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vor 1 Jahr, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
thegray, Bernd Schlueter, Frank Rethagen, R.M, Ralf Wagner, BdasB

niedersächsischen Eichbehörde: Abrechnung nach kWh nicht moeglich !

Startbeitrag von BdasB am 11.10.2016 18:53

[www.goingelectric.de]

Mail von enercity, bezgl. Abrechnung nach kWh


Sehr geehrte Damen und Herren, 

bereits im Mai hatten wir Sie darüber informiert, dass enercity für die Wechselstrom-Ladesäulen eine Preisauszeichnung nach Kilowattstunde anstrebt. 

Hierzu wurden in den letzten Monaten mehrere Termine mit der niedersächsischen Eichbehörde wahrgenommen und alle technischen und abrechnungsrelevanten Aspekte genau analysiert. Parallel zu unseren Gesprächen wurde bundesweit ein Merkblatt der Eichbehörden herausgegeben, in dem der aktuelle Stand zur Konformitätsprüfung von Ladestationen dargestellt wird (siehe Anhang). 

Mittlerweile wird leider sehr deutlich, dass der derzeit europaweit gültige Elektromobilitäts-Kommunikationsstandart zur Datenübermittlung OCPP (Open Charge Point Protocol) voraussichtlich in Deutschland aus Sicht der Eichbehörden nicht zulässig ist. Bei der Zählerdatenübermittlung wird der Kommunikationsstandart SMGW (Smart-Meter-Gateway) von den Eichbehörden favorisiert. Europaweit sind die Ladestationen technisch jedoch so konzipiert, dass die Datenübermittlung vom Auto zur Ladesäule und von der Ladesäule zum Backend (Zentralrechner) per OCPP Standard abgewickelt wird. Dies bedeutet, dass sowohl die bereits installierten Ladestationen als auch die derzeit am Markt erhältlichen Ladestationen für eine eichkonforme Abrechnung nach Kilowattstunden nicht zulässig sind. 

Obwohl wir den niedersächsischen Eichbehörden die einwandfreie und richtige Datenkommunikation unserer Ladesäulen nachweisen konnten, besteht auf absehbarer Zeit keine Möglichkeit die Wechselstromladesäulen nach Kilowattstunden abzurechnen. Somit wird der aktuell eingeführte Zeittarif vorerst beibehalten, obwohl wir die Problematik mit der geringen Leistungsaufnahme wie z. B. beim Renault Twizzy und dem Wiederspruch eines Zeittarifes kennen. 

Unser Ziel ist es natürlich weiterhin eine Abrechnung nach Kilowattstunden zu realisieren. Wir werden Sie selbstverständlich in dieser Sache auf den Laufenden halten.


bundesweits Merkblatt der Eichbehörden [cdn.goingelectric.de]

Antworten:

Die Konsequenzen sind absolut zum Davonlaufen.... Ich frage mich ob Dienste wie Thenewmotion die nach kWh abrechnen dann überhaupt rechtlich konform sind.

Nach dem Eichamt gibt es auch keine Ausnahmen für die Abgabe von Gleichstrom. Offensichtlich gibt es aber keine eichfähigen Gleichstromzähler auf dem Markt.

Gerade in der jetzigen Situation wo man willens ist, die Emobilität voran zu bringen ist dies ein echter Hemmschuh, gewollt?

von Ralf Wagner - am 11.10.2016 19:35
Hallo

Stimmt so meiner Meinung nach nicht. Wenn ein eichfähiger Zähler vorhanden ist brauchen die Unterzähler nicht geeicht zu sein solange das in den AGBs klar geregelt ist.

Die Rückführung auf eine geeichtes System wäre ja durch Ablesung möglich.

Der Verbrauch wird über den S0 Ausgang abgerechnet.

Da die Säulen eh jedes Jahr gewartet werden müssen ist ein Abgleich bei der Wartung möglich.

