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vor 11 Monaten, 2 Wochen
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Hotzi-47, hallootto, bm3, eric1617, BdasB

VW-Betriebsrat und -Konzernchef "E-Kaufprämie nicht soo der Bringer"

Startbeitrag von BdasB am 04.09.2016 20:06

[www.heise.de]
VW-Betriebsrat und -Konzernchef: E-Kaufprämie nur erster Schritt

... aus dem DPA Text ...

Ohne kräftige Investitionen in das Ladenetz und deutlich höhere Batterie-Reichweiten kann die Kaufprämie Elektroautos nach Einschätzung von VW noch nicht zum Durchbruch verhelfen. "Die Prämie ist ein erster richtiger Schritt" sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber alleine reicht sie nicht." Auch Konzernchef Matthias Müller bezweifelt mittlerweile, dass sich die Nachfrage nach E-Fahrzeugen nur mit Hilfe des "Umweltbonus" wirksam ankurbeln lässt.

Batterriereichweite muss steigen
Batterriefertigung in eigener Hand

Osterloh plädierte deshalb für eine eigene Batteriefabrik: "Wenn künftig 40 Prozent der Wertschöpfung am Auto die Batterie ist, dann sollte man schon einmal überlegen, ob man sich von Herstellern aus Asien dabei abhängig macht. Das heißt noch nicht, dass wir auch alle Zellen der Batterien selber machen sollten. Aber den Aufbau der Zellen zur Batterie inklusive der Steuerungselektronik zu machen, das muss schon unser Anspruch sein." Es handele sich um einen strategischen Prozess.

Konzernchef Müller will keine eigene Zellfertigung anschieben. "Das wäre ein Witz", meinte er mit Blick auf die hohen Kosten. Man sehe sich aber die gesamte Prozesskette an. "Dann werden wir – wohl noch in diesem Jahr – bekanntgeben, wie wir mit diesem Thema umgehen."

Autoland Deutschland und die E-Mobilität

Osterloh warnte davor, die E-Mobilität zu unterschätzen. Es gehe um die Zukunftsfähigkeit der Auto-Standorte. "Die EU und das Autoland Deutschland müssen sich eine Schlüsselfrage stellen: Wollen wir die Batterie und vor allem auch den Kern der Wertschöpfung bei dem Zukunftsthema Elektromobilität den anderen überlassen?" Im Gespräch ist in der Branche auch eine herstellerübergreifende Kooperation.

(von Heiko Lossie, Jan-Henrik Petermann) (dpa) 

LESENSWERT ==> [www.heise.de]

Antworten:

Wie wäre es wenn die 2 Helden statt heißer Luft mal einfach wettbewerbsfähige Elektroautos produzieren ?

Wofür bekommen die eigentlich ein fürstliches Gehalt? Fürs Jammern und in Schockstarrre den Marktanschluss zu verlieren ?

von eric1617 - am 06.09.2016 09:10
Das muss man sich mal reinziehen.
Diese Helden, beschäftigt bei einem der größten Autokonzerne der Welt, kritisieren die immer noch unzureichende Lade-Infrastruktur und mangelnde Reichweite anstatt dass sie entsprechend etwas bauen/aufbauen und endlich etwas dagegen tun. Man bietet zwar CCS an, aber gegen Aufpreis anstatt alle E-Fahrzeuge damit in der Grundausstattung auszustatten, dann findet der Kunde vielleicht mal bei ein paar erlesenen VW-Werkstätten wenigstens eine Typ2-Dose in der hintersten Ecke anstatt für ihn allzeit zugängliche CCS-Schnelllader an der Grundstückseinfriedung.

VW, es gibt nichts Gutes - außer man tut es !

von bm3 - am 06.09.2016 11:10
Genau das ist auch meine Meinung.

Es gibt mehr als 1000 VW-Vertriebspartner und beinahe ebenso viele Servicepartner (laut WEB), wobei ich nicht weiß ob es am selben Standort ist. Aber nichts desto trotz, wenn alle KFZ-Hersteller auf ihren Grundstücken eine signifikante Anzahl an Ladesäulen mit allen aktuellen Standards installieren würden, dann wäre man schon einen großen Schritt weiter. Und das schöne ist dann noch, dass dafür kein neues "Land" erschlossen werden muss.
Was könnte man alleine anstelle der Strafzahlungen von VW positives aufbauen!
Aber das will man ja auch nicht, denn dann nimmt man sich ja selbst eines der stärksten Argumente, dass es keine Ladeinfrastruktur gibt.
Sollte man ggf. sehen als: Wenn heute ein Verbrenner-Fahrzeug liegen bleibt, dann ist selbstverständlich eine Werkstatt da, wenn ein Elektrofahrzeug Energie benötigt, dann sollen andere helfen.
Welch ein starkes Kaufargument wäre es wohl, wenn man sagen könnte, dass man selbstverständlich in den nächsten x Jahren kostenlos mit seinem neuen Elektro-Fahrzeug an allen VW-Servicestellen (die anderen Hersteller natürlich auch) Elektronen schöpfen könnte.
Was meint Ihr denn wie schnell dann die Raststätten an den Autobahnen, die Parkhäuser, und Einkaufzentren, die Ausflugziele u.s.w.u.s.f. mit der Installation der Ladestationen nachziehen werden?

