Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb news
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 10 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Manfred aus ObB, BdasB, Twiker76, Richard

UPDATAE: BImSchG: Wasserstoff statt Biosprit

Startbeitrag von BdasB am 10.10.2016 08:48

[www.heise.de]
Biokraftstoffquote: Grüner Wasserstoff kann Beimischung von Biosprit ersetzen

Kein Sprit mehr vom Acker. Dafür mehr Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien. (es lebe die Wasserstoff-Energieverschwendung)

...Wasserstoff, der nicht aus fossilem Erdgas reformiert, sondern durch Elektrolyse mit Grünem Strom ...

Eine absurde Vision? Rein technisch betrachtet nicht. Die Realität wird deutlich nüchterner aussehen, obwohl eine letzte Woche verabschiedete Verordnungsermächtigung im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) den nötigen Spielraum schafft. Vereinfacht gesagt schafft Deutschland damit jetzt schon die Basis für die nationale Umsetzung eines ab Anfang 2015 veränderten Biokraftstoffquotengesetzes von der EU.

Grüner Wasserstoff und Strom auf Quote anrechenbar

Darum ändert die EU ihre Politik und fordert nun bis zum Jahr 2020 zusätzlich zu zehn Prozent erneuerbarer Energien im Verkehrssektor ein nachweisbares Minus bei den CO2-Emissionen von sechs Prozent.

Hier kommt das überarbeitete BImSchG ins Spiel. Es ermöglicht, Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energien auf die EU-Quote anzurechnen. Freie Bahn also für die Energiewende auf der Straße, denn es ist eine indirekte Förderung, wenn die Mineralölkonzerne nicht mehr auf die auch dort ziemlich unbeliebten Agro-Kraftstoffe E5, E10 und B7 angewiesen sind, um die EU-Pflicht zu erfüllen.

Der Jubel sollte sich dennoch in Grenzen halten. Die schlechte Nachricht geht an die Freunde des batterie-elektrischen Fahrens: Die Skepsis bei den Diesel- und Benzinverkäufern gegenüber Strom ist sehr, sehr groß. Das Geschäftsmodell sei einfach schlecht, heißt es aus Fachkreisen. Strom ist ein Produkt, das man nicht kennt und nicht selbst produziert. Ähnlich wie beim Erdgas würde die Mineralölindustrie also einen branchenfremden Kraftstoff auf dem eigenen Grund und Boden anbieten – und entsprechend wenig verdienen.


Psychologische Nähe zum gasförmigen Wasserstoff

Es wirkt so, als wäre der Strom, weil er unsichtbar und nicht in Tanklastzügen abfüllbar ist, irgendwie verdächtig. Vertraut dagegen ist der Umgang mit etwas Stofflichem wie Wasserstoff in der Gasphase. Die Affinität zum H ist bei den Mineralölkonzernen wesentlich größer als zu fließenden Elektronen.

STROM ZU SPRIT (WTF ... EEEENNNNERRRRGIIIIEEEEEEVERSCHWEEEENNNNDDDDUUNNGGGGGGGG !!!!)
Dass es bisher kein einziges Brennstoffzellenauto zu kaufen gibt, stört die Beteiligten dabei nicht, weil man den Wasserstoff aus Grüner Elektrolyse nicht an Zapfsäulen anbieten muss. In einem ersten Schritt kann man ihn zunächst bei der Raffinierung konventionellen Kraftstoffs einsetzen. Bisher stammt dieser Wasserstoff aus nicht erneuerbaren Quellen. Je mehr Grünen Wasserstoff man dabei verwendet, desto geringer ist – gesamthaft betrachtet – die CO2-Belastung durch den so produzierten Otto- oder Dieselkraftstoff.


... der Auto dieses Artikels sagt (zur Versoehnung ;-) )
Energiewende von unten

Theoretisch hat die EU mit der Forderung nach erneuerbaren Energien im Verkehrssektor, die ihren Namen auch verdienen, eine gute Tat vollbracht. Und Deutschland hat die gesetzliche Voraussetzung geschaffen, damit Wasserstoff und Strom aus Renewables endlich vorankommen.

Praktisch aber ist auch der Autofahrer gefordert, seine Energiewende selbst auf den Weg zu bringen. Volkswagen und BMW bewerben zurzeit massiv ihre batterieelektrischen Fahrzeuge. Sie haben das Potenzial, die Alltagsautos für Arbeitstour und Freizeitspaß zu ersetzen, sobald der Preis stimmt. Welcher Strom dabei geladen wird, kann zumindest zu Hause jeder selbst entscheiden. Ohne gesetzliche Vorgabe. Das ist ein bisschen Energiewende von unten.

Antworten:

Re: BImSchG: Wasserstoff statt Biosprit

das alles nur um weiter an den Verbrennungsmotoren festzuhalten.
Verbrennung hatte seine Zeit Elektromotoren haben Ihre Zeit.

Frei nach " LAGA Ende " Über 170 Tage täglich.

