist geht mein Rat dahin, noch abzuwarten.

Meine Meinung, gäbe es einen kleinen, leisen, handlichen rangesextender von über 10 kW Nettoleistung, würde der Verkauf explodieren. Für die Übergangszeit wäre das DER EINSTIEG in die spätere reine Elektromobilität.
Das Ding würde fast nie laufen und gleich, wie man fährt, ob mit Strom oder mit dem Verbrenneraggregat, bei 15kWh auf 100km, kosten die 100km 4 Euro 50 Energie, plus 50 Euro weitere Betriebskosten bei den heutigen Elektroneuwagenpreisen.

Dass man dann nur mit holländischer Lastwagengeschwindigkeit auf der Autobahn weiterkommt, damit finden sich allerdings nicht alle meiner Bekannten ab.

von Bernd Schlueter - am 19.07.2016 10:58
die Prmie bringt...0

von Sven Salbach - am 19.07.2016 20:25
Ganz so pessimistisch wäre ich nicht. Bei der Abwrackprämie hatte Citroen gemauert und keine Order mehr angenommen, die nicht die volle Abwrackprämie durch Preiserhöhung vereinnahmte. Es wurde dann ein Renault.

Bei mir würde die Prämie greifen, wenn ich wenigstens Chademo in der Umgebung von Düsseldorf laden könnte. 8,5 Stunden Ladezeit sind mir zu viel. Ich werde versuchen, zu verhandeln, oder etwas Gebrauchtes zu kaufen. Auch die dürften infolge der Prämie in größerer Zahl angeboten werden.

Ich denke schon, dass die Prämie einen Auftrieb gibt. Klar, Elektroautos sind ungehörig überteuert.

Statt auf billige Steckdosen hat man sich auf teure Ladesäulen geeinigt. Das passt alles nicht zusammen. Zu wenige Ladesäulen am falschen Platz, die unnötig Parkraum blockieren.
Für Elektroautos genügt ein Campingstecker mit 5mA Fehlerstromschutzschalter und 3,7 kW Begrenzung. Auch ein Tesla benötigt nur 15kWh/100km. Schnellader sind nur rein zusätzlich erforderlich. Nur für Leute, die am Fahrzeug warten, Zeittarif. Natürlich Gleichstrom, nicht Typ2.
Aber es werden eben Fehler gemacht. Meine Empfehlungen beziehen sich ausschließlich auf die vorhandene Garage mit Schukostecker und die Notwendigkeit des Zweitwagens. Natürlich auch auf das angenehme Fahren. Für unsereins kommt natürlich nichts anderes in Frage.
Dass die bundesdeutsche Politik die Energiewende durch Verhinderung eines alternativen, abgabenfreien Netzes verhindert, halte ich für mich, ist aber für mich einer der wichtigsten Punkte. Er gehört für mich zwingend zur Sinnhaftigkeit der Elektromobilität.

Dann brauchen wir auch keine Prämie.

von Bernd Schlueter - am 20.07.2016 14:44
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