Es müssten noch nicht einmal überall Schnellader sein. Ach ja, was ist Schnellladen? Für meinen KEWET ist ein 22Kw-Lader sicher ein Schnellader, wenn die Fahrzeug-Batterie aber 60Kw/h Kapazität hat, dann ist ein 22Kw-Lader schon kein Schnellader mehr.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 06.09.2016 12:38
Oh oh, der Müller:
"Konzernchef Müller will keine eigene Zellfertigung anschieben. "Das wäre ein Witz", meinte er mit Blick auf die hohen Kosten. Man sehe sich aber die gesamte Prozesskette an."

Na dann schau mal auf die Ladekette: Eine einfache Betrachtung würde zeigen, dass EON, RWE und Co fleißig und in grosser Stückzahl die Typ2 Ladesäulen aufstellen, viele können sogar 22 kW liefern. Um den Faktor 20 weniger werden auch triple Lader mit CCS, Chademo und Typ2 43 kW aufgestellt.

Welches VW Fahrzeug nimmt Typ2 22 kW an?
Das liefern die meisten Ladesäulen, also rund 95%.
Zahlenmäßig etwa 5% davon gibt es CCS. Und das können die VWs nur, wenn man es gegen Aufpreis bestellt. Das ist ein Witz, leider nicht zum Lachen, eher lachhaft oder zum Weinen.

Lieber Müller, euer Gesamtssystem passt nicht. Hier muss verbessert werden. Wie von anderen schon geschrieben: CCS standardsmäßig und ohne Aufpreis. AC über Typ2 mindestens 11 kW (wie der neue i3) oder besser 22 kW (wie der ZOE). Sorry Müller, die VW Techniker wissen das. Fahrt mal selber die WAVE mit, dann lernt ihr sowas, nämlich das Laden unterwegs. Nicht nur Jammern und Post-Geschimpfe, sondern auf die Kunden hören.

Und gebt den Autos standardmäßig eine Heim-Ladebox mit. Das den Kunden als Extra gegen Aufpreis aufdrücken ist lachhaft. Kostet im Einkauf und Stückzahlen ein paar hundert Euro, das sollte drin liegen. Oder ein besseres Ladekabel als den 10A ICCB-Schuko Anschluss. Juice-Box 2 wäre etwas wünschenswertes. Ich kenne Händler, die bieten (beim ZOE) ihren Kunden sowas gleich standardmäßig an, damit die unterwegs an jeder CEE-rot auch laden können, zusätzlich zu Typ2 Ladesäulen.

Einige wenige engagierte Händler wissen, was der Kunde will und sie helfen auch. Die VW Leitung weiss es offenbar nicht. Das ist der eigentliche Skandal.

Das Gesamtsystem aus Auto und Laden muss laufen, einfach, und als Standardausrüstung alles dabei. Die Konkurrenz ist besser, allen voran Tesla, der fast überall laden kann, wo Strom rauskommt. Das für die USA nötige einphasige 230V 32A Ladegerät sollte in Deutschland wegen grauenhafter Schieflast verboten werden. Hier sind 3-Phasen Lader nötig. Das schöne ist, dass auch bei VW, Audi und Co die Dinger im Labor und der Entwicklung alle da sind. Warum nicht in der Serie?

Kaufprämie ist schön. Gescheit laden können und gute Reichweite ist besser. Funktionierende Gesamtsystem würden die E-Mobilität voranbringen. Und dann noch die Preise runter. Schaut mal auf Kia´s elektrische Seele: 27 kWh Akku, gut über 200 km Reichweite, Chademo und AC 6,6 kW laden können und das alles für knapp 26.000 Euro inklusive Kauf-Akku. Konkurrenz belebt den Markt. VW muss nachziehen. Andere leider auch.

Ach so, wenn alle immer nur die wirklich schönen Dinge ankündigen, warten die Interessenten. Warum soll man den jetzigen Schmarrn teuer kaufen, wenns bald was besseres billiger gibt? Insofern sind die Ankündigungen ein wirksamer KAUF-VERHINDERER.

Gruss, Roland
Sorry, wollte mich eigentlich nicht aufregen.

von Hotzi-47 - am 06.09.2016 13:49
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