Gruß

Roman

von R.M - am 11.10.2016 19:58
RWE hat geeichte Abrechnung bei den Säulen, warum bekommt enercity das nicht hin?

https://www.rwe-mobility.com/web/cms/de/2958158/emobility/gut-geeicht-zum-vollen-akku/]???[/url]

Gruß Frank

von Frank Rethagen - am 13.10.2016 20:26
Überlege man was haben die Versorger früher Problem gemacht wenn man Alternative Energien hatte und was Einspeisen geht ja mal garnicht !

Hat ja einen Grund weshalb SMA mal die Aufwendigsten und "besten " WR produzierte. Für die Versorger war doch das Motto, Hauptsache es wird so teuer wie möglich in der Refinanzierung

Windkraft was ist das eine utopisch Gras geschwängerte Fantasterei....Dann halbherzig GROWIAN gemacht - und damit den Beweis erbracht das sowas nie Funktionieren kann.
Und wenn doch - gab es eben kein Kabel....


Wieso können große Auomobilfirmen die ja nicht grade mit realer Innovationfreudigkeit glänzen - Dinge auf die Straße bringen. Bei dem andere Hürden über Hürden gestellt bekommen.

Die einen gehen irgendwohin bekommen schlechtenfalls gesagt das geht so nicht weil Zulässigkeit je nach Auslegung der Regelungen fragwürdig und dann auch gleich gesagt - wenn man es so oder so macht ....Sei es nun über einen Freelancer oder Beratervertrag ..... oder ähnliches.

Und der kleine Entwickler mit begrenzter Manpower; Kapital und Vitamin B. Bekommt gesagt geht nicht - basta!

von thegray - am 14.10.2016 09:01
Ihr könnt sicher sein, dass manche Betreiber von Ladestationen daran interessiert sind, Geld zu machen und zu diesem Zweck technische Vorwände ausnutzen. Dazu zähle ich RWE, die viel Geld in die Ladesäulen investiert haben und das Geld bitte dreifach zurück haben wollen, auch wenn es Twizzy- und cityel- Fahrer besonders hart trifft.
850Watt an einem 11kW-Anschluss, der nach Zeittarif abgerechnet wird, 1,99 und mehr pro Stunde...
RWE hat sich schon in "Innogy" umbenannt, damit möglicher Unmut nicht auf den Konzern zurückfällt. RWE bietet gegen festen Vertrag auch kWh-Abrechnung an.
Ich boykottiere noch RWE-Säulen, obwohl sie meinen Wirkungsbereich erheblich vergrößern würden. Reiner Braunkohlenstrom, trotz anderer Deklaration, und teuer , 65 Cent pro kWh für Nichtmitglieder. Thenewmotion konnte mit den RWE immerhin eine Ermäßigung auf 56Cent aushandeln. Bei Zeittarifen wird schlimm angezockt.

Ich bescheide mich immer noch mit dem Schukostecker, luftgekühlt.
Meinen Drehstromlader nehme ich nur in wenigen Ausnahmefällen mit.
Bei Elektroautofahrertreffen reicht die geringe Leistungsaufnahme zur Vollladung und dafür, dass ich möglichst vielen Elektrokollegen das gleichzeitige laden ermögliche.

Für die Treffen möchte ich Schukosteckdosenverteilerkisten vorschlagen, die von einem Axialgebläse gekühlt werden. Die Erzeugung eines Luftwirbels mit einem 1-Watt-Elektronikgebläses ist mehr als ausreichend. Die Steckerkühlung erübrigt sich dann und ist weitaus edffektiver. 16 Ampere sind dann auch bei angekohlten Kontakten kein Problem. Immerhin versorgt eine solche an einem 32A-Drehstromstecker angeschlossene Dose mindestens 10 Fahrzeuge und die Sicherung fliegt frühestens bei 15 angeschlossenen Fahrzeugen heraus. Die Einbaudosen sollten unten offen sein, die Anschlüsse von unten sichtbar, damit die Luftwirbel diese erreichen können. Kühlschlitze sind eigentlich nicht erforderlich.

von Bernd Schlueter - am 15.10.2016 06:58
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