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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 9 Monaten
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Bernd Schlueter, Hotzi-47, BdasB

Ladesäulenverordnung (wird angepasst ... ein wenig ;-)

Startbeitrag von BdasB am 08.08.2016 07:15

[www.energate-messenger.de]

Bund kommt Ladesäulenbetreibern entgegen (... naja...)
Das Bundeswirtschaftsministerium hat offenbar auf die Kritik an den rigiden Vorgaben für öffentliche Ladesäulen reagiert. Die Behörde will die Ladesäulenverordnung (LSV) dahingehend ergänzen, dass Ladevorgänge an öffentlichen Säulen auch Einmalnutzern möglich ist ...

So soll die LSV das punktuelle Aufladen so regeln, dass dazu kein Stromliefervertrag geschlossen werden müsse.
Vier Varianten sind dafür vorgesehen: die unentgeltliche Stromabgabe, die Zahlung mit Bargeld, webbasiertes Bezahlen oder mittels Ladekarte. Zur Begründung heißt es, dass diskriminierungsfreies Laden elementar notwendig sei, um Deutschland zum Leitmarkt zu entwickeln.


Die Branche stieß sich bei Vorlage der LSV unter anderem an den "bürokratischen Hürden im Betrieb" wie etwa die obligatorische Meldung an die Bundesnetzagentur.
Darauf reagierte das Ministerium mit der Einführung einer Bagatellgrenze für Ladepunkte mit einer Leistung von höchstens 3,7 kW. Hier sei "Freiraum für Innovationen erforderlich", daher sollen Betreiber leistungsschwacher Ladesäulen etwa von den Pflichten befreit werden, Typ-2-Steckdosen zu installieren, punktuelle Ladenvorgänge zu ermöglichen und die Ladesäulen der Bundesnetzagentur zu melden. [/i]

Auch die Rolle des Betreibers will das Ministerium mit der Novelle klarer definieren. "Besitz allein genügt nicht", der Ladepunktbetreiber solle verantwortlich sein für Funktionsfähigkeit, Wartung, Reparatur sowie die konforme Einbindung in das Stromnetz. Betreiber bestehender Säulen müssen nicht zwangsläufig die "nicht unerheblichen Umbauten" vornehmen. Wenn der Ladepunkt innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten der Änderungen aufgebaut wurde gelte Bestandsschutz.

In einer ersten Stellungnahme reagierten Teile der Energiewirtschaft grundsätzlich positiv. So begrüßt der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) die wesentlichen Änderungen. Allerdings sei die Regel der "öffentlichen Zugänglichkeit" eines Ladepunktes nach wie vor problematisch. Durch die weite Definition würden einige Anwendungsfälle unter die LSV fallen, ohne dass dies wirtschaftlich, regulatorisch oder aus sonstigen Gründen zielführend erscheint, so der BNE.

Antworten:

Eine extrem wichtige Änderung. Vielleicht kann ich dann irgendwann sogar auf meinen Schukostecker verzichten.

von Bernd Schlueter - am 08.08.2016 12:37
Zitat
BdasB
Vier Varianten sind dafür vorgesehen: die unentgeltliche Stromabgabe, die Zahlung mit Bargeld, webbasiertes Bezahlen oder mittels Ladekarte. Zur Begründung heißt es, dass diskriminierungsfreies Laden elementar notwendig sei, um Deutschland zum Leitmarkt zu entwickeln.

Es würde mir schon reichen, wenn es keine Sonderregelungen (=Behinderungen) mehr beim Stromtanken gibt. Es muss nur alles genauso einfach sein wie beim Benzin- oder Diesel-Tanken: Bar oder Karte, sowohl Bank- als auch Kreditkarte. Was braucht man mehr?
Damit konnte ich alles mögliche bezahlen, und sogar weltweit. Essen und Trinken, Hotel, Bahn, in Amsterdam kürzlich sogar das Boot und die Strassenbahn, und weltweit sogar Tanken.

Nur Stromtanken in Deutschland nicht, da wirds kompliziert. Na gut, an einigen Stellen ist es einfach und manchmal sogar kostenlos. So wünsche ich es mir an vielen Stellen. Zumindest einfach, Strom zahlen wäre ja ok. Sogar bis zu 5 Cent pro kWh Aufschlag unterwegs wäre ja ok. Immer noch billiger, als wenn man die rund 1000 Euro für eine Homelade-Station mal auf den eigenen Verbrauch umrechnet. Aber das ist eine andere Geschichte...

Oder umgekehrt könnte man eine Super-Beschleunigung bei der Einführung der Elektromobilität erreichen:
Man macht das Sprit-Tanken so kompliziert, wie es jetzt das Stromtanken ist. Vor allem wünsche ich mir für das Sprit-Tanken ein von Land zu Land und von Ort zu Ort unterschiedliches System. Natürlich alles nur während der Arbeitszeit. Sprit nie nachts. Das wärs dann für die Verbrenner....

Gruss, Roland
[ironiemodus ein]
Wie war es früher: Gleichstrom nur gleich bezahlen, also bar.
Wechselstrom auf Kredit, also mit einem Wechsel bezahlen.
Drehstrom - auch hier dreht sichs wieder nur ums bezahlen.
[ironiemodus aus]


von Hotzi-47 - am 08.08.2016 13:20
Ja, die Untreue der Benzintankstellenbenutzer ist schon bedenklich hoch. Es gibt da doch diese Kinderspielzeuge mit ausgesägten Tieren, die wiederum nur in die zugehörigen Löcher passen. Entsprechend könnte man auch die Tanköffnungen und Tankpistolen gestalten: in die tigerförmige Öffnung passt dann nur der Tiger, auf dem Jakobsweg kann man nur bei den entsprechenden Muschelschalen tanken, die Ameisenförmigen sind Spielverderber, die passen wie die Bananenstecker überall hinein, weil zu klein. Auf jeden Fall lohnt sich das Treuepunktesammeln dann richtig. Ich weiß auch schon, wie man Tankadapter baut, denn ich bin klug. Wer dumm ist, bei dem ist Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren, der baut sich einfach mehrere Tanks ein...
Aber, wenn ich das so überlege, sind wir Elektroautofahrer die richtigen Deppen und melden uns auch noch in aller Form über Internet an. Wahrscheinlich eine Idee von Honni und Mielke, die erst bei uns umgesetzt wird.
Wahrscheinlich ist jemandem im Ministerium jetzt die Fremdenfeindlichkeit aufgefallen...

von Bernd Schlueter - am 08.08.2016 19:14
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