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Erster Beitrag:
vor 10 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
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Beteiligte Autoren:
Emil, Manfred aus ObB, el El, Bernd Schlueter, BdasB, Michael H-A

Fraunhofer Forscher "Schnellladesäulen kaum rentabel"

Startbeitrag von BdasB am 06.10.2016 07:19

... wer haette es ahnen koennen ...;-) [bizzenergytoday.com]
Schnellladesäulen kaum rentabel


„Nach ersten Schätzungen nehmen wir an, dass sich Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von 150 kW oder mehr allenfalls an sehr gut ausgelasteten Standorten über den alleinigen Verkauf von Fahrstrom refinanzieren lassen“, sagt Denis Horn, der im Rahmen von Slam am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Universität Stuttgart an Geschäftsmodellen für das ultraschnelle Laden forscht.

Noch beginnen die Forscher erst damit, die Rentabilität für verschiedene Standorte durchzurechnen. Doch sie gehen davon aus, dass Stationen mit hoher Ladeleistung wohl durch andere Dienstleistungen querfinanziert werden müssen. „Es ist ähnlich wie bei einer klassischen Tankstelle: Diese finanziert sich auch nicht alleine durch den Benzinverkauf, sondern durch den Verkauf von Snacks und Autozubehör. Bei Ladestationen kann dieses Angebot noch deutlich vielfältiger sein, da diese nicht nur an klassischen Tankstellen und Rasthöfen stehen müssen“, erklärt Horn.

Bahnhöfe, Supermärkte und Einkaufszentren sowie Einrichtungen für Sport- und Freizeitangebote nennt der Wissenschaftler als Beispiele für andere Orte, an denen Elektroautofahrern noch weitere Güter oder Dienstleistungen neben dem Laden des Elektroautos angeboten werden.
Nur halt DOOF dass man an diesen Standorten KEINE ('ultra')Schnellader benoetigt - da man dort ja meist laenger als 15Min. beschaeftigt ist ...

Antworten:

Re: FRaunhofer Forscher "Schnellladesäulen kaum rentabel"

Und vor allem ist es so, dass wenn alle diese Standorte mit Ladesäulen versehen sind, keiner dieser Standorte mehr einen Vorteil genießt, und deshalb dann die nicht durch Stromverkauf gedeckten Kosten letztlich auf alle dort verkauften Produkte aufgeschlagen werden.

Warum dann nicht gleich die komplette Ladeinfrastruktur als Infrastruktur wie die Straße staatlich finanzieren?

von Emil - am 06.10.2016 08:40
Wie werden nach Strich und Faden belogen. Der Strompreis beträgt an der Börse 2,5 bis 4 Cent, Der Rest zu den 28,5 und bald mehr Cent wird durch Blödsinn und Steuern aufgeschlagen. Ich weiß, wie überall Ladestationen ganz von selbst entstehen, mehr als je benötigt werden. Mehr, als wenn staatliche Zuschüsse bezahlt werden. Aber es muss ja partout über die Goßerzeuger gehen, nur, damit man Steuern, Wegelagerergebühr und Volksverdummungsumlage eintreiben kann. Dabei wird die falsche Energieart versteuert, die, die unsere Umwelt belastet und die originäre Energiequelle ist bleibt frei von Belastungen.
Ich halte ja nicht viel von der Politik der Grünen in den letzten Jahren, aber wo sie Recht haben, haben sie Recht: Bei der Notwendigkeit der Einführung einer CO2-Steuer. Soziale Ungerechtigkeiten brauchen dabei nicht auftreten, es gibt ja die Möglichkeit, in Härtefällen (Wohnungsheizung) Zuschüsse zu gebe, bis die Republik endlich auf Heizkraftwerke ausreichender Wirksamkeit umgestellt ist. Die volle Ausnutzung unserer Energiereserven zu besteuern, ist eine Sünde an der Zukunft unserer Sonnenblumenkinder.
Nein, das energetische Mittelalter wird jetzt auch noch über die Klagen über die Kosten völlig überflüssiger Ladesäulen festzementiert.
Mir kullern die Krokodilstränen.
Merke: Wir vergeuden über die Besteuerung, Umlagen und überteuerte Wegegebühren unsere EXERGIE, die ohne jeden Rohstoffverbrauch die Hälfte unseres Energiebedarfs decken würde.
Da kann man schreiben, was man will, in Politikerhirne geht das nicht hinein. Strom könnte zu fast 100% aus Exergie bestehen. Solar-, Wasser- und Windstrom aus Energie, die die Umwelt nicht belasten und ebenfalls steuerfrei zu bleiben haben.
Warum fördern wir mit unseren Steuern und Umlagen die Ausplünderung unseres Planeten?
2,5Cent pro kWh an der Strombörse für umweltverpestent gewonnen Strom, das dürfte nicht sein. NUR DIESER STROM HAT TEUER ZU WERDEN; UND ZWAR ÜBER DIE ABSCHAFFUNG ALLER UMLAGEN UND STEUERN AUF STROM UND STATTDESSEN CO2_STEUER!

