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Bernd Schlueter, Twiker76, Manfred aus ObB, hallootto, BdasB

"e‐MOBILIZE" Forschung für Superkondensator und EMV

Startbeitrag von BdasB am 15.08.2016 07:35

[www.uni-magdeburg.de]

Forschungsfoerderung "e‐MOBILIZE"
Millionenschwere Forschung für Superkondensator in Elektrofahrzeugen

... von Superkondensatoren ist schon sooo lange die Rede (wie auch von Brennstoffzellen ... und aehnlich "erfolgreich" ;-)))

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln neue Antriebskonzepte für Elektrofahrzeuge, um sowohl die Reichweite als auch die elektromagnetische Verträglichkeit der Automobile zu verbessern und sie künftig alltagstauglicher und verbraucherfreundlicher zu machen.

Im Rahmen des vom Bund geförderten Forschungsschwerpunktes „e‐MOBILIZE – Intelligente und effiziente Elektromobilität der Zukunft“ suchen Ingenieure der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und der regionalen Wirtschaft nach Lösungen für einen störungsfrei laufenden und energieeffizienten Antriebsstrang. (laufen die denn sonst mit Stoerungen ???)

„Das grundsätzliche Problem beim Einsatz von Elektromotoren ist der hohe Batterieverschleiß und Stromverbrauch durch die ständigen Belastungsspitzen beim Beschleunigen“, so Prof. Dr.-Ing. Roberto Leidhold vom Institut für Elektrische Energiesysteme der Fakultät. „Wenn wir es schaffen, die auftretende Bremsenergie in einem zusätzlichen Kondensator zwischenzuspeichern, könnte sie anschließend für erneute Beschleunigungsprozesse wieder zur Verfügung stehen.
Die Zahl der Aufladezyklen würde sich damit verringern und die Reichweite des Fahrzeugs verbraucherfreundlich erhöhen.“ Die Wissenschaftler wollen nun den Antrieb so verändern, dass die gleichbleibende Grundlast beim Fahren aus der normalen Fahrzeugbatterie kommt, die Verbrauchsspitzen beim Beschleunigen indes aus dem durch Bremsvorgänge gut gefüllten Zwischenspeicher.
(eine Idee so alt wied der Akku selbst ...)

Das zweite gravierende Problem bei der Nutzung von elektrischen Antrieben sei die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Antriebssystems, so der Gesamtprojektleiter Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick vom Lehrstuhl für Elektromagnetische Verträglichkeit der Fakultät. „Durch die gegenseitige Störung der einzelnen Komponenten im Elektrofahrzeug könnte es passieren, dass beim Gasgeben das Autoradio knackt oder sicherheitsrelevante Technik wie das ABS beeinflusst wird“, erläutert der Elektrotechniker. „Wir haben mit der größten EMV-Absorberhalle auf einem bundesdeutschen Unicampus das Know-how, diese Störungen präzise zu messen, zu analysieren und anschließend die gegenseitigen Beeinflussungen und Störungen im laufenden Betrieb zu minimieren oder gar zu beseitigen.“ .... ARRRGGHHH .... wenn mal grade nix zu forschen ist - dann halt mal wieder EMV ?....

Bei der mit einem Finanzvolumen von über zwei Millionen Euro ausgestatteten Entwicklung einer neuen Generation von Antriebslösungen arbeiten die Wissenschaftler der Universität Magdeburg mit der Volkswagen AG und dem AEM – Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau GmbH zusammen. Die Dauer des Forschungsprojekts beläuft sich auf drei Jahre.

Antworten:

