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elweb news
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Norbert Kern, Manfred aus ObB, Emil, el El, Bernd Schlueter, Bee, Andreas106, R, wchriss, Ralf Wagner, BdasB

LADEN beim Arbeitgeber künftig steuerbefreit

Startbeitrag von BdasB am 22.09.2016 06:20

Pressemitteilung [www.spdfraktion.de]
E-Mobilität: Finanzausschuss beschließt steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Das Aufladen von Elektroautos oder Hybridelektroautos beim Arbeitgeber wird künftig steuerbefreit. Die hierfür anfallenden Stromkosten müssen nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden – anders als bei anderen Vergünstigungen des Arbeitgebers. Steuerlich begünstigt werden auch Vorteile aus der vom Arbeitgeber zur privaten Nutzung überlassenen Ladeinfrastruktur sowie Zuschüsse für Installation und Inbetriebnahme.

Antworten:

Na ja, ich bezahle meinen Strom beim Arbeitgeber mit meinem versteuerten Geld.
Der Geldwerte Vorteil hat den Nachteil, daß Kollegen mit Verbrennern sich benachteiligt fühlen. Schließlich bekommen sie keine Tankfüllung vom Arbeitgeber.
Daß sie aber einen kostenlosen Parkplatz bekommen und der Kollege mit den Öfis keinen Zuschuß zum Ticket, wollen sie aber nicht hören.

Da zahle ich doch lieber die paar Mark beim Arbeitgeber für das bißchen Strom und habe dafür keinen Streß.

von Andreas106 - am 22.09.2016 08:00
Intention war wohl eher einen Rechtsrahmen zu schaffen, der es ermöglicht laden zu lassen ohne eine Zähleinrichtung zu benötigen oder eine Abrechnungsbürokratie betreiben zu müssen. Insofern Daumen hoch. Wenn man dann noch ein paar Kröten in die Weihnachtskasse stopft geht das auch mit der Akzeptanz. Und wenn die Kollegen bald alle elektrisch fahren vor Neid umso besser.

von R - am 22.09.2016 09:08
Zitat
Andreas106
Der Geldwerte Vorteil hat den Nachteil, daß Kollegen mit Verbrennern sich benachteiligt fühlen. Schließlich bekommen sie keine Tankfüllung vom Arbeitgeber.


Der Arbeitgeber hat sehrwohl die Möglichkeit bis zu 44,-€ im Monat in Form eines Tankgutscheines die Verbrennerfraktion zu untersützten, wenn er denn will. ;)
Gruß
Christian

von wchriss - am 22.09.2016 10:43
Ich habe Ladestationen von Thenewmotion in der Firma aufgehängt, das klappt prima! Ich kann mit privatem TNM Badge authentifzieren und laden und bekomme darauf auch abgerechnet und die Firma die Gutschriften. Im Moment haben wir mal den IEnkaufspreis Strom der Firma 1:1 eingestellt. Da wir auch eine große PV drauf haben und der Gestehungspreis Strom dort günstiger ist wie vom Netz, macht die Firma eigentlich sogar einen kleinen Gewinn.

von Ralf Wagner - am 23.09.2016 17:59
Zitat
Ralf Wagner
Ich habe Ladestationen von Thenewmotion in der Firma aufgehängt, das klappt prima! Ich kann mit privatem TNM Badge authentifzieren und laden und bekomme darauf auch abgerechnet und die Firma die Gutschriften. Im Moment haben wir mal den IEnkaufspreis Strom der Firma 1:1 eingestellt. Da wir auch eine große PV drauf haben und der Gestehungspreis Strom dort günstiger ist wie vom Netz, macht die Firma eigentlich sogar einen kleinen Gewinn.


Gute Idee natürlich, der Teufel steckt im Detail:

- wer zahlt die 4,76/mtl. für das TNM Plus Abo, falls AG, muss man das der Einkommensteuer der Begünstigten hinzurechnen?
- der hier eingetretene "Gewinn" muss natürlich versteuert werden; dazu ist eine eichrechtlich einwandfreie Messung erforderlich. Eichamt und TNM? Die lachen blos.

Zitat

Da zahle ich doch lieber die paar Mark beim Arbeitgeber für das bißchen Strom und habe dafür keinen Streß.


Ein normaler Arbeitgeber hat gar keine Konzession, um den Strom zu verkaufen - darf er nicht. Kostenlos geben darf er nicht (es könnten ja mal über der mtl. 44 € Freigrenze sein). Stand bisher leider: der Arbeitgeber kann und darf nicht. Haftbar ist der GF.

Mit dem Gesetz würde das alles einfacher werden! Es geht nicht um E-Mobilfahrer, die es schon "irgendwie" hingetrickst haben, sondern um zukünftige E-Autofahrer, die neue Lademöglichkeiten benötigen.

von Bee - am 24.09.2016 11:14
Zitat
Bee

Ein normaler Arbeitgeber hat gar keine Konzession, um den Strom zu verkaufen - darf er nicht.


Das würde ja bedeuten jeder Campingplatzbetreiber müßte sich bei der Netzagentur
als Bilanzkreismanager anmelden, man kann keinen Strom über das öffentliche Netz
an Andere liefern, ohne Konzession, aber Stromvermarkten auf Arealnetzen vermarkten
ohne Netzagetur und anderes Gedöns ist wenn alle Vorschriften beachtet kein Thema

Wobei ein Lieblingstehma das EEG ist ( falls die Anlage von Rafs Arbeitgeber größer kWp )
hier eine kleine Einführung bei Arealversorgern und Energiewendepolitik in Deutschland
[blog-fsh-ra.com]

Zitat
Michael Hill
Klar ist, dass KWK-Anlagen mit einer Leistung über 100 kW elektrisch
künftig grundsätzlich den erzeugten Strom direkt vermarkten müssen (§ 4 Abs. 1 KWKG 2016).