Energie ist viel zu wertvoll, als dass man 70% in den Kraftwerken nutzlos in die Luft pustet. Es gibt inzwischen Heizkraftwerke. Stellen wir darauf um, und zwar dezentral, weil man Wärme nicht großflächig verteilen kann! Ihr sollt mal sehen, wie dann ganz von selbst, ohne Kosten für die Allgemeinheit, Ladestationen entstehen.

Ich vergesse nicht, einen wichtigen Satz hinzuzufügen:
Auch wenn es schwierig erscheint, wir müssen dann trotzdem, dem Missbrauch der sehr bequemen Energiequelle Strom zu Heizzwecken, mit anderen Mitteln, entgegenwirken. Auch, wenn der Strom bei dieser Planung billiger wird, wir sollten endlich begreifen, dass nur mittels der Wärme aus primären Energiequellen geheizt werden darf, um unseren Planeten bewohnbar zu halten. Gegen den Einsatz gut funktionierender Wärmepumpen ist hingegen nichts einzuwenden, die sind sogar notwendig.

von Bernd Schlueter - am 06.10.2016 12:51
Die Rechnung ist doch eigentlich recht simpel.
Im Moment verdient ein Tankwart am einem Liter Benzin/Diesel unter einen Cent.
Bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von ca. 9 Litern/100km verdient er 9ct/100km, wenn jemand bei ihm tankt, etwa 50ct pro Tankfüllung.

Inkl. Ladeverluste werden beim E-Auto 15-30kWh / 100km anfallen.
Wenn erstmal alle über die Autobahnen heizen, nehmen wir mal die 30kWh. Für jede kWh 2 Cent an den Pächter und er würde etwa das gleiche an einer Ladung verdienen.

An einem Becher Kaffee verdienet er übrigens 50 cent - 1,- Euro.
Und wer wird wohl eher einen Kaffee trinken?

von Michael H-A - am 07.10.2016 07:21
Du vergisst, dass die größte Konkurrenz für öffentliche Ladesäulen die Ladestation zu Hause und am Arbeitsplatz ist, wenn die Reichweite ausreicht.

Die meisten der in drr Fläche aufgestellten Ladestationen sind überflüssig, außer es sind Schnellladestationen an Fernstraßen. Es ist nicht unwahrscheinlich dass viele der Typ2 Ladesäulen in der Fläche wegen fehlender Rentabilität in ein paar Jahren wieder abgebaut werden.

von Emil - am 07.10.2016 17:12
Zitat
Bernd Schlueter
Wie werden nach Strich und Faden belogen. Der Strompreis beträgt an der Börse 2,5 bis 4 Cent, Der Rest zu den 28,5 und bald mehr Cent wird durch Blödsinn und Steuern aufgeschlagen.
Fällt unter diesen Blödsinn auch so Sachen wie die Infrastruktur, den Strom vom Erzeuger zum Konsumenten zu bringen? Schon klar, der Herr Aufsichtsratsvorsitzende will bequem sitzen, gleichzeitig hab ich nichts von Strom um 2,5-4Ct, den ich mir in Kübeln abholen müßte.

von el El - am 07.10.2016 19:14
Zitat
el El

Fällt unter diesen Blödsinn auch so Sachen wie die Infrastruktur, den Strom vom Erzeuger zum Konsumenten zu bringen?


Nein das ist in Deutschland der Preis an der Strombörse in Leipzig ( zu Zeiten von
Rot/Grün eingeführt, um das Bauen von neuen Kraftwerken, welch in Konkurrenz
zu den alten Monopolkraftwerken unrentabel, inzwischen geht der Schuß nach hinten loß)
Netzkosten, EEG-Umlage und andere Geschäftsmodelle welche mit der Stromerzeugung
welche nachhaltig und effizient nix zu tun kommen immer mehr dazu, es ist fast ein
Teufelskreis, weil alle haben wollen und ihre Pfründe für die nächsten Jahrzehnte sichern.
Was meinst was der Strom an so einer 150 kW zur Winterszeit ohne Wind 2032 Kosten wird :confused:

A. 30¢ die kWh
B. 60¢ die kWh
C. Welcher Komiker glaubt das der Preis sich im Centbereich abspielt ;-)

von Manfred aus ObB - am 07.10.2016 19:24
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