Es gibt auch eine Zeit nach der Laga...

von Twiker76 - am 10.10.2016 16:15

Re: BImSchG: Wasserstoff statt Biosprit

Zitat
Twiker76
das alles nur um weiter an den Verbrennungsmotoren festzuhalten.


Und wo steht das dies Maßnahme explizit für Verbrennermotoren gedacht :eek:

In dem Heise Artikel steht, wenn auch im Text und nicht in der Schlagzeile:

Zitat
Berlin, 24. Oktober 2014
Daneben steht eine Säule mit Wasserstoff, der nicht aus fossilem Erdgas reformiert,
sondern durch Elektrolyse mit Grünem Strom vor Ort produziert wird.


Der Wasserstoff dürfte für Brennstoffzellen sein, der Sauerstoff weil vor Ort produziert ist Abfall :-(
weil des ist ja Ökostrom und die Sonne schreibt keine Rechnung, Ergo zum Wegschmeißen :rolleyes:

Zitat
Twiker76

Verbrennung hatte seine Zeit Elektromotoren haben Ihre Zeit.


Ja bis zur Erfindung des elektrischen Anlaßer dachte man das Eauto wird das Rennen machen,
machte es aber nicht und wenn vor lauter wir sind so Öko und Bio, da spielt der Preis keine Rolle,
den Gefühlt ist eh alles für Lau, dann wird das auch Nix mit der Elektromobilität :o

Jetzt kommt der Einwand Tesla hat letztes Monat 177 Model X Verkauft, ja Stimmt,
das sind aber trotz Anhängekupplung kein Alltagseauto sondern Vorzeigeobjekte
für Die, die eh schon alles Haben und da ist so neues Spielzeug grad Recht.

Bevor jetzt ein paar dicke Backen bekommen, das hat auch Tesla begriffen und hat
das billigste Modell, die mit den 60 kWh Akku gleich mal aus den Programm geschmießen :cool:

von Manfred aus ObB - am 10.10.2016 16:42

Re: BImSchG: Wasserstoff statt Biosprit

was kann der bayer am see tun ?

nix genauso wie i

von Twiker76 - am 10.10.2016 20:15

Re: BImSchG: Wasserstoff statt Biosprit

Zitat
Twiker76

was kann der bayer am see tun ?



Um die Uhrzeit nachhaltigen Strom machen, rund um die Uhr, Tag für Tag,
Jahr um Jahr und des seit über 40 Jahr ;-)

von Manfred aus ObB - am 10.10.2016 20:20

BP und Uniper „grünen Wasserstoff“ fuer die Spritherstellung !

[www.zfk.de]
Durch "grünen Wasserstoff" zu Kraftstoffen
BP und Uniper wollen „grünen Wasserstoff“ für die Herstellung von Kraftstoffen nutzbar machen.

... aus dem Pressetext ...
Uniper und BP wollen gemeinsam Möglichkeiten zur Nutzung der Power-to-Gas-Technologie für den Raffinerieprozess entwickeln. Dazu haben die beiden Unternehmen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Beide Partner wollen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer Power-to-Gas-Anlage am BP Standort in Lingen prüfen und sich für eine erforderliche Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen einsetzen.

In ihrer Presseinformation halten Uniper und BP fest, dass die Power-to-Gas-Technologie von politischer Seite als wichtiger Baustein der Energiewende gesehen werde. Das zeige die explizite Erwähnung in dem kürzlich vorgestellten Grünbuch des Bundeswirtschaftsministeriums zur Energieeffizienz, zu dem ein bis 31. Oktober 2016 laufender Konsultationsprozess gestartet wurde.

WTF !!! Mit dieser "Entwicklung" wird die pure Energieverschwendung zelebriert ... und das soll unter "Energieeffizienz" laufen ?!?!?!?!

von BdasB - am 12.10.2016 05:47

Re: BP und Uniper „grünen Wasserstoff“ fuer die Spritherstellung !

Zitat
BdasB

Uniper


Falls Der eine oder Andere den Namen noch nicht gehört
( obwohl die ersten Kraftwerke vor mehr als 1 Jahr umbenannt wurden )
das sind Kraftwerke die mal unter den Namen E.ON liefen oder noch Früher
Preußenelektra und Bayernwerk

Macht man aus Wasserstoff Kraftstoff oder Gas muß von Irgendwo kein Lichtlein her,
weil da würds Buuuum machen, sondern Kohlenstoff der sollte wen das Öko und Bio
sein soll, nicht aus Fossilen Quellen kommen.

Zitat
BdasB

In ihrer Presseinformation halten Uniper und BP fest, dass die Power-to-Gas-Technologie
von politischer Seite als wichtiger Baustein der Energiewende gesehen werde.


