MM: Milliardenpoker um die Batteriefabriken

Startbeitrag von BdasB am 27.10.2016 07:19

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Der brisante Milliardenpoker um die Batteriefabriken

... auszugsweise ...

Neue, riesige Batteriezell-Fabriken könnten in Deutschland zumindest teilweise Ersatz schaffen. Wie sehr, lässt sich bisher schwer abschätzen, aber aus geplanten Projekten grob hochrechnen.
Die Fertigungsstätte von Samsung in Ungarn schafft laut Medienangaben 600 Arbeitsplätze bei einer Batterieproduktion für 50.000 Autos im Jahr. Tesla kommt bei der Gigafactory in Nevada auf ein ähnliches Verhältnis - die Rede ist von 6500 Arbeitsplätzen für zunächst 500.000 Batteriepacks im Jahr. Würden deutsche Batteriefabriken Akkus für alle sechs Millionen hierzulande hergestellten Autos bauen, könnte dies immerhin etwa 75.000 Arbeitsplätze sichern. Zum Vergleich: Momentan sind insgesamt etwa 800.000 Menschen in der gesamten deutschen Autoindustrie beschäftigt.

1. Teil: Der brisante Milliardenpoker um die Batteriefabriken
2. Teil: Wie wichtig sind Batterien für das Auto der Zukunft?
3. Teil: Wo werden die Batterien für Elektroautos bisher produziert?
4. Teil: Wo entstehen derzeit neue Batteriefabriken?
5. Teil: Hat Europa als Batteriestandort noch eine Chance?
6. Teil: Sollten Autobauer Batteriezellen selbst produzieren?
7. Teil: Was steht für den Autostandort Deutschland auf dem Spiel?
8. Teil: Bonustrack: Warum reden alle von Elektroauto-Batterien? Geht es nicht um Akkus?

Antworten:

...und für die Konstruktion und Herstellung eines EV benötigt man ca. 10% der Arbeitskräfte gegenüber einem Verbrenner.

Auf der nächsten Stufe "Wartung und Unterhalt" sinkt der Aufwand nochmals in erschreckendem Masse (Arbeitsplätze!).

Da werden wir in den nächsten 20 Jahren ein ähnliches Debakel erleben wie bei der Schliessung der Kohlebergwerke und Stahlschmelzen in Europa. Aber da werden nicht nur Facharbeiter sondern auch Ingenieure betroffen sein.

von i-MiEV - am 27.10.2016 09:44
Zitat
i-MiEV
...und für die Konstruktion und Her­s‍tellung eines EV benötigt man ca. 10% der Arbeitskräfte gegenüber einem Verbrenner.

Auf der näch­s‍ten Stufe "Wartung und Unterhalt" sinkt der Aufwand nochmals in erschreckendem Masse (Arbeitsplätze!).

Da werden wir in den näch­s‍ten 20 Jahren ein ähnliches Debakel erleben wie bei der Schliessung der Kohlebergwerke und Stahlschmelzen in Europa. Aber da werden nicht nur Facharbeiter sondern auch Ingenieure betroffen sein.


MEINE REDE SEIT LANGEN

von thegray - am 27.10.2016 12:42
theoretisch ..ja....
praktisch werden genug Wartungsarbeiten anfallen ;-)

von Sven Salbach - am 27.10.2016 14:53
Richtig! Welches aktuelle EV ist das nochmal, das oberhalb des im Fahrzeugboden eingebauten Akkupakets so schrecklich rostet? Unsichtbar und unzugänglich, versteht sich.

von el El - am 27.10.2016 17:31
Hm also ich habe letztens in einen Imiev/CZero ca4j was gesehen - der kann sich mit meinem EX-26J. Mazda 300t; Renault Express 25j. 60t messen.

Meinste den ;-)

von thegray - am 28.10.2016 12:02
Zitat
Sven Salbach
theoretisch ..ja....
praktisch werden genug Wartungsarbeiten anfallen ;-)


Proust - Sven bitte nicht von El-Ebene aus denken/vergleichen!

von thegray - am 28.10.2016 12:03
haha, beim El war das alles ja keine Absicht ;-)

von Sven Salbach - am 28.10.2016 12:19
Zitat
Sven Salbach
haha, beim El war das alles ja keine Absicht ;-)


jetzt pass aber auf das du nicht aus dem Fenster fällst!

von thegray - am 28.10.2016 21:41
Zitat
thegray
Hm also ich habe letztens in einen Imiev/CZero ca4j was gesehen - der kann sich mit meinem EX-26J. Mazda 300t; Renault Express 25j. 60t messen.