Die Zukunft ist als Strom der Regional erzeugt, diesen auch so zu Vermarkten, geschieht
das im Areal ist man noch lange kein Ewerk, daß dafür eine Konzesion für die
Stromdurchleitung im Sinne des Monopolgesetzes welches in Grauervorzeit das mal
Verbot, welches eben dafür so einen Wisch benötigte, allein das Märchen hält sich
Hartnäckig :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 24.09.2016 12:13
Zitat
Richard
Intention war wohl eher einen Rechtsrahmen zu schaffen, der es ermöglicht laden zu lassen ohne eine Zähleinrichtung zu benötigen oder eine Abrechnungsbürokratie betreiben zu müssen.

Da liegen oder hängen ein paar Kabel im Hof rum. Wer oder was sich da einsteckt muß den Dienstgeber nicht interessieren und abgerechnet werden muß da schon gar nicht. Wenn wer fragt dann sind die Kabel für ganz was anderes, nein zum Laden sind die nicht gedacht.

von el El - am 24.09.2016 16:46
Das Problem ist wirklich das Arbeitgeber nicht einfach Ihren Arbeitnehmer Strom schenken durfte Das grösere Problem ist aber tatsächlich der Neid von den Kollegen...... ganz traurig..... da gibt es immer welche die mangels..... der Meinung sind wir bekommen ja jeden Tag für XY Euro Strom

von Norbert Kern - am 24.09.2016 17:19
Das Problem ist wirklich das Arbeitgeber nicht einfach Ihren Arbeitnehmer Strom schenken durfte Das grösere Problem ist aber tatsächlich der Neid von den Kollegen...... ganz traurig..... da gibt es immer welche die mangels..... der Meinung sind wir bekommen ja jeden Tag für XY Euro Strom

von Norbert Kern - am 24.09.2016 17:20
Das Problem ist wirklich das Arbeitgeber nicht einfach Ihren Arbeitnehmer Strom schenken durfte Das grösere Problem ist aber tatsächlich der Neid von den Kollegen...... ganz traurig..... da gibt es immer welche die mangels..... der Meinung sind wir bekommen ja jeden Tag für XY Euro Strom

von Norbert Kern - am 24.09.2016 17:20

Sonnenwerter Vorteil

Strom von der Sonne hat einen ganz besonders hohen Wert. Schon die Anschaffung der Solaranlage ist um das ca Zehnfache teurer als die zur Erzeugung konventionellen Stroms. Deshalb hat Solarstrom auch ganz besonders hoch versteuert zu werden und darf keineswegs verschenkt werden. Die Energiekommission von 1935 hat keineswegs Sonderrechte, weder für Solar-, noch für Windstrom eingeräumt, die das Monopol in irgendeiner Weise aushebeln. Die Monopolwächter achten ganz besonders streng darüber. Es ist immer noch ein Rätsel, wie sich eine kleine Gemeinde im Südschwarzwald über die für tausend Jahre erlassenen Monopolgesetze hinwegsetzen konnte.
Die Bäckerei Schüren in Hilden, wo ich gestern kostenlos reinen Solarstrom tanken konnte und deren Bäckereiwaren nur etwas teurer als bei der Konkurrenz sind, bezahlen mit dem höheren Brotpreis auch höhere Steuern. Trotzdem, auch deren Existenz wird nur geduldet und wird wohl ebenfalls ein Einzelfall bleiben. Eine wirkliche Energiewende wird unter der gegenwärtigen Gesetzeslage nicht möglich sein.

von Bernd Schlueter - am 25.09.2016 05:06
Mit der Elektroautoförderung darf der Arbeitgeber den Mitarbeiter nicht nur den in der Firma geladenen Strom, sondern auch den Zuhause geladenen Strom und sogar die Ladestation dazu schenken.

von Emil - am 25.09.2016 06:45
Mit der Elektroautoförderung darf der Arbeitgeber den Mitarbeiter nicht nur den in der Firma geladenen Strom, sondern auch den Zuhause geladenen Strom und sogar die Ladestation dazu schenken.

von Emil - am 25.09.2016 06:45
Es ist beschlossen Was bedeutet dieser Satz in dem Beschluss ? :

.... Diese Steuerbefreiung wurde jetzt rückwirkend zum 1. Januar 2016 in eine zehnjährige Steuerbefreiung geändert und auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen ausgeweitet. Eingeführt wurde eine Steuerbefreiung .....

[www.spdfraktion.de]

Ich versteh das so das mein Golf jetzt Steuerfrei ist da ja zugelassen und somit meines Erachtens verkehrsrechtlich genehmigt ?
Was meint Ihr ?
Gruß Norbert

von Norbert Kern - am 27.09.2016 00:02
Zitat
Norbert Kern
da

Ich versteh das so das mein Golf jetzt Steuerfrei ist


Das kommt darauf an wann Dein Golf vom Band gelaufen, wenn da 2016 ( da eben auch ab Januar )
als Baujahr im KFZschein steht, dann ja :hot: wenn da noch 19XX steht werden die Dir
höchsten Empfehlen möglichst den Originalzustand beizubehalten, für das H Kennzeichen ;-)

von Manfred aus ObB - am 27.09.2016 05:59
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