Erinnert mich an die ersten Kernkraftwerke, die hat der Staat auch den Eversorgern aufgedrängt
und nun wird getan als wenn wen die Technik von denen gewünscht, nur wenn einenm
ein Kuh mit prallen Euter vor die Nase gestellt wird, ist es ja schon fast Tierquälerei
die nicht zu Melken. Nachteil dieser Melkkuh, die Frißt kein Gras, sondern Steuergelder :rolleyes:

Nur da gibts Hoffnung, da wir eh bald alle Leibeigen des Staates ( später wenn
der Name Deutschland erstmal abgeschafft von :confused: ) bezahlen wir eh keine
Steuern mehr und leisten nur noch Frondienste ;-) Weil zu was brauchen wir Eigentum
wenn der Staat doch die gute Nanny ist [www.focus.de]

Wobei Einige da feuchte Augen kriegen, bei den Gedanken das Andern alles Verboten ist :rp:

von Manfred aus ObB - am 12.10.2016 06:12

Re: BP und Uniper „grünen Wasserstoff“ fuer die Spritherstellung !

Methanisierung macht HORCH Nachfolger schon ewig (also für neuzeitliche Verhältnisse ewig) in einer Pilot Anlage [audi-dialoge.de]

von Richard - am 12.10.2016 07:19

Re: zum Thema Focus=> Nanny ...

[www.focus.de]

Polemik Alarm :eek: sonst nix ...

von BdasB - am 12.10.2016 09:39

Re: zum Thema Focus=> Nanny ...

Zitat
BdasB
[www.focus.de]

Polemik Alarm :eek: sonst nix ...


Genau und darum gibt es immer wieder solche Schlagzeilen

[www.br.de]

Des mit der ökologischen Steuerreform ist einen alte ÖDP Forderung, anderseits
hört sich die Ziele so wie geschildert so an wie Bayern zu Zeiten von König Ludwig II

Wenn sich nur wenige etwas Leisten können ist des auch gut fürs Klima

Noch ein Link dazu wenn auch dann die Polemik Keule kommt
[www.focus.de]

Zitat

Statt konkreten Umweltproblemen mit spezifischen Problemlösungen zu begegnen, Umweltschäden dort zu beheben, wo sie auftreten und das Verursacherprinzip konsequent umzusetzen, soll Umweltpolitik mit dem Holzhammer betrieben werden. Die milliardenschwere Energiewende, das Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2030, steigende Immobilienpreise und Mobilitätskosten durch eine restriktive Flächenpolitik sowie unwirtschaftliche Energieeffizienzstandards sind das beste Rezept, ärmere Menschen noch ärmer zu machen. Doch auch für den Mittelstand dürfte der BMUB-Plan eine zu teuer erkaufte Umweltqualität bedeuten. Von der zunehmenden Einschränkung der Freiheit ganz zu schweigen. Umweltpolitik sollte dem Menschen dienen, nicht umgekehrt.


Das tolle daran Techniken die denen nicht ins Konzept paßen weil Dezentral und
ohne Überwachung zu installieren, sollen sich garnicht etablieren dürfen, da eben
nur Erlaubt, was die für Gut befinden ( wie in jeder Diktatur )

Noch etwas zum eventuellen Nachdenken im Grundgesetz steht Artikel 6

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

und im Ländle gibts dazu Kontroversen, also zwischen den Grünen und Ihren Ministerpräsidenten

dazu ein Link [www.taz.de] von einer Seite wo dem Grundgesetz in der Form
nur wenig Zugeneigt:

Es geht um die Aussage von Kretschmann in der Zeit [www.zeit.de]

Zitat
Winfried Kretschmann
Dabei geht es um den Kern von Moral. In der Tradition Kants sollten wir daran festhalten, dass unser kollektives Handeln verallgemeinerbar sein muss, im Hinblick auf unsere Gesellschaft und, so würden wir Grüne hinzufügen, im Hinblick auf zukünftige Generationen. Zugleich aber ist der Mensch, wie Kant sagt, "aus krummem Holz geschnitzt". Wir sind keine Heiligen und werden es auch dann nicht, wenn man uns dazu machen will. Wir sollten daher das Moralisieren lassen. Anstatt Vorgaben für das gute Leben und die individuelle Lebensgestaltung zu machen, sollten wir uns auf den Kampf für eine gute Ordnung der Dinge konzentrieren. Eine Ordnung, die in den zentralen Fragen die richtigen Anreize setzt, um das Beste in uns zum Vorschein zu bringen.

Außerdem müssen wir deutlich machen, dass die neuen Freiheiten in der Lebensgestaltung ein Angebot und keine Vorgabe sind. Hier liegt ein häufiges Missverständnis. Es geht darum, dass jeder nach seiner Fasson leben kann, und nicht darum, traditionelle Lebensformen abzuwerten oder die Individualisierung ins Extrem zu treiben. Individualismus darf nicht zum Egoismus werden, sonst wird gesellschaftlicher Zusammenhalt unmöglich. So ist und bleibt die klassische Ehe die bevorzugte Lebensform der meisten Menschen – und das ist auch gut so.


Der Kretschmann sollte mal Überlegen in die ödp überzutretten da wär Er besser aufgehoben ;-)

von Manfred aus ObB - am 20.10.2016 17:20
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.