Abschlussbericht zum enercity-Ladeversuch Forschungsprojekts “Demand Response"

Startbeitrag von BdasB am 17.08.2016 06:41

[www.pressebox.de]
[www.windkraft-journal.de]
[www.sonnewindwaerme.de]

Abschlussbericht zum enercity-Ladeversuch
(WK-intern) – Die Ergebnisse des Forschungsprojekts “Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk” im Niedersächsischen Schaufenster Elektromobilität hat enercity nun dem Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt und veröffentlicht.
Ein rund 200 Seiten starker Abschlussbericht (siehe Downloadangebot) beschreibt ausführlich die Erfahrungen des Ende 2015 beendeten Feldversuchs und bietet Grundlagen für den Ausbau der E-Mobilität....

Insgesamt 40 Fahrzeuge standen im Praxistest mit eigens entwickelten intelligenten Ladeboxen, davon 30 unterschiedliche Elektroautos privater und gewerblicher Herkunft sowie 10 VW e-up! aus dem enercity-Fuhrpark.

Die erste 18-wöchige Referenzphase zeigte das gewohnheitsmäßige Laden. Die Ladezeitpunkte lagen meist in der höchste Stromnachfrage des Tages (zwischen 18 und 20 Uhr). Das ungesteuerte Laden von zukünftig zahlreicheren E-Fahrzeugen würde zu noch höheren Lastspitzen, besonders in den Abendstunden führen. Bereits der erste Steuerungsansatz mit vorgegebenen Zeitfenstern war erfolgreich. Bei den 40 Probanden erfolgte nun eine deutliche Lastverschiebung in Richtung späterer Stunden, wo sich die Gesamtlastkurve im Stromnetz wieder auf Talfahrt befindet. Dieses Zwischenergebnis des enercity-Ladeversuchs zeigt ein kurzer Film zum Projekt:

Das Projekt “Demand Response” war eines von rund 30 Projekten im Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Es lief in den drei Jahren 2013 bis 2015 und wurde mit rund 640.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.
Wer nach Gewohnheit handelt, verschärft Lastspitzen ... wer haette es ahnen koennen ... ;-0

... auch beim "GESTEUERTEN LADEN" scheint man in jedem Bundesland das Rad neu zu erfinden ... (doppelt erforscht haelt besser)

Den Abschlussbericht sowie Fotos und Grafiken zum Projekt finden Sie hier zum Download (ggfs. PIN-Code G5MXT erforderlich): [mams.enercity.de]

Antworten:

Na ja, nach ersten Reinlesen fand ich z.B. dies aus Kap. 7.3.2 "Teilnehmerkreis - Fahrzeuge" sehr interessant:

"Die Spannweite der Baujahre erstreckt sich vom Jahr 1997 bis ins Jahr 2014. Das Gros von 25 Fahrzeugen ist neueren Datums, es entstammt den Baujahren 2012 bis 2014.
22 der 29 Teilnehmer besitzen zu Beginn des Feldversuches ein Elektrofahrzeug im Haushalt, in vier Haushalten sind zwei Elektrofahrzeuge vorhanden und in jeweils einem Haushalt drei bzw. vier Elektrofahrzeuge. Im Durchschnitt fahren die Teilnehmer ca. 16.000 km pro Jahr elektrisch. Im Vergleich dazu legen die Teilnehmer mit ca. 8.300 Jahreskilometern deutlich weniger Kilometer mit einem „konventionellen“ PKW zurück. Fünf Personen haben keinen zusätz-lichen konventionellen PKW im Haushalt, 17 Personen noch einen PKW mit Verbrennungsmotor und in sieben Haushalten sind noch zwei konventionelle PKW zusätzlich zum Elektrofahrzeug vorhanden. 19 Personen haben angegeben, dass sie mit dem Elektrofahrzeug ein Auto mit Verbrennungsmotor ersetzt haben. Die rekrutierte Stichprobe bewegt sich im automobilen Bereich also hauptsächlich elektrisch fort.
Die einfache Pendelstrecke zur Arbeit liegt größtenteils im Bereich von 2 bis 36 km. Nur drei Teilnehmer haben mit jeweils 50 km, 75 km und 100 km einen längeren einfachen Arbeitsweg. Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg aller TeilnehmerInnen beträgt 22,5 km."

Solche Studien könnten ja auch dazu dienen, den Politikern und Entscheidern belastbare Daten zu liefern. Daten, die man zwar schon immer wußte, aber nun mal nicht so genau und nicht so detailliert. Ich finds gut, dass auch einige der "alten" E-Fahrzeuge dabei waren. Zeigt es doch auch, dass E-Mobilität soooo neu nun auch wieder nicht ist. Und die Aussagen, dass die Nutzer im Schnitt doppelt so viele km elektrisch fahren wie mit Verbrennern, und dass 19 Personen ihre Verbrenner komplett durch Elektriker ersetzt haben zeigt doch, dass Elektromobilität funktioniert. Besser als gedacht. Das läßt doch hoffen.
Und solche (zufriedenen) Nutzer sind die beste Werbung.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 17.08.2016 09:56
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.