So, So!
Da muss man sich also fragen, wie das die bereits, und das seit mehreren Jahrzehnten, am Markt befindlichen Fahrzeuge bzw. deren Hersteller gelöst haben. Wird ja wohl alles falsch gewesen sein!?!?!
Reichweite/Haltbarkeit sollte heute doch auch wieder kein Problem sein. Es sei denn, man will nun noch kleinere Akkus einbauen, damit dann wieder Platz für die Superkondensatoren und deren Regeltechnik ist. Ich glaubte immer, dass die aktuellen Fahrzeuge mit dem Slogan "Rekuperation erhöht die Reichweite" die Energie wieder in die Akkus zurückführen, damit diese später dann zur Verfügung steht.
Gabs da nicht einmal "Forschungen" mit einer dicken Schwungscheibe zur Zwischenspeicherung der Bewegungsenergie. Könnte man doch auch gleich noch mit einbauen.
Wir sollten nicht immer mehr Technik in unsere Fahrzeuge bauen, sondern alles vereinfachen.
Ich bin auch nicht für die Vergleiche, bei denen immer wieder der Tesla herhalten muss. Aber was spricht dagegen? Hier scheint alles richtig gemacht worden zu sein. Die große Batterie erlaubt große Reichweiten, oder wenn man diese gerade nicht benötigt, weniger Ladezyklen. Bei der Reku ist der Strom weit weg von einer Belastung wie sie eine Schnelladung über viele Minuten mit sich bringt.
Und nicht zuletzt, wie in anderen Beiträgen hier im Forum und in anderen Foren zu erlesen, haben diese Fahrzeuge bereits mehrere Hundertausend Km zurückgelegt, und was geht kaputt? Die mechanischen Teile.
Die wenigsten Verbrenner erreichen in ihrem "Leben" mehr als 200.000 Km. Und damit diese das auch nur annähernd erreichen, ist ein immenser Aufwand an Wartung notwendig. Nicht das es falsch verstanden wird, ich habe nichts grundsätzlich dagegen, so haben wir dadurch jede Menge Arbeitsplätze.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 15.08.2016 09:20
Zitat
hallootto

Es sei denn, man will nun noch kleinere Akkus einbauen,

........

Ich glaubte immer, dass die aktuellen Fahrzeuge mit dem Slogan "Rekuperation erhöht die Reichweite"
die Energie wieder in die Akkus zurückführen, damit diese später dann zur Verfügung steht.



So Falsch ist das geschriebe nicht, ein kleines Stadtauto mit 100 Kilometer Gesamtreichweite
auf das der Akku kein Groschengrab welcher an der kalendarischen Alterung
dahinsicht. sondern ein Akku der das Auto mit 0,5 C-Rate versorgt und Beschleunigung
und Rekuperation werden von der dafür geschaffenen Einheit bewältigt.

Intelligent gelöst, als Modul da der Kondensator nicht der kalendarischen Alterung
unterliegt und so eventuell mehrere Autoleben halten kann.

Allein aus dem Text läßt sich soviel Ressourcenschonung nicht herauslesen,
es geht doch wohl mehr um die Ressource Steuergeld abzuschöpfen.


Das Schwungrad hat in der mobilen Anwendung den Nachteil, daß es auch
Kräfte Quer zur Drehachse ausübt und im Falle des Unfalls erhebliche Kräfte
verursacht die je nach Art des Unfalls sehr schwer zu Kontrollieren.

p.s. 2 Verbrenner die nicht durch Unfall aus dem Verkehr geschieden einer mit 515,000 km
durch TÜV Scheidung, der andere 265.000 und die Frau macht ihn grad Klar zum
Feiertagsausflug. Die andern sind durch Unfall verschieden und davor ist auch ein
Eauto nicht gefeit

von Manfred aus ObB - am 15.08.2016 09:43
Also haben Kondensatoren keine Alterung ?

Aber nach ungefähr 5 Jahren ist die Hälfte der Kapazität weg ?

Ich dachte immer Teilladungen (Reku) sind für die "modernen" Akkus vorteilhaft ?

Fragen über fragen die man sich vor Beginn eines Forschungsvorhaben stellen sollte...

und damit kommt dann die Frage wie sinnvoll oder nicht eine Forschung dann ist...

Ich denke bei DC Motoren ist die EM- Verträglichkeit weniger das Problem...

von Twiker76 - am 15.08.2016 10:32
Nach allem,was ich von den Ultrakondensaoren gehört habe, altern sie genau wie Lithiumbatterien. Darin liegt also kein Vorteil und es ist wohl kaum einzusehen, das EMV durch Ultracaps gemindert wird. Das Gegenteil ist der Fall. Die Magdeburger können zwar Halbkugeln auseinanderziehen, das hier nehme ich ihnen nicht ab. Belastungsspitzen werden abgemidert. Das ist alles, was ich ihnen zugestehe.

von Bernd Schlueter - am 15.08.2016 19:20
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