Meinste den ;-)

ja ich glaub der wars.

von el El - am 29.10.2016 13:06
Ganz so dramatisch sehe ich es nicht, dass der Aufwand sinkt. Der Motor ist einfacher am Elektrofahrzeug, aber der Rest ist ähnlich. Fahrwerk, Bremsen, Lenkung, Inneneinrichtung, Licht Scheibenwischer, Klimatisierung... braucht es alles auch und kann auch Defekte haben.

von Ralf Wagner - am 29.10.2016 16:41
Eben eben. Und auch der Motor wird so ausgelegt das er nach 100 oder 150000km neu gelagert werden muss etc pp..Motorsteuerungen halten nicht ewig und die andere Technik für Fensterheber etc werden nach wie vor auch mal kaputt gehen

von Sven Salbach - am 29.10.2016 18:43
Klar, woher bitte schön kommen denn die Zutaten für Akkus? Ach die wachsen in Deutschland ja am Straßenrand. Da war doch was mit Zink, Kohle, Zitronen und Äpfeln ... .
Also los, alle Arbeitslosen in einen E-Bus und ab auf das Land um die Zutaten zu besorgen.
Deutschland ist mit seiner Mobilität dabei voll vor die Wand zufahren, wie auch jeder einzelne der trotz einer Vollsperrung weiter mit voller Geschwindigkeit, und in Deutschland darf man ja schneller fahren wie es der Verstand begreifen kann, darauf zu fährt um in letzter Sekunde wenn halt nicht schneller wie der Verstand unterwegs es plötzlich zum Stillstand kommt. War der Verstand hinter dem Fahrzeug dann kracht es halt laut und tut weh, leider nicht nur für den welcher den Verstand verloren hatte.
Und dabei hat der Verkehrsfunk, das Navi und die AP vor der Vollsperrung gewarnt. Aber diese ist ja erst in 100 km und es wird sicher jemanden geben der dort aufräumt bis ich da bin sind wohl die Gedanken die einem dort kommen. Also erst mal schnell weiter um nicht der letzte in der Schlange zu sein.
Wer aber bei der Warnung sich schnellstens ein ruhiges Plätzchen sucht und einfach gar nicht mehr fährt der lebt. Und eben dieses Suchen nach einem ruhigen Platz fällt sehr schwer weil man doch weiter muß und das was der Verkehrsbericht dort sagt muß ja gar nicht stimmen, ja kann ja gar nicht stimmen denn hier läuft der Verkehr doch prima.
Was wir brauchen ist eine Flurbereinigung. Also so etwas aus der Wirtschaftswunderzeit. Große Fabrikanlagen mit Wohnmöglichkeit für die Arbeiter. Also nicht täglich 150 km fahren und darum jammern das die Reichweite eines EV nicht reicht. Oder wie ist man vor 60 Jahren ohne Auto zu seinem Arbeitsplatz gekommen?
Batterien wären so eine Möglichkeit der Flurbereinigung. Große Fabriken halt wie früher die Zechen oder Stahlbuden.
Aber das alles ist doch auch nur die Suche nach einem neuen Weg um weiter zu kommen wie die anderen. Also fährt man auf die Umleitung um fest zu stellen das dort ebefalls viele mit der gleichen Idee stehen. Wer als erstes vor der Wand stand und sich einen neuen Weg suchen mußte der kam noch weiter, China mit Smog z.B., und ist anderen natürlich weit voraus. Deutschland ist gerade dabei die Abfahrt zu erreichen nur steht es da auch schon im Stau. Eine Abfahrt eher raus und man hätte den Stau auf zwar holprigen Straßen umfahren können wäre aber dabei nicht um den Verstand gekommen sondern hätte Zeit gehabt weitreichende Veränderungen, Umfahren sie den Stau Weiträumig, vor zu nehmen. Also nicht alles Geld in den Straßenbau zu stecken sondern dafür zu sorgen das der Arbeiter nahe der Arbeit wohnen kann wäre ein richtiger Weg gewesen.

Gruß Uwe

von Helixuwe - am 31.10.2016 07:36
Ralf ; Sven kann man anders sehen !

Sprechen wir drüber - wenn der Brackeven war und die Industrie sich wandelte.

Aber mal so gegen gefragt - wie so baut Telsa so wenige Werkstätten auf und auch andere die auf den Markt drängen werden, zeigen keine Ambitionen ein Umfangreichen Netz aus zu bauen - blöd oder weitsichtig
?

von thegray - am 31.10.2016 11:14
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